Gazette Wilmersdorf - Januar 2026

Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Januar 2026

Wilmersdorf Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

Wilmersdorfs letztes Landhaus Die Prinzregentenstraße 72 im Wandel der Zeit

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1 2  |  Gazette  |  Gazette Wilmersdorf  |  Januar   |  2025  |  Datei: Text.indd 2026 Anzeige

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Hörgeräte für Frauen Hören Frauen wirklich anders? Und was ist das Besondere an den Hörgeräten von mona&lisa? Diese Fragen hört Michaela Arlt häufig, wenn Kundinnen zum ersten Mal das Geschäft betreten. „Die spezifischen Eigenschaften des weiblichen Gehörs werden in der Hörakustik bislang kaum berücksichtigt“, sagt die Hörakustik-Meisterin. Und sie weiß, wie glücklich viele Kundinnen deshalb sind, wenn sie mit Hörgeräten von mona&lisa, die für das weibliche Gehör optimiert sind, von Beginn an angenehmes Hören erleben. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Hören hat die medizinische Forschung erst in den letzten Jahren genauer in den Blick genommen. Faktoren, die für das Hören von Frauen eine Rolle spielen, sind zum Beispiel die meist filigraneren Gehörgänge, die größere Lautstärkesensibilität und auch die Wirkung von Hormonen auf das Innenohr. „Frauen haben das feinere Gehör“,

Sophie Berger, studierte Biologin und Hörtherapeutin

Hörakustik-Meisterin Michaela Arlt

weiß Sophie Berger, studierte Biologin und Hörtherapeutin. „Mit der bei mona&lisa exklusiv angebotenen Synio Gehörtherapie und Hörgeräten, die für das weibliche Gehör optimiert sind, gehen wir speziell auf diese weiblichen Eigenschaften ein.“ Wenn sich mit dem Alter Veränderungen des Gehörs einstellen, bleibt dies oft lange Zeit unbemerkt. Aber besonders in geselligen Situationen fällt es Frauen zunehmend schwer, Gesprächen zu folgen. „Bei nachlassender Hörfähigkeit verlernt das Gehirn, Klangeindrücke zu entsch lüsseln“, sagt Sophie Berger. Eine Fähigkeit, die aber durch Training wieder aktiviert werden kann. Deshalb geht es bei mona&lisa in erster Linie nicht um Technik, sondern um die Stärkung der Hörverarbeitung. Mit dem Synio Gehörtraining von mona&lisa und speziellen Trainingshörgeräten kann sich das Verstehen von Sprache schon innerhalb von zwei Wochen um bis zu 40 Prozent verbessern. „Wir möchten, dass sich Frauen mit ihren Wünschen für gutes Hören bei mona&lisa gut aufgehoben fühlen. Wir nehmen uns deshalb viel Zeit

für die individuelle Beratung. Unsere Kundinnen haben dann eine breite Auswahl unter Hörgeräten, die besonders geeignet sind für das weibliche Gehör“, sagt Hörakustik-Meisterin Arlt. Auch die Ästhetik spielt bei mona&lisa eine wichtige Rolle – mit Hörgeräten, die sehr klein und nahezu unsichtbar zu tragen sind. Dass mona&lisa sich einem angenehmen „weiblichen“ Weg zu gutem Hören verschrieben hat, bemerkt Frau auch gleich, wenn sie das neue Ladengeschäft am Kurfürstendamm betritt. Hier empfängt sie eine freundliche und wohltuende Atmosphäre, in der der erste Schritt zu gutem Hören mit Leichtigkeit gelingt. mona&lisa Hörgeräte für Frauen Kurfürstendamm 172 030 832 09 111 Berlin-kudamm@monalisahoeren.de www.monalisa-hoeren.de

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DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Gazette Wilmersdorf | Januar2026  |  3 2026 | 3 Gazette Wilmersdorf  |  Januar

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf!

v.l.n.r.: Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch, Falk von Moers, Hardy Schmitz, Dr. Manfred Uhlitz, BVV-Vorsteherin Judith Stückler Foto: BA CW Ich freue mich, mit Ihnen zusammen in ein spannendes Jahr 2026 zu starten. Es wird ein Jahr der Jubiläen in unserem Bezirk: Wir feiern das 120-jährige Bestehen des Kaiserdamms, 90 Jahre Olympiastadion und 100 Jahre Funkturm – und natürlich 100 Jahre Grüne Woche, die am 16. Januar 2026 in den Hallen der Messe Berlin beginnt.

Verleihung der Bürgermedaille Im Dezember 2025 durfte ich bei zusammen mit unserer BVV-Vorsteherin Judith Stückler drei besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der höchsten Auszeichnung unseres Bezirks würdigen: der Bürgermedaille. Diese Ehrung ist für mich ein besonderer Moment, da sie Menschen ehrt, die sich über viele Jahre hinweg für unseren Bezirk eingesetzt haben und das Leben hier aktiv mitgestalten. Etwa Hardy Schmitz, der sich seit zehn Jahren für die Integration von Geflüchteten in Westend stark macht. Mit seinem Einsatz in der Interkulturanstalt Westend e. V. hat er einen Ort geschaffen, an dem Menschen nicht nur Zuflucht finden, sondern auch wirklich ankommen können. Zudem engagiert er sich für die ulme 35, einen kulturellen und sozialen Treffpunkt, der weit über den Bezirk hinaus bekannt ist.

Außerdem wurde Falk von Moers geehrt, der sich seit mehr als 30 Jahren für seinen Kiez einsetzt. Als Mitglied im Vorstand des Siedlervereins hat er das Zusammenleben im Eichkamp aktiv mitgestaltet und sich immer wieder für die Belange der Anwohner eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist sein erfolgreicher Einsatz gegen die ursprünglichen Planungen für den umbau des Autobahndreiecks Funkturm, die das Verkehrsaufkommen im Eichkamp erheblich belastet hätten. Außerdem trägt er als Mitglied im Aufsichtsrat der nahwärme-Eichkamp eG dazu bei, die Energieversorgung im Kiez nachhaltig zu gestalten. und nicht zuletzt wurde Dr. Manfred uhlitz ausgezeichnet, der seit fast 50  Jahren als Pächter des Glockenturms einen kulturellen Mittelpunkt in unserem Bezirk pflegt. Zudem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins für die Geschichte Berlins und engagierte sich viele Jahre als Bezirksverordneter sowie Vorsitzender des Kulturausschusses für die kulturellen Belange des Bezirks.

