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Berlin

Forschen bis Mitternacht

Lange Nacht der Wissenschaften lädt am 6. Juni ein

Die Lange Nacht der Wissenschaften bietet spannende Einblicke. Foto: Marion Borriss
Die Lange Nacht der Wissenschaften bietet spannende Einblicke. Foto: Marion Borriss

04.05.2026: Von autonomen Bussen über Eichhörnchen-Forschung bis hin zu den Geheimnissen unserer eigenen Gefühle: Am 6. Juni 2026 öffnen zahlreiche Berliner Institute und Universitäten wieder ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Organisatoren der Langen Nacht der Wissenschaften versprechen ein abwechslungsreiches Programm, das einen Blick hinter die sonst verschlossenen Kulissen der Hauptstadt-Forschung erlaubt. Werfen Sie einen Blick auf eine Auswahl der Ereignisse im Westen und Südwesten Berlins.

Von KI bis Siebdruck

Am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg stehen die Zukunft der Arbeit und moderne Mobilität im Mittelpunkt. Das Zentrum für Erlebbare Künstliche Intelligenz (ZEKI) zeigt von 17 bis 0 Uhr, wie intelligente Systeme den Berufsalltag künftig erleichtern könnten. Direkt vor dem Gebäude lässt sich das autonome Fahren hautnah erleben: Zu festen Zeiten (17 bis 17.30 Uhr, 19 bis 19.30 Uhr und 21 bis 21.30 Uhr) demonstrieren Experten an digitalisierten Bussen, Transportern und Lieferrobotern, wie Kameras und Sensoren den Verkehr von morgen steuern. Wer es physikalischer mag, kann bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt an der Marchstraße beim „Speeddating Temperatur“ von 17 bis 0 Uhr ungewöhnliche Messmethoden ausprobieren.

Auch für jüngere Besucher ist an diesem Abend gesorgt. Auf dem Kindercampus in der Universitätsbibliothek an der Fasanenstraße können Kinder ab fünf Jahren zwischen 17 und 21 Uhr mitgebrachte T-Shirts oder Stoffbeutel im Siebdruckverfahren verschönern.

Eichhörnchen, Wetter und mehr

Tierisch wird es im Haus der Ökologie in der Rothenburgstraße in Steglitz. Zwischen 17 und 22 Uhr können kleine Naturforscher und -forscherinnen ab sechs Jahren als Detektive herausfinden, wie Eichhörnchen leben, was sie abseits von Nüssen fressen und warum sie für das Ökosystem Wald so unverzichtbar sind.

Im Südwesten Berlins wartet zudem viel Wissenschaftsgeschichte. Am Fritz-Haber-Institut im Faradayweg in Dahlem startet um 17 Uhr ein einstündiger Rundgang auf den Spuren von Nobelpreisträgern wie Albert Einstein und Otto Hahn, die hier einst lebten und arbeiteten. Am Wetterturm in der Schmidt-Ott-Straße erklären Studierende der Meteorologie von 17 bis 22 Uhr, wie Hoch- und Tiefdruckgebiete eigentlich zu ihren Namen auf der Wetterkarte kommen.

Wer sich lieber mit dem Innenleben des Menschen beschäftigt, ist an der benachbarten Freien Universität (Rostlaube, Raum KL29/111) richtig. Ein interaktiver Parcours macht dort von 17 bis 23 Uhr Emotionen erfahrbar und zeigt, wie stark unsere Gefühle gesellschaftliche und politische Entwicklungen beeinflussen.

Das vollständige Programm mit allen Orten und Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet lässt sich unter www.langenachtderwissenschaften.de/programm einsehen.

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