Lankwitz & Lichterfelde Ost Journal - April/Mai 2026

Journal für Lankwitz und Lichterfelde Ost

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Lankwitz & Lichterfelde Ost

April/Mai · Nr. 2/2026

Journal für Lankwitz und Lichterfelde Ost

Als Hollywood nach Lichterfelde kam Die Coca-Cola-Story an der Hildburghauser Straße

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Als Hollywood nach Lichterfelde kam

Die Coca-Cola-Story an der Hildburghauser Straße

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Impressum

Lankwitz & Lichterfelde Ost Journal 15. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88

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ackenschlagen, flotte Melodien und Bauchweh vor Lachen – ältere Filmfans erinnern sich an Billy Wilders Komödie „Eins, Zwei, Drei“, die zum großen Teil in der Coca-Cola-Abfüllfabrik an der Hildburghauser Straße 224 – 232 gedreht wurde. Der Film, der die Ost-West-Spannungen auf humorvolle Weise thematisierte, nutzte das Verwaltungs- Kulisse für die Berliner Cocagebäude als authentische Cola-Zentrale, die dadurch

Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Lankwitz & Lichterfelde Ost Journal erscheint alle zwei Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Juni/Juli Nr. 3/2026 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 30.04.2026 Erscheinung: 01.06.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus den Ortsteilen beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Lankwitz & Lichterfelde Ost Journals

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internationale Berühmtheit erlangte. Auch Jahre später diente das Gebäude nochmals als Drehort: 2003 entstanden hier Szenen für den erfolgreichen deutschen Film „Good Bye, Lenin!“. Das markante Gebäude im Stil der Nachkriegsmoderne ist mit seiner Fassade aus vertikalen Betonstreben und Glasmosaiksteinen ein echter Hingucker.

und dem anschließenden Wiederaufbau wurde die Produktion 1948 wieder aufgenommen, anfangs hauptsächlich zur Versorgung der US-Streitkräfte in der geteilten Stadt.

die erste Abfüllanlage der Stadt in Betrieb genommen wurde. Pünktlich zu den Olympischen Spielen startete von hier aus die Auslieferung. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs rettete die Erfindung der Fanta die Produktion – Rohstoffe für Coca-Cola gab es in jener Zeit nicht. Nach kriegsbedingten Zerstörungen

zu werden, wurde 1957 mit dem Bau eines neuen Verwaltungsund Produktionsgebäudes nach Plänen des Architekten Hans Simon begonnen.

Geschmack der Freiheit

In den 1950er-Jahren, zur Zeit des Wirtschaftswunders, stieg die Nachfrage nach dem ameriCola zu Olympia kanischen Erfrischungsgetränk Die Berliner Zentrale der Coca- rasant an. Coca-Cola war mehr Cola Company hat eine bewegte als nur eine Limonade, es war ein Geschichte hinter sich. Diese be- Symbol für einen modernen und gann bereits 1936, als in einem freiheitlichen Lebensstil. Um der ehemaligen Brauereigebäude wachsenden Beliebtheit gerecht

Gläserne Produktion Bei der Produktion von CocaCola konnten Neugierige durch

Ein hellblaues Mosaik faziert die Fassade der alten Cola-Fabrik.

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Lankwitz &Lichterfelde Ost Journal große Glasfenster zusehen – es war eine „gläserne Produktion“, bei der sich jeder selbst davon überzeugen konnte, dass hier hygienisch und nach modernen Standards produziert wurde. Besonders Lichterfelder Kinder drückten sich damals die Nasen platt und freuten sich auf die regelmäßig stattfindenden Tage der offenen Tür, bei denen es Cola zu trinken und jede Menge Werbegeschenke zu ergattern gab.

Leerstand in Lichterfelde Bis 1992 blieb Lichterfelde die Zentrale von Coca-Cola in Berlin. Danach zog das Unternehmen schrittweise in eine neue, größere Anlage im Bezirk Ho 5

henschönhausen um. In den darauffolgenden Jahren war das Gebäude in Lichterfelde dem Verfall preisgegeben, bis es schließlich unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Autos und Reihenhäuser Nach einer aufwendigen Renovierung im Jahr 2012 zog eine Kraftfahrzeug-Werkstatt in das denkmalgeschützte Hauptgebäude ein. Das einst etwa 18 Hektar große Gelände wurde geteilt. Auf dem brachliegenden Teil des ehemaligen Coca-Cola-Areals ist aktuell die Errichtung von 51 neuen Reihen- und Doppelhäusern geplant. Während also in einem Teil der einstigen Geträn Hildburghauser Straße 224 – 232.

ke-Hochburg heute an Autos geschraubt wird und nebenan neuer Wohnraum entstehen soll, ist auch der letzte Berliner Coca-Cola-Standort in Hohenschönhausen mittlerweile Geschichte. So endete die Ära der Coca-Cola-Produktion in Berlin, doch das architektonische und filmhistorische Erbe in Lichterfelde bleibt bestehen.� ◾

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Der Sitz der Leo-Borchard-Musikschule in der Grabertstraße 4.

80 Jahre Leo-Borchard-Musikschule

Es begann mit der „Volksmusikschule Steglitz“

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ie Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf blickt in diesem Jahr auf eine acht Jahrzehnte währende Geschichte zurück. Was heute als eine der größten Musikschulen Deutschlands gilt und ein breites Spektrum von Klassik bis Jazz abdeckt, hat seine Wurzeln in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Gründung in schwerer Zeit Im Jahr 1946, nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, herrschte in Berlin große materielle Not. In dieser Zeit der Ungewissheit, aber auch des

Junger Hirte (?) mit Flöte. Leider konnten wir nicht mehr über die Figur im Garten der Musikschule herausfinden. Über Hinweise freut sich die Redaktion.

