Energie
Hohe Stromrechnung?
Wie Sie die größten Energieräuber in Ihrem Haushalt entlarven
28.08.2025: Angesichts steigender Strompreise suchen viele Berliner Haushalte nach Wegen, ihre Kosten zu senken. Oft sind es alltägliche Geräte und Gewohnheiten, die unbemerkt für eine hohe Rechnung sorgen. Energieexpertin Marie Vaubel von der Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass bereits kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können.
Besonders ältere Kühl- und Gefriergeräte sowie Wäschetrockner gehören zu den größten Stromverbrauchern in einer Wohnung. Auch Elektroheizungen und Durchlauferhitzer sind kostenintensiv. Ein weiterer Faktor ist der Standby-Modus von Fernsehern, Routern oder Mikrowellen, der dauerhaft Strom verbraucht. Veraltete Beleuchtung durch Glühbirnen oder Halogenlampen trägt ebenfalls erheblich zu den Kosten bei.
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch oft deutlich reduzieren:
- Geräte ausschalten: Eine abschaltbare Steckdosenleiste hilft, den Standby-Verbrauch von elektronischen Geräten zu unterbinden.
- Richtig kühlen: Eine Temperatur von 7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefrierfach ist in der Regel ausreichend. Regelmäßiges Abtauen verbessert die Effizienz.
- Bewusst waschen: Waschgänge bei 30 oder 40 Grad sind meist ausreichend. Der Verzicht auf den Wäschetrockner spart zusätzlich Energie.
- Beleuchtung umstellen: Der Austausch alter Leuchtmittel durch LED-Lampen kann den Stromverbrauch für Licht um bis zu 80 Prozent senken.
- Warmwasser sparen: Kürzeres Duschen oder die Verwendung eines Sparduschkopfes reduzieren den Energieaufwand, insbesondere bei elektrischen Durchlauferhitzern.
Wer den genauen Verbrauch einzelner Geräte ermitteln möchte, kann sich bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenfrei ein Strommessgerät ausleihen. Dort wird auch eine anbieterunabhängige Beratung angeboten, um weitere Einsparpotenziale zu finden oder den Stromanbieter zu wechseln.