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Charlottenburg-Wilmersdorf

Mäh-Pause für Grünflächen

Hilfe für die Insektenwelt

Blühender Mittelstreifen am Rathaus Charlottenburg. Foto: BACW
Blühender Mittelstreifen am Rathaus Charlottenburg. Foto: BACW

13.05.2026: Beim Spaziergang in der Jungfernheide oder im Ruhwaldpark wurde es vielleicht schon bemerkt: Das Gras steht stellenweise höher als gewohnt, und viele Wiesen blühen. Der Grund: Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Aktion „Mähfreier Mai“. Statt auf kurz getrimmten Rasen setzt man im Bezirk derzeit bewusst auf Wildwuchs.

Betroffen von der Mäh-Pause sind neben den großen Parkanlagen auch Mittelstreifen auf den Straßen und eigens angelegte Wildblumenwiesen. Der Hintergrund der Aktion ist praktischer Naturschutz vor der eigenen Haustür. Gerade der Mai ist ein entscheidender Monat für die heimische Insektenwelt. In dieser Zeit gründen beispielsweise die Königinnen der Wildbienen ihre Völker und müssen dringend Nahrung für die Aufzucht ihrer Larven finden. Weil die Rasenmäher vorerst im Depot bleiben, können Pflanzen ungehindert wachsen. Das bietet Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten eine verlässliche Nahrungsquelle.

Für den Bezirk ist die wochenlange Mähpause keine einmalige Aktion, sondern dauerhaftes Konzepts. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger verweist darauf, dass eine angepasste, ökologische Pflege der städtischen Natur notwendig sei, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen und die Artenvielfalt zu erhalten. Entsprechend hat Charlottenburg-Wilmersdorf die Grünflächenpflege bereits vor Jahren umgestellt. Ein Weg, der auch überregional registriert wird: Für seine Bemühungen um ein ökologisches Pflegemanagement wurde der Bezirk in der Vergangenheit bereits mit dem goldenen Siegel des Labels „StadtGrün naturnah“ ausgezeichnet.

Wer sich genauer über die Strategie hinter der naturnahen Pflege der Parks und Wiesen im Kiez informieren möchte, findet auf den Internetseiten des Bezirksamtes weitere Details.

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