Aufbruchs, gründete der Musikpädagoge und Komponist Thilo Cornelissen (1904 – 1965) die „Volksmusikschule Steglitz“. Cornelissen, der Musiklehrer am heutigen Hermann-EhlersGymnasium war, wollte neue Möglichkeiten schaffen, Musik zu erfahren. Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften schuf er die Voraussetzungen für den ersten Instrumental- und Gesangsunterricht und rief Ensembles wie den Kammerchor ins Leben. Auch das damals übliche Weihnachtssingen der Steglitzer Schulen ging auf seine Initiative zurück. Sein pädagogischer Ansatz, die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft

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zu wecken, spiegelte sich auch in seinem 1951 veröffentlichten Liederbuch „Der Kreis“ wider.

Wachstum und Fusion Die Schule entwickelte sich stetig weiter. Unter dem Dirigenten Rüdiger Trantow, der die Leitung 1958 übernahm, wuchs die Einrichtung weiter und erzielte bald Erfolge im Wettbewerb „Jugend musiziert“. Eine inhaltliche Erweiterung erfolgte ab 1991 unter Joachim Gleich. Er etablierte neue Schwerpunkte in den Bereichen Jazz und Percussion und öffnete das Programm für Folklore. In seine Amtszeit fiel auch die Fusion der Musikschule Steglitz und der 1979 gegründeten Musikschule in Zehlendorf zur heutigen bezirklichen Großinstitution. Seit 2020 wird die Schule von Christian Schommartz geleitet. Ein wichtiger Standort in der Geschichte der Schule ist die Villa in der Grabertstraße in Steglitz, die bereits 1966 bezogen wurde. Im Jahr 2004 musste sie dort ausziehen. Da das vorgesehene Nutzungskonzept als privates Bildungszentrum scheiterte, kehrte die Musikschule 2007 an

Standort Zehlendorf: Martin-Buber-Straße 21

diesen traditionsreichen Ort in der Grabertstraße 4 zurück. In Zehlendorf ist die Musikschule in der Martin-Buber-Straße  21 ansässig.

Widerstandskämpfer Leo Borchard Seit 1990 trägt die Musikschule den Namen von Leo Borchard (1899–1945). Der Dirigent, der in Moskau als Lew Borchard geboren wurde, war eine bedeutende Persönlichkeit des Berliner Kulturlebens und des Widerstands. Während der NS-Zeit erhielt er wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ Auftrittsverbot. Bor GardinenAtelier • Dekorative Gardinen • Individuelle Beratung bei Ihnen zu Hause

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chard schloss sich der Widerstandsgruppe „Onkel Emil“ um Ruth Andreas-Friedrich an, die verfolgten Mitbürgern – insbesondere Juden – durch gefälschte Ausweise und Unterschlupf das Leben rettete. Unmittelbar nach Kriegsende organisierte Borchard den Wiederaufbau der Berliner Philharmoniker. Bereits drei Wochen nach der Kapitulation dirigierte er im Steglitzer Titania-Palast das erste Konzert, bei dem Felix Mendelssohns „Sommernachtstraum“ erklang – Musik, die zuvor verboten war. Leo Borchard starb tragisch am 23. August 1945 durch den Schuss eines US-Soldaten.� ◾

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Öffungszeiten: Mo - Sa 10-13 Uhr Mo - Do 15-18 Uhr

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Mit der „Elektrischen“ zur Hauptkadettenanstalt Vor 145 Jahren startete in Lichterfelde die erste elektrische Straßenbahn der Welt

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eun Stundenkilometer. Mehr war mit der Pferdebahn nicht drin, als sie ab 1825 zwischen Charlottenburg und dem Brandenburger Tor verkehrte. Zwar hatten die Wagen auf Schienen weniger Rollwiderstand als herkömmliche Pferdebusse und konnten deshalb mehr Fahrgäste transportieren – aber besonders schnell war das Ganze nicht. Und teuer obendrein, schließlich mussten die vierbeinigen Mitarbeiter gut gefüttert und gepflegt werden.

Behörden bremsten aus Werner von Siemens hatte eine andere Idee. Der Elektroingenieur und Erfinder entwickelte 1866 den ersten elektrischen Generator und präsentierte 1879 auf der Berliner Gewerbeausstellung die weltweit erste elektrische Lokomotive. Seine Versuche, die „Elektrische“ in den öffentlichen Nahverkehr Berlins einzuführen, scheiterten jedoch am Widerstand der

Behörden und protestierender Anwohner. Die Lösung fand von Siemens in Groß-Lichterfelde. Dort lagen noch Gleise, auf denen

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Bahnhof Lichterfelde (heute Lichterfelde West)

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Bahnhof Groß-Lichterfelde (heute Lichterfelde Ost)

Im Plan von Groß-Lichterfelde um 1884 sind die zwei Eisenbahnlienien (Anhaltiner und Potsdamer Bahn), die dampfbetriebene Straßenbahn sowie die elektrische Straßenbahn verzeichnet.

früher Baumaterial zur Hauptkadettenanstalt transportiert wurde. Auch Personal sowie die Kadetten selbst hatten die Bahn genutzt. Minister Albert von Maybach genehmigte ihm dort eine Versuchsstrecke. Siemens und Halske bauten drei Pferdebahnwagen um, verlegten neue Gleise – aus Kostengründen in Meterspur – und machten sich ans Werk. Johann von Carstenn, der Investor von Groß-Lichterfelde, sah das gern und machte die kostenlose Beförderung des Personals der Kadettenanstalt zur Bedingung.

