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Steglitz
Juni 2026
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2 | Gazette Steglitz | Juni 2026
Sommerkonzerte im Grünen Auftritte der Leo-Borchard-Musikschule im Stadtpark Steglitz Wenn die Temperaturen steigen, wird der Stadtpark Steglitz wieder zum Treffpunkt für Musikfreunde. Die Leo-Borchard-Musikschule ist mit ihren traditionellen Sommerkonzerten vor Ort. An den kommenden Wochenenden bis Anfang Juli bespielen zahlreiche Ensembles der bezirklichen Musikschule den historischen Musikpavillon und bringen unterschiedlichste Klangwelten in die Grünanlage.
Buntes Repertoire Das musikalische Repertoire ist bunt gemischt: Es reicht von klassischen Streichorchestern und großen Chören bis hin zu Jazz-Formationen und einer Kinder-Rockband. Auch eher ungewohnte Klänge, etwa von einem Zitherensemble, einem Percussion-Projekt oder Instrumenten des Mittelalters, stehen auf dem Programm. Für die Spaziergänger und Anwohner bedeutet das einen entspannten Zugang zur Kultur. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. Zuhörer können das Geschehen klassisch auf den Sitzbänken vor der Bühne verfolgen, auf den umliegenden Wiesen die Picknickdecke ausbreiten oder die Musik
Im Stadtpark Steglitz kann wieder Sommerkonzerten gelauscht werden. einfach beim Flanieren durch den Park im Hintergrund wirken lassen.
telalters, 17 Uhr Jazz-Band Midnight Blue • 28. Juni: 15 Uhr Steglitzer Streicherklassenfestival, 17 Uhr Jazz-Bands Groovetown & Programm im Überblick Play and Fly • 7. Juni: 15 Uhr Die himmlischen Harfen, • 4. Juli: 15 Uhr Chorfestival, 17 Uhr Leo-Bor17 Uhr Percussionensemble Tin’I‘tus chard-Orchester & Jugendkammerorchester Zehlendorf • 20. Juni: 15 Uhr Auftritte der Instrumentalklassen aus Kooperationen mit Schulen im • 5. Juli: 15 Uhr Streicherklassen (Viersaiterclub, Leonant-Streicher & Sinfonietta der Bezirk Musikschule),| 17 Uhr Gitarrenensembles • 21. Juni: 15 Uhr Ensemble-Treffen VielSaitig & VielSaitig next generation • 27. Juni: 15 Uhr Ensemble für Musik des Mit Wer schuf die Figur an der Musikschule? Auf den Spuren eines fast vergessenen Meisters In der letzten Ausgabe der Gazette hatte die Redaktion um Hinweise zu der steinernen Figur im Garten der Musikschule Steglitz in der Grabertstraße gebeten. Der Lankwitzer Historiker Wolfgang Holtz hat das Geheimnis gelüftet: Die feine Signatur „AR“ auf dem Kunstwerk gehört zu August Rhades. Doch wer war dieser Mann? August Rhades, 1886 in Berlin geboren und 1979 dort gestorben, war ein hochproduktiver Bildhauer. Obwohl sein Name der breiten Öffentlichkeit heute kaum noch ein Begriff ist, galt er zu Lebzeiten vielen schlicht als der „Steglitzer“ oder „Lankwitzer Bildhauer“. Tatsächlich hat er in den 1920er- und 1930er- Jahren sowie in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg deutliche Spuren im Bezirk hinterlassen. Am Gemeindehaus der Matthäuskirche in Steglitz lässt sich ein detailreiches Terrakotta-Relief
von ihm bewundern, das das biblische Gleichnis von den klugen
des präsent: Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresfeuerwerkerschule am Gardeschützenweg steht das von ihm 1957 nachgeschöpfte Feuerwerkerdenkmal aus Kupferblech. Rhades war weit mehr als ein rein lokaler Künstler: Seine kunsthistorisch wohl bedeutendste Aufgabe war die Zusammenarbeit mit der weltberühmten Käthe Kollwitz. Nach ihren Gipsmodellen setzte er 1931 die Figurengruppe „Trauerndes Elternpaar“ aus hartem belgischem Granit um, wobei er maßgeblich für die Figur des Vaters verantwortlich zeichnete. Das Werk steht heute auf einem Soldatenfriedhof in Belgien. Nach dem Krieg war er zudem an prominenten Berliner Wahrzeichen beteiligt. So stammt historischen Dokumenten zufolge die monumentale Figur der „Mutter Heimat“ am Sowjetischen und törichten Jungfrauen dar- Ehrenmal im Treptower Park aus stellt. Auch in Lichterfelde ist Rha- seiner Hand.
WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN
Gazette Zehlendorf | JUNI 2026 | 1 Gazette Steglitz | Juni 2026 | 3
Liebe Leserinnen und Leser, Foto: Uwe Steinert
2026 feiert das Haus am Waldsee sein 80-jähriges Bestehen als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Die in den 1920er-Jahren erbaute Villa in der Argentinischen Allee wurde ab 1946 erstmals als Kulturstandort genutzt und für Ausstellungen geöffnet. Mit dieser Neuausrichtung entwickelte sich das Haus am Waldsee (www. Maren Schellenberg hausamwaldsee.de) zu einem der traditionsreichsten Orte für Gegenwartskunst in Berlin und prägt bis heute auch das kulturelle Leben in Steglitz-Zehlendorf mit. Hierzu meinen herzlichen Glückwunsch. Am 14. Juni eröffnet die Ausstellung „Wo ich wohne“. Bis zum 27. September nimmt sie die Geschichte der Villa in den Blick, die auch während des Nationalsozialismus Wohnort unterschiedlicher Eigentümer war. Sie zeigt Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, die sich mit der Verbindung von privatem Leben, politischer Geschichte und gesellschaftlichen Umbrüchen auseinandersetzen. Auch der namensgebende Waldsee steht derzeit im Fokus: Die laufende Teilentschlammung des Gewässers schreitet planmäßig voran und dient der ökologischen Stabilisierung des Areals. Damit wird nicht nur ein wichtiger Naturraum im Bezirk gestärkt, sondern auch das Umfeld des Hauses am Waldsee im Jubiläumsjahr aufgewertet.
Das Haus am Waldsee feiert sein 80-jähriges Bestehen. ihre Labore, Hörsäle und Institute für Besucherinnen und Besucher. Von 17 bis 24 Uhr wird ein umfangreiches Programm geboten: mit Experimenten, Vorträgen, Führungen und Mitmachangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Besucherinnen und Besucher können mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Die Spannbreite des Angebots reicht von Natur- und Klimaforschung über Medizin und Technik bis hin zu gesellschaftlichen und historischen Themen sowie Künstlicher Intelligenz.
