Gazette Verbrauchermagazin
Charlottenburg

Überleben und Hoffnung in Berlin

Zeitzeugin liest am 4. Juni aus ihrer Familiengeschichte

Heinrich-Schulz-Bibliothek mit Musikabteilung
Heinrich-Schulz-Bibliothek im Rathaus Charlottenburg.

27.05.2026: Die Heinrich-Schulz-Bibliothek in Charlottenburg wird am Donnerstag, 4. Juni 2026, von 18 bis 19 Uhr zum Ort einer historischen Rückblende. Die Berliner Zeitzeugin Irene Bindel stellt dort ihr Buch „Wassermilch und Spitzenwein“ vor und gibt Einblicke in eine Familiengeschichte, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt.

Aktive Zeitzeugin

Irene Bindel, Jahrgang 1938, wuchs in Berlin als Tochter einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters auf. Als eine der letzten noch aktiven Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs in der Region schildert sie in ihrem Werk die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegsjahre. Grundlage für ihre Erzählungen sind die Tagebücher ihrer Mutter. Die Aufzeichnungen dokumentieren das alltägliche Überleben sowie die Bedrohung durch das NS-Regime und zeigen zugleich den familiären Zusammenhalt in Krisenzeiten.

Vergessene Schicksale

Die Lesung soll individuelle Lebenswege nachzeichnen, die beispielhaft für viele vergessene Schicksale jener Epoche stehen. Im Anschluss an den Vortrag haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, im Gespräch mit der Autorin Fragen zu stellen und sich über die historischen Ereignisse auszutauschen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an vhs@charlottenburg-wilmersdorf.de unter Angabe der Kursnummer CW101-070F ist jedoch erforderlich.

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