Gazette Schöneberg & Friedenau - Oktober 2026

Gazette für Schöneberg und Friedenau

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Oktober 2026

Schöneberg & Friedenau

Blumen statt Wasser am Wittenbergplatz In marode Zierbrunnen wurden Stauden und Gräser gepflanzt

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

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Liebe Leser_innen, der Oktober in tempelhof-Schöneberg wird wieder spannend.

Weltmädchentag Im Jahr 2011 erklärten die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum Internationalen Weltmädchentag. Der tag soll daran erinnern, dass die rechte von Mädchen in vielen Ländern der Welt eingeschränkt sind und für viele ein selbstbestimmtes Leben noch

gestalten den tag selbst mit und bringen ihre themen auf die bühne. Geboten werden Musik, theater, tanz und viele Informationen rund um das thema Mädchen*rechte. Ab 19.30 Uhr gibt es den Flashmob „One billion rising“ und dann heißt es tanzen, tanzen, tanzen. termin: 09.  Oktober 2026 von 16.30 Uhr bis 21 Uhr. Ort: Jugendkulturzentrum Weiße rose, Martin-Luther-Straße  77, 10825 berlin.

Familiennacht in der Alten Mälzerei

Jörn Oltmann

Foto: BA TS

immer keine realität ist. In tempelhof-Schöneberg begehen wir diesen tag traditionell mit einem Fest im Jugendkulturzentrum Weiße rose. Gemeinsam mit bezirksstadtrat Oliver Schworck lade ich zu diesem wichtigen event alle Mädchen* ein. Mit Mädchen sind alle gemeint, die sich tatsächlich als Mädchen fühlen – unabhängig davon, wie sie aussehen, sich geben, zeigen oder ausdrücken. Dieses Jahr wird der tag unter dem Motto „Sisterhood macht stark“ gefeiert. es dreht sich alles um Mädchen*rechte, Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und natürlich darum, gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Mädchen*gruppen aus tempelhof-Schöneberg

am barbarossaplatz zu besuchen. Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte und Gegenwart des Wohnens. Sie zeigt auf, dass Wohnen nicht nur ein privates, sondern auch ein gesellschaftliches und politisches thema ist. Die Ausstellung „Wohnen in berlin“ wurde von der berliner Landeszentrale für politische bildung konzipiert und zirkuliert zusätzlich zur fest installierten, etwas umfangreicheren Ausstellung am Amerika Haus als Wanderausstellung in verschiedenen einrichtungen. Sie lädt dazu ein, über die Zukunft des Wohnens in berlin nachzudenken und sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Der eintritt ist kostenfrei. Ort: Volkshochschule tempelhof-Schöneberg, barbarossaplatz  5, 10781  berlin im Foyer/ erdgeschoss

Am Samstag, den 10.  Oktober 2026 laden kindermuseum, Musikschule und Volkshochschule von 17 bis 20  Uhr zur Familiennacht in die Alte Mälzerei Lichtenrade ein. Das kindermuseum bietet kreatives basteln mit gebrauchten Materialien ein, Gut informiert die Musikschule ruft zum Ausprobieren, Mitmusizieren und Der Stromausfall Anfang des Instrumente-kennenlernen auf. Jahres im Nachbarbezirk hat uns In der Volkshochschule können eindrücklich gezeigt, wie wichSie mit Ihren kindern oder enkeln tig in krisenzeiten eine schnelle in der Nähwerkstatt oder beim kommunikation ist. Damit das Schmuckgestalten (Wire Wrap- bezirksamt alle bürger_innen ping) kreativ werden, digitale aus tempelhof-Schöneberg in Angebote entdecken, Sprach- krisen- und katastrophenlagen kenntnisse testen oder sich beim verlässlich, schnell und direkt ineltern-kind-tanzen zu Musik be- formieren kann, gibt es seit diewegen. Zum Abschluss kommen sem Jahr einen eigenen kanal alle um 19.30  Uhr im Foyer im beim Messenger-Dienst Whatserdgeschoss zum gemeinsamen App. Damit wurde eine erkannte kommunikationslücke mit einem Singen zusammen. Ort: Alte Mälzerei, Steinstra- einfachen tool geschlossen. Den ße 41,12307 berlin kanal können Sie über einen WhatsApp-Link kostenlos abonAusstellung „Wohnen in Berlin“ nieren. Im Falle einer tatsächliNoch bis zum 30. Oktober 2026 chen krisensituation wird das haben Sie die Gelegenheit, die bezirksamt darüber zusätzlich zu Ausstellung „Wohnen in berlin“ den anderen kommunikationsin der Volkshochschule im Haus kanälen Informationen über An … in Gemeinschaft leben

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Das Heim im Friedenauer Kiez Zögern Sie nicht, uns anzurufen

Wir wollen unseren Bewohnern die Gewissheit geben: Jemand ist für mich da – Menschen, die mich kennen. Meine Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und gefördert. Ich finde eine Umgebung vor, die Rücksicht nimmt auf mich und meine Bedürfnisse. Dies entspricht unserem christlichen Selbstverständnis. Das persönliche Gespräch ist ein unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Hausbesichtigung.

laufstellen, Warnsysteme und Verhaltensempfehlungen verbreiten. Der WhatsApp-kanal ist wie ein Newsletter aufgebaut, wodurch der Datenschutz gewährleistet ist. Alle weiteren Informationen rund um die themen bevölkerungsschutz und eigenvorsorge finden Sie auf der bezirklichen Webseite. I nfos: w w w.ber lin.de/batempelhof-schoeneberg/service/ bevoelkerungsschutz/

Verstärkung für das Bezirksamt Abschließend möchte ich auf diesem Wege noch einmal die 39 Nachwuchskräfte im bezirksamt tempelhof-Schöneberg willkommen heißen, die Anfang September 2026 bei uns eine Ausbildung oder ein duales Studium in verschiedenen berufsfeldern begonnen haben. Ich wünsche alles Gute und viel erfolg für den neuen Lebensabschnitt. Wir brauchen engagierte beschäftigte und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Wenn auch Sie sich für das thema Ausbildungs- oder karrierechancen im bezirksamt tempelhof-Schöneberg interessieren, schauen Sie in unser karriereportal. Neben der klassischen Ausbildung gibt es auch die Möglichkeit, durch Quereinstieg teil des teams zu werden. Info: w w w. b e r l i n . d e / b a tempelhof-schoeneberg/ karriere/ Ich wünsche Ihnen einen goldenen Oktober! Ihr     Jörn Oltmann bezirksbürgermeister von tempelhof-Schöneberg

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Blumen statt Wasser am Wittenbergplatz In marode Zierbrunnen wurden Stauden und Gräser gepflanzt Wer derzeit am Wittenbergplatz aus der U-Bahn steigt, den erwartet ein verändertes Bild: Die Bauzäune, die die beiden stillgelegten Zierbrunnen im Norden und Süden des Platzes lange Zeit umringten, sind verschwunden. Wo früher das Wasser plätscherte, wächst nun eine Mischung aus Gräsern und Stauden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die steinernen Schalen kurzerhand zu großen Pflanztrögen umfunktioniert.

