Zehlendorf Mitte Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung
Juni/Juli · Nr. 3/2026
Moderne trifft auf Denkmalschutz Mittelhof bringt wieder Leben in den KulturKiosk GRATIS ZUM MITNEHMEN
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Moderne trifft auf Denkmalschutz Mittelhof bringt wieder Leben in KulturKiosk
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n den letzten Jahren hat der einst von Architekt Kurt Kurfiss erbaute und inzwischen 70-jährige denkmalgeschützte Kiosk an der Zehlendorfer Dorfaue einiges erlebt: Wo anfangs noch Busfahrer ihre Arbeitstaschen zwischenlagerten und später Bretter diesen besonderen Architekturbau verhüllten, zog 1996 der gemeinnützige Kultur in Zehlendorf e. V. ein – mit Kisten voller gut erhaltener
Impressum
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14. Jahrgang
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. August/September Nr. 4/2026 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 02.07.2026 Erscheinung: 01.08.2026
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Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Zehlendorf Mitte Journals
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chenden und Kulturangebot entwickelte sich der KulturKiosk zur wahren Bücheroase. Doch 2018 mit Kündigung an den Kulturverein, der seitdem seine Bücher am Ausweichquartier neben dem U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim anbietet, folgten kalte Tage für ihn: Das Bezirksamt übergab ihn an einen kreativen Eishersteller, der Großes versprach, wenig davon umsetzte. Der Kiosk entwickelte sich mehr und mehr zur Abstellkammer, sodass das Bezirksamt schließlich die Zusammenarbeit kündigte. Nun schaut der geschichtsträchtige Kiosk wieder einmal hoffnungsvoll aus großen Fensteraugen in die Zukunft: Kein Geringerer als das Stadtteilzentrum Mittelhof Olaf Löschke (l.) und Markus Schönbauer vom Mittelhof freuen sich auf spannende Kioskzeiten. hat sich nun seiner Anfang des ihn zu neuem Leben erwecken. er sich entwickeln, an dem InitiaJahres angenommen und will Zu einem sozialen Treffpunkt soll tiven, Organisationen und Verei Zeit für Neues Wir ziehen um! Sehr geehrte Kundinnen, sehr geehrte Kunden,
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Zehlendorf Mitte Journal ne zu Wort und ins Gespräch mit Alt und Jung kommen.
Wasser marsch und Tee gekocht Das neue Konzept wird vom Leiter des Stadtteilzentrum Villa Mittelhof Olaf Löschke koordiniert und unterstützt von Markus Schönbauer, Geschäftsführer des Mittelhof e. V. Begleitet wird das Kioskprojekt vom Bezirksamt, das auch den Kontakt zu den Wasserwerken hergestellt hat: Die marode Wasserleitung bedarf einer Grundsanierung, damit die Sanitäranlage und die vom Mittelhof geplante kleine Kiosk-Teeküche in Betrieb genommen werden kann. „Wir haben 15.000 Euro eingeworben“, erzählt Markus Schön Da geht noch was: Uhr und Infokasten warten auf den Neustart.
bauer vom Mittelhof e. V.. Doch die Wasserwerke lassen auf sich warten, und auch die Stromverkabelung muss erneuert werden. So läuft der neue Kioskbetrieb vorerst eingeschränkt an. Beim
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Rundgang zeigen Olaf Löschke und Markus Schönbauer der GAZETTE dann noch ein paar harte Nüsse, die es zu knacken gilt: So soll im Kiosk der Innentresen abgebaut werden, um mehr Sitzraum zu gewähren, und der Informationskasten außen unter der Kioskuhr wieder zu neuem Glanz kommen. Dazu schwebt Olaf Löschke – wenn der Denkmalschutz mitspielt – die Installation einer zeitgemäßen Touchscreen-Anlage vor, auf der Mittelhof- und Bezirksveranstaltungen etc. abgefragt werden können. Die Kioskuhr dürfte erst einmal weiterhin im Dornröschenschlaf verweilen; es sei denn, eine geschickte Seele des Repair-Cafés nimmt sich ihrer ambitioniert an. Und auch an dem feuchten Keller unter dem
zertifizierter Fachbetrieb
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Kiosk mag zurzeit niemand rühren. „Es ist eher ein feuchtes Gewölbe als ein Keller“, verrät Olaf Löschke, der sich davon schon selbst überzeugen konnte. Das Gelände rund um den Kiosk will der Mittelhof ebenfalls sinnvoll nutzen und so den öffentlichen Stadtraum beleben, beispielsweise mit Boulebahn und Tischtennisplatte oder auch anlässlich der Fête de la Musique. – Und das ganz im Zuge der urbanen Stadtverschönerung und im Rahmen des Förderprogramms Lebendige Zentren, welches das Ziel hat, den Reichtum an Zentren zu erhalten und deren funktionale Vielfalt weiter zu entwickeln. Dazu ist der Mittelhof bereits im Gespräch mit den Bezirksstadträten Urban Aykal und Patrick Steinhoff.
