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Dahlem

Ausstellung „Draußen… unter Kiefern“

Brücke-Museum thematisiert Verhältnis von Mensch und Natur

26.06.2026: Das Brücke-Museum im Bussardsteig 9 in Dahlem öffnet sich in diesem Sommer verstärkt seiner natürlichen Umgebung. Ab Sonntag, den 5. Juli 2026, verknüpfen zwei parallel konzipierte Kunstprojekte die Werke der expressionistischen „Brücke“-Gruppe mit zeitgenössischen Perspektiven auf die Umwelt. Das Grundstück des Museums wird dabei selbst zum Ausstellungsort.

Künstlerischer Lehrpfad

Unter dem Titel „Draußen… unter Kiefern“ entsteht auf dem Waldgelände rund um das Museumsgebäude ein künstlerischer Lehrpfad. Sieben zeitgenössische Künstler, Künstlerinnen und Kollektive haben dafür Arbeiten entwickelt, die sich mit ökologischen Prozessen, Vergänglichkeit und dem Zusammenleben von Mensch und Natur befassen. Gefördert durch den „Fonds Zero“ der Kulturstiftung des Bundes wurde bei der Realisierung der Werke auf eine klimaneutrale Umsetzung geachtet.

Veränderung und Vergänglichkeit

Die Arbeiten im Außenraum verfolgen unterschiedliche Ansätze: Der Künstler Andreas Greiner hat ein Modell des Museums im Maßstab 1:20 errichtet, das der Witterung ausgesetzt ist und sich durch die Ansiedlung von Pilzen und Mikroorganismen im Laufe der Zeit verändern wird. Jenny Kendler präsentiert eine vergängliche Skulptur aus Erde und Wildblumensamen, während das Kollektiv „Club Real“ einen „Betriebsrat aller Lebewesen des Brücke-Museums“ initiiert, an dem sich auch Besucher beteiligen können.

Werke im Innenraum

Flankierend dazu widmet sich die Ausstellung „Draußen… im Museum“ im Innenraum dem Motiv der Natur in der historischen „Brücke“-Kunst. Bekannte sowie selten gezeigte Werke aus dem Sammlungsbestand werden hier in neuen Konstellationen präsentiert und mit aktuellen Positionen ergänzt. So tritt die Malerin Lizza May David in einen Dialog mit Ernst Ludwig Kirchners Gemälde „Violette Bäume“ aus dem Jahr 1914. Zudem beleuchten Fotografien von Alina Schmuch die vom Architekten Werner Düttmann entworfene Museumsarchitektur im Verhältnis zur umgebenden Landschaft. Die Landschaftsarchitekten des „atelier le balto“, die bereits den Museumsgarten revitalisiert haben, gestalteten für die Präsentation eine spezielle Hängung, die den Innen- und Außenraum gestalterisch verbindet.

Die Eröffnung der beiden Projekte findet am Samstag, den 4. Juli 2026, von 15.30 bis 19 Uhr statt. Die Ausstellung im Museumsgebäude ist bis zum 25. Oktober 2026 geöffnet, während der Pfad im Außenraum langfristig bestehen bleibt.

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