Nikolassee & Schlachtensee Journal - April/Mai 2026

Journal für Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Mexikoplatz

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Nikolassee & Schlachtensee Journal

April/Mai Nr. 2/2026

für Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Mexikoplatz

125 Jahre Villenkolonie Nikolassee GRATIS ZUM MITNEHMEN

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Wohnen zwischen Wald und Wasser Vor 125 Jahren begann die Geschichte der Villenkolonie Nikolassee

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s war einmal im Wald… So ähnlich könnte die Geschichte des heutigen Ortsteils von Steglitz-Zehlendorf beginnen. Südwestlich von Berlin, entlang der Seen, befanden sich herrliche, kaum besiedelte Ausflugsgebiete, die nicht nur begüterte Berliner anzogen.

Erfolgsfaktor Bahnhof Schnell waren die Ländereien in Richtung Potsdam auch von den neu gegründeten Grundstücksvereinen entdeckt und aufge Bau des Bahnhofs Nikolassee 1901.�

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Nikolassee & Schlachtensee Journal kauft. Nun setzte der Bauboom ein, der insbesondere entlang der Eisenbahnstrecken begann. Es war kein Zufall, dass Beginn des Bahnhofsbaus in Nikolassee und die Gründung der Villenkolonie in den gleichen Zeitraum fielen. Der Bahnanschluss wurde dringend benötigt, denn der motorisierte Individualverkehr steckte noch in den Kinderschuhen. Die künftigen Bewohner erreichten ihre Arbeitsplätze in der Stadt nur mit der Bahn. Der Baubeginn des Bahnhofs war 1901, bereits im Jahr 1902 konnte er fertig übergeben werden. Von da an erreichten die Nikolasseer in der kurzen Zeit von ca. 30 Minuten Berlin. Der Bahnhof Nikolassee war von Anfang an als „Doppelbahnhof“ konzipiert, an

dem sowohl die Wannseebahn (heute S1) als auch die Stadtbahn (heute S7) hielten.

Selbständige Villenkolonie Die Kolonie Nikolassee wurde 1901 von der Heimstätten-Aktien-Gesellschaft gegründet. Sie kaufte das Areal zum Preis von 1.163.750 Goldmark. Als genaues Gründungsdatum gilt der Tag der Genehmigung des Bebauungsplans am 27. April 1901. Eine Vorbedingung zur Bebauung war, dass die neue Kolonie Teil des Ortes Zehlendorf würde. Nur – am Tag der Beurkundung des Kaufs vergaß das Hofmarschallamt, dem Käufer diese Bedingung aufzuerlegen. Und der Käufer dachte

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Impressum

Nikolassee & Schlachtensee Journal 15 Jahrgang Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Nikolassee & Schlachtensee Journal erscheint alle zwei Monate in Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Mexikoplatz am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Juni/Juli Nr. 3/2026 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 30.04.2026 Erscheinung: 01.06.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus den Ortsteilen beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Nikolassee & Schlachtensee Journals

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nicht daran, das Amt daran zu erinnern… So blieb Nikolassee selbständig.

die ersten Grundstücke waren schnell verkauft. Im Verkaufskatalog der HAG konnten schlüsselfertige Häuser ausgewählt werden. Aber es gab auch Verkäufe von leeren Grundstücken, die von den Käufern ganz nach ihrem Geschmack bebaut wur Liebliches Wiesental… Die Idylle wurde in einem Prospekt der Heimstätten-AG aus dem Jahr 1903 wortreich beworben: „[…] Die Kette der Grunewaldseen bildet zwischen dem Schlachtensee und dem Wannsee ein 3 km langes, liebliches Wiesental, die Rehwiese, die in den Nikolassee ausläuft, und dessen hohe, hügelige Ufergelände mit prächtigem alten Walde bestanden sind. Wer die überraschende Schönheit des etwas abseits der geräuschvollen Landstraße sich hinziehenden und deshalb nur von den eifrigen Naturfreunden aufge Das „liebliche Wiesental“ – die Rehwiese ist nach wie vor ein gern besuchtes Erholungsgebiet.

suchten Waldidylls kennen ler- Das Haus Freudenberg wurde nach Plänen nen will, findet die dankbarsten von Herrmann Muthesius erbaut. den. Unterschiedliche Häuser Spaziergänge. […]“ wurden gebaut – großzügige Villen mit Türmchen, Erkern und Namhafte Architekten Fachwerk, aber auch im engliDas Konzept ging auf. Die schen Landhausstil entstanden, Heimstätten-Aktien-Gesellschaft ganz nach dem Geschmack sorgte für die Erschließung und ihrer künftigen, begüterten

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Die Karte der Villenkolonien Schlachtensee und Nikolassee aus dem Jahr 1911.

