Zehlendorf/Schmargendorf
Staupe im Südwesten Berlins
Fuchshilfe warnt vor der Infektion
10.08.2026: In Schmargendorf und Zehlendorf/Wannsee breitet sich derzeit die Staupe unter den heimischen Füchsen aus. Der Verein „Fuchshilfe Berlin“ registrierte innerhalb von zehn Tagen 15 Krankheitsfälle bei Wildtieren im Berliner Südwesten sowie im angrenzenden Schmargendorf. Hundehalter im Bezirk sollten nun den Impfschutz ihrer Tiere überprüfen.
Tödlich für Hundeartige
Wie nahe das Problem den Anwohnern bereits gekommen ist, zeigt ein Fall aus Zehlendorf: Die Polizei griff dort kürzlich einen geschwächten Fuchs auf und übergab ihn der Fuchshilfe. Das Tier verstarb kurz darauf. Auch wenn ein Test nicht mehr durchgeführt werden konnte, wies das Verhalten des Fuchses laut dem Verein deutliche Symptome der Viruserkrankung auf.
Symptome erkennen und richtig handeln
Die Staupe äußert sich bei infizierten Tieren durch verschiedene Nerven- und Organschäden. Typische Anzeichen sind Muskelzuckungen, verklebte Augen, starker Speichelfluss und eine auffällige Trägheit. Erkrankte Füchse verlieren oft ihre natürliche Scheu vor dem Menschen, wirken apathisch oder brechen vor Entkräftung zusammen.
Für Menschen und Katzen ist das Virus harmlos. Für Hunde und andere hundeartige Tiere wie Waschbären ist die Infektion jedoch hochgradig ansteckend. In freier Wildbahn verläuft sie fast immer tödlich.
Appell an Tierhalter
Der Verein rät Hundehaltern dringend, den Impfstatus ihrer Tiere zu kontrollieren. Einen wirksamen Schutz bietet die sogenannte SHP-Kombinationsimpfung, die neben Staupe auch gegen Hepatitis und Parvovirose schützt.
Wer im Bezirk einen auffälligen oder krank wirkenden Fuchs sichtet, sollte Abstand halten. Die Fuchshilfe bittet darum, Beobachtungen nach Möglichkeit per Video zu dokumentieren und den Verein unter der Telefonnummer 0151 5430 4890 zu informieren. In akuten Notfällen, in denen das Tier sichtlich leidet, sollte direkt die Polizei verständigt werden.
