Gazette Verbrauchermagazin
Zehlendorf

„Unversehrt – Frauen und Schmerz“

Lesung am 22. April in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek

Autorin Eva Biringer. Foto: Vincent Bauer
Autorin Eva Biringer. Foto: Vincent Bauer

15.04.2026: Frauen gebären Kinder, leben häufiger mit chronischen Erkrankungen und sind öfter von Gewalt betroffen als Männer. Und dennoch: Ihr Schmerz wird medizinisch seltener ernst genommen. Diesen Widerspruch hat die Autorin Eva Biringer in ihrem Buch „Unversehrt – Frauen und Schmerz“ aufgearbeitet – am Mittwoch, den 22. April, stellt sie es in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz vor.

Biringer nähert sich dem Thema sowohl persönlich als auch gesellschaftlich. Sie fragt, welche Formen von Schmerz Frauen erleben, ob es so etwas wie einen spezifisch weiblichen Schmerz gibt – und warum er so oft übersehen oder medikamentös gedämpft wird, statt anerkannt zu werden. Dass deutlich mehr Frauen als Männer von Schmerzmittelabhängigkeit betroffen sind, ist für sie kein Zufall, sondern Symptom eines strukturellen Problems.

Das Buch ist autobiografisch geprägt, aber kein reines Selbstzeugnis. Biringer zieht Schlüsse, die über den Einzelfall hinausgehen: Weiblicher Schmerz, so ihre These, sollte nicht länger an den Rand gedrängt, sondern als gesellschaftlich relevantes Thema begriffen werden. Die Lesung soll Raum für Gespräch und Reflexion bieten – moderiert wird der Abend von der Autorin und Moderatorin Katja Lewina.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten – per Telefon unter 90299 2410 oder per E-Mail an event-bibliothek@ba-sz.berlin.de. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin.

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