Gazette Verbrauchermagazin
Steglitz-Zehlendorf

Schicksale im Spiegel der Musik

29.06.2026: Der Liederzyklus „Susanna Sultana“ feiert im September seine Berliner Erstaufführung in der Schwartzschen Villa.

Das Kulturhaus Schwartzsche Villa in Steglitz wird im September 2026 zum Schauplatz einer Berliner Erstaufführung. Am 25. und 26. September wird dort der Liederzyklus „Susanna Sultana“ präsentiert. Das Werk ist ein Gemeinschaftsauftrag des Beethovenfests Bonn und des Fachbereichs Kultur Steglitz-Zehlendorf und verbindet zeitgeschichtliche Ereignisse mit einer persönlichen Familiengeschichte.

Eine Biografie über Grenzen hinweg

Das Stück basiert auf der Lebensgeschichte von Susanna Moshonov (1920–2022). Geboren in Bulgarien als Kind geflohener sephardischer Juden, war ihr Leben von den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, der Verfolgung im Nationalsozialismus und der Internierung ihres Ehemanns geprägt.

Nach Kriegsende wanderte die Familie nach Israel aus. In ihrer neuen Heimat bezog sie ein Haus, das zuvor von einer arabischen Familie bewohnt worden war. Moshonov spürte dort die geistige Präsenz der geflohenen Mutter des Hauses und gab ihr den Namen „Sultana“ – eine gedankliche Verbindung, die sie zeitlebens beschäftigte. Jahrzehnte später begegnete Moshonovs Enkelin, die in Berlin lebende Sopranistin Alma Sadé, einer arabischen Frau und sah in ihr eine Parallele zur Geschichte ihrer Großmutter. Diese Begegnung gab den Anstoß, die Spurensuche musikalisch zu verarbeiten.

Kammermusikalisches Ensemble in Steglitz

Die Komponistin Elena Kats-Chernin und die Autorin Susanne Felicitas Wolf gestalteten aus dieser Vorlage ein Werk für Sopran und Kammerensemble. Die Besetzung spiegelt die verschiedenen kulturellen Einflüsse der Erzählung wider. Es musizieren Alma Sadé (Sopran), Elenora Pertz (Klavier), Byol Kang (Violine), Jone Bolibar Núñez (Klarinette), Wassim Mukdad (Oud) und Arnulf Ballhorn (Kontrabass). Ergänzt wird das Programm durch Werke von Dobrinka Tabakova und Lubomir Pipkov.

Termine und Tickets

Die Aufführungen finden am Freitag, 25. September, und Samstag, 26. September 2026, jeweils um 19 Uhr im Kulturhaus Schwartzsche Villa (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin) statt.

Der Eintritt beträgt 10 Euro. Karten sind online unter www.pretix.de/kultur-berlin-sz sowie an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen können per E-Mail an kultur@ba-sz.berlin.de gerichtet werden.

Der Liederzyklus „Susanna Sultana“ feiert im September seine Berliner Erstaufführung in der Schwartzschen Villa.

Das Kulturhaus Schwartzsche Villa in Steglitz wird im September 2026 zum Schauplatz einer Berliner Erstaufführung. Am 25. und 26. September wird dort der Liederzyklus „Susanna Sultana“ präsentiert. Das Werk ist ein Gemeinschaftsauftrag des Beethovenfests Bonn und des Fachbereichs Kultur Steglitz-Zehlendorf und verbindet zeitgeschichtliche Ereignisse mit einer persönlichen Familiengeschichte.

Eine Biografie über Grenzen hinweg

Das Stück basiert auf der Lebensgeschichte von Susanna Moshonov (1920–2022). Geboren in Bulgarien als Kind geflohener sephardischer Juden, war ihr Leben von den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, der Verfolgung im Nationalsozialismus und der Internierung ihres Ehemanns geprägt.

Nach Kriegsende wanderte die Familie nach Israel aus. In ihrer neuen Heimat bezog sie ein Haus, das zuvor von einer arabischen Familie bewohnt worden war. Moshonov spürte dort die geistige Präsenz der geflohenen Mutter des Hauses und gab ihr den Namen „Sultana“ – eine gedankliche Verbindung, die sie zeitlebens beschäftigte. Jahrzehnte später begegnete Moshonovs Enkelin, die in Berlin lebende Sopranistin Alma Sadé, einer arabischen Frau und sah in ihr eine Parallele zur Geschichte ihrer Großmutter. Diese Begegnung gab den Anstoß, die Spurensuche musikalisch zu verarbeiten.

Kammermusikalisches Ensemble in Steglitz

Die Komponistin Elena Kats-Chernin und die Autorin Susanne Felicitas Wolf gestalteten aus dieser Vorlage ein Werk für Sopran und Kammerensemble. Die Besetzung spiegelt die verschiedenen kulturellen Einflüsse der Erzählung wider. Es musizieren Alma Sadé (Sopran), Elenora Pertz (Klavier), Byol Kang (Violine), Jone Bolibar Núñez (Klarinette), Wassim Mukdad (Oud) und Arnulf Ballhorn (Kontrabass). Ergänzt wird das Programm durch Werke von Dobrinka Tabakova und Lubomir Pipkov.

Termine und Tickets

Die Aufführungen finden am Freitag, 25. September, und Samstag, 26. September 2026, jeweils um 19 Uhr im Kulturhaus Schwartzsche Villa (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin) statt.

Der Eintritt beträgt 10 Euro. Karten sind online unter www.pretix.de/kultur-berlin-sz sowie an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen können per E-Mail an kultur@ba-sz.berlin.de gerichtet werden.

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