Bewohner. Namhafte Architekten wie Herrmann Muthesius, Heinrich Straumer und später auch Louis Mies van der Rohe

hinterließen hier ihre Spuren. Mit zunehmender Besiedelung entstanden viele Annehmlichkeiten – Tennisplätze, die Niko lasseer Schwimm- und Badeanstalt bei Beelitzhof am Wannsee und vieles andere. Die Kolonie hatte einen ruhigen, ländlichen

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Rathaus Nikolassee

Charakter. Der Betrieb von Ge- sodass auch die Versorgung der werbe, der mit Geruchs- und Ge- Bewohner der jungen Kolonie räuschbelästigung verbunden gewährleistet war. Dort gab es auch eine Gaststätte, während in den reinen Wohngebieten derartiges nicht genehmigt wurde.

Post und Rathaus

Es war einmal…ein Postamt. Die Post in Nikolassee ist längst Geschichte.

war sowie Gaststätten, musste extra von der Heimstätten-Aktien-Gesellschaft genehmigt werden. Einkaufsmöglichkeiten gab es vor allem in Bahnhofsnähe,

Am 1.  November 1903 folgte eine Neuerung, für die in Nikolassee hart gekämpft wurde – der Ort bekam endlich ein eigenes Postamt. Bisher musste die Post beim Amt in Wannsee abgeholt werden. Anfang des 20.  Jahrhunderts gab es werktäglich noch vier Zustellungen

– heute undenkbar. Um 1910 hatte Nikolassee 1450 Einwohner. Damit der Gemeindestatus auch entsprechend repräsentiert werden konnte, musste ein Rathaus erbaut werden. Nach Entwürfen von Bruno Möhring entstand es 1912/1913 am Hohenzollernplatz als Sitz der Gemeindevertretung. Nach der Eingemeindung hatte es diese Funktion allerdings nicht lange, denn bereits 1920 wurde die Landgemeinde Nikolassee mitsamt des gleichnamigen Ortsteils unter die Verwaltung von Zehlendorf gestellt und so mit ihm Teil Groß-Berlins.� ◾ Prinz-Friedrich-Leopold-Str. 7 14129 Berlin-Nikolassee Privatpraxis - Termine nach Vereinbarung T: 030 66763178 www.ortho-nikolassee.de M: info@ortho-nikolassee.de

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Lichtkunst bis Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Neue Ausstellungen im Haus am Waldsee

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as Haus am Waldsee startet mit drei parallel laufenden Ausstellungen in das Frühjahrsprogramm des Jubiläumsjahrs. Gianna Surangkanjanajai zeigt unter dem Titel „Upcoming“ skulpturale Arbeiten, die eigens für die Räumlichkeiten des Hauses entwickelt wurden. Die in New York lebende Künstlerin nutzt geometrische Formen und transparente Materialien, die auf die Lichtverhältnisse und die Architektur vor Ort reagieren. Der Titel der Ausstellung ist dabei wandelbar: Er ändert sich von Upcoming im Vorfeld, während der Laufzeit zu „Open“ und nach Abschluss zu „Closed“. Parallel dazu präsentiert Rey Akdogan ihre Ausstellung „Carousels“. Im Zentrum stehen Diaprojektoren, die statt klassischer Fotografien Schichten aus Kunststoff, Farbfiltern und Verpackungsmaterialien proji Im Haus am Waldsee sind gleich drei neue Ausstellungen zu sehen.

zieren. Durch die Rotation der Geräte entstehen sich stetig verändernde Überlagerungen von Farben und Strukturen. Den historischen Bezug zum Bezirk stellt Luciano Pecoits mit seiner Ausstellung „Leidenschaftslose Mechaniken“ her. Im Rahmen der Jubiläumsreihe „Seit…“ hat der Künstler zwei Jahre lang zur Geschichte der Villa geforscht. In der ehemaligen Garage, dem heutigen Café,

dokumentiert er anhand von Akten und neuen Reproduktionen der wenigen erhaltenen Fotografien des Gebäudes als Wohnort, die Einbindung des Hauses in nationalsozialistische Netzwerke sowie die Eigentumsverhältnisse in der Nachkriegszeit. Alle drei Ausstellungen sind bis zum 25. Mai 2026 im Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, zu sehen.� ◾

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80 Jahre Leo-Borchard-Musikschule

Musikalische Vielfalt in schönster Umgebung

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ine schöne Villa umgeben von einem blühenden Garten. Wir stehen vor dem Zehlendorfer Standort der LeoBorchardt-Musikschule in der Martin-Buber-Straße 21. Dort widmen sich Schülerinnen und Schüler den zahlreichen Musikinstrumenten oder lassen ihre Stimme ausbilden. Das Repertoire reicht von musikalischer Früherziehung bis zur umfassenden Vorbereitung auf das musikalische Studium.

