Lichterfelde West Journal - Oktober/November 2026

Journal für Lichterfelde West, Botanischer Garten und Schweizer Viertel

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Oktober/November Nr. 5/2026

Lichterfelde West Journal für Lichterfelde West, Botanischer Garten und Schweizer Viertel

Filme, Führungen, Vorträge Herbstprogramm im Bundesarchiv GRATIS ZUM MITNEHMEN

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Filme, Führungen, Vorträge

Herbstprogramm im Bundesarchiv

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er an der Finckensteinallee in Lichterfelde vorbeigeht, blickt auf eine weitläufige Anlage mit wechselvoller Vergangenheit.

Als preußische Hauptkadettenanstalt errichtet, wurde sie später Kaserne der US-Armee unter dem Namen „Andrew Barracks“. Seit 1994 beherbergt

das Gelände das Bundesarchiv. Im Herbst 2026 lädt es zu einer Reihe öffentlicher und kostenfreier Veranstaltungen ein, die von persönlichen Filmschätzen

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Impressum

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13. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH

über frühe Kinopioniere bis hin weltweite „Home Movie Day“ zur Theatergeschichte der DDR statt. Zwischen 14  Uhr und reichen. 18  Uhr können Bürgerinnen und Bürger private Filmrollen (8mm, Super 8, 16mm), VideoEigene Filmschätze kassetten oder Digitaldateien begutachten lassen mitbringen. Expertinnen und Am Donnerstag, dem 15.  Ok- Experten des Archivs prüfen tober 2026, findet im Foyer der das Material kostenfrei, geben

Das Lichterfelde West Journal erscheint alle zwei Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe

Dezember/Januar Nr. 6/2026

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.11.2026 Erscheinung: 01.12.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Lichterfelde West Journals

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Lichterfelde West Journal Aufbegehren der Ensembles im Herbst 1989. Zur Illustration werden zeitgenössische Dokumente aus den Archivbeständen gezeigt. Der Eintritt zu allen genannten Veranstaltungen in der Finckensteinallee 63 ist frei.� ◾

Ratschläge zur Erhaltung und besprechen auf Wunsch eine Übernahme in den Archivbestand. Um 16.45 Uhr beginnt eine Führung durch das Magazin und die Filmdigitalisierungs-Werkstatt. Den Abschluss bildet ab 18 Uhr im Kinosaal eine Vorführung seltener Amateurfilme des Kameramanns Hans Schaller, einem engen Freund von Heinz Rühmann, die live kommentiert wird.

Die Anfänge des Kinos: Die Brüder Skladanowsky Am Donnerstag, dem 5.  November 2026, widmet sich das Archiv den deutschen Anfängen des bewegten Bildes. Um 16.45 Uhr startet im Foyer des Benutzungszentrums eine Führung durch die Ausstellung „Habe ich den Film erfunden? Max Skladanowsky – Pionier, Visionär & Hochstapler“. Die Schau präsentiert Geräte, Dokumente und Fotografien aus dem Nach lass der Gebrüder Skladanowsky. Im Anschluss, ab 18 Uhr, zeigt das Archiv im Rahmen der Reihe „Lichterfilme“ ausgewählte Arbeiten der Filmpioniere, ergänzt durch eine Live-Daumenkinovorführung. Eine Anmeldung für die Führung und den Film­ abend ist nicht erforderlich.

Führung und DDR-Theater Die bewegte Geschichte des Lichterfelder Archivgeländes selbst steht am Donnerstag, dem 12.  November 2026, im Mittelpunkt. Um 16.45 Uhr beginnt eine Geländeführung, die den Bogen von der preußischen Nutzung über die NS-Zeit und die US-Garnison bis zum heutigen modernen Benutzungszentrum spannt. Um 18 Uhr beginnt der Vortrag „Von der Bühne auf die Straße. Theater in der späten DDR“ von Dr. Jutta Braun. Der Beitrag befasst sich mit der Rolle der Theater als kritische Ersatzöffentlichkeit in der späten DDR und dem

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Umbau am Bahnhof Lichterfelde West Mehr Sicherheit und Barrierefreiheit für den Kiez

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ange wurde geplant, diskutiert und geprüft – nun rücken in Lichterfelde West die Bauarbeiter an. Am Montag, dem 14. September, begann die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Wer dort einkauft oder zur S-Bahn eilt, muss sich in den kommenden Monaten auf Veränderungen einstellen. Ziel der Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität im Zentrum des Ortsteils zu erhöhen und den Platz fußgängerfreundlicher und möglichst barrierefrei zu gestalten. Bezirksstadtrat Aykal zeigt sich angesichts des Baustarts er leichtert. Er erinnert daran, dass die Ideen aus der Bürgerschaft bereits vor längerer Zeit in Beteiligungswerkstätten gesammelt wurden. Bevor diese jedoch umgesetzt werden konnten, standen noch umfangreiche Verkehrsuntersuchungen und Planungsverfahren an. Spätestens im Frühsommer 2027 soll der Bahnhofsvorplatz fertiggestellt sein und den Kiez optisch

wie funktional aufwerten.

Bauarbeiten in mehreren Etappen Damit die Einschränkungen für Anwohner und Gewerbetreibende so gering wie möglich bleiben, finden die Bauarbeiten schrittweise in mehreren Etappen statt. Die Nahversorgung im Umfeld des Bahnhofs bleibt

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leichtern und barrierefrei machen soll.