Bezirk und Wirtschaft kooperieren

Wassertechnik muss erneuert werden Der Grund für diese unkonventionelle Umgestaltung ist pragmatischer Natur. Die Brunnen sind baulich und technisch in einem so schlechten Zustand, dass eine grundlegende Sanierung nötig wäre. Von der Wassertechnik über die Abdichtungen bis hin zu den Leitungsanlagen müsste alles erneuert werden, um den Auflagen der aktuellen Trinkwasserverordnung zu entsprechen. Für ein solches Großprojekt fehlt es dem Bezirk und den Berliner Wasserbetrieben derzeit jedoch nicht nur am Geld, sondern auch an der nötigen Spezialexpertise.

Grüne Zwischenlösung Um einen der bekanntesten

Von links nach rechts: Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck, Torben Rutz (Geschäftsführer BID), Ronja Losert (Bezirksverordnete), Ingeborg Hofer-Hutter (Bezirksverordnete), Klaus Hackenschmied (Bezirksverordneter, leicht verdeckt), Ralf Olschewski (Bezirksverordneter), Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann. � Foto: BA TS

Plätze des Bezirks nicht auf unbestimmte Zeit als Baustelle zu belassen, entschied man sich für die grüne Zwischenlösung. Gepflanzt wurden klimarobuste Arten, die das ganze Jahr über optisch etwas hermachen sollen. In den Schalen wurzeln nun unter anderem Chinaschilf, Großes Windröschen, Steppen-Salbei und Prachtscharten. Auch an die

heimische Insektenwelt wurde gedacht: Im Boden verstecken sich bereits zahlreiche Zwiebelpflanzen wie Krokusse. Wenn diese im Frühjahr austreiben, dienen sie Bienen als wichtige erste Nahrungsquelle. Noch sind die frisch gesetzten Pflanzen recht klein, sie sollen aber bis zum Ende der Vegetationsperiode anwachsen.

Das Begrünungsprojekt ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Bezirk und der lokalen Wirtschaft. Während das Bezirksamt für die Erstbepflanzung der Brunnen zuständig war, übernimmt die Initiative „Business Improvement District“ (BID) Kudamm-Tauentzien ab sofort die dauerhafte Pflege und die damit verbundenen Kosten. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck zeigten sich bei der Vorstellung des Projekts zufrieden mit der pragmatischen Lösung für die Visitenkarte des Bezirks. Eine spätere Sanierung der Brunnenanlagen ist durch die Bepflanzung übrigens nicht ausgeschlossen. Die blühenden Brunnen sollen zudem nur der Anfang sein. In den kommenden Monaten will der Bezirk die Aufenthaltsqualität am Wittenbergplatz weiter verbessern, unter anderem durch das Aufstellen neuer Bänke. Auch die BID hat bereits angekündigt, im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Bezirk den gesamten Platz und seine Grünflächen Schritt für Schritt weiterentwickeln zu wollen.

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Südwestpassage Kultour 2026 Lokale Ateliers gewähren am 10. und 11. Oktober Einblicke in ihre Arbeit Wenn die tage im Herbst kürzer werden, zeigt sich Friedenau traditionell von seiner besonders kreativen Seite. Auch in diesem Jahr verwandeln sich Straßen des Ortsteils für ein Wochenende in eine ausgedehnte Ausstellungsfläche. Wer sich für kunst interessiert, hat bei der diesjährigen „Südwestpassage kultour“ die Gelegenheit, die kulturszene im eigenen bezirk auf einem herbstlichen Spaziergang hautnah zu erkunden.

Die Künstlermappen am Infopoint im Foyer der BBB-Bank waren sehr gefragt. Foto: Thomas Rosenthal

Am Samstag, dem 10.  Oktober, zwischen 14 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag, dem 11. Oktober, zwischen 13 Uhr und 19 Uhr öffnen zahlreiche kunstschaffende

ihre türen für die Nachbarschaft. Das konzept des rundgangs setzt dabei auf unmittelbare begegnungen: Anstatt fertige Werke in der formellen Atmosphäre eines Museums zu betrachten, treten die besucher direkt in die Ateliers und Arbeitsräume der Doppelzimmer pro Person

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45, künstler ein. Zu sehen gibt es ein breites Spektrum, das von klassischer Malerei und Zeichnung über Fotografie bis hin zu Skulpturen, aufwendigen Holzdrucken und keramik reicht. Der eigentliche reiz der Veranstaltung liegt jedoch im direk BALLETTSCHULEN HANS VOGL

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ten Austausch. Da die Urheber der Werke vor Ort sind, können Interessierte unkompliziert ins Gespräch kommen. So lässt sich aus erster Hand erfahren, welche handwerklichen techniken angewandt wurden und welche Gedanken hinter bestimmten Motiven stecken. es ist eine gute Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt direkt vor der eigenen Haustür wahrzunehmen – und vielleicht ein neues bild oder eine Plastik für die heimischen Wände zu entdecken. ein Plan mit allen teilnehmenden Stationen hilft dabei, sich den Weg durch die Friedenauer Nebenstraßen individuell zusammenzustellen. Der besuch der verschiedenen Ateliers ist kostenfrei, sodass sich auch ein spontaner Abstecher während des Wochenendausflugs anbietet. Weitere Informationen über die gesamte Südwestpassage kultour unter www.suedwestpassage.com.

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Neuer Schwerpunkt Frauenmedizin St. Joseph Krankenhaus übernimmt Frauenklinik des St. Gertrauden Krankenhauses Das St. Joseph krankenhauses in tempelhof übernimmt zum 1. September 2026 die Frauenklinik des Wilmersdorfer Alexianer St. Gertrauden krankenhauses, zu der auch ein zertifiziertes brustzentrum gehört. Durch diese Zusammenlegung entsteht die nach Angaben der träger größte klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in katholischer trägerschaft in der region berlin-brandenburg. Für Patientinnen soll der Übergang ohne größere Umstellungen verlaufen, da neben den Abteilungen auch das gesamte medizinische und pflegerische team vom St. Gertrauden krankenhaus nach tempelhof wechselt. Dadurch bleiben bestehende Arbeitsplätze erhalten, und Patientinnen können weiterhin von ihren gewohnten Ansprechpartnern betreut werden. Hintergrund der Übernahme sind die aktuellen gesundheitspolitischen reformen in Deutschland, die viele kliniken zu einer stärkeren Spezialisierung und bündelung ihrer kräfte bewegen. Während das St. Gertrauden krankenhaus sich künftig auf andere medizinische bereiche konzentrieren möchte, baut

