April/Mai Nr. 2/2026
Lichterfelde West Journal für Lichterfelde West, Botanischer Garten und Schweizer Viertel
Vom Laufzum Rennrad Radrennen rund um den Ludwig-Beck-Platz GRATIS ZUM MITNEHMEN
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Für die jüngsten Nachwuchssportler gibt es im Start- und Zielbereich ein Laufradrennen.
Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.
Radrennen durch Lichterfelde
Traditionelles Rundstreckenrennen am 23. Mai um den Ludwig-Beck-Platz
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lles an den Start – schon die Kleinsten mit Laufrädern werden von Eltern und Geschwistern angefeuert,
später sorgen ehrgeizige Radsportlerinnen und -sportler für spannende Momente. Kinderspaß und Sport liegen beim
69. Lichterfelder Rundstreckenrennen am Samstag, den 23. Mai 2026, von 13.30 bis ca. 20 Uhr dicht zusammen. Mit ei Schmiljanstraße 16 in Friedenau Reichsstraße 21 in Westend Alt-Moabit 37 in Moabit 030 / 859 655 00 www.rehbein.berlin | Schlösser | Schlüssel | Alarmanlagen | Videoüberwachung | Tresore | Zylinder | Schließanlagen | Zutrittskontrollen
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Impressum
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13. Jahrgang
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Titelbild: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.
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Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.
nem bunten Programm findet das Rennen im Rahmen der Steglitzer Woche statt. Die Veranstaltung des Vereins Zehlendorfer Eichhörnchen führt über einen 1,9 Kilometer langen Kurs durch die Augustastraße, über den Augustaplatz, die Ringstraße und die Holbeinstraße. Auf dem Ludwig-Beck-Platz ist für Essen
und Getränke für Zuschauer und Sportler gesorgt. An Ständen wird über die Vielfalt des Radsports und Einstiegsmöglichkeiten informiert.
Vom Lauf- bis zum Rennrad Erwartet werden etwa 250 Teilnehmer in neun verschiedenen
Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Lichterfelde West Journal erscheint alle zwei Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe
Juni/Juli Nr. 3/2026
Anzeigen-/Redaktionsschluss: 30.04.2026 Erscheinung: 01.06.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Lichterfelde West Journals
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Am 23. Mai starten die Radrennen rund um den Ludwig-Beck-Platz. �
Rennen. Das Spektrum reicht von der Schülerklasse U11 über ein Frauenrennen bis zu den Elite-Amateuren. Beim Jedermann-Rennen absolvieren die Sportler 13 Runden, was einer Gesamtdistanz von 24,7 Kilometern entspricht. Für die jüngsten Nachwuchssportler gibt es im Start- und Zielbereich ein Lauf radrennen, an dem zuletzt rund 35 Kinder teilnahmen. Die Sieger und Platzierten können sich über Preisgelder, Ehrenpreise und Rennradmaterial im Ge Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.
samtwert von 8.500 Euro freuen. bis 35 solcher Veranstaltungen pro Jahr allein im Westteil der Stadt. Dass das Rennen heute Letztes Rennen noch stattfinden kann, liegt seiner Art auch an der Unterstützung Das Lichterfelder Rundstrecken- durch das Bezirksamt und Berennen wird organisiert durch zirksbürgermeisterin Maren den Zehlendorfer Eichhörnchen Schellenberg sowie an Sponsoe. V., deren Vorsitzender Kars- ren und ehrenamtlichen Helfern. ten Podlesch sich besonders Die Kosten für Genehmigungen, für das traditionelle Ereignis Beschilderung und Absperrung einsetzt. Dieses Radrennen ist haben sich in den letzten Jahren das letzte seiner Art auf öffent- verdoppelt. lichen Straßen in Berlin. In den 1980er-Jahren gab es noch 30 Nachwuchsförderung
im Fokus
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Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.