Teure Fahrkarten

Fahrstrom. Die Bahn fuhr etwa 20 Kilometer pro Stunde – mehr als doppelt so schnell wie die Pferdebahn. Für die Strecke vom heutigen Bahnhof Lichterfelde Ost bis zur Haupt-Kadettenanstalt brauchte sie 10  Minuten. Nach erfolgreichen Testfahrten durften auch Passagiere mitfahren – allerdings nur, wenn sie 20 Pfennige zahlten, das war mehr als ein damaliger Stundenlohn. Trotzdem war die Nachfrage so groß, dass bald ein zweiter Wagen eingesetzt werden musste.

Pferde unter Strom

Die Technik hatte allerdings einen Nachteil: Wenn Pferde die Am 2.  Mai 1881 startete der stromführenden Schienen überProbebetrieb. Der Gleichstrom- querten, bekamen sie Strommotor leistete 10 PS – andere schläge und gingen durch. Die Quellen sprechen von 15 PS – Lösung: Siemens isolierte die die Eisenradkränze bekamen Schienen an den Wegeübergänüber Schleifkontakte 180 Volt gen und verlegte den Strom un terirdisch. Die Elektrische musste diese Stellen mit Schwung passieren. 1882 eröffnete eine weitere Versuchsstrecke in Charlottenburg. Die Berliner Pferdeeisenbahngesellschaft hatte erkannt, wohin die Reise ging, und nannte sich 1894 in Berlin-Charlottenburger Straßenbahn um. Immer mehr elektrische Linien entstanden. Die Lichterfelder Bahn wurde 1890 bis zum heutigen Bahnhof Lichterfelde West verlängert, weitere Strecken nach Steglitz und Südende folgten. Nach der Eingemeindung Lichterfeldes nach Groß-Berlin 1920 übernahm die BVG die Straßenbahnlinien – und ersetzte sie nach und nach durch Busse. Die erste elektrische Straßenbahn der Welt beförderte noch bis zum Februar 1930 ihre Passagiere und verschwand dann von den Gleisen. ◾

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Gesundheit Lankwitz &Lichterfelde Ost Journal

Hertha-Müller-Haus, Argentinische Allee 89.

Freizeitstätten immer beliebter

Besucherzahlen steigen – Stromausfall zeigt Bedeutung als Treffpunkte

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ie sieben Freizeitstätten in Steglitz-Zehlendorf verzeichnen einen deutlichen Zuwachs: Während 2022 noch etwas über 100.000  Gäste die Einrichtungen nutzten, waren es zwei Jahre später bereits mehr als 140.000. Inzwischen kommen monatlich über 13.000 Menschen – ein Plus von mehr als 50 Prozent. Besonders das Hertha-MüllerHaus erfreut sich wachsender Beliebtheit mit über 3.000 Besuchern im Monat. Bezirksstadtrat

Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm 52

Tim Richter versichert, dass während seiner Amtszeit keine der Freizeitstätten geschlossen wird. Der jüngste Stromausfall in Zehlendorf hat nach Angaben des Bezirksamts die wichtige Rolle der Einrichtungen als Anlaufstellen in der Nachbarschaft unterstrichen. „Auch die Freizeitstätten waren in dieser Zeit wichtige Treffpunkte“, so Richter. Viele Menschen hätten sich gegenseitig unterstützt und einander beigestanden. Die Bekämpfung von Einsamkeit

im Alter bleibt ein Schwerpunkt der Arbeit. Der Bezirksstadtrat appelliert an die Besucher, isolierte Nachbarn anzusprechen und zu den Angeboten mitzunehmen. Mit über 300 wöchentlichen Kursen gehören die Freizeitstätten des Bezirks zu den aktivsten in Berlin. Die Programmhefte für das erste Halbjahr 2026 liegen in allen Rathäusern und Freizeitstätten aus und sind online unter www.berlin.de/-ii928928 abrufbar.� ◾

Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West

Maria-Rimkus-Haus an der Gallwitzallee 53.

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Kiezcafé öffnet zweimal pro Woche

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Gespräch kommen können. auch als Anlaufstelle für kleine Neben dem gastronomischen Hilfestellungen im Alltag. Das Angebot gibt es Möglichkeiten Angebot der Kreuzkirche, Ziezum Spielen und Basteln. Die tenstraße  11 in Lankwitz, ist Gemeinde versteht das Café offen für alle Interessierten.� ◾

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ie Kreuzkirchengemeinde hat ihre Eingangsräume in ein Café umgewandelt. Jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 16  Uhr und 19  Uhr können Besucherinnen und Besucher hier bei Kaffee, Tee und Kuchen zusammenkommen. Zusätzlich wird eine warme Mittagsmahlzeit angeboten. Das Angebot richtet sich an alle Bewohner des Kiezes: Nachbarn, Geflüchtete und Gemeindemitglieder sind gleichermaßen willkommen. So wird ein Ort geschaffen, an dem Menschen verschiedener Generationen ins

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Zietenstraße 11 als Treffpunkt für alle Generationen

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Junge Menschen als Vorbild für freiwilliges Engagement Präsentation der Bezirkshelden 2025 in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek

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ie engagieren sich in ganz besonderer Weise freiwillig, zeigen Initiative im Schulbereich, in Sportvereinen, in Hilfs- und kreativen Projekten: Junge Menschen, die Vorbild für ihresgleichen sind und Mut machen, sich ebenfalls freiwillig zu engagieren. Dafür wurden aktive Kinder und Jugendliche 2025 zum 17.  Mal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf unter Zusammenarbeit vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf mit der Jugendkunstschule ausgezeichnet und bereits im November im Rahmen einer Veranstaltung geehrt.

