Zehlendorf Mitte Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung
Oktober/November · Nr. 5/2026
Konzerte in der Pauluskirche
Ungewöhnliche musikalische Saison für die ganze Familie GRATIS ZUM MITNEHMEN
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Zehlendorf Mitte Journal
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Zehlendorf Mitte Journal
Konzerte in der Pauluskirche
Impressum
Zehlendorf Mitte Journal�
Ungewöhnliche musikalische Saison für die ganze Familie
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nter dem Leitthema „Klangfarben“ präsentiert die evangelische Paulusgemeinde ihr Konzertprogramm bis Dezember 2026. Dabei nutzt die musikalische Leitung um Kantor Fabian Luchterhandt auch die Architektur und Akustik von Kirche und Gemeindehaus für interaktive
und historische Formate.
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14. Jahrgang
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH
VampirStummfilm mit LiveMusik Wenn sich sich der alte Kinosaal des Gemeindehauses am Teltower Damm in ein Lichtspielhaus der 1930er-Jahre verwandelt, wird es gruselig.
Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Dezember/Januar Nr. 6/2026 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.11.2026 Erscheinung: 01.12.2026
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Zehlendorf Mitte Journals
zertifizierter Fachbetrieb
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Zehlendorf Mitte Journal Am 17. Oktober um 20 Uhr und am 18. Oktober um 18 Uhr wird Friedrich Wilhelm Murnaus legendärer Stummfilm „Nosferatu“ aus dem Jahr 1922 gezeigt. Die schaurigen Bilder des Vampirklassikers werden dabei nicht nur von einem Klavier begleitet, sondern durch den Einsatz von Chor, verschiedenen Instrumenten und Live-Elektronik musikalisch untermalt und neu interpretiert.
Dabei wechseln sich Quartett und Orgel ab. Sie erzählen von Engeln, Posaunen und Räucherduft, von wirbelnden Regenbögen, singenden Vögeln über dem Abgrund sowie den Kampf zwischen Leben und Tod. Aufgeführt werden Werke des französischen Komponisten Olivier Messiaen, der Tönen regelrecht bestimmte Farben zuordnete. Beide Konzerte beginnen um 18 Uhr.
Klassische Töne
Familien- und Abendkonzert
Im November wendet sich das Programm wieder den klassischen Tönen zu. Nach Pergolesis „Stabat Mater“ bei freiem Eintritt am 8. November folgt am 14. November mit„Auf das Ende der Zeit“ ein Abend, bei dem zwei Werke ineinander verwoben werden.
Kurz vor den Feiertagen steht am 12. Dezember ein Höhepunkt in der Pauluskirche auf dem Plan: Aufgeführt werden der erste Teil von Händels „The Messiah“ sowie Bachs Missa in G-Moll. Um den Zugang für alle Altersgruppen zu
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erleichtern, bietet die Gemeinde das Werk um 15 Uhr zunächst als Familienkonzert mit einer Erzählerin an, bevor um 19 Uhr das reguläre Abendkonzert beginnt.
Musikgenuss zur Mittagszeit Für Zehlendorfer, die in der Hektik des Alltags nur eine kurze musikalische Pause suchen, wird zudem die Reihe „Music at Lunchtime“ fortgesetzt. An jedem ersten Samstag im Monat sowie zusätzlich am 19. Dezember laden Musiker und Studierende um 12 Uhr zu 30 Minuten Orgel-, Klavier- und Kammermusik in die Pauluskirche ein. Der Eintritt zu diesen Mittagskonzerten ist frei. Weitere Informationen unter www.paulus-musik.de.� ◾
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Von Schokopiloten und Heckenwesen KinderKulturMonat lädt zu kreativen Entdeckungsreisen ein
Auch der „Rosinenbomber“ kann während des KinderKulturMonats besichtigt werden.
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enn im Herbst die Tage kürzer werden, verwandeln sich die kulturellen Einrichtungen Berlins traditionell in Orte des Ausprobierens. Der alljährliche KinderKulturMonat lädt ein. Auch in Zehlendorf öffnen Museen und Kulturstätten im Oktober ihre Türen speziell für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren. Statt nur stiller Beobachtung ist bei den zahlreichen Workshops ausdrücklich Mitmachen gefragt.
sprochen, was im Leben wirklich zählt – vom Kuscheltier bis zur Erinnerung. Nebenbei werden eigene Währungen erfunden und Schatzkisten gestaltet.
