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Menükarte zum 80. Geburtstag von Max Liebermann

Zeugnis der Familiengeschichte dank Schenkung zurück am Wannsee

Erschienen in Wannsee Journal Dezember/Januar 2021
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Salina
Max Slevogt, Menükarte zum 80. Geburtstag von Max Liebermann „Festessen zu Ehren Max Liebermann’s im Schwedischen Pavillon, 30. Juni 1927“, Repro: Lea Grzye
Max Slevogt, Menükarte zum 80. Geburtstag von Max Liebermann „Festessen zu Ehren Max Liebermann’s im Schwedischen Pavillon, 30. Juni 1927“, Repro: Lea Grzye

Zum Abschied aus dem Vorstand der Max-Liebermann-Gesellschaft hat Wolfgang Immenhausen diese mit einer großzügigen Schenkung bedacht – einer Menükarte aus dem ehemaligen Besitz Martha Liebermanns. Gedruckt wurde die persönliche Menükarte zum Festessen anlässlich des 80. Geburtstags von Max Liebermann am 30. Juni 1927 im Schwedenpavillon am Großen Wannsee Berlin. Unter den erhaltenen Menükarten sticht das der Liebermann-Villa überreichte Exemplar besonders hervor. Gestaltet mit vier lithografierten Zeichnungen von Max Slevogt weist dieses besondere Exemplar außerdem fünfzehn Unterschriften verschiedener Festtagsgäste auf, einige davon mit Widmungen und Glückwünschen an Martha Liebermann. Es fungierte wohl als Dankeskarte für die Gastgeberin des Festessens. Auf der Vorder- und Rückseite hatte eine Reihe von Gästen ihre Unterschrift hinterlassen bzw. ihre Grüße für Martha Liebermann bestellt. So stellte der Kunst- und Theaterkritiker Max Osborn die Frage, wann sie und ihr Mann aus Wannsee in die Stadt Berlin zurückkämen: „Verehrte und liebe gnädige Frau! Wann kommen sie endlich mit Ihrem Gatten nach Berlin? Man sehnt sich hier sehr nach Ihnen.“

Titelbild

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