Nikolassee & Schlachtensee Journal - Februar/März 2012

Journal für Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Mexikoplatz

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Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins

Februar / März

NIKOLASSEE

Nr. 1/2012

a r t x e

Die Entstehung der Landgemeinde Nikolassee Die Avus – die erste Autostraße Europas

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Rückepferde schonen Wald und Wege Das Theater Nikolassee

R FÜ ND AL E U G E N U R A S S BU N JO OL GE IK N UM

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2 Nikolassee extra

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Nikolassee extra 3

Nikolassee extra… Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, Ihnen die erste Ausgabe von Nikolassee extra vorstellen zu können.

uns bitte einen Hinweis an ­nikolassee@gazette-berlin.de.

Lokales und Geschichtliches aus Nikolasse und Zehlendorf, aber auch Ratgeberthemen bestimmen den Inhalt von Nikolassee extra.

Nikolassee extra, das neue Journal für Nikolassee und Umgebung erscheint künftig alle zwei Monate, also sechsmal im Jahr als Service des Gazette Verbrauchermagazins.

Mit Nikolassee extra möchten wir auf die vielen Besonderheiten und auch weniger bekannten Seiten des schönen Zehlendorfer Ortsteils hinweisen.

Nikolassee extra ist in Geschäften, bei Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, in Praxen und anderen Einrichtungen in Nikolassee erhältlich.

Wenn Sie einen Themenvorschlag haben, schicken Sie

Herzliche Grüße, Ihre Nikolassee extra-Redaktion

Impressum Nikolassee extra Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 844 933-0 Redaktion Karl-Heinz Christ nikolassee@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Nikolassee extra erscheint alle zwei Monate: 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Nr. 2/2012 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 14.03.2012 Erscheinung: 01.04.2012

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4 Nikolassee Geschichteextra

Großzügige Villen mit Türmchen, Erkern und Fachwerk entstanden ganz nach dem Geschmack ihrer künftigen Bewohner.

Wohnen zwischen Wald und Wasser Die Entstehung der Landgemeinde Nikolassee

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s war einmal im Wald… So ähnlich könnte die Geschichte des heutigen Ortsteils von Steglitz-Zehlendorf beginnen. Südwestlich von Berlin, entlang der Seen, befanden sich herrliche, kaum besiedelte Ausflugsgebiete, die nicht nur begüterte Berliner anzogen. Schnell waren die Ländereien in Richtung Potsdam auch von den neu gegründeten Grundstücksvereinen entdeckt und aufgekauft. Nun setzte der Bauboom ein, der insbesondere entlang der Eisenbahnstrecken begann. Es war kein Zufall, dass Beginn des Bahnhofsbaus in Nikolassee und die Gründung der Villenkolonie in den gleichen Zeitraum fielen. Der Bahnanschluss wurde dringend benötigt, um die künftigen Bewohner an ihre Arbeitsplätze in der Stadt zu bringen. Der Baubeginn des Bahnhofs war 1901, bereits im Jahr 1902 konnte er fertig übergeben werden. Von da an erreichten die Nikolasseer in der kurzen Zeit

von ca. 30 Minuten Berlin. Die Kolonie Nikolassee war ebenfalls 1901 von der Heimstätten-Aktien-Gesellschaft gegründet worden. Sie kaufte das Areal zum Preis von 1 163 750 Goldmark. Als genaues Gründungsdatum gilt der Tag der Genehmigung des Bebauungsplans am 27. April 1901. Eine Vorbedingung zur Bebauung war, dass die neue Kolonie Teil des Ortes Zehlendorf würde. Nur – am Tag der Beurkundung des Kaufs vergaß das Hofmarschallamt, dem Käufer diese Bedingung aufzuerlegen. Und der Käufer dachte nicht daran, das Amt daran zu erinnern… So blieb Nikolassee selbständig. Die großzügigen Grundstücke in herrlich grüner Lage waren ideal, um begüterte Interessenten von den Vorzügen des neuen Wohnorts zu begeistern. Ein zusätzliches Verkaufsargument war die gute Verkehrsanbindung durch die Bahn, die eine schnelle Verbindung in die Stadt ermöglichte und

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Nikolassee extra 5 zu jener Zeit noch nicht selbstverständlich war. Das Konzept ging auf und die ersten Grundstücke waren schnell verkauft. Die Häuser wurden im traditionellen Stil gebaut – großzügige Villen mit Türmchen, Erkern und Fachwerk entstanden ganz nach dem Geschmack ihrer künftigen Bewohner. Mit zunehmender Besiedelung entstanden viele Annehmlichkeiten – eine Post wurde gebaut, Tennisplätze, die Nikolasseer Schwimmund Badeanstalt bei Beelitzhof am Wannsee und vieles andere. Die Kolonie hatte einen ruhigen,

ländlichen Charakter. Der Betrieb von Gewerbe, der mit Geruchs- und Geräuschbelästigung verbunden war und Gaststätten, musste extra von der Heimstätten-Aktien-Gesellschaft genehmigt werden. Einkaufsmöglichkeiten gab es vor allem in Bahnhofsnähe, so dass auch die Versorgung der Bewohner der jungen Kolonie gewährleistet war. Dort gab es auch eine Gaststätte, während in den reinen Wohngebieten derartiges nicht genehmigt wurde. Die Idylle wurde in einem Prospekt der Heimstä

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6 Nikolassee extra

Im Bau befindliche Normannenstraße mit dem Bahnhof Nikolassee um 1902.