In Vorbildfunktion für Einsatz, Energie und Miteinander stellen sie sich in diesem Jahr nun anderen jungen Menschen in einer ganz besonderen Ausstellung an passendem Standort im Jugend Auf einer digitalen Stele lernt man die Jugendlichen und ihre Motivation kennen – und bekommt vielleicht Lust, sich ebenfalls auf den Weg zur Bezirksheldin oder zum Bezirkshelden zu machen – selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und mit eigenen Ideen.

Digitale Heldengeschichten bereich der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek vor, die in Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf (KiJuB SZ) mit der bezirklichen Jugendkunstschule YouKunst entstanden ist.

Bei der Eröffnung der Ausstellung Ende Februar waren neben der Leiterin des KiJuB SZ, Julia „Jule“ Kumbier, und dem Leiter von YouKunst, Henning Harms, auch Jugendstadträtin Carolina

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Bezirkshelden mit Stadträtinnen und KiJuB SZ-Leiterin Julia Kumbier (2.v.l.) .

Böhm und Schulstadträtin Malgorzata Sijbrandij dabei, zeigten offen ihre Begeisterung über das Bezirkshelden-Projekt und bedankten sich bei den engagierten Kinder und Jugendlichen sowie beim KiJuB SZ, die dies möglich machen, indem sie mit

ihren Aktivitäten einen wichtigen Beitrag für den Bezirk leisten. „Hier in der Lieblingsbibliothek vieler Bezirksbürger*innen sind die jungen Held*innen nun ständig präsent und sollen darauf aufmerksam machen, dass sich möglich viele neue junge Hel 13 13

den aus dem Bezirk für 2026 vorstellen sollen“, erklärte Carolina Böhm und Malgorzata Sijbrandij ergänzte, dass gerade an diesem modernen Ort, der täglich rund 2.000 Bibliotheksbesucher anzieht, genau der richtige Platz für die Präsentationsstele sei, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. YouKunstLeiter Harms verdeutlichte, wie wichtig und erfolgreich für eine erfolgreiche Verbindung von Jugend- und Bildungsarbeit die bereits zehnjährige zwischen Bezirksamt, KiJuB SZ und Jugendkunstschule bestehende Kooperation sei – deutlich geworden wieder einmal durch das aktuelle, vom Bezirk finanzierte Bezirkshelden-Projekt. Sein besonderer Dank galt dabei auch dem jungen Fotografen Inhwan  Oh,

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Julius (11) engagiert sich vielfältig: er übernimmt Verantwortung als Klassensprecher und Konfliktlotse. Zudem unterstützt er tatkräftig Veranstaltungen des Berliner Karate Verbands und beteiligt sich im JKK Nippon in der Karate-Abteilung. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ

Kursleiter von YouKunst, der an der UdK Berlin Industrie- und Produktdesign studiert hat und mit diesem Fotoauftrag ganz neue Erfahrungen mit jungen Menschen vor der Kamera gesammelt hat. Seinem Einfühlungsvermögen ist zu verdanken, dass auf seinen Fotos junge Menschen zu sehen sind, wie sie wirklich sind – ohne Filter und digital unverfälscht und selbst ausgewählt. Mitsprache- und Entscheidungsrecht haben alle Ausgezeichneten jedes Jahr auch beim Erstellen des jeweils neuen Helden-Designs. So ging auch 2025 nach ihren Ideen das aktuelle Kooperations-Logo an den Start: Hand in Hand eine helle und eine dunkle Hand.

Vorgestellt Von den 18 Ausgezeichneten zwischen 10 und 21  Jahren, von denen sich neun in der im

Rahmen des professionellen Fotoshootings erstellten Präsentation öffentlich vorstellen, waren lediglich vier am Eröffnungstag der Ausstellung anwesend; Erkältungswelle und schulische Verpflichtungen bedingten dies. Vor Ort waren Julius (11), Lona (12), Lilith (15) und Karl (19). Julius engagiert sich,„weil es einfach Spaß macht, Verantwortung zu übernehmen“. Als Konfliktlotse und Klassensprecher engagiert, zeigt er auch im Karate-Verein Einsatz. Erst von Freunden erfuhr er, dass er für die Bezirkshelden vorgeschlagen ist, seine ältere Schwester hatte ihn angemeldet. Lona nennt es eher einen Zufall, dass sie vorgeschlagen wurde. Als Schulsprecherin und aktiv im Bezirksschülerausschuss (BSA) setzt sie sich für das Mitbestimmungsrecht von Mitschülern und für Demokratiebildung an ihrer Schule ein, damit Schule