Wir haben richtig Lust darauf, erklärt das neue Betreiberteam vom Mittelhof und gibt Einblick in seine Zukunftspläne für den Kurfiss-Kiosk: Zu den interessierten Organisationen und Vereinen, die den Kiosk bespielen wollen, zählt unter anderem das Rote Kreuz, das hier Beratungen
die Zivilgesellschaft weiterentwickeln soll, weitere werden vom Mittelhof gerne entgegengenommen.
Rede mit mir am Plaudertresen
Manfred Sander an seinem Plaudertresen. Foto: privat
anbieten wird. Aber auch Omas gegen Rechts Deutschland e. V., die mobile Stadtteilarbeit und der Bundeselternverband gehörloser Kinder will den Kiosk als Plattform nutzen. Dazu soll es einen Nutzer-Wochenplan geben. Und das Heimatmuseum Zehlendorf – gleich gegenüber angesiedelt – hat bereits sein Interesse an der Kioskarbeit bekundet. Und wieso eigentlich nicht den Kiosk und seine Umgebung zum Schattenort für heiße Sommer machen? Mit guten Gesprächen unter schattenspendenden Bäumen. Gute Ideen gibt es übrigens reichlich, womit sich dieser Raum durch
Eine gute Idee fasst bereits Fuß am Kiosk: Gleich von nebenan aus Kleinmachnow kommt das ehrenamtliche Projekt von Seniorentrainer Manfred Sander. Mit seinem „Plaudertresen“ vor Ort lädt er seit 10. April jeden Freitag von 16 bis 20 Uhr Alt und Jung zu kleinen Gesprächen und Plaudereien an wetterfestem Tresen vor dem Kiosk ein. „Und vielleicht ließe sich das ja auf laue Sommernächte ausweiten“, überlegt er, der Wirtschaftskommunikation studiert hat und sich in späten Jahren dann noch zum Telefonseelsorger ausbilden ließ. Die Gespräche sollen dabei helfen, eine gesunde Gesprächskultur zu entwickeln und soziale Einsamkeit zu überwinden. Vorbeischauen am Kiosk lohnt sich also allemal. Kontakt und Info unter villa@ mittelhof.org und www. mittelhof.org ◾ Jacqueline Lorenz
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„FRISIERKUNST“ – der besondere Begegnungsort im Quartier Raum der Möglichkeiten der kliQ-Genossenschaft lädt ein
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er kennt es nicht, das Flachgebäude an der Riemeisterstraße / Ecke Wilskistraße, auffallend durch seine eindrucksvollen Lettern „FRISIERKUNST“, die darunter unweigerlich einen Friseurladen vermuten lassen. – Das war der denkmalgeschützte Sonderbau auch lange Jahre, gleich nach Kriegsende als Barbershop vielbesucht von den stationierten Amerikanern,
später dann ab den 60ern als Friseursalon betrieben. Um 2013 dann befand sich ein Architekurbüro in den Räumen. Doch nun ist die kliQ-Genossenschaft hier eingemietet und hat als Betreiberin der Begegnungsstätte im Dezember 2024 mit einem vielfältigen Programm die einstige Ladentür weit für Nachbarn und Gäste im Quartier geöffnet. „kliQ“ steht für „klimafreundliches Quartier“ zwischen den U Bahnhöfen Oskar-Helene-Heim, Onkel Toms Hütte und Krumme Lanke. Durch intensives bürgerschaftliches Engagement soll dieses Gebiet möglichst schnell klimaneutral gemacht werden. 2021 als Projekt vom Verein Papageiensiedlung initiiert, gründete sich daraus im April 2024 die kliQ-Berlin eG als Genossenschaft für ein klimafreundliches Quartier in Berlin, mit Thomas Gehring und Christian Küttner
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an der Vorstandsspitze. Als ein Geschäftsbereich der KliQ trägt sich der FEIN-Mittel geförderte Kieztreff „FRISIERKUNST“ wirtschaftlich selbst. Als Leiterin und einzige Angestellte agiert Conny Polzin, die als Bürokauffrau und aus dem Einzelhandel wertvolle Erfahrung für diesen vielseitigen Begegnungsort mitbringt. Unterstützt wird sie vom kliQAufsichtsratvorsitzenden und Diplom-Politologen Michael Gaedicke, der weiß: „Erfolgreiches Ehrenamt braucht Hauptamt.“
Viel mehr als Eintopf Aktuell verstärkt im Gespräch mit Probebohrungen und Machbarkeitsstudien ist die kliQ-Berlin eG mit dem Aufbau ihrer kalten Nahwärmenetze
für eine klimafreundliche Wärmeversorgung im Quartier, beginnend in den Teilgebieten Sprungschanzensiedlung und Weserberglandsiedlung. Nach dem Stromausfall in Zehlendorf im Januar Thema mehr denn je. Gerade die Begegnungsstätte FRISIERKUNST ist da als Diskussionsort unerlässlich, das Quartier noch sozialer, ökologischer und klimafreundlicher werden zu lassen. „Wir wollen es uns hier dabei aber auch schön machen und Freude haben“, ergänzt Michael Gaedicke. Zusammenkommen, miteinander reden und essen im selbsternannten kleinen Treff-Bistro, ein Angebot, das sich im Kieztreff zunehmender Beliebtheit erfreut: Jeden Mittwoch beim Nachbarschaftstreff ab 13 Uhr können Nachbarn
sich zur Suppe zusammenfinden, danach gibt’s Kaffee, Kuchen und Austausch bis 18 Uhr. Darüber hinaus serviert das Bistro-Team immer freitags von 12 bis 16 Uhr einen leckeren heißen Kiez-Eintopf, der auch das Gemüt wärmt. Der ehemalige Friseurladen ist dank des großartigen Einsatzes von Genossenschaftsmitgliedern und Ehrenamtlichen bei der denkmalgerechten und erhaltenden Renovierung und Einrichtung des neuen Kieztreffs mit vom Lebensmittelamt abgenommenem Kochbereich vor eineinhalb Jahren zu einem wahren Wohlfühlort geworden. Freundlich blinzelt die Frühlingssonne durch die hochgelegenen Fenster, der akurat von der kliQ verlegte Boden hat sogar schon Tanznachmittage erlebt, und in
ÄNDERUNGSSCHNEIDEREI & REINIGUNGSANNAHME Foto: Angela Bailey / unsplash.com
Berliner Straße 10 14169 Berlin (Zehlendorf) Tel. 030 / 811 84 23 Montag - Freitag: 08:30 - 19:00 Uhr Samstag: 08:30 - 15:00 Uhr
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Tische und Stühle zum Relaxen zur Verfügung, direkt daneben wartet unter der Schutzplane ein Lastenfahrrad der fLotte Berlin darauf, kostenfrei ausgeliehen zu werden.
