Dahlem
Der Boxerkrieg und seine Nachwirkungen
Vortrag am 19. Februar zur deutschen Kolonialgeschichte
03.02.2026: Am 19. Februar um 18 Uhr lädt der Fachbereich Kultur in Kooperation mit dem Forschungscampus Dahlem zu einem Vortrag über die deutsche Beteiligung am sogenannten Boxerkrieg ein. Die Veranstaltung findet im Forschungscampus Dahlem in der Lansstraße 8 statt, der Eintritt ist frei.
Im Sommer 1900 schlug eine Allianz aus acht Nationen die antiwestliche Aufstandsbewegung Yihetuan in China nieder. Dabei plünderten die Truppen Paläste, Tempel und Privathäuser. Viele der damals geraubten Objekte befinden sich noch heute in deutschen Museen und Privatsammlungen.
Die Historikerin Christine Howald, Leiterin des deutsch-chinesischen Forschungsprojekts „Spuren des ‚Boxerkrieges' in deutschen Museumssammlungen", gibt zunächst einen Überblick über den Krieg und seine internationalen Verflechtungen. Anschließend präsentiert die Journalistin und Autorin Nicola Kuhn ihr Buch „Der chinesische Paravent: Wie der Kolonialismus in deutsche Wohnzimmer kam". Darin untersucht sie, wie chinesische Objekte in deutsche Haushalte gelangten.
Im gemeinsamen Gespräch diskutieren beide über koloniale Aneignung, die Herkunft von Beutegut und aktuelle Debatten zum Umgang mit diesem kolonialen Erbe. Die Veranstaltung findet begleitend zur Ausstellung „Currents“ von Charlotte Ming und Yangkun Shi statt.



