Gazette Verbrauchermagazin
Zehlendorf

Kurs auf Gold auf dem Campus Düppel

Rohbau des Instituts für Lebensmittelsicherheit und Hygiene fertig

05.07.2024: In den letzten Juniwochen wurde das Richtfest für den Neubau des Instituts für Lebensmittelsicherheit und Hygiene, mit dem künftigen Namen Martin-Lerche-Haus, gefeiert. Das Gebäude an der Clauertstraße/Ecke Königsweg soll den Fachbereich Veterinärmedizin am Standort Düppel räumlich konzentrieren und die Zusammenarbeit mit anderen tiermedizinischen Lehr- und Forschungseinrichtungen verbessern. Das Gebäude beinhaltet auf 2.172 Quadratmeter Seminarräume, Labore, eine Demonstrations-Sektionshalle, Büros und weitere Nutzflächen. Es bildet den westlichen Abschluss des Campus Düppel.

Nutzung regenerativer Energien

Angestrebt wird eine Zertifizierung in der Qualitätsstufe „Gold“ auf der Grundlage des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB). Das Energiekonzept sieht die Nutzung von reversiblen Außenluftwärmepumpen und zwei Spitzenlast-Brennwertkesseln für die Wärme- und Kälteerzeugung vor. Eine Photovoltaikanlage, die die gesamte Dachfläche bedeckt, soll zur Reduzierung der Emissionen und Betriebskosten des Gebäudes beitragen, indem sie regenerativen Solarstrom erzeugt. Um den Primärenergiebedarf zu senken, wurde ein großer Teil der Tragkonstruktion aus Recyclingbeton hergestellt. Für die Tragwerkskonstruktion des filigran gestalteten Daches wurden spezielle Verbindungen für die bis zu 23 Tonnen schweren Stahlbetonfertigteile entwickelt. Der Neubau ist ein kompakter, einstöckiger Baukörper mit einer durchgehend regelmäßig gefalteten Dachform. Zwei Lichthöfe sorgen für die Belichtung und Belüftung der Innenräume.

Namensgeber Professor Dr. Martin Lerche (1892 – 1980) gilt als Begründer der Lebensmittelhygiene als eigenständige Wissenschaft und war führend beim Aufbau des Instituts für Lebensmittelhygiene an der veterinärmedizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin.

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