Die räumlichen Voraussetzungen für die erweiterte klinik sollen in den kommenden Jahren weiter angepasst werden: bis ende 2028 ist am Standort tempelhof ein neuer klinikneubau geplant. Prof.  Dr.  Michael Abou-Dakn, Chefarzt der klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Ärztlicher Direktor der Joseph kliniken berlin, fasst zusammen, dass die Übernahme aus medizinischer Sicht die gynäkologische Versorgung von Patientinnen im bezirk tempelhof-Schöneberg dauerhaft auf hohem Niveau sichert. Durch die Zusammenführung der Fachkräfte und Strukturen beider christlicher Häuser bleibe die fachliche expertise geProf. Michael Abou-Dakn und Florian Kell bündelt und die gewohnte, werteorientierte schaffen die größte Klinik für Gynäkologie und betreuung für die Frauen erhalten. Geburtshilfe in katholischer Trägerschaft in Florian kell, klinikgeschäftsführer der Joseph Berlin und Brandenburg. Foto: Dirk Pagels kliniken berlin, stellt die strategische bedeutung der entscheidung heraus, da die bündedas St. Joseph krankenhaus seine gynäkologi- lung zu einer der größten gynäkologischen sche Abteilung weiter aus. bereits seit Anfang Fachkliniken der region sowie der bis ende des Jahres hatten beide Häuser im rahmen 2028 geplante klinikneubau in tempelhof die des Netzwerks „GYN-Care“ eng zusammen- medizinische und wirtschaftliche Zukunftsfägearbeitet. higkeit des Standorts langfristig stärken sollen. Für sene Erwach der und Kin

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Der jüdische Fontane aus Friedenau Vor 155 Jahren wurde Georg Hermann geboren Zwischen Wohnhäusern an der Goßler-, Stubenrauchstraße und Bundesallee gab es in Friedenau einst den Georg-Hermann-Garten, heute sind dort ein Spielplatz und das Gelände des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Der Ort war einem Mann gewidmet, dessen Worte viele Leserinnen und Leser fesselten.

Künstlernamen Georg Hermann – Hermann war der Vorname seines Vaters – entwickelte er sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einem Stern am Literaturhimmel. Vor allem mit seinem Roman „Jettchen Gebert“ aus dem Jahr 1906 – verfilmt 1918 – eroberte er ein großes Publikum. Darin schilderte er sehr detailliert das deutsch-jüdische Bürgertum in der Zeit des Berliner Biedermeier. Weil er die Wohnverhältnisse, die Straßen, die Menschen und die Stimmung der Hauptstadt so feinfühlig und präzise einfing, gaben ihm seine Leser und Kritiker bald einen ehrenvollen Spitznamen: Man nannte ihn den „jüdischen Fontane“.

Milieustudien mit Augenzwinkern

Hinweis zur Gedenkstele.

Romane aus dem Biedermeier Geboren wurde er 1871 als Georg Borchardt (1871 – 1943) in eine alteingesessene jüdische Kaufmannsfamilie. Unter dem gewählten

Seine wohl produktivsten Jahre verbrachte der Schriftsteller direkt im heutigen Ortsteil von Tempelhof-Schöneberg. Von 1901 bis 1906 lebte und arbeitete er in Friedenau, nahe der Stubenrauchstraße und der damaligen Kaiserallee – der heutigen Bundesallee. Hier fand er die nötige Ruhe für seine genauen und oft liebevoll-ironischen Milieustudien. Friedenau war für ihn ein idealer Rückzugsort, den er mit einem Augenzwinkern als „Eldorado der Tonzwerge“ bezeichnete.

Tod in Auschwitz Doch das Leben des Berliner Literaten fand ein grausames Ende. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen, wurden Georg Hermanns Bücher aus den Regalen verbannt und öffentlich verbrannt. Der Autor musste fliehen und emigrierte mit seiner Familie in die Niederlande. Nach der Besetzung Hollands durch deutsche Truppen wurde der inzwischen alte und kranke Schriftsteller interniert und am 19. November 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Erinnerung im Stadtbild Was von ihm bleibt, ist sein literarisches Vermächtnis, das ein facettenreiches Bild des alten Berlins bewahrt hat. Im Jahr 1962 wurde in dem ehemaligen Georg-Hermann-Garten nahe der Bundesallee ein Gedenkstein für ihn aufgestellt, der an eine traditionelle jüdische Grabstele erinnert. Diese befindet sich heute auf dem Gelände der Ganztagsbetreuung für Schulkinder des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Von 1931 bis zu seiner Flucht 1933 wohnte er in der Künstlerkolonie, in der eine Gedenktafel am Haus Kreuznacher Straße 28 an den Schriftsteller erinnert.

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Errichterverzeichnis der Berliner Polizei

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Immer dem Bären nach 20 grüne Hauptwanderwege sind nun vollständig beschildert Die Stadt erwandern: Ob entlang dem Teltowkanal, am Wannseeufer oder durch den Grunewald: Wer im Berliner Südwesten zu Fuß ins Grüne aufbricht, kann sich ab sofort an einem durchgehenden Leitsystem orientieren. Das Land Berlin hat die Beschilderung der 20 sogenannten „Grünen Hauptwege“ nach rund zwei Jahren Bauzeit flächendeckend abgeschlossen. Das Wegenetz umfasst stadtweit mehr als 575 Kilometer und verläuft weitgehend abseits des motorisierten Straßenverkehrs durch Parkanlagen, Wälder und Uferbereiche – von denen etliche Routen durch Steglitz-Zehlendorf führen. Stadtweit wurden dafür 5.502 Schilder installiert. Erkennungszeichen ist ein stilisierter Wanderbär auf grünem Grund. An zentralen Knotenpunkten informieren 1.544 Pfeilwegweiser über Hauptziele und Entfer QR-Codes an den Pfosten direkt auf digitale Routenbeschreibungen.

Die Strecken der 20 grüne Hauptwanderwege können unter www. berlin.de/-ii1090166 abgerufen werden. � Grafik: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen nungsangaben. Fast 4.000 kleinere Zwischenwegweiser sollen zudem an unübersichtlichen Abzweigungen die Richtung weisen.

Um den Materialaufwand gering zu halten, wurden vorhandene Pfosten nach Möglichkeit weiterverwendet. Ergänzend verlinken

Begleitend zur neuen Beschilderung hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt für jede der Routen eine gedruckte Übersichtsbroschüre herausgegeben, die den Verlauf und markante Punkte am Rand der Wege aufzeigt. Einen Überblick über alle Wege gibt die Webseite der Senatsverwaltung unter www. berlin.de/-ii1092911.

Berliner Geschichte in Karten Neues Buch zeigt Stadtgeschichte anhand von 150 Karten Wie veränderte sich Berlin über die Jahrhunderte? Das neu erschienene Werk „Berliner Geschichte im Karten“ wirft einen Blick auf die Entwicklung der Spree-Metropole. Anhand von 150 neu gezeichneten Stadtplänen dokumentiert das Buch den Wandel von den der ersten steinzeitlichen Besiedlung bis hin zur Gegenwart.

Treffpunkte und Umbaupläne Das Buch widmet sich unterschiedlichen Epochen und gesellschaftlichen Themen. Die Karten zeigen unter anderem wie Gletscher die Topografie Berlins formten, den Weg, auf dem Napoleon im Jahr 1806 durch das Brandenburger Tor zog, die Treffpunkte der Berliner Bohème in den 1920er-Jahren sowie die Orte bekannter Kriminalfälle während der deutschen Teilung. Auch städtebauliche Entwicklungen wie die Umbaupläne der Na tionalsozialisten, die Entstehung des Nahverkehrsnetzes, die Hotspots der Berliner Technoszene und das Schwinden des kieztypischen Einzelhandels werden geografisch dargestellt.

