Gazette Schöneberg & Friedenau - Januar 2026

Gazette für Schöneberg und Friedenau

Seite 1

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Januar 2026

Schöneberg & Friedenau

10 Jahre

GRATIS ZUM MITNEHMEN

Inspektionen & Reparaturen Neu- und Gebrauchtwagen Prinzregentenstr. 72 · 10715 Berlin-Wilmersdorf ☎ 030 / 857 57 90 · www.stolarsky.de

Unabhängiger Spezialist für:

Seite 2

2  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

Foto: Ulrike Harbort

Weitere Rote Bänke aufgestellt Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat an weiteren Standorten im Bezirk Rote Bänke aufgestellt. Die Sitzgelegenheiten tragen die Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ und dienen als sichtbares Zeichen gegen häusliche Gewalt. Die neuen Bänke stehen auf dem Grazer Platz, dem Wartburgplatz sowie im Heinrich-Lassen-Park.

Weitere Rote Bänke sind im Alice-Salomon-Park, am Alboinplatz, im Volkspark Mariendorf und am südlichen Teltowkanal vorgesehen. Auch im Lichtenrader Graben West, im Gutspark Marienfelde und in der Grünanlage am Familie-Lewinson-Park sollen künftig Rote Bänke stehen. Neben dem Schriftzug sind auf den Bänken Aufkleber an gebracht. Ein QR-Code führt direkt zum Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Zusätzlich ist das international bekannte „Hilfe-Handzeichen“ abgebildet, mit dem Betroffene diskret auf eine Notsituation aufmerksam machen können. Das Bezirksamt will auch bereits bestehende Rote Bänke entsprechend nachzurüsten.

Hintergrund ist das Projekt „La Panchina Rossa“, das 2016 in Italien ins Leben gerufen wurde, um Mahnmale im öffentlichen Raum zu schaffen. Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck betonte, dass Gewalt gegen Frauen nicht als Normalität hingenommen werden dürfe und das Thema durch die Präsenz der Roten Bänke im Stadtbild mehr Aufmerksamkeit erhalte.

Hunold & Co. Bestattungen GmbH Geschäftsführerin Martina Jacobsohn-Sehring

Wenn es wirklich sicher sein soll • • • • • • •

Tür- und Fenstersicherung für Privat und Gewerbe Beratung (kostenlos) Planung Montagen (fachgerecht + sauber) Tresore 24 h Notdienst Alarmsysteme (Daitem + Telenot) optimal zur Nachrüstung, kein Kabel, kein Schmutz, saubere Montage

Tel. 782 44 34 Sicherheitstechnik Schmidt Akazienstraße 5 10823 Berlin www.sicherheitstechnik-schmidt.de mail@sicherheitstechnik-schmidt.de

Errichterverzeichnis der Berliner Polizei

Erd- und Feuerbestattungen Bestattungsvorsorge Gestaltung von Trauerfeiern Drucksachen Überführungen Versicherungsdienst

Hunold & Co. Bestattungen GmbH Koburger Straße 9 10825 Berlin Telefon 030 | 781 16 85 (Tag und Nacht) Mobil

0151 | 22 63 09 18

E-Mail info@hunold-bestattungen.de www.hunold-bestattungen.de

Seite 3

WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  JANuAR 2026  |  3

Liebe Leser_innen, ich begrüße Sie herzlich im Neuen Jahr 2026. Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kinderwünsche erfüllt! Wie hilfsbereit die Menschen in Tempelhof-Schöneberg sind, hat sich wieder an der Wunschbaumaktion „Schenk doch mal ein Lächeln“ gezeigt. Als 2014 die Wunschbaumaktion das erste Mal in unserem Bezirk stattgefunden hat, konnten 55 Kinderwünsche erfüllt werden. Dieses Weihnachten waren es allein in Tempelhof-Schöneberg 380 Kinderwünsche! Mittlerweile finden in allen Berliner Bezirken Wunschbaumaktionen erfolgreich statt. Ich danke allen Spendenden, dem Ehrenamtsbüros und auch allen Helfenden, die jedes Jahr die Geschenke einpacken. Eine tolle Leistung und eine wirklich herzliche Aktion!

Gemeinschaftspreis Ein großes Thema unserer Zeit ist die „Einsamkeit“. Sie betrifft nicht nur die ältere Generation, sondern auch junge Menschen. Einsamkeit ist wie eine „heimliche Pandemie“, die sich europaweit ausbreitet. Dabei brauchen Menschen Gemeinschaft! Zum Glück gibt es immer mehr Initiativen, die Angebote schaffen, um Einsamkeit zu überwinden. um dieses Engagement sichtbar zu machen, haben wir als erster Bezirk den „Gemeinschaftspreis des Bezirksbürgermeisters zur Würdigung von Engagement gegen Einsamkeit“ verliehen. Den mit 1.000 Euro dotierten 1. Platz hat Bolu Ajibawo mit dem „Dorfcafé“

Bezirksbürgermeister Oltmann und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Steuckardt mit den Preisträger_ innen der bezirklichen Verdienstmedaillen und des Förderpreises 2025. Foto: BA SC gewonnen. Die Idee entstand für konstruktive Konfliktarbeit Ehrenamt und für gewaltfreie Kommunikaaus der Alltagssituation, sich einen Hammer ausleihen zu wollen, Ein besonderer Höhepunkt der tion einsetzt. aber im Haus niemanden zu ken- Anerkennungskultur ist die jähr- Womit sich die Ehrenamtlichen im nen. Dies war die Initialzündung, liche Verleihung der bezirklichen Einzelnen verdient gemacht haeine Begegnungsmöglichkeit Verdienstmedaillen und des mit ben, können Sie auf der Internetim Kiez zu schaffen. Entstan- 1.000  Euro dotierten Förderprei- seite des Ehrenamtes nachlesen. den ist in Zusammenarbeit im ses der Bezirksverordnetenver- Den Preisträger_innen, aber auch Germaniakiez das „Dorfcafé“ für sammlung. Es ist uns eine Freude, allen anderen Aktiven für unseMenschen verschiedenen Al- das großartige Engagement ver- ren Bezirk, sei auf diesem Wege ters, unterschiedlicher Herkunft dienter Ehrenamtlicher sichtbar noch einmal herzlichst für ihr und Lebenssituationen. Den mit zu machen. Für Ihren zum Teil Engagement gedankt! 500 Euro dotierten zweiten Platz jahrzehntelangem Einsatz für die Infos: www.berlin.de/ba-tempelhat der Kiezladen Miteinander – Gemeinschaft wurden folgenden hof-schoeneberg/ Infos: EhrenFutur:ista e. V. gewonnen. Es ist Ehrenamtliche ausgezeichnet: Oli- amtsbüro, Telefon (030) 90277ein kostenfreier Wintertreff mit ver Schultz, Thomas Wittwer, Klaus 6051/6600) kreativen Angeboten, Spielen Rhode, Jörg Riederer, Frank Merz Ich wünsche Ihnen einen guten und Gesprächsrunden. Marie Günzel-Moiske, Frank-Lutz Start ins Neue Jahr! Beide Projekte zeigen, wie Nach- Langer und Sven Wallrich. Den Ihr barschaften sich besser vernet- diesjährigen Förderpreis der Be-   zen können! Ich danke allen Ak- zirksverordnetenversammlung   tiven, die zur Stärkung unserer erhielt das MediationsZentrum Jörn Oltmann Nachbarschaften im Bezirk bei- Berlin e. V., das sich seit seiner Bezirksbürgermeister tragen. Gründung in 2003 in Schöneberg von Tempelhof-Schöneberg