Masumi Space – Neue Impulse für die Innenstadt Ein neues spannendes Projekt ist der Masumi Space. Dieser Pop-up-Veranstaltungsort am

Ku’damm ist ein innovatives Konzept, das uns neue Perspektiven für die City West eröffnet. Mit einer Mischung aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft will der Masumi Space neue Impulse setzen. Vielleicht haben Sie im Dezember den „Stranger Things“-Weihnachtsmarkt besucht. Das war der Auftakt für dieses Projekt und hat viele Besucherinnen und Besucher an den Ku’damm gelockt. Das Konzept von flexiblen Zwischennutzungen, das der Masumi Space verfolgt, ist ein wichtiger Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt. Es zeigt, wie auch in Zeiten des Strukturwandels kreative Ideen das Stadtbild positiv beeinflussen können. Ich bin überzeugt, dass solche Projekte die City West lebendig und spannend halten – und uns gleichzeitig helfen können, Lösungen für die Herausforderungen der modernen Stadtentwicklung zu finden.

Kiezspaziergang unser nächster Kiezspaziergang führt Sie am Samstag, 10. Januar 2026 um 14 uhr in die Deutsche Oper. Sie werfen zusammen mit Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski und den Tourguides der Deutschen Oper werden Sie das Gebäude erkunden und spannende Einblicke in das architektonische Konzept und die Geschichte des Hauses bekommen. Insgesamt können bis zu 90 Personen an der Führung teilnehmen. Deshalb ist ausnahmsweise eine Anmeldung erforderlich. Sie können uns bis zum 9. Januar, 12 uhr, einfach eine E-Mail an presse@charlottenburgwilmersdorf.de schreiben oder uns unter (030) 9029-12514 oder -12359 anrufen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www. kiezspaziergaenge.de. Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre       Kirstin Bauch

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Wilmersdorfs letztes Landhaus Die Prinzregentenstraße 72 im Wandel der Zeit einem der letzten Überbleibsel der Carstenn’schen Ära zu einer lebendigen Bildungsstätte zeigt, wie alte Gebäude erhalten und sinnvoll genutzt werden können. Auch auf dem Grundstück neben und hinter dem Gebäude ist Beständigkeit Trumpf – hier ist seit über 60 Jahren die Autowerkstatt Stolarsky zu Hause.

Die Welt schöner Klänge

Zwischen den hohen Nebenge- kolonie für Wilmersdorf hatte. bäuden wird sie fast übersehen Der Bauherr war Fuhrunternehund doch ist sie ein Juwel ver- mer Carl Kurz. Auf dem Hof der gangener Zeiten: In der Prinzre- Villa entstanden Ställe für die gentenstraße  72, inmitten des Pferde, vorne das Wohnhaus städtischen Trubels, steht eine für den Unternehmer. In den charmante Stadtvilla, die heute 1930er-Jahren befand sich eine als Zweigstelle der Musikschule Autopension auf dem Gelände. City West junge Talente fördert. Kurz selbst hatte festgelegt, dass Doch das Gebäude ist mehr als sein Haus für soziale Zwecke genur ein Ort der musikalischen Bil- nutzt werden sollte. So waren dung; es ist ein seltenes Zeugnis zeitweilig obdachlose Menschen der frühen Entwicklung Wilmers- in den Räumen untergebracht. Seit September 1996 beherbergt dorfs. das Haus einen Teil der größten Die Ära Carstenn Musikschule Berlins mit zahlreiErbaut wurde sie um das Jahr chen Unterrichtsräumen und ei1895: Die Villa ist das letzte er- nem kleinen Konzertsaal. haltene Gebäude aus der Zeit Dunkle Zeiten der ursprünglichen Landhausbebauung des berühmten Stadtent- Die Straße selbst erhielt ihren wicklers Johann Anton Wilhelm heutigen Namen am 16.  März von Carstenn, der um 1870 die 1888. Sie wurde nach dem preuVision einer vornehmen Villen- ßischen Prinzregenten und spä teren Kaiser Wilhelm I. benannt. In der Geschichte der Prinzregentenstraße, die bereits die Namen Elberfelder Straße, Oberfeldstraße und Promenade  I trug, sind auch die dunklen Kapitel der Berliner Vergangenheit vorhanden. Nur wenige Meter weiter, in der Nummer 69/70, befand sich einst die prächtige Wilmersdorfer Synagoge, die 1930 geweiht und in der Pogromnacht 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde.

Musische Nutzung Während über die frühen Bewohner und die Nutzungsgeschichte der Villa in der Prinzregentenstraße 72 bis zur Nutzung durch die Musikschule wenig dokumentiert ist, hat sich das Haus heute fest als kultureller Ankerpunkt im Bezirk etabliert. Die Verwandlung von

Die Musikschule City-West bietet ein breites Spektrum an musikalischen Ausbildungsmöglichkeiten, das von frühkindlicher Förderung bis hin zur studienvorbereitenden Ausbildung reicht. Bei den Baby-Eltern-Kursen werden die Allerjüngsten an die Musik herangeführt. Es geht mit der musikalischen Früherziehung weiter. Kindertanz, Musiktheater und Kurse für Schülerinnen und Schüler stehen ebenfalls auf dem Programm. Zahlreiche Orchester – darunter das Jugendorchester Charlottenburg – erfreuen die Musikfans im Bezirk mit ihren Konzerten. Natürlich gibt es auch ein vielseitiges Angebot für Erwachsene. Weitere Standorte der Musikschule sind das Rathaus Schmargendorf: Berkaer Platz 1, 14199 Berlin; das Hauptgebäude im ehemaligen Bezirk Charlottenburg an der Platanenallee 16, 14050 Berlin sowie zahlreiche allgemeinbildende Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. Weitere Informationen und das gesamte Programm unter www.berlin.de/ musikschule-charlottenburgwilmersdorf

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Kurzfilm zur Städtepartnerschaft mit Şişli

Foto: Bezirk Şişli (Istanbul)

Initiator meldet sich aus der Haft 1930er-Jahren viele Fachkräfte von Berlin nach Istanbul emigrierten, ist heute eine umgekehrte Bewegung von Istanbul nach Berlin zu beobachten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Lehren aus der Geschichte für den Umgang mit veränderten politischen Rahmenbedingungen gezogen werden können.

Bürgermeister in Haft Hintergrundinformation zu ei- Bezirk Şişli und thematisiert die ner Städtepartnerschaft: Der historischen sowie aktuellen Mirund 16-minütige Dokumentar- grationsbewegungen zwischen film „Partners in Fate – Schick- beiden Metropolen. salspartner“ ist ab sofort über Wandel der Migration den YouTube-Kanal des Bezirksamtes Charlottenburg-Wil- Inhaltlich widmet sich die Domersdorf (www.youtube.com/ kumentation dem sogenannten watch?v=EYWCOb3_YFo) abruf- „Braindrain“, der Abwanderung bar. Der Film entstand im Frühjahr hochqualifizierter Fachkräfte. Der 2025 im Rahmen der Städtepart- Film zieht Parallelen zwischen nerschaft mit dem Istanbuler zwei Epochen: Während in den

Ein aktueller politischer Hintergrund begleitete die Vorführung. Der Initiator des Projekts, Şişlis Bürgermeister Resul Emrah Şahan, konnte an der Premiere nicht teilnehmen. Er wurde kurz nach Abschluss der Dreharbeiten im März 2025 in Istanbul verhaftet und befindet sich seither im Gefängnis. Zur Premiere wurde ein Brief Şahans aus der Haft verlesen, in dem er die Veröffent lichung als einen „Moment der Freiheit“ beschrieb. Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger und Özcan Mutlu, Präsident des Verbands Deutsch-Türkischer Städtepartnerschaften e. V., über die Rolle kommunaler Partnerschaften. Im Fokus stand dabei die Frage, wie Austauschprojekte Solidarität zeigen können, auch wenn die politische Lage – etwa durch das EU-Flüchtlingsabkommen oder die Inhaftierung von Partnern – angespannt ist. Die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Şişli wurde im Dezember 2024 besiegelt, nachdem bereits seit 2021 eine Kooperation bestand. Beide Bezirke verbinden ähnliche demografische und soziale Herausforderungen.

