Berlin
Smarter Klimaschutz
Künstliche Intelligenz hilft Städten beim Energiesparen
20.02.2026: Künstliche Intelligenz (KI) bietet Städten konkrete Möglichkeiten, ihre Treibhausgas-Emissionen zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie unter Leitung der Technischen Universität (TU) Berlin. Neben Metropolen wie Paris, Kopenhagen, Helsinki, Amsterdam und Wien zählt die Untersuchung auch Berlin zu den europaweit sechs Vorreitern auf diesem Gebiet.
Die untersuchten Projekte zeigen, wie vielfältig smarte Computersysteme im städtischen Alltag eingesetzt werden können. So reduzieren verbesserte Ampelschaltungen andernorts den CO2-Ausstoß, während Sensoren den Energiebedarf von Heizsystemen drosseln. In Berlin wurde KI beispielsweise in einem Pilotprojekt genutzt, um Stadtbäume effizienter zu bewässern. Wie Marie Josefine Hintz, leitende Autorin der Studie, betont, kommt Städten eine zentrale Rolle beim Klimaschutz zu, da sie für rund 70 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich seien.
Als entscheidend für den Erfolg der digitalen Initiativen erwies sich die städtische Verwaltung. Bislang hängt die Umsetzung der Untersuchung zufolge oft vom persönlichen Engagement einzelner Mitarbeiter ab. Die Forscher identifizierten jedoch ein wiederkehrendes Problem: Viele Initiativen enden, sobald die europäische Projektförderung ausläuft. Es mangele an Strukturen, um erprobte Systeme dauerhaft zu betreiben und auszuweiten.
Die Autoren der Studie fordern daher, dass Verwaltungen – perspektivisch auch auf Bezirksebene wie im Rathaus Charlottenburg – eigene Fachkompetenzen aufbauen, anstatt Aufgaben an externe Dienstleister auszulagern. Für die Behörden bedeutet dies langfristig neue Anforderungen an das Personal. Künftig brauche es in den Ämtern eigene Datenexperten und Mitarbeiter, die administrative Aufgaben mit der Entwicklung digitaler Lösungen verknüpfen. Technik allein, so das Fazit der Wissenschaftler, reiche nicht aus, um das Potenzial für den städtischen Klimaschutz voll auszuschöpfen.