… in Gemeinschaft leben

seit

1986

Albestraße 31 12159 Berlin Telefon: 030-85 00 03-0 Telefax: 030-85 00 03-98 verwaltung@ev-seniorenheim.de www.ev-seniorenheim.de

Das Heim im Friedenauer Kiez Zögern Sie nicht, uns anzurufen

Wir wollen unseren Bewohnern die Gewissheit geben: Jemand ist für mich da – Menschen, die mich kennen. Meine Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und gefördert. Ich finde eine Umgebung vor, die Rücksicht nimmt auf mich und meine Bedürfnisse. Dies entspricht unserem christlichen Selbstverständnis. Das persönliche Gespräch ist ein unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Hausbesichtigung.

Seite 4

4  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  JANuAR 2026

Grund zum Feiern von 10 Jahren gelungener Bildungsarbeit: Das Team von RESTLOS GLÜCKLICH.

Foto: RESTLOS GLÜCKLICH

10 Jahre RESTLOS GLÜCKLICH e. V. Nachhaltige Bildungsarbeit mit krummer Möhre und Schrumpelapfel Der gemeinnützige Verein RESTLOS GLÜCKLICH konnte vor Kurzem sein zehnjähriges Jubiläum feiern. Stolz blickt er auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die 2015 mit der Gründung begann. Inzwischen begeisterte das Vereinsteam mit seiner Bildungsarbeit für mehr Lebensmittelwertschätzung und klimafreundliche Ernährung mehr als 65.000 große und kleine Menschen weit über den Vereinssitz in Schöneberg hinaus. Mit 37 verschiedenen Bildungsprojekten und über 1.000 Workshops, Mitmach-Aktionen und Teamevents setzte sich RESTLOS GLÜCKLICH in den letzten 10 Jahren

will das Aktionsteam weiterhin Tausenden von Menschen in Kitas, Schulen, unternehmen, Quartiermanagements und im öffentlichen Bereich unverkrampft und spielerisch zeigen: Nachhaltigkeit macht Spaß und schmeckt lecker!

Vom Restaurant zum anerkannten Bildungsverein gegen Lebensmittelverschwendung ein, und man darf gespannt sein, wie viele krumme Gurken und schiefe Kohlköpfe auch zukünftig noch in leckeren Speisen eine Daseinsberechtigung erhalten werden. In direktem Kontakt

Als Anette Keuchel und Leoni Beckmann vor 10  Jahren gemeinsam mit ehrenamtlichen Gleichgesinnten in Berlin RESTLOS GLÜCKLICH als erstes Lokal Deutschlands gründeten, in dem mit überschüssigen Lebensmitteln gekocht wurde, hätten sie

Erster Standort, 1921 Bayerischer Platz 11

wohl kaum gedacht, wie rasant sich das Ganze weiterentwickeln würde: Bis 2017 bestand das Restaurant, ab 2018 fokussierte sich der Verein dann auf nachhaltige Bildungsarbeit. Langfristige Projektförderungen erlaubten stetige Professionalisierung. So sind aus den im Jahr 2015 zwei Mitarbeitenden inzwischen 21 geworden. Zahlreiche Auszeichnungen – u. a. EdiCitNet Award, Roman Herzog Preis, Sonderpreis von Re-use Berlin und Zu gut für die Tonne-Sonderpreis – würdigten den Verein für sein Engagement, seine innovativen Ansätze und seine hochwertigen Bildungsmaterialien.

Apotheke Am Bayerischen

Platz

Kompetenz für Gesundheit und Wohlbefinden

Kompetenz für Gesundheit und Wohlbefinden seit über 100 Jahren

Heutiger Standort, seit 1951 Bayerischer Platz 6

Bayerischer Platz 6, 10779 Berlin Mo - Fr 8:30 - 18:30 Uhr · Sa 8:30 - 13:00 Uhr Tel.: 030 - 218 27 65 www.apotheke-am-bayerischen-platz.de

Seite 5

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026  |  5

Lebensmittelwertschätzung Made In Berlin Längst ist RESTLOS GLÜCKLICH zum Wegbegleiter von Politik, Bildung und Zivilgesellschaft geworden, wird der Verein von der Ernährungsbranche geschätzt und deutschlandweit als Experte angefragt. In Kitas, Schulen und Kiezen ist er unterwegs und etablierte sich allein in Berlin mit 14  Kiezprojekten als zuverlässige Konstante. Gemeinsam mit Förderpartnern konnten zahlreiche Bildungsprojekte für Grundschulkinder realisiert werden, darunter School Lunch, Meinem Schulessen auf der Spur und VERSCHWENDERISCH. Einen ersten Schritt über die Landesgrenze hinaus wagte der Verein mit dem Grundschulprojekt „DICH ­RETT‘ICH“, in dessen Rahmen rund 2.000 Grundschulkinder in Berlin und Baden-Württemberg zu Lebensmittelrettern ausgebildet wurden. Und mit seinem Kitaprojekt „Bis auf den letzten Krümel“ spricht der Verein die Kleinsten an. Mit dem Projekt konnten über 400  Berliner Vorschulgruppen erreicht und etliche Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte realisiert werden. Die RESTLOS GLÜCKLICH-Bildungskonzepte und -materialien werden aktuell bundesweit genutzt. Das vom Verein geschriebene und herausgegebene Kinderbuch „Benja & Wuse – Essensretter auf großer Mission“ wurde sogar für den Deutschen Kinderbuchpreis nominiert.