Ort des Teilens
den typischen Bruno-Taut-Farben Rostrot/Gelb gehalten, fügt sich der Raum optimal in die für seine frischen Farben weitbekannte Siedlungsumgebung ein. Bei Bedarf eine Rollstuhlrampe
am Eingang ermöglicht RolliFahrern den Zugang, auch wenn die im Untergeschoss gelegenen sanitären Anlagen nicht barrierefrei zu erreichen sind. Bei schönem Wetter stehen vor dem Treff
Umweltverträglichkeit wird auch bei anderen Programmpunkten an diesem besonderen Ort des Teilens großgeschrieben. Da liefert auf Vorbestellung einmal wöchentlich Solawi „SpeiseGut“ aus Gatow Kisten mit regionalem knackfrischen Gemüse, die in der FRISIERKUNST abgeholt werden können. Die regelmäßige Energieberatung und Mini-Kiezkonferenzen sind im Treff obligatorisch, und jeden 2. Donnerstag im Monat
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von 17.30 bis 20.30 Uhr öffnet im Kieztreff das RepairCafé mit ehrenamtlich Reparierenden, um liebgewonnenen Haushaltsgeräten und -gegenständen ein verfrühtes Ende auf einem BSRBetriebshof zu ersparen. Aber auch kulturelles Teilen ist angesagt: Da begeistert Kieznachbar und Schauspieler Thomas Zug kleine Leute ab 7 Jahren mit seinem „Impro-Theaterkurs“, bei dem Spontanität, Fantasie und Rollenspiel gefragt sind. Und Buchvorstellungen, Filmclub bis zur Sommerpause, Irische Musikabende, experimentelles Malen und Zeichnen sowie das Spaß bringende Kanonsingen sprechen Kulturfreunde nicht nur aus dem direkten Kiez an,
Wollblüten statt Trockenblumen.
herrlich ungezwungen Familien und Generationen.“
Mit dabei, wenn’s etwas zu tun gibt Es können gar nicht genug Interessierte sein, die den Weg in die FRISIERKUNST und zu deren Angeboten finden, wenn sie sich mit dem Quartier und sei Conny Polzin und Michael Gaedicke vom kliQ-Kieztreff FRISIERKUNST.
sondern lassen sie nicht selten auch von weiter her kommen. Begeistert erzählt Kiezleiterin Conny Polzin von der beliebten Eltern-Kind-Disco, zu der Klein und Groß sich jeden ersten Freitag im Monat in der Zeit von 16 bis 19 Uhr anmelden können: „Gemeinsames Tanzen verbindet
gefragt, sei es beim Aufbau, Abbau oder beim Getränkeverkauf. Unverzichtbar für das Quartier sind auch die „Heinzelmenschen“, eine Gruppe von Ehrenamtlichen zwischen 40 und 80 Jahren, die wie liebevolle Hausgeister mit kleinen Hilfsdiensten wie Einkaufen, Vorlesen, Spazierbegleitung oder Krankenbesuch einspringen, wenn durch Krankheit oder Einschränkung Not am Mann ist. Jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr treffen sich die Heinzelmenschen in der FRISIERKUNST und freuen sich über neue Gesichter, die sie darin unterstützen möchten, „Verbindungen und Vernetzungen von Mensch zu Mensch zu schaffen“. Und natürlich sind auch neue Genossenschaftsmitglieder für die kliQ-Berlin eG gefragt. Derzeit zählt sie rund 250 Mitglieder, Tendenz steigend. Jedes neue Mitglied zahlt bei Genossenschaftseintritt eine einmalige Einlage sowie 100 Euro Verwaltungskosten. Conny Polzin und Michael Gaedicke freuen sich auf neue FRISIERKUNST- und kliQ-Begeisterte und sind sich einig: „Weitere Ehrenamtliche in unserem Kreis bedeuten auch eine Erweiterung des Angebotes, neue Formate und frische Ideen für das ganze Quartier.“ Nähere Infos, Kontakte und Veranstaltungshinweise zur „FRISIERKUNST“ unter www.kliqberlin.de � ◾ � Jacqueline Lorenz
nen Zielen identifizieren können. „Ehrenamtliche Hände, die bei unseren Veranstaltungen helfen, und die uns darin unterstützen, unsere Genossenschaftsziele im Quartier zu erreichen, sind stets willkommen“, sagt Cornelia FRISIERKUNST Kieztreff Polzin. So sind immer helfende Riemeisterstraße / Ecke Wilskistraße Hände bei den Veranstaltungen 14169 Berlin
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Geschichten im Juni
Gottfried-Benn-Bibliothek lädt dienstags Kinder zur kostenlosen Erzählzeit ein