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Langer Lulatsch wird 100 Funkturm feiert Geburtstag

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an stelle sich vor, die tern bei einem Schwelbrand eine Gebur tstagstor te Katastrophe – ein erstes Omen steht in luftiger Höhe für die Widerstandsfähigkeit des bereit und der Berli- Turms. ner Wind pustet genüsslich die Eine wechselvolle Geschichte vielen Kerzen aus: Der Funkturm, von den Berlinern liebevoll „Lan- Am 3.  September 1926 wurde ger Lulatsch“ getauft, feiert dieses der Turm feierlich eröffnet und Jahr seinen 100. Geburtstag. Seit war sofort eine Attraktion. Bis seiner Inbetriebnahme am 3. Sep- 1928 strömte eine halbe Million tember 1926 gehört der 146,7 Me- Besucher hinauf, um die Aussicht ter hohe Stahlfachwerkturm zu zu genießen. Einmal schaffte es den Wahrzeichen der Stadt. sogar ein Faltauto bis zur obersten Plattform. Während die BerliEin Sendemast mit Extras ner den Turm liebten, war er als Eigentlich sollte er nur ein ein- Mittelwellensender nur mäßig facher Sendeturm werden. Das erfolgreich. Radio war in den 1920er-Jahren Doch die Geschichte des „Langen noch neu und aufregend, und in Lulatsch“ war nicht immer nur Witzleben sollte ein Mast die alten glanzvoll. Ein verheerender Brand Sender ersetzen. Doch Berlin wäre im Jahr 1935, ausgelöst durch nicht Berlin, wenn nicht ein paar einen Kurzschluss in einer Mesfindige Köpfe eine bessere Idee sehalle, setzte auch dem Turm gehabt hätten. Der Messe-Direk- schwer zu und beschädigte das tor Alfred Schick und der Journa- Restaurant. Im Zweiten Weltkrieg list Karl Vetter dachten größer und erlitt er weitere schwere Schäden. setzten sich für einen Aussichts- Nach dem Krieg stand sogar sein turm mit Restaurant ein – ein Ort Abriss zur Debatte, doch wieder war es der engagierte Journalist für alle. Gesagt, getan. Nach der ersten Karl Vetter, der sich für den Erhalt Großen Deutschen Funkausstel- seines „Turms mit Restaurant“ einlung begannen 1924 die Arbeiten setzte und ihn rettete. nach den Plänen des Architekten Ein Berliner Symbol Heinrich Straumer, über dessen Leben und Werk noch bis zum In der Nachkriegszeit bewies der 5. April eine Ausstellung im Hei- Funkturm erneut seine Bedeumatmuseum Zehlendorf, www. tung. Während der Berliner Bloheimatmuseum-zehlendorf.de, ckade diente seine Beleuchtung gezeigt wird. den Piloten der Rosinenbomber Um Kosten zu sparen, verzichtete als wichtiger Orientierungsman auf Schnörkel, doch im In- punkt. Er wuchs sogar um einige neren des Restaurants durfte es Meter, als er eine neue Spitze für glänzen: Der Künstler Victor Lur- UKW-Antennen erhielt. Seit 1961 jé gestaltete einen edlen Raum steht der Turm unter Denkmalmit Intarsien aus kaukasischem schutz und begrüßt bis heute Jubiläum könnte das ändern. Für waren. Vielleicht ist das große Nussholz und einer Decke aus alle, die über die AVUS in die Stadt die Feierlichkeiten zum 100. Ge- Fest zum Geburtstag der perfekRippenstuck, der bis heute für ein kommen. burtstag im Jahr 2026 wurde das te Anlass für alle Berliner, ihrem besonderes Ambiente sorgt. Kurz Zwar sind die Besucherzahlen Wahrzeichen saniert, weshalb Re- „Langen Lulatsch“ mal wieder eivor der Eröffnung verhinderte die in den letzten Jahren zurückge- staurant und Aussichtsplattform nen Besuch abzustatten und zu schnelle Reaktion von Bauarbei- gangen, doch das anstehende vorübergehend geschlossen gratulieren.

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Neue Fahrradboxen aufgestellt Sichere und wettergeschützte Stellplätze den. Dabei müssen die Kontaktdaten, der gewünschte Standort und der Mietbeginn angegeben werden.

Hintergrund und Förderung

Foto: BACW Im Bezirk gibt es neue, geschützten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die vier Ende November eröffneten Standorte sind in der Tauroggener Straße  40, der Christstraße  17, der Goebelstraße 99 sowie am Heckerdamm 260.

Die Boxen werden langfristig an Anwohnerinnen und Anwohner vermietet. Der Mietbeginn ist voraussichtlich für Anfang 2026 geplant. Die monatlichen Kosten für einen Stellplatz liegen bei elf Euro; diese Gebühr deckt laut VerWILMERSDORFER SENIORENSTIFTUNG Geborgen im Kiez.

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waltung die laufenden Kosten für Kontrolle und Reinigung. Da die Nachfrage hoch sein kann, ist eine frühzeitige Registrierung empfehlenswert. Interessenten können sich per E-Mail bei radbox@insel-projekt.berlin mel Die Aufstellung ist Teil eines seit 2023 laufenden Projekts, das durch das Bundesprogramm „Stadt&Land“ gefördert wird. Ziel ist die Errichtung von insgesamt 48 Fahrradboxen im gesamten Bezirk bis zum Projektabschluss. Bei der Wahl der Standorte wurden die Bürger beteiligt. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger begründete den Ausbau mit den Verkehrsdaten des Bezirks: Während 12,6 Prozent der Bewohner täglich den Pkw nutzen, greifen 22,5 Prozent täglich auf das Fahrrad zurück. Die Infrastruktur soll diesem Nutzungsverhalten angepasst werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Bezirksamts unter www. berlin.de/-ii1493467 abrufbar.

