Zehlendorf Mitte Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung
August/September · Nr. 4/2026
Zuflucht vor der Hitze Kühle Räume im Bezirk bieten Schutz an heißen Tagen
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Zehlendorf Mitte Journal
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Zehlendorf Mitte Journal
Zuflucht vor der Hitze
Kühle Räume im Bezirk bieten Schutz an heißen Tagen
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er Sommer bringt wieder hohe Temperaturen nach Steglitz-Zehlendorf. Was für viele nach idealem Ausflugsund Ferienwetter klingt, bedeutet für den menschlichen Körper – insbesondere bei Babys, Kleinkindern, aber auch Senioren – eine erhebliche Belastung, vor allem, wenn das Thermometer die Grenze von 30 Grad Celsius überschreitet. Um den Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk Abkühlung zu verschaffen, stehen bei extremer Wärme spezielle Zufluchtsorte offen.
Impressum
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14. Jahrgang
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Oktober/November Nr. 5/2026 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 03.09.2026 Erscheinung: 01.10.2026
Die Pauluskirche öffnen ihre Türen an heißen Tagen von 14-18 Uhr.
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Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Zehlendorf Mitte Journals
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Kirchen öffnen als kühle Zufluchtsorte Wer unterwegs ist und eine Pause von der Sonne benötigt, kann auf das Angebot von zwei Kirchengemeinden im Bezirk
Hitzekarte Steglitz-Zehlendorf 2026 Hitzebelastung: Geoportal Berlin: Bewertungsindex Physiologisch äquivalente Temperatur (PET) um 14 Uhr in °C, Umweltatlas: Klimaanalysekarten 2022, Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0 – Trinkbrunnen: Berliner Wasserbetriebe und OpenStreetMap – Kostenloses Trinkwasser: eigene Recherche auf Basis von atip:tap Refill-Deutschland – Info-Fenster öffnen – Karte zusammengestellt mit uMap Hintergrund: © OpenStreetMap Mitwirkende.
Hitzebelastung an Sommertagen ■ Extrem stark (über 41 °C) ■ Stark/Hitzestress (35°C) ■ Moderat (29°C) ■ Leicht (unter 29°C)
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zurückgreifen. Die Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz und die Pauluskirche in Zehlendorf öffnen bei einer offiziellen Hitzewarnung ihre Türen. Jeweils
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Kirche am Stölpchensee
von 14 Uhr bis 18 Uhr stehen die kühlen Kirchenräume offen. Vor Ort werden die Gäste von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Kirchengemeinden sowie des Regionalverbands Berlin Südwest des ArbeiterSamariter-Bundes (ASB) betreut. Beide Gebäude sind barrierefrei zugänglich, verfügen über Toiletten und bieten kostenloses Trinkwasser an. Bezirksstadträtin Carolina Böhm
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Einfache Schutzmaßnahmen
achten: Ein kurzer Anruf oder ein Besuch bei älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Ergänzend dazu können einfa- Nachbarinnen und Nachbarn che Maßnahmen im Alltag hel- kann an Hitzetagen eine wichfen, gesund durch die heißen tige Unterstützung sein. Tage zu kommen: Ausreichend Dorfkirche Giesensdorf
betont die Notwendigkeit solcher Angebote. Zwar freue man sich über sonnige Sommertage, doch Temperaturen über 30 Grad Celsius seien eine körperliche Herausforderung. Böhm appelliert an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein, die Mittagssonne zu meiden und ausreichend Wasser zu trinken.
Orientierung mit der Hitzekarte Für die Suche nach Abkühlung im Alltag hilft ein Blick auf den Hitzeschutzplan www.berlin. de/-ii1562543 des Bezirks. Dort kann die digitale Hitzekarte heruntergeladen werden, auf der neben weiteren kühlen Räumen auch kostenlose Trinkwasserstandorte und Trinkbrunnen verzeichnet sind. Außerdem bietet das Portal noch viele weitere Informationen.