Hintergründe und Kartografie Hinter dem Projekt stehen der Publizist Hans Christian Müller und der Kartograf Peter Palm, die für das Buch historische Daten und

Strukturen aufgearbeitet haben. Stadt wieder sichtbar machen Müller, ein promovierter Volks- sollen. wirt und ehemaliger Redakteur, Das gebundene Buch umfasst steuerte die historischen und 128 Seiten im Format 20 mal 28,5 wirtschaftlichen Kontexte bei. Die Zentimeter. Neben den farbigen grafische Umsetzung übernahm Karten enthält es zahlreiche bePalm, der seit 1990 in Berlin als gleitende Illustrationen und Erfreier Gestalter für Museen und läuterungen zu den jeweiligen wissenschaftliche Einrichtungen Themenbereichen. Das Werk ist arbeitet. Die Karten basieren auf unter der ISBN 978-3-8148-0346aufwendigen Recherchen, die 3 für 26 Euro im Buchhandel erauch vergessene Strukturen der hältlich.

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Freilauf für vier Pfoten Hundespaß im Cheruskerpark Wo wenig Grünfläche auf viele Menschen trifft, sind Konflikte meist vorprogrammiert: Erholungssuchende, spielende Kinder, Sportler und freilaufende Hunde teilen sich oft denselben Raum. Im Schöneberger Cheruskerpark soll eine neue Maßnahme nun für Entlastung sorgen. Im nördlichen Teil der Anlage, direkt neben dem Bolzplatz, wurde eine gut 1.000  Quadratmeter große, eingezäunte Freilauffläche für Hunde freigegeben. Das Areal ist mit zwei Zugängen ausgestattet und bietet neben vier Parkbänken auch Beschäftigung für die Vierbeiner: Ein kleiner Slalomparcours und Betonblöcke zum Balancieren stehen bereit. Damit der Platz sauber bleibt, wurden an den Eingängen Kotbeutelspender und Abfalleimer aufgestellt. Auch an den Naturschutz wurde gedacht: Robuste, für Hunde ungiftige Sträucher strukturieren das Gelände, und

Von links: C. Buchholz (CDU), M. Zander-Rade (Grüne), Bezirksstadträtin Dr. S. Ellenbeck und I. Hofer-Hutter (Grüne) bei der Eröffnung der Freifläche. � Foto: BA TS / mit KI bearbeitet im Herbst sollen Frühjahrsblüher Regeln auf der Freilauffläche als Nahrung für Insekten folgen. Um Schäden an den bestehen- • Nehmen Sie Rücksicht den Bäumen durch Urin oder • Unterbinden Sie das Graben Scharren zu verhindern, erhalten von Löchern die Stämme in Kürze schützende • Leinen Sie Ihren Hund beim Zäune. Die Nutzung der Fläche Verlassen der Fläche wieder erfolgt auf eigene Gefahr. an

Edle Tropfen an der Gedächtniskirche Erster Weinmarkt auf dem Breitscheidplatz Schoppen und Shoppen ver- unter Mosel, Nahe, Pfalz, Rheinbinden sich: Wo sonst das ge- gau, Baden, Württemberg und schäftige Treiben zwischen Kur- Rheinhessen. Zudem reisen Erfürstendamm, Tauentzien und zeuger aus dem österreichischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Kamptal nach Berlin. den Takt vorgibt, zieht vorüber- Interessierte haben die Gelegehend mehr Gemütlichkeit ein: genheit, die Weine nicht nur zu Der Breitscheidplatz wird im probieren, sondern sich an den Herbst erstmals Schauplatz eines Ständen auch direkt mit den Wineigenen Weinmarkts. Unter dem zern über Jahrgänge, Rebsorten Titel „Wine in the City“ verwandelt und Ausbaumethoden auszusich das Areal im Herzen Charlot- tauschen. Der Markt richtet sich tenburgs vier Tage lang in einen dabei sowohl an Weinkenner als Treffpunkt für Weinfreunde und auch an Spaziergänger und AnPassanten. wohner, die nach dem Einkauf Anlass für die Neuerung ist das oder Feierabend im Zentrum der 50-jährige Jubiläum der AG City. City West einkehren möchten. Das Konzept setzt auf eine Ver- Die Stände auf dem Breitscheidbindung aus City-Bummel und platz sind von Donnerstag, Rebenkunde. Vor Ort vertreten 15. Oktober, bis Sonntag, 18. Oksind Betriebe aus verschiedenen tober 2026, jeweils ab 12 Uhr bis deutschen Anbaugebieten – dar- in die Abendstunden geöffnet.

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15 Jahre Tierschutzverein „Ein Freund fürs Leben“ Grund zum Feiern für Latka und Lindes, Pinto und Rupert Unterstützung des Vereins sowie der Hilfe birgits und engagierter tierfreunde, die dem für die 2. OP Latkas gestarteten Spendenaufruf großzügig gefolgt waren, hat die kleine inzwischen alles gut überstanden und mit dem auf der Pflegestelle bereits vorhandenen Hund Freundschaft geschlossen. tobend am Ostseestrand genießt sie nun die gewonnene Zeit, die sie nach neun traurigen Jahren doch noch zu einem fröhlichen und behüteten älteren tier werden ließ.

Manchmal beginnt tierschutz nicht mit langfristigem konzept, sondern mit einem telefonanruf am Abend mit der Frage: „kannst Du noch heute vier katzen aufnehmen?“ Das weiß nur zu gut auch Pamela, eine der engagierten Pflegefrauchen beim gemeinnützigen tierschutzverein „ein Freund fürs Leben (eFfL)“ (siehe auch Gazette 10/2025). Seit 15 Jahren engagiert sich der Verein mit Sitz in Zehlendorf und mit Herz und Verstand, ein passendes artgeLatka gestern, und heute mit ihrem Freund.

rechtes Zuhause für herrenlose Hunde und katzen aus in- und ausländischen tierschutzprojekten zu finden. Grund genug für die aktuell 28 aktiven Mitglieder und fachkompetenten Ansprechpartner, in diesem Jahr gebührend zu feiern. – Und auch die in Pflegestellen und neuem Zuhause angekommenen Vierbeiner honorieren diese erfolgsjahre mit anerkennendem bellen und Mauzen. Dass die tierschutzarbeit alles andere als leicht ist, zeigen einige herausfordernde Fallbeispie n