Geld für Gewaltprävention Bezirksamt vergibt bis zu 150.000 Euro an Vereine und Initiativen Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ruft Träger, Vereine und Initiativen dazu auf, Konzepte zur Gewaltprävention für das Förderjahr 2026 einzureichen. Bewerbungen können bis Freitag, 16.  Januar 2026, eingereicht werden. Die Mittel stammen von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, die jedem Bezirk bis zu 150.000  Euro zur Verfügung stellt. Inhaltlich konzentriert sich die Förderung auf drei Schwerpunkte: Erstens die Gewaltprävention im Internet, wozu Maßnahmen gegen Cybermobbing und Radikalisierung zählen. Zweitens sind präventive Veranstaltungen im öffentlichen Raum gefragt, insbesondere Sport- und Kulturangebote für Jugendliche in

den Abendstunden. Der dritte Bereich umfasst die Stärkung sozialer Kompetenzen und der Widerstandsfähigkeit gegen Gewalt, etwa durch Theaterpädagogik oder soziales Lernen. Besonders erwünscht sind Träger und Projekte, die Kinder und Jugendliche in der Paul-Hertz-Siedlung, in Charlottenburg-Nord sowie im Zentrum von Wilmersdorf erreichen. Die Antragstellung erfolgt über einen Projektvorschlag auf einem dafür vorgesehenen Projektsteckbrief, der auf der Webseite des Bezirksamts verfügbar ist. Die Unterlagen sind per E-Mail an praeventionsrat@ charlottenburg-wilmersdorf.de zu richten. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

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Die Grüne Woche wird 100 Jahre alt. � Foto: Messe Berlin

Jubiläum unterm Funkturm Internationale Grüne Woche feiert im Januar 100-jähriges Bestehen Ein Jahrhundert Berliner Messegeschichte: Im Januar 2026 begeht die Internationale Grüne Woche (IGW) ihren 100. Geburtstag. Was im Jahr 1926 als lokale Warenbörse begann, bei der ursprünglich noch der Verkauf von Lodenmänteln mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen kombiniert wurde, hat sich über die Jahrzehnte zur weltweit bedeutendsten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt.

Gewohnte Vielfalt Vom 16. bis 25. Januar 2026 wird das Messegelände am Funkturm wieder zum zentralen Treffpunkt für Fachpublikum und Verbraucher. Zum runden Jubiläum erwartet die Besucher ein Rückblick auf die Historie der Ausstellung sowie die bewährte Mischung aus Information und Erlebnis. Schwerpunkte sind wie gewohnt die Blumenhalle, die Tierpräsentationen mit etwa 100 Tieren in der Halle 25 sowie die Stände der internationalen Partnerländer

und der deutschen Bundesländer.

Zurück in die 1920er Ihrem Hundertjährigen widmet die Grüne Woche die Halle 26a. Dort treffen historische Landwirtschaftsfahrzeuge wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ auf Hightech-Fahrzeuge. Sie zeigen die rasante Industrialisierung der Landwirtschaft. Einblicke in ein altes Handwerk gibt unter anderem die Böttcherei Messerschmidt aus Neu-Zittau bei Berlin. Ein großer Bildschirm zeigt Aufnahmen aus 100 Jahren Grüne Woche. Die Blumenhalle nimmt 2026 unter dem Motto „Babylon Berlin“ ebenfalls Bezug auf die Entstehungszeit der Grünen Woche: Sie ist diesmal ganz im Stil der Zwanziger Jahre gestaltet.

Grüße aus Fernost Das „Butterbrot“ für japanische Schulkinder heißt „Onigiri“. Den in Algen eingeschlagene Reis-Snack können Schulklassen im

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Koch-Workshop „How to Onigiri: Das japanische Butterbrot“ an vier Messevormittagen in Halle 27 herstellen. Am Samstag, der 17. Januar 2026, kürt eine Jury im Rahmen der Berliner Cosplay-Meisterschaften die beste Verkleidung im Stil von Manga-, Anime – und Computerspielfiguren. Rund um den Wettbewerb gibt es Workshops, japanische und koreanische Küche, ein Tanz- und Showprogramm sowie Talks und Interviews.

Debatten zur Agrarpolitik Neben der kulinarischen Vielfalt dient die IGW auch im Jubiläumsjahr als Plattform für agrarpolitische Debatten und den Austausch über moderne Landwirtschaft. Offizieller Partner ist in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der erwarteten hohen Besucherzahlen empfiehlt sich die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere Informationen über die 100. Grüne Woche unter www.gruenewoche.de.

Freude an der Bewegung mit Ballett und Tanz In der schönen Villa an der Lindenthaler Allee 11 fing es an: Hier eröffnete vor vielen Jahren die Ballettschule am Mexikoplatz, die erste von vier Ballettschulen. Die anderen Ballettschulen befinden sich im benachbarten Stahnsdorf, in der Rheinstraße 45-46 in Friedenau und in der Berliner Straße 94 in Dahlem. Die Organisation liegt in den Händen von Ballettpädagogin Juliane Vogl. Die engagierte Fachfrau ist nicht nur für die Erteilung von Unterricht zuständig, sondern auch tonangebend in der Planung und Durchführung von Kursen. Wer Freude am klassischen Ballett hat

und die notwendige Disziplin aufbringt, kann hier alles von den ersten Schritten bis zur beruflichen Ausbildung als professionelle/r Tänzer/in absolvieren. Selbstverständlich ist es genauso möglich, dem schönen Ballett als Hobby nachzugehen. Auch moderne Tänze wie Hip-Hop und Modern-Jazz haben ihren festen Platz im Programm, genauso wie Yoga und Pilates. Kinder, Erwachsene und Senioren sind gleichermaßen willkommen, die Probestunde ist kostenlos. Juliane und Hans Vogl sowie ihr Team freuen sich darauf, Sie kennen zu lernen!

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Grund zum Feiern von 10 Jahren gelungener Bildungsarbeit: Das Team von RESTLOS GLÜCKLICH.

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10 Jahre RESTLOS GLÜCKLICH e. V. Nachhaltige Bildungsarbeit mit krummer Möhre und Schrumpelapfel Der gemeinnützige Verein rESTLOS GLÜCKLICH konnte vor Kurzem sein zehnjähriges Jubiläum feiern. Stolz blickt er auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die 2015 mit der Gründung begann. Inzwischen begeisterte das Vereinsteam mit seiner Bildungsarbeit für mehr Lebensmittelwertschätzung und klimafreundliche Ernährung mehr als 65.000 große und kleine Menschen weit über den Vereinssitz in Schöneberg hinaus. Mit 37 verschiedenen Bildungsprojekten und über 1.000 Workshops, Mitmach-Aktionen und Teamevents setzte sich rESTLOS GLÜCKLICH in den letzten 10 Jahren

will das Aktionsteam weiterhin Tausenden von Menschen in Kitas, Schulen, unternehmen, Quartiermanagements und im öffentlichen Bereich unverkrampft und spielerisch zeigen: nachhaltigkeit macht Spaß und schmeckt lecker!