6. Juni: Lange Nacht der Wissenschaften
Auch die Freien Universität Berlin beteiligt sich Am 6. Juni beteiligt sich auch Steglitz-Zehlen- an der Lange Nacht der Wissenschaften. dorf an der Langen Nacht der WissenschafNoch bis 7. Juni: Steglitzer Woche ten (www.langenachtderwissenschaften.de/ programm). Zahlreiche Einrichtungen der Menschen in Steglitz-Zehlendorf feiern gern. Freien Universität Berlin öffnen an diesem Deshalb möchte ich es nicht versäumen, Sie Abend ihre Türen und geben Einblicke in For- auf einen Höhepunkt der Steglitzer Woche am schung, Technik und Wissenschaft, die sonst Abschlusstag, dem 7. Juni, hinzuweisen: Von nicht öffentlich zugänglich sind. Auf dem 15 bis 17 Uhr werden auf der Showbühne am Campus in Dahlem öffnen etliche Fachbe- Bäkepark die Gewinnerinnen und Gewinner reiche der Natur- und Geisteswissenschaften des 15. Kleinkunstpreises ermittelt. Bei der
Der Waldsee wird entschlammt. beliebten Talentshow haben Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Comedy, Zauberei oder Akrobatik die Gelegenheit, ihr Können vor großem Publikum zu präsentieren. Als Jurymitglied freue ich mich mit allen anderen auf ein kreatives Programm. Das Publikum entscheidet durch seinen Applaus, wer von den drei besten Darbietungen am Ende die Nase vorn hat.
Die 72. Steglitzer Woche läuft noch bis zum 7. Juni am Teltowkanal. Fotos: BA SZ Wenn die Steglitzer Woche ihre Pforten schließt, sind wir bereits mitten im Sommer. Genießen Sie diese Jahreszeit in unserem Bezirk mit seinem hohen Freizeitwert und den zahlreichen Grünflächen! Ihre Maren Schellenberg Bezirksbürgermeisterin
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4 | Gazette Steglitz | JUNI 2026
Vom OBF zum Sinfonie-Orchester Steglitz 30 Jahre ungetrübte Spielfreude Was vor 30 Jahren als Klinikorchester OBF (Orchester Benjamin Franklin) begann, hat sich inzwischen zum Sinfonie-Orchester Steglitz weiterentwickelt. – Alles andere als laienhaft dank intensiver Probenarbeit engagierter Hobbymusiker, die bei ihrer Programmerarbeitung regelmäßig von namhaften Dozenten begleitet werden. Unter der Leitung von Dirigentin Nóra Füzi spielen derzeit in ihrer Freizeit rund 50 Orchestermitglieder im Sinfonie-Orchester Steglitz, das außerhalb der Schulferien jeden Mittwoch von 19.00-21.30 Uhr in der Aula der Evangelischen Schule Steglitz, Beymestraße 6-7, probt.
Die Aulatür steht weit offen für Musizierende – gerne auch Wieder-Einsteiger. Aktuell wartet besonders der eigens angeschaffte Kontrabass des Orchesters auf Verstärkung, aber auch Hörner sind willkommen. Zweimal jährlich tritt das unter Musikfreunden längst als Geheimtipp geltende Orchester öf Orchester Benjamin Franklin 1996 und Sinfonie-Orchester Steglitz 2026.
Fotos: privat
Physiologen und späteren Präsidenten der FU Berlin Prof. Peter Gaethgens – beitragsfrei zusammenfanden, um das kulturelle Angebot im Klinikum als Orchester Benjamin Franklin (OBF) musikalisch zu erweitern.
ierung und fand die erste Probe mit der Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn und der Sinfonie Nr. 104 von Haydn in der Kapelle des Klinikums Benjamin Franklin der FU Berlin statt. Das Programm des Orchesters wurde später in Patientenkonzerten, aber auch öffentlich aufgeführt. In einer etwas kleineren Besetzung, der „Haydn-Besetzung“, pflegten die Musizierenden Orchesterwerke für kleines Orchester, von der Wiener Klassik bis zu Werken des frühen 20. Jahrhunderts. Von der ersten Stunde an lagen Orchesteraufbau und Orchesterleitung in den verantwortungsvollen Händen von Thomas Lamp, der Violoncello in Berlin und Dirigieren später in Dresden studiert hatte. Nach einem Jahrzehnt intensiver Konzerttätigkeit engagierte er sich besonders im Laien- und Jugendorchesterbereich, begleitete so über elfeinhalb Jahre auch das OBF. „2008 habe ich das Orchester mit zwei weinenden Augen verlassen, finde es
fentlich mit neuem Programm an jeweils zwei Tagen auf, bei freiem Eintritt auf Spendenbasis. Save The Date: Das nächste Sommerkonzert findet am 4. und 5. Juli statt: Am 4. Juli um 17 Uhr in Zehlendorf in der Pauluskirche der Ev. Paulus-Kirchengemeinde in der Kirchstraße 6, und am 5. Juli um 18 Uhr in der Schöneberger Apostel-Paulus-Kirche in der Grunewaldstraße 77 A. Auf dem reizvoll romantischen Sommerprogramm stehen die Ouvertüre in d-Moll von Emilie Mayer, Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll, Schuberts „Unvollendete“ sowie drei Slawische Tänze von Anton Dvorák (Nr. 3, Nr. 1 und Nr. 8). Rechtzeitiges Erscheinen sichert Plätze.
Mitspielen ist alles…
Thomas Lamp, erster Leiter des Orchesters, 2007 in der Auenkirche. Foto: privat
Gaethgens hatte im November sagten sich bereits im Jahr 1996 ´96 die damalige MedizinstudenMitarbeitende und Studierende tin Daniela Krause mit der Orgades Campus Benjamin Franklin nisation und als musikalischen der Charité-Universitätsmedizin Leiter Thomas Lamp mit der Berlin, als sie sich auf Initiative Gründung des OBF beauftragt. des damaligen Dekans – dem Am 16.12.1996 war die Konstitu Dachdecker hat noch Kapazitäten für Klein-Aufträge • Dacharbeiten aller Art • Marder- und Waschbärbekämpfung • Dachrinnenreinigung Mobil 0163-95 30 609
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Gazette Steglitz | Juni 2026 | 5 aber großartig, dass es so erfolgreich weiterlebt“, freut sich Lamp, der die mit viel Herzblut erfüllte Leitung damals wegen seiner zeitintensiven beruflichen Position hatte aufgeben müssen. Nach ihm hatte Raviv Herbst diese Aufgabe im Orchester übernommen. Heute ist Thomas Lamp, der im Jahr 2000 Träger des Dirigentenpreises des Musikrats wurde, gefragter Instrumentalpädagoge für Cello sowie Kursdozent.
...bis heute nicht vergessen ist Lamp gerade bei langjährigen Orchester-Mitgliedern wie der Fagott-Spielerin Christine von Blanckenburg und Christiane Dienel an der Oboe. Das seit 2023 inzwischen unter dem Namen Sinfonie-Orchester Steglitz spielende einstige OBF war 2008 unabhängig geworden und organisiert sich inzwischen als gemeinnützig anerkannter
Nóra Füzi, Orchesterleiterin seit 2019.� Foto: privat Orchesterverein selbst, zahlt aus Vereins- und Spendenkasse die Miete für Kirchen-, Konzert- und Probenräume sowie Dozentenund Dirigentenhonorare. Langjähriges Orchestermitglied an der Pauke ist Helmut Happe, Vorsitzender des Vereins. Er kennt noch die Orchester-Anfänge und erin Ausnahme: Bläser und Streicher proben getrennt. nert sich an den Bratsche spielenden Prof. Gaethgens. Heute probt das Sinfonie-Orchester Steglitz regelmäßig in Steglitz, wo die Ev. Schule Steglitz ihm ebenso großzügig wie gastfreundlich gegen kleinen Obolus Probenräume zur Verfügung stellt. Auf dem Programm stehen Werke von der Frühklassik bis zur Moderne. Längst sind Vertreter unterschiedlicher Geschlechter, Berufssparten und Altersgruppen darin vertreten, hat Dirigentin Nóra Füzi im Jahr 2019 die Leitung übernommen. Sie studierte Klavier an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Budapest und Korrepetition an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Wertvolle Erfahrung bringt sie aus ihrer europaweiten Zusammenarbeit mit Opernsängern und Instrumentalisten mit. Derzeitiger Konzertmeister ist Lars With, der das Publikum mit seinen Violin-Soli zu begeistern weiß und neben seiner Teilnahme im Sinfonie-Orchester Steglitz auch in verschiedenen anderen Berliner Ensembles und Opernprojekten agiert.