Breites Spektrum In diesem Jahr blickt die LeoBorchard-Musikschule SteglitzZehlendorf blickt in diesem Jahr auf eine acht Jahrzehnte währende Geschichte zurück. Was heute als eine der größten Musikschulen Deutschlands gilt und ein breites Spektrum von Klassik bis Jazz abdeckt, hat seine Wurzeln in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Der Sitz der Leo-Borchardt-Musikschule in der Martin-Buber-Straße 21

Gründung in schwerer Zeit Im Jahr 1946, nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, herrschte in Berlin große materielle Not. In dieser Zeit der Ungewissheit, aber auch des Aufbruchs, gründete der Musikpädagoge und Komponist Thilo Cornelissen (1904 – 1965) die „Volksmusikschule Steglitz“. Cornelissen, der Musiklehrer am heutigen

Hermann-Ehlers-Gymnasium war, wollte neue Möglichkeiten schaffen, Musik zu erfahren. Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften schuf er die Voraussetzungen für den ersten Instrumental- und Gesangsunterricht und rief Ensembles wie den Kammerchor ins Leben. Auch das damals übliche Weihnachtssingen der Steglitzer Schulen ging auf seine Initiative zurück. Sein pädagogischer Ansatz, die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft zu wecken, spiegelte sich auch in seinem 1951 veröffentlichten Liederbuch „Der Kreis“ wider.

Wachstum und Fusion

Der Steglitzer Standort in der Grabertstraße 4 wurde bereits 1966 bezogen.

Die Schule entwickelte sich stetig weiter. Unter dem Dirigenten Rüdiger Trantow, der die Leitung 1958 übernahm, wuchs die Einrichtung weiter und erzielte bald Erfolge im Wettbewerb „Jugend musiziert“. Eine inhaltliche Erwe

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Nikolassee & Schlachtensee Journal terung erfolgte ab 1991 unter Joachim Gleich. Er etablierte neue Schwerpunkte in den Bereichen Jazz und Percussion und öffnete das Programm für Folklore. In seine Amtszeit fiel auch die Fusion der Musikschule Steglitz und der 1979 gegründeten Musikschule in Zehlendorf zur heutigen bezirklichen Großinstitution. Seit 2020 wird die Schule von Christian Schommartz geleitet. Ein wichtiger Standort in der Geschichte der Schule ist die Villa in der Grabertstraße in Steglitz, die bereits 1966 bezogen wurde. Im Jahr 2004 musste sie dort ausziehen. Da das vorgesehene Nutzungskonzept als privates Bildungszentrum scheiterte, kehrte die Musikschule 2007 an diesen traditionsreichen Ort in der Grabertstraße 4 zurück.

Widerstandskämpfer Leo Borchard Seit 1990 trägt die Musikschule den Namen von Leo Borchard (1899–1945). Der Dirigent, der in Moskau als Lew Borchard geboren wurde, war eine bedeutende Persönlichkeit des Berliner Kul turlebens und des Widerstands. Während der NS-Zeit erhielt er wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ Auftrittsverbot. Borchard schloss sich der Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ um Ruth Andreas-Friedrich an, die verfolgten Mitbürgern – insbesondere Juden – durch gefälschte Ausweise und Unterschlupf das Leben rettete. Unmittelbar nach Kriegsende organisierte Borchard den Wiederaufbau der Berliner Philharmoniker. Bereits drei Wochen nach der Kapitulation dirigierte er im Steglitzer Titania-Palast das erste Konzert, bei dem Felix Mendelssohns „Sommernachtstraum“ erklang – Musik, die zuvor verboten war. Leo Borchard starb tragisch am 23. August 1945 durch den Schuss eines US-Soldaten. ◾

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Ausstellung über Elfriede Hengstenberg Bislang unbekannte Aufnahmen ihrer Arbeit

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ie Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zeigt die Ausstellung „SITZEN – das Spiel mit dem Gleichgewicht“. Im Mittelpunkt steht die Berliner Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg (1892–1992), deren Wirken eng mit dem Bezirk verknüpft ist. Kuratiert von der Bewegungspädagogin Gerburg Fuchs, zeigt die Schau bislang unveröffentlichte Fotografien aus der Arbeit Hengstenbergs mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Elfriede Hengstenberg (1892-1992) � Archiv Bibliothek DIPF

Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch Fragmente aus Briefen, Berichten und Manuskripten. Elfriede Hengstenberg war an verschiedenen Zehlendorfer Grundschulen tätig und bot dort ergänzende Kurse für Kinder, Eltern und Lehrkräfte an. Ihr pädagogischer Ansatz konzentrierte sich darauf, durch spezifische Aufgabenstellungen das körperliche Gleichgewicht zu schulen und die Bewegungsfreude zu fördern. Die Ausstellung thematisiert

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Am 12. September 2025 bekam der Elfriede-Hengstenberg-Platz seinen Namen.�

auch ihre Biografie während der Zeit des Nationalsozialismus. Hengstenberg passte ihre Arbeit nicht der damaligen Ideologie an und unterstützte Verfolgte bei der Flucht. Hintergrund der Ausstellung