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Vom Waisenkind zum Schutzhund

le, die der Verein immer wieder So wie birgit vom eFfL Verein, die mit Sachverstand und großem Jack russell Mix-Hündin Latka vor ehrenamtlichen einsatz im Lau- einem aussichtslosen Schicksal fe der Jahre gemeistert hat und bewahrt hat: Neun Jahre lebte die denen er sich auch zukünftig unkastrierte kleine wenig beachstellen will; – trotz veränderter tet auf einem polnischen bauernVorschriften und Umstände, die hof, wo sie unter der Geburt eines zu deutlichem Anstieg der trans- einzigen viel zu großen Welpens fast zugrunde gegangen wäre. portkosten geführt haben. Gemeinsam mit einem rüden im Schicksale Schuppen eingesperrt, fristete sie Großen Anteil am erfolg des ein trostloses Dasein. – bis eine Vereins „ein Freund fürs Leben“ berliner tierschützerin sie dort haben nicht zuletzt etliche tier- rausholte und auf eine Pflegestel- Lindes (r.) mit ihren Foto: EFfL liebende Menschen, die ihr Zu- le des Vereins eFfL brachte. Doch Schulfreunden. hause für vernachlässigte krea- bereits bei der Voruntersuchung turen öffnen, sie mit viel einsatz zur anstehenden kastration und Und auch Lindes hat ihr Glück pflegen und auf eine passgenaue während dieser OP wurden etli- dank Silke von eFfL gefunden: Vermittlung vorbereiten. Nicht che weitere „baustellen“ deutlich, Mit fünf Geschwisterchen war selten wachsen ihnen dann ihre wie tumoröse Veränderungen die junge Hündin vor etwa zwei Schützlinge und „Sorgenkinder“ der Milchleisten und der Neben- Jahren vor einem spanischen dabei so ans Herz, dass sie sie niere, was eine zweite OP not- tierheim in Andalusien im karton dauerhaft bei sich aufnehmen. – wendig machte. Dank der tollen ausgesetzt worden, wuchs mit

bche ü t S r a a y‘s H

Bett

Fotos: EFfL

Mo 13.00 – 18.00 Uhr Di – Fr 10.00 – 18.00 Uhr Sa 9.00 – 13.00 Uhr

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Oktober 2026  |  11 ihnen in einem Zwinger mit nur wenig Auslauf auf. Über eine von Silke vermittelte kurzfristige spanische Pflegestelle, die Lindes auf die Ausreise nach Deutschland vorbereitete, kam die Hündin in eine kleinstädtische Pflegestelle nach Deutschland. Hier lernte die ebenso sanfte wie wissbegierige Hündin das Kleine Hunde-ABC mit Laufen an der Leine und „Benimm im Haushalt“. Bereits nach Pinto – vom entsorgten Welpen zum eleganten Galgo-Mix .� Fotos: EFfL drei Wochen wurde über das Internet Kim aus Emmerthal auf sie die sogenannten Elfen unter Windhund und Diva in Einem aufmerksam. Bereits beim ersten den Hunden – werden als JagdBesuch war es Liebe auf den ers- – Aus demselben spanischen Tier- hunde oft unter schlechtesten ten Blick: Kurz darauf zog Lindes heim in Siempre Contigo in Rota/ Bedingungen gehalten. Im Haus bei Kim ein. Inzwischen arbeitet Andalusien wie Lindes kommt ruhig und gelassen wie eine Diva sie an der Hundeschule gemein- Pinto, ein Galgomischling, der als vom Sofa aus alles beobachtend, sam mit zwei Hundefreunden Welpe mit seinen Geschwistern geben sie beim dringend benöebenso fleißig wie talentiert am ebenfalls vor diesem Tierheim tigten täglichen Auslauf dann als Großen Hunde-ABC; mit dem Ziel, ausgesetzt worden war. Mit viel Kurzstreckenläufer so richtig Gas. bald die Schutzhundeprüfung Glück kam er bereits nach fünf Zu bedenken ist dabei, dass sie abzulegen. Ein noch strahlende- Monaten auf eine EFfL-Pflegestel- mit z. T. ausgeprägtem Jagdtrieb res Happy End wäre es, würde le nach Deutschland. Während Freilauf auf umzäuntem Gelände auch ihren immer noch im Heim seine Geschwister inzwischen erhalten sollten. sitzenden fünf Geschwistern eine alle vermittelt wurden, wartet der Katzenjammer so positive Zukunft beschert sein. inzwischen 61 cm große, liebensDer Verein EFfL engagiert sich werte Lulatsch Pinto in seiner Doch nicht nur bellende Vierbeiweiterhin für diese armen Wesen, Pflegestelle im niedersächsischen ner warten bei EFfL auf eine glüdamit sie endlich gesehen wer- Alfeld noch auf seine Menschen, ckliche Zukunft. Derzeit hat der den und auf ein besseres Leben die ihn in ihre Familie aufnehmen. Verein über 100 Katzenbabys und Galgos Espanol – als Windhunde Jungtiere auf Pflegestellen. hoffen dürfen.

Dass das Katzenelend so groß ist, liegt in erster Linie an von verantwortungslosen Menschen unkastriert und ungeimpft rausgelas Päppelarbeit gehört zum Alltag von EFfL.� Foto: EFfL sen Katzen, die dann nicht selten trächtig oder mit kranken Kitten beim Verein Erste Hilfe finden: So wie die noch sehr junge Katze Ende Mai, die – trotz vorhandener Besitzerin – von Anwohnern hochträchtig aufgefunden und dem Verein vermittelt wurde. Der scheute wieder einmal tierlieb keine Mühen und Kosten, die unbeholfene Katzenmutter und ihre sechs Kitten auf Pflege- und Päppelstellen über etliche gesundheitliche Hürden zu begleiten, hin zu einem möglichst

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12  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Oktober 2026 komplikationslosen Katzenleben bei verantwortungsbewussten Menschen.

ihr, wurde von ihr nach der Quarantänezeit wie ein Kängurubaby rumgetragen und läuft nun – inzwischen im Alter von ca. 11 Wochen – wie ein Hund hinter ihr her. Catrin behält ihn in Pflege bis er ein normales Gewicht erreicht hat, erst dann wird er gechippt und geimpft und kann vermittelt werden. Eine erste Anfrage für ihn gibt es bereits. Eine weitere Katzenmutter, die schon wieder tragend ist, steht mit ihren derzeitigen Kitten zur Vermittlung und kann mit ihrer Familie nach Rücksprache mit EFfL besucht werden.

Die Großfamilie auf Samtpfoten

Rupert hat sich zum anhänglichen Katerchen entwickelt.� Fotos: EFfL

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Das sucht auch Katerchen Rupert, den Catrin, Ansprechpartnerin für Katzen bei EFfL, auf ihrer Pflegestelle aufgenommen hat: Mit tränendem Auge und mit Untergewicht von nur 750 g fand er zu

hatte Anfang Juli Pamela bei sich auf der Pflegestelle nach dem späten Abendnotruf trotz ihrer zwei bereits belegten Pflegezimmer aufgenommen: Die in Windeseile katzengerecht aufbereitete Waschküche musste herhalten für eine scheue Mutterkatze mit drei äußerst lebhaften Kitten. Mit viel Erfahrung und Ruhe hat Pamela es inzwischen geschafft, dass die auf der Straße aufgewachsenen und dadurch sehr vorsichtigen Tiere Vertrauen zum

Großfamilie sucht Familienanschluss.�

Fotos: EFfL

Menschen schöpfen konnten. Während das bei den inzwischen etwa vier Monate alten Jungtieren schneller gelang, dauerte es bei der misstrauischen recht jungen Mutter länger. Als das Muttertier im August das erste Mal etwas mehr Nähe zuließ, fiel Pamela deren dicker Bauch auf: Sie war schon wieder hochtragend und brachte am 19. August bei Pamela fünf Kätzchen zur Welt. Die Katze kümmert sich rührend um die Jungen, die sich im „Mehrgenerationenverband“ prächtig entwickeln. Dank liebevoller und fachkundiger Betreuung wurde so aus Verstecken Neugier und aus Vorsicht Vertrauen. – Oft beginnt Tierschutz eben nicht mit einem langfristigen Konzept.