Weitere kühle Räume gesucht
Das Berliner Hitzeschutzportal www.berlin.de/hitzeschutz bietet über diese Tipps hinaus weitere Informationen und stellt den landesweiten Hitzeaktionsplan bereit. Um das Netz an Zufluchtsorten in SteglitzZehlendorf und ganz Berlin auszuweiten, sucht das Portal nach weiteren Partnern. Einrichtungen und Organisationen, die geeignete, kühle Räume für Markuskirche die Allgemeinheit zur Verfügung trinken: Regelmäßiger Konsum stellen möchten, können sich von Wasser oder ungesüßtem über ein Kontaktformular auf ◾ Tee hält den Kreislauf stabil. der Plattform melden. Hitze meiden: Anstrengende Aktivitäten sollten nicht in die heißesten Stunden des Tages gelegt werden. Wohnräume kühl halten: Lüften empfiehlt sich nur in den kühlen Morgen- oder Spätabendstunden, tagsüber sollten die Fenster abgedunkelt werden. Auf Mitmenschen Gutshaus Lichterfelde
Zehlendorf Mitte Gesundheit Journal
Treffpunkt am Bali Kino
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Foto: OUTRA
Erstes Parklet des Bezirks lädt zum Verweilen ein
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er nach dem Kinobesuch noch über den Film diskutieren oder einfach einen Moment im Freien verbringen möchte, hat dazu in Zehlendorf nun eine neue Möglichkeit. Neben dem traditionsreichen Bali Kino, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Zehlendorf, wurde das erste sogenannte Parklet des Bezirks freigegeben. Dabei handelt es sich um eine hölzerne Sitz- und Aufenthaltsfläche, die
auf einer ehemaligen Stellfläche für Autos errichtet wurde. Das Prinzip der Parklets stammt aus der internationalen Stadtplanung: Durch den Umbau von Parkstreifen wird der Gehweg erweitert, um im dicht bebauten Stadtraum mehr Platz für Fußgänger und Nachbarschaftskontakte zu schaffen. Die Initiative für das Zehlendorfer Projekt ging vom Inhaber des Bali Kinos aus. Entworfen und gebaut wurde
die Konstruktion vom Berliner Designstudio OUTRA, das sich auf Stadtmöbel und temporäre Aufenthaltslösungen spezialisiert hat. Mit seinen Holzbänken und der offenen Gestaltung soll das Parklet als ungezwungener Treffpunkt im Kiez dienen. Kinogänger können hier vor oder nach den Vorstellungen zusammenkommen, aber auch Passanten steht die Fläche offen.� ◾
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Ökosiedlung Zehlendorf
Wo Igeln Tür und Tor geöffnet werden
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ie Ökosiedlung Zehlendorf erstreckt sich nahe Berliner Straße über die Mörchinger Straße bis zur Mühlenstraße und den Weg entlang der Bahn bis zur Sundgauer Straße. Als ökologisches Vorzeigeprojekt bietet das autofreie und kinderfreundliche Ensemble im Berliner Südwesten seit 1992 bezahlbaren Wohnraum, der sich durch Niedrigenergiebauweise mit Schwerpunkt auf baubiologischem Wohnen mit Holzdecken, Naturfliesen und umweltverträglichen Baustoffen auszeichnet. Gleich vor der Haustür schaffen künstlich angelegte Bachläufe, Teiche, Zisternen zur Regenwassernutzung und naturnahe Bepflanzung Wohlfühlatmosphäre für Mensch und Wildtier, für das
Ökosiedlung Zehlendorf – Wohnen mit Natur.
Anwohner hier spezielle Schutzprojekte initiieren. Besonders der stark gefährdete heimische Braunbauchigel (Erinaceus europaeus) findet hier naturnahen Raum und einen ökologisch
Anja-Katrin Fleig und Dr. Achim Förster im Einsatz für Igel in Not.
wertvollen Rückzugsort. Am Weg entlang der Bahn macht ein mit 11 Infotafeln bestückter Lehr- und Lernpfad auf seine Bedürfnisse, aber auch besondere Gefährdung aufmerksam, erklärt wie seine Nahrungssuche aussieht, er sich auf Freiersfüßen verhält, es in seiner Kinderstube zugeht und er zu ausreichend Winterspeck kommt. – Initiiert und in selbstloser „Handarbeit“ aufgebaut wurde der Lehrpfad maßgeblich von Igelversteherin, Biologin und Lehrerin Anja-Katrin Fleig und von Naturexperten und Biologen Dr. Achim Förster. Beide Mitglieder der BUNDGruppe Südwest hatten bei diesem Projekt viele Unterstützende an ihrer Seite. Und auch die aktuelle Aktion, der Schulwettbewerb „Wer organisiert die meisten Igeltörchen?“, wäre
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ohne die vielen gleichgesinnten großen und kleinen Igelfreunde wohl kaum so erfolgreich zustande gekommen und im Mai u. a. unterstützt aus FEIN-Mitteln des Bezirks an der MühlenauGrundschule starten.