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Foto: BA SZ

ist die Benennung des ElfriedeHengstenberg-Platzes in Zehlendorf im vergangenen Jahr. Der Platz zwischen der SvenHedin-Straße, der Forststraße und der Fürstenstraße wurde am 12. September 2025 auf Initiative

des Historikers Dirk Jordan offiziell eingeweiht. Die Ausstellung in der Grunewaldstraße 3 ist bis Samstag, den 11. April 2026, zu sehen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.� ◾

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Vor 100 Jahre begann der Bau der „Papageiensiedlung“ Vom Dächerkrieg bis zum Kandidaten für das UNESCO-Welterbe

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er im Berliner Südwesten an der UBahn-Station „Onkel Toms Hütte“ aussteigt, erkennt schnell, warum die Wohnhäuser im Volksmund die Bezeichnung „Papageiensiedlung“ tragen. Zwischen hohen Kiefern sind bunte Fassaden in Gelb, Rot und Blau zu sehen. Die Waldsiedlung Zehlendorf ist nicht zu verwechseln mit der 1937 gebauten Waldsiedlung Krumme Lanke. Die zwischen 1926 und 1932 erbaute Siedlung ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Berliner Moderne. Untrennbar verbunden ist sie mit dem Namen ihres Chefarchitekten: Bruno Taut. Ein weiterer Beiname ist „OnkelTom-Siedlung“, bedingt durch den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte und die Onkel-Tom-Straße.

Waldsiedlung Krumme Lanke zwischen Sprungschanzenweg, Holzungsweg, Fischtalpark und Onkel-Tom-Straße. Map data © OpenStreetMap contributors

Weg vom Grau der Mietskasernen

Farbe zwischen Kiefern – vor 100 Jahren begann der Bau der Siedlung.

Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg, neuen, bezahlbaren Wohnraum am Stadtrand zu In der zweiten Hälfte der schaffen. Die GEHAG – Gemein1920er-Jahre stand Berlin unter nützige Heimstätten Spar- und enormem Druck. Wohnraum Bau Aktiengesellschaft – baute war knapp, und die dunklen, Wohnungen für Angestellte, Beunhygienischen Hinterhöfe amte und Arbeiter. der Kaiserzeit galten als nicht mehr tragbar. Die gemeinnüt- Der „Dächerkrieg“ zige Wohnungsbaugesellschaft GEHAG beauftragte Bruno Taut, Was nach Ansicht der Zehlenzusammen mit seinen Kollegen dorfer gar nicht passte, waren

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Eine Gedenktafel erinnert an den federführenden Architekten Bruno Taut (1880 – 1938).

die Flachdächer. Die konservativen Zehlendorfer Bürger, die sich eher für den traditionellen Villenbau begeistern konnten, waren keine Freunde der neuen Siedlung. So kam es zum „Zehlendorfer Dächerkrieg“. Am nahen Fischtal wurde nur wenige Jahre später ebenfalls gebaut – eine Siedlung im traditionellen Stil mit Spitzdächern entstand. Während die Flachdächer als „nicht in diese Kultur“ gehörend bezeichnet wurden, war die Siedlung „Am Fischtal“ Gegenstand der Ausstellung „Bauen und Wohnen“. Die Gegensätze stehen bis heute dicht beieinander, eine Stele an der Wilskistraße informiert über die damalige Diskussion.

Kiefern und Wohnhäuser Die Siedlung umfasst rund 1.100 Wohneinheiten. Das Besondere an der Planung war der respektvolle Umgang mit dem Bestand. Statt den Wald komplett zu roden, wurden die Häuserzeilen geschickt in den Baumbestand integriert. Die Architektur fügt sich in die natürlichen Gegebenheiten ein. Die Farbgebung der Fassaden korrespondiert dabei mit den Jahreszeiten und dem Lichtspiel der Kiefern. Die Türen und Fensterrahmen setzen bunte Akzente. Kritiker der damaligen Zeit, die eher konservative Bauweisen bevorzugten, spotteten über die „Papageiensied Farbig gestaltete Hauseingänge sind eines der Markenzeichen der Waldsiedlung Zehlendorf.

lung“. Doch für die Bewohner bedeuteten die hellen Räume, die modernen Grundrisse und die eigenen Gärten eine Verbesserung der Wohnsituation.