Einschränkungen während des Umbaus Ganz ohne Einschränkungen wird der Umbau jedoch nicht ablaufen. Fußgänger werden sicher vor und hinter den jeweiligen Baustellen über die Straße geleitet. Autofahrer müssen im Baustellenbereich mit verengten Fahrbahnen, temporär wegfallenden Parkplätzen und wechselnden Verkehrsführungen – teils als Sackgasse oder im Gegenverkehr – rechnen. Auch eine kurzzeitige Vollsperrung ist geplant, über deren genauen Zeitpunkt das Bezirksamt rechtzeitig informiert. durchgehend gesichert. Los ging es zunächst am Gehweg der Baseler Straße sowie in der benachbarten Hans-Sachs-Straße, wo neue Fahrradbügel montiert wurden. Für Radfahrer ist das ein wichtiges Detail: Die alten Fahrradständer am Bahnhof müssen für die Bauarbeiten ausgebaut werden. Seit dem 21. September können Fahrräder an den neuen Bügeln in der Hans-Sachs-Straße

oder im Bereich der Curtiusstraße angeschlossen werden. Das Kernstück des Umbaus zielt auf die Verkehrssicherheit ab. Geplant sind Gehwegvorstreckungen, abgesenkte Bordsteine und partielle Sanierungen der Pflasterung. Zudem entsteht an der Ecke Baseler Straße und Hans-Sachs-Straße eine neue, asphaltierte Querung, die das Überqueren der Fahrbahn er GardinenAtelier • Dekorative Gardinen • Individuelle Beratung bei Ihnen zu Hause

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Pause im Winter Eine gute Nachricht gibt es für den lokalen Einzelhandel: Der erste große Bauabschnitt soll pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäfts abgeschlossen sein. Danach legen die Bagger eine längere Winterpause ein. Erst im Frühjahr 2027 werden die Arbeiten wieder aufgenommen.� ◾

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Öffungszeiten: Mo - Sa 10-13 Uhr Mo - Do 15-18 Uhr

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Wolfgang Holtz: In Sachen Steglitzer Geschichte besser als manches Lexikon.

Was wäre der Bezirk ohne Wolfgang Holtz? Heimatforscher, Geschichtsfreund, Stadtführer und Autor

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istoriker und Heimatforscher gibt es etliche – doch wohl kaum einen, der so anschaulich und begeisternd zu erzählen weiß, wie Wolfgang Holtz. Selbst größte Geschichtsmuffel lässt er aufhorchen und geleitet sie mitten hinein in seine vielfältigen Zeitreisen. – Hat man gar das Glück, ihn Zuhause in Lichterfelde im schmucken Häuschen am Spindelmühler Weg besuchen zu dürfen, muss man aufpassen, nicht Zeit und Raum beim

Durchstöbern seiner Sammlerschätze zu vergessen. Außerhalb des Hauses an der Gartenlaube ist es nicht weniger spannend, über Mutter Holtzens Grabstein hängen an der Laubenwand da „ausgemusterte“ Gedenktafeln, zu denen der Hausherr natürlich auch Erstaunliches zu erzählen weiß. Und dann ist da Wilma Gütgemann-Holtz, 1970 von Bonn nach Berlin gekommen und seit 5.12.1985 bestärkende Ehefrau hinter ihm, die seine

Leidenschaft für Geschichtsträchtiges und Sisyphus-ähnliche Archivarbeit teilt: Das Friedens-Bataillon von erzgebirgischen Elfpunkte-Engeln in der alten Hängevitrine geht auf ihr Konto, ebenso die antiken Porzellanfiguren und die Porzellan-Mohrensammlung à la Sarotti. Für die über 12.000 gesammelten Ansichtskarten im Haus zeichnet sie ebenso mitverantwortlich. Sucht Ehemann Wolfgang in seinem für Zahlen und Geografie noch i

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Lichterfelde West Gesundheit Journal mer phänomenalem Gedächnis doch einmal etwas länger nach einer Jahreszahl oder einem Nachnamen, hat bestimmt Wilma beides parat. Wolfgang und Wilma: Zwei, die sich gesucht und gefunden haben.

Von Steglitz in die weite Welt hinaus und zurück Als echter Steglitzer muss Wolfgang Holtz unbedingt bezeichnet werden; wenn auch nicht als waschechter, da beide Elternteile aus Ostpreußen stammten, ihre Heimat kriegsbedingt verlassen mussten. Am 2.10.1949 geboren („Ein Freund, der Mitentscheider bei der Datumwahl für den Tag der Deutschen Einheit war, hatte

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elterlichen Schrebergarten in Südende, wuchs nahe Munsterdamm auf. Schon früh wurde er „Mecki“ gerufen, worauf wohl seine erste Sammlung von HÖRZU-Meckifiguren und -Zeichnungen zurückzuführen ist, die später Platz für Geschichtliches machen musste und irgendwann verkauft wurde. Mecki lernte also das ABC auf der MarkusGrundschule und konjugierte Viele der 12.000 Ansichtskarten waren schon Grundlage von zahlreichen als Gymnasiast Lateinische Ausstellungen. Verben auf der einstigen Tanden 3.10. favorisiert, damit ich nenberg-Schule (heutiges Willinach meinem Geburtstag im- Graf-Gymnasium) in Lankwitz. mer ausschlafen kann“), blieb Doch darüber kam auch der er Steglitz und Lichterfelde bis Sport nicht zu kurz. Von frühesheute treu, führten ihn seine ter Jugend an spielte Wolfgang Reisen und Wanderungen doch nicht ganz unbegabt Fußball, immer wieder dorthin zurück. so beim SSC-Südwest und beim Er buddelte nach Möhren im BFC Viktoria 89, wo er es bis zur

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höchsten Amateur-Liga brachte. Etliche Vereins- und Spielerreisen führten ihn bereits als Schüler und Student weit in die Welt hinaus. – Und sie brachten ihm rund 40 außereuropäische Länder näher, darunter Israel,

Wohlgeordnete Geschichte.