– Darunter auch – wie in diesem Jahr wieder – den Weihnachtswunschbaum für Katzen und Hunde, die auf Pflegestellen auf ein Zuhause warten. Marco Lange erklärt dazu: „Ich unterstütze gemeinsam mit meinem Team und meinen vielen fleißigen Kunden gerne den Verein ‚Ein Freund fürs Leben‘, weil hinter ihm engagierte und persönlich erreichbare Ansprechpartner stehen. Ich sehe, wie viel harte Arbeit in diesem Tierschutz-­ Verein steckt.“ Dafür begeistert er seine Kunden mit Gutscheinaktionen und stockt dann noch mit manch Waren-Palette deren Spenden auf. Beim diesjährigen Weihnachtswunschbaum ab November kann ein Tier bei EFfL auch mal zwei Spender bekommen, die so eine umfangreichere Wunscherfüllung ermöglichen. Potentielle Pflegestellen-Anbieter, interessierte zukünftige Frauchen und Herrchen sowie Unterstützende finden weitere Informationen und Kontakt unter www.ein-freund-fuers-leben.org � Jacqueline Lorenz SPENDENKONTO Ein Freund fürs Leben e. V. IBAN: DE03 4306 0967 1128 8759 00

Keine Hilfe ohne Helfende

Artgerecht aus Tradition

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Mit gutem Gewissen genießen Der Herbst ist da! Traditionell ist jetzt die Zeit für Wild und Geflügel. Auch die Martinsgans steht bald auf dem Tisch. Wir verarbeiten Fleisch von Betrieben, die für eine humane Form der Tierhaltung stehen. Mit innovativen sowie traditionellen Rezepten, unserem bekannt hohen Niveau und eigener Produktion bieten wir Qualität, die allen schmeckt! Eine besondere Spezialität ist das Delta Dry Aged Beef. Dieses stammt von Rindern, die auf den saftigen Salzwiesen in Norddeutschland, MecklenburgVorpommern und Polen aufgewachsen sind. Durch die traditionelle, bis zu sechs Wochen dauernde Trockenreifung am Knochen bewahrt sich das Fleisch den Saft. Sehr beliebt ist Neuland-Rindfleisch aus eigener Tro ckenreifung am Knochen. Jetzt neu: Bachhubers Currywurst und Klopse mit Kapernsoße. Auch Käsefans kommen bei Bachhuber auf ihre Kosten. Bei formaggino in der Nassauische/Ecke Güntzelstraße haben Sie die Auswahl zwischen 100 Käsesorten von regionalen sowie internationalen Höfen. Delikatessen wie Olivenöl und mehr sind ebenfalls im Angebot. Ein Plus für die Umwelt: Ob Fleisch, Wurst oder Käse – bringen Sie eine saubere Kunststoffbox mit, die wir füllen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Bayerischer Platz 5 10779 Berlin Güntzelstraße 47 10717 Berlin Mexikoplatz 1 14163 Berlin Baseler Straße 3 12205 Berlin Tel. 030 / 23 62 25 37

Dass Vereinsvorsitzende Christine Meinhardt und ihr Pflegestellen- und Organisations-Team von EFfL derartige Geschichten mit überwiegend positivem Ausgang erzählen kann, ist neben den vielen engagierten Tierfreunden auch den spendenfreudigen Menschen zu verdanken, die mit jeder noch so kleinen Spende mit dazu beitragen, dass Tiere wie Pinto und Rupert eine Perspektive bekommen. – Wozu auch immer weitere Pflegestellen willkommen sind. Einer, der dies regelmäßig unterstützt, ist Marco Lange vom Zoofachgeschäft „ZOO & Co“ im Forum Steglitz. Vermittelt von der jungen Tierfreundin Annika hat Lange mit seinem Geschäft bereits einige erfolgreiche Spendenaktionen durchgeführt.

Auch in diesem Jahr wird zur Weihnachtszeit bei ZOO & Co im Forum Steglitz wieder ein Wunschbaum für Ein-Freund-fürsLeben-Vierbeiner stehen. � Foto: EFfL

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Richtkranz über Friedenau In der Rheingaustraße steht der Rohbau für 69 neue Wohnungen – Fertigstellung bis Ende 2027

V.l.n.r. vor der Richtkrone: Daniel Herrmann (Vorstand der BAUWERT AG), Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg), Dr. Jürgen Leibfried (Gründer, Gesellschafter und Vorstand der BAUWERT AG), Alexander Slotty (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bauen und Amtschef der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen), Eva Majewski Sparacino (Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Facility Management des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg), Michael Staudinger (Gesellschafter und Vorstand der BAUWERT AG), Siegfried Wik (Geschäftsführender Gesellschafter der BONANNI Gesellschaft von Architekten mbH) und Dennis Duda (Polier).� Foto: BAUWERT AG Zwischen Altbauten und Vorgärten wächst im Ortsteil Friedenau ein neues Bauvorhaben heran: In der Rheingaustraße  29–30 wehte kürzlich die Richtkrone. Rund 14 Monate nach dem Aushub der Baugrube ist der Rohbau für das Mehrfamilienhaus mit dem Projektnamen „Das Rheingau“ fertiggestellt. Als Bauherr zeichnet die BAUWERT AG verantwortlich. Friedenau ist für seine historische Bausubstanz aus Gründerzeitvillen und Landhäusern bekannt. Entsprechend versucht der Entwurf von Bonanni Architekten, sich städtebaulich in das gewachsene Umfeld einzufügen: Ein Natursteinsockel, gegliederte Putzflächen, Sprossenfenster, Gesimsbänder und ein hellrot eingedecktes Dach mit

Gauben greifen die traditionelle Formensprache des Quartiers auf und kombinieren sie mit einer modernen Ausführung. Auf dem gut 3.200  Quadratmeter großen Grundstück entstehen rund 6.440  Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf fünf Vollgeschosse und ein Dachgeschoss. Das Spektrum reicht von Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 54 und 245  Quadratmetern – darunter Penthouses mit Galerieebene. Sämtliche Einheiten erhalten private Außenflächen wie Balkone, Terrassen, Loggien oder eigene Gärten. Für die künftigen Bewohner ist im Innenhof zudem ein Gemeinschaftsgarten mit Spielplatz und Hochbeeten vorgesehen. Beim Energiekonzept setzt das Projekt auf Fernwärme, Solaranla gen auf dem Dach, Regenwasser versickerung vor Ort sowie eine Tiefgarage mit Vorrüstungen für E-Mobilität. Dass der Rohbau nur zehn Monate nach dem Aufstellen des Baukrans steht, fand auch bei Vertretern aus Bezirk und Senatsverwaltung Zuspruch. Angesichts der aktuellen Hürden in der Baubranche sticht das zügige Vorankommen hervor. Auch die Nachfrage scheint vorhanden zu sein: Mehr als 40 Prozent der Einheiten sind laut Vertrieb bereits vergeben. Für das Projekt beginnt nun die nächste Phase: Während der Einbau der Fenster, die Fassadenarbeiten und der Innenausbau starten, sollen ab Ende September erste Musterwohnungen für Interessierte begehbar sein. Läuft alles nach Plan, können die Wohnungen Ende 2027 bezogen werden.

