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Zehlendorf

Hacker, Paranoia und die Bombe

Bali Kino beleuchtet filmisch die Ära des Kalten Krieges

Bali Kino am Teltower Damm 33.
Bali Kino am Teltower Damm 33.

10.04.2026: Der Kalte Krieg war eine Epoche des Misstrauens, der geheimen Codes und der ständigen Angst vor der nuklearen Katastrophe. Genau dieses Lebensgefühl greift eine dreiteilige Filmreihe auf, die von Montag, dem 13. April, bis Mittwoch, dem 15. April 2026, im traditionsreichen Bali Kino am Teltower Damm zu sehen ist. Entstanden ist das Programm in einer Kooperation mit dem AlliiertenMuseum und dem Computerspielemuseums. Es begleitet die Sonderausstellung „ColdWarGames“.

Die Vorführungen im Bali Kino, Teltower Damm 33, beginnen jeweils um 18 Uhr. Für Kinofans bietet die Reihe einen besonderen Mehrwert: Veit Lehmann, der Kurator der Ausstellung, wird vor jedem Film eine kurze Einführung geben und die Werke in ihren zeitgeschichtlichen Kontext einordnen.

Den Auftakt macht am Montag, 13. April, der US-Klassiker „WarGames – Kriegsspiele“ aus dem Jahr 1983. Die Geschichte erzählt von einem jungen Hacker, der sich unbewusst in den Großrechner des nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos einwählt. Was er für ein harmloses Strategiespiel hält, setzt eine Simulation in Gang, die die Welt an den Rand eines echten Atomkriegs führt. Der Film wird im englischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt und endet um 20.45 Uhr.

Am Dienstag, 14. April, folgt mit „23 – Nichts ist so wie es scheint“ ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1998, der auf wahren Begebenheiten beruht. Im Mittelpunkt steht der Hacker Karl Koch, der sich im Dickicht der frühen Datennetze und globaler Verschwörungstheorien verliert. Seine Suche nach politischer Wahrheit treibt ihn schließlich zur Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst KGB. Diese Vorführung dauert bis 20.30 Uhr.

Zum Abschluss am Mittwoch, 15. April, steht Stanley Kubricks berühmte Filmsatire „Dr. Strangelove“ (Dr. Seltsam) aus dem Jahr 1965 auf dem Programm. Der Schwarz-Weiß-Film zeigt auf überspitzte und bizarre Weise, wie ein paranoider US-General eigenmächtig einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion befiehlt, während die Politik am „Roten Telefon“ verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Auch dieses Werk läuft im englischen Original mit Untertiteln und endet um 20 Uhr.

Der Eintritt kostet 5 Euro pro Film.

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