Indien und das Ceylon der 60erJahre, als dort noch kaum Tourismus herrschte. In Südafrika war Wilma mit, auch wenn die Hitze im Stadion ihr nur zweifelhaftes Vergnügen bereitete. „Vielleicht ist durch diese Reisen mein Interesse für Geschichte und das Interesse an Orten, die etwas zu erzählen haben, sowie mein Bedürfnis, dort hinter die Kulissen schauen zu müssen, noch gestärkt worden“, sinniert Wolfgang Holtz heute. Heimatkunde hatte ihn schon in der Grundschule fasziniert, später dann Geschichte in der Oberschule. Hilfreich dabei war – wie er selber sagt – wohl sein gutes Zahlengedächtnis, das ihn sich jede Zahl leicht merken ließ. Mit

Hilfe der Geografie erstellte er sich Bilder im Kopf, die ihm Geschichte ortsgenau vor Augen führten. „Die Geografie agiert dabei als ein Rahmen, in dem sich die jeweiligen geschichtlichen Hintergründe und Zahlen ordnen“, erklärt Holtz dieses Phänomen. Seine Liebe zu Heimatkunde und Geschichtszahlen führte ihn schließlich in seinem Heimatbezirk an die Pädagogische Hochschule. Er wurde Grundschullehrer, war u. a. lange Jahre an der Paul-Schneider-Grundschule in Lankwitz tätig, während Wilma als Erzieherin in einem Kinderheim arbeitete. 19982001 wurde zur Glückszeit für das Steglitz Museum: Wolfgang

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Lichterfelde West Journal Holtz war während dieser Zeit Vorsitzender des Vereins und setzte die Tradition der wechselnden Ausstellungen fort. Als Heimatforscher widmete er sich besonders fachkundig der Sammlung im Archiv und der Ausweitung der Bibliothek, um Steglitzer Geschichte für Besucher greifbarer und verständlicher werden zu lassen.

Brandenburg und Barlog Auch wenn Wolfgang Holtz in erster Linie Heimatforscher war, der aus seinen Forschungen etliche heimatkundliche Bücher über bekannte Bezirksnamen, Ortsteile („Südende“), Friedhöfe wie den Friedhof Bergstraße („Gräber und gelebtes Leben““) allein oder mit Autoren wie Christian Simon geschrieben hat, er nennenswerte Veranstaltungen und Ausstellungen wie 2013 die über das versunkene Weltunternehmen der „Neuen Photografische Gesellschaft“ oder vor Kurzem zur Enthüllung der Gedenktafel für Hermann Muthesius in Großneuhausen sowie unzählige Vorträge und Führungen mit eigenem

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Spricht man ihn und seine Frau dann noch auf seinen früheren Nachbarn und Freund, den großen Theatermann Boleslaw Barlog an, ist einem ein weiteres Stündchen spannendster Geschichte sicher: Denn erzählen und gastfreundlich sein, auch das können Wolfgang und Wilma, – was ihnen stets ein volles Wohnzimmer und einen gut besuchten Garten bei Vortragsund Kulturveranstaltungen in Widmung von Boleslaw Barlog für Wilma und Wolfgang Holtz. ihrem Haus bescherte. Archivmaterial auf die Beine So tauchten sie privat mit Regestellt oder begleitet hat: Sei- gisseur und Intendant Barlog ner Liebe zum Erwandern und und dessen Frau Herta in desBereisen der Heimatumgebung sen Theater-Freundeskreis mit gab er nur zu gerne nach. Die großen Namen wie Horst BuchLeichtigkeit seiner Bezirks- holz oder Marianne Hoppe ein, spaziergänge ist vielen im Ge- fuhren tags darauf dann als dächtnis geblieben. Ab 1972 dann bereisten er und Wilma in der DDR systematisch die Mark Brandenburg, was ihnen viele echte Freundschaften, unverfälschte Ortskenntnisse und unschätzbares Geschichtswissen einbrachte – aber auch eine über 300 Seiten dicke Stasiakte. Auch die kann Holtz dem Besucher dank seiner und Wilmas beneidenswerter Ordnung mit einem Griff und ehrlichem Holtz´sche Gedenkecke für die Postrouten. Schmunzeln präsentieren.

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Foto privat

gute Nachbarn gemeinsam in die Mark. Wilma schrieb für das Buch von Harald Hensel „Lichterfelde West nach1945 Menschen-Erlebnisse-Erinnerungen“ über die berühmten Freunde den liebevoll würdigenden Beitrag „In guter Nachbarschaft mit Herta und Boleslaw Barlog“, während Wolfgang dafür sorgte, dass 2009 am Nachbarhaus 10 Jahre nach Barlogs Tod eine Gedenktafel für den berühmten Nachbarn angebracht wurde – so, wie Holtz sich immer wieder in Steglitz gegen das Vergessen für Gedenktafeln und vernach lässigte Gräber bekannter Leute wie Max Kaus und Walter Leistikow eingesetzt hat.