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Grafik: BAUWERT AG / EVE Images

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Wenn Kinder die Nacht zum Tag machen Am 10. Oktober ist Familiennacht mit vielseitigem abendlichen Programm Statt pünktlich ins Bett zu gehen, dürfen Berliner Kinder am Samstag, dem 10. Oktober 2026, auf abendliche Entdeckungstour gehen. Zwischen 17  Uhr und 24 Uhr findet die nunmehr 16. Ausgabe der Familiennacht statt. In allen Bezirken der Hauptstadt öffnen Einrichtungen ihre Türen, um Familien spannende Erlebnisse zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit zu bieten. Laut den Organisatoren zur Familiennacht steht dabei das gemeinsame Ausprobieren und Erforschen im Mittelpunkt – von Artistik über Nachtklettern bis hin zu Theater und Museumsbesuchen. Hier ein Auszug aus dem Programm im Südwesten.

gibt es in den Bibliotheken des Bezirks zudem Märchenstunden und Theaterstücke rund um das Thema Helden.

Flughafen und KI

Kieztreff und Nachbarschaftsladen Ein Blick auf das Programm zeigt, wie unterschiedlich die Bezirke den Abend gestalten. In Steglitz-Zehlendorf wird es beispielsweise gemütlich und handwerklich. Im Familienzentrum Lichterfelde-Süd sowie im Kieztreff können Kinder und Eltern ab 17 Uhr am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot backen. Wer lieber kreativ wird, kann im Jugendzentrum KiJuNa ein gemeinsames Familienbild malen oder bei der „Sandelfe“ im Schwarzlicht leuchtende Sand �

� bilder anfertigen. Im Nachbarschaftsladen Leonie stehen zudem spielerische Workshops zum Thema Demokratie auf dem Plan.

Kultur und Musik Kulturell und musikalisch geprägt ist der Abend in Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Staatsballett Berlin bietet in mehreren Schichten bis in den späten Abend hinein Tanzkurse

Foto: Kay Herschelmann für verschiedene Altersgruppen an. Die Heinrich-Schulz-Bibliothek verwandelt sich derweil in ein vielseitiges Kulturzentrum: Dort können Familien um 18 Uhr zunächst einem klassischen Kammerkonzert junger Musiker lauschen, ab 19  Uhr in einem Soundlabor selbst Musik am Computer produzieren und den Abend ab 20  Uhr beim gemütlichen Familienkino ausklingen lassen. Für die jüngeren Kinder

Für kleine und große Abenteurer lohnt sich ein Ausflug nach Tempelhof-Schöneberg. Auf dem Tempelhofer Feld können Familien ab 17 Uhr selbst gebastelte Papierdrachen in den Abendhimmel steigen lassen. Jugendliche haben die Möglichkeit, an einer abendlichen Spurensuche durch die historischen Gebäude des Flughafens Tempelhof teilzunehmen. Auf dem Kinderbauernhof der ufaFabrik stehen Bewegung und Spiel im Fokus: Dort locken eine Familiendisco und eine Taschenlampenrallye durch die Dunkelheit. Wer sich für Politik oder Technik interessiert, kann in der Jugendkunstschule ein eigenes Wahlplakat entwerfen oder in der Alten Mälzerei Lichtenrade die Welt der Künstlichen Intelligenz entdecken. Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos oder erfordern lediglich einen kleinen Kostenbeitrag von wenigen Euro. Bei vielen Angeboten ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter www. familiennacht.de.

Fotos: Kay Herschelmann

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Berliner Bahnen im Miniaturformat Gustav-Heinemann-Oberschule zeigt ihre große Modellbahnanlage Nach zweijähriger Pause rollen die Züge in Marienfelde wieder: Die Gustav-Heinemann-Oberschule präsentiert ihre traditionsreiche Modelleisenbahnanlage erstmals am neuen Schulstandort am Tirschenreuther Ring. Am Samstag, 24. Oktober 2026, von 10 bis 18 Uhr öffnet die Schule ihre Türen für alle Interessierten. Herzstück der Ausstellung ist eine detailreich gestaltete Modulanlage, die der Berliner Stadtbahn nachempfunden ist. Auf rund 350  Metern Gleisstrecke verkehren S-Bahnen, ICE-Züge, Güter Mit der Modellbahn unterwegs.� Foto: Gustav-Heinemann-Oberschule und Regionalbahnen. Die Route führt vom fiktiven Halt „Heinefelde“ über bekannte Berliner Stationen wie Tiergarten, Zoologischer

Garten und Savignyplatz weiter durch den Grunewald bis nach Potsdam. Nach dem Umzug der Schule in das moderne Gebäude

am Tirschenreuther Ring wurde die gesamte Anlage dort wieder aufgebaut und für den Fahrbetrieb hergerichtet. Der Eintritt kostet zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Schüler bei Vorlage eines Schülerausweises. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Vor Ort wird eine kleine Verpflegung mit Snacks und Getränken angeboten. Veranstaltungsort ist das neue Schulgebäude der Gustav-Heinemann-Oberschule am Tirschenreuther Ring  48 in 12279  Berlin-Marienfelde.

Vom Pilzgeflecht zur Politik Diskussionsabend verbindet Naturforschung mit gesellschaftlichen Debatten Unterirdische Pilzgeflechte verbinden Pflanzen miteinander, zersetzen Totes und schaffen Nährböden für neues Leben. Doch taugen biologische Netzwerke auch als Denkmodell für gesellschaftliches und politisches Handeln in Zeiten ökologischer Krisen? Dieser Frage widmet sich ein öffentlicher Themenabend am Mittwoch, 14. Oktober 2026 im Botanischen Garten. Die Veranstaltung beginnt um 19  Uhr mit einem Blick in die Mykologie (Pilzkunde): Der Germanist und Pilzsachverständige Benjamin Haag spricht mit dem Biologen René Jarling über die Lebensweisen von Pilzen sowie deren kulturhistorische und literarische Bedeutung. Impressum

Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus). � Foto: H. Beyer / Botanischer Garten Berlin Im zweiten Teil des Abends wech- Artensterben und Klimawandel selt die Perspektive vom Wald- debattieren die Schriftstellerin boden auf die gesellschaftliche Judith Schalansky, Andreas RötBühne. Vor dem Hintergrund von zer, Luiza Bengtsson und Olaf

Zimmermann über Schnittmengen zwischen Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften. Gefragt wird dabei insbesondere, wie Kultur- und Forschungsinstitutionen das wachsende öffentliche Interesse an Naturthemen nutzen können, um ökologische Veränderungen aktiv mitzugestalten. Die Moderation führt Harald Asel, im Anschluss sind Beiträge aus dem Publikum vorgesehen. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung unter https://tickets. bo.berlin/#/product/event/153?date_id=1385 ist jedoch erforderlich. Das Teilnahmeticket berechtigt zudem zu einem einmalig ermäßigten Eintritt in den Botanischen Garten im Verlauf des Monats Oktober.