Vom Restaurant zum anerkannten Bildungsverein gegen Lebensmittelverschwendung ein, und man darf gespannt sein, wie viele krumme Gurken und schiefe Kohlköpfe auch zukünftig noch in leckeren Speisen eine Daseinsberechtigung erhalten werden. In direktem Kontakt

Als Anette Keuchel und Leoni Beckmann vor 10  Jahren gemeinsam mit ehrenamtlichen Gleichgesinnten in Berlin rESTLOS GLÜCKLICH als erstes Lokal Deutschlands gründeten, in dem mit überschüssigen Lebensmitteln gekocht wurde, hätten sie

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wohl kaum gedacht, wie rasant sich das Ganze weiterentwickeln würde: Bis 2017 bestand das restaurant, ab 2018 fokussierte sich der Verein dann auf nachhaltige Bildungsarbeit. Langfristige Projektförderungen erlaubten stetige Professionalisierung. So sind aus den im Jahr 2015 zwei Mitarbeitenden inzwischen 21 geworden. Zahlreiche Auszeichnungen – u. a. EdiCitnet Award, roman Herzog Preis, Sonderpreis von re-use Berlin und Zu gut für die Tonne-Sonderpreis – würdigten den Verein für sein Engagement, seine innovativen Ansätze und seine hochwertigen Bildungsmaterialien.

IM WINTER

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Gazette Wilmersdorf  |  Januar 2026  |  11

FamilienPass erschienen Rabatte, Freikarten und Verlosungen

Stolze kleine Lebensmittelretter.�

Lebensmittelwertschätzung Made In Berlin Längst ist RESTLOS GLÜCKLICH zum Wegbegleiter von Politik, Bildung und Zivilgesellschaft geworden, wird der Verein von der Ernährungsbranche geschätzt und deutschlandweit als Experte angefragt. In Kitas, Schulen und Kiezen ist er unterwegs und etablierte sich allein in Berlin mit 14  Kiezprojekten als zuverlässige Konstante. Gemeinsam mit Förderpartnern konnten zahlreiche Bildungsprojekte für Grundschulkinder realisiert werden, darunter School Lunch, Meinem Schulessen auf der Spur und VERSCHWENDERISCH. Einen ersten Schritt über die Landesgrenze hinaus wagte der Verein mit dem Grundschulprojekt „DICH ­RETT‘ICH“, in dessen Rahmen rund 2.000 Grundschulkinder in Berlin und Baden-Württemberg zu Lebensmittelrettern ausgebildet wurden. Und mit seinem Kitaprojekt „Bis auf den letzten Krümel“ spricht der Verein die Kleinsten an. Mit dem Projekt konnten über 400  Berliner Vorschulgruppen erreicht und etliche Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte realisiert werden. Die RESTLOS GLÜCKLICH-Bildungskonzepte und -materialien werden aktuell bundesweit genutzt. Das vom Verein geschriebene und herausgegebene Kinderbuch „Benja & Wuse – Essensretter auf großer Mission“ wurde sogar für den Deutschen Kinderbuchpreis nominiert.

Herausforderungen und Pläne Eine große Herausforderung auch für RESTLOS GLÜCKLICH ist, dass der Etat der Berliner

Foto: Tim Tyson Ernährungsstrategie 2025 drastisch gekürzt wurde, was zu Einschnitten in bestehenden Zuwendungsbescheiden führte. Der Entwurf des Berliner Haushaltsplans 2026/27 für die Berliner Ernährungsstrategie enthält momentan sogar die komplette Streichung des Etats für Bildungsprojekte mit Ernährungsbezug. – Eine Entwicklung, welche die gesamte Berliner Ernährungsbildungslandschaft belastet. Dazu erklärt Edith Timm, Geschäftsführung von RESTLOS GLÜCKLICH: „Die geplante Etat-Streichung würde auch uns sehr treffen. Gleichzeitig bestärkt uns diese Entwicklung in unserem Bestreben, zunehmend in Regionen außerhalb Berlins zu wirken. Wir planen, unsere Weiterbildungen deutschlandweit anzubieten und sind aktuell auf der Suche nach passenden Förderungen und Partnerschaften. RESTLOS GLÜCKLICH genießt ein ausgezeichnetes Renommee. Wir sind stolz auf alles, was wir in den vergangenen Jahren als Vereins-Team gemeinsam mit Förder- und Projektpartnern erreicht haben und blicken hochmotiviert auf die kommenden 10  Jahre.“ Dabei bleibt die Mission des Vereins klar: Weiterhin will er alltagstauglich, praxisnah, mit viel Herz und neuen bunten Ideen ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, dass Lebensmittel wertvoll sind – und bestenfalls als klimafreundliche Ernährung im Alltag etabliert und zum neuen Standard unserer Esskultur werden. Weitere Informationen unter www.restlos-gluecklich.berlin � Jacqueline Lorenz

Der Verkauf des Berliner FamilienPasses 2026 hat am 1.  Dezember begonnen. Damit soll Berliner Familien der Zugang zu Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen erleichtert werden. Für einen Preis von 6  Euro erhalten Familien Zugang zu über 300 Angeboten. Der Pass kann bis zum 31. Dezember 2026 genutzt werden. Das Heft umfasst Preisvorteile und Rabatte in fünf Kategorien, darunter Sport, Sehenswertes und Ausflüge ins Umland. Nutzer erhalten beispielsweise Ermäßigungen in Kletterhallen, im Spionagemuseum oder bei Spielen von ALBA Berlin. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Regelungen zum freien Eintritt für Kinder: In Begleitung eines zahlenden Erwachsenen können Kinder unter anderem Planetari en, Eisbahnen oder den Britzer Garten kostenfrei besuchen. Auch der Eintritt in die Berliner Bäder ist für Kinder dreimal gratis enthalten. Zusätzlich bietet der Pass rund 200 Verlosungen für Kurzreisen, Workshops und Veranstaltungen. Herausgegeben wird das Freizeit- und Kulturtaschenbuch vom JugendKulturService. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der sozialen Teilhabe: Für Alleinerziehende und Familien mit geringem Einkommen gibt es gesonderte Gewinnspiele und Kontingente für stark ermäßigte Eintrittskarten. Der FamilienPass richtet sich an alle Berliner Familien mit Kindern bis einschließlich 17 Jahren. Er ist in allen dm-Filialen, LPG BioMärkten, vielen Bibliotheken sowie online erhältlich.

FROHES NEUES JAHR 2026! Was für ein unglaubliches Jahr! Wir sind dankbar für die vielen Abenteuer, die wir gemeinsam mit euch erleben durften, eure Reisegeschichten haben unser Jahr bereichert. Ein riesiges Dankeschön an all unsere wunderbaren Kunden, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Eure Zufriedenheit und eure strahlenden Gesichter sind unser größter Erfolg. Wir freuen uns schon auf viele weitere unvergessliche Reisen im kommenden Jahr. Wohin soll eure nächste Reise gehen?