Historische Postrouten und alte Wege liegen Holtz von jeher am Herzen, wie auch die akkurat in seinem Haus gestaltete Postweg-Ecke dokumentiert. Diese Wege führten ihn bereits nach Dresden, Magdeburg, Cottbus und Hamburg. Eine Gedenktafel mit dem Namen Wolfgang Holtz gibt es daher bereits zu seinen Lebzeiten: Anlässlich seiner ge meinsam mit seinem Freund Klaus Janetzki getätigten Erwanderungen nach alten Karten sowohl des Pilgerweges nach Wilsnack im Jahr 1988 als auch des ursprünglichen Postweges 1994 von Berlin nach Hamburg und 2004 in Gegenrichtung von Hamburg nach Berlin kamen bei allen Wanderungen beide durch Linum, wo die Gedenktafel sie heute dafür ehrt. Auch wenn Wolfgang Holtz inzwischen deutlich weniger mit Führungen und Vorträgen unterwegs ist, als fachkundiger Berater in Sachen Steglitzer Heimatgeschichte bleibt er weiter gefragt und unschlagbar. – Genügend Stoff dafür wartet wohlsortiert in Schränken und Ordnern darauf, zum Einsatz zu kommen. Und dann sind da auch noch Wände voller Bücher, die von Wolfgang und Wilma gelesen werden wollen – beiden dürfte es also kaum langweilig werden. Wobei sie sich insgeheim schon heute fragen, was später einmal aus ihrer ebenso in jeder Hinsicht wertvollen, wie ihnen ans Herz gewachsenen Geschichtssammlung werden soll.� ◾ � Jacqueline Lorenz

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Freundeskreis Schlosspark Theater in Berlin e. V. Über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement in Steglitz

Die Einführungsmatinées unter Moderation von Holger Thomsen sind stets sehr gut besucht, Anmeldung erbeten. � Foto: Freundeskreis Schlosspark Theater in Berlin e. V. Werner Brinkmann

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ereits im 31. Jahr steht das Traditionshaus Schlosspark Theater Berlin im ideellen Mittelpunkt der VereinsAktivitäten des Freundeskreis Schlosspark Theater in Berlin e. V.. Vereinsziel ist in erster Linie, das auf eine lange Geschichte zurückblickende Privattheater von Dieter Hallervorden zu unterstützen und zu fördern. Dass Vereinsmitglieder und Theaterfreunde darüber hinaus auch einen erweiternden Blick auf ein gerade auf dem Premierenplan stehendes Stück und das ein oder andere appetitlich präsentierte Theaterhäppchen erhalten, ist nicht zuletzt dem gut organisierten und in konstruktivem Austausch mit der Theaterleitung stehenden

Vorstandsteam rund um Holger Thomsen zu verdanken.

Angebote für Alt... Jeweils am Sonntag vor der Premiere einer Eigenproduktion bitten Verein und Intendanz bei freiem Eintritt um 11  Uhr ins Schlosspark Theater zur Einführungsmatinée, in der Interessantes, Wi s s e n s we r t e s und oft auch Erstaunliches rund um Stück und Schauspieler ans Scheinwerferlicht kommt: Souverän moderiert vom Vereinsvorsitzenden Holger Thomsen, der dabei auch persönlichen Fragen aus dem Publikum an die anwesenden Schauspieler und Regisseure Raum gibt und damit hilft, neue Zuschauer und Freun de für das Theater an der Schloßstraße zu gewinnen. Den Sonntagvormittag ausklingen lassen und mit Verein, Gleichgesinnten und Schauspielern ins Gespräch kommen, können die Besucher dann anschließend bei Kaffee und einem vom Vorstandsteam gegen Spende angebotenen selbstgebackenen Stück Kuchen. Während das Matinée-Angebot (möglichst unter Voranmeldung) auch für alle theaterinteressierten Nicht-Mitglieder des Freundeskreis-Vereins gilt, erwarten die derzeit 230 Vereinsmitglieder weitere schmackhafte Appetithäppchen: Die reichen von der kostenlosen Einladung des Theaters zu Voraufführungen und Premieren der jährlich etwa sechs auf die Bühne gebrachten Eigenproduktionen bis hin zu von Holger Thomsen moderierten Gesprächsrunden hinter den Kulissen mit einzelnen Scha

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Gesprächsrunde für Freundeskreis-Vereinsmitglieder im Theater-Champagnersaal: humorvoll mit Schauspieler-Schwergewicht Frank Kessler. � Foto: Freundeskreis Schlosspark Theater in Berlin e. V. Werner Brinkmann

spielern des Schlosspark Theater Berlin. Und natürlich schaut auch Hausherr Dieter Hallervorden von Zeit zu Zeit vorbei und ist stets hochwillkommener Teilnehmer der alljährlichen Weihnachtsfeier des Freundeskreises. – Viel Theaterfreude und -unterstützung wird also geboten für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von lediglich 80 Euro.

...und Jung Mitgliedsbeiträge und Spenden werden auch für den Schlosspark-Theaterzuschuss verwendet, um Schülergruppen dort einen Pro-Kopf-Eintritt von erschwinglichen 5 Euro zu ermöglichen. „Gerade das aktuelle Stück „Putsch“ ist auch für Schüler ausgesprochen geeignet. Das Stück ist absolut sehenswert. Es handelt sich dabei um politische Aufklärung, die durch ein humoristisches Lehrstück vermittelt wird. In Trier, wo es schon 2025 aufgeführt wurde, nannte man es Polit-Satire. Es ist wirklich gehobene Unterhaltung. Damit ist das Schlosspark Theater hoch aktuell. Es gibt viel Ernsthaftes, aber auch Vieles zum Lachen mit einer gelungenen Schlusspointe. – Das Stück ist damit auch für Schüler unbedingt geeignet, zeigt es doch die subtile Machtergreifung einer Partei, wobei auch das Versagen der demokratischen Kräfte herausgearbeitet wird“, erklärt Holger Thomsen, der sein Berufsleben als Deutsch- und Geschichtslehrer sowie als Fachbereichsleiter für Gesellschaftswissenschaft am Hermann-Ehlers-Gymnasium verbrachte und dort auch über 30  Jahre die Theater-AG der Schule in Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und darüber hinaus als Stückeschreiber unterstützte. Nun sieht er es als seine ehrenamtliche Aufgabe, die Kommunikation zwischen Schlosspark Theater und Freundeskreis zu pflegen, ohne – auch im Sinne des Schlosspark Theater – dabei den Publikums-Nachwuchs aus den Augen zu verlieren. „Putsch“ mit dem Untertitel „Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie“ steht noch bis zum 18. Oktober 2026 auf dem Spielplan des Schlosspark Theater

Berlin und zeigt, dass Demokratie kein Selbstläufer ist, sondern ein täglicher Kraftakt. An der Eintrittermäßigung interessierte Schülergruppen können sich über E-Mail freundeskreis@ schlosspark-theater.de an den Freundeskreis Schlosspark Theater Berlin e. V. wenden.

