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Wort der Bezirksbürgermeisterin

Steglitz-Zehlendorf März 2022

Holz-MEB an der Grundschule am Königsgraben. Foto: Bezirksamt
Holz-MEB an der Grundschule am Königsgraben. Foto: Bezirksamt
Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf März 2022
Maren Schellenberg
Maren Schellenberg. Foto: Uwe Steinert

Liebe Leserinnen und Leser,

wer anderen vorwirft, auf dem Holzweg zu sein, meint das selten schmeichelhaft. Vielmehr kommen Gedanken an nicht zielführende Irrwege auf. Dass Holzwege mitnichten Irrwege sind, beweisen wir mit drei aktuellen Schulbaumaßnahmen in Steglitz-Zehlendorf: Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive werden kurzfristig drei Modulare Ergänzungsbauten in Holzbauweise errichtet. In nur wenigen Monaten entstehen dreigeschossige, hochwertige Gebäude, bei denen der nachwachsende und im besten Sinne nachhaltige Rohstoff die Hauptrolle spielt. Sie verfügen über modern ausgestattete Klassenzimmer und Teilungsräume, ein Zimmer für die Lehrkräfte, eine Mensa.

Mit den sogenannten „Holz-MEBs“ reagiert Berlin nicht nur auf einen akuten Bedarf an Schulplätzen, sondern sorgt gleichzeitig für eine behagliche, attraktive Lernumgebung, in der sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen. Den Anfang machte die MEB an der Grundschule am Königsgraben, die ich am 25. Januar 2022 einweihen durfte – und zwar (Berlin-untypisch) ein Vierteljahr vor dem ursprünglich geplanten Termin. In den nächsten Monaten folgen die Grundschule an der Bäke und die Alt-Lankwitzer Grundschule, jeweils mit komplett baugleichen und barrierefreien MEBs.

Es freut mich besonders, dass diese Holz-Referenzobjekte auch außerhalb der Bezirksgrenzen auf Interesse stoßen: Demnächst erwarten wir eine Delegation von Fachleuten aus unserer Partnerstadt Lüchow (Wendland), die sich aus nächster Nähe über Gebäudetechnik, Bauunterhaltung und gestalterische Qualität informieren möchten. Sie sind uns herzlich willkommen.

Steglitz-Zehlendorf hat Lust auf Begegnung: Unsere Städtepartnerschaften

In den letzten beiden Jahren hat die Pandemie ganze Arbeit geleistet und Besuche von Gästen aus unseren Partnerstädten unmöglich gemacht. Eine lange Durststrecke liegt hinter uns. Deshalb haben wir einen enormen Nachholbedarf und Lust auf persönliche Begegnungen mit den rund 20 Partnern aus Deutschland, Europa und Asien. So wichtig der digitale Fortschritt mit seinen internationalen Online-Konferenzen ist: den direkten Kontakt von Mensch zu Mensch können sie nicht dauerhaft ersetzen. Mit unseren Partnerschaften führen wir Bürgerinnen und Bürger zusammen: von Cassino (Italien) bis Charkiw (Ukraine), von Nentershausen (Hessen) bis Naleczow (Polen), vom Fernen Osten (Songpa, Südkorea) bis Szilvásvárad (Ungarn) – oder von Kiriat Bialik (Israel) bis Königs Wusterhausen, direkt vor der Haustür im brandenburgischen Umland gelegen.

Im Jahr 2022 begehen wir das 60. Jubiläum unserer Partnerschaften mit Hannoversch Münden im Kreis Göttingen und Bonn-Bad Godesberg, beide geschlossen unter dem Eindruck des Mauerbaus: in einer Zeit, als Berlin geteilt und Frontstadt im Kalten Krieg war. Geschichte wiederholt sich selten. Dennoch gilt meine besondere Sorge in diesen Tagen und Wochen den Menschen in Charkiw. Als zweitgrößte Stadt der Ukraine ist sie nur rund 40 km von der russischen Grenze entfernt und steht im Fokus des großen Nachbarn.

Einen Wechsel hat es im Amt des Städtepartnerschaftsbeauftragten des Bezirks gegeben: Ich wünsche Christian Urlaub eine glückliche Hand und innerhalb unseres Partnernetzwerks viele spannende Begegnungen mit den Menschen. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich aus erster Hand über Aktivitäten rund um unsere Partnerschaften informieren möchten, lege ich den „Weltenbummler“ ans Herz: www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/beauftragte/partnerstaedte/

Ihre
Maren Schellenberg
Bezirksbürgermeisterin

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