Lona (12) engagierte sich als Schulsprecherin rnd im Bezirksschülerausschuss. Sie setzt sich für die Mitbestimmung der Schüler*innen und für Demokratiebildung in ihrer Schule ein. Dabei ist sie stets selbständig, zuverlässig und motiviert. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ

Lilith (15) engagiert sich in der Schülervertretung und im Bezirksschülerausschuss. Sie setzt sich aktiv für Demokratie, Vielfalt, Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung ein und fördert die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ

ein Ort ist, an dem gerne gelernt wird. Sie gilt als selbstständig, zuverlässig und motiviert. Sie und Lilith kennen sich von ihrer beider Arbeit im BSA her. Lilith – vorgeschlagen von einem Schulsozialarbeiter – zeigt außerdem in der Schülervertretung und als Schulsprecherin Engagement für Demokratiebewusstsein, Vielfalt und Gerechtigkeit, setzt sich gegen Diskriminierung und damit für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. – Nicht zuletzt, weil ihr ein erfolgreicher Austausch zwischen den Schulen im Bezirk am Herzen liegt. Und dann ist da noch Karl, gerade mitten im Abitur. Warum er sich engagiert? „Weil ich morgen noch in einer Demokratie leben möchte“, seine klare Antwort. Wer ihn vorgeschlagen hat, weiß er bis heute nicht. Als stellvertretender Vorsitzender im Landesschülerausschuss tritt er für

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Lankwitz &Lichterfelde Ost Journal Demokratiebewusstsein ebenso ein wie als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Mit aktiver Projektarbeit macht er sich für Mitbestimmung stark. Er hat ein Auslandsjahr in den USA hinter sich, und daraus „eine andere Perspektive auf die Welt bekommen“. Mit Englisch und Geschichte Leistungskurs kann der Gymnasiast sich durchaus vorstellen, nach dem Abi etwas aus dem Politischen Bereich zu studieren, vielleicht auch Philosophie oder Internationale Beziehungen. Sein Engagement Karl (19) engagiert sich im sieht er neben der Schule wie ei- Landesschülerausschuss und als beratendes im Jugendhilfeausschuss. Er bringt nen zweiten Job, der manchmal Mitglied sich verantwortungsbewusst in Projekte ein zwar etwas davon abhält, mehr und macht sich für Mitbestimmung stark. Foto: Inhwan Oh 2026 / KiJuBSZ Sport zu machen, dafür aber mindestens genauso viel Spaß Bezirkshelden u. a. auf dem Pomacht. Bei solch engagierten nyhof, bei den Pfadfindern, der jungen Leuten, die als weitere Freiwilligen Feuerwehr oder im

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Jugendbetreuungshaus Engagement und Einsatz für Andere zeigen, ist einem vor der Zukunft gleich weniger bange. – Und man wünscht sich noch viele weitere so taffe junge Menschen im Bezirk, die auch zukünftig als Bezirkshelden von sich reden machen. Übrigens – nicht nur mit der Präsentation ist das KiJuB SZ in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zu Gast: Jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ist im Jugendbereich das Mobile Wohnzimmer (MoWo) geöffnet und bietet eine kostenlose und  vertrauliche Jugendsprechstunde an sowie ein Prüfungscoaching. Anmeldung und weitere Informationen unter www.kijubsz-berlin. de ◾ Jacqueline Lorenz

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Am 23. Mai starten die Radrennen rund um den Ludwig-Beck-Platz. �

Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.

Radrennen durch Lichterfelde

Traditionelles Rundstreckenrennen am 23. Mai um den Ludwig-Beck-Platz

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lles an den Start – schon die Kleinsten mit Laufrädern werden von Eltern und Geschwistern angefeuert, später sorgen ehrgeizige Radsportlerinnen und -sportler für spannende Momente. Kinderspaß und Sport liegen beim 69.  Lichterfelder Rundstreckenrennen am Samstag, den 23. Mai 2026, von 13.30 bis ca. 20 Uhr dicht zusammen. Mit einem bunten Programm findet das Rennen im Rahmen der Steglitzer Woche statt. Die Veranstaltung des Vereins Zehlendorfer Eichhörnchen führt über einen 1,9 Kilometer langen Kurs durch die Augustastraße, über den Augustaplatz,

Für die jüngsten Nachwuchssportler gibt es im Start- und Zielbereich ein Laufradrennen. � Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V.

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die Ringstraße und die Holbeinstraße. Auf dem Ludwig-BeckPlatz ist für Essen und Getränke für Zuschauer und Sportler gesorgt. An Ständen wird über die Vielfalt des Radsports und Einstiegsmöglichkeiten informiert.

Vom Lauf- bis zum Rennrad Erwartet werden etwa 250 Teilnehmer in neun verschiedenen Rennen. Das Spektrum reicht von der Schülerklasse U11 über ein Frauenrennen bis zu den Elite-Amateuren. Beim Jedermann-Rennen absolvieren die Sportler 13 Runden, was einer