Proben macht den Meister An zwei Wochenenden im Jahr wird die Probenarbeit intensiviert. Im Sommer meist im Rah Sinfonie-Orchester Steglitz.� men einer gemeinsamen Probenfahrt, im Winter berlinintern. An diesem speziellen Sommerkonzert-vorbereitenden Probenmittwoch im Mai sind mehrere Dozenten eingeladen, um einzelne Satzgruppen zu erarbeiten: Während Streicher in einem Raum intensiv an Themen feilen, proben in der Aula die Bläser unter den strengen Ohren eines weiteren Dozenten. Und Dirigentin Nóra Füzi arbeitet mit Happe an der Pauke in einem extra Raum. So kann individuell auf einzelne Mitglieder eingegangen, können sich einschleichende Spielfehler rechtzeitig korrigiert werden. – Gute Voraussetzung für ungetrübtes Musizieren und Erfolg an den Aufführungstagen. Wer sich also von der erstaunlichen Qualität dieses hörenswerten „Laien“orchesters
Foto: privat selbst überzeugen möchte, kann das am 4. oder 5. Juli. – So wie die Senioren aus Steglitz, die regelmäßig mit dem Kleinbus anreisen, um kein Konzert des Sinfonie-Orchester Steglitz als besonderes Highlight zu verpassen. Interessierte, die mitspielen oder mit ihrem Instrument eine Schnupperprobe mitmachen möchten, bitte melden unter E-Mail: mitspielen@sinfonieorchester-steglitz.de Weitere Informationen unter www.sinfonie-orchester-steglitz. de � Jacqueline Lorenz Spendenkonto Empfänger: Sinfonieorchester Steglitz e. V. IBAN: DE28 1007 0124 0102 8091 00 Es können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.
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Machbarkeitsstudie Kranoldplatz Beteiligungskonzept von Senat in Aussicht gestellt Seit Jahren beschäftigt die Anwohner rund um den Kranoldplatz die Frage nach einer aufenthaltsverbessernden Umgestaltung des Kranoldplatzes und Entspannung der dortigen Verkehrssituation. Bei der Planung wollen sich engagierte Bürger und Institutionen jedoch rechtzeitig mit einbezogen sehen. atz Machbarkeitsstudie Kranoldpl Einen Schritt weiter in diese RichMachbarkeitsstudie Kranoldpl atz Dokumentation der Untersuchu ngsergebnisse Optimierung Markt-Nutzung tung machte die im Mai einberuStand: 12/2025 fene Informationsveranstaltung zur Machbarkeitsstudie, zu der Bezirksstadtrat Urban Aykal in die Petruskirche am Oberhofer Platz geladen hatte. Wie wichtig den Die Machbarkeitsstudieen Kranoldplatz des Planungsbüros GP Planwerk GmbH kann unter Anwohnern die Themen rund um https://hidrive.ionos.com/share/1vyaupyitq heruntergeladen werden. die Kranoldplatz-Neugestaltung sind, bewies die bis zum letzten grundsätzlich positiv gegenüber- das Bezirksamt, den Kranoldplatz studie vorgeschlagenen VariaPlatz besetzte Kirche an diesem stehen. als bedeutenden Marktstandort nten zur Umgestaltung (siehe Abend. Die konstruktive Grundzu sichern und Neugestaltungs- auch https://hidrive.ionos.com/ Beteiligung heißt stimmung sowie die zahlreichen perspektiven mit hoher Aufent- share/1vyaupyitq) gleichen sich Mitentscheidung Fragen, sachlichen Anregungen haltsqualität zu untersuchen. in der grundlegenden Platzbeund eingebrachten Perspektiven Die Studie ist der erste Schritt zur Alle drei im Rahmen der vom arbeitung. Dabei wurden die zeigten, dass die Anwesenden Umsetzung des von der BVV im Planungsbüro GP Planwerk Markttage planerisch einbezoeiner Neugestaltung des Platzes Jahr 2024 erteilten Auftrages an GmbH erstellten Machbarkeits- gen, wobei aber die Aussage zum 1
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Gazette Steglitz | Juni 2026 | 7 Thema Parkraum fehlte: Private Zählungen haben bewiesen, dass sogar an diesen Tagen die Parkplatzkapazität in den Parkhäusern der LIO- und Huth-Zentren noch längst nicht erschöpft sind. „Entscheidend ist, dass die Planung nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg stattfindet und die Anliegen der Markthändler weiterhin im Fokus bleiben“, erklärt Bezirksstadtrat Aykal. Diesbezüglich erfuhren die Gäste der Veranstaltung Erfreuliches: Dem Bezirksamt ist inzwischen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen die Finanzierung der Durchführung eines Beteiligungskonzeptes in Aussicht gestellt worden. Dieses soll – laut Bezirksstadtrat – aller Voraussicht nach in den kommenden Wochen ausgeschrieben werden, um den Prozess dann gemeinsam weiterentwickeln zu können. – Und das unter „Mitentscheidung“ der Bürger an Neugestaltungsvorgängen.