Die Zehlendorfer Eichhörnchen, 1952 gegründet, sind vor allem für ihre Nachwuchsarbeit im Radsport bekannt. Aus dem Verein gingen unter anderem die Weltmeister Rainer Podlesch, Carsten Podlesch und Mike Kluge hervor. Eine weitere Veranstaltung des Vereins ist die über 100 km lange Radtouristikfahrt Ende August durch Berlin. Weitere Informationen unter www. radsport-eichhoernchen.de� ◾
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BI Blumenkiez e. V. feiert einjähriges Bestehen Erfolgreiches Bürgerengagement für einen lebendigen Kiez
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ls sich die Bürgerinitiative Blumenkiez mit Eckhard Lüth und Tobias Schwericke in der ersten Reihe am 28. Februar 2023 gründete, ging es ihnen gemeinsam mit engagierten Anwohnern und Geschäftsleuten aus dem Blumenviertel in Steglitz darum, zwischen Gardeschützenweg und Asternplatz einen ebenso attraktiven wie lebendigen Kiez zu schaffen: Denn die Sanierung Historisches Foto vom heutigen Eugen-Gerstenmaier-Platz.� Archiv Jörg Becker Immobilien der Moltkebrücke am S-Bahnhof rend der Bauzeit bis 2024 im leerstände Parkraumknappheit Botanischer Garten hatte wäh- Kiez Verwahrlosung, Geschäfts- und Nutzungskonflikte mit sich
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Botanischer Garten
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Botanischer Garten
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Blumenviertel: Asternplatz, Begonienplatz, Enzianstraße, Geranienstraße, Hortensienstraße, Hyazinthenstraße, Lilienstraße, Nelkenstraße, Tulpenstraße, Veilchenstraße.� Map data © OpenStreetMap contributors
gebracht. Von Anfang an auf Augenhöhe war das Bezirksamt mit dabei, um die Bürgerinitiative in ihren Vorhaben zur Verbesserung des Kiezes zu begleiten. Nun, nur drei Jahre später, konnten Mitglieder und Gäste im Steglitz Museum bereits einjähri ges Bestehen des inzwischen gemeinnützigen Vereins feiern, der im März 2025 eingetragener Verein geworden war. – Nicht ohne Stolz auf das Erreichte im Bezirk, das auch auf eine gesunde Symbiose von bürgerschaftlichem Engagement mit entschlosse Herbert Slesonia, Schatzmeister des BI-Vereins, Sammler Joachim Grimm und Rainer Groth, Initiator der Wandelausstellung.� Foto: BI Blumenkiez
nem politischen Handeln zurückzuführen ist. Rund 40 Gäste feierten mit dem BI Blumenkiez e. V. gemeinsam und überparteilich mit Jugend- und Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm (SPD), Umweltstadtrat Urban Aykal (Grüne)) sowie MdB Ruppert Stüwe (SPD), MdA Dr. Claudia Wein (CDU) und BVV-Mitglied Dennis Egginger-Gonzalez (Die Linke). Dabei stießen sie auch auf die gerade gewährten städtischen FEIN-Mittel zur Förderung der Nachbarschaft an. Ein besonderer Programmpunkt des Abends war die Ernennung des Lichterfelder Ortskenners und Sammlers Joachim Grimm zum Ehrenmitglied des Vereins durch Projekt-Initiator Rainer Groth. Grimm hatte u. a. mit historischen Fotografien aus seinem Archiv einen wesentlichen Beitrag zu dem im September 2025 am S-Bahnhof Botanischer
Lichterfelde West Gesundheit Journal Garten eröffneten Gemeinschaftsprojekt, der historischen Wandelausstellung „damals & heute“, geleistet.
Es wurde viel getan... Eröffnet wurde der Vereins-Festabend von Eckhard Lüth, der den Vereinsvorsitz des BI Blumenkiez e. V. gleichberechtigt zusammen mit Caro Kreiter innehat. Lüth würdigte insbesondere auch das Engagement des Bezirks zur Verkehrsberuhigung und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität zwischen Gardeschützenweg und Asternplatz in Folge des erfolgreichen Bürgerantrags nach der Wiedereröffnung der Moltkebrücke im Jahr 2024. Er erklärte an „Macher“ Urban Aykal gerichtet: „Dies ist ein gutes
Beispiel dafür, dass bürgerschaftliches Engagement und entschlossenes politisches Handeln in kurzer Zeit viel bewegen können.“ – Lob für die Politik aus
Bürgerkreisen, wie es in diesen Zeiten nicht häufig vorkommt. Zeit war an diesem Abend genug, noch einmal die Erfolge und Aktivitäten der BI Blumenkiez zwischen unter den Eichen und Gardeschützenweg sowie Tietzenweg und Begonienplatz Revue passieren zu lassen: Im November 2023 hatte die BVV den Einwohnerantrag „Den
Blumenkiez nach Fertigstellung der Moltkebrücke wieder lebenswerter und attraktiver zu machen“ mit 1.423 Unterschriften angenommen. Bis heute erfolgte Verkehrsberuhigung mit Tempo 20, außerdem wurden zusätzliche Kurzzeitparkplätze zur Vermeidung neuer Verkehrsströme geschaffen. Der EugenGerstenmaier-Platz hat nun dank neuer Sitzgelegenheiten und Begrünung eine bessere Aufenthaltsqualität. Auf dem Asternplatz kamen zwei neue Bänke dazu. Regelmäßig sorgt die aktive Pflege- und Pflanzgruppe dafür, dass Grün nicht vertrocknet und Abgeblühtes entfernt wird. Die Aufstellung und Pflege einer BücherboXX zieht große und kleine Leseratten an, die penibel dafür sorgen,
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dass kein Bücherchaos entsteht. Überhaupt sorgen monatliche Aufräumaktionen dafür, dass der Kiez seine Aufenthaltsqualität behält, wozu große und kleine Nachbarn gemeinschaftlich beitragen. Doch auch der S-Bahnhof Botanischer Garten selbst mit Gewächshaus ist von der BI nicht vergessen worden: Der Eingangsbereich des Bahnsteigs ist mit botanischen und historischen Motiven einladend gestaltet. Und in Zusammenarbeit mit den Gewerbebetreibenden begeisterten zwei kulinarische Straßenfeste mit Kunst und Musik in den Jahren 2024 und 2025 Anwohner und Gäste. Aufgrund des im Kiez angelaufenen Einwohnerwandels stieg die Kaufkraft, sodass sich die Geschäftssituation der Geschäftsleute verbessern konnte. Das positive Gesamtergebnis formuliert Eckhard Lüth so: „Das bürgerschaftliche Engagement hat sich als konstruktive
und verlässliche Triebfeder für Verbesserungen im öffentlichen Raum erwiesen. Dadurch ist im Kiez wieder ein spürbares Gemeinschaftsgefühl entstanden.
