Zehlendorf Mitte Journal - April/Mai 2026

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

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Zehlendorf Mitte Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

80 Jahre

April/Mai · Nr. 2/2026

LEO-BORCHARDMUSIKSCHULE GRATIS ZUM MITNEHMEN

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80 Jahre Leo-BorchardMusikschule

Musikalische Vielfalt in schönster Umgebung

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ine schöne Villa umgeben von einem blühenden Garten. Wir stehen vor dem Zehlendorfer Standort der Leo-Borchardt-Musikschule in der Martin-Buber-Straße 21. Dort widmen sich Schülerinnen und Schüler den zahlreichen Musikinstrumenten oder lassen ihre Stimme ausbilden. Das Repertoire reicht von musikalischer Früherziehung bis zur umfassenden Vorbereitung auf das musikalische Studium.

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Impressum

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14. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: Erscheinung:

Juni/Juli Nr. 3/2026 30.04.2026 01.06.2026

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Zehlendorf Mitte Journals

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Der Sitz der Leo-Borchardt-Musikschule in der Martin-Buber-Straße 21

Breites Spektrum

tes Spektrum von Klassik bis Jazz abdeckt, hat seine Wurzeln in der In diesem Jahr blickt die Leo-Bor- unmittelbaren Nachkriegszeit. chard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf blickt in diesem Jahr auf Gründung in eine acht Jahrzehnte währende schwerer Zeit Geschichte zurück. Was heute als eine der größten Musikschulen Im Jahr 1946, nur ein Jahr nach Deutschlands gilt und ein brei- Ende des Zweiten Weltkriegs,

herrschte in Berlin große materielle Not. In dieser Zeit der Ungewissheit, aber auch des Aufbruchs, gründete der Musikpädagoge und Komponist Thilo Cornelissen (1904 – 1965) die „Volksmusikschule Steglitz“. Cornelissen, der Musiklehrer am heutigen Hermann-Ehlers Zeit für Neues Wir ziehen um! Sehr geehrte Kundinnen, sehr geehrte Kunden,

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Gymnasium war, wollte neue Möglichkeiten schaffen, Musik zu erfahren. Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften schuf er die Voraussetzungen für den ersten Instrumental- und Gesangsunterricht und rief Ensembles wie den Kammerchor ins Leben. Auch das damals übliche Weihnachtssingen der Steglitzer Schulen ging auf seine Initiative zurück. Sein pädagogischer Ansatz, die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft zu wecken, spiegelte sich auch in seinem 1951 veröffentlichten Liederbuch „Der Kreis“ wider.

Wachstum und Fusion

Der Steglitzer Standort in der Grabertstraße 4 wurde bereits 1966 bezogen.

Die Schule entwickelte sich die Leitung 1958 übernahm, Wettbewerb „Jugend musistetig weiter. Unter dem Diri- wuchs die Einrichtung weiter ziert“. Eine inhaltliche Erweigenten Rüdiger Trantow, der und erzielte bald Erfolge im terung erfolgte ab 1991 unter

zertifizierter Fachbetrieb

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Joachim Gleich. Er etablierte neue Schwerpunkte in den Bereichen Jazz und Percussion und öffnete das Programm für Folklore. In seine Amtszeit fiel auch die Fusion der Musikschule Steglitz und der 1979 gegründeten Musikschule in Zehlendorf zur heutigen bezirklichen Großinstitution. Seit 2020 wird die Schule von Christian Schommartz geleitet. Ein wichtiger Standort in der Geschichte der Schule ist die Villa in der Grabertstraße in Steglitz, die bereits 1966 bezogen wurde. Im Jahr 2004 musste sie dort ausziehen. Da das vorgesehene Nutzungskonzept als privates Bildungszentrum scheiterte, kehrte die Musikschule 2007 an diesen traditionsreichen Ort in der Grabertstraße 4 zurück.