ten-AG aus dem Jahr 1903 wortreich beworben: „[…] Die Kette der Grunewaldseen bildet zwischen dem Schlachtensee und dem Wannsee ein 3 km langes, liebliches Wiesental, die Rehwiese, die in den Nikolassee ausläuft, und dessen hohe, hügelige Ufergelände mit prächtigem alten Walde bestanden sind. Wer die überraschende Schönheit des etwas abseits der geräuschvollen Landstraße sich hinziehenden und deshalb nur von den eifrigen Naturfreunden aufgesuchten Waldidylls kennen lernen will, findet die dankbarsten Spaziergänge. […]“ Am 1. November 1903 folgte eine Neuerung, für die in Nikolassee hart gekämpft wurde – der Ort bekam endlich ein eigenes Postamt. Bisher musste die Post beim Amt in Wannsee abgeholt werden. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es werktäglich noch vier Zustellungen – heute undenkbar. Um 1910 hatte Nikolassee 1450 Einwohner. Damit der Gemeindestatus auch entsprechend repräsentiert werden konnte, musste ein Rathaus erbaut werden. Nach Entwürfen von Bruno Möhring entstand es 1912/1913 am Hohenzollernplatz als Sitz der Gemeindevertretung. Nach der Eingemeindung hatte es diese Funktion allerdings nicht lange, denn bereits 1920 wurde die Landgemeinde Nikolassee mitsamt des gleichnamigen Ortsteils unter die Verwaltung von Zehlendorf gestellt und so mit ihm Teil Groß-Berlins.� ◾

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Ratgeber 7

Hund musste ausziehen

Mieter hatte den Eigentümer nicht gefragt

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ie Haltung von Tieren ist einer der häufigsten Streitpunkte zwischen Mietern und Vermietern. In einem Mietvertrag wurden Kleintiere wie Ziervögel und Fische ausdrücklich frei gegeben. Weiter hieß es zu dem Thema: „Die Haltung eines sonstigen Haustieres, insbesondere einer Katze oder eines Hundes, ist nur mit vorheriger Zustimmung des Vermieters zulässig.“ Ein Mieter kümmerte sich nicht darum und schaffte sich ohne jegliche Rücksprache oder Information der Hausverwaltung einen Mischlingshund an. Prompt wurde er aufgefordert, das Tier wieder abzugeben. Gerade dieser Hund sei in der Vergangenheit durch die Verunreinigung von Gemeinschaftsanlagen aufgefallen, hieß es. Der Tierbesitzer verteidigte sich damit, auch andere Mieter in dieser Liegenschaft dürften einen Hund halten. Dieses Argument der Gleichbehandlung

überzeugte die Justiz im konkreten Fall nicht. Im Urteil hieß es: „Gerade wenn bereits mehrere Tiere im Wohnobjekt gehalten werden, kann das Hinzukommen weiterer Tiere zu Problemen oder Streitigkeiten führen, so dass eine Selbstbindung des Vermieters, der bereits ein oder mehrere Tiere erlaubt hat, nicht angenommen werden kann.“ (Landgericht Köln, Aktenzeichen 6 S 269/09). � ◾

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Von der Teststrecke zur Autobahn Die Avus – die erste Autostraße Europas

Rennen auf der AVUS um 1937. �

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-P016402 / CC-BY-SA

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as Auto wurde in Deutschland erfunden, die ersten Rennerfolge heimsten andere ein. Grund genug, eine Teststrecke zu bauen, um die Fahrzeuge zu verbessern. Die Automobil-Verkehrsund Übungs-Straße GmbH wurde 1909 gegründet. 1913 wurde mit dem Bau der Automobil-Verkehrs- und ÜbungsStraße (AVUS) begonnen, aber schon 1914 mussten die Arbeiten aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs wieder eingestellt werden. Die Fortführung des Baus im Jahr 1921 war dem Industriellen Hugo Stinnes zu verdanken, der maßgeblich zur Finanzierung beitrug. Am 24. September 1921 war es soweit: Mit mehreren Rennen wurde die Avus eröffnet. In

dem Rennen der Klasse XB siegte Fritz Hörner mit einem Benz 10/90. Er erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 118 km/h. Nach der Eröffnung war die Strecke auch für private Pkw freigegeben. Ganz billig war der Spaß nicht, denn die Nutzung der damaligen Privatstraße kostete pro Durchfahrt 10 Mark, die Vierteljahreskarte kostete 1000 Mark. Das nächste große sportliche Ereignis war der Große Preis von Deutschland im Jahr 1926. Hierbei offenbarten sich die Schwachpunkte der Strecke, denn der Asphalt schlug Bodenwellen mit bis zu zehn Zentimetern Höhe. Das sportliche Ereignis fordert auch die ersten Toten – zwei Zeitnehmer und ein Schildermaler starben, als der Rennwagen von Adolf

Rosenberger in ein Zeitnahmehäuschen krachte. Sieger wurde der damals noch recht unbekannte Rudolf Caracciola. In den folgenden Jahren wurde der Belag auf der Avus stark verbessert und immer wieder getestet. Von den Ergebnissen profitierten die neu angelegten Straßen im ganzen Land. Durch wirtschaftliche Krisen kam der Rennsport vorläufig zum Erliegen, außerdem hatte mit dem Nürburgring eine Konkurrenzstrecke eröffnet. Erst Anfang der 30er Jahre wurden wieder Rennen auf der Avus gefahren. Nach einigen wenig erfolgreichen Jahren im Motorsport wurden deutsche Siege 1934 zur „Chefsache“ erklärt und neue finanzielle Mittel bereitgestellt. 1937 wurde der Mercedes W 125, einer der legendären „Silberpfeile“ von Mercedes Benz und Auto Union konstruiert. 1936 wurde die berüchtigte steile Nordkurve gebaut, außerdem ein neuer

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Die im Jahr 1921 eröffnete Avus wird derzeit saniert.

