Gazette Verbrauchermagazin
Haustiere

Kühler Kopf für Hund und Katze

So kommen Haustiere gesund durch die Hitzewelle

18.06.2026: Wenn das Thermometer in Berlin die 30-Grad-Marke überschreitet, suchen die meisten Menschen den Schatten oder das nächste Freibad. Für Haustiere jedoch kann die sommerliche Hitze schnell lebensgefährlich werden, da sie ihre Körpertemperatur nicht wie Menschen durch großflächiges Schwitzen regulieren können. Der Tierschutzverein für Berlin (TVB) warnt daher vor den oft unterschätzten Gefahren im Alltag und gibt praktische Ratschläge für den sicheren Umgang mit Hund, Katze und Kleintieren.

Eine der größten Gefahrenquellen im Sommer bleibt das parkende Auto. Bereits ab einer Außentemperatur von rund 20 Grad heizt sich der Innenraum eines Fahrzeugs binnen kürzester Zeit extrem auf. Ein Schattenparkplatz oder ein leicht geöffneter Spalt im Fenster reichen keineswegs aus, um die Wärmeentwicklung aufzuhalten. Tiere dürfen deshalb an warmen Tagen unter keinen Umständen allein im Auto zurückgelassen werden. Wer ein leidendes Tier in einem fremden Fahrzeug entdeckt, sollte versuchen, den Halter rasch ausrufen zu lassen, oder im Zweifel unverzüglich die Polizei verständigen.

Auch der tägliche Spaziergang mit dem Hund muss an die Wetterlage angepasst werden. Es empfiehlt sich, die großen Gassigänge auf die kühleren Stunden vor 10 Uhr oder nach 18 Uhr zu verlegen. Auf anstrengende Aktivitäten wie das Toben in der Sonne oder das Laufen am Fahrrad sollte gänzlich verzichtet werden. Zudem ist Vorsicht auf asphaltierten Wegen geboten: Fühlt sich die Straße für die eigene Hand zu heiß an, ist sie auch für empfindliche Hundepfoten ungeeignet. Werden Maulkörbe getragen, müssen diese so beschaffen sein, dass das Tier uneingeschränkt hecheln kann.

Für Katzen, Kleintiere und Vögel gilt es ebenfalls, Schutzmaßnahmen zu treffen. Katzen benötigen in aufgeheizten Wohnungen freien Zugang zu kühleren Bereichen wie dem Flur, dem Badezimmer oder dem Keller. Bei Kleintieren im Außengehege oder im Käfig muss bedacht werden, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und schattige Plätze mitziehen. Kühle Steinplatten, Fliesen oder feuchte Handtücher können den Tieren im Gehege als willkommene Abkühlung dienen.

Sollte ein Tier dennoch Anzeichen einer Überhitzung zeigen – wie extremes Hecheln, schnellen Atem, Taumeln, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit –, ist schnelles Handeln erforderlich. Das Tier muss sofort an einen kühlen Ort gebracht und vorsichtig mit feuchten Tüchern oder kühlem - aber keinesfalls eiskaltem - Wasser abgekühlt werden. Anschließend ist umgehend eine Tierarztpraxis aufzusuchen.

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH 2026