Stolze kleine Lebensmittelretter.� tisch gekürzt wurde, was zu Einschnitten in bestehenden Zuwendungsbescheiden führte. Der Entwurf des Berliner Haushaltsplans 2026/27 für die Berliner Ernährungsstrategie enthält momentan sogar die komplette Streichung des Etats für Bildungsprojekte mit Ernährungsbezug. – Eine Entwicklung, welche die gesamte Berliner

Foto: Tim Tyson Ernährungsbildungslandschaft belastet. Dazu erklärt Edith Timm, Geschäftsführung von RESTLOS GLÜCKLICH: „Die geplante Etat-Streichung würde auch uns sehr treffen. Gleichzeitig bestärkt uns diese Entwicklung in unserem Bestreben, zunehmend in Regionen außerhalb Berlins zu wirken. Wir planen, unsere Wei Herausforderungen und Pläne Eine große Herausforderung auch für RESTLOS GLÜCKLICH ist, dass der Etat der Berliner Ernährungsstrategie 2025 dras �

Foto: Joris Felix Patzschke

BALLETTSCHULEN HANS VOGL AUSBILDUNGSSTÄTTE FÜR BÜHNENTANZ

Ballett Jazz Pilates/Gymnastik Kindertanz Streetdance/HipHop ab 3 Jahren

auch für Jungen ab 5 Jahren

Int. Dance Academy Berlin / Ausbildungsstätte für Bühnentanz Ergänzungsschule nach § 102 / BAFÖG berechtigt

FRIEDENAU Rheinstr. 45-46 12161 Friedenau

AM MEXIKOPLATZ Lindenthaler Allee 11 14163 Zehlendorf

Tel. 030-873 88 18

DAHLEM Berliner Str. 94 14169 Berlin

www.ballettschulen-hans-vogl.de

terbildungen deutschlandweit anzubieten und sind aktuell auf der Suche nach passenden Förderungen und Partnerschaften. RESTLOS GLÜCKLICH genießt ein ausgezeichnetes Renommee. Wir sind stolz auf alles, was wir in den vergangenen Jahren als Vereins-Team gemeinsam mit Förder- und Projektpartnern erreicht haben und blicken hochmotiviert auf die kommenden 10  Jahre.“ Dabei bleibt die Mission des Vereins klar: Weiterhin will er alltagstauglich, praxisnah, mit viel Herz und neuen bunten Ideen ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, dass Lebensmittel wertvoll sind – und bestenfalls als klimafreundliche Ernährung im Alltag etabliert und zum neuen Standard unserer Esskultur werden. Weitere Informationen unter www.restlos-gluecklich.berlin � Jacqueline Lorenz

Freude an der Bewegung mit Ballett und Tanz In der schönen Villa an der Lindenthaler Allee 11 fing es an: Hier eröffnete vor vielen Jahren die Ballettschule am Mexikoplatz, die erste von vier Ballettschulen. Die anderen Ballettschulen befinden sich im benachbarten Stahnsdorf, in der Rheinstraße 45-46 in Friedenau und in der Berliner Straße 94 in Dahlem. Die Organisation liegt in den Händen von Ballettpädagogin Juliane Vogl. Die engagierte Fachfrau ist nicht nur für die Erteilung von Unterricht zuständig, sondern auch tonangebend in der Planung und Durchführung von Kursen. Wer Freude am klassischen Ballett hat

Anzeige

und die notwendige Disziplin aufbringt, kann hier alles von den ersten Schritten bis zur beruflichen Ausbildung als professionelle/r Tänzer/in absolvieren. Selbstverständlich ist es genauso möglich, dem schönen Ballett als Hobby nachzugehen. Auch moderne Tänze wie Hip-Hop und Modern-Jazz haben ihren festen Platz im Programm, genauso wie Yoga und Pilates. Kinder, Erwachsene und Senioren sind gleichermaßen willkommen, die Probestunde ist kostenlos. Juliane und Hans Vogl sowie ihr Team freuen sich darauf, Sie kennen zu lernen!

Seite 6

6  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

Langer Lulatsch wird 100 Funkturm feiert Geburtstag

Seite 7

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026  |  7

M

an stelle sich vor, die tern bei einem Schwelbrand eine Gebur tstagstor te Katastrophe – ein erstes Omen steht in luftiger Höhe für die Widerstandsfähigkeit des bereit und der Berli- Turms. ner Wind pustet genüsslich die Eine wechselvolle Geschichte vielen Kerzen aus: Der Funkturm, von den Berlinern liebevoll „Lan- Am 3.  September 1926 wurde ger Lulatsch“ getauft, feiert dieses der Turm feierlich eröffnet und Jahr seinen 100. Geburtstag. Seit war sofort eine Attraktion. Bis seiner Inbetriebnahme am 3. Sep- 1928 strömte eine halbe Million tember 1926 gehört der 146,7 Me- Besucher hinauf, um die Aussicht ter hohe Stahlfachwerkturm zu zu genießen. Einmal schaffte es den Wahrzeichen der Stadt. sogar ein Faltauto bis zur obersten Plattform. Während die BerliEin Sendemast mit Extras ner den Turm liebten, war er als Eigentlich sollte er nur ein ein- Mittelwellensender nur mäßig facher Sendeturm werden. Das erfolgreich. Radio war in den 1920er-Jahren Doch die Geschichte des „Langen noch neu und aufregend, und in Lulatsch“ war nicht immer nur Witzleben sollte ein Mast die alten glanzvoll. Ein verheerender Brand Sender ersetzen. Doch Berlin wäre im Jahr 1935, ausgelöst durch nicht Berlin, wenn nicht ein paar einen Kurzschluss in einer Mesfindige Köpfe eine bessere Idee sehalle, setzte auch dem Turm gehabt hätten. Der Messe-Direk- schwer zu und beschädigte das tor Alfred Schick und der Journa- Restaurant. Im Zweiten Weltkrieg list Karl Vetter dachten größer und erlitt er weitere schwere Schäden. setzten sich für einen Aussichts- Nach dem Krieg stand sogar sein turm mit Restaurant ein – ein Ort Abriss zur Debatte, doch wieder war es der engagierte Journalist für alle. Gesagt, getan. Nach der ersten Karl Vetter, der sich für den Erhalt Großen Deutschen Funkausstel- seines „Turms mit Restaurant“ einlung begannen 1924 die Arbeiten setzte und ihn rettete. nach den Plänen des Architekten Ein Berliner Symbol Heinrich Straumer, über dessen Leben und Werk noch bis zum In der Nachkriegszeit bewies der 5. April eine Ausstellung im Hei- Funkturm erneut seine Bedeumatmuseum Zehlendorf, www. tung. Während der Berliner Bloheimatmuseum-zehlendorf.de, ckade diente seine Beleuchtung gezeigt wird. den Piloten der Rosinenbomber Um Kosten zu sparen, verzichtete als wichtiger Orientierungsman auf Schnörkel, doch im In- punkt. Er wuchs sogar um einige neren des Restaurants durfte es Meter, als er eine neue Spitze für glänzen: Der Künstler Victor Lur- UKW-Antennen erhielt. Seit 1961 jé gestaltete einen edlen Raum steht der Turm unter Denkmalmit Intarsien aus kaukasischem schutz und begrüßt bis heute Jubiläum könnte das ändern. Für waren. Vielleicht ist das große Nussholz und einer Decke aus alle, die über die AVUS in die Stadt die Feierlichkeiten zum 100. Ge- Fest zum Geburtstag der perfekRippenstuck, der bis heute für ein kommen. burtstag im Jahr 2026 wurde das te Anlass für alle Berliner, ihrem besonderes Ambiente sorgt. Kurz Zwar sind die Besucherzahlen Wahrzeichen saniert, weshalb Re- „Langen Lulatsch“ mal wieder eivor der Eröffnung verhinderte die in den letzten Jahren zurückge- staurant und Aussichtsplattform nen Besuch abzustatten und zu schnelle Reaktion von Bauarbei- gangen, doch das anstehende vorübergehend geschlossen gratulieren. Für sene Erwach der und Kin

