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Wort des Bezirksbürgermeisters

Charlottenburg-Wilmersdorf Juni 2017

Erschienen in Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf Juni 2017
Reinhard Naumann
Reinhard Naumann

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Auch in diesem Jahr suchen wir wieder die „Frau in Verantwortung“, die mit dem Monika-Thiemen-Preis geehrt wird. Gesucht wird eine weibliche Führungspersönlichkeit, die im Bezirk beruflich tätig ist.

Frau in Verantwortung 2017 gesucht

Der jährlich zu vergebende Monika-Thiemen-Preis ist benannt nach der frauenpolitisch engagierten Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf (2001 – 2011), die diesen Wettbewerb 2007 ins Leben rief. Die Preisträgerin 2016 war Kerstin Ehrig-Wettstaedt, von der Ehrig GmbH. Sie unterstützt Frauen ganz besonders in ihrer beruflichen Entwicklung, nämlich im IT-Bereich. Als Geschäftsführerin achtet Sie darauf, nicht nur gewissenhaft auszubilden, sondern auch, gerade in diesem technischen Bereich, junge Frauen zu ermutigen, auszubilden und zu fördern.

Um den Monika-Thiemen-Preis zu erhalten, muss die Preisträgerin Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen, sich für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleichwertiger Arbeit einsetzen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv fördern. Außerdem achtet die Jury insgesamt auf die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards, wie die Einhaltung der Mindestlohngesetzgebung. Zur Vorstellung der möglichen Preisträgerin gehört daher eine Beschreibung der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur. Darüber hinaus nimmt die Jury gerne Informationen über ehrenamtliche Tätigkeiten der möglichen Preisträgerin auf.

Die Preisträgerin erhält 1.000 Euro. Die Ehrung erfolgt am 26. September um 17.30 Uhr im Rathaus Charlottenburg.

Frauen können sich noch bis zum 30. Juni selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Weitere Informationen zu den Bewerbungen, der Preisverleihung und der Jury finden Sie unter www.fiv-cw.de .

30 Jahre Bonhoeffer-Haus

Am 17. Juni werde ich um 15 Uhr die Besucherinnen und Besucher der Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Bestehens der „Erinnerungs- und Begegnungsstätte“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im Bonhoeffer-Haus, Marienburger Allee 43, begrüßen.

Das Baudenkmal wurde 1935 von Jörg Schleicher für die Eltern Dietrich und Klaus Bonhoeffers als Alterssitz erbaut. Hier fanden konspirative Gespräche des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten unter maßgeblicher Beteiligung von Familienmitgliedern statt. Dietrich Bonhoffer (04.02.1906 – 09.04.1945), evangelischer Theologe und Leiter des Predigerseminars der Bekennenden Kirche, entschiedener Gegner des Nationalsozialismus, aktiv im Widerstand tätig, wurde 1943 in diesem Haus von der Gestapo verhaftet und im KZ Flossenbürg erhängt.

Nach einer Zwischennutzung durch die Evangelische Studentengemeinde wurde das Haus umgebaut und 1987 als „Erinnerungs- und Begegnungsstätte” in Trägerschaft der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg eröffnet. Eine ständige Ausstellung informiert über Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers. 1988 wurde eine Gedenktafel am Haus enthüllt. Das Haus, das seit 1987 eine unselbständige Einrichtung der Landeskirche ist, wird ab 1. Juli 2017 als Werk der Kirche durch den gemeinnützigen Verein „Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus e. V.“ fortgeführt.

Weitere Informationen unter www.bonhoeffer-haus-berlin.de oder E-Mail: email@bonhoeffer-haus-berlin.de.

Regenbogenfahne am Rathaus Charlottenburg

Gemeinsam mit Jörg Steinert, Geschäftsführer vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, werde ich am 13. Juli um 19 Uhr die Regenbogenfahne vor dem Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, hissen. Seit den 1970er-Jahren ist sie ein internationales Symbol für queeren Stolz und stellt die Vielfalt der homo- und transsexuellen Lebensweise dar. 1978 entwarf der amerikanische Künstler Gilbert Baker die Flagge. Jeder Farbe hat eine eigene Bedeutung: Rot steht für Liebe und Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für das Sonnenlicht, Grün für die Natur, Königsblau für Harmonie und Violett für den Geist.

Im Rahmen der traditionellen Pride Week mit den Respect-Gaymes am 1. Juli und dem Christopher Street Day am 22. Juli setzen wir dieses sichtbare Zeichen für Gleichberechtigung und gegen Homo- und Transphobie.

Kiezspaziergang

Zu unserem 186. Kiezspaziergang treffen wir uns am Samstag, dem 10. Juni, um 14 Uhr am Grunewaldturm. Am 13. April wurde in Berlin die Internationale Gartenschau in Marzahn eröffnet. Ein Teil davon ist auch bei uns im Bezirk zu sehen, denn im Grunewald findet die Ausstellung „Wald.Berlin.Klima“ statt. Entlang eines 4 km langen Rundwegs wird an 11 Stationen die Bedeutung des Berliner Waldes für das städtische Klima erlebbar gemacht. Oberförster Kilz und sein Kollege Ackermann von den Berliner Forsten werden uns führen.

Der Grunewaldturm ist mit dem Bus 218 vom Theodor-Heuss-Platz und vom Bahnhof Wannsee aus zu erreichen und fährt alle 30 Minuten. Der Spaziergang geht bergauf und bergab auf Waldwegen, denken Sie also an gutes Schuhwerk! Mit ungefähr drei Stunden ist dieser auch länger als gewohnt.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de .

Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Ihr
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister

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