Gazette Verbrauchermagazin

Wort der Bezirksbürgermeisterin

Steglitz-Zehlendorf Juli 2023

Kleingartenkolonie Hoppe in Zehlendorf.
Kleingartenkolonie Hoppe in Zehlendorf.
Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf Juli 2023
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Maren Schellenberg
Maren Schellenberg. Foto: Uwe Steinert

Liebe Leserinnen und Leser,

Bäume standen bislang gern im Ruf, Wind und Wetter könnten ihnen nichts anhaben. Spätestens seit sich der Klimawandel immer stärker bemerkbar macht, geht diese alte Gewissheit verloren. Immer öfter sehen wir uns im Sommer mit langen Dürreperioden konfrontiert, worunter die Bäume auch in unserem Bezirk leiden. Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns stellen.

Baumpatenschaften – gelebter Naturschutz

Bäume sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, darüber hinaus dienen sie als Wind-, Sonnen- und Lärmschutz. Damit das so bleibt, leistet der Fachbereich Grünflächen ganze Arbeit: Allein in unserem Bezirk pflegt er ca. 61.000 Straßen-, 185.000 Park- und 25.000 Bäume auf landeseigenen Friedhöfen. Um an heißen Sommertagen die Bäume flächendeckend mit Wasser zu versorgen, ist privates Engagement mehr als willkommen. Fachleute sagen, es sei besser, alle paar Tage intensiv zu wässern, als täglich nur geringe Mengen. Vielleicht haben Sie ja sogar Lust, eine sogenannte „Baumpatenschaft“ zu übernehmen? Durch die Bepflanzung sogenannter „Baumscheiben“ setzen Sie Blüh- und Duftakzente, erhöhen die Lebensqualität und verschönern Ihren Kiez. Mit Baumscheibe ist nicht der Querschnitt mit Jahresringen gemeint, sondern der ca. 4 qm große offene Boden unter einem Baum. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Fachbereich Grünflächen: www.berlin.de/-ii82234 .

Rückzugsraum für mehr Naturschutz: Kleingärten

Einen hohen klimaschutzpolitischen Stellenwert haben auch Kleingärten. Allein Steglitz-Zehlendorf zählt 41 solcher (landeseigener) Kleingartenanlagen, die sich auf rund 5.500 Parzellen aufteilen. Schrebergärten bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und tragen ganz wesentlich zur Biodiversität bei. Dabei ist den Gärtnerinnen und Gärtnern bewusst, wie wichtig ihr Engagement für den städtischen Natur- und Artenschutz ist. Viele Kolonien legen daher schon jetzt großen Wert auf eine nachhaltige Bewirtschaftung. Besonders im Hochsommer ermöglichen grüne Korridore den Luftaustausch vom kühleren Umland bis in die aufgeheizten Stadtzentren.

Ein Spaziergang durch die Kleingärten lohnt sich.

Ihre
Maren Schellenberg
Bezirksbürgermeisterin

Titelbild

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