Bahn frei für Igel dank engagierter Igelfreunde Der Grünstreifen entlang der Bahn war lange Jahre ein eher trostloser Streifen, auf dem Hundekot und Sand dominierten. Dass er zu einem grünen Biotop wurde, auch dazu hat die BUND-Gruppe Südwest in Austausch mit Grünflächenamt, Bezirk und anwohnenenden Naturfreunden viel Eigenarbeit beigetragen. Ökologisch ausgeglichen mit Busch- und Baum Käferburg
werk kann sich das Gebiet heute sehen lassen, und auch der Igel hat das längst mitbekommen. Regelmäßig zieht er hier nun seinen Nachwuchs groß, findet er noch für Feinde undurchdringbare Brombeerhecken, dichtes Buschwerk, Wasser und wichtige Nahrungsqellen mit Hauptfutter wie Käfern, Larven und Raupen. Fachkundig angeleitete Igelfreunde aus dem Umfeld von Anja-Katrin Fleig
sorgen dafür, dass auch in kargen Jahreszeiten es dem Igel an nichts fehlt. – Wie er lebt, was er benötigt, was ihn aber auch gefährdet, das können Interessierte auf den vom proIgel e. V. gelieferten und teilgesponserten 11 farbigen Lehrtafeln vor Ort nachlesen – oder unter www.pro-igel. de/igel-lebensraum-garten/igellehr-und-lern-pfad/ Sowohl den finanziell als auch beim Tafel-Aufbau aktiv Unte
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Zehlendorf Mitte Journal Doch sogar hier, in relativ geschütztem Igelumfeld lauern noch Gefahren, wie bei Mäharbeiten eingesetzte Tellersensen und Freischneider: Mit ihnen traf wohl auch Igel Otti zusammen. Im letzten Herbst war er untergewichtig von aufmerksamen Nachbarinnen in der Ökosiedlung gerettet worden. Ihm fehlte ein Hinterbeinchen, das Igelschutz vor er laut Auskunft der Igelstation der Haustür wahrscheinlich durch TellersenDurchschreitet man die grünen- se/Freischneider verloren hatte. de und blühende Ökosiedlung Seine Wunde ist inzwischen gut offenen Auges, entdeckt man an vielen Stellen die Handschrift der kleinen und großen Igel- und Naturfreunde erst beim zweiten Hinsehen: Hier ein Schild, das zum Langsamfahren und Beachten von kreuzenden Igeln mahnt, da eine von kleinen Händen errichtete Käferburg aus Totholz, in der krabbelnde und kriechende Nützlinge Unterschlupf finden und vielleicht einmal Nahrung unseres Igels werden, und etwas weiter versteckt unter Hecken dann ein Igel-Futterhaus sowie -Schlafhäuschen für den Winter. Über die Anlage verteilt warten etliche Laub- und Reisighaufen, um den Stacheltieren als Nist- Otti hatte Glück im Unglück. Fotos: Anja-Katrin Fleig und Rückzugsort zu dienen. emsigen Kinder (und Eltern) der nahegelegenen Kita sowie der Mühlenau-Grundschule, oftmals in ihrer FreiDay-Freizeit. Sie waren auch sehr aktiv bei sämtlichen anderen Igelprojekten zuvor, welche die Direktorin dieser Grundschule immer wieder umfänglich unterstützt hat.
Schlafhäuschen
stützenden sagt Igelfrau AnjaKatrin ein großes Danke, wäre das Projekt ohne sie alle doch nie rechtzeitig fertig geworden: „BUND und BUND-Gruppe Südwest, die Holzindustrie Nahmitz, NBH Wannseebahn, aber auch viele supernette Menschen sind von jetzt auf gleich eingesprungen, darunter auch ein handwerklich sehr versierter und engagierter Nachbar.“ Ebenso packte Allrounder Christoph Arbeiter vom Museumsdorf Düppel kräftig mit an. – Und natürlich die vielen unglaublich
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ihn zu retten, hat er nur noch wenige Tage überlebt. Da sind aber auch die gerade jetzt in der Zeit neugierigen Igelnachwuchses gefährlichen Ratten-Köderboxen, die unbedacht in Nähe von favorisierten Igelaufzuchtsorten in der Ökosiedlung aufgestellt wurden. Besonders für kleine Igel, die noch in die Köderboxen gelangen können und als Jungtiere an allem knabbern, was sich ihnen bietet, kann das tödlich enden. Dies zu verhindern, sind ebenso Igelfreunde gefragt, ihre Bedenken aufklärend an die zuständigen Stellen zu richten, wie verantwortungsvoll handelnde Zuständige mit offenem Ohr.
