Berlin
Berliner Geschichte in Karten
Neues Buch zeigt Stadtgeschichte anhand von 150 Karten

10.10.2026: Wie veränderte sich Berlin über die Jahrhunderte? Das neu erschienene Werk „Berliner Geschichte im Karten“ wirft einen Blick auf die Entwicklung der Spree-Metropole. Anhand von 150 neu gezeichneten Stadtplänen dokumentiert das Buch den Wandel von den der ersten steinzeitlichen Besiedlung bis hin zur Gegenwart.
Treffpunkte und Umbaupläne
Das Buch widmet sich unterschiedlichen Epochen und gesellschaftlichen Themen. Die Karten zeigen unter anderem wie Gletscher die Topografie Berlins formten, den Weg, auf dem Napoleon im Jahr 1806 durch das Brandenburger Tor zog, die Treffpunkte der Berliner Bohème in den 1920er-Jahren sowie die Orte bekannter Kriminalfälle während der deutschen Teilung. Auch städtebauliche Entwicklungen wie die Umbaupläne der Nationalsozialisten, die Entstehung des Nahverkehrsnetzes, die Hotspots der Berliner Technoszene und das Schwinden des kieztypischen Einzelhandels werden geografisch dargestellt.

Hintergründe und Kartografie
Hinter dem Projekt stehen der Publizist Hans Christian Müller und der Kartograf Peter Palm, die für das Buch historische Daten und Strukturen aufgearbeitet haben. Müller, ein promovierter Volkswirt und ehemaliger Redakteur, steuerte die historischen und wirtschaftlichen Kontexte bei. Die grafische Umsetzung übernahm Palm, der seit 1990 in Berlin als freier Gestalter für Museen und wissenschaftliche Einrichtungen arbeitet. Die Karten basieren auf aufwendigen Recherchen, die auch vergessene Strukturen der Stadt wieder sichtbar machen sollen.
Das gebundene Buch umfasst 128 Seiten im Format 20 mal 28,5 Zentimeter. Neben den farbigen Karten enthält es zahlreiche begleitende Illustrationen und Erläuterungen zu den jeweiligen Themenbereichen. Das Werk ist unter der ISBN 978-3-8148-0346-3 für 26 Euro im Buchhandel erhältlich.