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12  |  Gazette Wilmersdorf  |  JAnuAr 2026

Neues Labor in Jungfernheide Wasserbetriebe bündeln Standorte in modernem Holzbau Die Berliner Wasserbetriebe errichten an ihrem Standort in der Jungfernheide ein neues zentrales Laborgebäude. Das unternehmen investiert rund 48 Millionen Euro in den neubau, der bis Anfang 2028 fertiggestellt sein soll. Ziel ist es, die bislang auf fünf verschiedene Standorte verteilten Labore an einer Stelle zu konzentrieren. Auf dem Gelände des 2001 stillgelegten Wasserwerks entstehen auf den Fundamenten alter reinwasserbehälter rund 7.000 Quadratmeter nutzfläche. Der viergeschossige Bau erhält eine Holzfassade sowie ein begrüntes Dach, auf dem eine Photovoltaikanlage installiert wird. Für die Beheizung ist die nutzung von Abwärme aus dem benachbarten rechenzentrum vorgesehen. Künftig sollen dort rund 100 Mitarbeiter tätig sein und mit hochmodernen Analysegeräten jährlich mehr als 60.000 Wasserproben analysieren, um die Qualität des

Anfang 2028 soll das neue Gebäude stehen. Trinkwassers und die reinigungsleistung der Klärwerke zu prüfen. Das bisher genutzte Laborgebäu Wir modernisieren

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Foto: Benjamin Pritzkuleit / Berliner Wasserbetriebe

de aus dem Jahr 1991 wird nach dem umzug in einen reinen Bürostandort umgewandelt. Aktuell

laufen vor Ort die Arbeiten an der Bodenplatte und den ersten Kellerwänden.

Neue Schätze im Keramik-Museum Geschenke und Neuerwerbungen sind bis März zu sehen Das Keramik-Museum Berlin in der Schustehrusstraße 13 zeigt eine neue Kabinettausstellung mit dem Titel „Geschenke und neuerwerbungen 2024/2025“. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine kürzlich erworbene Teeschale im Stil der Song-Dynastie. Das Keramik-Museum Berlin wurde 1990 gegründet und befindet sich seit 2004 im ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus Charlottenburgs. Das Gebäude aus dem Jahr 1712 wurde nach Plänen des königlichen Architekten Eosander von Göthe errichtet. Die Sammlung des Museums konzentriert sich hauptsächlich auf deutsche Keramik des 19. und 20.  Jahrhunderts und umfasst Werke von namhaften Künstlern und Manufakturen.

Teeschale des Künstlers Yiyun Ye. Foto: Heinz-J. Theis Die Kabinettausstellung „Geschenke und neuerwerbungen 2024/2025“ ist bis zum 23. März 2026 zu sehen. Das Museum hat regulär von Freitag bis Montag zwischen 13 uhr und 17 uhr geöffnet.

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Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf 1

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Gazette Wilmersdorf  |  Januar 2026  |  13

Digitale Bildung! Auch was für Seniorinnen und Senioren? Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

DIGITALZEBRA

Viele Menschen im höheren Lebensalter teilen das Gefühl, von der rasanten Digitalisierung überrollt zu werden, weil der Zugang zu wichtigen Informationen, zu Gesundheitsdiensten oder zu kulturellen Angeboten erschwert wird. Mit dem Projekt „Digital-Zebra“ haben die Bibliotheken des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf ein Gegenstück zur technischen Überforderung geschaffen. Geschulte Digital Lots*innen stehen zu festen Servicezeiten zur Verfügung. Sie

1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDu Grüne SPD Linke FDP AfD

unterstützen die Besucher*innen bei einfachen und komplexen Aufgaben. In Workshops und Veranstaltungen werden die digitalen Kompetenzen vertieft und gefestigt. Das „Digital Café“ dient nicht nur dem technischen Austausch, sondern fördert auch das soziale Miteinander. Viele Senior*innen haben bereits Erfahrungen im Umgang mit bestimmten Geräten und können ihr Wissen an andere weitergeben. So unterstützen beispielsweise „Omas For Future“, sich von veraltetem Windows zu verabschieden und den Umstieg auf Linux zu probieren, um den vorhandenen Computer länger nutzen zu können. Corinna Balkow Berlin

SPD-Fraktion

Digitale Teilhabe ist längst nicht mehr nur ein Thema für Jüngere – gerade Senior:innen profitieren von neuen Angeboten. Da sie nicht mit digitaler Technik aufgewachsen sind, bieten Volkshochschule und Stadtbibliothek in Charlottenburg-Wilmersdorf zahlreiche Angebote für einen leichten Einstieg an. Die VHS vermittelt in niedrigschwelligen Kursen den Umgang mit Smartphone, Tablet, Online-Banking oder digitaler Kommunikation – mit viel Zeit zum Üben. In der Bibliothek gibt es zum Ausleihen Hörbücher, E-Books und Lesegeräte sowie Streamingdienste. Besonders hilfreich ist das Digitalzebra Max: Er berät kostenlos und ohne Anmeldung zu allen digitalen Fragen. Einmal im Monat findet samstags das Digital-Café statt. Hier kann man Ehrenamtlichen aller

Linksfraktion Digitale Bildung ist für Senior:innen dringender denn je. Behörden, Banken und sogar Arztpraxen verlagern ihre Angebote ins Netz, während vielen Älteren der Zugang verwehrt bleibt. Nicht, weil sie „nicht wollen“, sondern weil passende Geräte, verständliche Nutzung und individuelle Unterstützung fehlen. Digitale Teilhabe ist aber eine Frage von Selbstbestimmung und sozialer Gerechtigkeit. Dazu braucht es wohnortnahe Kurse und sichere Lernorte, an denen ohne Scheu gefragt und ausprobiert werden kann. Doch im Bezirk existieren nur vier Begegnungsstätten für Senior:innen. Zum Vergleich: in unserem Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg sind es mehr als doppelt so viele. Das ist viel zu wenig! Mehr solcher Freizeitorte sind dringend nötig, um Einsamkeit vorzubeugen und digitale Kompetenzen zu stärken. Gleichzeitig müssen die Senior:innenvertretung sowie kieznahe und kostenlose Angebote für Ältere deutlich ausgebaut werden. Als Linke wollen wir die gesellschaftliche und vor allem politische Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen älterer Menschen beenden – nicht nur im digitalen Raum. Anne Zetsche

Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Offline im Alter – Untersuchungen zeigen, dass rund vier Millionen ältere Menschen nicht online aktiv und dadurch gesellschaftlich abgehängt sind. Die Gründe sind vielfältig: Berührungsängste mit etwas Unbekanntem, Unsicherheit im Umgang mit Technik, fehlende Geräte oder das Gefühl, für die digitale Welt zu alt zu sein. Volkshochschulen, Seniorenakademien, Bibliotheken bieten bundesweit Kurse speziell für Ältere an. Auch in unserem Bezirk. Es gibt PC- und Digital-Kurse in den bezirklichen Seniorenclubs, beim Seniorenprogramm „60plus“, an der VHS, bei der Stiftung Stadtkultur, in Kiez- und Stadtteilzentren. Die digitale Welt stärkt die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, eröffnet Gesundheitsinformationen und Bildungszugang, macht Buchungen und Einkäufe leichter, manchmal überhaupt erst möglich. Die Verbindung zu Familie und Freunden wird gestärkt. Nicht zuletzt stehen im Netz Alternative Medien offen und man ist nicht auf Mainstream-Medien mit einseitiger Berichterstattung und Regierungspropaganda angewiesen. Umfassend informiert zu sein: auch für Senioren nur ein Klick entfernt. Michael Seyfert