Nachnominierung zum Welterbe Heute sind die spöttischen Stimmen längst verstummt. Die Waldsiedlung Zehlendorf gilt als herausragendes Beispiel der Berliner Großsiedlungen der 1920er-Jahre. Seit 2008 gehören sechs Siedlungen der Moderne zum ­UNESCO-Welterbe. Die Waldsiedlung Zehlendorf wurde 2023 als siebte Siedlung nachnominiert und steht auf der Vorschlagsliste.� ◾

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„Von der Villa zum Peitschenknall“ Heimatverein zeigt Sonderausstellung zu 100 Jahren Waldsiedlung

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ie von Frank Rattay kuratierte Ausstellung im Heimatmuseum an der Clayallee  355 widmet sich der bewegten Geschichte der Waldsiedlung Zehlendorf. Sie zeichnet den Weg der Siedlung nach: von den Anfängen im Kiefernwald und dem damaligen Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ bis zum berühmten „Peitschenknall“Bau und Bruno Tauts Griff in den Farbtopf. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie 1.919 Wohnungen entstanden und Zankapfel und Welterbe - Heimatverein widmet der Waldsiedlung eine Sonderausstellung. wie die ersten Bewohnerinnen und Bewohner diese erlebten. der Wahrnehmung: Galt die Trotz schlichter Grundrisse wur- Siedlung in der Nachkriegszeit de durch geschickte Außenraum- noch als „gestrig“, wird sie seit gestaltung und Gärten eine neue den 1970ern aufwendig saniert Wohnqualität für breite Schich- und steht heute sogar auf der ten geschaffen – direkt angebun- Vorschlagsliste für das UNESCOden an die damals neu verlänger- Welterbe. te U-Bahn mit der Ladenzeile als Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 13. September 2026 – dem Nahversorgung. Beleuchtet werden auch die Tag des Denkmals – zu sedunklen Kapitel der NS-Zeit, in hen. Weitere Informationen der viele Bewohner vertrieben unter www.heimatmuseumHeimatmuseum Zehlendorf im Historischen Winkel. ◾ wurden, sowie der Wandel zehlendorf.de.

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Mit repariertem Hubboden hinein ins Badevergnügen Dank Spendenfreudigkeit PrimaVita-Bad wieder nutzbar

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2.266,55 Euro sind bis Redaktionsschluss bei der Spendenaktion von PrimaVita zusammengekommen: Stammnutzer, Institutionen, Firmen und Freunde des Bades am Teltower Damm hatten sich nicht lange bitten lassen, als der Kursbetrieb im Januar wegen des defekten Gestänges seines technisch anspruchsvollen Hubbodens – einer der letzten seiner Bauart in Berlin Hubgestänge ausgebaut – alt und neu. Fotos: PrimaVita – auf unbestimmte Zeit pausieren musste: Mit ihren großzügigen aus dem Bezirk nun deutlich, wie Spenden zeigten viele Menschen wichtig für Klein und Groß das

kleine Therapie- und Lehrbad ist, in dem Gesundheitsprävention und Schwimmenlernen an erster Stelle stehen und großgeschrieben werden.

Wasser und Kurse marsch dank erfolgreicher Spendenaktion Dr.  Sylke Engel, Teamleiterin beim Gesundheitszentrum PrimaVita, hatte nach der Hiobsbotschaft im Januar nicht lange gefackelt und sich mit der Bitte

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um Spenden über die Presse an die Bürger gewandt – denn die Reparatur sollte rund 35.000 Euro kosten; unerschwinglich für das Gesundheitszentrum, das kleinere Reparaturen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie die jährlichen Wartungskosten trägt. Das Echo und die Spendenfreudigkeit waren beeindruckend, und so

konnte das Bad mit seinem Kursprogramm bereits Ende Februar mit neuem Hubboden-Gestänge wieder durchstarten. „Dieses Ergebnis zeigt den enormen Zusammenhalt in Zehlendorf und unterstreicht, wie dringend bezahlbare Wasserflächen für die Gesundheitsprävention und das Schwimmenlernen be nötigt werden. An dieser Stelle möchten wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich danken“, so die Verantwortlichen des PrimaVita, die auch noch Dankesbriefe versenden wollen. Dr. Engel betont, wie froh sie darüber ist, dass der Betrieb nun wieder läuft. Sie lobt außerdem, dass das Bad sich in den letzten Jahren auf die

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zuverlässige Unterstützung aus Bezirksamt und Politik verlassen konnte. Zum Problem mit der Mechanik waren bedingt durch den Stromausfall im Januar Schäden an der Heizungsanlage hinzugekommen, deren Kosten zusätzlich gestemmt werden mussten. So wurden Heizkörper in der Schwimmhalle in Mitleidenschaft gezogen, Handwerker mussten bei der Reparatur des Hubbodens im Kalten arbeiten. Und: Ohne Heizung keine funktionierende Wasserchemie im Becken. Also musste auch noch die elektronische Steuerung des Bades repariert werden. Immerhin dauert es eine Woche, bis bei rund 130.000 Liter frischem Wasser im Becken die Chemie wieder stimmt und unbedenkliches Baden erlaubt ist. Die Bedingungen werden dann jeden Morgen vor Beginn des Badebetriebes vom hausinternen Techniker – Herr über Chlor, Flockungsmittel und Filterzusatzdesinfektion – akribisch kontrolliert.