Praxis für

Kieferorthopädie An der Kaisereiche

Dr. Selva Can, MSc. Fachzahnärztin für Kieferopthopädie Master of Science, England Mo - Do: 9 - 18 Uhr Freitag nach Vereinbarung Saarstraße 1 12161 Berlin-Schöneberg Tel. 85 10 90 77 www.kfo-kaisereiche.de

Seite 8

8  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

Die Grüne Woche wird 100 Jahre alt. � Foto: Messe Berlin

Jubiläum unterm Funkturm Internationale Grüne Woche feiert im Januar 100-jähriges Bestehen Ein Jahrhundert Berliner Messegeschichte: Im Januar 2026 begeht die Internationale Grüne Woche (IGW) ihren 100. Geburtstag. Was im Jahr 1926 als lokale Warenbörse begann, bei der ursprünglich noch der Verkauf von Lodenmänteln mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen kombiniert wurde, hat sich über die Jahrzehnte zur weltweit bedeutendsten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt.

Gewohnte Vielfalt Vom 16. bis 25. Januar 2026 wird das Messegelände am Funkturm wieder zum zentralen Treffpunkt für Fachpublikum und Verbraucher. Zum runden Jubiläum erwartet die Besucher ein Rückblick auf die Historie der Ausstellung sowie die bewährte Mischung aus Information und Erlebnis. Schwerpunkte sind wie gewohnt die Blumenhalle, die Tierpräsentationen mit etwa 100 Tieren in der Halle 25 sowie die Stände der internationalen Partnerländer

und der deutschen Bundesländer.

Zurück in die 1920er Ihrem Hundertjährigen widmet die Grüne Woche die Halle 26a. Dort treffen historische Landwirtschaftsfahrzeuge wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ auf Hightech-Fahrzeuge. Sie zeigen die rasante Industrialisierung der Landwirtschaft. Einblicke in ein altes Handwerk gibt unter anderem die Böttcherei Messerschmidt aus Neu-Zittau bei Berlin. Ein großer Bildschirm zeigt Aufnahmen aus 100 Jahren Grüne Woche. Die Blumenhalle nimmt 2026 unter dem Motto „Babylon Berlin“ ebenfalls Bezug auf die Entstehungszeit der Grünen Woche: Sie ist diesmal ganz im Stil der Zwanziger Jahre gestaltet.

Grüße aus Fernost Das „Butterbrot“ für japanische Schulkinder heißt „Onigiri“. Den in Algen eingeschlagene Reis-Snack können Schulklassen im

u z g e i t s Ihr Ein r Bad-Komfort meh MeineWannentür: Ohne aufwendige Umbau­ arbeiten zur barrierearmen Badewanne IHRE VORTEILE Niedriger Einstieg Kostengünstiger Einbau in nur 1 Tag Keine neue Badewanne erforderlich 12207 Berlin • www.bazuba.de

bequem einsteigen

se Kostenlo g: Beratun 3 26 24 030 6521 sicher aussteigen

Koch-Workshop „How to Onigiri: Das japanische Butterbrot“ an vier Messevormittagen in Halle 27 herstellen. Am Samstag, der 17. Januar 2026, kürt eine Jury im Rahmen der Berliner Cosplay-Meisterschaften die beste Verkleidung im Stil von Manga-, Anime – und Computerspielfiguren. Rund um den Wettbewerb gibt es Workshops, japanische und koreanische Küche, ein Tanz- und Showprogramm sowie Talks und Interviews.

Debatten zur Agrarpolitik Neben der kulinarischen Vielfalt dient die IGW auch im Jubiläumsjahr als Plattform für agrarpolitische Debatten und den Austausch über moderne Landwirtschaft. Offizieller Partner ist in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der erwarteten hohen Besucherzahlen empfiehlt sich die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere Informationen über die 100. Grüne Woche unter www.gruenewoche.de.

Seite 9

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  JANuAR 2026  |  9

Vorhabenliste Tempelhof Nord Informationen über lokale Bau- und Planungsprojekte Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat erstmals eine „Regionale Vorhabenliste“ für Tempelhof Nord veröffentlicht. Das Pilotprojekt soll für mehr Transparenz sorgen und ergänzt die bereits bestehende Übersicht für den gesamten Bezirk. Während die allgemeine Bezirksliste lediglich einen groben Überblick bietet, widmet sich das neue Dokument detailliert den Entwicklungen in der Region Tempelhof Nord. Ziel ist es, Anwohnerinnen, Anwohnern sowie lokalen Initiativen Informationen zu Planungen im direkten Lebensumfeld gebündelt bereitzustellen. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann: „Die modellhafte regionale Vorha benliste für Tempelhof Nord er- Übersicht Bereiche wie Bau, Infraleichtert es den Bürger_innen er- struktur, Grünflächen, Mobilität heblich, sich über Entwicklungen und Gesundheit ab. in ihrem Ortsteil zu informieren. Konkrete Vorhaben Mit dieser Übersicht ermöglicht der Bezirk auf zugängliche Wei- • Verkehrskonzept und Parkse einen umfassenden Überblick raumbewirtschaftung in der über die Vorhaben des Bezirks, der Gartenstadt Hauptverwaltung und der landes- • Vorhaben der Grün Berlin GmbH auf dem Tempelhofer Feld und eigenen Betriebe.“ am Platz der Luftbrücke Von Verkehr bis Krankenhaus • Infrastrukturmaßnahmen am Hintergrund für das Modellprojekt Tempelhofer Damm ist die hohe Dichte an parallelen • umbau des St. Joseph KrankenMaßnahmen in diesem Ortsteil. hauses Die Liste enthält Steckbriefe zu Einsicht vor Ort und online Projekten aus verschiedenen Fachämtern, von landeseigenen Das Dokument kann im „Raum unternehmen und der Senats- für Beteiligung“ (www.berlin. verwaltung. Inhaltlich deckt die de/-ii1288085), Dominicusstra Modellprojekt Regionale Vorhabenliste Tempelhof Nord STAND: NOVEMBER 2025

ße 11, eingesehen werden. Die Übersicht steht unter (www. berlin.de/-ii1299060) zum Download bereit.