Igeltörchen statt Fußangel
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verheilt und er wurde von der sehr engagierten und kenntnisreichen Inhaberin einer Igelpflegestelle in Kleinmachnow gepäppelt und überwintert. Otti ist nun in einen sehr schönen Garten mit überaus fürsorglicher Familie umgezogen, die jetzt seine Auswilderung vorbereitet. Ein zweiter Jungigel mit derselben Verletzung (wahrscheinlich sa ßen die beiden gemeinsam unter einem Buschsaum, der mit einem der o.g. Geräte von Unterwuchs befreit wurde – diese Art Verletzung kommt sehr oft vor, weil die Igel sich sehr gerne unter Gehölzrändern ausruhen) hatte nicht so viel Glück: Er war bereits sehr schwach, als er gefunden wurde. Trotz einer schwierigen und langwierigen OP im Versuch,
Auf ihrer Suche nach immer weniger werdenden Larven, Käfern und Raupen muss ein hungriges Stacheltier immer weitere Strecken zurücklegen, um satt zu werden. Dabei hat es etliche Hürden zu überwinden, die ihm nicht selten durch hohes Verletzungsrisiko zum Verhängnis werden: In Zäunen feststeckende oder verletzte Igel sind da
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Sprayen für den Igelschutz.�
Fotos: Anja-Katrin Fleig
nicht selten. Um ihnen mehr direkte Wege zu ermöglichen, ist das neue Igeltor-Projekt entstanden. Die Grundlage dafür lieferte mit reichlich kostenlos zur Verfügung gestelltem Printmaterial die Deutsche Wildtierstiftung, die bereits die Aktion „Bahn frei für Igel“ unterstützt hat. Mehr dazu unter www. deutschewildtierstiftung.de/ naturschutz/igel-bahn-frei-furstacheltrager Während des Wettbewerbzeitraumes bis Ende Juni (die Gazette hatte dazu aufgerufen) sollten
1.000 Igeltörchen für den Bezirk gestaltet und installiert werden. – Schulkinder der MühlenauSchule entwarfen dazu Banner, gestalteten sie und die Törchen gemeinsam mit Graffitikünster Frank. Gastgeber dabei war die „Schottenburg“, deren Mitarbeiter „Recki“ vom Team des NBH Wannseebahn e. V. bereits für die Igelaktionen zahlreiche Igelhäuser gebaut und geduldigst Unmengen an Igeltoren ausgesägt hat. Die Steglitzer Firma printseven spendierte dazu einen riesigen Roll-up. Hunderte weitere
Igeltore nach dem Bauplan der Wildtierstiftung wurden von der Thüringer Firma Bütic GmbH in Raketentempo gefertigt und teilgesponsert. Ebenfalls -zig Igeltore kamen von der Schulzendorfer Igelhilfe, diese aus 3d-Druck und in bunter Ausführung. Auch das gemeinnützige Ausbildungszentrum GFBM, das u. a. im Grunewald ein Sägewerk betreibt, stellte Igeltore zur Verfügung – in Form von Baumscheiben mit Toröffnung. Und so kann man die hölzernen Igeltörchen – mal bunt verziert, mal naturbelassen – als Zeugen dieser letzten Igelaktion nun auch in der Ökosiedlung finden. – Und es darf ruhig weitergehen, privat oder auf Firmengelände: Wer selbst ein oder mehrere Törchen bauen möchte, findet die genaue Bauanweisung unter www.deutschewildtierstiftung. de/media/pages/naturschutz/ igel-bahn-frei-furstacheltrager/09433991f71718186035/2024-igeltor-v7druck-web.pdf – Dann werden noch mehr gefährdete Igel eigentliche Gewinner dieser Natur-Aktion werden.� ◾ � Jacqueline Lorenz
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Spiel und Spaß nicht nur im Winter Auszubildende sanierten Rodelhang an der Elfiwiese
Auszubildende eröffnen den sanierten Rodelhang. Foto: BA SZ
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er beliebte Rodelhang an der Elfiwiese ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. In den vergangenen Monaten war die Nutzung des Hügels wegen deutlicher Erosionsschäden stark eingeschränkt. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist das Gelände nun wieder sicher für den Winter und für künftige Generationen von Rodlern vorbereitet. Das Besondere an diesem Bauvorhaben: Die gesamte Planung sowie die praktische Umsetzung lagen in den Händen der Auszubildenden des bezirklichen Fachbereichs Grünflächen. Die Nachwuchskräfte aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie
dem dualen Studium übernahmen alle anfallenden Aufgaben eigenständig. Sie beseitigten Gefahrenstellen auf dem Gelände, bauten Schichtholzhecken und Palisaden zur Hangsicherung ein und bepflanzten kahle Erdstellen neu. Auch abseits der Wintersaison hat das Areal an Attraktivität gewonnen. Eine neu angelegte Stufenanlage erleichtert fortan den Aufstieg auf den Hügel, wo neue Sitzgruppen zum Verweilen einladen. Am Fuße des Hangs sorgt zudem ein Balancierpfad für zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten. Um den steilen und empfindlichen Hangbereich an der Rückseite des Hügels dau erhaft vor Schäden zu schützen, wurde dieser Teil eingezäunt. Er soll künftig als geschützte Biodiversitätsinsel dienen und einen kleinen Beitrag zum lokalen Naturschutz leisten. Finanziert wurde die Maßnahme aus den regulären Unterhaltungsmitteln des Grünflächenamtes. Bezirksstadtrat Urban Aykal äußerte sich positiv über den Einsatz des Teams, das mit diesem Praxisprojekt wertvolle Erfahrungen im Wege-, Holzund Spielplatzbau sammeln konnte. Die runderneuerte Anlage steht den Kindern und Familien des Bezirks rechtzeitig zu den Sommerferien wieder zur Verfügung.� ◾
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Feste auf der Domäne Dahlem – ein Magnet für die ganze Familie.
