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Steglitz

Trost statt Schrecken

In der Steglitzer Rosenkranz-Basilika erklingt am 7. November Gabriel Faurés Meisterwerk

Rosenkranz-Basilika in der Kieler Straße.
Rosenkranz-Basilika in der Kieler Straße.

15.10.2026: Während viele Totenmessen das Jüngste Gericht mit donnernden Trommeln und Posaunen heraufbeschwören, wählte Gabriel Fauré einen ganz anderen Weg. Für den französischen Komponisten war der Tod kein Anlass zu Furcht und Verdammnis, sondern die Aussicht auf Frieden und Erlösung. Wie zeitlos dieser musikalische Gegenentwurf berührt, ist am Samstag, 7. November, um 19 Uhr in der Rosenkranz-Basilika, Kieler Straße 11, in Steglitz zu erleben.

Auf dem Programm steht Faurés Requiem (op. 48), das bis heute als sein bekanntestes Werk gilt. Fauré, der viele Jahre als Organist an der Pariser Kirche La Madeleine wirkte und später das Pariser Konservatorium leitete, verzichtete in seiner Vertonung bewusst auf die dramatische Schilderung des Weltuntergangs („Dies irae“). Stattdessen schuf er eine Partitur von fast kammermusikalischer Intimität, geprägt von sanften Melodien und schlichter Eleganz – Musik, die Fauré selbst einmal als „Wiegenlied des Todes“ bezeichnete.

Für die Aufführung bündeln lokale Stimmen und profilierte Instrumentalisten ihre Kräfte: Es musizieren das Kammerorchester der Komischen Oper Berlin und der Pfarreichor der Pfarrei Maria Rosenkranzkönigin. Die Solopartien übernehmen die Sopranistin Nora Goldnagl und der Bariton Klaus Häger.

Der Eintritt ist frei, um eine großzügige Spende wird gebeten.

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