Zeit der Luftbrücke
Dahlem an der Lansstraße 8 geht es im Oktober philosophisch und kreativ zugleich zu. An den vier Sonntagen im Monat (4., 11., 18. und 25. Oktober) öffnet das Werte-Labor für Familien mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren jeweils um 12 Uhr Kreativ in Dahlem und um 13.30 Uhr. Unter dem Gleich in der Nähe, im AlliiertenAuf dem Forschungscampus Titel „Unbezahlbar“ wird be- Museum an der Clayallee 135,
Zehlendorf Mitte Gesundheit Journal wird Geschichte greifbar. Am 10. und formen anschließend eigeund 11. Oktober dreht sich alles ne kleine Bewohner aus Knete. um die Zeit der Berliner Luftbrücke. Neun- bis Zwölfjährige Lesung am Wannsee bauen an beiden Tagen von 12 bis 14 Uhr kleine Fallschirme und erfahren die Geschichte des historischen „Schokoladenpiloten“. Für jüngere Besucher von fünf bis neun Jahren gibt es am Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 15.30 Uhr ein altersgerechtes Programm, bei dem auch das Flugzeug auf dem Außengelände besichtigt wird. Ebenfalls in Wannsee öffnet das Literarische Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, seine Pforten. Natur und Kunst Am Sonntag, 25. Oktober, stellt die Illustratorin Ayşe Klinge von 15 bis 16 Uhr ihren Comic „Der Zahn“ vor. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren können hier gemeinsam mit der Künstlerin zeichnen und eine Geschichte über Freundschaft, Ängste und Vampirakademien erleben. Eine Natur und Kunst verbinden sich Vorabanmeldung ist für diesen derweil am 10. Oktober in der Nachmittag nicht erforderlich. Liebermann-Villa am Wannsee, Colomierstraße 3. Von 11 bis Fantasie am Waldsee 13 Uhr begeben sich die jüngsten Kulturfreunde im Alter von Tierisch wird es schließlich im vier bis sechs Jahren in Beglei- Haus am Waldsee an der Argentung Erwachsener auf die Suche tinischen Allee 30. Am 18. sowie nach „Heckenwesen“ im Garten am 24. Oktober, jeweils von 14
bis 16 Uhr, betrachten Fünf- bis Elfjährige die Werke des Künstlers Peter Wächtler, in denen Tiere und Fabelwesen sich oft wie Menschen verhalten. Inspiriert von diesen Eindrücken entstehen im Anschluss eigene Fantasiefiguren aus Ton. Hinweis für Eltern: Bei einigen Veranstaltungen ist die Anwesenheit einer erwachsenen Begleitperson erforderlich (in der Liebermann-Villa fällt hierfür ein Eintritt von 6 Euro an), bei anderen kommen die Kinder ohne Begleitung. Bis auf die Lesung im Literarischen Colloquium sind bei allen Veranstaltungen vorherige Anmeldungen erforderlich. Weitere Informationen und alle Angebote unter www. kinderkulturmonat.de.� ◾
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Teltower Damm 47 14167 Berlin Mo–Fr 10–18.30 Uhr Sa 10–14.30 Uhr Tel. 84 72 26 26
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Kontaktstelle PflegeEngagement Steglitz-Zehlendorf Beratung und Unterstützung für Entlastung und Lebensqualität
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m Alter möchten die meisten von uns auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange daheim leben. Oft sind es die pflegenden und umsorgenden Angehörigen und Freunde, die zur Erfüllung dieses Wunsches maßgeblich beitragen und dabei nicht selten an ihr Limit geraten. Um Pflegende und Pflegebedürftige zu unterstützen und zu entlasten, ging im Jahr 2010 die Initiative zur Gründung der berlinweiten Kontaktstellen PflegeEngagement von drei Akteuren aus: Dem Land Berlin (vertreten durch die damalige für das Ressort zustände Senatsverwaltung), den Landesverbänden der gesetzlichen Pflegekassen in Berlin und dem Verband der privaten Krankenversicherungen e. V. In der Kontaktstelle PflegeEngagment (KPE) Steglitz-Zehlendorf mit Sitz in der Villa Mittelhof finden Pflegende und Sorgende sowie alleinlebende ältere Menschen seit über 15 Jahren Unterstützung über die häusliche Pflege entlastende kostenfreie Angebote und so einen Weg hin zu besserer Lebensqualität. Die KPE bietet vertrauliche Gespräche, Informationen zu Entlastungsmöglichkeiten, ehrenamtlichen Besuchsdienst, Weitervermittlung zu anderen
Miteinander reden in der Selbsthilfegruppe kann hilfreich sein. � Foto: KPE Mittelhof
Fachdiensten sowie verschiedene Selbsthilfegruppen und Informationsveranstaltungen zum Thema Pflege und Altersvorsorge. Derzeit werden allein in dieser Kontaktstelle unter der Trägerschaft des Mittelhof e. V. sieben Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige begleitet. Es gibt außerdem fünf unterstützende Freizeitgruppen und offene Angebote. 22 Ehrenamtliche sind im angegliederten Besuchsdienst für pflegende Angehörige engagiert, wobei die Kontaktstelle eng mit dem Nachbarschaftsladen des Mittelhof e. V. zusammenarbeitet und damit über einen weiten Pool an Ehrenamtlichen und Nachbarschaftshelfenden verfügt. Die Kontaktstelle PflegeEngagement wird gefördert von der Senatsverwaltung für Wissen schaft, Gesundheit und Pflege Berlin, den Landesverbänden der Pflegekassen in Berlin und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. Sie besitzt Verbandszugehörigkeit im S ELKO (Verein zur Förderung von Selbsthilfe-Kontaktstellen e. V.).