Zielrichterturm – der heute als Motel dient – und die Tribüne errichtet. 1937 wurde die Nordkurve erstmals für Rennen genutzt, die Geschwindigkeiten hatten sich dadurch erheblich gesteigert. Nun dominierten die Silberpfeile. Hermann Lang erreichte mit seinem MercedesBenz eine Spitzengeschwindigkeit von fast 400 km/h und

gewann das Rennen. Bernd Rosemeyer fuhr die schnellste Runde. 1940 erfolgte der Anschluss der Avus an die Autobahn und die Zeit als Privatstraße war zu Ende. Die Südkurve, die sich in Höhe der Abfahrt Spanische Allee befand, wurde gesperrt, die neu geplante Kurve aufgrund des Zweiten Weltkriegs nie ge baut. Auf dem dafür geplanten Gelände befand sich lange ein Schießplatz der Amerikaner. Die Motorradkehre am Hüttenweg wurde nach Kriegsende zur neuen Südkurve. Die Rennen forderten immer wieder neue Opfer. Im Jahr 1995 fiel nach einer Kollision das halbe Starterfeld aus. Der letzte Tote bei einem Rennen war der Brite Keith O’Dor im Jahr 1996. 1998 wurde der Rennbetrieb eingestellt. Als wichtiger Verkehrsweg bleibt sie weiterhin bestehen. Derzeit lässt der Verkehrsfluss allerdings zu wünschen übrig, denn die erste Autostraße Deutschlands wird saniert. Sie soll voraussichtlich bis Ende 2013 fertiggestellt sein.� ◾

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10 Ratgeber

Laut BGB gelten Kinder bis zur Vollendung des siebenten Lebensjahres im rechtlichen Sinne als vollkommen geschäftsunfähig.

Kinder und Einkauf

Wenn Kinder Kaufverträge abschließen

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as Sparschwein schlachten und sich den lang gehegten Wunsch erfüllen? Ja und nein, denn Kinder überblicken in vielen Fällen die Folgen eines Rechtsgeschäftes noch nicht richtig. Deshalb unterscheidet das Gesetz zwischen vollkommen geschäftsunfähigen Kindern bis zur Vollendung des siebenten Lebensjahres und bedingt geschäftsfähigen Kindern und Jugendlichen ab sieben und unter achtzehn Jahren. Erstere können keine rechtswirksamen Geschäfte abschließen – dies gilt auch für den Kauf von Kleinigkeiten. Ein Kaufvertrag von sieben bis 17-Jährigen ist solange schwebend unwirksam, bis er durch die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters rückwirkend wirksam wird. Allerdings dürfen vom Taschengeld Kleinigkeiten oder mit den Eltern abgesprochene Gegenstände gekauft werden. Aber: Können Kinder größere Beträge ausgeben, wenn sie dies nicht für sich selbst, sondern im Auftrag ihrer Eltern tun? Minderjährige über sieben Jahren dürfen für ihre Erziehungsberechtigten auch Waren von höherem Wert besorgen, aber nur wenn –

etwa durch eine Vollmacht - ersichtlich ist, dass sie im Auftrag der Eltern und in deren ausdrücklichem Willen handeln. Kinder unter sieben Jahren können nur bei Alltagsgeschäften als Bote tätig werden, sie übermitteln dabei eine Willenserklärung ihres gesetzlichen Vertreters. Zum Kauf von Medikamenten sollten Kinder und Jugendliche grundsätzlich nicht von ihren Eltern losgeschickt werden. Dies ist zwar per Gesetz nicht verboten, allerdings ist die Gefahr groß, dass Kinder oder Jugendliche die Hinweise zu der richtigen Medikamenteneinnahme nicht verstehen oder nicht korrekt weitergeben. Der Apotheker entscheidet, ob er dem Kind den Medikamenten-Botengang zutraut. Die Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren bzw. von Zigaretten und Hochprozentigem an unter 18jährige ist prinzipiell nicht gestattet, auch nicht, wenn der Einkauf im Auftrag der Eltern erfolgt. Kinder und Jugendliche sollen davor geschützt werden, dass sie die Eltern möglicherweise für den eigenen Konsum vorschieben.� ◾

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Ratgeber 11

Testament oder Erbvertrag? Der letzte Wille in verschiedenen Formen

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er die Aufteilung seines Erbes selbst bestimmen und nicht der gesetzlichen Erbfolgereglung überlassen will, sollte seinen letzten Willen frühzeitig festhalten. Grundsätzlich bieten sich als letztwillige Verfügung zwei Varianten an: Das Testament und der Erbvertrag. Die einfachste Variante des Testaments ist das „eigenhändige Testament“. Wichtigste Voraussetzung: Es muss eigenhändig handschriftlich erstellt sein. Ist der Erblasser verheiratet oder lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, kann er seine letztwillige Verfügung in einem „gemeinschaftlichen eigenhändigen Testament“ regeln (§ 2267 Bürgerliches Gesetzbuch und §10 Lebenspartnerschaftsgesetz). Eine speziel Ein „eigenhändiges Testament“ muss handschriftlich verfasst sein.

le Form des gemeinschaftlichen Testaments ist das „Berliner Testament“. Sie wird meist von Ehepaaren mit Kindern gewählt. Wer wirklich sicher sein will, dass seine Anordnungen eindeutig und unanfechtbar sind, kann beim Notar ein „öffentliches Testament“ erstellen lassen. Der große Unterschied des einfachen, eigenhändigen Testaments gegenüber einem Erbvertrag: Es kann jederzeit einseitig geändert oder vernichtet werden (§ 2253 BGB), eine notarielle Beurkundung ist nicht vorgeschrieben. Für das gemeinschaftliche eigenhändige Testament gelten besondere Vorgaben: Es kann ohne Schwierigkeiten von beiden Partnern gemeinsam geändert oder widerrufen werden. Bestimmte testamentarische Regelungen können zu Lebzeiten beider Ehegatten auch einseitig durch einen der Partner widerrufen werden. Einschränkungen gibt es jedoch beim Widerruf sogenannter „wechselbezüglicher Verfügungen“; etwa einer gegenseitigen Erbeinsetzung. Der Erbvertrag ist eine verbindliche, vertragliche Vereinbarung mit einer oder mehreren Personen, dessen Abschluss immer einen Notar erfordert. Er eignet sich zum Beispiel für nichteheliche Lebenspartnerschaften, die ihr Erbe gemeinschaftlich bestimmen möchten. Zudem bietet er die Möglichkeit, für den Todesfall Zuwendungen an einen pflegenden Angehörigen zu regeln, die nicht einseitig widerrufen werden können und dem Angehörigen damit Sicherheit geben. � ◾

