Berlin
Zeitreise, Streetart und Kultur pur
Am 17. Mai ist internationaler Museumstag

13.05.2026: Am 17. Mai ist es wieder so weit: Die Berliner Museumslandschaft zeigt sich von ihrer interaktiven Seite. Unter dem diesjährigen Motto „Museen als Brückenbauer“ macht der Internationale Museumsrat (ICOM) darauf aufmerksam, wie wichtig kulturelle Einrichtungen als Orte des Austauschs und des gegenseitigen Verständnisses sind. Von mittelalterlichen Handwerkstechniken über deutsch-deutsche Geschichte bis hin zur modernen Straßenkunst bietet das Programm in der Hauptstadt Anlaufpunkte für unterschiedlichste Interessen.
Technik zum Anfassen
Wer selbst aktiv werden möchte, findet im Deutschen Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, ein breites Angebot. Von 10 bis 17 Uhr können Gäste handgefertigte Modellschiffe auf dem Museumsteich steuern und Seemannsknoten üben. Um 11 Uhr gibt eine Familienführung einen Überblick über die Ausstellungen, bevor ab 13 Uhr beim Bauen mit kinetischem Sand die Stadt der Zukunft entworfen wird.
Besuch im Mittelalter
Deutlich weiter zurück in die Vergangenheit geht es im Museumsdorf Düppel, Clauertstraße 11 in Nikolassee. Bei freiem Eintritt vermittelt dort um 12.30 Uhr ein geführter Rundgang Eindrücke aus der Landwirtschaft und dem Handwerk des Mittelalters.
Flucht in den Westen
Ein zentrales Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte rückt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66 - 80, in den Fokus. Wo einst Hunderttausende nach ihrer Flucht aus der DDR ankamen, finden um 13 und 14.30 Uhr Führungen über das historische Gelände statt. Zusätzlich lädt von 12 bis 15.30 Uhr eine lange Tafel zum gemeinsamen Sprachcafé ein, begleitet von Live-Musik.
Kunst, Architektur und internationale Einblicke
Auch für Kunstliebhaber hält der Tag einiges bereit. Das Bröhan Museum, Schloßstraße 1a in Charlottenburg, verbindet Design mit Kreativität: Um 11 Uhr startet ein Workshop für Kinder, in dem sie eigene Stempel und Muster entwerfen können. Am Nachmittag um 15 Uhr führt der Sammler Tony Geering in englischer Sprache durch die aktuelle Ausstellung über Edward W. Godwin und Oscar Wilde.
Internationale Einblicke bietet auch die Liebermann-Villa, Colomierstraße 3 in Wannsee. Der ehemalige Rückzugsort des Malers Max Liebermann kann am Nachmittag in verschiedenen Sprachen erkundet werden. Die Führungen starten um 15 Uhr auf Englisch, um 15.30 Uhr auf Französisch und um 16 Uhr auf Türkisch. In Westend widmet sich das Georg Kolbe Museum, Senssburger Allee 25, derweil der Kunst der Moderne. Ein Rundgang um 15 Uhr nimmt die Werke der Konstruktivistin Marlow Moss genauer in den Blick.
Von der Leinwand auf die Straße
In der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, Kaiserdamm 105, Charlottenburg, steht die Malerei aus der Zeit der DDR im Mittelpunkt. Anlässlich seines 25. Todestages zeigt eine Ausstellung späte, zeitkritische Werke von Wolfgang Peuker im Dialog mit den Arbeiten seiner ehemaligen Schüler.
Graffiti und mehr
Einen direkten Bogen in die urbane Gegenwart schlägt schließlich das Museum Urban Nation, Bülowstraße 7 in Schöneberg. Hier wird beleuchtet, wie Streetart und Graffiti den öffentlichen Raum Berlins prägen. Wer selbst künstlerisch tätig werden möchte, kann um 14 Uhr an einem Urban-Sketching-Workshop teilnehmen. Angeleitet von erfahrenen Künstlern und begleitet von einem DJ, lassen sich hier die Grundlagen von Buchstabenaufbau und Style direkt auf dem Papier ausprobieren.
Alle teilnehmenden Museen sind auf dem Museumsportal zu finden.