Selbsthilfe, Beratung, Besuchsdienst Auf drei Säulen steht die Kontaktstelle PflegeEngagament Mittelhof: Pflegende Angehörige können sich in Selbsthilfegruppen zu Themen wie Alzheimer, Demenz, stationäre Pflege, seelische Erkrankungen austauschen und bei einem vielfältigen Angebot vom stressigen Pflegealltag relaxen. Ältere Menschen und Nachbarn können über die Kontaktstelle auch im Herta-Müller-Haus am Klöntisch Platz nehmen. Hier
Zehlendorf Mitte Journal wird über alltägliches, besondere Erlebnisse und alle Themen, die interessieren, gesprochen. Manchmal entsteht daraus sogar gegenseitige Unterstützung. Aber auch das Beratungs- und Vermittlungsangebot ist groß, richtet sich sowohl an Pflegende als auch an ältere Menschen und Menschen mit Pflegegrad. Erstberatung findet während der Sprechzeiten telefonisch oder vor Ort in der Villa Mittelhof, im Nebengebäude Kate statt. Für eine ausführliche Beratung wird um Terminvereinbarung gebeten. Stephanie Hensche und Sozialwissenschaftlerin Susanne Baschinski sind motivierte Ansprechpartnerinnen der Kontaktstelle PflegeEngagement. Stephanie Hensche bringt jahrelange Erfahrung aus dem Pflegebereich und der Pflege ihrer Mutter mit. Bei Hausbesuchen durch den Besuchsdienst erlebt sie selbst, wie viel Hilfebedarf oftmals in den vier Wänden besteht. Sozusagen als rechtzeitiges „Frühwarnsystem“ agieren da nicht selten die Ehrenamtlichen vom Besuchsdienst, für den weitere Mitglieder stets willkommen sind.
Zukunftsmusik: Kiezangebote besser bündeln Stephanie Hensche gibt zu bedenken: „Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz ist zu befürchten, dass der Staat sich weiter zurückzieht.“ Dadurch könnten Pflegebedürftige und ältere Menschen sowie Pflegende stärker privat auf sich gestellt werden
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Stephanie Hensche und Susanne Baschinski – Wegweisende beim KPE Mittelhof in SteglitzZehlendorf.� Fotos: KPE Mittelhof
und in prekäre Lage geraten. Gut, wenn es dann exakt koordinierte Vernetzungs- und Kontaktstellen gibt, die sich in Unterstützung und Beratung im Bereich Pflege ergänzen, austauschen und aufeinander aufbauen. Derzeit gibt es zwar zahlreiche Angebote, aber die Vernetzung untereinander ist mehr als ausbaufähig, was zügig geschehen sollte. Runde Tische, Foren und Kiez-Kooperationen im eigenen Bezirk können da erste wichtige Schritte sein. Die Kontaktstelle setzt beispielsweise auf einen Austausch mit dem Nachbarschaftsladen in der Steglitzer Berlinickestraße 9. „Dadurch haben wir einen erweiterten Pool an ehrenamtlichen und nachbarschaftlichen Helfenden vorzuweisen“, betont Stephanie Hensche. Partner sind Pflegestützpunkt, Freiwilligenagentur sowie Selbsthilfekontaktstelle, Arbeitskreise und Gremien im Verbund der Altenhilfe im Bezirk. Stephanie Hensche wünscht sich besser geknüpfte Besuchsdienstnetzwerke, Kooperationen mit Wohnungsbaugenossenschaften und Institutionen wie der Hilfswerksiedlung, und dass unterschiedliche Träger zukünftig verstärkt an Runden Tischen Platz nehmen nach dem Motto
Gemeinsam mehr erreichen – zugunsten von Pflegenden und Pflegebedürftigen und leichterer Koordinierbarkeit. Dabei setzt sie für Vermittelnde und Nutzende auf bessere Überschaubarkeit unterschiedlicher Angebote, die sich ergänzen könnten, ohne in Konkurrenz miteinander zu treten. Darauf arbeiten sie und ihre Kollegin hin, stehen dazu im Bezirk u. a. im Austausch mit dem Projekt GiG (Getragen in Gemeinschaft) mit Nicole Herlitz, das sich den Herausforderungen des demographischen Wandels stellt. Stephanie Hensche verweist auf den am 26. November 2026 in der Villa Mittelhof von 16 bis 17.30 Uhr stattfindenden Vortrag mit der Kulturgeragogin Dr. Bettina Held zum Thema „(Vor)sorgende Gemeinschaft“, der sich dem Thema Carrie Community (sorgende Gemeinschaft) widmet und viel Gesprächsstoff in Sachen Pflegezukunft liefern dürfte.� ◾ � Jacqueline Lorenz Kontaktstelle PflegeEngagement / Mittelhof e. V. Königstraße 42 – 43 14163 Berlin E-Mail kpe@mittelhof.org Telefon 030 / 80 19 75 – 38 www.mittelhof.org
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Herbst und Winter im Mittelalter
Veranstaltungen im Museumsdorf Düppel
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n den 1960er-Jahren wurden Am Krummen Fenn die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Seit 1975 rekonstruiert der Förderverein Museumsdorf Düppel e. V. diese Anlage am historischen Ort. Das Freilichtmuseum an der Clauertstraße 11 vermittelt heute das alltägliche Leben um das Jahr 1200. Besucher können sich im Empfangsgebäude anhand von originalen Grabungsfunden informieren. Sechs fiktive Bewohnerinnen und Bewohner begleiten die Gäste über AudioStationen durch das Außengelände und erzählen aus ihrem Alltag. Neben rekonstruierten Häusern und einem WildtierPfad mit geschnitzten Holzfiguren prägen historische Nutz tierrassen wie Weideschweine und gefährdete Schafe das Dorf. Die Einrichtung verknüpft dabei historische Archäologie mit modernen Aspekten der Ökologie und Nachhaltigkeit. Für Kinder gibt es zudem einen Spiel- und Kletterbereich mit lebensgroßen Tierfiguren. An allen Öffnungstagen ist vor Ort für Verpflegung gesorgt.