Gut Ding will Weile (und Geld) haben Doch wann genau und in welchem finanziellen Maß diese
Parkraum, Marktstände und Aufenthaltsqualität sind die drei Faktoren, die für die unterschiedlichen Interessensgruppen rund um den Kranoldplatz eine Hauptrolle spielen. vonstatten gehen sollen, ist Platz mit seinen rund 800 Qua- Am Ende dieser Informationsvernoch nicht klar, wohl kaum aber dratmetern nutzbarer Fläche anstaltung gab eine Besucherin vor 2030. Wobei ganz vorne auf in seiner sozialen Funktion zu den Verantwortlichen noch Wichder Agenda die Marktsituation stärken und auf ihm Menschen tiges mit auf den Weg: Wenn der sowie zuvor ein intelligenter mit unterschiedlichen Anliegen Kranoldplatz erst einmal neugeStraßenausbau stehen. In der zusammenzubringen – ähnlich, staltet ist, werde er wohl über Veranstaltung wurde aber auch wie es ein typischer Rathausplatz Jahrzehnte nicht mehr verändert deutlich, dass in vielen Köpfen zu vollbringen vermag. werden. Das sollte Grund genug der zukünftige Kranoldplatz be- „Dabei ist und bleibt das Ziel eine für alle verantwortungsvoll Beteireits heute fälschlicherweise als Erhöhung der Aufenthaltsqua- ligten sein, die anstehende Neuerholungspendender Grünplatz lität des Platzes unter Beibehal- gestaltung bewusst zukunftsoriexistiert. – Doch wirkliches Ziel tung des Marktes“, unterstreicht entiert und nachhaltig zu planen. der Neugestaltung soll sein, den Urban Aykal. � Jacqueline Lorenz
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8 | Gazette Steglitz | Juni 2026
11. Kunstmarkt der Generationen Schlosspark Lichterfelde lockt am 20. Juni mit Angeboten für Alt und Jung Der Name der Veranstaltung ist Programm, denn hier soll über die Kunst eine Brücke zwischen Jung und Alt geschlagen werden. Senioren können hier Einblicke in aktuelle Kulturformen gewinnen, während Kinder und Jugendliche ungezwungen an traditionelle Handwerkskünste herangeführt werden. Auch abseits der Stände wird es im Schlosspark nicht langweilig. Wer selbst kreativ werden möchte, findet verschiedene Bastelangebote. Auf der großen Wiese ist zudem für Spiel und Unterhaltung gesorgt: Neben einem Schminkstand für Kinder verspricht vor allem ein sogeAm 20. Juni findet der beliebte Kunstmarkt der Generationen im Park hinter dem Gutshaus nannter „Bubble-Kicker“ sportlichen Spaß für Lichterfelde statt. � Foto: Stadtteilzentrum Steglitz alle Altersklassen. Auf der Bühne sorgen verschiedene Bands für Der Schlosspark Lichterfelde erwacht am kalen Organisationen. Die kunsthandwerkliche die passende musikalische Untermalung des 20. Juni 2026 aus seiner gewohnten Ruhe: Un- Bandbreite ist groß und reicht von klassischer Marktgeschehens. Als Höhepunkt wird später ter dem Motto„Das Fest im Schlosspark“ öffnet Malerei und Fotografie über Keramik, Holz- ein DJ auflegen, der zum Tanzen und Feiern der Kunstmarkt der Generationen von 13 bis und Lederarbeiten bis hin zu Schmuck und Tex- einlädt. Für eine Stärkung nach dem Stöbern 19 Uhr seine Pforten. Bereits zum elften Mal tilien. Der Markt setzt dabei bewusst nicht nur ist ebenfalls gesorgt: Im Nachbarschaftsbeverwandelt sich der Park, der an das älteste auf den reinen Verkauf: Im Mittelpunkt steht reich und auf der Terrasse des Gutshauses Naturschutzgebiet Berlins grenzt, in einen der direkte Austausch. Besucher sind ausdrü- bieten Mitarbeiter und Ehrenamtliche zu lebendigen Treffpunkt für Kunstinteressierte cklich dazu eingeladen, mit den Ausstellern ins günstigen Preisen ein kulinarisches Angebot und Nachbarn. Gespräch zu kommen und sich die verschiede- an. Neben Herzhaftem wie Bratwurst gibt es Auf die Besucherinnen und Besucher warten nen Techniken und Entstehungsprozesse aus auch Kaffee, Kuchen sowie sommerliche Erfrirund 80 Stände von Kunsthandwerkern und lo- erster Hand erklären zu lassen. schungsgetränke.
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Gazette Steglitz | JUNI 2026 | 9
Von der Kaserne zum Gedächtnis der Nation Kostenlose Führung im Bundesarchiv am 25. Juni Die Gebäude an der Finckensteinallee 63 haben in den vergangenen 150 Jahren schon vieles gesehen. Wo einst preußische Kadetten marschierten und später amerikanische Soldaten stationiert waren, lagern heute historische Dokumente. Die Führung am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, von 16.45 bis 17.45 Uhr gleicht einer kleinen Zeitreise quer durch die politischen Epochen. Ursprünglich im Jahr 1873 als Preußische Hauptkadettenanstalt errichtet, wurde der riesige Komplex während der Weimarer Republik als ziviles Gymnasium genutzt. Im Jahr 1933 schlug hier dann die „Leibstandarte Adolf Hitler“ ihr Quartier auf – architektonische Spuren aus der NS-Zeit lassen sich auf dem Areal zum Teil bis heute finden. Nach dem Ende
Bewahrer der Geschichte: Bundesarchiv an der Finckensteinallee. des Zweiten Weltkriegs übernahmen schließlich die US-Streitkräfte das Gelände. Als „Andrew Barracks“ blieb der Ort bis zum Abzug der Amerikaner im September 1994 ein fester Begriff im Berliner Südwesten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung werfen unter anderem einen Blick in das moderne, erst 2021 eröffnete Benutzungszentrum. An über hundert Arbeitsplätzen können Interessierte hier Schriftstücke,
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Bebauung Tanklager Lankwitz Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers Lankwitz laufen derzeit die Rückbauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden sollen. Über die künftige Nutzung des Geländes aber gibt es zwischen Senat und Bezirk noch keine Einigung. Während der Bezirk ein neues Wohnquartier planungsrechtlich ausweisen möchte, will der Senat zumindest Teile des Areals als Industrie- und Gewerbegebiet ausweisen. Zu diesem Thema nehmen nachstehend die Fraktionen und Gruppen in der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf Stellung. René Rögner-Francke, Bezirksverordnetenvorsteher
CDU-Fraktion Wer sah sie nicht von der Kaiser-Wilhelm-Straße in Lankwitz, die weißen Tanks des Tanklagers am Teltowkanal. Nun sind sie weg und wir haben Platz für Neues! Und hier entfacht sich ein Streit, den keiner mehr versteht: Eine SPD geführte Senatsverwaltung (Wirtschaft) fordert hier lautes Gewerbe, das es weder aktuell, noch absehbar, in der wirtschaftlichen Realität der Stadt gibt. Eine andere SPD geführte Senatsverwaltung (Bau) sieht hier sinnvollerweise ein neues Wohnquartier. Die CDU meint: Dort muss Wohnraum entstehen. 500 bis 1000 Wohnungen können so in unserem Bezirk entstehen. In der Nachbarschaft von Wunsiedler Weg und Maulbronner Ufer können wir ein neues, sich in die Ortslage einfügendes, Wohnquartier schaffen. Wir wollen darüber hinaus einen für uns alle frei zugänglichen Uferstreifen, möglichst nicht störende Gastronomie am Ufer, sowie einen Nahversorgungsstandort. Jüngst wurde zwischen den SPD-Verwaltungen nun ein„Kompromiss“ gefunden. Nur 60 Prozent der Fläche sollen für Wohnungen zur Verfügung stehen. Das wollen wir nicht. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der Wohnungsanteil so hoch wie möglich wird Torsten Hippe
