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Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg

Projekt zur politischen Jugendbildung und vieles mehr in Tempelhof-Schöneberg

Bezirksbürgermeisterin Schöttler und die ausgezeichneten Mitglieder des Jugendparlamentes bei der Verleihung des Jugenkompetenzpasses 2018. Foto: BA
Bezirksbürgermeisterin Schöttler und die ausgezeichneten Mitglieder des Jugendparlamentes bei der Verleihung des Jugenkompetenzpasses 2018. Foto: BA
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau April 2019
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Das Bezirksamt wird in diesem Jahr zahlreiche Projekte für ein besseres Miteinander im Bezirk starten. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler stellte am 12. März unter anderem folgende Schwerpunkte vor: In Tempelhof-Schöneberg kam es in den letzten Jahren verstärkt zu antisemitischen Vorfällen. Der Bezirk reagierte mit solidarischen Aktionen und suchte verstärkt das Gespräch mit der jüdischen Gemeinde, um dieser negativen Entwicklung gemeinsam entgegenzutreten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, gute, aufklärende Präventionsarbeit im Jugendbereich zu leisten. Wissensvermittlung und gemeinsame Projekte können Jugendliche vor falscher Vorurteilsbildung bzw. Adaption von Vorurteilen wie Antisemitismus schützen. Den bezirklichen Beauftragten ist es gelungen, Drittmittel des Bundes für Jugendprojekte in Höhe von 100.000 Euro zu akquirieren.

Seit dem 1. Januar 2019 setzt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit dem Bildungsträger Arbeit und Leben – DGB/VHS Berlin-Brandenburg e. V. das Projekt „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“ um. Dieses Projekt bietet Jugendlichen über die Zusammenarbeit mit lokalen Jugendfreizeiteinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren und eigenständig Projekte zu den Themen Demokratie, Antisemitismus und Diskriminierung zu entwickeln und umzusetzen.

Gegen häusliche Gewalt

Gewalt im Geschlechterverhältnis findet häufig im häuslichen Bereich statt und richtet sich überwiegend gegen Frauen. Dabei hat es auch schwere Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, die Zeugen oder selbst Betroffene dieser Gewalt sind. Häusliche Gewalt ist immer noch ein tabuisiertes und schambehaftetes Thema. Deshalb ist das Sichtbarmachen dieses Themas und die Sensibilisierung hierfür seit Jahren ein wichtiges Anliegen der bezirklichen Gleichstellungspolitik. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Mit dem Bezirklichen Aktionsplan wird das Thema „häusliche Gewalt“ in Tempelhof-Schöneberg wieder zu einem sichtbaren Schwerpunkt in der Gleichstellungspolitik. Ich will, dass alle Menschen wissen, wo sie Hilfe bekommen bzw. Betroffene weitervermitteln können.“

Jugendkompetenzpass für junges Engagement

Zum zweiten Mal verleiht das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den Jugendkompetenzpass. Das ehrenamtliche Engagement in Tempelhof-Schöneberg ist von großem Wert für den Bezirk. Mit der Arbeit des Ehrenamtsbüros wird ehrenamtliches Engagement koordiniert und gefördert. Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung verleiht das Bezirksamt jedes Jahr die Ehrenamtskarte, die für Inhaber/innen auch ein Nachweis von Befähigung und erworbenem Wissen ist. Im letzten Jahr hat sich das Bezirksamt zum ersten Mal bei Kindern und Jugendlichen für ihr ehrenamtliches Engagement bedankt und die Mitglieder des Jugendparlaments mit dem Jugendkompetenzpass ausgezeichnet. „Mit der Verleihung des Jugendkompetenzkompasses wird das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Kindern und Jugendlichen sichtbar. Darüber freue ich mich sehr, denn wer sich schon in jungen Jahren so stark für Andere engagiert, der wird das vermutlich sein Leben lang tun und so unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten.“ so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Der Jugendkompetenzpass würdigt junge Menschen, die sich wenigstens 40 Stunden verteilt über ein Jahr regelmäßig oder in einem oder mehreren Projekten durchgängig 100 Stunden außerhalb des regulären Schulunterrichts freiwillig bürgerschaftlich oder ehrenamtlich in Berlin engagiert haben. Der Jugendkompetenzpass wird am 8. November 2019 zum zweiten Mal im Gemeinschaftshaus Lichtenrade verliehen.

Organisationen, Schulen, Initiativen und Vereine können engagierte Jugendliche zur Verleihung direkt dem Ehrenamtsbüro melden: Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement Christine Fidancan, Telefon 030-90277–6050, E-Mail: Ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de. Einsendeschluss für Vorschläge ist der 16. August 2019.

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