Widerstandskämpfer Leo Borchard

Seit 1990 trägt die Musikschule den Namen von Leo Borchard (1899–1945). Der Dirigent, der in Moskau als Lew Borchard geboren wurde, war eine bedeutende Persönlichkeit des Berliner Kul turlebens und des Widerstands. Während der NS-Zeit erhielt er wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ Auftrittsverbot. Borchard schloss sich der Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ um Ruth Andreas-Friedrich an, die verfolgten Mitbürgern – insbesondere Juden – durch gefälschte Ausweise und Unterschlupf das Leben rettete. Unmittelbar nach Kriegsende organisierte Borchard den Wiederaufbau der Berliner Philharmoniker. Bereits drei Wochen nach der Kapitulation dirigierte er im Steglitzer Titania-Palast das erste Konzert, bei dem Felix Mendelssohns „Sommernachtstraum“ erklang – Musik, die zuvor verboten war. Leo Borchard starb tragisch am 23. August 1945 durch den Schuss eines US-Soldaten. ◾

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Zehlendorf Mitte Gesundheit Journal

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Mit repariertem Hubboden hinein ins Badevergnügen Dank Spendenfreudigkeit PrimaVita-Bad wieder nutzbar

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2.266,55 Euro sind bis Redaktionsschluss bei der Spendenaktion von PrimaVita zusammengekommen: Stammnutzer, Institutionen, Firmen und Freunde des Bades am Teltower Damm hatten sich nicht lange bitten lassen, als der Kursbetrieb im Januar wegen des defekten Gestänges seines technisch anspruchsvollen Hubbodens – einer der letzten seiner Bauart in Berlin – auf unbestimmte Zeit pausieren musste: Mit ihren großzügigen Spenden zeigten viele Menschen aus dem Bezirk nun deutlich, wie wichtig für Klein und Groß das kleine Therapie- und Lehrbad ist, in dem Gesundheitsprävention und Schwimmenlernen an erster Stelle stehen und großgeschrieben werden.

Wasser und Kurse marsch dank erfolg­ reicher Spendenaktion Dr.  Sylke Engel, Teamleiterin beim Gesundheitszentrum PrimaVita, hatte nach der Hiobsbotschaft im Januar nicht lange gefackelt und sich mit der Bitte um Spenden über die Presse an die Bürger gewandt – denn die Reparatur sollte rund 35.000 Euro kosten; unerschwinglich für das Gesundheitszentrum, das kleinere Reparaturen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie die jährlichen Wartungskosten trägt. Das Echo und die Spendenfreudigkeit waren beeindruckend, und so konnte das Bad mit seinem Kurs­ programm bereits Ende Februar

Hubgestänge ausgebaut – alt und neu. � Fotos: PrimaVita

mit neuem Hubboden-Gestänge wieder durchstarten. „Dieses Ergebnis zeigt den enormen Zusammenhalt in Zehlendorf und unterstreicht, wie dringend bezahlbare Wasserflächen für die Gesundheitsprävention und das Schwimmenlernen benötigt werden. An dieser Stelle

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möchten wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich danken“, so die Verantwortlichen des PrimaVita, die auch noch Dankesbriefe versenden wollen. Dr. Engel betont, wie froh sie darüber ist, dass der Betrieb nun wieder läuft. Sie lobt außerdem, dass das Bad sich in den letzten Jahren auf die zuverlässige Unterstützung aus Bezirksamt und Politik verlassen konnte. Zum Problem mit der Mechanik waren bedingt durch den Stromausfall im Januar Schäden an der Heizungsanlage hinzugekommen, deren Kosten zusätzlich gestemmt werden mussten. So wurden Heizkörper in der Schwimmhalle in Mitleidenschaft gezogen, Handwerker mussten bei der Reparatur des Hubbodens im Kalten arbeiten.

Filterzusatzdesinfektion – akribisch kontrolliert.

Prävention, Sport und Training Dank neu eingebautem Gestänge ist der Hubboden wieder reibungslos höhenverstellbar. Foto: PrimaVita

Und: Ohne Heizung keine funktionierende Wasserchemie im Becken. Also musste auch noch die elektronische Steuerung des Bades repariert werden. Immerhin dauert es eine Woche, bis bei rund 130.000 Liter frischem Wasser im Becken die Chemie wieder stimmt und unbedenkliches Baden erlaubt ist. Die Bedingungen werden dann jeden Morgen vor Beginn des Badebetriebes vom hausinternen Techniker – Herr über Chlor, Flockungsmittel und

Jung und Alt waren begeistert, nach relativ kurzer Ausfallzeit ihr geliebtes Bad mit den Kursen vom Gesundheitszentrum PrimaVita wieder nutzen zu können, das neuerdings auch RehaKurse im Wasser bietet. Kurse finden entweder im Tiefwasser bei 1,80  Meter Wassertiefe oder in Stehhöhe bei 1,20 Meter Wassertiefe statt, der verstellbare Hubboden macht‘s möglich. „Für uns ist Aqua-Training unverzichtbar, um uns im Alltag nahezu beschwerdefrei bewegen zu können. Wenn es dieses Angebot für unsere Knochen nicht gäbe, wüssten

