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Großes Luftbrückenfest am 12. Mai

Informationen über Historie und fröhliches Feiern auf dem Tempelhofer Feld

Darf nicht mitfeiern: Im AlliiertenMuseum an der Clayallee steht die Hastings TG 503, die während der Luftbrücke mithalf, die Berliner Bevölkerung zu versorgen.
Darf nicht mitfeiern: Im AlliiertenMuseum an der Clayallee steht die Hastings TG 503, die während der Luftbrücke mithalf, die Berliner Bevölkerung zu versorgen.
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Mai 2019
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Am 12. Mai ist es 70 Jahre her, dass der letzte „Rosinenbomber“ auf dem früheren Flughafen Tempelhof landete. Zwischen dem 24. Juni 1948 und dem 12. Mai 1949 beschwerte sich niemand über Fluglärm – ganz im Gegenteil, die Motorengeräusche der Maschinen im Luftraum über Berlin West waren hochwillkommen. Versprachen sie doch Nahrung und Wärme. Fast ein Jahr lang wurde die eingeschlossene Stadt aus der Luft versorgt. Die Flugzeuge landeten in Gatow, Tempelhof und auf den schnell errichteten Landebahnen in Tegel, auf dem Gelände, das heute den Flughafen Tegel beherbergt.

Erinnerung durch Installationen

Zum Jubiläum wurde die Landung eines Rosinenbombers nicht genehmigt – dennoch soll die Bedeutung der Luftbrücke an diesem Tag noch einmal hervorgehoben werden. Ausstellungen und audiovisuelle Installationen bringen die Luftbrücke den Besuchern näher. Der logistische Aufwand, die geteilte Stadt aus der Luft zu versorgen wird von der Planung bis zur Durchführung anschaulich dargestellt. Im Rahmen des Bühnenprogramms kommen Zeitzeugen zu Wort. In einem Hangar vermittelt eine künstlerisch gestaltete audiovisuelle Installation Eindrücke aus Film- und Fotoaufnahmen, die durch ein eigenes Sounddesign unterlegt sind. Die Gäste werden sinnlich-emotional in die Vergangenheit zurückversetzt. Stärker informativ und auf konkretes Nacherleben ist das Angebot in einem anderen Hangar ausgerichtet. Dort dokumentieren Original-Exponate, zeittypische Dekors und mediale Installationen Logistik und Planung der Luftbrücke sowie den persönlichen und humanitären Einsatz, der das Überleben der Stadt über fast ein Jahr sicherte. Daran beteiligt sind u. a. AlliiertenMuseum, Militärhistorisches Museum Gatow, Care e. V., Deutsches Technikmuseum, Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e. V. sowie die Deutsche Fernsehlotterie.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller: „Berlin lädt Gäste aus den Ländern ein, die damals die Luftbrücke auf die Beine gestellt haben, darunter auch eine Anzahl von Veteranen. Darüber hinaus sind alle Menschen, die uns als Touristinnen und Touristen besuchen, und vor allem alle Bürgerinnen und Bürger auf dem großen Berliner Luftbrücken-Fest herzlich willkommen. Wir planen ein vielfältiges Programm für die ganze Familie und für die ganze Stadt. Das Fest bietet Gelegenheit zum fröhlichen Feiern und zum Informieren über die vielen spannenden Einzelheiten des Geschehens vor 70 Jahren. Tempelhof ist als authentischer historischer Ort der Luftbrücke dafür der ideale Platz.“

Den beteiligten alliierten Ländern, insbesondere den USA, Großbritannien und Frankreich, aber auch Südafrika, Neuseeland, Kanada und Australien kommt im Festablauf eine zentrale Rolle zu. Das Bühnenprogramm mit Live-Musik aus diesen Ländern und mit Zeitzeugen-Interviews wird wichtiger Anziehungspunkt sein. Auf dem Vorfeld stellen u. a. Berliner Polizei und Bundespolizei, Berliner Feuerwehr, Bundeswehr, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Arbeiter Samariter Bund, Technisches Hilfswerk und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR ihre Arbeit vor. Damit wird die aktuelle Wichtigkeit der Botschaft der verbindenden Kraft der Menschlichkeit unterstrichen. Die beteiligten Akteure bauen durch ihr humanitäres Engagement auch heute Brücken der Menschlichkeit.

Das Luftbrücken-Fest findet am 12. Mai von 12 bis 19 Uhr auf dem Vorfeld und in den Hangars des Flughafens in Tempelhof statt. Der Zugang ist ausschließlich über das Tempelhofer Feld möglich! Das Fest wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin realisiert.

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