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Das Theater Nikolassee

Von der Komödie über Kriminalstücke bis zum Klassiker

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ufruhr im Theater! Die Schauspieler haben sich den Magen verdorben und das Stück „Elektra“ droht auszufallen. Um dieses Desaster zu verhindern, sorgt der Inspizient, der Schauspieler ohnehin für ersetzbar hält, für Ersatz. Garderobe, Souffleuse, Hospitantin und weitere Akteure, die sonst hinter den Kulissen arbeiten, helfen dabei, dass Elektra aufgeführt werden kann. Das geht natürlich nicht ganz reibungslos und strapaziert die Lachmuskeln der Zuschauer auf das Heftigste… Das Stück „Rettet Elektra oder der Triumph der Inspizienz“ von Peter Schottke wird am 3. März um 19 Uhr, am 4. März um 16 Uhr, am 9. März um 20 Uhr, am 10. März um 19 Uhr, am 16. März um 20 Uhr und am 17. März 2012 um 19 Uhr im Jochen-Klepper-Saal der Gemeinde Nikolassee aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Brigitte Erdmann, Gabriele Heckenkamp, Sylvia Kandschur, Michael Hammer, Gerd Heinrich, Lutz Jacob und Andreas Kandschur, allesamt theaterbegeisterte Nikolasseer – die im Alltag ganz normalen Berufen nachgehen - frönen mit viel Begeisterung und Engagement der Schauspielleidenschaft. Das Theater wurde 1978 gegründet spielt Sketche, Klassiker wie „Antigone“, „Die Mausefalle“ von Agatha Christie, Die Schauspieler des Theaters Nikolassee bei den Proben zu „Rettet Elektra oder der Triumph der Inspizienz“.

„Figaros Hochzeit“, „Das weiße Rössel“ und viele weitere. Das Repertoire der Nikolasseer ist breit gefächert. Auch Stücke von Arnold und Bach werden sehr gern gespielt. Die Aufführungen finden im Jochen-Klepper-Saal der Gemeinde Nikolassee statt. Der Saal verfügt über eine Bühne mit professioneller Beleuchtung und kompletter Ausstattung. Die Schauspieler können zudem auf einen großen Fundus mit vielen Requisiten und Kostümen zurückgreifen. Pro Jahr wird an sechs Abenden gespielt. Die Ankündigung der Aufführungen sind im Gemeindeblatt und im Internet unter www.­ theaternikolassee.de zu finden. Über Zuschauermangel kann das Theater nicht klagen – pro Aufführung kommen zwischen 60 und 80 Theaterfans. Die Beliebtheit zeigt sich vor allem bei Premieren – mit 100 Zuschauern kam der Saal so manches Mal bereits an die Grenzen seiner Kapazität. Übrigens – wer nicht nur zuschauen will, sondern auch selbst aktiv werden möchte, kann sich gern mit dem Team des Theaters in Verbindung setzen. Verstärkung ist im Theater Nikolassee gern gesehen! Theater Nikolassee, Kirchweg 6, 14129 Berlin, Tel.: 030-8031506, mobil 0178-7198721, E-Mail.: t­ heaternikolassee@gmail.com ◾

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Ratgeber 13

Lärm in der Mietwohnung Kinderkrach statt Totenstille?

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pielende Kinder, Hunde, die bellen oder das Gedröhne des Rasenmähers. Wo viele Menschen auf engem Raum wohnen, gibt es auch Lärm – und Nachbarn, die sich durch diese Geräuschkulisse gestört fühlen. Doch wann kann Lärm zum Kündigungsgrund werden? Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung erläutert das Problem: Besonders Kinderlärm führt immer wieder zu Zwistigkeiten zwischen Eltern, Nachbarn und dem Vermieter. Kommt es allerdings zum Rechtsstreit, stehen die Richter meist hinter den Familien. In der Regel haben andere Mitmieter Störungen durch Kinderlärm hinzunehmen. Hier gilt eine sogenannte ,erweiterte Toleranzgrenze‘. Dabei ist es unerheblich, ob der Lärm in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Hof bzw. Garten entsteht. Anders ist die Lage bei Tiergeräuschen: Ein Tierbesitzer muss nach Ansicht der Rechtsprechung auf seine

Nachbarn, die sich über die Maßen gestört fühlen, sollten als erstes das Gespräch mit dem Störenfried suchen.

Nachbarschaft Rücksicht nehmen. Er muss seine Haustiere so halten, dass von ihnen keine wesentlichen Störungen für andere ausgehen. Dass man als Mieter einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus auf die anderen Mietparteien Rücksicht nimmt, ist eigentlich ein selbstverständliches Gebot der Höflichkeit. Fühlen sich Mieter dennoch

über die Maßen gestört, sollten sie zunächst das Gespräch mit dem Störenfried suchen. Führt dies zu keinem Erfolg, kann der betroffene Mieter den gemeinsamen Vermieter einschalten. Dieser kann den lauten Bewohner abmahnen. Nach weiteren Lärmbelästigungen droht dem Mieter sogar eine fristlose Kündigung und eine Räumungsklage.� ◾

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Anke Negraschus dirigiert Pünktchen zum nächsten Baumstamm.