Prävention, Sport und Training Jung und Alt waren begeistert, nach relativ kurzer Ausfallzeit ihr geliebtes Bad mit den Kursen vom Gesundheitszentrum PrimaVita wieder nutzen zu können, das neuerdings auch RehaKurse im Wasser bietet. Kurse finden entweder im Tiefwasser bei 1,80  Meter Wassertiefe oder in Stehhöhe bei 1,20 Meter Wassertiefe statt, der verstellbare Hubboden macht‘s möglich. „Für uns ist Aqua-Training unverzichtbar, um

uns im Alltag nahezu beschwerdefrei bewegen zu können. Wenn es dieses Angebot für unsere Knochen nicht gäbe, wüssten wir nicht, wohin wir sollen“, erklärt Rentnerin Inge aus Düppel, die einmal wöchentlich mit ihrer Freundin hier Wassergymnastik

Dank neu eingebautem Gestänge ist der Hubboden wieder reibungslos höhenverstellbar.� Foto: PrimaVita

unter fachtherapeutischer Anleitung betreibt – und das seit über fünf Jahren. Das Kursangebot ist vielseitig, spricht sowohl bürogeschädigte Rücken, OP-vorbereitende und nachbereitende Hüften und Gelenke sowie das Koordinationsvermögen älterer Menschen und präventionsbereite Kursteilnehmer jeden Alters an, wobei penibel auf die präzise Ausführung der jeweiligen Übungen geachtet wird. Schwangere finden hier Aquakurse als Sport­ ersatz während der Schwangerschaft, ganz kleine Leute, begleitet von zwei Schwimmschulen, Babyschwimmen für verschiedene Altersklassen, etwas ältere

Kleinkinder Vorbereitungskurse zum Schwimmenlernen, die Angst vorm Wasser gar nicht erst aufkommen lassen. Und dann sind da noch DLRG und DRK, die hier regelmäßig trainieren und Zusatzangebote liefern: So rekrutiert die DLRG hier ihren Nachwuchs, der später vielleicht einmal in den offenen Gewässern Leben retten wird: Immerhin rund 80 Prozent der im Wasser Verunfallten wird von aktiven Mitgliedern der DLRG gerettet, bevor überhaupt die Feuerwehr eingreifen muss. Hier am Teltower Damm lernt der Nachwuchs in geschütztem Raum Ganzheitliches Schwimmen, erfährt er in speziellen Praxis-Kursen, was zu tun ist, falls das Schlauchboot umkippt oder man ins Wasser fällt. Sie alle sind nun froh, wieder in gewohnter Umgebung Fitness, Prävention und Training im nassen Element betreiben zu können. – Hoffentlich über einen langen Zeitraum ohne technische Störungen. Spenden sind indessen weiterhin willkommen, denn: „Der Motor der Hubanlage ist auch in die Jahre gekommen“, wie Dr. Engel erklärt. Und dann sind da noch die Fenster, denen die heizungslose Zeit im Januar alles andere als gut getan hat. Dies alles in Stand zu halten oder zu setzen, kostet. – Spendengelder sind da gut angelegt. – Bringen sie doch hohe Gesundheitszinsen, die in Zahlen kaum auszudrücken sind. Weiter Informationen und Kurs­ angebote unter www.primavitaberlin.de� ◾ � Jacqueline Lorenz

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Nicht nur am FREI DAY nachhaltig unterwegs Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und ihre Klimaschüler

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können den Klima-Schulrap längst auswendig: Die Erde wird heiß, CO2 ist nicht richtig was jeder weiß,Veränderung ist wichtig also hat sich UNO 17 Ziele ausgedacht sodass auch dein Urenkel in hundert Jahren noch lacht danach hat sich die Schule im Aufbruch überlegt es kann sich nur was ändern, wenn die Bildung sich bewegt Greta hat doch recht: lasst die Kinder an die Macht wenn wir auch an andere denken, bildet sich die Kraft, heißt es da. Wieviel sich davon in ihrem Alltag umsetzen lässt, damit haben sie sich an ihrer Schule gemeinsam mit rund 80 Mitschülerinnen und Mitschülern im vergangenen Jahr mit spannenden Aktionen im Rahmen des FREI DAY Schulprojektes für das Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingesetzt, die als globaler Aktionsplan der UN bis 2030 beschlossen wurden. Dabei geht es ebenso um das Beenden von Armut, Hunger und Ungleichheit wie um die Stärkung der Bereiche Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, sauberes Wasser, nachhaltige Energie, menschenwürdige Arbeit, Innovation, nachhaltige Städte, verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden und Partnerschaften. Die Anna-EssingerGemeinschaftsschule wurde Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit 16 Preisträgerschulen Berlins im Rahmen des vom Land Berlin und der GASAG ausgelobten Wettbewerbes für ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet und bekam ihre Urkunde Ende November 2025 in den Veranstaltungsräumen der Mühlenau-Grundschule verliehen. – Auch diese Schule wurde als Klimaschule ausgezeichnet gemeinsam mit zwei weiteren Zehlendorfer Schulen, der Schweizerhof-Grundschule, der Zinnowald-Grundschule sowie der Reinfelder Grundschule (Texterin des Umweltraps) in Grunewald. Das Preisgeld von 2.500 Euro teilen sich diese

fünf Klimaschulen aus Zehlendorf und Grunewald nun, zweckgebunden soll es für weitere FREI DAYProjekte verwendet werden, wie Cordula Witte, Lehrerin und Projektbegleiterin an der Anna-EssingerGemeinschaftsschule, erklärt.