Frisch vom Acker auf den Teller
Am 19. und 20. September lädt die Domäne Dahlem zum traditionellen Kartoffelfest mit Selbsternte
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in herbstlicher Ausflug nach Dahlem gehört für viele Berlinerinnen und Berliner einfach dazu: Am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20. September 2026, veranstaltet die Domäne Dahlem ihr traditionelles Kartoffelfest. Das historische Rittergut bietet an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr ein vielseitiges Programm, bei dem die Besucherinnen und Besucher auch selbst aktiv werden können.
Ernte auf dem Feld Die Ernte direkt auf dem Acker ist das Kernstück des Festes. Bis 17 Uhr sind die Felder für Besucher geöffnet, die dort Bio-Kartoffeln selbst sammeln können. Zur Auswahl stehen verschiede ne moderne und historische Sorten, darunter Spezialitäten wie das „Bamberger Hörnchen“ oder die „Blaue Anneliese“. Für das Sammeln auf dem Feld werden Pfandsäcke ausgegeben in die
die Kartoffeln gesammelt werden. Da diese wieder abgegeben werden müssen, empfiehlt es sich, eigene Körbe, Taschen oder Behälter für den Heimtransport mitzubringen.
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Live-Musik und einem gastronomischen Angebot, bei dem Kartoffelgerichte im Mittelpunkt stehen.
Angebote für Familien
Geschichte und Handwerk zum Anfassen Neben der Arbeit auf dem Feld befasst sich das Fest mit der Verarbeitung der Knolle. Besucher haben die Möglichkeit, Kartoffeln mit historischen Geräten zu schälen und eigene
Kartoffelchips herzustellen. Zudem werden auf dem Gutsgelände historische Landmaschinen ausgestellt und vorgeführt. So wird unter anderem gezeigt, wie mit einer historischen Presse frischer Apfelsaft hergestellt wird. Ein bunter Markt mit über 30 Ständen lädt zum Rundgang ein. Begleitet wird das Fest von
Für jüngere Gäste gibt es ein historisches Kinderkarussell, historische Spiele sowie verschiedene Mitmachaktionen. Das weitläufige Gelände des Gutes lässt sich bei einem Spaziergang oder im Rahmen einer Kutschfahrt hinter dem Trecker erkunden. Die Domäne Dahlem verbindet mit dem Fest ihren Fokus auf biologische Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit mit praktischen Einblicken in die landwirtschaftliche Arbeit. Weitere Informationen unter www. domaene-dahlem.de.� ◾
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Selbsthilfe macht stark
Seit über 40 Jahren setzt der Mittelhof auf Miteinander und Mitgefühl
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igentlich möchte man mit seinen Problemen alleine fertig werden, niemanden damit belasten. Doch was tun, wenn man mit seinem Latein am Ende ist, beispielsweise sich als Pflegender überlastet total energielos fühlt oder als Mutter eines AD(H)S-Kindes selbst keine Ruhe mehr findet? – Gut, wenn es da Selbsthilfegruppen gibt, die auf Austausch, Mitgefühl und Miteinander setzen. Als freiwilliger, gleichberechtigter Zusammenschluss von Menschen mit denselben Problemen wie Krankheit,
Lebenskrise oder psychische Belastung bieten sie gegenseitige Unterstützung, wobei der Fokus auf regelmäßigem Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Problembewältigung liegt, und das meist ohne professionelle Leitung. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist dafür der Mittelhof e. V. gut organisierte Anlauf- und Kontaktstelle seit über 40 Jahren. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Steglitz-Zehlendorf ist eine Einrichtung des Trägers Mittelhof e. V. Sie ist Selko-Mitglied im Dach- und Fachverband der
Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen und der Kontaktstellen PflegeEngagement. Gefördert wird sie durch die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales sowie von der Arbeitsgemeinschaft der Berliner Krankenkassen und Kassenverbände.