Sechs Beine und ein Baumstamm Rückepferde im Grunewald schonen Wald und Wege

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s duftet nach feuchter Erde und nach Holz. Im Grunewald ist es an diesem Januarmorgen ruhig, Besucher kommen mitten in der Woche nur selten hierher. Auf einem Weg steht ein Fahrzeug mit angehängten Pferdetransporter. Daneben liegt ein wenig Heu, ein Halfter befindet sich auf der Ladefläche. In einiger Entfernung sieht man sie bei der Arbeit – die beiden Rückepferde, die im Forstamt Dreilinden zu Hause sind und in schwierigem Gelände Baumstämme aus dem Wald ziehen. Die beiden Füchse mit der hellen Mähne werfen sich wieder und wieder ins Geschirr. Je ein Gespannführer dirigiert die beiden Kraftpakete durch Zurufe und mit Hilfe der langen Leinen, die in beiden Händen gehalten werden. Die Kaltblüter ziehen die an Ketten befestigten Stämme auf die andere Seite des Weges, wo die Bäume von den Ketten gelöst werden und es retour geht, um den nächsten Stamm in Angriff zu nehmen. Zur Anspannung werden Turniergeschirre aus Amerika genutzt, die besonders gut an der Brust liegen. In den USA und in Kanada sind Zugpferdwettbewerbe ein Highlight auf Landwirt schaftsschauen. Forstwirtin Anke Negraschus und Forstwirt Fred Rohloff sind beide erfahrene Pferdekenner, die gemeinsam mit der siebenjährigen Stute Pünktchen und dem 13-jährigen Wallach Volker ein eingespieltes Team sind. Die beiden Pferde werden dort eingesetzt, wo Maschinen keine Chance haben. Mühelos finden sie ihren Weg durch die oft engstehenden Bäume und ziehen die Baumstämme hinter sich her. Gewichtsgrenzen?„Wenn wir sehen, ein Stamm ist zu groß, dann lassen wir ihn liegen.“ so Fred Rohloff. „Sonst haben wir anschließend nur beschädigte Geschirre.“ Doch der Gedanke, Pferde im Wald einzusetzen, beschränkt sich nicht darauf, in unwegsamem Gelände zu arbeiten. Die Pferde schonen die Wege auch weit mehr als schwere Maschinen. Der Boden wird nicht verdichtet und Wurzeln bleiben unbeschädigt. Da der Grunewald zum großen Teil der Erholung dient, müssen die Wege für Besucher natürlich auch passierbar gehalten werden. Wer schon einmal einen Waldweg entlang gehen musste, auf dem schwere Maschinen gefahren sind, weiß den Einsatz der Pferde zu schätzen!

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Pünktchen und Volker Pünktchen und Volker sind Mecklenburger Kaltblüter, die ihre berufliche Laufbahn als Kremserpferde auf dem Darß begannen. Volker wurde vor sieben Jahren nach Berlin geholt, Pünktchen folgte vor vier Jahren. Beide wurden von Fred Rohloff auf ihre Aufgabe als Rückepferde vorbereitet, die sie mittlerweile mit Bravour meistern. Die Umschulung vom Kremser- zum Rückepferd nimmt – je nach Talent des Pferdes – etwa ein Jahr in Anspruch. Auch in Grünau und in Spandau werden Rückepferde eingesetzt. Im Grunewald wird seit 30 Jahren mit Pferden gearbeitet. Die beiden Kraftpakete sind gemeinsam mit Fred Rohloff und Anke Negraschus sommers wie winters im Wald. Im Winter beginnt die Arbeitszeit um 7 Uhr, um 15.30 Uhr kann der wohlverdiente Feierabend-Hafer genossen werden. Die Zeiten, in denen die Arbeitspferde in Ständern standen, sind glücklicherweise vorbei. Pünktchen und Volker steht ein geräumiger Paddock zur Verfügung und im Sommer dürfen sie auf die Weide.

Waldschonend im Einsatz: Fred Rohloff und Mecklenburger Kaltblut Volker.

Schon 2002 wurde der Berliner Wald durch den weltweit operierenden unabhängigen Forest Stewardship Council (FSC) überprüft und erhielt vom FSC akkreditierten Institut für Marktökologie das FSC Zertifikat. In den Richtlinien, zu denen sich das Land Berlin hierdurch verpflichtet, heißt es unter anderem: „Der Waldboden ist zu schonen, das Befahren der Wälder mit erforderlicher Technik ist daher nur auf Wegen und Rückegassen zulässig. Diese dürfen nicht mehr als 10 % der Waldfläche ausmachen. Der Einsatz von Pferden bei der Waldpflege ist anzustreben.“� ◾

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16 Wellness

Fahren Sie doch einfach mal mit dem Fahrrad zur Arbeit.�

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Sport statt Tagesschau

Täglich 15 Minuten sportliche Aktivität für ein längeres Leben

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mmer wieder nehmen wir uns vor, unser Leben ein bisschen gesünder zu gestalten: uns besser zu ernähren, Sport zu treiben und sich das eine oder andere Laster abzugewöhnen. Oftmals bleibt es bei den guten Vorsätzen, denn die Schwelle zum „Guten“ scheint so hoch, dass man es gar nicht erst anpackt. Derart Verzagte haben nun, zumindest im Hinblick auf den Sport, keine Ausrede mehr. Eine gerade veröffentlichte Studie aus Taiwan hat

gezeigt, dass schon ein minimaler regelmäßiger Einsatz gravierende Vorteile bringt. Genauer gesagt: Schon 15 Minuten moderates körperliches Training am Tag – das entspricht der Dauer einer Nachrichtensendung im Fernsehen – steigert die Lebenserwartung um durchschnittlich drei Jahre. Zu dem Ergebnis kam Chi Pang Wen vom National Health Research Institute in Zhunan/Taiwan. Er hatte Zugriff auf die Daten von 416.175 Personen, die im Rahmen von Vorsorgeunters