Termine Herbst-Ferienprogramm: Vom 17. Oktober bis zum 1. November findet täglich (außer mittwochs) von 10 Uhr bis 17 Uhr ein herbstliches Ferienprogramm statt. Der Eintritt kostet 6 Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie mit Ermäßigung ist der Zugang kostenfrei.
Martinsfest: Am Samstag, 7. November und Sonntag, 8. November lädt das Dorf jeweils von 15 Uhr bis 20 Uhr zum Laternenumzug mit Ross und Reiter ein. Der Eintritt beträgt 8 Euro, unter 18 Jahren oder ermäßigt kostenfrei. Tickets für diese Veranstaltung sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. Winterleben: Am Sonntag, 6. Dezember öffnet das Museumsdorf von 12 Uhr bis 18 Uhr für einen Aktionstag rund um winterliches Brauchtum und Lagerfeuer. Der Eintritt liegt bei 8 Euro, unter 18 Jahren oder ermäßigt kostenfrei. Tickets und weitere Informationen zu den Veranstaltungen unter www.berlin.museum/ museum/museumsdorfdueppelprogramm.� ◾
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Kunst aus Japan und Deutschland
Auslandsaufenthalte verändern den Blickwinkel
Perspektiven in Resonanz – neue Kunstausstellung im Deutsch-Japanischen Zentrum.
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ie verändert der Aufenthalt in einem fremden Land die eigene kreative Arbeit? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung „Perspektiven in Resonanz“ im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) in der Saargemünder Straße 2 nach. Bis zum 18. Dezember 2026 zeigt die Dialogausstellung Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und Japan. Alle Beteiligten eint die Erfahrung des Perspektiv wechsels: Sie haben für längere Zeit im jeweils anderen Land gelebt und gearbeitet – beispielsweise als Stipendiaten der Villa Kamogawa des Goethe-Instituts im japanischen Kyoto oder im Rahmen von Stipendien der Agency for Cultural Affairs of Japan sowie privater japanischer Stiftungen wie der Pola Art Foundation in Deutschland. Die Schau vereint ganz unterschiedliche Disziplinen. Zu sehen sind Malerei, Fotografie,
Film, Textilkunst und Installationen von Kay Fingerle, Shunsaku Hayashi, Daniela Hoferer, Olga Holzschuh, Kosuke Nakane und Natsuki Oshiro. Die unterschiedlichen Einflüsse der neuen Umgebung, der Landschaften und der Begegnungen vor Ort spiegeln sich in den Arbeiten wider und treten im Ausstellungsraum in einen visuellen Austausch. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags von 13 bis 17.30 Uhr.�◾
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150 Jahre Adventisten in Deutschland Freikirche ist Träger des Krankenhauses Waldfriede
Das Krankenhaus Waldfriede wird von der Adventisten-Gemeinde betrieben.