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Weg zur Selbsthilfe.�
mit den ersten von ihnen ins Leben gerufenen Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen und ambitionierte Fahrradbastler begann, hat sich längst weiterentwickelt und zahlreiche Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichsten Themen hervorgebracht. Gerade die
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Foto: Mittelhof
Villa Mittelhof mit Gartenhaus bietet dafür passenden Raum zum Durchatmen ohne Hektik, um – im Austausch mit und gestützt von ähnlich Betroffenen – wieder zu sich selbst und zu einer Problemlösung und besseren Krankheitsverarbeitung zu finden. Zusammenkommen,
um sich gegenseitig zu (unter) stützen, das ist die DNA, aus der heraus sich der Mittelhof e. V. ursprünglich gegründet hat, heute unverzichtbare Grundlage aller Selbsthilfegruppen. Geschäftsführer Markus Schönbauer entwickelt diesen Gedanken weiter, indem er erklärt. „Selbsthilfe ist
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essentieller Bestandteil der sozialen und gesundheitlichen Angebote Berlins.“ Gelebte Solidarität und Teilhabe stehen dabei ganz oben, verlangen aber von den Teilnehmenden einer Gruppe auch Mut und Vertrauen dazu, sich vor anderen zu öffnen und sich zu zeigen, wie man wirklich ist. Dabei sollte man sich auch für die Probleme und Anliegen der anderen Teilnehmenden öffnen und ihnen unvoreingenommen begegnen, bzw. gemeinsam mit ihnen Lösungswege erarbeiten wollen. Menschen, die stark auf sich fokussiert oder sehr introvertiert sind, finden eventuell zögernden Zugang zu Selbsthilfegruppen. – Eine „Schnupperstunde“ in der jeweiligen Selbsthilfegruppe kann da hilfreich sein, wie die Mittelhof-Kontaktstelle aus Erfahrung rät.
Impulsgeber zur Selbsthilfe Sozialpädagogin Andrea Naumann-Bülow von der Selbsthilfe Kontaktstelle Mittelhof e. V. bringt im Gespräch mit der GAZETTE Selbsthilfe auf den Punkt: „Menschen kommen zusammen,
(v.l.n.r.) Immer ein offenes Ohr für Selbsthilfe-Suchende: Praktikantin Wilma Fuhrmann mit Andrea Naumann-Bülow und Alina Becker von der Mittelhof Selbsthilfe-Kontaktstelle.
um sich gemeinsam Problemen zu stellen und mithilfe ihrer menschlichen Ressourcen sich selbst zu helfen. Dabei setzen sie Dinge in Bewegung und entwickeln sie kraftvolles Empowerment. Ziel ist es, aus der eigenen Bubble herauszukommen und andere ähnlich betroffene Menschen kennenzulernen.“ An Andreas Seite in der Kontaktstelle an diesem Tag dabei sind Sozialpädagogin Alina Becker und Wilma Fuhrmann, Praktikantin für ein Jahr und Studierende der Sozialen Arbeit. Berlin- und Brandenburg-weit vermitteln sie Selbsthilfegruppen, die sich
an möglichst verkehrsgünstig gelegenen Orten wie der Villa Mittelhof treffen. Dazu kooperiert die Kontaktstelle Mittelhof mit sozialen Einrichtungen wie dem NBH Wannseebahn, dem Nachbarschaftsladen Berlinickestraße oder dem Kieztreff der Thermometersiedlung. Sie bietet Räume, Beratung, Unterstützung und Orientierung für Menschen, die eine Selbsthilfegruppe suchen oder selbst gründen möchten. Auf diesem Basis-Angebot gehen diese Menschen dann aus eigenen Schritten weiter. Einen sogenannten Leitenden gibt es nicht
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Foto: Denis Junker / Fotolia
Ludwigsfelder Straße 14 14165 Berlin (Zehlendorf) Telefon: 030 / 801 73 35 Telefax: 030 / 802 24 94 Internet: www.buero-kerkmann.de E-Mail: kerkmann@buero-kerkmann.de Mandantenportal https://buero-kerkmann.portalbereich.de
Zehlendorf Mitte Journal in den Gruppen, in denen Gleichberechtigung großgeschrieben wird und der Gründer Impulsgeber ist. In der Kontaktstelle Mittelhof wird vor Eintritt in eine Selbsthilfegruppe nur ein Orientierungsgespräch mit dem Interessenten geführt, wenn es sich um eine den Bereich psychische Erkrankung betreffende Gruppe handelt. – Mit dem Ziel, die für ihn und seine Erkrankung wirklich bestgeeignete Gruppe zu finden. – Und sollte es doch einmal in einer Gruppe im Notfall einer Unterstützung und des Eingreifens von Außen bedürfen, steht hilfreich eine Supervisorin bereit. Wahr ist, dass viele Menschen, die überlegen, einer Selbsthilfegruppe beizutreten, erst einen Anstoß dazu brauchen. Das erklärt Alina Becker von der Kontaktstelle Mittelhof so: „Die Leute suchen nach Führung, sind das vom Schulsystem oder ihrer Arbeitssituation her oft so gewohnt.“ Diesen Anstoß kann die Kontaktstelle oder auch der Gründer einer Gruppe geben. Interessierte aber haben die Riesenchance, dank des großen Gruppenangebotes den richtigen Raum für sich und das sie betreffende Thema zu finden. Sie sollten diese Chance nutzen.
