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Schöneberg

Süße Ernte am Schöneberger Weinberg

Rund 500 Kilogramm Riesling-Trauben reisen zur Veredelung nach Rheinland-Pfalz

Das engagierte Team der diesjährigen Weinlese. Foto: BA TS
Das engagierte Team der diesjährigen Weinlese. Foto: BA TS

19.10.2026: Weinanbau mitten in der Großstadt? Was für viele nach einer Kuriosität klingt, hat in Schöneberg eine feste Tradition. Auch in diesem Herbst rückten wieder Helfer mit Eimern und Scheren an, um an den Hängen der örtlichen Gartenarbeitsschule die diesjährige Traubenernte einzufahren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 500 Kilogramm Trauben kamen bei sonnigem Wetter zusammen.

Gutes Ergebnis dank Sonne

Zu verdanken ist das gute Ergebnis vor allem den warmen Sommermonaten. Sie sorgten dafür, dass die Trauben viel Sonne tanken konnten und mit einem Mostgewicht von 81 Grad Oechsle einen beachtlichen Reifegrad und Zuckergehalt erreichten. Neben den engagierten Mitgliedern des Fördervereins packte auch die Schöneberger Bezirkspolitik mit an: Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und die Bezirksstadträte Saskia Ellenbeck, Eva Majewski Sparacino und Oliver Schworck schnitten die reifen Trauben eigenhändig von den Reben.

Tradition seit über 30 Jahren

Im Supermarktregal wird man den Schöneberger Wein allerdings vergeblich suchen. Nach der Ernte traten die Trauben – wie schon in den vergangenen Jahrzehnten – die Reise in den rheinland-pfälzischen Partnerlandkreis Bad Kreuznach an. Rüdiger Jakesch und seine Familie übernahmen den Transport zum dortigen Staatsweingut, an dessen Weinbauschule die Schöneberger Lese gekeltert und ausgebaut wird.

Die Verbindung reicht weit zurück: Aus Bad Kreuznach stammten einst die 200 Rebstöcke, die seit 1992 die Grundlage für den Schöneberger Riesling bilden. Der fertige Wein dient dem Bezirk später vor allem für repräsentative Anlässe. Wer dennoch einen Tropfen kosten möchte, hat über den Förderverein eine Chance: Dieser gibt Flaschen des Schöneberger Tropfens traditionell als Dankeschön für Spenden ab.

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