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er Sommer steht vor der Tür, die Temperaturen steigen und die beliebte Vorleserunde in der GottfriedBenn-Bibliothek geht weiter und vermittelt bereits den Jüngsten Neugier und Freude an Büchern. Jeden Dienstag um 16.30 Uhr nehmen die Bibliotheksmitarbeiterinnen junge Zuhörer mit in bunte Bilderwelten und das bis Ende Juni. Das Programm ist dabei bewusst bunt und abwechslungsreich gestaltet: Beim Kamishibai, handelt es sich um ein hölzernes Erzähltheater, das zum Einsatz kommt. Es ist eine japanische
Tradition, die Kinder noch heute in ihren Bann zieht und ihre Augen leuchten lässt. Bekannte Namen wie der Regenbogenfisch, Petterson und Findus, der Hase Hibiskus und weitere stehen auf dem Programm. Es geht um Freundschaft, Begegnungen mit Tieren und gemeinsam erlebte Abenteuer. Nach dem Vorlesen können die Kinder selbst zum Stift greifen und passend zur Geschichte eigene, bunte und fantasievolle Bilder malen. Das Programm bis Juni: • 26.05. Als die Raben noch bunt
waren – Kamishibai • 02.06. Heinrich will brüten! – Kamishibai • 16.06. Hase Hibiskus und die Fußball-Waldmeisterschaft – Kamishibai • 23.06. Der Regenbogenfisch – Kamishibai • 30.06. Pettersson und Findus – wie Findus zu Pettersson kam – Kamishibai Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Die GottfriedBenn-Bibliothek befindet sich am Nentershäuser Platz 1, unweit des S-Bahnhofs Zehlendorf. Bei Fragen ist das Team unter 90299 5458 erreichbar.� ◾
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Museumsdorf Düppel: Fußangel durch Behörden-Pingpong Nutzhanfanbau wegen Gesetzeslücke verboten beitung die gesamte historische Produktionskette darzustellen. Vor Ort konnten sich kleine und große Dorfbewohner dann ein Bild davon machen, wie in historischem Handwerk aus den langen Fasern der Hanfstängel in sogenannter Kreislaufwirtschaft Fäden gesponnen und daraus Stoffe gewebt sowie in der museumseigenen Seilerei Seile hergestellt werden.
Gesetzeslücke verteufelt Nutzhanf
Nutzhanf – hochwachsend und ergiebig.�
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ereits im Mittelalter wurde Hanf auf den Feldern angebaut, um aus den langen Pflanzenfasern für breite Bevölkerungsschichten haltbares Material zur Herstellung von Seilen, Netzen, aber auch Bootsund Mühlensegeln zu gewinnen und strapazierfähige Stoffe für haltbare Kleidung daraus zu weben. Bereits in den 70er-Jahren waren bei Ausgrabungen auf dem Gelände des heutigen Museumsdorf Düppel Hanfpollen gefunden worden. Seinem Bildungsauftrag wurde das Muse Foto: Museumsdorf Düppel
umsdorf Düppel einmal mehr gerecht, indem es in überlieferter Dreifelderwirtschaft wie vor 800 Jahren auf seinem Ackergelände neben alten Hirse-, Roggen-, Gerste- und Weizensorten seit 2021 auch den Nutz- oder Textilhanf mit verschwindend niedrigem 0,3-prozentigem THC-Gehalt psychoaktiver Substanzen anbaute, ursprünglich genehmigt bis 2027. Ziel war es, im Sinne der experimentellen Archäologie über Ernte, Trocknung und Röste bis hin zur Fasergewinnung und Weiterverar Doch eine Gesetzeslücke mit typischem Behörden-Pingpong im Rahmen des jüngst geänderten Cannabisrechtes hat nun dafür gesorgt, dass der ergiebige Hanf seit Anfang des Jahres dem deutlich kurzstängligeren Lein weichen muss und die Spinnräder zur Hanfverarbeitung erst einmal stillstehen. „Damit ist unsere Forschungs-, Bildungs- und Demonstrationsarbeit deutlich behindert“, betont Museumsleiterin Dr. Julia Heeb und ergänzt, „wir zeigen im Museumsdorf nicht nur Gebäude, sondern ganze Lebenswelten mit Feldern, Tieren und Nutzpflanzen. Hanf gehört historisch einfach dazu – ohne ihn ist das Bild unvollständig.“ Dazu müsse auch seine heutige, jedes Pflanzenteil nutzende Verwe
Zehlendorf Mitte Journal dung dargestellt werden – wie es auch für dieses Jahr geplant war. Die Angst der Behörden, daraus evtl. Medizinhanf mit deutlich höherem THC-Gehalt zu züchten, dürfte übrigens unbegründet sein: Der moderne Nutzhanf besitzt zwittrige Blüten, und ist damit nicht zur Weiterzüchtung geeignet.