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seit 1974

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Zehlendorf Mitte Journal wir nicht, wohin wir sollen“, erklärt Rentnerin Inge aus Düppel, die einmal wöchentlich mit ihrer Freundin hier Wassergymnastik unter fachtherapeutischer Anleitung betreibt – und das seit über fünf Jahren. Das Kursangebot ist vielseitig, spricht sowohl bürogeschädigte Rücken, OP-vorbereitende und nachbereitende Hüften und Gelenke sowie das Koordinationsvermögen älterer Menschen und präventionsbereite Kursteilnehmer jeden Alters an, wobei penibel auf die präzise Ausführung der jeweiligen Übungen geachtet wird. Schwangere finden hier Aquakurse als Sport­ ersatz während der Schwangerschaft, ganz kleine Leute, begleitet von zwei Schwimmschulen, Babyschwimmen für verschiedene Altersklassen, etwas ältere

Kleinkinder Vorbereitungskurse zum Schwimmenlernen, die Angst vorm Wasser gar nicht erst aufkommen lassen. Und dann sind da noch DLRG und DRK, die hier regelmäßig trainieren und Zusatzangebote liefern: So rekrutiert die DLRG hier ihren Nachwuchs, der später vielleicht einmal in den offenen Gewässern Leben retten wird: Immerhin rund 80 Prozent der im Wasser Verunfallten wird von aktiven Mitgliedern der DLRG gerettet, bevor überhaupt die Feuerwehr eingreifen muss. Hier am Teltower Damm lernt der Nachwuchs in geschütztem Raum Ganzheitliches Schwimmen, erfährt er in speziellen Praxis-Kursen, was zu tun ist, falls das Schlauchboot umkippt oder man ins Wasser fällt.

Sie alle sind nun froh, wieder in gewohnter Umgebung Fitness, Prävention und Training im nassen Element betreiben zu können. – Hoffentlich über einen langen Zeitraum ohne technische Störungen. Spenden sind indessen weiterhin willkommen, denn: „Der Motor der Hubanlage ist auch in die Jahre gekommen“, wie Dr. Engel erklärt. Und dann sind da noch die Fenster, denen die heizungslose Zeit im Januar alles andere als gut getan hat. Dies alles in Stand zu halten oder zu setzen, kostet. – Spendengelder sind da gut angelegt. – Bringen sie doch hohe Gesundheitszinsen, die in Zahlen kaum auszudrücken sind. Weiter Informationen und Kurs­angebote unter www.primavita-berlin.de�◾ � Jacqueline Lorenz

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Vor 100 Jahre begann der Bau der „Papageiensiedlung“ Vom Dächerkrieg bis zum Kandidaten für das UNESCO-Welterbe eg zenw

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er im Berliner Südwesten an der UBahn-Station „Onkel Toms Hütte“ aussteigt, erkennt schnell, warum die Wohnhäuser

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Farbe zwischen Kiefern – vor 100 Jahren begann der Bau der Siedlung.

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im Volksmund die Bezeichnung „Papageiensiedlung“ tragen. Zwischen hohen Kiefern sind bunte Waldsiedlung Krumme Lanke zwischen Sprungschanzenweg, Holzungsweg, Fischtalpark und Onkel-Tom-Straße. Map data © OpenStreetMap contributors Fassaden in Gelb, Rot und Blau zu sehen. Die Waldsiedlung Zeh- mit der 1937 gebauten Wald- zwischen 1926 und 1932 erbaulendorf ist nicht zu verwechseln siedlung Krumme Lanke. Die te Siedlung ist eines der bedeu Mario Volkmer

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Eine Gedenktafel erinnert an den federführenden Architekten Bruno Taut (1880 – 1938).

tendsten Zeugnisse der Berliner Moderne. Untrennbar verbunden ist sie mit dem Namen ihres Chefarchitekten: Bruno Taut. Ein weiterer Beiname ist „OnkelTom-Siedlung“, bedingt durch den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte und die Onkel-Tom-Straße.