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as Krankenhaus Waldfriede ist eine feste Institution in Zehlendorf. Gegründet im Jahr 1920, teilt sich die Einrichtung nahe dem Grunewald eine seltene Besonderheit mit der Berliner Charité: Keine andere Klinik in der Hauptstadt ist seit über 100 Jahren am selben Standort und unter derselben Trägerschaft aktiv. Träger des Hauses ist die Freikirche der SiebentenTags-Adventisten, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen in Deutschland feiert. Ursprünglich wurde die Gemeinschaft am 21. Mai 1863 in Battle Creek (Michigan) gegründet. 1898 kam der deutsch-amerikanische Arzt Dr. A. J. Hoenes aus den USA nach Deutschland, um ein adventistisches Gesundheitswesen aufzubauen. Im April 1900 meldete die Freikirche beim Königlichen Amtsgericht Loburg
die Institution „Deutscher Ver- an auf einem ganzheitlichen ein für Gesundheitspflege e. V. Behandlungs- und Pflegeansatz. zu Friedensau, Kreis Jerichow 1“ (DVG) an. Unruhige Zeiten
Bau nach dem Ersten Weltkrieg Die Ursprünge des Krankenhauses Waldfriede reichen in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Da ein bestehendes Sanatorium der Freikirche in Sachsen-Anhalt verkehrstechnisch ungünstig lag, suchte man nach einem neuen Standort nahe der Großstadt Berlin. Im Jahr 1919 erwarb der Arzt Dr. Louis E. Conradi im Auftrag der Freikirche das Gelände eines ehemaligen Lungensanatoriums am Schlachtensee. Am 15. April 1920 öffnete das „Sanatorium und Klinik Waldfriede“ mit anfangs 39 Betten seine Türen. Das Konzept basierte von Beginn
1922 erhielt das Krankenhaus die staatliche Anerkennung, im selben Jahr ging die Krankenpflegeschule an den Start, die heute als Akademie im benachbarten Teltow fortgeführt wird. Trotz der Krisen der folgenden unruhigen Zeiten – darunter die Inflation der 1920er-Jahre und der Zweite Weltkrieg, von dessen Zerstörungen das Gebäude verschont blieb – wuchs das Waldfriede kontinuierlich.
Angstfreies Krankenhaus Zur Stärkung der internationalen Beziehungen schloss Waldfriede 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit der Florida-Hosp
Zehlendorf Mitte Journal tal-Kette in Orlando/USA ab. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit auf dem medizinischen, pflegerischen und administrativen Sektor. Zudem wurde Waldfriede mit seinem „Interdisziplinären Darmund Beckenbodenzentrum“ Europäische Ausbildungsstätte für Operationstechniken, an der Ärzte aus dem In- und Ausland teilnehmen. 2008 übernahm das Krankenhaus vom Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf das Schwimmbad am Teltower Damm, um dort sämtliche Schwimmkurse und medizinische Wasseranwendungen im Rahmen des präventiven Kursprogramms durchzuführen. Beim Projekt „Angstfreies Krankenhaus“ handelt es sich seit 2011 um ein besonderes Angebot, das den Leidensdruck von Erkrankten verringern möchte und so deren rasche Heilung begünstigt. Am 11. September 2013 öffnete das „Dessert Flower Center Waldfriede“ seine Pforten. In dem weltweit ersten Zentrum seiner Art werden Frauen und Mädchen behandelt, deren äußere Genitalien verstümmelt wurden. Dabei werden verstümmelte Genitalien operativ wieder hergestellt und die betroffenen Frauen psychologisch betreut und bestmöglich rehabilitiert.
Privatklinik und Tagesklinik Mit der „Privatklinik Nikolassee“ gibt es seit 2012 ein zweites adventistisches Akutkrankenhaus in Berlin. Die Klinik mit 16 Behandlungsplätzen für Innere Medizin, Psychosomatik und Psy chiatrie liegt nur drei Kilometer vom Krankenhaus Waldfriede entfernt. Während sich die Privatklinik mit einem stationären Angebot an Menschen mit psychiatrisch-psychosomatischen Erkrankungen wendet, bietet die 2017 eröffnete „PsychiatrischPsychosomatische Tagesklinik Waldfriede“ eine ambulante Behandlung an.
Ein Roboter für Waldfriede Zu Beginn des Jahres 2021 wurde mit der Anschaffung des Chirurgiesystems „DaVinci“ die neue Abteilung „Zentrum Onkologische Oberbauchchirurgie und Robotik“ in Betrieb genommen. Mit der Zertifizierung drei weiterer Krebszentren, dem Analkarzinom-, dem Pankreaskarzinomund dem Viszeralonkologischen Krebszentrum, vergrößerte und erweiterte 2022 das Krankenhaus seine Kompetenzen im Bereich des onkologischen Schwerpunkts. Das Krankenhaus Waldfriede erhielt 2025 zum fünften Mal in Fol 13
ge von der US-amerikanischen Zeitschrift „Newsweek“ die Auszeichnung als eines der besten Krankenhäuser weltweit (siehe APD-Meldung vom 3. März 2025). Bereits 1996 wurde Waldfriede „Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin“. Seit 2025 darf das Krankenhaus einen weiteren Titel führen: „Akademisches Lehrkrankenhaus der HMU Health and Medical University Potsdam“.