B‘90/Grünen-Fraktion Ein Jahr lang brauchten die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wirtschaft (beide SPD) um zu überlegen, was auf dem
Gelände des ehemaligen Tanklagers in Berlin-Lankwitz entstehen könnte: Nun soll an dieser Stelle ein Gewerbeanteil von 40 Prozent erhalten bleiben. Wohlgemerkt an einem Ort, der keinen ausgeprägten Wirtschaftsverkehr erlaubt. Im Stadtentwicklungsausschuss des Bezirks haben wir stattdessen einen maximalen Gewerbeanteil von 30 Prozent beschlossen. Statt dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, hängt Wirtschaftssenatorin Giffey an ihrer unsinnigen Idee, die mitten im Wohngebiet gelegene Tanklagerfläche für die Industrie zu bewahren. In Lankwitz würde damit eine Chance vertan: Wo früher Mineralöl gelagert wurde, könnte ein neues Quartier mit 500 bis 1000 Wohnungen entstehen und eine nachhaltige, zukunftsorientierte Stadtentwicklung vorangetrieben werden. Wir haben als Grüne in den vergangenen Jahren mehrfach auf die Möglichkeit hingewiesen, hier ein Wohngebiet mit einem Uferweg am Teltowkanal zu schaffen und vor allem die Anbindung durch einen neuen S-Bahnhof Kamenzer Damm zu ermöglichen. Alexander Kräß Berlin
SPD-Fraktion
Chance für bezahlbaren Wohnraum jetzt konsequent weiterentwickeln: Mit der Entscheidung des Senats zur Zukunft des ehemaligen Tanklagers Lankwitz wurde endlich die Grundlage geschaffen, auf einer der letzten großen Entwicklungsflächen in Steglitz-Zehlendorf neuen Wohnraum zu ermöglichen. Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes ist das ein wichtiges Signal für unseren Bezirk. Umso wichtiger ist nun eine kluge und ganzheitliche Planung der Fläche. Ziel muss es sein, das Wohnungsbaupotenzial des Areals bestmöglich auszuschöpfen. Aus Sicht der SPD-Fraktion sollte das Gelände insgesamt als Gewerbe-Mischgebiet mit klarem Schwerpunkt auf Wohnungsbau entwickelt werden. Neben bezahlbarem Wohnraum müssen auch Nahversorgung, Kleingewerbe sowie Kitas und Schulen mitgeplant werden. Da die degewo ihre bisherigen Planungen auf einen deutlich geringeren Wohnanteil ausgerichtet hatte, erwarten wir Nachverhandlungen, um die
1.140 Zeichen pro Fraktion Vorwort CDU AUS FÜ H R U N G SÄ MTL I CH E R Grüne M ALE R- U N D TAP E Z I E R A R B E ITE N SPD FDP TEL EFON 030 I 7 9 74 14 6 4 AH OR NSTR . 4 TEL EFAX 030 I 7 9 74 14 6 5 AfD1 21 63 B E R LI N MOB I L 01 51 I 2 0 4 5 2 1 3 4 www.malermeisterlemke.de Linke
Zahl bezahlbarer Wohnungen und damit auch den sozialen Wohnungsbau auf dem Gelände weiter zu erhöhen. Andernfalls würde wertvolles Potenzial für bezahlbaren Wohnraum verschenkt. Carolyn Macmillan
FDP-Fraktion Berlin braucht Wohnraum. Angesichts dieser Tatsache ist das anhaltende Gezerre zwischen den sozialdemokratisch geführten Senatsverwaltungen Wirtschaft und Stadtplanung zur Zukunft des ehemaligen Tanklagers unverständlich. Die Fläche ist aktuell noch reines Gewerbegebiet, sollte aber aufgrund der verkehrsgünstigen Lage aus Sicht der Freien Demokraten (FDP) zu einem Großteil mit einer Wohnungsbebauung beplant werden. Ein Verhältnis von 80 Prozent Wohnen und 20 Prozent Gewerbe wäre wünschenswert. Menschen, die Eigentum erwerben wollen, soll dies ermöglicht werden. Wir setzen auf ein ausgewogenes Verhältnis von Mietwohnungen, Reihen- und Einfamilienhäusern. Diese sollten sich an die bereits bestehende Bebauung anlehnen. Eine Mischung aus verschiedenen Wohnformen erscheint uns auch in Lankwitz nötig, um eine Segregation von Wohnsiedlungen zu vermeiden. Der Gewerbeanteil ist zur Nahversorgung wichtig, aber auch für Handwerksbetriebe zur Versorgung der Anwohner ohne lange Anfahrtswege. Mit der Nutzung des Teltowkanals durch elektrische Wasser-Shuttles könnte zudem eine attraktive ÖPNV-Verbindung für Berlins Süden direkt vor Ort entstehen. Mathia Specht-Habbel Alternative für
Deutschland
AfD
In Lankwitz-Nord, auf dem ehem. Tanklager, werden dieselben Fehler gemacht wie in Lichterfelde-Süd (2.500 Wohneinheiten in 25 Jahren): endlose Planung, politische Wunschlisten und immer neue Auflagen. Dort zog sich Investor Groth nach über 10 Jahren Planung faktisch zurück. Zu viele Sonderwünsche, zu viel politische Einmischung, zu wenig Pragmatismus. Was nach Planung klingt, bedeutet vor allem eines: Verzögerungen. Statt schnell Wohnungen zu schaffen, werden sich Senat und Bezirk wieder in Quoten, Vorgaben und Detailsteu erung verlieren. Grüne, Linke und SPD wollen erneut der bessere Bauherr sein – ohne selbst Verantwortung für Kosten, Risiken und Verzögerungen zu tragen. Sie gefallen sich in ihrer Rolle: Wer investieren will, ist in ihren Augen Bittsteller und wird durch Auflagen, Gutachten und politische Ideologie zermürbt. Nebenbei: Niemand kann heute seriös sagen, wie ein neues Quartier dieser Größe künftig sicher und bezahlbar mit Energie versorgt werden soll. Also: Wer weiter steigende Preise, Wohnraummangel und Ideologie will, wählt Rot-Rot-Grün – wer gesunden Menschenverstand will, wählt AfD. Mit gutem Gewissen. Peer Döhnert
Die Linke Es kommt immer darauf an, WAS gebaut wird. Bis zu 1.500 Wohnungen wären in Geschossbauweise auf dem Gelände des Tanklagers Lankwitz möglich. Das hätte zwei große Vorteile: Geschossbau versiegelt vergleichsweise wenig Fläche für viel Wohnraum und sichert zudem 30 Prozent sozialgebundene Mietwohnungen. Für den Bau dieser Wohnungen steht die städtische Degewo bereit. So würden immerhin 30 Prozent der Wohnungen für mittlere/niedrige Einkommen gebaut (eigentlich müssten es mind. 50 Prozent sein!). An anderen Stellen im Bezirk (z. B. auf dem alten Coca-Cola-Gelände in LiSüd) sollen es nach Willen von CDU, FDP und AfD 0 Prozenbt sein! Jetzt muss in Lankwitz schnell geklärt werden, wie groß der Gewerbeanteil auf dem Gelände sein soll. Ein Anteil von 10-20 Prozent Kleingewerbe ist zu prüfen. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert werden und dann kann die Arbeit am Bebauungsplan beginnen. Hier muss das CDU-geführte Amt unbedingt Prioritäten setzen und nicht wie z. B. beim sozialen Bauprojekt der Degewo am Wiesenschlag blockieren. Der neue B-Plan muss u. a. den öffentlichen Zugang zum Wasser, den Schutz der Kleingärten sowie den Erhalt des vorhandenen Waldes sichern. Dennis Egginger-Gonzalez Weitere Informationen zur BVV und den Sitzungsterminen finden Sie unter www.berlin.de/-ii23015