Ein starkes Team, bei dem jeder seine Hauptaufgabe mit viel ehrenamtlicher Energie und Liebe zum Schlosspark Theater vertritt, weiß der 1. Vorsitzende Holger Thomsen hinter sich. Die aktuellen Vorstandsmitglieder sind, jede(r) für sich, bereits seit 2014 für den Verein aktiv tätig. Als 2. Vorsitzender agiert Holger Thomsens ehemaliger Kollege Richard Faller, der 35  Jahre lang die TheaterAG des Steglitzer Hermann-Ehlers-Gymnasiums leitete. Heute macht er in erster Linie Schulen im Berliner Südwesten auf geeignete Theateraktivitäten und damit Schüler, junge Leute und Studierende auf die vielfältigen Angebote des Schlosspark Theater aufmerksam. Während

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Lichterfelde West Journal Sabine Beck vom Vorstand als Schriftführerin und Protokollantin den Überblick hält, hat Gisela Brokamp die Finanzen des Vereins fest im Griff. Vielen Theaterfreunden als gute Seele ist Monika Ludewig bekannt, die den Freundeskreis mit viel Herzlichkeit zuverlässig in seiner Außendarstellung vertritt, sei es bei Events, Sommerfesten oder den Einführungs-Matinées. Daneben sind zahlreiche Vereinsmitglieder zuverlässige Helfer, wenn viele Hände gebraucht werden. „Ich kann mit unserem Team sehr

noch ist jede Spende willkommen und trägt gemeinsam mit den Mitgliedsbeiträgen des Vereins dazu bei, die Präsenz und Verankerung des Schlosspark Theaters im bezirklichen, regionalen sowie hauptstädtischen Kulturleben zu bewahren und zu verbessern, die Programmqualität und -vielfalt des Theaters zu unterstützen, Interesse am Sprechtheater durch Aktionen und Kooperationen mit Schulen zu fördern sowie die Vernetzung mit Kulturinteressierten und -schaffenden im Bezirk zu stärken.

zufrieden sein“, betont Thomsen, der zusätzlich das inzwischen stete Wachsen des Freundeskreis-Vereins lobt. – Auch wenn ein kleiner Wermutstropfen diese Zufriedenheit trübt: Eine Anerkennung des Vereins als gemeinnützig ist noch immer nicht möglich, da es sich beim Schlosspark Theater Berlin um ein Privattheater handelt. Den Foto: DERDEHMEL/Urbschat

Historie Nach längerer Vorgeschichte war im Februar 1995 der „Freundeskreis Schloßpark-Theater Berlin e. V.“ gegründet worden. – Damals noch mit dem gemeinnützigen Zweck, dass „...dieser Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, die kultu 15 15

rellen Interessen des SchloßparkTheaters in Berlin fördert und gleichermaßen die Aufgabe hat, durch die Wiederbegründung des Deutschen Theaters in Prag an die deutsch-tschechische Theatertradition anzuknüpfen und den deutsch-tschechischen Kulturaustausch zu fördern und zu unterstützen.“ Nicht einmal vier Monate hielt diese Verbindung der beiden Theater. Später wurde die Förderung des Deutschen Theater Prag aus der Satzung des Freundeskreis gestrichen. Nach jahrelanger weniger erfolgreicher Phase des Freundeskreises, die wohl den wechselnden Theaterleitungen zu schulden ist, ging es mit der Übernahme des Schlosspark Theater Berlin durch Dieter Hallervorden im Jahr 2009 mit dem Freundeskreis-Verein allmählich, wenn auch wechselhaft, voran: Erst 2013 aber kam mit neuem Vorstand gleichmäßige Fahrt auf, die seit 2016 mit dem heutigen Vorsitzenden Holger Thomsen und dem aktuellen Vorstandsteam am Ruder nun kontinuierlich an Tempo gewinnt. Weitere Informationen und Kontakt zum Freundeskreis Schlosspark Theater in Berlin e. V. unter www.freundeskreisschlossparktheater.de. Die nächste Einführungsmatinée zur Premiere der Komödie „Was ist los mit der Welt?!“ findet am 18. Oktober 2016 um 11 Uhr statt. Anmeldung erbeten. Spielplan und Informationen zum Schlosspark Theater Berlin unter www.schlossparktheater. de � Jacqueline Lorenz

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Lebendiges Grün im eigenen Garten

Ausstellung im Botanischen Garten beleuchtet Artenvielfalt

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er eigene Garten ist meist viel lebendiger, als es auf den ersten Blick scheint. Wer genauer hinsieht, entdeckt neben den gezielt gepflanzten Blumen eine Vielzahl an Wildtieren, Insekten und Kleinstlebewesen. Diese oft verborgene Natur steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“, die zurzeit im Botanischen Garten Berlin zu sehen ist.