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Farbig gestaltete Hauseingänge sind eines der Markenzeichen der Waldsiedlung Zehlendorf.

tiven Zehlendorfer Bürger, die sich eher für den traditionellen Villenbau begeistern konnten, waren keine Freunde der neuen Siedlung. So kam es zum „Zehlendorfer Dächerkrieg“. Am nahen Fischtal wurde nur wenige Jahre später ebenfalls gebaut – eine Siedlung im traditionellen Stil mit Spitzdächern entstand. Weg vom Grau der Während die Flachdächer als Mietskasernen „nicht in diese Kultur“ gehörend In der zweiten Hälfte der bezeichnet wurden, war die 1920er-Jahre stand Berlin unter Der „Dächerkrieg“ Siedlung „Am Fischtal“ Gegenenormem Druck. Wohnraum stand der Ausstellung „Bauen war knapp, und die dunklen, Was nach Ansicht der Zehlen- und Wohnen“. Die Gegensätze unhygienischen Hinterhöfe dorfer gar nicht passte, waren stehen bis heute dicht beieinander Kaiserzeit galten als nicht die Flachdächer. Die konserva- der, eine Stele an der Wilskistramehr tragbar. Die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GEHAG beauftragte Bruno Taut, zusammen mit seinen Kollegen Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg, neuen, bezahlbaren Wohnraum am Stadtrand zu schaffen. Die GEHAG – Gemeinnützige Heimstätten Spar- und Bau Aktiengesellschaft – baute Wohnungen für Angestellte, Beamte und Arbeiter.

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ße informiert über die damalige Diskussion.

weisen bevorzugten, spotteten über die „Papageiensiedlung“. Doch für die Bewohner bedeuteten die hellen Räume, die modernen Grundrisse und die eigenen Gärten eine Verbesserung der Wohnsituation.

Kiefern und Wohnhäuser Die Siedlung umfasst rund 1.100 Wohneinheiten. Das Besondere an der Planung war der respektvolle Umgang mit dem Bestand. Statt den Wald komplett zu roden, wurden die Häuserzeilen geschickt in den Baumbestand integriert. Die Architektur fügt sich in die natürlichen Gegebenheiten ein. Die Farbgebung der Fassaden korrespondiert dabei mit den Jahreszeiten und dem Lichtspiel der Kiefern. Die Türen und Fensterrahmen setzen bunte Akzente. Kritiker der damaligen Zeit, die eher konservative Bau Nachnominierung zum Welterbe Heute sind die spöttischen Stimmen längst verstummt. Die Waldsiedlung Zehlendorf gilt als herausragendes Beispiel der Berliner Großsiedlungen der 1920er-Jahre. Seit 2008 gehören sechs Siedlungen der Moderne zum ­ U NESCO-Welterbe. Die Waldsiedlung Zehlendorf wurde 2023 als siebte Siedlung nachnominiert und steht auf der Vorschlagsliste.� ◾

Informationsstele zum Zehlendorfer Dächerkrieg an der Wilskistraße Ecke Am Fischtal.

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„Von der Villa zum Peitschenknall“ Heimatverein zeigt Sonderausstellung zu 100 Jahren Waldsiedlung

Zankapfel und Welterbe - Heimatverein widmet der Waldsiedlung eine Sonderausstellung.

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ie von Frank Rattay kuratierte Ausstellung im Heimatmuseum an der Clayallee  355 widmet sich der bewegten Geschichte der Waldsiedlung Zehlendorf. Sie zeichnet den Weg der Siedlung nach: von den Anfängen im Kiefernwald und dem damaligen Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ bis zum berühmten „Peitschenknall“Bau und Bruno Tauts Griff in den Farbtopf. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie 1.919 Wohnungen entstanden und wie die ersten Bewohnerinnen und Bewohner diese erlebten. Trotz schlichter Grundrisse wur de durch geschickte Außenraumgestaltung und Gärten eine neue Wohnqualität für breite Schichten geschaffen – direkt angebunden an die damals neu verlängerte U-Bahn mit der Ladenzeile als Nahversorgung. Beleuchtet werden auch die dunklen Kapitel der NS-Zeit, in der viele Bewohner vertrieben wurden, sowie der Wandel der Wahrnehmung: Galt die Siedlung in der Nachkriegszeit noch als „gestrig“, wird sie seit den 1970ern aufwendig saniert und steht heute sogar auf der Vorschlagsliste für das UNESCOWelterbe.

Heimatmuseum Zehlendorf im Historischen Winkel.

Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 13. September 2026 – dem Tag des Denkmals – zu sehen. Weitere Informationen unter www.heimatmuseumzehlendorf.de.� ◾

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Ausstellung über Elfriede Hengstenberg Bislang unbekannte Aufnahmen ihrer Arbeit

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ie Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zeigt die Ausstellung „SITZEN – das Spiel mit dem Gleichgewicht“. Im Mittelpunkt steht die Berliner Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg (1892–1992), deren Wirken eng mit dem Bezirk verknüpft ist. Kuratiert von der Bewegungspädagogin Gerburg Fuchs, zeigt die Schau bislang unveröffentlichte Fotografien aus der Arbeit Hengstenbergs mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Elfriede Hengstenberg (1892-1992) Archiv Bibliothek DIPF

Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch Fragmente aus Briefen, Berichten und Manuskripten. Elfriede Hengstenberg war an verschiedenen Zehlendorfer Grundschulen tätig und bot dort ergänzende Kurse für Kinder, Eltern und Lehrkräfte an. Ihr pädagogischer Ansatz konzentrierte sich darauf, durch spezifische Aufgabenstellungen das körperliche Gleichgewicht zu schulen und die Bewegungsfreude zu fördern. Die Ausstellung thematisiert

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Am 12. September 2025 bekam der Elfriede-Hengstenberg-Platz seinen Namen.�

auch ihre Biografie während der Zeit des Nationalsozialismus. Hengstenberg passte ihre Arbeit nicht der damaligen Ideologie an und unterstützte Verfolgte bei der Flucht. Hintergrund der Ausstellung

Foto: BA SZ

ist die Benennung des ElfriedeHengstenberg-Platzes in Zehlendorf im vergangenen Jahr. Der Platz zwischen der SvenHedin-Straße, der Forststraße und der Fürstenstraße wurde am 12. September 2025 auf Initiative

des Historikers Dirk Jordan offiziell eingeweiht. Die Ausstellung in der Grunewaldstraße 3 ist bis Samstag, den 11. April 2026, zu sehen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.� ◾

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Zehlendorfs langer Weg zum Rathaus Vor 100 Jahren begann der Bau des Rathauses Zehlendorf

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ls Zehlendorf im Jahr 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet wurde, stand der neue Bezirk vor einem praktischen Problem: Im Gegensatz zu Wannsee oder Nikolassee, die nun als Ortsteile zum Bezirk Zehlendorf gehörten, gab es bei dem Namensgeber des Bezirks kein eigenes Rathaus. Geplant wurde schon lange, seit dem Ersten Weltkrieg, doch die Inflation und die wirtschaftlich schwierige Lage verzögerten das Vorhaben immer wieder. Erst 1923 fiel die Entscheidung für den Standort an der Ecke Kirchstraße/Hauptstraße, dem Finanzielle Engpässe heutigen Teltower Damm. Aus und Baustopp einem Architekturwettbewerb ging schließlich Eduard Jobst Die Umsetzung geriet jedoch Siedler mit seinem Entwurf „Am ins Stocken. Dem Berliner Magistrat erschienen die Kosten Anger“ als Sieger hervor.

zu hoch, weshalb bereits bewilligte Gelder im Oktober 1925 gesperrt und stattdessen für das nahe Hindenburg-Lazarett, das spätere Behring-Krankenhaus, verwendet wurden. Dieser Stillstand sorgte damals für viel öffentliche Kritik und Spott in der Presse über das „Nicht-Rathaus“ von Zehlendorf. Aber im März 1926 gab es immerhin Gelder für die vorbereitenden Arbeiten. So konnten auf dem Grundstück vorhandene Gebäude abgerissen und mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden. Danach herrschte Stillstand auf der Baustelle. Erst im Frühjahr 1927 konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Am 20. April 1929 wurde das Gebäude schließlich eingeweiht. Es präsentierte sich als funkti

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naler Bau ohne Turm und ohne den ursprünglich geplanten geschlossenen Innenhof. Um die Inneneinrichtung zu finanzieren, hatten die Zehlendorfer zuvor sogar ein Benefizkonzert geplant.