FDP-Fraktion Digitale Bildung darf keine Frage des Alters sein. In einer liberalen Gesellschaft entscheidet nicht der Jahrgang über Chancen, sondern die Bereitschaft, Neues zu lernen. Gerade Seniorinnen und Senioren profitieren von digitaler Teilhabe. Sie ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben, erleichtert den Zugang zu Behörden, medizinischen Informationen und sozialen

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Dr. Michael Kirchhoff Rechtsanwalt - Steuerberater Fachanwalt für Steuerrecht Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Hohenzollerndamm 201 10717 Berlin Telefon: 030/8649830

BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. dr@michael-kirchhoff.com Foto: von Kentzinsky / BACW www.michael-kirchhoff.com

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B‘90/Grünen-Fraktion

Mit dem „Digital-Zebra“ fördern Berliner Bibliotheken die digitale Inklusion und Teilhabe.

Kontakten. Dafür braucht es barrierearme Lernangebote, die einen schnellen Einstieg ermöglichen. Statt starrer Kurse offene Lernräume, digitale Sprechstunden und Unterstützung durch geschultes Fachpersonal und Ehrenamtliche, die die Technologie verständlich und praxisnah erklären. Liberale Digitalpolitik schließt niemanden aus. Sie setzt auf Eigenverantwortung, Wahlfreiheit und verständliche Angebote. Ziel ist es, Menschen nicht zu zwingen und so auch ihren Ausschluss in Kauf zu nehmen, sondern ihnen die Fähigkeit zu geben, sich selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Denn wenn digitale Bildung alle Generationen erreicht, stärkt sie nicht nur individuelle Kompetenzen, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Stefanie Beckers

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CDU-Fraktion Digitale Teilhabe entscheidet heute darüber, wie selbstständig Menschen ihren Alltag gestalten können. Auch und gerade für Seniorinnen und Senioren ist digitale Bildung deshalb kein „Nice to have“, sondern eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. In Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es bereits viele Angebote: In Seniorenfreizeitstätten werden Smartphone- und Tablet-Kurse angeboten, die Volkshochschule vermittelt digitale Grundkenntnisse und Bibliotheken unterstützen beim sicheren Umgang mit digitalen Medien. Zudem gibt es auch Angebote in den Kirchen und vieles mehr. Der Bedarf ist eindeutig da. Unsere Welt wird zunehmend digitaler und wir wollen alle mitnehmen. Das heißt: unterstützen, wo Hilfe nötig ist, und gleichzeitig bei Angeboten des Bezirksamtes dort, wo erforderlich, analoge Alternativen bereithalten. Digitale Bildung darf keine Frage des Alters sein. Der Bezirk ist da gut aufgestellt, doch Angebote erreichen nicht jeden. Deshalb müssen sie flächendeckend erreichbar und sichtbarer sein – damit niemand den Anschluss verliert, nur weil sich die Welt digital weiterdreht. Sean Zielinski

Altersgruppen Fragen stellen und Neues ausprobieren. Digitale Bildung macht den Alltag leichter, hält geistig fit und verbindet Menschen – in unserem Bezirk gibt es dafür schon heute zahlreiche Türen, die weit offenstehen. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz hat erkannt, dass digitale Bildung auch für Senior:innen eine wichtige Bedeutung hat. Dr. Felicitas Tesch

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Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die SPD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.

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14  |  Gazette Wilmersdorf  |  Januar 2026

„Stille Heldin“ Elsa Blochwitz mit Gedenktafel geehrt Berlinerin versteckte verfolgte Jüdinnen und Juden Eine Berliner Gedenktafel am Kurfürstendamm 177 in Wilmersdorf erinnert seit dem 15. Juli 2025 an Elsa Blochwitz (1899–1992), die während der NS-Zeit über 70 verfolgten Jüdinnen und Juden das Leben rettete. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt würdigt mit der Tafel eine Frau, die, so heißt es, „nur von ihrer Menschlichkeit getrieben“ handelte. Elsa Blochwitz, die als „Stille Heldin“ und „Gerechte unter den Völkern“ mehrfach ausgezeichnet wurde, versteckte in ihrer Wohnung und den Kellerräumen des Hauses Verfolgte und versorgte sie mit dem Nötigsten. Elsa Blochwitz, geboren am 9.  September 1899 in Sachsen, zog 1935 in das Gartenhaus am Kurfürstendamm 177 und betrieb dort eine „Strumpf-Klinik“, in der sie Seidenstrümpfe ausbesserte. Ihre Hilfe für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger begann mit der Untervermietung an ihre Bekannten Herta, Käthe und Rosalie Arndt. Während sie Käthe Arndt zur Flucht ins Ausland verhelfen konnte, wurden Herta und ihre Mutter Rosalie 1941 ins Ghetto

Hier wohnte seit 1935

ELSA »BLACK« BLOCHWITZ 9.9.1899 – 14.4.1992

Unter dieser Adresse betrieb sie eine »Strumpf-Klinik«. Als ernannte Luftschutzwartin hatte sie Zugang zu freien Wohnungen, unterstützte und versteckte im Nationalsozialismus verfolgte Jüdinnen und Juden, verpflegte sie mit Essen und Kleidung, schmuggelte Päckchen und Briefe und verteilte selbst verfasste Flugblätter. Sie wurde als »Unbesungene Heldin« und als »Gerechte unter den Völkern« geehrt.

KPM

Minsk deportiert und später von den Nationalsozialisten ermordet. Bis 1943 schmuggelte Blochwitz noch Briefe und Pakete mit Lebensmitteln, Kleidung und Spielzeug zu ihnen. Zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Margarete Dietrich weitete sie ihre Hilfe aus. Ihre Wohnung wurde zu einer Anlaufstelle für Verfolgte, die dort Unterschlupf für eine oder mehrere Nächte fanden, sich waschen und mit Kleidung und Lebensmitteln versorgen konnten. Das Codewort für den Einlass lautete „Black“ –

ein Name, den Blochwitz später ihrem eigenen hinzufügte. Die vielen Besucherinnen und Besucher in der Wohnung fielen den Nachbarn nicht auf – schließlich fanden zahlreiche Menschen den Weg hierher, um ihre sehr teuren Seidenstrümpfe wieder in Ordnung bringen zu lassen. Ihre Ausbildung zur Luftschutzwartin verschaffte ihr Zugang zu allen Schlüsseln des Mietshauses, was es ihr ermöglichte, Verfolgte in Kellern und auf Dachböden zu verstecken. Blochwitz’ Engagement beschränkte sich nicht nur