FamilienPass erschienen Rabatte, Freikarten und Verlosungen Der Verkauf des Berliner FamilienPasses 2026 hat am 1. Dezember begonnen. Damit soll Berliner Familien der Zugang zu Kultur-, Sportund Freizeiteinrichtungen erleichtert werden. Für einen Preis von 6 Euro erhalten Familien Zugang zu über 300 Angeboten. Der Pass kann bis zum 31. Dezember 2026 genutzt werden. Das Heft umfasst Preisvorteile und Rabatte in fünf Kategorien, darunter Sport, Sehenswertes und Ausflüge ins umland. Nutzer erhalten

Foto: JugendKulturService

n

bche ü t S r a a y‘s H

Bett

etrieb Meisterb

beispielsweise Ermäßigungen in Kletterhallen, im Spionagemuseum oder bei Spielen von ALBA Berlin. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Regelungen zum freien Eintritt für Kinder: In Begleitung eines zahlenden Erwachsenen können Kinder unter anderem Planetarien, Eisbahnen oder den Britzer Garten kostenfrei besuchen. Auch der Eintritt in die Berliner Bäder ist für Kinder dreimal gratis enthalten. Zusätzlich bietet der Pass rund 200 Verlosungen für Kurzreisen,

Workshops und Veranstaltungen. Herausgegeben wird das Freizeit- und Kulturtaschenbuch vom JugendKulturService. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der sozialen Teilhabe: Für Alleinerziehende und Familien mit geringem Einkommen gibt es gesonderte Gewinnspiele und Kontingente für stark ermäßigte Eintrittskarten. Der FamilienPass richtet sich an alle Berliner Familien mit Kindern bis einschließlich 17 Jahren. Er ist in allen dm-Filialen, LPG BioMärkten, vielen Bibliotheken sowie online erhältlich. Doppelzimmer pro Person

★★★ SUPERIOR

ab

45, €

Damen 35,- €

Waschen, Schneiden, Föhnen

Herren 18,- €

Waschen, Schneiden, Föhnen

iern Familienfe nen so ab 20 Per

auch Hausbesuche ☎ 852 19 63 Betty Kaluza Rheinstraße 2-3 12159 Berlin Friedenau

Mo 13.00 – 18.00 Uhr Di – Fr 9.30 – 18.00 Uhr Sa 9.00 – 13.00 Uhr

Hauptstr. 135 · 10827 Berlin · (030) 780 966-0 · www.hotel-schoeneberg.de

Seite 10

10  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

Museum Europäischer Kulturen zeigt „Gesichter der Flucht“ Porträts und Schicksale von Geflüchteten aus der Ukraine und Russland Das Museum Europäischer Kulturen zeigt eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel „Flucht“ sind rund vierzig Fotografien von Frank Gaudlitz zu sehen, die Menschen porträtieren, deren Leben durch den Krieg in der Ukraine verändert wurde. Für das Projekt reiste der Fotograf in den vergangenen drei Jahren nach Moldau, Armenien und Georgien. Dort porträtierte er nicht nur Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, sondern auch jene, die Russland aufgrund des politischen Regimes verlassen haben. Interviews und Zitate ergänzen die Fotografien und dokumentieren die persönlichen Geschichten hinter der Flucht. Fluchtzahlen mit konkreten Biografien. Eine der eindrücklichsten Geschichten ist die von Tamara C. (48) aus Cherson. Im Herbst 2022 floh sie mit ihrem Sohn über die Krim und Russland in die Republik Moldau. Im Filtrationslager wurde sie verhört, ihre Telefonate überwacht, Verdächtige misshandelt. In Cherson herrschten Angst, Verhaftungen und Folter. Tagelang war sie mit ihrem Sohn im Freien

Natascha J., 36, mit ihren Kindern Aurica, 13, Timur, 10, Beata 7, Mark, 4, und ihrer Schwägerin Marina K., 24, mit deren Sohn Bogdan, 5, aus Winnyzja | Ukraine Unterkunft für Geflüchtete, Dondușeni | Moldau 10/2022 � Foto: Frank Gaudlitz unterwegs – ohne Unterkunft, in Kälte und Regen, bis Freiwillige halfen. Eine Rückkehr

in ukrainisch kontrolliertes Gebiet war nicht möglich: Beschuss, Minenfelder und Massengräber machten jeden Weg unmöglich. Auch in Russland, dem Land des Aggressors, entschieden sich Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Sie flohen nicht vor Bomben und Zerstörung, sondern vor einem zunehmend autoritären Regime. Manche waren bereits ins Visier des Geheimdienstes geraten, wurden bedroht oder verfolgt. Andere wollten ihre Kinder nicht in einem Staat aufwachsen sehen, der politische Freiheit unterdrückt und Krieg führt. In Tiflis oder Jerewan fanden sie Zuflucht – in Ländern, die selbst von der Geschichte der Sowjetunion geprägt sind. Die Ausstellung läuft bis zum 1. März 2026 im Museum Europäischer Kulturen an der Arnimallee  25. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18  Uhr. Ein Begleitprogramm mit Gesprächen und Führungen vertieft die Themen der Ausstellung. Weitere Informationen unter www.smb. museum/?myPageID=783

80 JAHRE FLUCHT UND VERTREIBUNG Ankunft und Leben in Berlin! Sammlungsaufruf

Wir suchen Objekte, Dokumente, Fotos und Familienerinnerungen. Helfen Sie uns, diese für die Zukunft zu bewahren. Einsendungen an sammlung@f-v-v.de www.f-v-v.de

Seite 11

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026  |  11

Termine für den Kiez im Blick Jahresplaner 2026 für Mariendorf, Friedenau und Schöneberg-Südost Die Regionalkoordination des Bezirks Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht neue Jahresplaner für das kommende Jahr 2026. Das Angebot richtet sich speziell an Anwohnerinnen und Anwohner in Mariendorf, Friedenau und Schöneberg-Südost. Die Kalender sollen nicht nur der persönlichen Terminplanung dienen, sondern auch die Orientierung im eigenen Stadtteil erleichtern. Neben den üblichen Daten wie Berliner Schulferien, gesetzlichen Feiertagen sowie Welt- und Aktionstagen enthält die Übersicht Hinweise auf Veranstaltungen der bezirklichen Fachbereiche. Ein wesentlicher Bestandteil sind Informationen aus dem direkten Umfeld: Aufgeführt sind lokale

Nachbarschaftsangebote, Begegnungsstätten und Beratungsstellen in den jeweiligen Kiezen. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann sieht in dem Planer eine Möglichkeit, den Austausch und den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren zu fördern.

