Wannsee
Historische Rosenblüte auf der Pfaueninsel
Mehr als 1.000 Pflanzen blühen im denkmalgeschützten Garten

03.06.2026: Ein bekanntes Ausflugsziel zeigt sich derzeit von seiner farbenfrohen Seite: Auf der Pfaueninsel hat die Rosenblüte begonnen. Nach Angaben der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) stehen auf der Insel aktuell mehr als 1.000 Rosen in voller Blüte, darunter rund 200 verschiedene historische Sorten.
Die alten Sorten zeichnen sich im Vergleich zu modernen Züchtungen vor allem durch ihren intensiven Duft aus. Das Zusammenspiel aus kugelförmigen Rosenhochstämmen und dichten Büschen prägt das Landschaftsbild auf der Insel. Dass die empfindlichen Pflanzen gedeihen, ist dem täglichen Einsatz des Gärtner-Teams vor Ort zu verdanken. Da Rosen sehr sensibel auf extreme Witterung wie Trockenheit, Frost oder zu viel Feuchtigkeit reagieren, gilt ihre Kultivierung als besonders aufwendig.
Die Anlage hat eine lange Tradition: Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné legte den Rosengarten mit seinen labyrinthartigen Wegen bereits im Jahr 1821 an. Es war der erste seiner Art in Preußen. Nach einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1989 wurde das Areal anlässlich des 200. Geburtstages von Lenné um einen Schaugarten erweitert. Dort sind heute rund 300 weitere Rosensorten zu sehen, geordnet nach Klassen und Züchtungsjahren bis 1870. Eine im Jahr 2007 angelegte Wildrosensammlung mit über 50 Arten veranschaulicht zudem die botanischen Ursprünge der heutigen Kulturrosen.
Der Rosenbestand auf der Pfaueninsel gehört zu den wichtigsten Sammlungen historischer Rosen in Deutschland. Für Besucher gibt es neben den Pflanzen auch ein restauriertes historisches Detail zu entdecken: In der gusseisernen Rosenlaube des Lenné-Gartens lädt die rekonstruierte halbrunde Sitzbank wieder zu einer Pause im Schatten ein.
Weitere Informationen zur Geschichte und zum Besuch des Rosengartens auf der Website der Stiftung unter www.spsg.de/rosengarten-pfaueninsel.