Nutzanbau von hohem wissenschaftlichen Wert
Museumsleiterin Dr. Julia Heeb und Felix Drewes, 2. Vorsitzender des Vereins Nutzhanf-Handwerk, setzen auf schnelle Problemlösung durch bürokratiearme Behördenarbeit.
Felix Drewes, zweiter Vorsitzender des Vereins Nutzhanf-Netzwerk, steht in dieser Angelegenheit hinter dem Museumsdorf Düppel und spricht selbst von klassischem Behörden-Pingpong. So wird Nutzhanf nun pauschal unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt. Lag bis zum neuen Cannabisrecht die Zuständigkeit noch bei der Bundesopiumstelle, ist sie nun zur Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gewandert, die aber lediglich für landwirtschaftliche Betriebe zuständig ist. Für das Museumsdorf
Düppel, das Nutzhanf weiterhin zu Forschungs- und Bildungszwecken anbauen möchte, fühlt sich indessen niemand zuständig. Einig sind sich Museumsdorfleitung und Nutzhanf-Netzwerk und fordern vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, zu dem auch die BLE gehört: Es müssen nicht nur für medizinische Forschungszwecke, sondern auch für Museen Sondergenehmigungen erteilt werden. Dazu ist dringend vom Ministerium die bestehende Gesetzeslücke zu schließen. Und das möglichst schnell und ohne zähflüssige Bürokratie, um wichtige kulturelle und wissenschaftliche Arbeit im Museumsdorf Düppel zeitnah wiederaufnehmen zu können, die weit über das Museum hinaus hohe Bedeutung hat.
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nere Stoffe der Wohlhabenden an, während Hanfkleidung für Landwirtschaft und Arbeit robuster war.
Lein statt Hanf Und so säte an einem trüben Apriltag Museumsdorf-Gärtner Christoph Arbeiter auf dem mittleren der drei Felder für dieses Jahr ersatzweise aus runden Samenkapseln gewonnenen Leinsamen (Flachs). – Dessen Ertrag im September dürfte deutlich unter dem des Hanfes liegen: Während die Hanfpflanze bis 2,50 Meter hoch wächst und bis zu 1,50 Meter hohe Fasern hervorbringt, wird der auch als Flachs bezeichnete Lein nur bis zu 80 Zentimeter hoch und bringt mit nur bis zu 60 Zentimeter langen Fasern eine geringere Ausbeute, deutlich schwieriger für die Seilherstellung. Im Mittelalter baute man Lein für fei Museumsdorf-Gärtner Christoph Arbeiter sät in diesem Jahr Lein statt Nutzhanf.
Schon einmal geriet das Museumsdorf Düppel wegen HanfAnbaus in die Schlagzeilen: 1980 hatte die Gartengruppe des Fördervereins Museumsdorf Düppel ohne Genehmigung Nutzhanf angebaut. Eine PolizeiRazzia folgte. Diesmal hofft man auf eine elegantere Lösung und auf einsichtige, schnell handelnde Behörden.� ◾ � Jacqueline Lorenz
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Tierischer Nachwuchs im Museumsdorf Düppel Mit Gunnar, Mika & Co in die neue Saison
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er das Museumsdorf Düppel betritt, fühlt sich ins Mittelalter versetzt. Seit 50 Jahren kann man in diesem besonderen Freilichtmuseum nur eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt lebendige Geschichte hautnah erleben. Neben detailgetreu nachgebauter Dorfanlage sind hier auch tierische Highlights zu bestaunen: Da gibt es einen Wildtierpfad mit hölzernen Tieren und einen Erlebnisbereich für Kinder mit Klettertieren. Besonders beliebt
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gut sichtbar beobachtet werden können, sind umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten im Stall- und Auslaufbereich notwendig geworden, die ohne Spendenaktivität nur schwer umzusetzen sind.
Liebenswerte Schafsköpfe…
bei Groß und Klein aber sind die lebendigen Vertreter von alten Nutztierrassen aus dem Mittelalter, die inzwischen als vom Aussterben bedroht gelten. Mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit ist das Museumsdorf deshalb bestrebt, dem Nachwuchs dieser Rassen Raum zu geben. Und so können aktuell an historischem
Ort bei den Skudden niedliche Lämmer bewundert und kann der zukünftige Zuchteber Gunnar, ein rot-buntes Husumer Schwein, mit den im Museumsdorf schon alteingesessenen Düppeler Weideschweinen in Augenschein genommen werden. Damit die Tiere sich weiterhin wohl fühlen und für Besucher
von klein bis groß können die Besucher derzeit im Museumsdorf besuchen. Da sind die fünf Mutterschafe und Bock Ragnar, die in diesem Jahr wieder für niedlichen Nachwuchs gesorgt haben. Gleich sieben Lämmer – darunter zwei Zwillingspärchen – erblickten seit Ende Februar das Licht der Welt und erkunden nun ihre Umgebung mit lustigen Lämmersprüngen.