Öffentliche Auslageorte Die Jahresplaner sind kostenlos an öffentlichen Stellen erhältlich. In Mariendorf liegen die Exemplare unter anderem in den Prospekthaltern der Regionalkoordination (www.berlin. de/-ii1186653) bereit. In Friedenau und Schöneberg-Südost (www.berlin.de/-ii1186650) sind die Kalender in den lokalen Nachbarschafts­e inrichtungen verfügbar.

Gratulanten gesucht Ehrenamtliche besuchen Hochbetagte zu besonderen Anlässen Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sucht ehrenamtliche Helfer für seinen Ehrungsdienst. Die Freiwilligen besuchen hochbetagte Einwohnerinnen und Einwohner, um ihnen im Namen des Bezirks zu besonderen Anlässen wie hohen Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen zu gratulieren. Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen gehört es, die Besuche bei den Jubilaren zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen durchzuführen. Sie kaufen im Vorfeld ein kleines Geschenk oder Blumen und überbringen die Glückwünsche. Wenn gewünscht, ist das Gespräch mit den Senioren auch Teil der Tätigkeit. Als Anerkennung für das Engagement erhalten die Helfer eine kleine Aufwandsentschädigung.

Zudem bietet das Bezirksamt regelmäßige Fortbildungen und veranstaltet einmal im Jahr eine Feier für alle Ehrenamtlichen in diesem Bereich. Wer Interesse an dieser Aufgabe hat, kann sich für weitere Informationen an die Seniorenarbeit des Bezirks wenden. Kontakt ist telefonisch unter (030) 90277-8756 oder per E-Mail an seniorenarbeit@bats.berlin.de möglich.

Anzeige

Seite 12

12  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

ANZEIGE

Zurück in den Kiez In der Gasteiner Straße eröffnet eine neue Zahnarztpraxis an einem bekannten Standort In der Gasteiner Straße 9 in Wilmersdorf gibt es wieder eine Anlaufstelle für zahnmedizinische Versorgung. Unter dem Namen „Die Kiezpraxis“ hat die vom Kurfürstendamm bekannte Zahnarztpraxis KU64 dort ihre Zweigstelle eröffnet. Für den Gründer Dr. Stephan Ziegler schließt sich damit nicht nur ein Kreis, sondern erfüllt sich ein persönlicher Traum, denn der Standort ist eng mit seiner persönlichen Berufsbiografie verknüpft.

Schmerzbehandlung über die Prophylaxe bis hin zur Ästhetik. Sollten jedoch hochspezialisierte Eingriffe notwendig sein, die vor Ort nicht durchgeführt werden können, haben die Patientinnen und Patienten direkten Zugriff auf das Expertennetzwerk und die Infrastruktur der Mutterpraxis am Kurfürstendamm.

Leistungsangebot und Öffnungszeiten

Verbindung von Nahversorgung und Spezialisierung Der Standort in Wilmersdorf fungiert als klassische Nachbarschaftspraxis, die kurze Wege und eine familiärere Atmosphä hn

Br an

de

nb

ur gi sc

er

st

ra ß

e

Gasteiner Staße

he

St ra

ße

Blissestraße

Berliner Straße

ße

re bietet, kombiniert mit moderner Medizintechnik. Die Praxis verfügt über Ausstattungen wie Operationsmikroskope für Wurzelkanalbehandlungen sowie das digitale System zur Herstellung von Zahnersatz (CEREC) innerhalb eines Tages, das durch

Uhlandstraße

Fe c

Blissestra

Die Räumlichkeiten an der Ecke zur Uhlandstraße sind keine Unbekannten in der lokalen Gesundheitsversorgung. Bereits vor über 35 Jahren begann Dr. Stephan Ziegler hier seine zahnärztliche Laufbahn. Rund 15  Jahre lang behandelte er Patienten in der Gasteiner Straße, bevor er im Jahr 2005 die Großpraxis KU64 am Kurfürstendamm gründete – heute ist sie die größte Zahnarztpraxis Deutschlands. Nun, knapp zwei Jahrzehnte später, kehrt das Unternehmen im Rahmen einer Expansion an den Ursprungsort zurück. Die Praxisräume wurden dafür liebevoll modernisiert und neu ausgestattet.

Map data © OpenStreetMap contributors

Historischer Bezug zur Gasteiner Straße

Berliner Straße

Künstliche Intelligenz unterstützt wird. Ein wesentlicher Aspekt des Standortkonzepts ist die enge Anbindung an das Haupthaus. Die „Kiezpraxis“ deckt die allgemeine zahnmedizinische Grundversorgung ab – von der

Das medizinische Angebot in der Gasteiner Straße richtet sich an alle Altersgruppen und steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten offen. Neben der regulären Kontrolle und der Professionellen Zahnreinigung gehören auch chirurgische Eingriffe, Implantologie sowie Behandlungen im Bereich der Zahnästhetik zum Behandlungsspektrum. Das Team vor Ort setzt sich aus Zahnärzten sowie Fachkräften für Prophylaxe zusammen. Um den Bedürfnissen von Berufstätigen entgegenzukommen, bietet die Praxis ausgedehnte Sprechzeiten an. Geöffnet ist montags bis freitags durchgehend von 8 bis 20 Uhr. Termine am Samstag können nach individueller Vereinbarung wahrgenommen werden. Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zur Terminbuchung finden Sie unter www.ku64. de/wilmersdorf, oder Sie rufen bei der Hotline unter Tel.  030439 74 25 30 an bzw. senden eine E-Mail an Kiezpraxis@ku64.de.

Dr. Stephan Ziegler & das Team der KIEZPRAXIS VON KU64: Dr. Andrej Knezevic, Jargalmaa Kleister und Raphael Treperman.