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Gazette Steglitz | Juni 2026 | 11
Sommerfest im Bürgertreff
Bürgersprechstunden
Am Bahnhof Lichterfelde West wird am 20. Juni gefeiert Nach einer dreijährigen Unterbrechung wird der Bahnhof Lichterfelde West wieder zum Festgelände. Am Sonnabend, den 20. Juni 2026, veranstaltet der Bürgertreffpunkt ein großes Sommerfest. Von 11 bis 16 Uhr verwandelt sich das Areal an der Hans-Sachs-Straße 4D in einen lebendigen Begegnungsort für den gesamten Kiez. Statt des gewohnten Alltags erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm aus Musik, Handwerk und Kuriositäten. Rund um das historische Bahnhofsgebäude lädt ein Kunst- und Krempel-Markt zum Stöbern ein. Neben klassischem Trödel und Kunsthandwerk präsentieren sich auch lokale Initiativen an verschiedenen Infoständen. So stellt der örtliche Förderverein seine Arbeit vor, und auch das Repair-Café ist vor Ort vertreten, um Besuchern das Konzept der nachbarschaftlichen Reparatur hilfe näherzubringen. Wer sich für Miniaturwelten begeistert, sollte einen Blick in den Veranstaltungssaal werfen: Dort bauen Modellbahnfreunde ihre detaillierten Eisenbahnanlagen auf. Passend zur Kulisse zeigt der Förderverein zudem die thematische Briefmarkenausstellung „LOKO Motive“. Den zentralen Rahmen des Festes bildet ein umfangreiches Open-Air-Musikprogramm, das sich auf zwei Bereiche aufteilt. Auf der Bühne vor dem Bahnhof eröffnet die „Kapelle B“ um 11 Uhr das musikalische Geschehen. Im Anschluss sorgt ab 12 Uhr ein Anzeige
Müssen Rentner Steuern zahlen? Das am 01.01.2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz beinhaltet unter anderem eine umfangreiche Neuordnung der Besteuerung von Alterseinkünften. Die Neuregelung gilt sowohl für Personen, die erst jetzt in Rente gehen oder noch im Arbeitsleben stehen, als auch für Personen, die bereits vor 2005 eine Rente bezogen haben, so genannte Bestandsrentner. Waren bisher bei einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren 27 % der Rente als Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil), so beträgt im Kalenderjahr 2005 der Besteuerungsanteil 50 %, d. h. die Hälfte der Rente
unterliegt der Besteuerung. Seit dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt (Rentenbezugsmitteilung). Jeder Rentner sollte daher überprüfen, ob er aufgrund der Neuregelung ein zu versteuerndes Einkommen erzielt und eine Steuererklärung abgeben muss. Wir haben, um den Anforderungen der Rentner gerecht zu werden, ein spezielles Paket für Rentner entwickelt. Sprechen Sie uns diesbezüglich an. Natürlich können Sie auch in allen anderen steuerlichen Fragen den Kontakt mit uns aufnehmen.
Shanty-Chor mit traditionellen Seemannsliedern für maritime Stimmung, bevor die Formation „Juke Box“ mit einer Mischung aus Jazz, Soul und Pop übernimmt. Als Höhepunkt des Nachmittags tritt ab 14.30 Uhr die „Sir Gusche Band“ auf und unterhält das Publikum mit klassischem Dixieland-Jazz. Wer es etwas gemütlicher mag, findet auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes im Kaffeegarten einen entspannten Rückzugsort. Bei Kaffee und Kuchen greift hier ab 12 Uhr das lokale Ukulele-Orchester in die Saiten. Ab 14 Uhr rundet das Ensemble „BalfolkSW“ das Programm mit traditioneller Folkmusik ab. Das Sommerfest bietet damit nicht nur den älteren Menschen, die den Bürgertreffpunkt sonst regelmäßig für Kurse und Vereinstreffen nutzen, sondern der ganzen Nachbarschaft eine willkommene Gelegenheit zum Austausch.
Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg Abteilung Finanzen, Personal, Wirtschaftsförderung und Facility Management Do, 18.06.2026 von 15 bis 17 Uhr Rathaus Zehlendorf, Raum A 131 Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin Künftige Sprechstundentermine können telefonisch erfragt werden unter ☎ (030) 90299-3301 Bezirksstadtrat Patrick Steinhoff Abteilung Stadtentwicklung Di, 16.06.2026 von 15.30 bis 17.30 Uhr Rathaus Zehlendorf, Raum E 312 Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin Telefonische Anmeldung erforderlich ☎ (030) 90299-2001 Bezirksstadtrat Urban Aykal Abteilung Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen Do., 25.06.2026 von 15 bis 17 Uhr Der Ort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben: ☎ (030) 90299-7001 Bezirksstadtrat Tim Richter Abteilung Bürgerdienste und Soziales Do., 25.06.2026 von 14 bis 16 Uhr Rathaus Lankwitz, Raum 222 (2. OG) Hanna-Renate-Laurien-Platz 1, 12247 Berlin Telefonische Anmeldung erforderlich ☎ (030) 90299-5300 Bezirksstadträtin Carolina Böhm Abteilung Jugend und Gesundheit Mi., 10.06.2026 von 16 bis 18 Uhr Kieztreff in der Frisierkunst Wilskistraße 34, 14169 Berlin Telefonische Anmeldung erforderlich ☎ (030) 90299-6001 Bezirksstadträtin Malgorzata Sijbrandij Abteilung Bildung, Kultur und Sport Mi., 10.06.2026 von 16 bis 18 Uhr Rathaus Steglitz, Raum 205 Schloßstraße 37, 12163 Berlin Anmeldung erforderlich unter ☎ (030) 902996200 oder stadtraetin.sijbrandij@ba-sz.berlin.de
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12 | Gazette Steglitz | Juni 2026
Füchslein klein, fiel allein in den tiefen Schacht hinein Fuchshilfe Berlin rettet Fuchswelpen dank aufmerksamer Anwohner Ein laues Frühlingswochenende: Der kleine Fuchsrüde will im grünen Bezirk Steglitz-Zehlendorf endlich die weite Welt entdecken. Doch der Ausflug endet abrupt
seines Retters, beißt kurz in dessen Handschuh, als der ihn nach Verletzungen absucht. So schnell gibt ein kleiner Fuchsrüde nicht auf! Der Abgestürzte ist in gut genährtem Zustand, etwa 9 Wochen alt. Da der kleine Racker ja so etliche Stunden im Schacht zugebracht hat, bekommt er von Holger vorsichtig etwas Flüssigkeit ins Mäulchen.
Gefangen im Lichtschacht.� unweit seines behüteten Baus nahe Erlenbusch, in dem Mama immer so gut auf ihn aufgepasst und ihn mit leckerem Futter versorgt hat: Durch einen schmalen Spalt zwischen Gitter und Wand
rutscht der Kleine unter dem Balkon eines Privathauses in einen tiefen Lichtschacht. Irina hört die kläglichen Tierschreie, als sie Samstagmittag mit ihrem Dackel spazierengeht. Sie will helfen, doch das Jammern des Kleinen lässt sich nicht genau orten. Also Polizei und Feuerwehr gerufen. Die durchsuchen die nahe Tiefgarage akribisch ohne Erfolg. Irina, mit großem Herzen für alles, was Fell oder Federn hat, alarmiert nun sämtliche Nachbarn – auch Thomas von gegenüber – Augen und Ohren offenzuhalten.