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Allein im Mittelhof e. V. gibt es aktuell 80 Selbsthilfegruppen, im Bezirk rund 160 zu den unterschiedlichsten Themen. Die Kontaktstelle vermittelt berlinweit Selbsthilfegruppen. In die Villa Mittelhof kommen Gruppenteilnehmende auch von weiter her aus Brandenburg und Rathenow, ist dort das Angebot an Selbsthilfegruppen doch weitaus geringer als in der Großstadt Berlin. Die Teilnahme ist nahezu kostenfrei, lediglich 1,50 Euro „Stuhlgeld“ sind pro Selbsthilfestunde und Person vor Ort zu entrichten. In der Villa Mittelhof finden Kreise bei schönem Wetter auch im Garten statt. Die Selbsthilfeangebote reichen hier thematisch von Depression über Herzkrankheit bis Selbstfürsorge. Große Nachfrage besteht aktuell für Psyche, Angststörungen sowie Traumata betreffenden Gruppen, da im Gesundheitsbereich Psychotherapie-Plätze immer schwieriger zu finden sind. So bietet der
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Mittelhof u. a. auch Selbsthilfegruppen für hochsensible Eltern mit Neurodivergenz, für Eltern neurodivergenter Kinder sowie Gruppen zum Thema „Hochsensibel in der Großstadt“ und zur Traumabearbeitung zum Thema „Wenn Familie schadet“. Aber es
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für die Themenauswahl aber von dem bestehenden Bedarf leiten.“ So ist ganz neu im Selbsthilfeprogramm die Männergruppe „Austausch und Freunde“ sowie die Männergruppe „Ruhestand“ für Männer Ü60, die noch fern
Foto: Scarlett Werth / Mittelhof e.V.
gibt auch Gruppen für Pflegende und Angehörige. In Vorbereitung ist derzeit ein Angebot zum Thema Demenz-Beginn. Alina Becker von der Kontaktstelle betont, welches Ziel dem Mittelhof bei der Ausstellung seinen Gruppenangeboten besonders wichtig ist: „Wir wollen die Menschen damit unterstützen, lassen uns
von „Endstation Couch“ sind. – Denn gerade Männer tun sich oft schwer, ihre Probleme offen zu legen, sprechen leichter „unter sich“. Im Café der Villa Mittelhof startet indessen ein Häkeltreff für chronisch Erkrankte jeder Art. Und noch mehr spannende Selbsthilfeangebote warten:
Voraussichtlich: Ein Workshop zur Gruppe „ADHS 18-35-jährige“ soll am 21. September stattfinden. Ein Workshop zur Gruppe „Einsamkeit“ dann am 1. Oktober. Und für Frauen startet im 2. Halbjahr die Gruppe „Wut“. Ein vorbereitender Workshop dazu findet am 14. November statt. Weiter sind für das 2. Halbjahr etliche Infoveranstaltungen zum Thema Visionen in der Selbsthilfe geplant, dazu eine Veranstaltung am 25. November zum Thema Wünsche und Zukunftsvisionen. Und was sind die Wünsche des Mittelhof-Teams? Die einstimmige Antwort: „Keine Kürzungen der Förderung, damit über uns noch viele Menschen ihren Erfolgsweg zur Selbsthilfe finden und einschlagen können.“ Weitere Informationen und Selbsthilfeangebote sowie Termine unter www.mittelhof.org/ orte/beratungs-und-kontaktstellen/selbsthilfe-kontaktstelle/ selbsthilfegruppen/ Wer Fragen zu oder TeilnahmeInteresse an bestimmten Selbsthilfegruppen oder Workshops hat, bitte (an)melden unter EMail selbsthilfe@mittelhof.org oder Telefon 030 80 19 75 14� ◾ � Jacqueline Lorenz
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v.l.n.r.: Tina Semik (Kluge Dienste), Ronja Schönau (IHK), Alexandra Knauer (KNAUER), Andreas Kraus (Staatssekretär), Julia Knack (IHK), Eva Baumgärtner (DIHK), Björn Barutzki (IHK).� Foto: Robert Recker
Gewerbeflächen naturnah gestalten
Wie lokale Unternehmen biologische Vielfalt fördern
H
eiße Betonwüsten müssen nicht sein: Wie sich Gewerbeflächen im Bezirk naturnah und klimaresistent gestalten lassen, war das zentrale Thema eines Treffens Mitte Juni. Auf Einladung des Berliner Bündnisses für Biodiversität versammelten sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden auf dem Gelände des Zehlendorfer Labormessgeräteherstellers Knauer im Hegauer Weg. Im Zentrum des Austauschs standen praxisnahe Lösungen, um versiegelte Betriebsflächen ökologisch aufzuwerten. Die Zehlendorfer Gastgeber zeigten den Gästen dabei konkrete Ansätze: Geschäftsführerin Ale xandra Knauer präsentierte den betriebseigenen Naturgarten. Wie dieser im Alltag gepflegt wird und welche Effekte die Maßnahmen erzielen, erklärten der Gärtner Armin Hunger und die Hobby-Imkerin Gabi Tiling direkt vor Ort. Neben der Förderung von Insekten und Pflanzen ging es vor allem um den Schutz vor Extremwetter. Maßnahmen zum nachhaltigen Wassermanagement standen im Fokus der Diskussionen. Durch Dachbegrünungen, das Entsiegeln von Wegen und das Anlegen von Versickerungsmulden soll Regenwasser direkt auf dem Gelände gehalten werden, anstatt ungenutzt in die Kanalisation zu
