Tempelhof-Schöneberg
Gedenken an Hatun Sürücü
Gemeinsame Veranstaltung von Tempelhof-Schöneberg und Neukölln
28.01.2026: Am Freitag, 6. Februar 2026, laden die Bezirksämter Tempelhof-Schöneberg und Neukölln zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung für Hatun Aynur Sürücü ein. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr am Gedenkstein für Sürücü in der Oberlandstraße, Ecke Oberlandgarten 1.
Hatun Aynur Sürücü wurde am 7. Februar 2005 in Berlin-Tempelhof ermordet. Die damals 23-Jährige fiel einem sogenannten Ehrenmord zum Opfer, weil sie ein selbstbestimmtes Leben führen wollte. Ihr Tod löste eine bundesweite Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt aus.
„Hatun Aynur Sürücü wurde ermordet, weil sie den Mut hatte, frei und selbstbestimmt zu leben. Sie steht stellvertretend für viele Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden. Das Gedenken an sie ist eine Mahnung an uns alle, Femizide klar zu benennen, Gewalt sichtbar zu machen und entschieden gegen die Strukturen vorzugehen, die solche Taten überhaupt erst ermöglichen. Wir tragen Verantwortung, Betroffene zu schützen und Frauenrechte konsequent zu stärken.“ erklärte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann.
Sein Neuköllner Amtskollege Martin Hikel betonte, wie wichtig es sei, den Namen und die Geschichte Sürücüs im Gedächtnis zu behalten: „Nur so können wir verhindern, dass sich Ehrenmorde wie der an Hatun Sürücü wiederholen."
An der Veranstaltung nehmen Vertreter der Bezirksämter, der Zivilgesellschaft sowie Mitarbeiter von Präventions- und Beratungsstellen teil. Da sich der Tatort an der Grenze beider Bezirke ereignete, setzen Tempelhof-Schöneberg und Neukölln mit der gemeinsamen Veranstaltung ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.