...doch es gibt noch mehr zu tun
BücherboXX bringt Farbe in den Kiez. � Foto: BI Blumenkiez
– Das Gemeinschaftsgefühl ist auch zukünftig bei BI Blumenkiez und Bezirk gefragt, wenn es darum geht, weitere Erfolge mittelfristig gemeinsam auf den Weg zu bringen: Da soll eine Gehwegvorstreckung gebaut werden für eine verkürzte Fußgängerquerung am Asternplatz/Ecke Enzianstraße, soll die Aufenthaltsfläche des Eugen-Gerstenmaier-Platzes erweitert werden und die dekorative Bepflanzung und Pflege aller
Baumscheiben mit sich bringen, sollen Pflanzaktionen, Insektenhotel und Tischtennisplatten auf dem Asternplatz Mensch und Tier Wohlfühlatmosphäre schaffen. Konzerte, Kunstaktionen, Lesungen, Vorträge und ein Erzählcafé sollen die Generationen auch außerhalb der Kiezpflege zusammenbringen. Darüber hinaus soll eine Infotafel von den verschiedenen nachbarschaftlichen Aktivitäten erzählen. Und da sind die Ideen, die noch etwas länger bis zur Realisierung brauchen könnten: So ist beispielsweise eine kreative Wegführung vom Blumenkiez zum Botanischen Garten in Überlegung, lässt ein Regionaler Wochenmarkt auf dem EugenGerstenmaier-Platz noch auf sich warten; nicht zuletzt, weil
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Bahnhof Botanischer Garten.
mit dem Bezirk erst noch die Frage der Elektro- und Wasserversorgung zu klären ist. – Wasser, das auch für die Grünpflege dringend notwendig ist und nun mit den bewilligten FEINMitteln durch das Anschaffen von Regenwassertonnen für die Bewässerung der Blumenbeete gesammelt werden könnte.
einsmitgliedern aber durchaus noch weitere Unterstützende gebrauchen, die sich mit ehrenamtlichem Engagement und je nach zeitlicher Möglichkeit in die verschiedenen Vereinsprojekte und -gruppen einbringen möchten – sei es in Pflanz-, Festtags- oder Aufräumgruppe. Aber auch eine Fördermitgliedschaft ist möglich, über die mit Spenden einzelne Projekte gezielt Packen wir´s also gefördert werden können. gemeinsam an... Wer mit seiner Unterstützung Gute Ideen gibt es reichlich. mit dazu beitragen möchte, Ihre Umsetzung kann neben dass der Blumenkiez noch leden derzeit aktiven rund 35 Ver- bendiger, attraktiver und le GardinenAtelier • Dekorative Gardinen • Individuelle Beratung bei Ihnen zu Hause
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Öffungszeiten: Mo - Sa 10-13 Uhr Mo - Do 15-18 Uhr
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Der Sitz der Leo-Borchard-Musikschule in der Grabertstraße 4.
80 Jahre Leo-Borchard-Musikschule
Es begann mit der „Volksmusikschule Steglitz“
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ie Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf blickt in diesem Jahr auf eine acht Jahrzehnte währende Geschichte zurück. Was heute als eine der größten Musikschulen Deutschlands gilt und ein breites Spektrum von Klassik bis Jazz abdeckt, hat seine Wurzeln in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Gründung in schwerer Zeit Im Jahr 1946, nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, herrschte in Berlin große materielle Not. In dieser Zeit der Ungewissheit, aber auch des
Junger Hirte (?) mit Flöte. Leider konnten wir nicht mehr über die Figur im Garten der Musikschule herausfinden. Über Hinweise freut sich die Redaktion.