Ach, das Füchslein weinet sehr… Wildtierfalle unzureichend gesicherter Lichtschacht. � Foto: Holger Koppatsch
Nach einer nicht nur für Irina unruhigen Nacht, entdeckt Thomas unter seinem Balkon Sonntagnachmittag schließlich das in
Foto: Holger Koppatsch den Schacht gefallene Fuchskind. Das Gitter darüber ist verschraubt, schwer heranzukommen. Wenige Meter weiter die Fuchsmutter, die ihren kleinen Ausreißer lockt, nicht aus den Augen lässt. Professionelle Hilfe naht bald: Holger Koppatsch, ehrenamtlicher Helfer der herbeigerufenen Fuchshilfe Berlin, eilt aus Tempelhof herbei, ausgerüstet mit Handwerkszeug, dicken Handschuhen, Transportkiste, Decke, Einwegspritze etc., denn man weiß ja nie, in welchem Zustand der kleine Findling sein wird. Gemeinsam mit Irina und Thomas wird das Gitter von der Außenseite geöffnet, Holger klettert in den Lichtschacht, der fast so tief ist wie er groß. In der Ecke kauert Füchslein, verängstigt und hilflos, aber unversehrt. Fest kuschelt es sich in den Arm
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Fuchsretter Holger Koppatsch mit dem geborgenen Welpen. � Foto: privat
Da besinnt sich das Fuchskind, läuft nach Haus geschwind Irina, Thomas und Holger trauen ihren Augen kaum: Die Fuchsmutter ist pünktlich da, ihren vermissten Sohn abzuholen. Der kann gar nicht schnell genug von Holgers Arm kommen, und – endlich wieder in Freiheit – rennt der Kleine auch schon Richtung Fähe los, eine liebevolle Begrüßung folgt. Aus einiger Entfernung
Gazette Steglitz | Juni 2026 | 13 schenken beide ihren Rettern noch einen, man könnte meinen, dankbaren Blick. Dann haben sie es recht eilig, diesen Ort des Geschehens zu verlassen.
Fähe und Jungtier wieder vereint. � Foto: Holger Koppatsch Auf dem Nachbargrundstück halten sie sich noch eine zeitlang auf. Hier entdecken die Retter später zwei Erdlöcher, die Zugang zu einem aktiven Fuchsbau sein könnten. Alle Drei verbindet an diesem Sonntagabend das herrliche Glücksgefühl darüber, diese besondere Wiedervereinigung und das Happy End der Geschichte miterlebt und nicht wenig dazu beigetragen zu haben. Der verhängnisvolle Spalt am Schacht soll möglichst schnell verschlossen werden, um weitere Wildtierunfälle zu vermeiden. Augen und Ohren offenhalten für Wildtiere, aber auch für eventuelle Gefahrenquellen wie unabgedeckte Keller oder Schächte in ihrer Nähe, wollen Irina und Thomas auch zukünftig – und wünschen sich das gemeinsam mit Holger ebenso von ihren Mitmenschen.
Ansprechpartner in der Not
gehalten worden war. Wenn er angerufen wird, steht Tierfreund Holger bereit, Erste Hilfe zu leisten, um gefiederte und haarige Wildtiere aus allen möglichen Notlagen zu befreien. Die Fuchshilfe Berlin, die sich seit drei Jahren gut organisiert von Mareike und ihrem Sohn als einzige Berliner Einrichtung dieser Art der Tierhilfe widmet, unterstützt Holger seit über einem Jahr mit seinem ehrenamtlichen Einsatz. Hand in Hand arbeitet er dabei ebenso gerne mit den Mitstreitern dieser gemeinnützigen Tierhilfe-Organisation wie mit aufmerksamen Bürgern und anderen Tierrettern. Auch wenn manche Füchse nur noch von ihrem Leid erlöst werden können, überwiegen die Fälle, in denen sie unter den Augen der Fuchshilfe Berlin gesundgepflegt wieder in die Freiheit entlassen oder ausgewildert werden können. – Holgers schönster Lohn für seinen selbstlosen Einsatz. Dabei mahnt er jeden, mehr auf vermeidliche Todesfallen für (Jung-)Tiere in seiner Umgebung zu achten, wobei eben schon ein kleiner Spalt reichen kann, um das Tier in eine „Falle“ stürzen zu lassen, aus der es alleine nicht mehr herauskommt. – Eine kleine Hilfe können da in Becken und Schächte gestellte Äste oder Steine sein, über die abgestürzte Tiere hinausklettern können.
Fuchshilfe Berlin gUG – Tierrettung in Eigeninitiative
ist eine gemeinnützige OrganiHolger Koppatsch, der aus Tem- sation, die sich aktiv der Rettung pelhof zur Hilfe geeilt ist, ist an von kranken und verletzten diesem Tag begeistert über die Füchsen und der Aufklärung zu große Hilfsbereitschaft der An- diesem Thema verschrieben hat. wohner für ihre vierbeinigen Die Zügel führen mit viel Fachwilden Nachbarn. „Menschen wissen und Sachkenntnis seit mit Herz und Seele“, freut er sich, drei Jahren Mareike Seadini und der während seiner Einsätze nicht ihr Sohn. Ihr Ziel ist es, gemeinimmer so glimpflich verlaufende sam mit ihren ehrenamtlichen Wildtierunfälle erlebt. Zusätzlich Mitstreitenden – derzeit rund zur Fuchshilfe Berlin für den Eich- 15 ehrenamtlich Aktive – und hörnchen Notruf aktiv, hat der Hand in Hand mit anderen Tiergelernte Fotograf schon etliche rettungs-Organisationen das Füchse, Eichhörnchen, Igel, aber Leid dieser Wildtiere zu lindern auch zwei Schwäne aufgenom- und sie zu retten. Tierschutz mit men, erstversorgt und an passen- Herz und Verstand, wobei auch de Pflegeplätze gebracht. Darun- die Beratung der Menschen zum ter war sogar ein alter Waschbär, Wildtier Fuchs eine wichtige Rolder in einer Villa durchs Dachfens- le spielt. Denn ein entspanntes ter gebrochen war, nun verletzt Miteinander in der Stadt wird mit auf der Couch darunter lag und mehr Wissen und Verständnis für vom Bewohner ob seines räudi- dieses Tier deutlich erfolgreicher. gen Haarkleides für einen Fuchs Zur sich allein aus Eigeninitiative
„Kindergarten-Gehege“ der Fuchshilfe Berlin.� und Spenden finanzierenden Organisation hat Mareike vor Kurzem den Förderverein gegründet. Die Fuchshilfe Berlin ist in allen Berliner Bezirken im Einsatz. Die geretteten und aufgenommenen Füchse erhalten bei Bedarf tierärztliche Behandlung, werden gesundgepflegt und möglichst wieder ausgewildert. „Zuvor sind sie in zwei Freigehegen je nach Altersgruppen mit Artgenossen zusammen, sodass sie sich nicht so sehr an den Menschen gewöhnen“, erklärt Mareike, die das Wildtier im Fuchs erhalten sehen will, dem in unserer Nähe aber auch unsere Hilfe zuteil werden muss, wenn er sie benötigt. Interessierte Mitstreiter für die gemeinnützige Organisation, die
Foto: Fuchshilfe Berlin
ehrenamtlich mithelfen wollen, sind daher ebenso willkommen wie Fragen zum Wildtier Fuchs und Spenden für Tierarzt-, Futter-, Pflege- und Transportkosten. Und sogar Fuchspatenschaften für junge Füchse sind möglich. Weitere Informationen dazu unter www.fuchshilfe-berlin.de Telefonische Beratung, Kontakt und Notfall unter Telefon 01515 430 4890 und E-Mail: info@ fuchshilfe-berlin.de � Jacqueline Lorenz Spenden: Fuchshilfe Berlin IBAN: DE93 1005 0000 0191 4815 21 BIC: BELADEBEXXX Paypal: info@fuchshilfe-berlin.de Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.