Romane über das Waldfriede Das Netzwerk Waldfriede zählt zu den wichtigsten Versorgern im Berliner Südwesten. Rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen jährlich etwa 15.000 stationäre sowie 120.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Die bewegte Geschichte des Hauses inspirierte auch die Bestseller-Autorin Corina Bomann zu ihrer vierteiligen Romanreihe „Die Schwestern vom Waldfriede“, die auf den historischen Chroniken der Klinik basiert.� ◾
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Nadelöhr S-Bahnhof Zehlendorf
Einschränkungen und Sperrungen
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er ab Herbst im Zentrum von Zehlendorf unterwegs ist, braucht gute Nerven und etwas mehr Zeit. Die Deutsche Bahn saniert ab September 2026 die Eisenbahnbrücke direkt am S-Bahnhof. Was als notwendige Modernisierung den sicheren Bahnverkehr für die Zukunft garantieren soll, bringt während der Bauphase spürbare Hürden für den Alltag im Bezirk mit sich. Das hat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf nun nach einem Austausch mit der Bahn mitgeteilt.
der gesamten Bauzeit rollen die Züge zwischen den Stationen Zehlendorf und Schlachtensee nur auf einem Gleis. Richtig eng wird es an drei Wochenenden. Dann wird die Strecke komplett unterbrochen und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Bahnsteige bleiben in folgenden Zeiträumen verwaist: Neue • Freitag, 30. Oktober, 22 Uhr, Stahlkonstruktion bis Montag, 2. November, für die Brücke 3.40 Uhr • Freitag, 4. Dezember, 22 Uhr, Hintergrund der Arbeiten ist bis Montag, 7. Dezember, eine Instandsetzung der beste- 3.40 Uhr henden Brückenkonstruktion. Der Austausch und die Verstär- Umwege für kung der tragenden Stahlteile Fußgänger sollen im Kern bis Ende November 2026 abgeschlossen sein. Bis Auch der Zugang zum Bahnhof dahin zieht sich die Baustelle wie und die Querung der Gleise werein Nadelöhr durch das Zentrum den zeitweise erschwert. Die Pervon Zehlendorf. Die Folgen be- sonenunterführung wird vom kommen nahezu alle Verkehrs- 30. Oktober bis 2. November teilnehmer zu spüren – egal ob sowie vom 4. bis 7. Dezember sie auf der Schiene, auf der Stra- komplett geschlossen. Der nördße oder zu Fuß unterwegs sind. liche Ausgang des Personentunnels bleibt vom 19. Oktober bis zum 8. Dezember durchgehend Eingleisiger Betrieb gesperrt. Fußgängerinnen und und Ersatzverkehr Fußgänger müssen in dieser Fahrgäste der S-Bahn spüren die Zeit entsprechende Umwege Bauarbeiten als Erste: Während einplanen.
Staupotenzial auf dem Teltower Damm Autofahrer, Radfahrer und Nutzer der Buslinien bleiben ebenfalls nicht verschont. Auf dem viel befahrenen Teltower Damm kommt es zu Vollsperrungen der Durchfahrt. Am 6. November ist die Straße für vier Stunden blockiert, zudem wird der Bereich für ein ganzes Wochenende vom 28. bis 29. November voll gesperrt. Wer mit dem Bus fährt oder in die Pedale tritt, muss sich bereits ab dem 29. September umstellen: Bis zum 2. November werden Bushaltestellen im Bahnhofsumfeld verlegt und die Radwegeführung entsprechend angepasst. Das Bezirksamt rät allen Bürgern, sich vorab genau zu informieren und gerade an den betroffenen Wochenenden alternative Routen zu prüfen. Wer sich über den detaillierten Planungs- und Baufortschritt auf dem Laufenden halten möchte, findet auf der Projektseite der Deutschen Bahn: bauprojekte.deutschebahn. com/p/berlin-zehlendorf weitere Informationen.� ◾
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Slevogt, Cassirer und Liebermann Partnerschaft der Berliner Kunstgeschichte
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ie Liebermann-Villa am Wannsee bereitet eine neue Sonderausstellung vor. Vom 3. Oktober 2026 bis zum 18. Januar 2027 ist in der Colomierstraße 3 die Schau „Auf zu neuen Werken! Max Slevogt, Bruno Cassirer und Max Liebermann“ zu sehen. Sie beleuchtet eine der fruchtbarsten Verbindungen im Berliner Kulturleben des frühen 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die fast 30-jährige Zusammenarbeit zwischen dem Maler und Illustrator Max Slevogt und dem Verleger Bruno Cassirer. Diese Partnerschaft trug maßgeblich dazu bei, Slevogt als wichtige Figur des deutschen Impressionismus zu etablieren. Cassirer bot dem Künstler den nötigen Freiraum für innovative Ideen – insbesondere im Bereich des illustrierten Buchs, wo beide durch ihre gemeinsame Leidenschaft für das Zeichnen neue gestalterische Wege einschlugen. Zudem prägte der Verleger mit seiner einflussreichen Zeitschrift
In der Liebermann-Villa wird eine neue Sonderausstellung gezeigt.
