23.10.2026: Wer in den vergangenen Tagen an der Ecke Potsdamer Chaussee und Lindenthaler Allee unterwegs war, dürfte gestutzt haben. Direkt an der verkehrsreichen Kreuzung ragt eine Konstruktion empor, die so gar nicht in das gewohnte Straßenbild passen will: Weder klassische Straßenlaterne noch gewöhnliche Ampel, zieht dort ein einzelner, markanter Sendemast die Aufmerksamkeit auf sich.
Was auf den ersten Blick wie ein seltsames Straßenmöbel oder ein neues Blitzersystem wirken könnte, ist in Wahrheit ein neuer 5G-Mobilfunkstandort. Dass die Anlage so auffällig geraten ist, liegt an den beengten Verhältnissen vor Ort. Eigentlich setzen Netzplaner im Berliner Stadtgebiet bevorzugt auf unscheinbare Lösungen und verstecken die Antennen direkt in Straßenlaternen.
An der Lindenthaler Allee war das jedoch nicht machbar: Weil dort bereits eine große Lichtsignalanlage – sprich die Ampel – den Raum beansprucht, stand kein geeigneter Lichtmast zur Verfügung. Stattdessen musste eigens ein freistehender „Standalone-Mast“ gebaut werden, der nun unübersehbar auf dem Mittelstreifen steht.
Umgesetzt wurde die Konstruktion vom Infrastrukturunternehmen 5G Synergiewerk gemeinsam mit dem technischen Dienstleister SPIE für das Netz von Telefónica Deutschland (O2). Die Installation gehört zu einer Ausbauoffensive mit stadtweit rund 120 geplanten Standorten, die bestehende Netzlücken schließen und Überlastungen verhindern soll.