Aufbruchs, gründete der Musikpädagoge und Komponist Thilo Cornelissen (1904 – 1965) die „Volksmusikschule Steglitz“. Cornelissen, der Musiklehrer am heutigen Hermann-EhlersGymnasium war, wollte neue Möglichkeiten schaffen, Musik zu erfahren. Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften schuf er die Voraussetzungen für den ersten Instrumental- und Gesangsunterricht und rief Ensembles wie den Kammerchor ins Leben. Auch das damals übliche Weihnachtssingen der Steglitzer Schulen ging auf seine Initiative zurück. Sein pädagogischer Ansatz, die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft
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zu wecken, spiegelte sich auch in seinem 1951 veröffentlichten Liederbuch „Der Kreis“ wider.
Wachstum und Fusion Die Schule entwickelte sich stetig weiter. Unter dem Dirigenten Rüdiger Trantow, der die Leitung 1958 übernahm, wuchs die Einrichtung weiter und erzielte bald Erfolge im Wettbewerb „Jugend musiziert“. Eine inhaltliche Erweiterung erfolgte ab 1991 unter Joachim Gleich. Er etablierte neue Schwerpunkte in den Bereichen Jazz und Percussion und öffnete das Programm für Folklore. In seine Amtszeit fiel auch die Fusion der Musikschule Steglitz und der 1979 gegründeten Musikschule in Zehlendorf zur heutigen bezirklichen Großinstitution. Seit 2020 wird die Schule von Christian Schommartz geleitet. Ein wichtiger Standort in der Geschichte der Schule ist die Villa in der Grabertstraße in Steglitz, die bereits 1966 bezogen wurde. Im Jahr 2004 musste sie dort ausziehen. Da das vorgesehene Nutzungskonzept als privates Bildungszentrum scheiterte, kehrte die Musikschule 2007 an diesen traditionsreichen Ort in der Grabertstraße 4 zurück. In Zehlendorf ist die Musikschule in der Martin-Buber-Straße 21 ansässig.
Widerstandskämpfer Leo Borchard Seit 1990 trägt die Musikschule den Namen von Leo Borchard (1899–1945). Der Dirigent, der in Moskau als Lew Borchard geboren wurde, war eine bedeutende Persönlichkeit des Berliner Kulturlebens und des Widerstands. Während der NS-Zeit erhielt er wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ Auftrittsverbot. Borchard schloss sich der Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ um Ruth Andreas-Friedrich an, die verfolgten Mitbürgern – insbesondere Juden – durch gefälschte Ausweise und Unterschlupf das Leben rettete. Unmittelbar nach Kriegsende organisierte Borchard den Wiederaufbau der Berliner Philharmoniker. Bereits drei Wochen nach der Kapitulation dirigierte er im Steglitzer Titania-Palast das erste Konzert, bei dem Felix Mendelssohns „Sommernachtstraum“
Standort Zehlendorf: Martin-Buber-Straße 21
erklang – Musik, die zuvor verboten war. Leo Borchard starb tragisch am 23. August 1945 durch den Schuss eines US-Soldaten.� ◾
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Mit der „Elektrischen“ zur Hauptkadettenanstalt Vor 145 Jahren startete in Lichterfelde die erste elektrische Straßenbahn der Welt
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eun Stundenkilometer. Mehr war mit der Pferdebahn nicht drin, als sie ab 1825 zwischen Charlottenburg und dem Brandenburger Tor verkehrte. Zwar hatten die Wagen auf Schienen weniger Rollwiderstand als herkömmliche Pferdebusse und konnten deshalb mehr Fahrgäste transportieren – aber besonders schnell war das Ganze nicht. Und teuer obendrein, schließlich mussten die vierbeinigen Mitarbeiter gut gefüttert und gepflegt werden.
Behörden bremsten aus Werner von Siemens hatte eine andere Idee. Der Elektroingenieur und Erfinder entwickelte 1866 den ersten elektrischen Generator und präsentierte 1879 auf der Berliner Gewerbeausstellung die weltweit erste elektrische Lokomotive. Seine Versuche, die „Elektrische“ in den öffentlichen Nahverkehr Berlins einzuführen, scheiterten jedoch am Widerstand der
Behörden und protestierender Anwohner. Die Lösung fand von Siemens in Groß-Lichterfelde. Dort lagen noch Gleise, auf denen
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Bahnhof Lichterfelde (heute Lichterfelde West)
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Bahnhof Groß-Lichterfelde (heute Lichterfelde Ost)
Im Plan von Groß-Lichterfelde um 1884 sind die zwei Eisenbahnlienien (Anhaltiner und Potsdamer Bahn), die dampfbetriebene Straßenbahn sowie die elektrische Straßenbahn verzeichnet.
früher Baumaterial zur Hauptkadettenanstalt transportiert wurde. Auch Personal sowie die Kadetten selbst hatten die Bahn genutzt. Minister Albert von Maybach genehmigte ihm dort eine Versuchsstrecke. Siemens und Halske bauten drei Pferdebahnwagen um, verlegten neue Gleise – aus Kostengründen in Meterspur – und machten sich ans Werk. Johann von Carstenn, der Investor von Groß-Lichterfelde, sah das gern und machte die kostenlose Beförderung des Personals der Kadettenanstalt zur Bedingung.