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14 | Gazette Steglitz | Juni 2026
90 Jahre Sankt Annen Kirche im Gardeschützenweg feiert Jubiläum
W
er durch den Gardeschützenweg 17 in Lichterfelde geht, passiert ein auffallendes Ensemble: Gemeindezentrum, Pfarrhaus, Kita – und mittendrin eine Kirche, die in diesem Jahr 90 wird. Die katholische Kirche Sankt Annen wurde am 14. Juni 1936 eingeweiht und feiert dieses Jubiläum mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen.
Treffpunkt von Katholiken Die Geschichte der Gemeinde beginnt früher: 1930 schlossen sich aus Schlesien, Ostpreußen und anderen Regionen zugezogene Katholiken in Lichterfelde zusammen und gründeten eine eigene Pfarrei. Die Gottesdienste fanden zunächst in der Kapelle eines Altersheimes in der heutigen Klingsorstraße statt, bevor die Kirche sechs Jahre später fertiggestellt wurde. Das Gebäude, eine dreischiffige Basilika mit neoromanischen und neugotischen Elementen, steht heute unter Denkmalschutz.
Schäden im Zweiten Weltkrieg Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Brand- und Sprengbomben beschädigten die Kirche schwer. Erst am 17. März 1946 konnte sie wiedereingeweiht werden. Eine literarische Spur dieser Zeit findet sich im Roman „Die Berlinreise“ des Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil, der einen Besuch seines Vaters in St. Annen im Jahr 1964 beschreibt – ein stilles, bewegendes Zeugnis von Trauer und Erinnerung.
Mosaik mit 1,6 Millionen Steinen Wer die Kirche heute betritt, dem fällt sofort das Mosaik hinter dem Altar ins Auge: 1,6 Millionen Steine, in zweijähriger Arbeit verlegt, tauchen den Raum in Gold- und Nachtblau. Das Motiv – ein Kreuz als Lebensbaum, zehn
ger Treffpunkt im Kiez: Kindergottesdienste, ein jährlicher Martinsumzug, Handarbeitskreise, Bibelrunden, Gymnastik und Tanzen – die Gemeinde ist weit mehr als ein Ort für Sonntagsgottesdienste. Zwei Basare im Jahr bringen Erlöse für die „Fazenda da Esperança“ (Höfe der Hoffnung) in Nauen, die süchtigen Menschen hilft. Weitere Spenden gehen an die Bahnhofsmission und die Suppenküche der Paulusgemeinde in Zehlendorf.
Termine zum Jubiläum Das Jubiläumsjahr bietet mehrere Gelegenheiten, die Kirche zu besuchen oder kennenzulernen. Den Auftakt macht ein Frühlingskonzert am 9. Mai um 17 Uhr – mit Mitsing-Anteilen und anschließendem Frühlingsfest ab etwa 18 Uhr. Am 10. Juni um 20 Uhr spricht Kirchenhistoriker Dr. Konstantin Manthey in einem Vortrag, dessen Titel Lebensbaum-Mosaik.� Foto: Patrick Thomas noch bekanntgegeben wird. Der Höhepunkt folgt am 14. Juni: Um 11 Uhr beginnt der weiße Tauben auf den Kreuzarmen – erinnert Festgottesdienst zum 90. Kirchweihjubiläum, an die Apsis der Basilika San Clemente in Rom. zu dem unter anderen Erzbischof Dr. Heiner Kunsthistorisch bemerkenswert ist auch der Koch erwartet wird. Danach gibt es ein GeTabernakel, der Elemente der ersten Berliner meindefest im Garten, am Nachmittag um Hedwigskathedrale von 1932 aufgreift. Ein 16 Uhr einen Evensong (Abendgesang) mit bronzener Engel im Stil der Beuroner Kunst- den Chören der Pfarrei. schule steht inmitten blauer und goldener Im Herbst folgen ein Herbstkonzert am Emailplatten und schmückt den Ort, an dem 10. Oktober um 16.30 Uhr, ein Weinfest am 14. November um 19.30 Uhr sowie ein Addie Eucharistie aufbewahrt wird. ventskonzert am 6. Dezember um 16.30 Uhr. Lebendige Gemeinde Weitere Informationen, auch zu KirchenfühHeute ist St. Annen Teil der Pfarrei Johannes rungen, unter www.johannesboscoberlin.de/ Bosco – Berliner Südwesten und ein lebendi- sankt-annen.
Gazette Steglitz | Juni 2026 | 15
Frischer Wind am „Berliner Meer“ Ronnebypromenade neu gestaltet
Neuer Steg für Sportboote. Lange mussten Spaziergänger und Ausflügler warten und Umwege in Kauf nehmen, nun erstrahlt die Ronnebypromenade am Großen Wannsee in neuem Glanz. Mit der Modernisierung wird der Erholungsort direkt am Wasser wieder zum Ausflugsziel für Berliner und Gäste der Stadt.
refreie Wege und zahlreiche neue Sitzgelegenheiten freuen, die freie Blicke auf das Wasser ermöglichen. Bei der Bepflanzung rückte der Umweltgedanke in den Fokus: Der alte Pflanzenbestand wurde schonend überarbeitet und durch klimaresistente Bäume und Sträucher sowie neue Staudenbeete ergänzt.
Barrierefreie Wege
Dampfer, Fähre und Sportbootsteg
Das Ziel des Umbaus war, den Park sowohl optisch als auch ökologisch an die heutigen Bedürfnisse anzupassen. Besucherinnen und Besucher können sich nun auf sanierte, barrie Ein besonderer Blickfang der umgebauten Anlage ist die geschwungene Hafentreppe. Mit ihren Sitzstufen bietet sie einen direkten Blick auf das Treiben auf dem Wannsee. Von dort
Impressum
aus gelangen Fußgänger auf den großzügigen Hafenplatz und die angrenzende Promenade. Diese verbindet als zentraler Weg die insgesamt fünf Stege der Ausflugsschiffe und der BVG-Fähre nach Kladow. Auch Wassersportler wurden bei der Planung bedacht: Für Kanus und Kajaks gibt es am Ende der Promenade nun einen eigenen, neuen Sportbootsteg. Direkt daneben zieht das neu aufgestellte Kunstwerk „Nix Nixe“ des Künstlers Frank Kästner die Blicke auf sich. Der Name des Uferparks erinnert an die mittlerweile 50-jährige Städtepartnerschaft mit der schwedischen Kommune Ronneby.
Gazette Steglitz · Juni Nr. 6/2026 · 46. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Steglitz, Zehlendorf, Wilmersdorf, Charlottenburg sowie Schöneberg & Friedenau.
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16 | Gazette Steglitz | Juni 2026
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