Gazette Schöneberg & Friedenau Oktober Nr. 10/2026 ·  31. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

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November Nr. 11/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 09.10.2026 Erscheinung 29.10.2026

Dachdecker hat noch Kapazitäten für Klein-Aufträge • Dacharbeiten aller Art • Marder- und Waschbärbekämpfung • Dachrinnenreinigung Mobil 0163-95 30 609

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16  |  Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Oktober 2026

Kinder in der Welt der Künste Der Oktober steht ganz im Zeichen des KinderKulturMonats Wenn der Herbst Einzug hält, verwandelt sich die Berliner Kulturlandschaft in einen großen Abenteuerspielplatz für den Nachwuchs. Beim jährlichen KinderKulturMonat im Oktober öffnen stadtweit Museen, Galerien und Theater ihre Türen speziell für Jungen und Mädchen zwischen vier und zwölf Jahren. Anstatt nur leise zuzuschauen, ist ausdrücklich Mitmachen gefragt. Hier ein Auszug aus den Angeboten im Berliner Südwesten:

Von Schokopiloten und Heckenwesen Auf dem Forschungscampus Dahlem an der Lansstraße 8 geht es im Oktober philosophisch und kreativ zugleich zu. An mehreren Sonntagen im Monat (11, 18. und 25. Oktober) öffnet das Werte-Labor für Familien mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren jeweils um 12 Uhr und um 13.30 Uhr. Unter dem Titel „Unbezahlbar“ wird besprochen, was im Leben wirklich zählt – vom Kuscheltier bis zur Erinnerung. Nebenbei werden eigene Währungen erfunden und Schatzkisten gestaltet. Gleich in der Nähe, im AlliiertenMuseum an der Clayallee  135, Kreativer Spaß für die Kleinsten. wird Geschichte greifbar. Am � Foto: Dora Csala, KinderKulturMonat, Haus Bastian 2022 10. und 11.  Oktober dreht sich Menschen darin wohlfühlen. Eialles um die Zeit der Berliner Bücher, Rampenlicht Luftbrücke. Neun- bis Zwölfjähnen Tag darauf, am 25. Oktober, und Porträts rige bauen an beiden Tagen von öffnet das Renaissance-Theater 12 bis 14 Uhr kleine Fallschirme Am Samstag, 10.  Oktober, star- (Knesebeckstraße 100) von 15 bis und erfahren die Geschichte des tet der KinderKulturMonat in 16 Uhr Türen, die dem Publikum historischen „Schokoladenpilo- Charlottenburg-Wilmersdorf mit sonst verborgen bleiben. Achtten“. Für jüngere Besucher von dem Käthe-Kollwitz-Museum bis Zwölfjährige erkunden die fünf bis neun Jahren gibt es am am Spandauer Damm  10. Von Technik hinter der Bühne, testen Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 14.30 bis 16.30 Uhr dreht sich für Sound- sowie Lichteffekte und 15.30 Uhr ein buntes Programm, Kinder von acht bis zwölf Jahren dürfen selbst einmal im Rampenbei dem auch das Flugzeug auf alles um die Welt des Druckens. licht stehen. dem Außengelände besichtigt Die Teilnehmer erlernen grafische Den Abschluss des Monats bildet wird. Techniken und halten am Ende ihr am 31. Oktober die Werkstatt für Natur und Kunst verbinden sich eigenes, selbst gebundenes Buch Kreative der Stiftung Kunstforum derweil am 10.  Oktober in der in den Händen. am Kaiserdamm  105. Inspiriert Liebermann-Villa am Wannsee Architektur und Zukunftsfragen von der aktuellen Ausstellung (Colomierstraße  3). Von 11 bis stehen hingegen am 24. Oktober gestalten die jungen Besucher 13 Uhr begeben sich die jüngs- im Georg Kolbe Museum in der Porträts auf Acrylplatten, die mit ten Kulturfreunde im Alter von Sensburger Allee  25 im Mittel- Motiven der Berliner Stadtlandvier bis sechs Jahren in Beglei- punkt. Von 13 bis 16 Uhr bauen schaft kombiniert werden. Das tung Erwachsener auf die Suche Sechs- bis Zehnjährige Modelle Angebot richtet sich an zwei Alnach „Heckenwesen“ im Garten und überlegen gemeinsam, wie tersgruppen: Von 10 bis 12 Uhr und formen anschließend eigene Räume und Gebäude gestal- sind die Fünf- bis Achtjährigen kleine Bewohner aus Knete. tet sein müssen, damit sich alle an der Reihe, von 13 bis 15 Uhr

die Neun- bis Zwölfjährigen. Der Nachmittagstermin wird dabei zusätzlich auf Englisch, Spanisch und Ungarisch begleitet.

Von tanzenden Piraten und bunten Protesten Den Auftakt in Tempelhof-Schöneberg macht am Samstag, 10. Oktober, die Leo Kestenberg Musikschule in der Alten Mälzerei in Lichtenrade, Steinstraße 41. Von 11 bis 12.30 Uhr verwandeln sich die Räumlichkeiten in ein Abenteuerschiff für kleine Seeräuber zwischen vier und sechs Jahren. Unter der Leitung von Heike Gerber begeben sich die Familien auf eine musikalische Reise, bei der unbekannte Instrumente ausprobiert sowie gemeinsam gesungen und getanzt wird. Am selben Tag wird es im Jugend Museum in der Hauptstraße 4042 in Schöneberg politisch und kreativ. Von 14 bis 18 Uhr können Acht- bis Zwölfjährige beim Workshop „Patsch! Deine Meinung auf Papier“ ihre eigenen Protestplakate entwerfen. Mit Stempeln, Schablonen und Farbe bringen die jungen Teilnehmer ihre Gedanken auf Papier. Inspiration bietet dabei die aktuelle Ausstellung des Hauses. Erwachsene Begleitpersonen dürfen gerne zuschauen, die Kinder können aber auch ganz alleine kreativ werden. Sportlich geht es schließlich am Samstag, 24.  Oktober, am Flughafen Tempelhof zu. Die Tanzschule Traumtänzer, Columbiadamm  8-10, lädt Sieben- bis Zwölfjährige von 15.30 bis 16.30  Uhr zu einem Streetdance-Nachmittag ein. Bei lauter Musik und schnellen Beats können die Kinder Tanzschritte erlernen, sich auspowern und ihren ganz eigenen Stil finden. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an die Kinder, Eltern haben in dieser Zeit Pause. Bei einigen Veranstaltungen wird um die Anwesenheit von erwachsenen Begleitpersonen gebeten, bei anderen sind die Kinder unter sich. Vorherige Anmeldungen sind für fast alle Angebote erforderlich unter www. kinderkulturmonat.de.