Wichtige Rückzugsorte Die Schau zeigt auf, dass private Gärten wichtige Rückzugsorte für heimische Tier- und Pflanzenarten sein können. Anhand verschiedener Organismengruppen wie Pilzen, Flechten, Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln werden ökologische Zusammenhänge im Gartenalltag erklärt. So erfahren Besucher beispielsweise, welche zentrale Rolle Pilze im Ökosystem einnehmen oder wie Vögel und Säugetiere das eigene Grün als Lebensraum nutzen. Auch weniger beachte Grafik: Verband Botanischer Gärten

te Gartenbewohner wie Moose dem Informationen darüber, wie oder die Lebewesen im Garten- sich die Tier- und Pflanzenwelt teich werden thematisiert. mithilfe digitaler Anwendungen erfassen lässt – beispielsweise im Rahmen von gemeinschaftPraxis im Alltag lichen Beobachtungsaktionen Neben der Wissensvermittlung wie dem „BioBlitz“. bietet die Präsentation auch Die Ausstellung läuft bis zum praktische Unterstützung für 1. November 2026. Der Besuch den Alltag im Bezirk. Steckbriefe ist im regulären Eintrittspreis stellen unterschiedliche Lebens- des Gartens inbegriffen. Der Boräume vor und geben konkrete tanische Garten Berlin ist in den Tipps, wie die Artenvielfalt auf Sommermonaten täglich von dem eigenen Grundstück oder 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Weidem Balkon aktiv gefördert wer- tere Informationen unter www. den kann. Wer selbst zum Entde- bo.berlin/de/wilde-vielfalt-imcker werden möchte, erhält zu- garten-0.� ◾

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Das Culinarium zeigt die Ausstellungen „Vom Acker bis zum Teller“ sowie „HI[STORY] OF FOOD“.

Herbstfeste und Jubiläum

Domäne Dahlem lädt zu Marktfesten und Zeitreise ein mehrere Veranstaltungen auf dem Programm.

Kürbisernte auf dem Feld

Das Herrenhaus der Domäne Dahlem stammt aus dem Jahr 1560.

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ie Domäne Dahlem ist weit mehr als eine grüne Oase – sie ist ein Ort mit tiefer historischer Verwurzelung. Die Geschichte des im 15. Jahrhundert erwähnten Ritterguts reicht weit. Im Jahr 1841 erwarb der preußische Staat das Anwesen samt dem dazugehörigen Land und wandelte es in eine königliche Domäne um, die

fortan als landwirtschaftlicher Musterbetrieb diente. Dass dieses historische Areal heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdankt sich einer Bürgerinitiative, die die Ländereien des Guts im Jahr 1976 vor der geplanten Bebauung rettete. Genau 50 Jahre nach dieser Rettung und der Gründung des Museumsvereins stehen im Oktober 2026 gleich

Den Auftakt des herbstlichen Programms bildet das traditionelle Erntefest am Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober 2026. Jeweils von 10 Uhr bis 18  Uhr können Besucherinnen und Besucher Kürbisse direkt auf dem Domäne-Acker ernten. Neben bekannten Klassikern wie Hokkaido und Butternut gibt es auch seltenere Sorten wie der Spaghettikürbis, der gerippte „Futsu Black“ oder der „Sweet Dumpling“. Ergänzt wird das Wochenende durch einen Markt auf dem Gutshof, Angebote der Bio-Gastronomie und Ausstellungen in der

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7 Nutztierarten und 9 Haustierrassen werden auf dem Archehof gehalten.

historischen Depotscheune. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.

50-jährige Bestehen des Museums und des Fördervereins „Freunde der Domäne Dahlem e. V.“. Von 11  Uhr bis 17  Uhr erwartet die Gäste ein kostenfreies Festprogramm. Neben Musik, Vorträgen und Traktorfahrten Großes Jubiläumsfest wird an diesem Tag eine neue bei freiem Eintritt Sonderausstellung im Barocken Am Sonntag, dem 11. Oktober Saal des Herrenhauses feierlich 2026, feiert die Domäne das eröffnet.

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Herbstmarkt mit Kunsthandwerk Am vorletzten Oktoberwochenende, dem 18. und 19. Oktober, öffnet jeweils von 10  Uhr bis 18 Uhr der traditionelle Herbstmarkt. Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker präsentieren hier ihre Arbeiten aus den Bereichen Textil, Keramik und

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Pflegedienst Ihre Vorteile bei Simpatia Bei uns stehen Sie im Mittelpunkt. Mit Simpatia gewinnen Sie Sicherheit, Entlastung und ein starkes Team an Ihrer Seite. Keine Sprachbarrieren Alle Mitarbeitenden sprechen fließend Deutsch und gewährleisten damit eine vertrauensvolle und verständliche Betreuung. Das wird auch in Zukunft ein Markenzeichen unseres Pflegedienstes bleiben. Eine hohe Fachkräftequote für Sie! Dadurch erhalten Sie eine hochqualitative Pflege! Ihre Fragen werden von Fachpersonal beantwortet! Alle gebuchten Leistungen können in einem Einsatz erfolgen. Ihnen wird sämtliche Bürokratie abgenommen! Eine deutlich spürbare Entlastung für Sie und mehr Zeit für die Familie! Feste Bezugspersonen durch kleine Teams! Sie müssen sich nicht mehr als 3-4 Gesichter merken! Sie entscheiden, wo Sie Hilfe benötigen. Von der Unterstützung am Waschbecken über den Wocheneinkauf bis hin zum Verbandswechsel. Schnelle Aufnahme innerhalb von 24 Stunden! Wenn Sie bis 15:00 Uhr anrufen, kommen wir in aller Regel noch am selben Tag bei Ihnen vorbei!

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Auf dem Landgut der Domäne Dahlem können Besucher die Landwirtschaft hautnah erleben.