Teure Fahrkarten
Fahrstrom. Die Bahn fuhr etwa 20 Kilometer pro Stunde – mehr als doppelt so schnell wie die Pferdebahn. Für die Strecke vom heutigen Bahnhof Lichterfelde Ost bis zur Haupt-Kadettenanstalt brauchte sie 10 Minuten. Nach erfolgreichen Testfahrten durften auch Passagiere mitfahren – allerdings nur, wenn sie 20 Pfennige zahlten, das war mehr als ein damaliger Stundenlohn. Trotzdem war die Nachfrage so groß, dass bald ein zweiter Wagen eingesetzt werden musste.
Pferde unter Strom
Die Technik hatte allerdings einen Nachteil: Wenn Pferde die Am 2. Mai 1881 startete der stromführenden Schienen überProbebetrieb. Der Gleichstrom- querten, bekamen sie Strommotor leistete 10 PS – andere schläge und gingen durch. Die Quellen sprechen von 15 PS – Lösung: Siemens isolierte die die Eisenradkränze bekamen Schienen an den Wegeübergänüber Schleifkontakte 180 Volt gen und verlegte den Strom un terirdisch. Die Elektrische musste diese Stellen mit Schwung passieren. 1882 eröffnete eine weitere Versuchsstrecke in Charlottenburg. Die Berliner Pferdeeisenbahngesellschaft hatte erkannt, wohin die Reise ging, und nannte sich 1894 in Berlin-Charlottenburger Straßenbahn um. Immer mehr elektrische Linien entstanden. Die Lichterfelder Bahn wurde 1890 bis zum heutigen Bahnhof Lichterfelde West verlängert, weitere Strecken nach Steglitz und Südende folgten. Nach der Eingemeindung Lichterfeldes nach Groß-Berlin 1920 übernahm die BVG die Straßenbahnlinien – und ersetzte sie nach und nach durch Busse. Die erste elektrische Straßenbahn der Welt beförderte noch bis zum Februar 1930 ihre Passagiere und verschwand dann von den Gleisen. ◾
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Hertha-Müller-Haus, Argentinische Allee 89.
Freizeitstätten immer beliebter
Besucherzahlen steigen – Stromausfall zeigt Bedeutung als Treffpunkte
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ie sieben Freizeitstätten in Steglitz-Zehlendorf verzeichnen einen deutlichen Zuwachs: Während 2022 noch etwas über 100.000 Gäste die Einrichtungen nutzten, waren es zwei Jahre später bereits mehr als 140.000. Inzwischen kommen monatlich über 13.000 Menschen – ein Plus von mehr als 50 Prozent. Besonders das Hertha-MüllerHaus erfreut sich wachsender Beliebtheit mit über 3.000 Besuchern im Monat. Bezirksstadtrat
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Tim Richter versichert, dass während seiner Amtszeit keine der Freizeitstätten geschlossen wird. Der jüngste Stromausfall in Zehlendorf hat nach Angaben des Bezirksamts die wichtige Rolle der Einrichtungen als Anlaufstellen in der Nachbarschaft unterstrichen. „Auch die Freizeitstätten waren in dieser Zeit wichtige Treffpunkte“, so Richter. Viele Menschen hätten sich gegenseitig unterstützt und einander beigestanden. Die Bekämpfung von Einsamkeit
im Alter bleibt ein Schwerpunkt der Arbeit. Der Bezirksstadtrat appelliert an die Besucher, isolierte Nachbarn anzusprechen und zu den Angeboten mitzunehmen. Mit über 300 wöchentlichen Kursen gehören die Freizeitstätten des Bezirks zu den aktivsten in Berlin. Die Programmhefte für das erste Halbjahr 2026 liegen in allen Rathäusern und Freizeitstätten aus und sind online unter www.berlin.de/-ii928928 abrufbar.� ◾
Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West
Maria-Rimkus-Haus an der Gallwitzallee 53.
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Junge Menschen als Vorbild für freiwilliges Engagement Präsentation der Bezirkshelden 2025 in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek
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ie engagieren sich in ganz besonderer Weise freiwillig, zeigen Initiative im Schulbereich, in Sportvereinen, in Hilfs- und kreativen Projekten: Junge Menschen, die Vorbild für ihresgleichen sind und Mut machen, sich ebenfalls freiwillig zu engagieren. Dafür wurden aktive Kinder und Jugendliche 2025 zum 17. Mal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf unter Zusammenarbeit vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf mit der Jugendkunstschule ausgezeichnet und bereits im November im Rahmen einer Veranstaltung geehrt.
In Vorbildfunktion für Einsatz, Energie und Miteinander stellen sie sich in diesem Jahr nun anderen jungen Menschen in einer ganz besonderen Ausstellung an passendem Standort im Jugend Auf einer digitalen Stele lernt man die Jugendlichen und ihre Motivation kennen – und bekommt vielleicht Lust, sich ebenfalls auf den Weg zur Bezirksheldin oder zum Bezirkshelden zu machen – selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und mit eigenen Ideen.