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für das traditionelle Ereignis einsetzt. Dieses Radrennen ist das letzte seiner Art auf öffentlichen Straßen in Berlin. In den 1980er-Jahren gab es noch 30 bis 35 solcher Veranstaltungen pro Jahr allein im Westteil der Stadt. Dass das Rennen heute noch stattfinden kann, liegt auch an der Unterstützung durch das Bezirksamt und Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg sowie an Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern. Die Kosten für Genehmigungen, Foto: Zehlendorfer Eichhörnchen e. V. Beschilderung und Absperrung Gesamtdistanz von 24,7 Kilome- haben sich in den letzten Jahren tern entspricht. Für die jüngsten verdoppelt. Nachwuchssportler gibt es im Start- und Zielbereich ein Lauf­ Nachwuchsförderung radrennen, an dem zuletzt rund im Fokus 35 Kinder teilnahmen. Die Sieger und Platzierten können sich Die Zehlendorfer Eichhörnchen, über Preisgelder, Ehrenpreise 1952 gegründet, sind vor allem und Rennradmaterial im Ge- für ihre Nachwuchsarbeit im samtwert von 8.500 Euro freuen. Radsport bekannt. Aus dem Verein gingen unter anderem die Weltmeister Rainer Podlesch, Letztes Rennen Carsten Podlesch und Mike Kluseiner Art ge hervor. Eine weitere VeranDas Lichterfelder Rundstrecken- staltung des Vereins ist die über rennen wird organisiert durch 100 km lange Radtouristikfahrt den Zehlendorfer Eichhörnchen Ende August durch Berlin. Weie. V., deren Vorsitzender Kars- tere Informationen unter www. ten Podlesch sich besonders radsport-eichhoernchen.de� ◾

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Bildungsurlaub: „Stärkung der Demokratie“ Politische und berufliche Weiterbildung an der VHS

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rbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, sich innerhalb von zwei Jahren bis zu zehn Tage für anerkannte Bildungsveranstaltungen freistellen zu lassen – doch viele nutzen diesen Anspruch nicht. Die Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf bietet im April zwei einwöchige Kurse zur politischen Bildung an, die als Bildungszeit anerkannt sind.

weils von 10 Uhr bis 17 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 161,75 Euro, ermäßigt 87,75 Euro.

13. bis 17. April 2026: Rechtsstaat und Öffentlichkeit Der Kurs beleuchtet das deutsche Justizsystem von innen: Geplant sind Besuche bei Justiz­ institutionen und Gerichtsverfahren verschiedener Instanzen. Daneben werden auch kritische Aspekte der Rechtswirklichkeit behandelt – etwa politische Justiz oder historische Fehlentwicklungen. Der Kurs findet je Inh.: Michaela Thiel Tel.: 030 / 772 14 01

Victor-Gollancz-Volkshochschule, Goethestraße 9/11 in Lichterfelde.

20. bis 24. April 2026: Rechte Kipp-Punkte Der zweite Kurs zieht historische Parallelen zwischen dem Aufstieg des Nationalsozialismus in den 1930er-Jahren und aktuellen Entwicklungen. Exkursionen zur Topographie des Terrors und zur Gedenkstätte Deutscher Widerstand sind ebenso vorgese Morgensternstr. 27 12207 Berlin

hen wie Gespräche mit Experten aus der Zivilgesellschaft und der Besuch eines Strafprozesses. Im zweiten Teil sollen Handlungsstrategien gegen rechte Tendenzen im Alltag erarbeitet werden. Auch dieser Kurs läuft täglich von 10  Uhr bis 17  Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 161,75 Euro, ermäßigt 87,75 Euro. Beide Kurse leitet der Historiker und Journalist Friedrich Burschel, der unter anderem den NSU-Prozess vor dem OLG München über Jahre beobachtet hat. Diese und weitere Angebote für die Bildungszeit finden Bildungsinteressierte über einfach über die Kurssuche: www.berlin. de/-ii380906. Anmeldungen sind online, per E-Mail an service@vhssz.de oder in den Servicebüros der VHS möglich. Inhaltliche Fragen beantwortet VHS-Leiter Michael S. Rauscher unter rauscher@ vhssz.de oder 030-90299-5084.�◾

Öffnungszeiten: Mo. geschlossen

Di.- Fr. 9.00 - 17.30 Uhr Sa. 8.00 - 13.00 Uhr

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Bezirksstadtrat Tim Richter und Ehrenamtliche. �

Verstärkung fürs Ehrenamt

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Foto: BASZ

Unterstützung in Freizeitstätten und beim Gratulationsdienst

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as Team für die Seniorenarbeit hat Verstärkung bekommen. Neun neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wurden offiziell für den Einsatz in den Seniorenfreizeitstätten sowie für den bezirklichen Gratulationsdienst bestellt. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig. Sie unterstützen die Freizeitangebote in den Einrichtungen, begleiten Veranstaltungen und helfen bei der Organisation

von Aktivitäten. Darüber hinaus übernehmen sie im Rahmen des Gratulationsdienstes persönliche Besuche bei Senioren zu besonderen Jubiläen. Die Bestellungsurkunden überreichte Tim Richter, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales, im Rathaus Lankwitz. Richter hob dabei die Bedeutung des freiwilligen Engagements hervor. Die Arbeit der Ehrenamtlichen

ermögliche persönliche Zuwendung und Begegnungen, die durch hauptamtliche Strukturen allein nicht in diesem Umfang leistbar seien. Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren möchten, können sich an den Seniorenservice des Bezirks wenden. Informationen zu den Kontaktmöglichkeiten und den Freizeitstätten sind auf www. berlin.de/-ii900135 abrufbar.� ◾

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Am 12. September 2025 bekam der Elfriede-Hengstenberg-Platz seinen Namen.�

Foto: BA SZ

Ausstellung über Elfriede Hengstenberg Bislang unbekannte Aufnahmen ihrer Arbeit

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ie Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zeigt die Ausstellung „SITZEN – das Spiel mit dem Gleichgewicht“. Im Mittelpunkt steht die Berliner Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg (1892–1992), deren Wirken eng mit dem Bezirk verknüpft ist. Kuratiert von der Bewegungspädagogin Gerburg Fuchs, zeigt die Schau bislang unveröffentlichte Fotografien aus der Arbeit Hengstenbergs mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch Fragmente aus Briefen, Berichten und Manuskripten. Elfriede Hengstenberg war an verschiedenen Zehlendorfer Grundschulen tätig und bot dort ergänzende Kurse für

Elfriede Hengstenberg (1892-1992) � Archiv Bibliothek DIPF

Kinder, Eltern und Lehrkräfte an. Ihr pädagogischer Ansatz konzentrierte sich darauf, durch spezifische Aufgabenstellungen das körperliche Gleichgewicht zu schulen und die Bewegungsfreude zu fördern.

Die Ausstellung thematisiert auch ihre Biografie während der Zeit des Nationalsozialismus. Hengstenberg passte ihre Arbeit nicht der damaligen Ideologie an und unterstützte Verfolgte bei der Flucht. Hintergrund der Ausstellung ist die Benennung des ElfriedeHengstenberg-Platzes in Zehlendorf im vergangenen Jahr. Der Platz zwischen der SvenHedin-Straße, der Forststraße und der Fürstenstraße wurde am 12. September 2025 auf Initiative des Historikers Dirk Jordan offiziell eingeweiht. Die Ausstellung in der Grunewaldstraße 3 ist bis Samstag, den 11. April 2026, zu sehen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.� ◾

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Regionalinkubator (RIK) Berlin Südwest als Ideenbeschleuniger Dynamisches Projektteam im Einsatz für unseren Zukunftsort

RIK-Projektteam mit Ideen für Ideengeber: Clemens Haack, Lalida Große, Annika Liesenfeld und Juri Effenberg (v.l.n.r.).� Foto: Christian Schneider / RIK Berlin Südwest

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ie elf  Zukunftsorte in Berlin  sind  strategische Innovationsstandorte, an denen Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie intensiv vernetzt werden. Sie dienen als Motoren für wirtschaftliches Wachstum und sind entscheidend für Berlins Wettbewerbsfähigkeit und fördern nachhaltige Lösungen u. a. in den Bereichen Energiewende und Smart City. Dazu

bündeln sie Start-ups, Hochschulen sowie etablierte Unternehmen. Steglitz-Zehlendorf spielt erfolgreich mit in dieser Liga und steckt als Zukunftsort Berlin Südwest voller Potenziale, ist dabei nachhaltig, innovativ und ausbaufähig. Großes Potential steckt gerade in den Bereichen Wirtschaft & Unternehmen, Wissenschaft & Forschung sowie Kultur & Tourismus. Um

dies hervorzuheben und zündende Ideen netzwerkorientiert zu beschleunigen, ist Ende 2021 noch unter dem damaligen Projektleiter Prof. Dr. Frank Schaal der Regionalinkubator (RIK) Berlin Südwest an den Start gegangen. RIK Berlin Südwest ist ein Projekt der bezirklichen Wirtschaftsförderung, das bis Ende 2027 läuft. Es wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ mit Bundes- und Landesmitteln – vertreten durch die Senatsverwaltung – gefördert und kofinanziert. Im Gespräch Player und Akteure zusammenbringen, vernetzen, Ideengeber über das eigene Netzwerk hinaus unterstützen, und so an RIK herangetragene Ideen in der Umsetzung zu verbreiten und beschleunigen – nur einige der vielfältigen Aufgaben, die das vierköpfige junge RIK-Projektteam motiviert stemmt.

Machen wir was daraus! Vor zwei Jahren, 2024, hat Juri Effenberg den Projektleiter-Staffelstab übernommen. Aus seinem Studium der Fächer Politik, Wir

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schaft und Organisation bringt er das nötige Rüstzeug mit, um ein stabiles Netzwerk von Partnern und Innovatoren zu schaffen, die gemeinsam mehr bewegen können. An seiner Seite in dem dynamischen Nachwuchsteam – nicht weniger fachkundig – Projektmanagerin Lalida Große, die über die wirtschaftliche Entwicklung des Berliner Südwestens hinaus auf eine Kultur des Austauschs und des Miteinanders setzt. Daneben lobt Projektassistent Clemens Haack an Steglitz-Zehlendorf besonders, dass es allen engagierten Akteuren eine einladende Chance bietet, vor Ort nachhaltig zu wirken und erfolgreich mitzugestalten. Seit Kurzem vervollständigt Werkstudentin Annika Liesenfeld das aktive Projektteam in der Projektassistenz: Sie motiviert besonders die Tatsache, dass das Projekt nicht nur aktuelle Herausforderungen aufgreift, sondern echte Chancen eröffnet, die Zukunft Steglitz-Zehlendorfs aktiv mitzugestalten. Das Team arbeitet in allen Bereichen Hand in Hand, wie Juri Effenberg betont: „Unser Aufgabenspektrum, das wir zu bedienen suchen, ist super breit. – Aber es gelingt uns. Wir vier Leute haben das gemeinsame Interesse, den Bezirk voranzubringen, haben auch privat einen Bezug zu ihm. Das verbindet. Der Bezirk ist unsere Zukunft. Doch die Förderperiode für das Projekt ist nur begrenzt auf sechs Jahre angelegt, daher drängt die Zeit.“