Zukunftsmusik „Zehlendorfer Bogen“ Das Hauptgebäude überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet. In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Raumbedarf der Verwaltung jedoch stetig. Ab 1946 dienten zunächst Baracken als Provisorium, bevor ab 1954 und später in den 1960er-Jahren diverse Erweiterungsbauten hinzukamen. Seit längerem sind Veränderungen geplant. Während der denkmalgeschützte Altbau des

Die fünf Gebäudeteile des Rathauses Zehlendorf.�

Rathauses von 1929 erhalten bleibt, sollen die Anbauten aus der Nachkriegszeit weichen. Ein Architekturwettbewerb aus dem Jahr 2021 prämierte den Entwurf für den neuen „Zehlendorfer Bogen“. Dieses geplante Gebäudeensemble gegenüber der Pauluskirche soll künftig öffentliche

Foto: Archiv HVZ

Nutzung und moderne Verwaltung vereinen. Neben dem Bürgeramt sind dort Räume für die Musikschule, Gastronomie sowie die Gottfried-Benn-Bibliothek vorgesehen. Für den Umbau, der im Jahr 2029 beginnen könnte, sind 75 Millionen Euro eingeplant.� ◾

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Staudenmarkt auf der Domäne Dahlem Über 80 Aussteller präsentieren Pflanzenvielfalt und geben Tipps

Domäne Dahlem - Landgut und Museum in der Königin-Luise-Straße 49.

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m 11. und 12. April 2026 findet auf dem Gelände der Domäne Dahlem der Berliner Staudenmarkt statt. In der historischen Kulisse des Ritterguts und Museums lädt die Veranstaltung dazu ein, sich auf die Gartensaison vorzubereiten. Auf einer Marktstrecke von über einem Kilometer präsentieren sich 74 Gärtnereien, Baumschulen und Saatgutbetriebe sowie zusätzlich zahlreiche Informationsstände und Anbieter von Gartenzubehör. Das Spektrum der Aussteller reicht von regionalen Kleinbetrieben bis hin zu internationalen Spezialisten.

Pflanzenvielfalt und Fachberatung Das Angebot umfasst ein breites Sortiment an Blütenstauden für alle Jahreszeiten, Ziergräsern und Nutzpflanzen. Auch Bäume, die sich dem wandelnden Klima

besonders gut anpassen können, werden vorgestellt. Neben dem Verkauf steht der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Besucher haben die Möglichkeit, sich direkt bei den Erzeugern über Pflanzung und Pflege zu informieren. Rankende Obstgehölze wie Kiwibeeren und Weintrauben stehen zur Auswahl genau wie das Kaukasus-Vergissmeinnicht, historische Rittersporne oder Besonderheiten für Pflanzensammler. Ergänzt wird das Angebot rund um Pflanzen und Garten durch verschiedene kulinarische Stände sowie das BioGasthaus. Die Einkäufe werden von den „Pflanzenparkplätzen“ mittels „Pflanzentaxi“ direkt zu dem gewünschten Eingang der Domäne gebracht – langes Tragen über den Markt entfällt also. Präsentiert wird der Markt von der Gärtnerhof GmbH. Auch die Domäne Dahlem selbst ist

mit einem Stand vertreten und bietet in diesem Jahr Tomatenund Erdbeerjungpflanzen aus vollständig torffreier Anzucht an.

Feste Schuhe und eigene Taschen Der Staudenmarkt ist an beiden Tagen jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Da es sich bei dem Veranstaltungsort an der Königin-Luise-Straße  49 um einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerflächen und Wiesen handelt, wird das Tragen von festem Schuhwerk empfohlen. Um das Müllaufkommen zu reduzieren, werden Gäste gebeten, eigene Taschen und Transportmittel für ihre Einkäufe mitzubringen. Zudem wird Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Informationen zu den Eintrittspreisen und Lageplan unter www.berliner-staudenmarkt.de/ domaenedahlem.� ◾

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Berliner Straße/Ecke Thielallee.

Radstreifen in der Thielallee

Zweiter Bauabschnitt gestartet – Dauer etwa drei Monate Freie Universität

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m März haben in der Thielallee die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt eines neuen Radfahrstreifens begonnen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Habelschwerdter Allee und der Kreuzung Berliner Straße/Unter den Eichen in Fahrtrichtung Süd. Der erste Abschnitt in Fahrtrichtung Nord war bereits im Dezember fertiggestellt worden. Der neue Radfahrstreifen ist 2,5  Meter breit und wird durch eine durchgezogene Linie von 25 Zentimeter Breite vom übrigen Fahrverkehr getrennt. Bisher teilten sich Autos und Fahrräder auf dem 1,1 Kilometer langen Straßenabschnitt den Verkehrsraum. In den Kreuzungsbereichen soll eine rote Farbmarkierung die Sichtbarkeit des Radstreifens erhöhen; außerdem werden die Haltlinien für den Radverkehr an Ampeln vorgezogen. Vor den eigentlichen Markierungsarbeiten erneuern die Berliner Wasserbetriebe und die Berliner Energie und Wärme vorhandene Schächte. Danach wird die Fahrbahndecke, die Spurrinnen und Risse aufweist, grundlegend saniert. Für die Bauarbeiten ist eine Vollsperrung der jeweils betroffenen Fahrbahnseite nötig. Die Bauzeit wird auf rund drei Monate geschätzt. Anwohner müssen in dieser Zeit mit Einschrän ter

