02.11.2026: Für Kulturinteressierte im Berliner Südwesten liegt eines der profiliertesten Kunsthäuser der Region fast in Nachbarschaft: Gleich hinter der Stadtgrenze feiert das Potsdamer Museum Barberini sein zehnjähriges Bestehen mit einer groß angelegten Jubiläumsschau. Vom 7. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 widmet sich die Ausstellung unter dem Titel „Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk“ dem weltweiten Siegeszug einer Malerei, die einst als Skandal begann.

Statt die Gemälde lediglich chronologisch aneinanderzureihen, blickt die Ausstellung hinter die Kulissen der damaligen Kunstszene. Erzählt wird, wie aus einer zunächst oft verspotteten Pariser Gruppe eine internationale Bewegung wurde. Zehn Werke aus der museumseigenen Sammlung von Hasso Plattner bilden dabei die Ausgangspunkte für zehn Geschichten: Sie folgen den Spuren von Händlern, Sammlern und Kritikern, die früh an die neuartige Malweise glaubten, finanzielle Risiken eingingen und die Bilder über Paris hinaus nach Berlin, London oder New York vermittelten.

Insgesamt kommen für das Vorhaben mehr als 100 Meisterwerke am Alten Markt zusammen. Renommierte Häuser aus aller Welt – darunter das Musée d’Orsay in Paris, das Metropolitan Museum of Art in New York und Museen aus Tokio, Washington und Chicago – steuern Leihgaben bei. Zu den Höhepunkten zählen Gustave Caillebottes Schlüsselwerk „Pont de l’Europe“, selten gezeigte Porträts von Édouard Manet sowie Arbeiten von Berthe Morisot und Paul Cézanne. Einen Schwerpunkt bildet Claude Monet: Inklusive des eigenen Bestands werden 61 seiner Werke zeitgleich zu sehen sein.

Für Besucherinnen und Besucher aus Zehlendorf ist der Ausflug unkompliziert: Von Wannsee aus sind es mit der S-Bahn oder dem Regionalzug nur wenige Minuten Fahrzeit bis zum Potsdamer Hauptbahnhof, von wo aus das Museum am Alten Markt fußläufig erreichbar ist. Auch mit dem Fahrrad oder über die Bundesstraße 1 über die Glienicker Brücke ist der Weg zur Jubiläumsausstellung denkbar kurz.