FREI DAYS – Projekte von Schülerhand Mit der Fridays for Future-Bewegung waren auch in der Schülerschaft der Gemeinschaftsschule Nachhaltigkeitsthemen stärker in den Fokus gerückt: Ein FREI DAY-Projekt-Konzept wurde aufgestellt, und ab 2022 gingen die Schüler mit Aktionen wie der Gestaltung eines insektenfreundlichen Schulgar Physiotherapie Nikolassee Christina Jericke

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tens oder Weihnachtspäckchen für die Berliner Stadtmission an ihre Nachhaltigkeitsumsetzung. Aktionen und Projekte werden seitdem freitags in festen Projektstunden konkretisiert, bereitet, nachbereitet und reflektiert, Verbesserungsvorschläge besprochen und Aktionsmaterial wie Plakate angefertigt. Dabei stehen Themenvorschläge der Schüler an erster Stelle. Lehrer entscheiden nicht über ihre Umsetzung, sondern begleiten sie vielmehr fachkundig. – Im Gegensatz zum sonstigen Schulalltag, in dem Lernthemen vorgegeben werden. Dass sich nicht alle vorgeschlagenen Projekte durchsetzen, liegt in der Natur der Sache: Mitspracherecht für alle. So kann es sein, dass das Thema Mädchenrecht in der einen Schülerprojektgruppe abgelehnt, in einer anderen aber ausgewählt wird. So lernen die Klimaschüler, selbstständig ihre eigene Meinung zu vertreten, aber auch, andere Meinungen zu akzeptieren und Kritikpunkte zu diskutieren – als wichtige Schule für das spätere Leben. So fand beispielsweise auf Anregung der Schüler die Umfrage zur Mülltrennung in der Gartenstadt Düppel statt, wurden Müllbeutel für das KleidungsverwertungsProjekt verteilt und wurde der Palmöl-Gebrauch thematisiert. Auch Körbe flechten und das Bauen von Kleinmöbeln stand auf dem Programm. Und eine besondere Brücke wurde zwischen Klimaschule und Nachhaltigkeitszielen für eine lebenswerte Stadt von morgen geschlagen. Im Goerzwerk versuchte sich eine Projektgruppe sogar an

der Moosverarbeitung bei der Freund GmbH, die mit echten Mooswänden auf nachhaltigen Städtebau mit Wohlfühlfaktor setzt. Auf der Schulbeurteilung der Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende wird dann deren jeweilige Projektteilnahme aufgeführt. 2025 widmete sich die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule mit ihrem FREI DAY-Einsatz verstärkt den Bereichen Umwelt, Tier im Jahr 2025. Marie erzählt vom Ausflug zu dritt in den Wald, geführt von einer Försterin. Wildtiere wie Rehe und Wildschweine sahen sie dabei zwar nicht, „aber dafür viele Waldvögel. Und es war richtig spannend, Spuren vom Wild am Waldboden zu finden.“ Was sie dabei gelernt hat? – „Jetzt weiß ich, wie wichtig es ist, im Wald Totholz liegen zu lassen, denn es bietet Lebensraum, Nahrung und Versteck für Wild Frieda, Sophia und Marie, Schülerinnen der Montessori Grundschule Am Rohrgarten

schutz, Naturschutz, Essensverschwendung und Kinderrechte. Jeweils auf einen Themenbereich spezialisierte und ein Projekt begleitende Pädagogen der Schule leisten wichtige Hilfestellung, dazu Fachkräfte und -firmen sowie engagierte Eltern und Unterstützende.

Für eine gesunde (Um)welt Frieda, Sophia und Marie berichten der GAZETTE an einem kalten Wintertag von ihren FREI DAY-Nachhaltigkeits-Aktionen

tiere, Vögel und Insekten. Aber auch Pilze und Moose brauchen es.“ Außerdem verhält sich Marie jetzt im Wald noch rücksichtsvoller und hat gelernt, womit man Wildvögel füttert, damit sie gesund bleiben.  „Food Waste“ beschäftigt Sophia nicht nur freitags. Begleitet von „Luna“, Anbieterin von gesunder und natürlicher Ernährung für Kinder, wurde gemeinsam Linsensuppe gekocht und Zutaten, die zu gut für die Tonne waren, darin eine zweite Chance gegeben. Dass man sich in der Schulmensa nicht mehr auf den Teller