Digitale Heldengeschichten bereich der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek vor, die in Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf (KiJuB SZ) mit der bezirklichen Jugendkunstschule YouKunst entstanden ist.
Bei der Eröffnung der Ausstellung Ende Februar waren neben der Leiterin des KiJuB SZ, Julia „Jule“ Kumbier, und dem Leiter von YouKunst, Henning Harms, auch Jugendstadträtin Carolina
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Bezirkshelden mit Stadträtinnen und KiJuB SZ-Leiterin Julia Kumbier (2.v.l.) .
Böhm und Schulstadträtin Malgorzata Sijbrandij dabei, zeigten offen ihre Begeisterung über das Bezirkshelden-Projekt und bedankten sich bei den engagierten Kinder und Jugendlichen
sowie beim KiJuB SZ, die dies möglich machen, indem sie mit ihren Aktivitäten einen wichtigen Beitrag für den Bezirk leisten. „Hier in der Lieblingsbibliothek vieler Bezirksbürger*innen sind
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die jungen Held*innen nun ständig präsent und sollen darauf aufmerksam machen, dass sich möglich viele neue junge Helden aus dem Bezirk für 2026 vorstellen sollen“, erklärte Carolina Böhm und Malgorzata Sijbrandij ergänzte, dass gerade an diesem modernen Ort, der täglich rund 2.000 Bibliotheksbesucher anzieht, genau der richtige Platz für die Präsentationsstele sei, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. YouKunstLeiter Harms verdeutlichte, wie wichtig und erfolgreich für eine erfolgreiche Verbindung von Jugend- und Bildungsarbeit die bereits zehnjährige zwischen Bezirksamt, KiJuB SZ und Jugendkunstschule bestehende Kooperation sei – deutlich geworden wieder einmal durch das
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Lichterfelde West Journal und digital unverfälscht und selbst ausgewählt. Mitspracheund Entscheidungsrecht haben alle Ausgezeichneten jedes Jahr auch beim Erstellen des jeweils neuen Helden-Designs. So ging auch 2025 nach ihren Ideen das aktuelle Kooperations-Logo an den Start: Hand in Hand eine helle und eine dunkle Hand.
Julius (11) engagiert sich vielfältig: er übernimmt Verantwortung als Klassensprecher und Konfliktlotse. Zudem unterstützt er tatkräftig Veranstaltungen des Berliner Karate Verbands und beteiligt sich im JKK Nippon in der Karate-Abteilung. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ
aktuelle, vom Bezirk finanzierte Bezirkshelden-Projekt. Sein besonderer Dank galt dabei auch dem jungen Fotografen Inhwan Oh, Kursleiter von YouKunst, der an der UdK Berlin Industrie- und Produktdesign studiert hat und mit diesem Fotoauftrag ganz neue Erfahrungen mit jungen Menschen vor der Kamera gesammelt hat. Seinem Einfühlungsvermögen ist zu verdanken, dass auf seinen Fotos junge Menschen zu sehen sind, wie sie wirklich sind – ohne Filter
Zufall, dass sie vorgeschlagen wurde. Als Schulsprecherin und aktiv im Bezirksschülerausschuss (BSA) setzt sie sich für das Mitbestimmungsrecht von Mitschülern und für Demokratiebildung an ihrer Schule ein, damit Schule ein Ort ist, an dem gerne gelernt wird. Sie gilt als selbstständig, zuverlässig und motiviert. Sie und Lilith kennen sich von ihrer beider Arbeit im BSA her. Lilith – Vorgestellt vorgeschlagen von einem SchulVon den 18 Ausgezeichneten sozialarbeiter – zeigt außerdem zwischen 10 und 21 Jahren, von denen sich neun in der im Rahmen des professionellen Fotoshootings erstellten Präsentation öffentlich vorstellen, waren lediglich vier am Eröffnungstag der Ausstellung anwesend; Erkältungswelle und schulische Verpflichtungen bedingten dies. Vor Ort waren Julius (11), Lona (12), Lilith (15) und Karl (19). Julius engagiert sich,„weil es einfach Spaß macht, Verantwortung zu übernehmen“. Als Konfliktlotse und Klassensprecher engagiert, zeigt er auch im Karate-Verein Einsatz. Erst von Freunden erfuhr Lilith (15) engagiert sich in der Schülerer, dass er für die Bezirkshelden vertretung und im Bezirksschülerausschuss. vorgeschlagen ist, seine ältere Sie setzt sich aktiv für Demokratie, Vielfalt, Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung Schwester hatte ihn angemel- ein und fördert die Beteiligung von Kindern det. Lona nennt es eher einen und Jugendlichen. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ
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in der Schülervertretung und als Schulsprecherin Engagement für Demokratiebewusstsein, Vielfalt und Gerechtigkeit, setzt sich gegen Diskriminierung und damit für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. – Nicht zuletzt, weil ihr ein erfolgreicher Austausch zwischen den Schulen im Bezirk am Herzen liegt. Und dann ist da noch Karl, gerade mitten im Abitur. Warum er sich engagiert? „Weil ich morgen noch in einer Demokratie leben möchte“, seine klare Antwort. Wer ihn vorgeschlagen hat, weiß er bis heute nicht. Als stellver Bezirkshelden von sich reden machen. Übrigens – nicht nur mit der Präsentation ist das KiJuB SZ in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zu Gast: Jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ist im Jugendbereich das Mobile Wohnzimmer (MoWo) geöffnet und bietet eine kostenlose und vertrauliche Jugendsprechstunde an sowie ein Prüfungscoaching.