Schmuck und führen ihre Techniken vor Ort vor – darunter das Drechseln von Holzschüsseln an einer historischen, fußbetriebenen Wippdrehbank. Für Familien gibt es an beiden Tagen zwischen 12  Uhr bis 16  Uhr zahlreiche Mitmachaktionen, darunter Gestalten von Herbstdekoration, Kerzenrollen

aus Bienenwachs und Trocknen von Apfelringen. Außerdem Traktorrundfahrten (11  Uhr bis 17 Uhr) und Kutschfahrten (12  Uhr bis 13.30  Uhr sowie 14.30 Uhr bis 16 Uhr). Das GalliTheater tritt um 14 Uhr und um 15.30 Uhr im Zelt auf dem Gutshof auf. Zudem sind die handwerklichen

Partnerbetriebe auf dem Gutshof von 11  Uhr bis 18  Uhr geöffnet und das Culinarium zeigt die Ausstellungen „Vom Acker bis zum Teller“ sowie „HI[STORY] OF FOOD“ von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder unter 12  Jahren haben freien Eintritt.� ◾

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Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte

Was gilt als wertvoll? Ausstellung im Forschungscampus Dahlem

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eld ist in unserem Alltag allgegenwärtig – sei es der schnelle Blick auf den Kontostand, das Bezahlen mit dem Smartphone an der Supermarktkasse oder das Sammeln von Pfandflaschen. Doch Geld ist weit mehr als nur ein Tauschmittel. Unter dem Titel „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ widmet sich eine neue Ausstellung im Forschungscampus Dahlem der Frage, wie Geld seit Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung, Weimarer jeher unser Weltbild prägt und Republik, (Ausschnitt), 20. Jahrhundert. Foto: bpk-Fotoarchiv / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Willy Römer definiert, wer oder was von Wert � ist. Konzipiert wurde die Schau leuchtet die Spanne zwischen der Historie und unseren heutivon den Volontären der Stiftung achtlos weggeworfenem Müll gen Diskussionen über Konsum Preußischer Kulturbesitz. und einer existenziellen Einnah- und Verantwortung geschlagen mequelle, während ein einfacher werden. Handschuh stellvertretend für Die Ausstellung läuft vom Anschauliche die oft unsichtbare Sorgearbeit 2. Oktober 2026 bis zum 17. JaGeschichten in unserer Gesellschaft steht. nuar 2027 im ForschungsDie Ausstellungsmacher verzich- Auch Musikinstrumente wie die campus Dahlem, Lansstraße  8, ten auf trockene Finanztheorien Drehleier, die einst sowohl am 14195  Berlin. Geöffnet ist Donund setzen stattdessen auf an- Hofe als auch von Straßenmusi- nerstag und Freitag von 14 bis schauliche Geschichten hinter kern gespielt wurde, dienen als 20  Uhr, Samstag und Sonntag historischen und alltäglichen Zeuge gesellschaftlicher Unter- von 11 bis 18 Uhr. Wer das Thema im Anschluss Objekten. So wird etwa der schiede. Wertewandel am Beispiel eines noch vertiefen möchte, findet Maya-Stuckkopfes verdeutlicht: Aktiv mitmachen in Berlin-Mitte eine thematiAls Fälschung entlarvt, verliert er sche Ergänzung. Die Fokusvitrizwar schlagartig seinen finanzi- Um das Thema nicht nur theore- ne „Sammeln und (Geld)wert im ellen Marktwert, gewinnt aber tisch zu vermitteln, setzt die Aus- Wandel“ in der Staatsbibliothek für die Wissenschaft als neues stellung auf Mitmach-Stationen. zu Berlin, Unter den Linden 8, Forschungsobjekt an Bedeu- Besucher haben die Möglichkeit, greift weitere Aspekte der Austung. Kakaobohnen erzählen eigene Geldscheine zu stempeln, stellung auf. Die Öffnungszeiten die Geschichte vom Wandel ei- Werte an Waagen gegeneinan- hier sind Mittwoch von 10 bis ner historischen Währung hin der abzuwiegen oder ihre ganz 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis zu einem globalen Genussmit- persönlichen Gedanken zu 20 Uhr, Freitag bis Sonntag von tel. Aber auch Gegenstände des Reichtum, Armut und sozialer 10 bis 18 Uhr. Alltags finden ihren Platz in den Ungleichheit zu hinterlassen. Der Eintritt ist an beiden StandVitrinen. Eine Pfandflasche be- So soll eine Brücke zwischen orten frei.

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Kontaktstelle PflegeEngagement Steglitz-Zehlendorf Beratung und Unterstützung für Entlastung und Lebensqualität

Miteinander reden in der Selbsthilfegruppe kann hilfreich sein.�

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m Alter möchten die meisten von uns auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange daheim leben. Oft sind es die pflegenden und umsorgenden Angehörigen und Freunde, die zur Erfüllung dieses Wunsches maßgeblich beitragen und dabei nicht selten an ihr Limit geraten. Um Pflegende und Pflegebedürftige zu unterstützen und zu entlasten, ging im Jahr 2010 die Initiative zur Gründung der berlinweiten Kontaktstellen PflegeEngagement von drei Akteuren aus: Dem Land Berlin (vertreten durch die damalige für das Ressort zustände Senatsver waltung), den Landesverbänden der gesetzlichen Pflegekassen in Berlin und dem Verband der privaten Krankenversicherungen e. V. In der Kontaktstelle PflegeEngagment (KPE) Steglitz-Zehlendorf mit Sitz in der Villa Mittelhof finden Pflegende und Sorgende sowie alleinlebende ältere Menschen seit über 15  Jahren Unterstützung über die häusliche Pflege entlastende kostenfreie Angebote und so einen Weg hin zu besserer Lebensqualität. Die KPE bietet vertrauliche Gespräche, Informationen zu Entlastungsmöglichkeiten, ehrenamtlichen Besuchsdienst,

