Berlin
Berlin-Potsdamer Mini-Satellit startet
Gemeinschaftsprojekt von TU und Uni Potsdam testet neue Technik im All

20.01.2026: Am 21. Januar 2026 blickt die Berliner und Brandenburger Wissenschaftslandschaft nach Norwegen. Gegen 21 Uhr soll der Satellit „CyBEEsat“ der Technischen Universität (TU) Berlin vom Andøya Space Center ins All starten. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem auch die benachbarte Universität Potsdam beteiligt ist.
Der Start erfolgt an Bord einer Trägerrakete des deutschen Unternehmens Isar Aerospace. Für den kommerziellen Anbieter ist es der zweite Versuch, sein neues Trägersystem zu etablieren, nachdem der Erststart im März 2025 fehlgeschlagen war. Unabhängig vom Ausgang der Mission sieht die TU Berlin das Projekt als wichtigen Lernschritt für die akademische Raumfahrt.
Technik auf kleinstem Raum
Der „CyBEEsat“ ist ein sogenannter CubeSat. Mit einer Kantenlänge von rund elf Zentimetern und einer Masse von zwei Kilogramm ist er ein Leichtgewicht. Im Orbit in etwa 500 Kilometern Höhe soll der Satellit technologische Innovationen unter realen Bedingungen erproben. Er ist bereits der 33. Satellit in der Geschichte der TU Berlin.
Schutz vor Hackern und neue Solarenergie
Ein Schwerpunkt der Mission liegt auf der IT-Sicherheit. Das an der TU entwickelte Betriebssystem „RACCOON“ soll demonstrieren, wie Satelliten künftig besser vor Cyberangriffen geschützt werden können.
Parallel dazu steuert die Universität Potsdam ein Experiment zur Energiegewinnung bei. Getestet werden neuartige, ultradünne Solarfolien aus dem Material Perowskit. Ziel ist es herauszufinden, wie widerstandsfähig diese Zellen gegenüber der kosmischen Strahlung und extremen Temperaturschwankungen sind.
Das gesamte Projekt wurde ohne klassisches Budget realisiert. Wissenschaftliche Mitarbeiter, studentische Teams und Partner aus der Industrie arbeiteten ehrenamtlich an der Entwicklung und Fertigung der Hardware.
Live-Stream und weitere Informationen zum Start.