Lona (12) engagierte sich als Schulsprecherin rnd im Bezirksschülerausschuss. Sie setzt sich für die Mitbestimmung der Schüler*innen und für Demokratiebildung in ihrer Schule ein. Dabei ist sie stets selbständig, zuverlässig und motiviert. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ
Anmeldung und weitere Informationen unter www.kijubsz-berlin. de ◾ Jacqueline Lorenz
seit 1985
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Karl (19) engagiert sich im Landesschülerausschuss und als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Er bringt sich verantwortungsbewusst in Projekte ein und macht sich für Mitbestimmung stark. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ
tretender Vorsitzender im Landesschülerausschuss tritt er für Demokratiebewusstsein ebenso ein wie als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Mit aktiver Projektarbeit macht er sich für Mitbestimmung stark. Er hat ein Auslandsjahr in den USA hinter sich, und daraus „eine andere Perspektive auf die Welt bekommen“. Mit Englisch und Geschichte Leistungskurs kann der Gymnasiast sich durchaus vorstellen, nach dem Abi etwas aus dem Politischen Bereich zu studieren, vielleicht auch Philosophie oder Internationale Beziehungen. Sein Engagement sieht er neben der Schule wie einen zweiten Job, der manchmal zwar etwas davon abhält, mehr Sport zu machen, dafür aber mindestens genauso viel Spaß macht. Bei solch engagierten jungen Leuten, die als weitere Bezirkshelden u. a. auf dem Ponyhof, bei den Pfadfindern, der Freiwilligen Feuerwehr oder im Jugendbetreuungshaus Engagement und Einsatz für Andere zeigen, ist einem vor der Zukunft gleich weniger bange. – Und man wünscht sich noch viele weitere so taffe junge Menschen im Bezirk, die auch zukünftig als
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Am 12. September 2025 bekam der Elfriede-Hengstenberg-Platz seinen Namen.�
Foto: BA SZ
Ausstellung über Elfriede Hengstenberg Bislang unbekannte Aufnahmen ihrer Arbeit
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ie Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zeigt die Ausstellung „SITZEN – das Spiel mit dem Gleichgewicht“. Im Mittelpunkt steht die Berliner Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg (1892–1992), deren Wirken eng mit dem Bezirk verknüpft ist. Kuratiert von der Bewegungspädagogin Gerburg Fuchs, zeigt die Schau bislang unveröffentlichte Fotografien aus der Arbeit Hengstenbergs mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch Fragmente aus Briefen, Berichten und Manuskripten. Elfriede Hengstenberg war an verschiedenen Zehlendorfer Grundschulen tätig und bot dort ergänzende Kurse für
Elfriede Hengstenberg (1892-1992) � Archiv Bibliothek DIPF
Kinder, Eltern und Lehrkräfte an. Ihr pädagogischer Ansatz konzentrierte sich darauf, durch spezifische Aufgabenstellungen das körperliche Gleichgewicht zu schulen und die Bewegungsfreude zu fördern.
Die Ausstellung thematisiert auch ihre Biografie während der Zeit des Nationalsozialismus. Hengstenberg passte ihre Arbeit nicht der damaligen Ideologie an und unterstützte Verfolgte bei der Flucht. Hintergrund der Ausstellung ist die Benennung des ElfriedeHengstenberg-Platzes in Zehlendorf im vergangenen Jahr. Der Platz zwischen der SvenHedin-Straße, der Forststraße und der Fürstenstraße wurde am 12. September 2025 auf Initiative des Historikers Dirk Jordan offiziell eingeweiht. Die Ausstellung in der Grunewaldstraße 3 ist bis Samstag, den 11. April 2026, zu sehen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.� ◾
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Bezirksstadtrat Tim Richter und Ehrenamtliche. �
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Foto: BASZ
Verstärkung fürs Ehrenamt
Unterstützung in Freizeitstätten und beim Gratulationsdienst
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as Team für die Seniorenarbeit hat Verstärkung bekommen. Neun neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wurden offiziell für den Einsatz in den Seniorenfreizeitstätten sowie für den bezirklichen Gratulationsdienst bestellt. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig. Sie unterstützen die Freizeitangebote in den Einrichtungen, begleiten Veranstaltungen und helfen bei der Organisation von Aktivitäten. Darüber hinaus übernehmen sie im Rahmen des Gratulationsdienstes persönliche Besuche bei Senioren zu besonderen Jubiläen. Die Bestellungsurkunden überreichte Tim Richter, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales, im Rathaus Lankwitz. Richter hob dabei die Bedeutung des freiwilligen Engagements hervor. Die Arbeit der Ehrenamtlichen ermögliche persönliche Zuwendung und Begegnungen, die durch hauptamtliche Strukturen allein nicht in diesem Umfang leistbar seien. Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren möchten, können sich an den Seniorenservice des Bezirks wenden. Informationen zu den Kontaktmöglichkeiten und den
Freizeitstätten sind auf www.berlin.de/-ii900135 abrufbar.� ◾
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Gesundheit West Journal Lichterfelde
Berliner Straße/Ecke Thielallee.