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Die Fahrbahn Richtung Süd in der Thielallee ist gesperrt. � Map data © OpenStreetMap contributors

kungen rechnen: Angrenzende Grundstücke sind für Autos – außer für Rettungsdienste – nicht direkt erreichbar. Der Durchgangsverkehr wird über Habelschwerdter Allee und Unter den Eichen umgeleitet. Die Müllentsorgung wird sichergestellt. Der Radstreifen entsteht auf dem Streifen, der bisher als Parkfläche für Autos und Anhänger genutzt wurde. Als Ausgleich wurden im Herbst 2025 neue Parkplätze im Bereich der Straße Unter den Eichen geschaffen. Auf Höhe der Arztpraxen wird in beiden Fahrtrichtungen je eine Liefer- und Ladezone von zwölf Metern Länge eingerichtet.� ◾

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Zehlendorf Mitte Journal

Kinderreitverein um 17.000 Euro betrogen Cyber-Kriminelle verkauften Traktor per Fake-Anzeige

Der alte Hoflader fällt immer wieder aus. �

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it einer raffiniert konstruierten Fake-Anzeige haben Cyber-Kriminelle den Kinder- und Jugend-, Reitund Fahrverein Zehlendorf e. V. (KJRFV) betrogen. Auf der Suche nach einem dringend benötigten Hoflader wurde der Kinderreitschule aus einer angeblichen Insolvenzmasse ein gut erhaltener, preislich attraktiver Traktor im Internet verkauft. Dabei waren die Fotos und sogar die Identität eines real existierenden Rechtsanwalts gestohlen. „Alles wirkte ganz seriös bis hin zur angeblichen Zustimmung des Insolvenzgerichts zum Verkauf des Hofladers“, berichtet Kassenwartin Irit Kulzk. „Wir waren wirklich nicht leichtfertig

Foto: KJRFV Zehlendorf

und haben alles, was wir überprüfen konnten, geprüft.“ Doch nachdem der Kaufbetrag Ende Januar angewiesen worden war, passierte nichts. Anfang Februar ist die Leitung tot und die Anzeige im Internet verschwunden und der Verein erstattete Strafanzeige. Trotz des hohen Verlustes sind die Existenz des Vereins und das Wohl der Pferde durch den Betrug aber nicht gefährdet, so die erste Vorsitzende Glinda Spreen. Doch der neue Hoflader fehlt, denn der alte Traktor fällt immer wieder aus. Auch wenn die rund 500 jungen Vereinsmitglieder und ihre Eltern beim Säubern der Koppeln stets mit anpacken: Das tägliche Ausmisten und das

Füttern der achtzig Schulpferde ist ohne neuen Hoflader eine Herausforderung. Indes gibt es auch Grund zur Freude: „Wir konnten uns bereits über spontane, kleinere Privatspenden freuen. Jeder noch so kleine Betrag hilft uns dabei, den Schaden langsam auszugleichen und wieder auf einen neuen Traktor sparen zu können“, freut sich Glinda Spreen über die angelaufene Unterstützung. Wer die gemeinnützige Kinderreitschule unterstützen will, kann an den KJRFV Zehlendorf e. V. spenden: SozialBank AG, IBAN: DE81 3702 0500 0003 1115 01 oder direkt über die Spendenaktion auf www.kinderreitschuleberlin.de.� ◾

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Zehlendorf Mitte Journal

Berliner Feuerwehr um 1910.�

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Archiv Berliner Feuerwehr

175 Jahre Berliner Feuerwehr

Die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands feiert Geburtstag

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erlin im Jahr 1850: Enge Straßen, Gestank und noch viele Gebäude aus Holz, geheizt wurde mit Feuer im Kamin. Wenn es brannte –

was oft vorkam – halfen Feuerwachen aus den Spritzenhäusern mit Handdruckspritzen sowie Freiwillige mit Feuerhaken und Eimerketten. Am

1.  Februar 1851 änderte sich das Vorgehen. König Friedrich Wilhelm  IV. hatte genug von unzureichender Brandbekämpfung und gründete die Berliner

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Zehlendorf Mitte Journal

Im 19. Jahrhundert rückte die Feuerwehr noch mit der Pferdekutschen aus.�

Feuerwehr als älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands.

