Gazette Verbrauchermagazin
Zehlendorf

Spendenaktion für Lehr- und Therapiebad am Teltower Damm

Rettet wichtigen sozialen Ankerplatz!

Foto: PrimaVita
Foto: PrimaVita

02.02.2026: Das bei Alt und Jung beliebte kleine Therapie- und Lehrschwimmbad am Teltower Damm 95-101 in Zehlendorf hat eine unvorhersehbare Havarie aufs Trockene gesetzt: Am Gewinde-Gestänge, das den höhenverstellbaren Boden des Schwimmbeckens anhebt, hat der Zahn der Zeit genagt: Es muss dringend ausgetauscht werden, um Sicherheit zu bieten, wie bei der jährlichen Inspektion klar wurde. Der Schwimm- und Therapiebetrieb ruht seitdem. Rund 35.000 Euro soll die Reparatur kosten, wie Dr. Sylke Engel erklärt, eine Summe, die für das Gesundheitszentrum PrimaVita alleine nicht zu stemmen ist, zumal gerade auch die Heizungsanlage nach dem Zehlendorfer Stromausfall Kummer macht. Sylke Engel ist Leiterin des Gesundheitszentrum PrimaVita, welches das Bad seit 2009 betreibt und dort Therapie-, Gesundheits- und Reha- sowie Präventionskurse anbietet. PrimaVita arbeitet lediglich im Netzwerk des Krankenhaus Waldfriede, sodass eine Querfinanzierung vom Krankenhaus zum Gesundheitszentrum nicht möglich ist. Rund 1.400 kleine und große Leute - auch aus sozial schwächeren Schichten und mit Fluchthintergrund - nutzen wöchentlich das Bad bei Wassertemperaturen zwischen 30 und 32 Grad Celsius rund um die Uhr, sogar an den Wochenenden: 900 Nutzer davon kommen über Kurse des Gesundheitszentrums PrimaVita, darunter viele Senioren; die anderen 500 aus den Schwimmschulen „Seersternchen“ und „MIO“, die in dem Bad Babyschwimmen, aber auch Schwimmkurse für Jugendliche und Erwachsene anbieten. Außerdem nutzten DLRG und DRK das Becken regelmäßig für notwendige Trainings- und Lehrstunden.

Für viele Menschen im Bezirk ist das kleine Schwimmbad am Teltower Damm längst zum sicheren und unverzichtbaren sozialen Ankerplatz geworden: Da sind die Senioren, die hier körperllich und geistig Anregung und Abwechslung finden, sind Jugendliche, die hier vor Jahren als Babys mit ihren Müttern tauchten und sind Reha-Patienten, die im Wasser wieder zu neuer Standfestigkeit finden. Sie alle standen schon einmal geschlossen am Beckenrand, als 2023 die Schließung des Bades zugunsten eines Bauvorhabens für die John-F.-Kennedy-Schule drohte. Durch den Protest vieler Bürger und unterstützt vom Bezirk konnte dies verhindert und der Nutzungsvertrag bis 2027 verlängert werden.

Nun sind wieder engagierte Menschen gefragt, die diesmal über Spenden Reparaturkosten-Hilfe leisten, auch wenn sie noch so klein ist. Denn Sylke Engel betont: „Ich will auf keinen Fall Kursgebühren erhöhen müssen und dadurch Senioren und Familien verlieren, die sich den Kurs dann nicht mehr leisten können.“ Froh ist sie, dass sie für die anstehende Reparatur und Fertigung eines neuen Edelstahl-Gestänges eine bewährte Fachfirma aus Wilhelmshaven hinter sich weiß: „Alles noch richtige Handwerker mit Ehrgefühl und Herzblut, die Gold in den Fingern haben.“

Betreiber und Nutzer hoffen, dass sich viele Spendenfreudige finden, die mit ihren Spenden dazu beitragen, dass Prävention, Reha, Gesundheitssport und Schwimmenlernen im Therapie- und Lehrbad am Teltower Damm bald wieder einen sicheren Ankerplatz und Beckenboden haben.

Und so können auch Sie unterstützen:

Empfänger: Förderverein Krankenhaus Waldfriede e. V.

IBAN:DE24 1203 0000 1020 1450 15

BIC: BYLADEM1001

Verwendungszweck: Spende Gemeinsam für unser Bad

Der Förderverein des Krankenhaus Waldfriede ist als gemeinnützig anerkannt. Für Spenden bis 300 € genügt der Kontoauszug als Nachweis. Bei höheren Beträgen wird eine formelle Spendenbescheinigung ausgestellt.

Jacqueline Lorenz

Titelbild

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