Seite 13

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026  |  13

Erfahrene Zahnärzte – neue Praxis – in einer legendären Praxislocation in der Gasteiner Straße 9 Ihre KIEZ-Zahnarztpraxis – persönlich, nahbar & nachbarschaftlich, zuverlässig und mitten in Wilmersdorf. In DIE KIEZPRAXIS verbinden wir moderne Zahnmedizin mit echter Nachbarschaftlichkeit. Wir sind Ihr Zahnarzt um die Ecke – mit kurzen Wegen, flexiblen Terminmöglichkeiten und schnellen, fairen Lösungen, die perfekt zu Ihrem Alltag passen.

r

an Ziegle

Dr. Steph

Ob Kontrolle, Schmerzbehandlung, professionelle Zahnreinigung oder Zahnästhetik: Wir kümmern uns. Direkt. Unkompliziert. Mit Herz. High-Tech trifft High-Touch Hier arbeiten wir mit neuester Technologie, aber vor allem mit echter Nähe zum Menschen. Die KiezPraxis ist klein, cosy und familiär – und gleichzeitig „Tochter“ der renommierten KU64 Praxis am Kurfürstendamm 64, der größten und spezialisiertesten Zahnarztpraxis Berlins.

c

j Knezevi

Dr. Andre

Das bedeutet: Wir haben High-Tech vor Ort – und High-End-Expertise immer im Hintergrund. Sie brauchen einen Spezialisten? Wir haben ihn. Genau dann, wenn Sie ihn brauchen. Zahnmedizin, so unkompliziert wie Zähneputzen Jetzt Kennenlerntermin buchen – schnell & easy Infos:

www.ku64.de/wilmersdorf/

Termine:

www.doctolib.de/zahnarztpraxis/berlin/ ku64-berlin-gasteiner-straße-9/

Hotline:

030 439 74 25 30

Mail:

Kiezpraxis@ku64.de

Öffnungszeiten:

MO-FR 8 bis 20 Uhr, SAMSTAGS NACH VEREINBARUNG

a Kleister

Jargalma

  Immer für Sie da – auch wenn’s mal stressig wird Perfekt für Berufstätige: Früh, spät, flexibel. Zahnmedizin zum Wohlfühlen. Für Ihren Kiez. Für Ihr Leben. Direkt im Herzen von Wilmersdorf.

eperman Raphael Tr

Seite 14

RATGEBER

14  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Januar 2026

Falsche Betriebskostenabrechnung Mehr als jede zweite Abrechnung ist fehlerhaft Mehr als jede zweite Betriebskostenabrechnung enthält Fehler. Das berichten die Mietervereine Düsseldorf, Hamburg und Köln nach Anfragen des unabhängigen Geldratgebers Finanztip. Besonders häufig sind dabei Fehler bei der Heizkostenabrechnung. Dabei geht es oft um hunderte Euro. Finanztip rät Mietern, die Abrechnung genau zu prüfen und im Zweifel Widerspruch einzulegen. Einmal im Jahr müssen Mieterhaushalte, die keine Nebenkostenpauschale zahlen, eine Betriebskostenabrechnung erhalten – für die meisten ist der 31.  Dezember Stichtag für die Abrechnung des Vorjahres. Verspätete Forderungen muss der Mieter nicht mehr zahlen. Gerade die enthaltene Heizkostenabrechnung sorgt immer wieder für Streit zwischen Mietern und Ver mietern. „Rechnet der Vermieter die Kosten für Warmwasser und Heizung nicht nach Verbrauch ab, dürfen Mieter die Kosten pauschal um 15 Prozent kürzen“, sagt Sandra Duy, Finanztip-Expertin für energetische Sanierung.

Diese Kosten darf der Vermieter abrechnen Auf die Mieter umgelegt werden können zum einen die verbrauchsunabhängigen Grundkosten – etwa für Betriebsstrom, Wartung und Reinigung der Heizanlage, gesetzlich vorgeschriebene Messungen sowie die Miete der Erfassungsgeräte. Diese Grundkosten werden in der Regel nach der Wohnfläche verteilt. Hinzu kommen die Kosten für Brennstoffe bzw. Wärmelieferung, die nach Verbrauch berechnet werden. In der Heizkostenabrechnung werden die Grund- und

Verbrauchskosten nach einem festen Anteil aufgeteilt. Der Vermieter muss die Grundkosten und Verbrauchskosten mindestens im Verhältnis 50 zu 50 und maximal im Verhältnis 30 zu 70 aufteilen. Seit 2023 müssen Vermieter außerdem die CO2-Kosten, die für das Heizen anfallen, fair aufteilen. Fehlt diese Aufschlüsselung ganz oder ist unvollständig, dürfen Mieter die abgerechneten Heizkosten um drei Prozent kürzen. Die Aufteilung erfolgt anhand des CO2-Ausstoßes des Wohnhauses – je geringer der Verbrauch, desto geringer die Kosten, die der Vermieter tragen muss. Ist der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß des Hauses sehr hoch, müssen Vermieter bis zu 95  Prozent der CO2-Kosten tragen. Das kommt beispielsweise bei schlecht gedämmten

Häusern vor.

Widerspruch lohnt sich Bei falschen Vorauszahlungsbeiträgen, Rechenfehlern oder falschen Verteilungsschlüsseln lohnt sich ein Widerspruch. Mieterinnen und Mieter haben dafür nach Zustellung der Abrechnung ein Jahr Zeit und können Einsicht in die Rechnungsbelege fordern. Bezahlen müssen Mieter eine mögliche Nachzahlung in der Regel allerdings – binnen 30 Tagen. Halten sie die Nachzahlung für unberechtigt, können Mieter unter Vorbehalt der Rückforderung zahlen oder bis zur Klärung um Aufschub bitten. Bei formellen Fehlern, etwa falsche Abrechnungszeiträume oder eine nicht nachvollziehbare Abrechnung, können Mieter die Zahlung ganz verweigern und eine ordnungsgemäße Abrechnung anfordern.

Irrtümer beim Privatkauf Was bei Rückgabe und Versand wirklich gilt Der Handel mit gebrauchten Waren im Internet gehört für viele Menschen in Berlin mittlerweile zum Alltag. Besonders jüngere Generationen nutzen Online-Plattformen regelmäßig, um Kleidung oder Technik aus zweiter Hand zu erwerben. Doch mit der steigenden Beliebtheit wächst auch die Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen. Wie eine aktuelle

Erhebung von YouGov und Kleinanzeigen zeigt, herrschen bei vielen Nutzern falsche Vorstellungen über ihre Rechte und Pflichten. Ein weit verbreiteter Irrglaube betrifft das Rückgaberecht bei Nichtgefallen. Viele Nutzer gehen davon aus, dass ihnen dieses Recht auch bei Geschäften mit Privatpersonen zusteht. Die Rechtsanwältin Heidi Kneller-Gronen vom Bundesverband Online beispielsweise durch den Hinweis auf den Ausschluss der Sachmängelhaftung. Fehlt dieser Hinweis, gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Zudem schützt eine solche Klausel nicht, wenn Mängel arglistig verschwiegen werden oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Bekannte Defekte müssen daher immer offen benannt werden. handel e. V. (BVOH) stellt hierzu klar, dass das gesetzliche Widerrufsrecht ausschließlich beim Kauf von gewerblichen Händlern greift. Bei privaten Transaktionen existiert kein automatischer Anspruch auf Rücknahme; Käufer sind hier auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen.