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Besonders neugierig ist der kleine schwarz-weiße Mika, der mit seinen lockigen weißen Langhaarflecken besonders putzig aussieht. Aber auch Knut, Runa, Kasha, Falco, Lybbe und Lilith sind längst zu Publikumslieblingen geworden. Als Vertreter der alten nordischen Schafrasse „Skudde“ tragen sie im Museumsdorf Düppel dazu bei, ihre vor rund 2.000 Jahren von den Wikingern bevorzugte Rasse zu erhalten, die längst auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen steht. Derzeit leben nicht mehr als 2.000 Tiere dieser kleinsten deutschen und sehr robusten Schafrasse in unserem Land. Typisch für sie sind die aufwärts gerichteten Ohren, eine schwarz pigmentierte Nase sowie bei den erwachsenen
Skuddenböcken das imposante schneckenförmige Gehörn und die Mähne. Das meist weiße Mischwoll-Vlies – seltener auch braun oder schwarz – wird nach der Frühjahrsschur von den Mitgliedern der Wollgruppe im Museumsdorf weiterverarbeitet.
Husumer Eber herangewachsen ist, gemeinsam mit den Sauen Ursula, Dakota & Co dafür sorgen, die Sattelvariante wieder heraus ...und ein Düppeler Sauhaufen mit Kuschel-Eber Mit ihren Düppeler Weideschweinen züchtet das Freilichtmuseum eine als ausgestorben geltende Nutztierrasse zurück: Vor Kurzem ist der kleine Gunnar aus dem bei Kiel gelegenen Haus- und Nutztierpark Arche Warder an die Spree gezogen. Im Museumsdorf soll er, sobald er zum erwachsenen Rotbunten
zuzüchten, sozusagen als Neuzucht nach mittelalterlichem Vorbild. Derzeit mobben ihn die alteingesessenen Eber noch. Aber mit dem kastrierten Eber (Bork) Gimli hat er einen großen Bruder an seiner Seite, der auf
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Museumsdorf-Leiterin Dr. Julia Heeb freut sich über den neuen Schweinestall.
ihn aufpasst und ihm geduldig das große Eber-1x1 beibringt. Und wenn dann noch Tierpflegerin Cella zur Kuschelstunde kommt, fühlt sich Gunnar im Schweinehimmel. Auch die anderen Weideschweine, die wie die Schafe regelmäßig zur Landschaftspflege auf die Dorfweiden kommen, lieben es, sich die
Borsten kraulen zu lassen, besonders jetzt im Frühling, wenn das lose Unterfell juckt. „Die Unterwolle ist hier im Dorf schon zu Garn verarbeitete worden, und die ausgefallenen Borsten eignen sich bestens für Pinsel“, erklärt Cella. Neben ihr sorgen noch Tierpflege-Kolleginnen Daniela und Amelie, Auszubildende
im 3. Jahr, dafür, dass es den tierischen Dorfbewohnern gut geht und die Schweinesuhle stets schön matschig ist. Zu Fressen gibt es Pellets und Maisschrot, dazu aussortiertes Gemüse und Obst vom Supermarkt, denn die Vorlieben der einzelnen Schweine sind unterschiedlich. So bevorzugt Gunnar Kohl – beim K
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scheln manchmal etwas störend. Ochsen leben nach dem altersund krankheitsbedingten Tod der beliebten Dorfochsen Max und Moritz derzeit nicht im Freilichtmuseum, die Anschaffung neuer ausgebildeter Zugochsen kleinerer Rasse ist jedoch in Überlegung.
reichend und artgerechtes Futter über ihre Pfleger. Füttern durch die Besucher ist verboten. Auch Die ökologische Tierhaltung ist ist das Betreten der Gehege und eingebettet in das biodiverse das Klettern auf die UmzäununLandschaftskonzept. Denn der gen unbedingt zu vermeiden. nachhaltige Umgang mit der Natur gehört mit zur Vermittlungs- Baumaßnahmen arbeit des Museumsdorf Düppel. zum Wohle von Besucher können sich davon Mensch und Tier überzeugen. Dabei wünschen sich Museumsleiterin Dr. Julia Im Rahmen einer ersten BauphaHeeb und ihr Team manchmal se wurde bereits der Schweineetwas mehr Rücksichtnahme stall im Museumsdorf in Form auf ihre vierbeinigen Dorfbe- eines Ständerbaus erneuert, u. a. wohner: Die Tiere erhalten aus- aus Spendengeldern konnte für
Lernende der Knobelsdorff-Schule OSZ Bautechnik beim diesjährigen Rundholzkurs.