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Nikolassee & Schlachtensee Journal geben lässt als man Hunger hat, sei inzwischen für die meisten Schüler selbstverständlich, bestätigt Frieda, und die Essenausgeber hielten sich an die Mengenwünsche der Schüler. Auch das Social-Unternehmen „To good to go“, das Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt und zu kleinem Preis abgibt, lernten die Klimaschüler während ihrer Nachhaltigkeitsaktion kennen. Sophia erklärt: „Wenn ich heute eine halbe Banane übrig habe, weiß ich, wie ich sie weiter verwenden kann, und werfe sie nicht einfach weg.“ Das Kräutersalz, das sie und ihre Mitschüler mit Kräutern aus dem Schulgarten hergestellt haben, wurde ein Verkaufsrenner auf dem FREI DAY-Fest im Sommer. Die Einnahmen daraus und aus den Kuchen- und Waf 21

felverkäufen sei Greenpeace ge- sich alle FREI DAY-Teilnehmenden spendet worden, erzählt Frieda. einig sind: „Es ist einfach toll, mit unseren Projekten mitbestimmen zu können und ernst genommen Auszeichnung zu werden.“ Und wenn auch der als Antrieb aktuelle Bericht des Sustainable Nicht zuletzt für das gelungene Development Solutions NetFREI DAY-Fest erhielt die Gemein- work (SDSN) von 2025 sagt, dass schaftsschule ihre Auszeichnung. die derzeitigen Fortschritte noch Mit Bollerwagen und liebevoll nicht ausreichen, die Nachhaltiggestalteten Plakaten waren die keitsziele bis 2030 zu erreichen: Schüler an diesem Tag mit einer Engagierte Klimaschülerinnen beeindruckenden Nachhaltig- wie Marie, Sophia und Frieda stekeitsdemo vor das Zehlendorfer hen mit ihren NachhaltigkeitsproRathaus gezogen, extra gesperrt jekten für viele junge Menschen hatte der Bezirk dafür Berliner in verantwortungsbewussten Straße und Clayallee. Das Echo Schulen, die sich für das Erreichen auf die Aktion war mehr als posi- dieser Ziele einsetzen und unserer tiv. In der Mühlenau-Grundschule Erde Hoffnung auf eine Zukunft fand begleitend an Festständen machen, in der Mensch, Tier und lebhafter Verkauf und Austausch Natur wieder besser im Einklang statt, auch das rundum gelungen. miteinander leben können.� ◾ Frieda bringt auf den Punkt, worin � Jacqueline Lorenz

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Kinderreitverein um 17.000 Euro betrogen Cyber-Kriminelle verkauften Traktor per Fake-Anzeige

Der alte Hoflader fällt immer wieder aus.

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it einer raffiniert konstruierten Fake-Anzeige haben Cyber-Kriminelle den Kinder- und Jugend-, Reitund Fahrverein Zehlendorf e. V. (KJRFV) betrogen. Auf der Suche nach einem dringend benötigten Hoflader wurde der Kinderreitschule aus einer angeblichen Insolvenzmasse ein gut erhaltener, preislich attraktiver Traktor im Internet verkauft. Dabei waren die Fotos und sogar die Identität eines real existierenden Rechtsanwalts gestohlen. „Alles wirkte ganz seriös bis hin zur angeblichen Zustimmung des Insolvenzgerichts zum Verkauf des Hofladers“, berichtet Kassenwartin Irit Kulzk. „Wir waren wirklich nicht leichtfertig

Foto: KJRFV Zehlendorf

und haben alles, was wir überprüfen konnten, geprüft.“ Doch nachdem der Kaufbetrag Ende Januar angewiesen worden war, passierte nichts. Anfang Februar ist die Leitung tot und die Anzeige im Internet verschwunden und der Verein erstattete Strafanzeige. Trotz des hohen Verlustes sind die Existenz des Vereins und das Wohl der Pferde durch den Betrug aber nicht gefährdet, so die erste Vorsitzende Glinda Spreen. Doch der neue Hoflader fehlt, denn der alte Traktor fällt immer wieder aus. Auch wenn die rund 500 jungen Vereinsmitglieder und ihre Eltern beim Säubern der Koppeln stets mit anpacken: Das tägliche Ausmisten und das

Füttern der achtzig Schulpferde ist ohne neuen Hoflader eine Herausforderung. Indes gibt es auch Grund zur Freude: „Wir konnten uns bereits über spontane, kleinere Privatspenden freuen. Jeder noch so kleine Betrag hilft uns dabei, den Schaden langsam auszugleichen und wieder auf einen neuen Traktor sparen zu können“, freut sich Glinda Spreen über die angelaufene Unterstützung. Wer die gemeinnützige Kinderreitschule unterstützen will, kann an den KJRFV Zehlendorf e. V. spenden: SozialBank AG, IBAN: DE81 3702 0500 0003 1115 01 oder direkt über die Spendenaktion auf www.kinderreitschuleberlin.de. ◾

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