„Kunst und Künstler“ den damaligen kunsttheoretischen Diskurs. Dass diese Ausstellung im ehemaligen Sommersitz von Max Liebermann gezeigt wird, schließt einen Kreis. Liebermann war als Maler und Präsident der Berliner Secession eng mit Slevogt und Cassirer
verbunden. Die Schau führt die Werke dieser Akteure nun an dem Ort zusammen, an dem einst die Berliner Moderne mitgestaltet wurde. Die Liebermann-Villa ist für Besucherinnen und Besucher täglich außer dienstags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.� ◾
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Verfall im Welterbe Der traurige Zustand der Teufelsbrücke im Glienicker Park
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er an einem sonnigen Tag den Haveluferweg im Schlosspark Klein-Glienicke zwischen der Moorlake und dem Schloss entlangwandert, genießt einen der idyllischsten Ausblicke, die Berlin zu bieten hat. Der Blick schweift über das glitzernde Wasser hinüber zur Sacrower Heilandskirche. Doch wendet man sich landeinwärts, endet die Postkartenidylle auch schon. Hinter einem lückenhaften Bauzaun sind die von Unkraut und Gehölz überwucherten Reste eines Mauerwerks zu sehen. Es ist alles, was von der Teufelsbrücke –Teil des UNESCO-Welterbes Glienicker Park – übrig geblieben ist. Dabei war die Brücke von Anfang an als Ruine geplant – allerdings eher im Sinne eines Kunstwerks.
Im Jahr 1838 erteilte Prinz Carl von Preußen, der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, den Auftrag für das Bauwerk. Der Entwurf stammte von Ludwig Persius, einem engen Mitarbeiter und Schüler des berühmten Archi tekten Karl Friedrich Schinkel. Persius schuf die rund zwölf Meter lange Brücke im Zeitgeist der Romantik. Es war modern, künstliche Ruinen in Landschaftsgärten zu integrieren, um Historie darzustellen. Als loses Vorbild diente die damals weithin be Andreas Kerkmann Steuerberater
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Ludwigsfelder Straße 14 14165 Berlin (Zehlendorf) Telefon: 030 / 801 73 35 Telefax: 030 / 802 24 94 Internet: www.buero-kerkmann.de E-Mail: kerkmann@buero-kerkmann.de Mandantenportal https://buero-kerkmann.portalbereich.de
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kannte Teufelsbrücke über die Schöllenen in der Schweiz. Persius ließ eine künstliche Felsenschlucht anlegen und errichtete eine Brücke, die den Anschein des Verfalls erweckte: Zwei massive Kalksteinbögen wurden durch einen hölzernen Steg aus
Knüppelholz ergänzt. Das erweckte den Eindruck eines provisorisch reparierten, uralten Bauwerks. Unter der Konstruktion rauschte ein kleiner Wasserfall über Kaskaden herab, der sich aus malerischen Felsenteich etwas oberhalb der Brücke speiste.
Wandel der Ideologien Im Dritten Reich stieß die Idee einer absichtlich unvollkommenen Ruine auf Missfallen. Im Streben nach baulicher Perfektion ließ man das originale Holzprovisorium abreißen und durch eine
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Berliner Straße 10 14169 Berlin (Zehlendorf) Tel. 030 / 811 84 23 Montag - Freitag: 08:30 - 19:00 Uhr Samstag: 08:30 - 15:00 Uhr
seit 1974
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geschlossene, ordentliche Steinbrücke mit vier Bögen ersetzen. Erst nach der Wiedervereinigung besann man sich wieder auf die historischen Pläne von Persius und dem Gartenkünstler Peter Joseph Lenné. Im Jahr 1992 wurde die Teufelsbrücke aufwendig in ihren romantischen Originalzustand zurückversetzt: Die steinernen Bögen und der provisorisch anmutende Holz- Die Steine des früheren Pfeilers warten auf den Wiederaufbau. Brücke stürzten ab. Dem Tech- künden seit Jahren von Lebenssteg kehrten zurück. nischen Hilfswerk (THW) gelang gefahr, während die Natur sich Katastrophe von 2009 es, die Überreste notdürftig zu die historische Brücke unaufhaltsichern. Seitdem sind viele Jahre sam zurückholt. Das jähe Ende dieser Rekons- vergangen, in denen an der Teutruktion kam im Herbst 2009. felsbrücke kaum etwas geschah. Einigung im Heftige Regenfälle ließen den Die notdürftig angebrachten bürokratischen Wasserstrom so stark anschwel- Holzbalken, die das verbliebene Zwiespalt len, dass er das Fundament des Mauerwerk stützen sollten, vermittleren Pfeilers unterspülte. Der rotteten im Laufe der Jahre und Dass die Instandsetzung so lanPfeiler brach ein, und Teile der brachen teilweise. Warnschilder ge auf sich warten lässt, liegt an
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2014 war die Brücke schon gesperrt, aber noch in einem besseren Zustand.