Gute Ideen der vier Projektleute nutzen diese Zeit. Sie haben schon einiges von ihrem Sitz, dem repräsentativen Gutshaus Steglitz aus, auf den Weg gebracht, ihr Netzwerk nicht zuletzt über Social Media verdreifacht und Kontakte auf Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Tourismus erfolgreich ausgeweitet. Inspirierende Schaffensphase ist längst angesagt, unterstützt und begleitet werden sie für die Sache Zukunftsort Berlin Südwest von Partnern in den großen regionalen Universitäten ebenso wie von lokalen Unternehmen, Unternehmerverbänden, Kulturschaffenden und Bezirksvertretern. Doch das reicht dem ehrgeizigen Team nicht, das auch überregional stärker auf den Bezirk aufmerksam machen will. Das auf dem Dahlemer Campus an der Fabeckstraße im Aufbau stehende WISTA-Innovations- und Gründungszentrum FUBIC, das Ende 2026 fertig sein soll, kommt mit angrenzendem Life-Science-Projekt FUHUB da gerade recht. – Mit auf den Weg gebracht wurde es noch vom Regionalmanagement Berlin Südwest, ein vorangegangenes Projekt der Wirtschaftsförderung. Für diesen neuen Innovationsort nun bringt RIK Berlin Südwest ebenfalls „vorausschauend“ und als Schnittstelle zwischen

Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung interessante Akteure zusammen und Kooperationen zustande, die demnächst im FUBIC wie in einem behüteten Nest nachhaltige Ideen ausbrüten dürften und Strahlkraft weit über den Bezirk hinaus versprechen. Ein wichtiges Herzstück der RIKProjekt- und Vernetzungsarbeit ist der beliebte RegioTalk, der regelmäßig Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammenbringt, an spannenden Bezirksorten zu unterschiedlichsten, die verschiedenen Zielgruppen bewegenden Themen lädt und hochrangige Experten die wichtigsten Fragen von regionaler und überregionaler Bedeutung diskutieren lässt – zu Themen wie Unternehmensnachfolge, Inklusion oder Kreativwirtschaft im Tourismus, wobei der Focus auf wirtschaftlichem Aspekt liegt. Aber auch vom RIK mitorganisierte Events wie die Wirtschaftsgespräche Berlin Südwest oder Unternehmertalks, tragen dazu bei, innovative Ideen schneller zu verbreiten und Interessierte zusammenzubringen.

Hier geht was! Inhaltliche Schwerpunkte des RIK Berlin Südwest liegen auf den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Vernetzung, aber auch in der Förderung von Tourismus und Kultur. So setzt, wie Juri Effenberg betont, das RIK-Projekt aktuell verstärkt auf eine Stärkung der

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tauschs mit Brandenburg und den Nachbarn Kleinmachnow, Teltow und Potsdam „geht noch was“, bis das Netzwerk so fest geknüpft ist, wie bereits in SteglitzZehlendorf und mit manchen Berliner Nachbarbezirken. Die RIK-Projektgruppe sieht sich auf gutem Weg, bis Ende 2027 hat sie noch viel vor in dieser Richtung. Und so werden die Vier aus dem Gutshaus auch in der verbleibenden Projektzeit und mit der Wirtschaftsförderung hinter sich mit Gestalten, Entdecken und Vernetzen den Bezirk Im Gutshaus Steglitz befindet sich das Projektbüro des RIK Berlin Südwest. und seine Akteure stärken und Metropolregion Berlin-Branden- Touren für einzigartige Tage in alle einen guten Schritt Richtung burg, wozu Tourismuspflege un- Steglitz-Zehlendorf mit und Zukunftsort voranbringen. verzichtbar ist. Dazu werden von ohne Rad. Und auch die Kultur der Projektgruppe gemeinsam lässt RIK nicht zu kurz kommen, mit Partnern aus Brandenburg indem er in der Broschüre „Kreain der Broschüre „Näher als ge- tiv im Kiez“ Persönlichkeiten, die dacht“ Ausflugsziele im Umland bereits weit über den Zukunftsdes Berliner Südwestens vorge- ort Steglitz-Zehlendorf hinaus stellt, die mit dem Deutschlandti- Leuchtturmfunktion besitzen, cket von Steglitz-Zehlendorf in ebenso vorstellt wie solche, die Die Broschüren sind beim Beeiner Zeit unter zwei Stunden dem Bezirk noch viel zu geben zirksamt Steglitz-Zehlendorf und erreichbar sind, darunter Kloster haben – von Kunstsammler und über die Wirtschaftsförderung Zinna, der Große Refraktor Pots- Maler Achim Freyer über Schau- erhältlich. dam und Schloss Paretz. Darüber spieler und Intendant Dieter Hal- Weitere Informationen und Termihinaus gibt es in der überarbei- lervorden bis Küchenchef André ne zu RegioTalks etc. sowie Konteten Broschüre „Schätze des Sawahn. takt unter www.regionalinkubator. ◾ Berliner Südwestens“ mit über- Doch gerade auf dem Gebiet de� sichtlichen Karten Tipps und der Kooperationen und des Aus- � Jacqueline Lorenz

Dr. Roman Blühdorn Kaulbachstraße 67 a 12247 Berlin-Lankwitz Fon 030 - 852 52 19 Fax 030 - 850 738 67 info@zahnarztpraxis-lankwitz.de www.zahnarztpraxis-lankwitz.de

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