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Wellness 17 chungen genau zu ihren Lebensgewohnheiten befragt wurden. Die Befragten wurden rund acht Jahre nachbeobachtet. Ergebnis: Es gibt einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer verminderten Sterblichkeit. Ähnliche Kurven haben auch Beobachtungsstudien in westlichen Ländern ergeben – was zu der allgemeinen Empfehlung geführt hat, sich täglich 30 Minuten körperlich zu betätigen und dies fünf Mal in der Woche. Allerdings schaffen dies hierzulande nur wenige. Auch die Hälfte der in der taiwanesischen Studie Beobachteten waren körperlich inaktiv. Nur ein Viertel hielt sich an die Empfehlungen. Ein weiteres Viertel war im Durchschnitt nur etwa 15 Minuten am Tag in nennenswerter körperlicher Bewegung. Neu an den Ergebnissen des taiwanesischen Forschers ist nun, dass bereits diese geringe Dosis an Aktivität ausreicht, um das Sterberisiko zu senken: Die Gefahr, an Krebs zu sterben, verringerte sich um 10 Prozent und die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben um 20 Prozent. Insgesamt war damit die Sterberate bei denen, die 15 Minuten am Tag sportlich aktiv waren, um 14 Prozent geringer als bei denen, die gar keinen Sport trieben. Frauen können mit diesem „Niedrigdosis-Sport“ ihre Lebenserwartung um etwa drei Jahre steigern, Männer um etwa zweieinhalb Jahre. Wie kann man diese kleinen Sporteinheiten im Alltag unterbringen? Wahrscheinlich ist das gar nicht schwer. Überprüfen Sie doch mal Ihren normalen Tagesablauf, ob Sie nicht hier und da eine kleine Trainingseinheit einschieben können. Ein paar Beispiele: ▪▪ Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit und geben Sie dabei, vor allem auf der Rückfahrt, ruhig ein bisschen „Gas“ ▪▪ Gehen Sie zu Fuß, wann immer es geht, auch mal zügig ▪▪ Machen Sie 15 Minuten Gymnastik, am besten gleich morgens Sie kriegen das nicht hin und die Tagesschau wollen Sie auch nicht verpassen? Kein Problem: Besorgen Sie sich ein Ergometer und verbringen Sie die Nachrichtensendung radelnd vor dem Fernseher!� ◾

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Ausreichend Vitamin D auch bei trübem Wetter Vitamin D ist wichtig für den Knochenaufbau

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or vielen tausend Jahren wanderten unsere Vorfahren aus warmen und sonnigen Klimazonen immer weiter nach Norden. Hier in unseren Breiten fanden sie fruchtbare neue Siedlungsgebiete und damit gute Überlebenschancen. Der Organismus des Menschen war und ist aber nicht eingerichtet auf den Sonnen- und damit Lichtmangel des nördlichen Winterhalbjahrs. Erschwerend kommt heutzutage hinzu, dass wir uns die größte Zeit des Tages in geschlossenen Räumen aufhalten. Meist ist eine Glasscheibe zwischen uns und den Sonnenstrahlen. Aber unser Körper braucht Sonnenlicht. Ganz konkret braucht er es, um genügend Vitamin D zu bilden. Dieses wird bei direkter Sonnenein MARION BORNSTEIN Staatlich anerkannte med. Fußpflege und Kosmetik

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strahlung von der Haut produziert – allerdings nur dann, wenn ausreichend kurzwellige UVBStrahlen auftreffen. Der Schrägstand der Sonne im Winterhalbjahr führt dazu, dass ein Großteil der UVB-Strahlung durch die Atmosphäre absorbiert wird. Deshalb erreicht nur eine Minderheit der Menschen im nördlichen Mitteleuropa eine optimale Versorgung mit Vitamin D. Wird ein Mangel vermutet, kann ein Bluttest Klarheit schaffen. Vitamin D ist wichtig für die Regulierung des Kalzium-Spiegels im Blut und damit für den Knochenaufbau. Bei Kindern führt ein Mangel zu Rachitis mit Knochenverformungen und bei Erwachsenen zur schmerzhaften Knochenerweichung (Osteomalazie). Man geht davon aus,

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Gesundheit 19

Für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig. � Foto: DGK

dass Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für viele Krankheiten ist, wie beispielsweise für Brust-, Dickdarm- und Nierenkrebs, Leukämie, einige Autoimmunerkrankungen, Hirnleistungsstörungen, Herzerkrankungen und Osteoporose. Ein zu geringer Vitamin-D-Spiegel ist möglicherweise auch ein Risikofaktor für Multiple Sklerose (MS). Je

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näher ein Mensch in Richtung Äquator aufwächst, desto geringer ist sein Erkrankungsrisiko. Je weiter weg er in Richtung Nord- oder Südhalbkugel seine Kindheit verbringt, desto häufiger entwickelt er eine Multiple Sklerose. Sollten wir deshalb alle am Äquator überwintern? Nein. Für helle Hauttypen wäre das wegen des Hautkrebsrisikos fatal. Es ist jedoch sinnvoll, sich so viel wie möglich draußen aufzuhalten, auch im Winter. Wenn allerdings nicht genügend Vitamin D über die Haut gebildet werden kann, sollte man es über Nahrungsmittel aufnehmen. Früher war der Löffel Lebertran für Kinder obligat, denn es enthält viel Vitamin D. Mit weitem Abstand folgen Räucheraal, Hering, Lachs und Sardinen. Auch Pilze und Milchprodukte versorgen den Körper mit dem wichtigen, fettlöslichen Vitamin, allerdings nur in geringen Mengen. Für Menschen, die keinen oder kaum Fettfisch essen und den Winter in unseren Breiten verbringen, empfiehlt sich Vitamin D in Form von Tabletten einzunehmen. Die richtige individuelle Dosis sollte man mit dem Arzt oder Apotheker klären. � ◾

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20 Gesundheit

Wenn das Verdauungssystem aus dem Lot gerät, hilft die Homöopathie auf sanfte Weise.� Foto: djd/Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte e.V.