Radstreifen in der Thielallee
Zweiter Bauabschnitt gestartet – Dauer etwa drei Monate Freie Universität
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m März haben in der Thielallee die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt eines neuen Radfahrstreifens begonnen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Habelschwerdter Allee und der Kreuzung Berliner Straße/Unter den Eichen in Fahrtrichtung Süd. Der erste Abschnitt in Fahrtrichtung Nord war bereits im Dezember fertiggestellt worden. Der neue Radfahrstreifen ist 2,5 Meter breit und wird durch eine durchgezogene Linie von 25 Zentimeter Breite vom übrigen Fahrverkehr getrennt. Bisher teilten sich Autos und Fahrräder auf dem 1,1 Kilometer langen Straßenabschnitt den Verkehrsraum. In den Kreuzungsbereichen soll eine rote Farbmarkierung die Sichtbarkeit des Radstreifens erhöhen; außerdem werden die Haltlinien für den Radverkehr an Ampeln vorgezogen. Vor den eigentlichen Markierungsarbeiten erneuern die Berliner Wasserbetriebe und die Berliner Energie und Wärme vorhandene Schächte. Danach wird die Fahrbahndecke, die Spurrinnen und Risse aufweist, grundlegend saniert. Für die Bauarbeiten ist eine Vollsperrung der jeweils betroffenen Fahrbahnseite nötig. Die Bauzeit wird auf rund drei Monate geschätzt. Anwohner müssen in dieser Zeit mit Einschrän ter
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Lichterfelde West
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Die Fahrbahn Richtung Süd in der Thielallee ist gesperrt. � Map data © OpenStreetMap contributors
kungen rechnen: Angrenzende Grundstücke sind für Autos – außer für Rettungsdienste – nicht direkt erreichbar. Der Durchgangsverkehr wird über Habelschwerdter Allee und Unter den Eichen umgeleitet. Die Müllentsorgung wird sichergestellt. Der Radstreifen entsteht auf dem Streifen, der bisher als Parkfläche für Autos und Anhänger genutzt wurde. Als Ausgleich wurden im Herbst 2025 neue Parkplätze im Bereich der Straße Unter den Eichen geschaffen. Auf Höhe der Arztpraxen wird in beiden Fahrtrichtungen je eine Liefer- und Ladezone von zwölf Metern Länge eingerichtet.� ◾
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Kunstausstellung im Bahnhof Lichterfelde West Karin Genest-von Puttkamer: Zwischen Naturerlebnis und Lebensgeschichte
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m Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West werden Bilder der Künstlerin Karin Genest-von Puttkamer ausgestellt. Die 88-Jährige hat ein Leben geführt, das von Brüchen und Neuanfängen geprägt war – die sich in ihren Arbeiten widerspiegeln. Karin Genest-von Puttkamer erlebte als Kind die Flucht aus Hinterpommern und durchlebte später schwere gesundheitliche Krisen. In der Kunst und der Musik fand sie lebenslang einen Raum der Freiheit. Ihr beruflicher Weg als Medizinisch-Technische Assistentin führte sie durch verschiedene Fachbereiche – vom Röntgen über die Bakteriologie bis zum Tropenmedizinischen Institut der Universität Tübingen. Ihr Lebensmotto „Arbeiten, um zu leben – nicht umgekehrt“ setzte sie konsequent um: Wenn
Im Bürgertreffpunkt wird die Ausstellung gezeigt.
der Wunsch nach Reisen die Urlaubsregelungen sprengte, kündigte sie ihre Stelle, um nach der Rückkehr anderswo neu anzufangen. In der Malerei und Musik fand die Künstlerin einen Ausgleich. Als versierte Musikerin überträgt
sie Rhythmus und Klangfarben in ihre Bilder, deren Motive von der Ostseeküste bis zur Sahara reichen. Die Werke der 88-jährigen sind bis zum 14. April 2026 im Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West zu sehen.� ◾
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