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Lichterfelde Süd

Startschuss in Lichterfelde Süd

Erschließung von neuem Stadtquartier nach 14 Jahren Planung

04.06.2026: Langer Atem war nötig, nun wird das Bauvorhaben in Lichterfelde Süd konkret: Mit der Ausschreibung für die anstehenden Erschließungsarbeiten startet die praktische Umsetzung eines der größten Wohnungsbauprojekte im Bezirk. Auf einer rund 36 Hektar großen Entwicklungsfläche soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen, das Wohnraum für mehr als 5.000 Menschen bietet.

Das Projekt blickt auf eine 14-jährige Entwicklungsphase zurück. Mit dem im Jahr 2024 festgesetzten Bebauungsplan schuf der Bezirk die rechtlichen Grundlagen. Nun geht das Vorhaben in die Hände der Projektpartner über: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo und der Entwickler WÖHR + BAUER übernehmen als Joint Venture die Erschließung und einen wesentlichen Teil des Hochbaus. Auch die Groth Gruppe, die das Projekt über viele Jahre hinweg maßgeblich vorbereitet hat, bleibt mit dem Bau von rund 420 Reihenhäusern beteiligt.

Insgesamt sind auf dem Areal rund 2.700 Wohneinheiten geplant. Die Mischung der Wohnungsformen soll für eine sozial ausgewogene Struktur im Berliner Südwesten sorgen. Die degewo baut über 1.000 Wohnungen für den eigenen Bestand, von denen mehr als die Hälfte als geförderter Wohnraum mit mietpreisgebundenen Konditionen angeboten werden soll. Weitere 850 Wohnungen entstehen im Gemeinschaftsunternehmen von degewo und WÖHR + BAUER, während der Projektentwickler selbst rund 430 Wohnungen realisiert.

Für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die angrenzenden Nachbarschaften ist eine soziale und verkehrliche Infrastruktur vorgesehen. Direkt am S-Bahnhof Lichterfelde Süd soll ein neuer Stadtplatz entstehen, der als Zentrum des Viertels fungiert. Hier sind Geschäfte für die Nahversorgung, Arztpraxen und Büroräume geplant. Zudem sieht das Konzept drei neue Kindertagesstätten sowie eine Schule inklusive Sportflächen und einer Turnhalle vor.

Neben der Bebauung spielt auch der Umweltschutz eine Rolle auf dem ehemaligen Militärgelände: Von der rund 97 Hektar großen Gesamtfläche bleiben 61 Hektar als Naturraum unberührt. Die sogenannte „Lichterfelder Weidelandschaft“ bleibt als Weide- und Schutzfläche erhalten.

Der Zeitplan für die ersten Schritte steht bereits: Während die Ausschreibung für die Erschließung läuft, wird parallel das erste Baufeld geplant. Der entsprechende Bauantrag soll im Herbst eingereicht werden, um nach Möglichkeit noch in diesem Jahr mit den ersten Hochbauten beginnen zu können. Bis zur vollständigen Fertigstellung des gesamten Quartiers wird es allerdings noch einige Jahre dauern – die Partner streben die komplette Umsetzung bis zum Jahr 2035 an.

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