Foto: KPE Mittelhof

Weitervermittlung zu anderen Fachdiensten sowie verschiedene Selbsthilfegruppen und Informationsveranstaltungen zum Thema Pflege und Altersvorsorge. Derzeit werden allein in dieser Kontaktstelle unter der Trägerschaft des Mittelhof e. V. sieben Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige begleitet. Es gibt außerdem fünf unterstützende Freizeitgruppen und offene Angebote. 22  Ehrenamtliche sind im angegliederten Besuchsdienst für pflegende Angehörige engagiert, wobei die Kontaktstelle eng mit dem Nachbarschaftsladen des Mittelhof e. V. zusammenarbeitet und damit über einen weiten Pool an Ehrenamtlichen

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Stephanie Hensche und Susanne Baschinski – Wegweisende beim KPE Mittelhof in Steglitz-Zehlendorf.�

und Nachbarschaftshelfenden verfügt. Die Kontaktstelle PflegeEngagement wird gefördert von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Berlin, den Landesverbänden der Pflegekassen in Berlin und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. Sie besitzt Verbandszugehörigkeit im S­ ELKO (Verein zur Förderung von Selbsthilfe-Kontaktstellen e. V.).

Selbsthilfe, Beratung, Besuchsdienst Auf drei Säulen steht die Kontaktstelle PflegeEngagament Mittelhof: Pflegende Angehörige können sich in Selbsthilfegruppen zu Themen wie Alzheimer, Demenz, stationäre Pflege, seelische Erkrankungen austauschen und bei einem vielfältigen Angebot vom stressigen Pflegealltag relaxen. Ältere Menschen und Nachbarn können über die Kontakt stelle auch im Herta-Müller-Haus am Klöntisch Platz nehmen. Hier wird über alltägliches, besondere Erlebnisse und alle Themen, die interessieren, gesprochen. Manchmal entsteht daraus sogar gegenseitige Unterstützung. Aber auch das Beratungs- und Vermittlungsangebot ist groß, richtet sich sowohl an Pflegende als auch an ältere Menschen und Menschen mit Pflegegrad. Erstberatung findet während der Sprechzeiten telefonisch oder vor Ort in der Villa Mittelhof, im Nebengebäude Kate statt.  Für eine ausführliche Beratung wird um Terminvereinbarung gebeten. Stephanie Hensche und Sozialwissenschaftlerin Susanne Baschinski sind motivierte Ansprechpartnerinnen der Kontaktstelle PflegeEngagement. Stephanie Hensche bringt jahrelange Erfahrung aus dem Pflegebereich und der Pflege ihrer

Fotos: KPE Mittelhof

Mutter mit. Bei Hausbesuchen durch den Besuchsdienst erlebt sie selbst, wie viel Hilfebedarf oftmals in den vier Wänden besteht. Sozusagen als rechtzeitiges „Frühwarnsystem“ agieren da nicht selten die Ehrenamtlichen vom Besuchsdienst, für den weitere Mitglieder stets willkommen sind.

Zukunftsmusik: Kiezangebote besser bündeln Stephanie Hensche gibt zu bedenken: „Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz ist zu befürchten, dass der Staat sich weiter zurückzieht.“ Dadurch könnten Pflegebedürftige und ältere Menschen sowie Pflegende stärker privat auf sich gestellt werden und in prekäre Lage geraten. Gut, wenn es dann exakt koordinierte Vernetzungs- und Kontaktstellen gibt, die sich in

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Lichterfelde West Gesundheit Journal Unterstützung und Beratung im Bereich Pflege ergänzen, austauschen und aufeinander aufbauen. Derzeit gibt es zwar zahlreiche Angebote, aber die Vernetzung untereinander ist mehr als ausbaufähig, was zügig geschehen sollte. Runde Tische, Foren und Kiez-Kooperationen im eigenen Bezirk können da erste wichtige Schritte sein. Die Kontaktstelle setzt beispielsweise auf einen Austausch mit dem Nachbarschaftsladen in der Steglitzer Berlinickestraße 9. „Dadurch haben wir einen erweiterten Pool an ehrenamtlichen und nachbarschaftlichen Helfenden vorzuweisen“, betont Stephanie Hensche. Partner sind Pflegestützpunkt, Freiwilligenagentur sowie Selbsthilfekontaktstelle, Arbeitskreise und Gremien im

Verbund der Altenhilfe im Bezirk. Stephanie Hensche wünscht sich besser geknüpfte Besuchsdienstnetzwerke, Kooperationen mit Wohnungsbaugenossenschaften und Institutionen wie der Hilfswerksiedlung, und dass unterschiedliche Träger zukünftig verstärkt an Runden Tischen Platz nehmen nach dem Motto Gemeinsam mehr erreichen – zugunsten von Pflegenden und Pflegebedürftigen und leichterer Koordinierbarkeit. Dabei setzt sie für Vermittelnde und Nutzende auf bessere Überschaubarkeit unterschiedlicher Angebote, die sich ergänzen könnten, ohne in Konkurrenz miteinander zu treten. Darauf arbeiten sie und ihre Kollegin hin, stehen dazu im Bezirk u. a. im Austausch mit dem Projekt GiG

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(Getragen in Gemeinschaft) mit Nicole Herlitz, das sich den Herausforderungen des demographischen Wandels stellt. Stephanie Hensche verweist auf den am 26. November 2026 in der Villa Mittelhof von 16 bis 17.30 Uhr stattfindenden Vortrag mit der Kulturgeragogin Dr. Bettina Held zum Thema „(Vor)sorgende Gemeinschaft“, der sich dem Thema Carrie Community (sorgende Gemeinschaft) widmet und viel Gesprächsstoff in Sachen Pflegezukunft liefern dürfte.� ◾ � Jacqueline Lorenz Kontaktstelle PflegeEngagement / Mittelhof e. V. Königstraße 42 – 43 14163 Berlin E-Mail kpe@mittelhof.org Telefon 030 / 80 19 75 – 38 www.mittelhof.org

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