rund 60.000 Euro der lange benötigte Neubau mit begrüntem Dach realisiert werden. So haben nun schon mal die Düppeler Weideschweine ein schönes neues Zuhause, das sämtlichen Hygiene-, Tierschutz- und Sicherheitsvorschriften entspricht und zusätzlich Besuchern die Möglichkeit gibt, mehr über artgerechte Tierhaltung zu lernen. Indessen wartet auch die Skuddenherde auf mehr Platz und Komfort. Die Kosten für diese zweite Bauphase dürften hierfür im sechsstelligen Bereich liegen, sodass Spenden dafür dringend benötigt werden. Die Stallanlage wird dazu verlegt, damit sie nach Fertigstellung näher am Weg liegt. So können Besucher zukünftig die Futterstelle im Freien besser einsehen und die Schafe durch ein Fenster im Stall auch besser beobachten. Viele geschickte Hände von den Schülerinnen und Schülern der Knobelsdorff-Schule OSZ Bautechnik kommen regelmäßig bei Baumaßnahmen im Museumsdorf Düppel zum Einsatz. So waren sie auch am Schwein
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RESTAURIERUNG ANTIKER MÖBEL Manfred Sturm-Larondelle geprüfter Restaurator im Handwerk Sachverständiger Dozent für die Restauratoren-Ausbildung an der Handwerkskammer Berlin und Mitglied des Prüfungsausschusses.
Domäne Dahlem Königin-Luise-Straße 49 14195 Berlin
Der neue Steinofen.
stallbau beteiligt. Einmal jährlich – aktuell wieder in diesen Tagen – erhalten die OSZ-Schüler im 2. Ausbildungsjahr die Möglichkeit, sich im Museumsdorf Düppel im Rahmen eines Rundholzkurses fünf Wochen lang im historisches Zimmern mit der Axt zu üben. Angewiesen werden sie dabei von Ludwig Steiger, Archäotechniker im Museumsdorf Düppel. Es gibt also wieder viel neues zu sehen und zu erleben in der neuen Saison des Museumsdorf Düppel, in der auch der neu errichtete Steinofen auf dem Dorfplatz zum Einsatz kommt. Kinder erwartet etwas ganz besonderes: Statt Stockbrot gibt es nun Flammenbrot im Museumsdorf. – Mindestens genauso lecker, aber deutlich umweltschonender, weil es keiner Holzstöcke und Äste bedarf. Programm und weitere Informationen unter www.stadtmuseum.de/museum/museumsdorfdueppel Und: Jeder Spendenbeitrag hilft, das SchafstallBauprojekt zu finanzieren und die Lebensbedingungen der Schafe zu verbessern. Spenden können vor Ort im Museumsdorf Düppel oder per Überweisung auf das Spendenkonto geleistet werden. ◾ Jacqueline Lorenz Spendenkonto Stiftung Stadtmuseum Berlin Berliner Volksbank eG IBAN: DE94 1009 0000 8841 0320 13 BIC: BEVODEBBXXX Verwendungszweck: Schafstall
Telefon: 030/ 611 53 06 Mobil: 0170/ 29 78 008 mail@sturm-larondelle.de Erreichbar auch über: � WhatsApp � Signal Telegram
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Ausstellung „Wo ich wohne“
Haus am Waldsee blickt zum 80. Jubiläum auf seine wechselvolle Geschichte
„I
ch wohne seit gestern einen Stock tiefer. Ich will es nicht laut sagen, aber ich wohne tiefer.“ – Ilse Aichinger, Wo ich wohne, 1963. Was passiert, wenn die eigene Wohnung langsam im Boden versinkt, während die Nachbarn so tun, als sei alles völlig normal? Mit diesem surrealen Bild der Autorin Ilse Aichinger befasst sich die neue Sommerausstellung im Haus am Waldsee. Unter dem Titel „Wo ich wohne“ reflektiert die Institution ab Juni ihr 80-jähriges Bestehen und die Geschichte ihres Hauses.
Kulisse und Material zugleich
Das Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, feiert Jubiläum.
historische Exponate in einen Dialog mit neuen Die Ausstellung, die am Samstag, den 13. Juni Interpretationen treten. Zitate aus der Zeit, als das 2026 um 17 Uhr eröffnet wird, rückt die Archi- Haus noch als privater Wohnsitz genutzt wurde, tektur der Villa an der Argentinischen Allee 30 beschwören die Atmosphäre vergangener Tage in den Mittelpunkt. Das 1922 für den jüdischen herauf. Textilfabrikanten Hermann Knobloch errichtete Gebäude dient dabei nicht nur als bloße Kulisse, Kunst im Garten und Café sondern als Material für die künstlerische Auseinandersetzung. Die Ausstellung zeigt auf, wie eng Auch der Außenbereich wird in das Jubiläumsprogesellschaftliche Verhältnisse und gebaute Umge- gramm einbezogen. Im Garten feiert die Arbeit bung miteinander verknüpft sind. Dabei werden „Fischmond am Waldsee“ Premiere. Dabei handelt auch die dunklen Kapitel nicht ausgespart: In der es sich um ein als Hörspiel konzipierten SoundVilla lebten über die Jahrzehnte sowohl Opfer als walk von Ayumi Paul, , der auf Forschungen zu auch Täter des Nationalsozialismus, bevor dort geologischen Prozessen, Migrationswegen von kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs der Aus- Pflanzen und Tieren sowie historischen und persönlich-biografischen Erinnerungen des Hauses stellungsbetrieb begann. selbst beruht. Parallel dazu wird im Bereich des Brücke zwischen Vergangenheit Cafés – der ehemaligen Garage – die Ausstellungsreihe „Seit...