fließen. Die Teilnehmer betonten, dass eine solche Umgestaltung nicht nur der Umwelt hilft, sondern auch wirtschaftliche Chancen biete. Das Berliner Bündnis für Biodiversität wurde 2023 unter anderem von der IHK Berlin gegründet, um Betriebe bei der Integration von Naturschutzmaßnahmen in den Arbeitsalltag zu unterstützen. Mittlerweile gehören dem Netzwerk 40 Unternehmen an. Der Zehlendorfer Messgerätehersteller Knauer, der rund 200 Mitarbeiter beschäftigt und unter anderem Systeme für die Impfstoffproduktion herstellt, ist seit September 2024 Mitglied der Initiative.� ◾
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„Draußen… unter Kiefern“
Brücke-Museum thematisiert Verhältnis von Mensch und Natur
D
as Brücke-Museum im Bussardsteig 9 in Dahlem öffnet sich in diesem Sommer verstärkt seiner natürlichen Umgebung. Ab Sonntag, den 5. Juli 2026, verknüpfen zwei parallel konzipierte Kunstprojekte die Werke der expressionistischen „Brücke“-Gruppe mit zeitgenössischen Perspektiven auf die Umwelt. Das Grundstück des Museums wird dabei selbst zum Ausstellungsort.
Künstlerischer Lehrpfad Unter dem Titel „Draußen… unter Kiefern“ entsteht auf dem Waldgelände rund um das Museumsgebäude ein künstlerischer Lehrpfad. Sieben zeitgenössische Künstler, Künstlerinnen und Kollektive haben dafür Arbeiten entwickelt, die sich mit ökologischen Prozessen, Vergänglichkeit und dem Zusammenleben von Mensch und Natur befassen. Gefördert durch den „Fonds Zero“ der Kulturstiftung des Bundes wurde bei der Realisierung der Werke auf eine klimaneutrale Umsetzung geachtet.
Veränderung und Vergänglichkeit Die Arbeiten im Außenraum verfolgen unterschiedliche Ansätze: Der Künstler Andreas Greiner hat ein Modell des Museums im Maßstab 1:20 errichtet, das der
Witterung ausgesetzt ist und sich durch die Ansiedlung von Pilzen und Mikroorganismen im Laufe der Zeit verändern wird. Jenny Kendler präsentiert eine vergängliche Skulptur aus Erde und Wildblumensamen, während das Kollektiv „Club Real“ einen „Betriebsrat aller Lebewesen des Brücke-Museums“ initiiert, an dem sich auch Besucher beteiligen können.
Werke im Innenraum Flankierend dazu widmet sich die Ausstellung „Draußen… im Museum“ im Innenraum dem Motiv der Natur in der historischen „Brücke“-Kunst. Bekannte sowie selten gezeigte Werke aus dem Sammlungsbestand werden hier in neuen Konstellationen präsentiert und mit aktuellen Positionen
ergänzt. So tritt die Malerin Lizza May David in einen Dialog mit Ernst Ludwig Kirchners Gemälde „Violette Bäume“ aus dem Jahr 1914. Zudem beleuchten Fotografien von Alina Schmuch die vom Architekten Werner Düttmann entworfene Museumsarchitektur im Verhältnis zur umgebenden Landschaft. Die Landschaftsarchitekten des „atelier le balto“, die bereits den Museumsgarten revitalisiert haben, gestalteten für die Präsentation eine spezielle Hängung, die den Innen- und Außenraum gestalterisch verbindet. Die Eröffnung der beiden Projekte findet am Samstag, den 4. Juli 2026, von 15.30 bis 19 Uhr statt. Die Ausstellung im Museumsgebäude ist bis zum 25. Oktober 2026 geöffnet, während der Pfad im Außenraum langfristig bestehen bleibt.� ◾
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CT (ComputerTomographie)
MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie)
Roseneck Medical Center Privatpraxis für Radiologie am Roseneck
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Ihre Fachärzte für Radiologie: Dr. med. M. Dulce, Frau M. Wehrheim und Herr Dr. med. M. von Unger
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