Aufbau der ersten Berufsfeuerwehr Der erste Chef war Ludwig Scabell (1811 – 1885). Ihn beauftragte der König mit dem Aufbau der Berufsfeuerwehr. Er sorgte nicht nur dafür, dass es

innerhalb kurzer Zeit 18 rund um die Uhr besetzte Feuerwachen in der Stadt gab, sondern ließ auch ein flächendeckendes Telegrafennetz für die Feuerwehr schaffen. Er kümmerte sich darum, dass gusseiserne Feuermelder gebaut wurden, die anschließend auf öffentlichen Plätzen in Berlin standen. Ab 1856 gab es in der Stadt ein Wasserleitungsnetz mit 1520 Hydranten. An ihn erinnert die Scabellstraße in Wannsee.

Von der Feuerspritze zum Löschzug Die Feuerspritzen wurden damals von Pferden gezogen. Sie hatten auch Auswirkungen auf den boomenden Wohnungsbau in der Stadt und dem Umfeld. Die damaligen Hinterhöfe mussten mindestens 5,34 x 5,34 Meter messen, damit die Feuerspritze wenden konnte. Dieses Mindestmaß wurde von den Bauherren der Gebäude nur selten überschritten, was zu den berühmt-berüchtigten dunklen Berliner Hinterhöfen führte. Ab 1906 gab es einen Probebetrieb mit elektrisch betriebenen Löschfahrzeugen, nach zweijähriger Probezeit wurde ein elektrisch betriebener Feuerlöschzug in den Dienst gestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte man die Fertigung der elektrischen Radnabenmotoren ein, daraufhin nutzte die Feuerwehr Fahrzeuge mit Benzinmotor. Im Nationalsozialismus bekam die Feuerwehr einen neuen Namen – sie hieß „Feuerlöschpolizei“ und unterstand dem Reichsministerium des Inneren. Feuerwehrfahrzeuge waren ab 1940 nicht mehr rot, sondern Tannengrün.

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Zehlendorf Mitte Journal

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RESTAURIERUNG ANTIKER MÖBEL Manfred Sturm-Larondelle geprüfter Restaurator im Handwerk Sachverständiger Dozent für die Restauratoren-Ausbildung an der Handwerkskammer Berlin und Mitglied des Prüfungsausschusses.

Archiv Foto Marburg / CC BY-SA 4.0

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin geteilt, was auch zu zwei unterschiedlichen Feuerwehren führte. Im Westteil waren die Fahrzeuge Rot und die Feuerwehrleute waren Beamte. Im Ostteil fuhr die Feuerwehr rot-weiße Autos und war in die Volkspolizei eingegliedert. Während des Mauerbaus sprangen viele verzweifelte Berlinerinnen und Berliner aus höher gelegenen Wohnungen entlang der Demarkationslinie in die rettenden Sprungtücher der Feuerwehr aus dem Westen der Stadt.

Rettungsdienst an erster Stelle Heute, 175 Jahre nach der Gründung, ist die Berliner Feuerwehr eine der größten und modernsten der Welt. Aber der Job hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Schon 1969 wurde das Rettungsamt bei der Feuerwehr im Westen Berlins eingegliedert. Im Osten der Stadt blieb bis 1990 das Rettungsamt verantwortlich, das änderte sich erst mit der Wiedervereinigung. Seitdem gibt es mehr Einsätze im Rettungsdienst als im Brandfall. 2024 waren es 454.765 Rettungseinsätze, 25.385 Einsätze vom Rettungsdienst mit technischer Hilfeleistung und dagegen 20.545 Einsätze bei Bränden. Die Berliner Feuerwehr feiert ihr Jubiläum mit einem bunten Jubiläumsprogramm, so werden unter anderem vom 9. bis 10. Mai die historischen Fahrzeuge im Rahmen der Classic Days auf dem Kurfürstendamm präsentiert und ein Bildband zum 175. Bestehen veröffentlicht. ◾

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