Wenn der Darm verrückt spielt Homöopathie hilft sanft und ohne Nebenwirkungen

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enn es ständig im Bauch zwickt und rumort, wenn Blähungen an der Tagesordnung sind und Durchfall ein ständiger Begleiter ist, befindet man sich in guter Gesellschaft: Etwa jeder zehnte Mitteleuropäer leidet nach der Schätzung von Experten an derartigen Problemen. Verdauungsbeschwerden können die Lebensqualität stark beeinflussen. Spätestens dann, wenn die Lieblingsspeisen nicht mehr vertragen werden oder der „verrückte“ Darm wieder einmal einen Urlaub vermiest hat, suchen viele

Menschen ärztliche Hilfe. Die Diagnose des Arztes lautet in solchen Fällen häufig „Reizdarmsyndrom“. Die verordneten Medikamente helfen leider oft nur kurzfristig, was damit zu tun hat, dass Schulmediziner ihren Blick mitunter allzu starr auf den Darm als passives Verdauungsorgan richten. Dabei steht er in vielfältigen Wechselwirkungen mit anderen Organen, etwa mit der Leber oder der Galle, mit dem Immunsystem und insbesondere mit dem Nervensystem. Um diese Wechselwirkungen zu erkennen, braucht es Zeit und Er APOTHEKE IN NIKOLASSEE „...für Sie und Ihre Gesundheit!“

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Gesundheit 21 Ärzte (DZVhÄ). Es garantiert, dass der damit ausgezeichnete Mediziner die bestmögliche Aus- und Weiterbildung in diesem Spezialgebiet erhalten hat. Auf der Website www.welt-derhomoeopathie.de gibt es eine Suchmaschine des DZVhÄ. Hier finden Interessierte qualifizierte Ärzte und viele Informationen über die Homöopathie.

Den Menschen als Ganzes sehen: Ein gut ausgebildeter Homöopath nimmt sich viel Zeit für eine gründliche Abklärung. � Foto: djd/Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte e.V.

fahrung, wie sie beispielsweise gut ausgebildete homöopathische Ärzte mitbringen. Denn gerade bei Verdauungsbeschwerden hat sich diese Therapieform als besonders wirksam erwiesen. Allerdings ist gerade die Homöopathie ein weites Feld, und nicht jeder Arzt hält, was er verspricht. Eine Richtschnur für das Aufspüren eines kompetenten Mediziners ist das Homöopathie-Diplom des Deutschen Zentralvereins homöopathischer

Chronische Darmbeschwerden immer ernst nehmen Die Therapeuten, die über dieses HomöopathieDiplom verfügen, sind ausnahmslos ausgebildete Mediziner - sprich, sie beherrschen neben den alternativen Methoden das gesamte Spektrum der Schulmedizin. Das ist gerade bei Darmproblemen wichtig. Denn mitunter - wenn auch selten - verbergen sich hinter ständigem Bauchgrummeln ernsthafte Krankheiten wie etwa Darmkrebs. Daher ist in diesen Fällen neben der homöopathischen Behandlung auch eine schulmedizinische Abklärung der Beschwerden wichtig.� ◾

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22 Gesundheit

Laut sind immer die anderen. Oder? Schaffen Sie Oasen der Stille für Ihre Gesundheit

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orgens um sieben ist die Welt noch in das Umweltbundesamt festgestellt hat, fühlen Ordnung. Jedenfalls, wenn der Nachbar sich etwa 55 Prozent der Deutschen im Alltag nicht den Rasenmäher anwirft oder mit von geräuschvollem Straßenverkehr belästigt der Kreissäge hantiert, während man selbst sich und 29 Prozent durch Fluglärm gestört. Auch im noch einmal im Bett herumdrehen oder in Ruhe Beruf spielt Krach eine große Rolle: Fünf Milliofrühstücken möchte. Um 11 Uhr hingegen neh- nen Beschäftigte sind in Deutschland starken Gemen wir die geräuschintensive Tätigkeit nebenan räuschbelastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt, sehr viel gelassener Lärmschwerhörighin, es kann sogar keit ist die häufigste sein, dass sie uns Berufskrankheit. gar nicht richtig Hohe Schallpegel auffällt. in Form von SchallWas der Mensch spitzen (wie bei als Lärm – also als Böllern) oder Dauein unangenehm erschall können lautes Geräusch – S chwer hör igkeit empfindet, ist zu und Tinnitus (Ohreinem Teil subjektiv geräusche) hervorgeprägt. So hängt rufen. Und schon unsere Bewertung bei niedrigeren, von Lautstärke etwa nicht gehörschädidavon ab, ob wir degenden Schallperen Urheber sympageln gilt chronische Maschinen im privaten Bereich: Die Nachbarschaft ist dankbar, wenn der thisch oder unsym- Laute Lärmbelastung – Einsatz zu verträglichen Tageszeiten erfolgt. Für den Nutzer kann es sinnvoll Foto: Fotolia pathisch finden, sein, Gehörschutz anzuwenden.� ab 65 Dezibel – als wie wir uns gerade Stressor sowie Risifühlen und was wir im Moment tun. Grundsätzlich kofaktor für erhöhten Blutdruck, Herz-Kreislauempfindet man Geräusche insbesondere dann als ferkrankungen, Herzinfarkt. störend-laut, wenn man schlafen will, mit jeman- Im öffentlichen Bereich oder auf der Arbeit lassen dem sprechen möchte, sich konzentrieren muss. sich störende und schädigende Geräuschpegel Unsere eigenen Lautstärken oder die unserer Lie- nicht einfach abstellen; oft kann man ihnen nur ben empfinden wir übrigens nicht in demselben aus dem Weg gehen oder sich mit Gehörschutz Maße als störend wie diejenigen Anderer – getreu behelfen. Im privaten Alltag hingegen können dem Satz von Kurt Tucholsky: „Der eigene Hund wir mit lauten Geräuschen achtsam umgehen: macht keinen Lärm, er bellt nur.“ Unser Gehör ist hochkomplex und empfindlich, es Lautstärke ist aber nicht nur über die subjektive braucht Schutz vor zu viel Lärm – und manchmal Wahrnehmung definiert; natürlich ist sie auch auch einfach nur Ruhe, um auszuspannen. eine objektive Größe, bestehend aus physikalisch Samstags morgens um sieben Uhr den Rasenmämessbaren Komponenten wie Schalldruckpegel, her zu starten oder den bellenden Hund in den Tonhöhe oder Impulshaltigkeit. Garten lassen ist also keine so gute Idee. Oasen Lärm kann unangenehm und quälend sein, die der Stille zu schaffen hingegen eine ausgezeichLebensqualität mindern und krank machen. Wie nete. � ◾