mehreren Faktoren. Auf der einen Seite stand das Landesdenkmalamt Berlin, das auf einer originalgetreuen Erhaltung der historischen Bausubstanz bestand. Auf der anderen Seite stand die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Sie argumentierte, dass sich unter den Denkmalschutzvorgaben die notwendigen Standsicher heitsnachweise statisch nicht erbringen ließen. Die Instandsetzungsarbeiten, die im August 2016 nach jahrelanger Planung kurzzeitig begannen, mussten wegen akuter Einsturzgefahr sofort wieder gestoppt werden. Doch es gibt mittlerweile eine Einigung: Geplant ist ein denkmalgerechter Ersatzneubau, der das historische Erscheinungsbild
der Persius-Brücke wahrt, jedoch auch die notwendigen statischen Standsicherheitsnachweise berücksichtigt. Wann dieser Wiederaufbau erfolgen kann, steht in den Sternen. In Berlin warten zahlreiche wichtige Verkehrsbrücken auf die Sanierung. Wann Kapazitäten für ein Projekt wie die Teufelsbrücke vorhanden sind, ist noch nicht absehbar.� ◾
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Das Culinarium zeigt die Ausstellungen „Vom Acker bis zum Teller“ sowie „HI[STORY] OF FOOD“.
Herbstfeste und Jubiläum
Domäne Dahlem lädt zu Marktfesten und Zeitreise ein mehrere Veranstaltungen auf dem Programm.
Kürbisernte auf dem Feld
Das Herrenhaus der Domäne Dahlem stammt aus dem Jahr 1560.
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ie Domäne Dahlem ist weit mehr als eine grüne Oase – sie ist ein Ort mit tiefer historischer Verwurzelung. Die Geschichte des im 15. Jahrhundert erwähnten Ritterguts reicht weit. Im Jahr 1841 erwarb der preußische Staat das Anwesen samt dem dazugehörigen Land und wandelte es in eine königliche Domäne um, die
fortan als landwirtschaftlicher Musterbetrieb diente. Dass dieses historische Areal heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdankt sich einer Bürgerinitiative, die die Ländereien des Guts im Jahr 1976 vor der geplanten Bebauung rettete. Genau 50 Jahre nach dieser Rettung und der Gründung des Museumsvereins stehen im Oktober 2026 gleich
Den Auftakt des herbstlichen Programms bildet das traditionelle Erntefest am Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober 2026. Jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher Kürbisse direkt auf dem DomäneAcker ernten. Neben bekannten Klassikern wie Hokkaido und Butternut gibt es auch seltenere Sorten wie der Spaghettikürbis, der gerippte „Futsu Black“ oder der „Sweet Dumpling“. Ergänzt wird das Wochenende durch einen Markt auf dem Gutshof, Angebote der Bio-Gastronomie und Ausstellungen in der historischen Depotscheune. Der
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7 Nutztierarten und 9 Haustierrassen werden auf dem Archehof gehalten.
Eintritt beträgt für Erwachsene Herbstmarkt mit 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), KinKunsthandwerk der unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Am vorletzten Oktoberwochenende, dem 18. und 19. Oktober, öffnet jeweils von 10 Uhr bis Großes Jubiläumsfest 18 Uhr der traditionelle Herbstbei freiem Eintritt markt. Kunsthandwerkerinnen Am Sonntag, dem 11. Oktober und Kunsthandwerker präsen2026, feiert die Domäne das tieren hier ihre Arbeiten aus 50-jährige Bestehen des Mu- den Bereichen Textil, Keramik seums und des Fördervereins und Schmuck und führen ihre „Freunde der Domäne Dahlem Techniken vor Ort vor – dare. V.“. Von 11 Uhr bis 17 Uhr er- unter das Drechseln von Holzwartet die Gäste ein kostenfrei- schüsseln an einer historischen, es Festprogramm. Neben Musik, fußbetriebenen Wippdrehbank. Vorträgen und Traktorfahrten Für Familien gibt es an beiden wird an diesem Tag eine neue Tagen zwischen 12 Uhr bis Sonderausstellung im Barocken 16 Uhr zahlreiche MitmachakSaal des Herrenhauses feierlich tionen, darunter Gestalten von eröffnet. Herbstdekoration, Kerzenrollen Auf dem Landgut der Domäne Dahlem können Besucher die Landwirtschaft hautnah erleben.
aus Bienenwachs und Trocknen von Apfelringen. Außerdem Traktorrundfahrten (11 Uhr bis 17 Uhr) und Kutschfahrten (12 Uhr bis 13.30 Uhr sowie 14.30 Uhr bis 16 Uhr). Das GalliTheater tritt um 14 Uhr und um 15.30 Uhr im Zelt auf dem Gutshof auf. Zudem sind die handwerklichen Partnerbetriebe auf dem Gutshof von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und das Culinarium zeigt die Ausstellungen „Vom Acker bis zum Teller“ sowie „HI[STORY ] OF FOOD“ von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.� ◾
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