Steglitz-Zehlendorf
Schätze vor der Haustür entdecken
Am 7. Juni ist UNESCO-Welterbetag

07.05.2026: Wer an den Wochenenden an der Havel entlang spaziert oder durch die alten Parkanlagen im Südwesten Berlins streift, bewegt sich auf historischem Boden. Die Schloss- und Gartenlandschaften, die ein wichtiger Bestandteil von Steglitz-Zehlendorf und seiner Umgebung sind, rücken am UNESCO-Welterbetag am 7. Juni in den Fokus. Immer am ersten Sonntag im Juni laden Denkmäler und Naturstätten in ganz Deutschland dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei werden nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch Geschichte erlebbar gemacht.
55 nationale Welterbestätten
Deutschlandweit beteiligen sich fast alle der 55 nationalen Welterbestätten an dem Programm. Vom Kölner Dom über das Wattenmeer bis hin zu den preußischen Schlössern und Gärten vor der eigenen Haustür reicht die Bandbreite. Mit Sonderführungen, Vorträgen und Mitmachaktionen zeigen die Mitarbeiter der Stätten auch die unbekannten Seiten der historischen Anlagen.
Welterbe als Generationenvertrag
Ein besonderes Augenmerk liegt an diesem Tag auf Kindern und Jugendlichen. Denn die Idee des Welterbes – das weltweit über 1.200 Stätten in 170 Ländern umfasst – basiert auf einem Generationenvertrag. Die historischen Kulturgüter und Naturlandschaften sollen intakt an die nächste Generation übergeben werden. Altersgerechte Aktionen sollen früh das Interesse für den Denkmal- und Naturschutz wecken. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten lädt zu mehreren Führungen ein, die andere Perspektiven auf die Ausflugsziele bieten.
Pfaueninsel für Kinder
Auf der Pfaueninsel geht es bereits am Vormittag magisch zu. Von 11 bis 12 Uhr nimmt die „Inselelfe Tana“ Familien mit Kindern ab sechs Jahren mit auf Entdeckungstour. Die jungen Teilnehmer erfahren auf spielerische Weise, wo die Königskinder einst die Nachmittage verbrachten und an welchen Stellen früher exotische Tiere lebten. Treffpunkt ist das Fährhaus. Tickets kosten 8, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei.
Architektonische Vergangenheit
Wer tiefer in die gärtnerische und architektonische Vergangenheit der Insel eintauchen möchte, kann von 14 bis 16 Uhr unter dem Motto „Paradiesisches Eiland“ an einem ausführlichen historischen Rundgang teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltungsideen von König Friedrich Wilhelm II. und seiner Geliebten Wilhelmine Enke, die das 67 Hektar große Areal im späten 18. Jahrhundert mit fremdländischen Bäumen in einen Sehnsuchtsort verwandelten. Treffpunkt ist das Fährhaus. Tickets kosten 8, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei.
Liebe zu Italien
Auch der Schlossgarten Glienicke wird bei einer kostenfreien Führung von 14 bis 15 Uhr vorgestellt. Die Tour rückt den Prinzen Carl von Preußen als Kunstsammler in den Fokus und zeigt, wie er den Park als landschaftliches Abbild seiner Italienreisen gestaltete. Ein Höhepunkt des Spaziergangs ist der exklusive Zutritt zur „Kleinen Neugierde“, einem Bauwerk, das normalerweise für den Besucherverkehr gesperrt ist. Schlossmitarbeiterin Barbara Feldt leitet die Sonderführung. Treffpunkt ist die Schlosskasse an der Königstraße 36. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0331 9694200.
Schloss Babeldberg und seine Geschichte
Einen Steinwurf entfernt, auf der Potsdamer Seite der Havel, öffnet zeitgleich das Schloss Babelsberg seine Türen. Von 14 bis 15 Uhr führt Schlossleiter Jens Straßburger-Asbeck durch den einstigen Sommerwohnsitz von Wilhelm I. Da die umfassende Innensanierung noch aussteht, vermittelt eine kleine Präsentation mit teilweise noch nie gezeigten Exponaten einen ungewöhnlichen Blick auf die Geschichte des Hauses. Treffpunkt ist der Schlosseingang im Park Babelsberg 10. Tickets 14, ermäßigt 12 Euro.