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Nikolassee extra 23

Vereine und Einrichtungen in Nikolassee Sportvereine

WSW Wassersportgemeinschaft � Wannseehafen e. V..� Angler Club Klare Lanke 1920 e. V.� Badeweg 1 · 14129 Berlin ☎ 803 71 37 · www.wsw-berlin.de Wannseebadweg 44 · 14129 Berlin ☎ 803 43 69 www.klarelanke.homepage.t-online.de

Schulen

Anglerverein Am� Schwanenwerder e. V.� Wannseebadweg 42 · 14129 Berlin ☎ 803 20 91

Kirchen Johannische Kirche � Teutonenstr. 14 · 14129 Berlin ☎ 80 40 26 52 www.johannische-kirche.org

Caroline-von-Heydebrand-Heim � Offene christliche Kirche in der jeder willkommen ist. und –Schule e. V. � Evang. Kirchengemeinde � Klopstockstr. 36/42 · 14129 Berlin ☎ 801 60 03 Nikolassee� www.heydebrand.waldorf.net Pfeddersheimer Weg 69 · 14129 Berlin Heilpädagogisches Institut ☎ 80 19 76 40 Erziehung von Klasse 1 – 6 auf der Grundwww.gemeinde-nikolassee.de lage der Waldorfpädagogik in kleinen

Berliner Yacht-Club e. V. 1867� Wannseebadweg 55 · 14129 Berlin ☎ 803 14 15 www.berlineryacht-club.de Tennis-Club Grün-WeiSS � Nikolassee 1925 e. V.� Kirchweg 24-26 · 14129 Berlin ☎ 803 54 32 · www.gw-nikolassee.de Nikolassee-Tennis-Club � „Die Känguruhs“ e. V.� Spanische Allee 170 · 14129 Berlin ☎ 803 71 70 www.nikolassee-tennis-club.de Seglerverein� Schwanenwerder e. V.� Inselstraße 20-22 · 14129 Berlin ☎ 804 96 418 · www.svs-ev.de

Gruppen.

Johannes-Tews-Grundschule � Wasgenstr. 50 · 14129 Berlin ☎ 803 20 72 www.johannes-tews-grundschule.de

Tewsstr. 20 · 14129 Berlin ☎ 805 86 29 70 · www.hl-12-apostel.de Im Stil der märkischen Dorfkirchen erbaute katholische Kirche.

Werner-von-Siemens-Gymnasium � Beskidenstr. 3 · 14129 Berlin ☎ 803 90 66 · www.wvs.be.schule.de

Sonstiges

KITAS

Historische Kommission � zu Berlin e. V.�

EKT - Schlachtensee e.V.� Wasgenstr. 75 · 14129 Berlin ☎ 803 94 44 · www.ektschlachtensee.de

Seglervereinigung 1903 � Berlin e. V.� Wannseebadweg 40 · 14129 Berlin ☎ 803 55 64 · www.sv03.de

Kath. gemeinde � zu den Hl. Zwölf Aposteln �

Eltern-Initiativkindergarten im Studentendorf Schlachtensee

Kirchweg 33 · 14129 Berlin ☎ 80 40 26 86 · www.hiko-berlin.de Forschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte und der Historischen Landeskunde von Berlin-Brandenburg sowie von Brandenburg-Preußen durch wissenschaftliche Projekte, Publikationen, Vorträge, Tagungen und andere öffentliche Veranstaltungen.

Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte� „Zwölf Knirpse“ e.V. � Lissabonallee 6 · 14129 Berlin ☎ 802 60 20 · www.12knirpse.de Kinder-, Jugend- und � Gästehaus am Wannsee� Kath. Kita zu den heiligen � Praktische Pädagogik e. V.� zwölf Aposteln�

Wassersportgemeinschaft � am GroSSen Fenster e. V.� Am Großen Fenster 1 · 14129 Berlin ☎ 803 71 37 · www.wag-berlin.de Wind Surfing Verein Berlin e. V.� Wannseebadweg 46 · 14129 Berlin ☎ 033203-77 16 18 · www.wsev.de

Tewsstr. 16 · 14129 Berlin ☎ 801 36 33 www.hl-12-apostel.de/Kita.htm

Badeweg 7 · 14129 Berlin ☎ 803 55 03 www.haus-am-wannsee.de

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