auf jüdische Verfolgte; sie unterstützte auch politisch Verfolgte sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und beteiligte sich an der Herstellung und Verteilung von Flugblättern. Trotz mehrfacher Wohnungsdurchsuchungen durch die Gestapo blieb ihr Widerstand unentdeckt, was auch daran lag, dass sie von einem anonymen Helfer aus den Reihen der Polizei rechtzeitig vor Razzien gewarnt wurde. Eine der Geretteten, die Zwangsarbeiterin Rita Grabowski, fand ab Herbst 1944 bei Blochwitz Zuflucht. Nach dem Krieg lebten die beiden Frauen zusammen und Grabowski unterstützte die kranke und durch eine Augenkrankheit schlecht sehende Elsa Blochwitz finanziell. In ihren späten Jahren verfasste Elsa Blochwitz Gedichte, die sich mit Themen wie Verfolgung und Versöhnung auseinandersetzten. Für ihren mutigen Einsatz erhielt sie neben den Titeln „Unbesungene Heldin“ und „Gerechte unter den Völkern“ auch das Bundesverdienstkreuz und den Heinrich-Stahl-Preis. Elsa Blochwitz verstarb hochbetagt am 14. April 1992 in Berlin.

Seltene Kollwitz-Werke Sonderausstellung zeigt Kunst aus Privatsammlung Unter dem Titel „Käthe Kollwitz – Stille Kraft“ widmet sich eine neue Sonderausstellung dem Werk der berühmten Künstlerin. Gezeigt werden seltene Zeichnungen und sogenannte Zustandsdrucke aus einer Kölner Privatsammlung, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Die Ausstellung konzentriert sich auf Werke, in denen sich Kollwitz mit menschlichen Gefühlslagen wie Sorge, Trauer und Verzweiflung auseinandersetzte. Im Fokus stehen Darstellungen von einzelnen oder wenigen Figuren, denen die Künstlerin durch den

Verzicht auf ein konkretes historisches Umfeld eine zeitlose Gültigkeit verlieh. Durch die ausgewählten Blätter erhalten Besucher auch Einblicke in den langsamen und selbstkritischen Arbeitsprozess von Käthe Kollwitz und ihr Ringen um den passenden künstlerischen Ausdruck. Die Schau soll einen neuen Zugang zu der oft als düster empfundenen, schwarzweißen Kunst von Kollwitz ermöglichen. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. Die Ausstellung ist bis 18.  Januar 2026 im Käthe Kollwitz

Museum Berlin, Spandauer Damm  10,14059  Berlin, zu seImpressum

hen. Weitere Informationen unter www.kaethe-kollwitz.berlin

Gazette Wilmersdorf ·  Januar Nr. 1/2026 ·  46. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag

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Nächste Ausgabe Februar Nr. 2/2026 · Anzeigen-/Redaktionsschluss 16.01.2026 Erscheinung 05.02.2026

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Gazette Wilmersdorf  |  Januar 2026  |  15

Zurück in den Kiez In der Gasteiner Straße eröffnet eine neue Zahnarztpraxis an einem bekannten Standort In der Gasteiner Straße 9 in Wilmersdorf gibt es wieder eine Anlaufstelle für zahnmedizinische Versorgung. Unter dem Namen „Die Kiezpraxis“ hat die vom Kurfürstendamm bekannte Zahnarztpraxis KU64 dort ihre Zweigstelle eröffnet. Für den Gründer Dr. Stephan Ziegler schließt sich damit nicht nur ein Kreis, sondern erfüllt sich ein persönlicher Traum, denn der Standort ist eng mit seiner persönlichen Berufsbiografie verknüpft.

Schmerzbehandlung über die Prophylaxe bis hin zur Ästhetik. Sollten jedoch hochspezialisierte Eingriffe notwendig sein, die vor Ort nicht durchgeführt werden können, haben die Patientinnen und Patienten direkten Zugriff auf das Expertennetzwerk und die Infrastruktur der Mutterpraxis am Kurfürstendamm.

Leistungsangebot und Öffnungszeiten

Verbindung von Nahversorgung und Spezialisierung Der Standort in Wilmersdorf fungiert als klassische Nachbarschaftspraxis, die kurze Wege und eine familiärere Atmosphä hn

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Blissestraße

Berliner Straße

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re bietet, kombiniert mit moderner Medizintechnik. Die Praxis verfügt über Ausstattungen wie Operationsmikroskope für Wurzelkanalbehandlungen sowie das digitale System zur Herstellung von Zahnersatz (CEREC) innerhalb eines Tages, das durch

Uhlandstraße

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Blissestra

Die Räumlichkeiten an der Ecke zur Uhlandstraße sind keine Unbekannten in der lokalen Gesundheitsversorgung. Bereits vor über 35 Jahren begann Dr. Stephan Ziegler hier seine zahnärztliche Laufbahn. Rund 15  Jahre lang behandelte er Patienten in der Gasteiner Straße, bevor er im Jahr 2005 die Großpraxis KU64 am Kurfürstendamm gründete – heute ist sie die größte Zahnarztpraxis Deutschlands. Nun, knapp zwei Jahrzehnte später, kehrt das Unternehmen im Rahmen einer Expansion an den Ursprungsort zurück. Die Praxisräume wurden dafür liebevoll modernisiert und neu ausgestattet.

Map data © OpenStreetMap contributors

Historischer Bezug zur Gasteiner Straße

Berliner Straße

Künstliche Intelligenz unterstützt wird. Ein wesentlicher Aspekt des Standortkonzepts ist die enge Anbindung an das Haupthaus. Die „Kiezpraxis“ deckt die allgemeine zahnmedizinische Grundversorgung ab – von der

Das medizinische Angebot in der Gasteiner Straße richtet sich an alle Altersgruppen und steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten offen. Neben der regulären Kontrolle und der Professionellen Zahnreinigung gehören auch chirurgische Eingriffe, Implantologie sowie Behandlungen im Bereich der Zahnästhetik zum Behandlungsspektrum. Das Team vor Ort setzt sich aus Zahnärzten sowie Fachkräften für Prophylaxe zusammen. Um den Bedürfnissen von Berufstätigen entgegenzukommen, bietet die Praxis ausgedehnte Sprechzeiten an. Geöffnet ist montags bis freitags durchgehend von 8 bis 20 Uhr. Termine am Samstag können nach individueller Vereinbarung wahrgenommen werden. Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zur Terminbuchung finden Sie unter www.ku64. de/wilmersdorf, oder Sie rufen bei der Hotline unter Tel.  030439 74 25 30 an bzw. senden eine E-Mail an Kiezpraxis@ku64.de.

Dr. Stephan Ziegler & das Team der KIEZPRAXIS VON KU64: Dr. Andrej Knezevic, Jargalmaa Kleister und Raphael Treperman.

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16  |  Gazette Wilmersdorf  |  Januar 2026

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