“ eine von der georgischen Kuratorin und Gegenwart und Archivarin Nina Akhvlediani entworfenen Im Zentrum der internationalen Gruppenaus- Display-Architektur fortgesetzt. Unter dem Titel stellung steht eine raumgreifende Installation Green Sanctuary (C.O.T.B) entwickelt Veit Laurent des Künstlers Richard Venlet. Um diese herum Kurz das zweite Kapitel der Ausstellungsreihe, das gruppieren sich Werke von Kunstschaffenden sich mit dem Englischen Landschaftsgarten des wie Renée Sintenis, Nigin Beck oder Ian Waelder. Hauses auseinandersetzt. Interessierte können Die Ausstellung schlägt eine Brücke von den An- die Ausstellung vom 14. Juni bis zum 27. Septem◾ fängen des Hauses bis in die Gegenwart, indem ber 2026 besuchen.�
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Spiel, Spaß und Tiere hautnah
Domäne Dahlem lädt am 6. und 7. Juni zum großen Kinderfest ein
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ie Domäne Dahlem an der Königin-Luise-Straße steht für ein Wochenende ganz im Zeichen des Nachwuchses. Am Samstag und Sonntag, dem 6. und 7. Juni, können Familien mit Kindern das weitläufige Gelände erkunden und dabei spielerisch mehr über die Natur, die Umwelt und die Tiere auf dem Bauernhof erfahren. An beiden Tagen erwartet die kleinen und großen Besucher von 10 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Zuschauen. So rückt unter anderem die Feuerwehr mit einem Löschwagen an und bietet mit einer Wasserspritzwand echtes EinsatzGefühl. Wer es etwas ruhiger mag, kann in der eigens eingerichteten Leselounge zwischen Kinderbüchern auf gemütlichen Sitzsäcken schmökern oder den mehrsprachigen Märchenaufführungen des Galli-Theaters lauschen. Tier- und Naturfreunde können direkt dabei sein, wenn frischer Honig geschleu Beim Kinderfest sind Spiel und Spaß garantiert.
dert wird, oder bei den Schaufütterungen die heimischen Hoftiere aus der Nähe betrachten. Für besonders neugierige Entdecker gibt es zudem eine Kinder-Rallye quer über das Gelände. Da das Angebot täglich wechselnde Aktionen bereithält, gibt es auch bei einem Besuch an beiden Tagen immer wieder Neues auszuprobieren. Für die nötige Stärkung zwischendurch sorgen verschiedene Stände mit warmen Speisen, Eis und Ge tränken. Familien sind jedoch ebenso eingeladen, einfach ihre eigene Picknickdecke mitzubringen und es sich auf den grünen Wiesen des Gutes bequem zu machen. Der reguläre Eintrittspreis für das Kinderfest beträgt 4,50 Euro, ermäßigte Tickets sind für 2 Euro erhältlich. Für Kinder unter vier Jahren ist der Zugang kostenlos. Weitere Informationen unter www.domaene-dahlem.de/ kinderfest-auf-der-domaene.� ◾
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Wie behandelt man eine kranke Kuh? Das kann man beim Tag der offenen Tür erfahren. �
Foto: Fachbereich Veterinärmedizin der FU Berlin
Hinter den Kulissen der Tiermedizin
Tag der offenen Tür am 20. Juni in Düppel
O
b für Haustierbesitzer, wissensdurstige Kinder oder angehende Schulabgänger: Am 20. Juni gewähren Tiermedizinerinnen und –mediziner am Oertzenweg 19 B wieder seltene Einblicke in ihren Berufsalltag. Ab 13 Uhr öffnet der Fachbereich seine Türen für interessierte kleine und große Besucherinnen und Besucher.
Interaktive Rallye Große und kleine Gäste erwartet an diesem Nachmittag auf dem Campus ein abwechslungsreiches Programm rund um die Tiermedizin, das sowohl für Familien als auch für fachlich Interessierte spannend ist. Kinder
können sich auf eine interaktive Rallye mit über 20 Stationen freuen. Diese führt unter anderem zu Forschungsinstituten, zur Klinik für Klein- und Heimtiere sowie zu den Ständen weiterer Organisationen. Wer alle Aufgaben erfolgreich meistert, erhält ein „Tierisches Diplom“.
Kuscheltierkrankenhaus und Kurzvorträge Zu den weiteren Höhepunkten für Kinder zählen ein Besuch im Kuscheltierkrankenhaus und Kinderschminken. Ergänzt wird das Programm durch informative Rundgänge über das Gelände und Kurzvorträge von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern des Fachbereichs, u. a. über Resistenzen in der Umwelt. Vor Ort geben außerdem ein Falkner und eine Imkerin praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit.
Berufswunsch Tiermedizin Das Studienbüro, Auszubildende des Fachbereichs und die Tierärztekammer Berlin informieren über Studienmöglichkeiten und Berufsperspektiven in der Tiermedizin. Für das leibliche Wohl sorgen Studierende und Mitarbeitende des Fachbereichs mit selbst gebackenem Kuchen und einem Grillangebot.� ◾
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Für eine schmerzfreie Zukunft
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