Haftungsausschluss muss klar formuliert sein Auch beim Thema Gewährleistung bestehen Unklarheiten. Grundsätzlich können private Verkäufer die Haftung für Sachmängel ausschließen. Dies muss jedoch im Inserat durch eine eindeutige Formulierung geschehen,

Risiko beim Versand Das vielleicht größte Missverständnis betrifft den Versand der Ware. Viele Käufer nehmen an, dass das Risiko für verloren gegangene Pakete beim Verkäufer liegt. Beim Privatkauf geht die Gefahr jedoch auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Ware ordnungsgemäß verschickt hat und dies nachweisen kann. Kommt das Paket nicht an, besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises. Dies unterscheidet den privaten Handel wesentlich vom Kauf bei einem Online-Shop, wo das Unternehmen das Transportrisiko trägt.

Seite 15

Gazette Schöneberg & Friedenau  |  JANuAR 2026  |  15

Das Pilzhaus MY-CO SPACE war 2023 in der Zentralbibliothek zu sehen.

Bauen mit Pilzen Millionenförderung für weitere Forschung Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat finanzielle Mittel für drei Sonderforschungsbereiche (SFB) bewilligt. Davon profitiert insbesondere die Tu Berlin, die bei zwei Projekten die Sprecherrolle übernimmt und bei einem weiteren als Kooperationspartnerin agiert. Insgesamt fließen über 20 Millionen Euro in die Vorhaben. Im Fokus steht der neu eingerichtete Bereich „MY-CO BuILD“. Hier widmen sich die Wissenschaftler der Frage, inwiefern sich Pilze als Material für das Bauwesen und die Möbelproduktion eignen. Auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus der Agrar- und Forstwirtschaft soll eine neue Klasse Impressum

Pilzkompositbaustein. von biologisch abbaubaren Werkstoffen entwickelt werden. Das Ziel ist es, definierte Herstellungsprozesse zu etablieren,

Gazette Schöneberg & Friedenau Januar Nr. 1/2026 ·  31. Jahrgang

Foto: Martin Weinhold damit die Materialien verlässliche Eigenschaften aufweisen. Dabei werden biologische, mechanische und thermische

MEIN GUTER STERN

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf. Online-Ausgaben

www.gazette-berlin.de

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Titelbild: Joris Felix Patzschke / RESTLOS GLÜCKLICH

Anzeigen

Daniel Gottschalk ☎ 030 / 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Nächste Ausgabe

Februar Nr. 2/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss Erscheinung

16.01.2026 05.02.2026

Winterdienst Baumdienst Eckard Kanold Garten- und Landschaft- und Sportplatzbau Schnee- und Glättebeseitigung GmbH & Co. KG Telefon 0 30 / 75 49 36-0 www.kanold.berlin info@kanold-berlin.de

Aspekte von einem Verbund verschiedener Fachdisziplinen untersucht. Mithilfe von mathematischen Modellen und Künstlicher Intelligenz sollen Materialeigenschaften maßgeschneidert und Nachhaltigkeitsprognosen erstellt werden. Neben dem neuen Pilz-Projekt wurde der bestehende SFB „Re-Figuration von Räumen“ um vier Jahre verlängert. Er untersucht die Neuordnung von Gesellschaften durch Einflüsse wie Digitalisierung und Migration. Ebenfalls fortgesetzt wird ein physikalischer Forschungsbereich zur „ultraschnellen Spindynamik“, an dem die Berliner Hochschule beteiligt ist.

IM WINTER

Seite 16

16  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  JANuAR 2026

22 neue Stadtbäume Bezirk fördert Neuanpflanzungen auf Privatgrundstücken Das umwelt- und Naturschutzamt fördert im Rahmen der Initiative „Stadtbäume für Tempelhof-Schöneberg“ Neuanpflanzungen von Bäumen. Ziel ist es, den Baumbestand zu erhöhen und private Grundstückseigentümer stärker in den Erhalt des städtischen Grüns einzubinden.

Fotos: BA TS

Ein konkretes Beispiel für die laufenden Arbeiten findet sich auf dem Evangelischen Friedhof

in Lichtenrade. Dort wurden seit Anfang November durch einen Fachbetrieb vier neue Bäume gepflanzt: drei Elsbeeren und eine Esskastanie. Diese Arten gelten als besonders klimaresistent. Für die aktuelle Kampagne konnten sich Interessierte bis zum 30.  Juni 2025 bewerben. Insgesamt waren bis zum Bewer bungsschluss 28 Anträge eingegangen. Nach fachlicher Prüfung werden nun 22 Bäume auf privaten Flächen im gesamten Bezirk gesetzt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der dicht bebauten Schöneberger Innenstadt. Neben Elsbeere und Esskastanie kommen vorrangig Winterlinde und Spitz-Ahorn zum Einsatz, da diese Arten widerstandsfähiger

gegen Trockenheit und städtische Belastungen sind. Die Finanzierung der Pflanzungen erfolgt über Ausgleichsmittel der Berliner Baumschutzverordnung, sodass für die Bürger keine Kosten entstehen. Bedingung für die Teilnahme war die Verpflichtung der Eigentümer, die Pflege und den Erhalt der Bäume langfristig zu übernehmen.

Mauritius

me & more Urlaub für Singles und Alleinreisende Erleben Sie zusammen mit anderen weltoffenen Alleinreisenden die Highlights von Mauritius. Entdecken Sie von Ihrem Strandhotel aus die Inselhauptstadt Port Louis, den Botanischen Garten von Pamplemousses und eine ehemalige Zuckerfabrik. Und dazwischen: viel Zeit zum Baden und Relaxen. Im Preis enthalten • Linienflug nach Mauritius und zurück • 7 Übernachtungen/ Frühstück im 4-Sterne-Strandhotel • Welcome-Dinner • Halbpension • Qualifizierte Studiosus-Reiseleitung • Klimaschonend durch CO2e-Kompensation URLAUB IST UNSERE LEIDENSCHAFT.

Reiseland · Passat Reisen am Bayerischen Platz

Grunewaldstraße 47 10825 Berlin Mo-Fr 10-18 Uhr

Tel.: 030 2128060 / 695820 info@passat-reisen.de www.passat-reisen.de

Studiosus me & more 9 Reisetage ab 3.295 €