Gazette Schöneberg & Friedenau - Februar 2026

Gazette für Schöneberg und Friedenau

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Februar 2026

Schöneberg & Friedenau

Geigenbau mit Seele GRATIS ZUM MITNEHMEN

Tanja Hiddes Fachwerkstatt für feine Streichinstrumente

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Jetzt für den Green Buddy Award 2026 bewerben Nachhaltige Ideen gefragt Zum mittlerweile 15. Mal lobt das Bezirksamt den „Green Buddy Award“ aus. Mit dem Preis werden jährlich innovative Produkte, Projekte und unternehmerisches Engagement gewürdigt, die ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Handeln verbinden. Die Bewerbungsphase begann am 2. Januar und läuft bis zum 31. März 2026. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Start-ups, Initiativen sowie Schüler und Studierende. Dabei ist die Ausschreibung teilweise regional begrenzt: Speziell für Bewerber aus Tempelhof-Schöneberg stehen die Kategorien „Erneuerbare Energien“, „Produktion, Dienstleistungen, Handwerk“ sowie der Nachwuchspreis „Young Green Buddy Award“ (für Gruppen zwischen 14 und 27 Jahren) zur Verfügung. Zusätzlich gibt es drei Kategorien, die berlinweit offenstehen. Dazu zählen der Einzelhandel, der Bereich Abfallvermeidung sowie Lösungen für „Smart Cities“. Den Gewinnern winken neben einem Preisgeld und einer Trophäe auch Vernetzungsmöglichkeiten. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann hebt her Der Green Buddy Award wird zum 15. Mal verliehen. vor, dass der Preis seit eineinhalb Jahrzehnten einen Beitrag leiste, um nachhaltige Konzepte zu unterstützen. Die Preisverleihung findet

Foto: Julia Merkel

am 18.  Juni 2026 statt. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen unter www. berlin.de/-ii377866

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

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Liebe Leser_innen, Der Film zeigt, wie am 24.  Oktober 1975 mehr als 90 Prozent der Frauen in Island die Arbeit niederlegten. Sie gingen weder ins Büro, leisteten keine Hausarbeit und überließen sogar die Kinderversorgung den Vätern. Frauenmärz Das Land stand defacto still. Unsere traditionelle Veranstal- Wir können nur vermuten, wie tungsreihe „Frauenmärz“ startet sich ein solch mutiger Tag ohne dieses Jahr bereits Frauen heute in der am 27. Februar 2026 bundesrepublikanium 19  Uhr im Ratschen Gegenwart haus Schöneberg. darstellen würde. Frauen haben in In der Veranstaltungsreihe werden der Historie stets Grenzen hinterfragt Themen wie berufliund überwunden. che WeiterentwickWährend des Fraulung, Klimapolitik, enmärzes lernen Sie G eschlechterge ihre Geschichten rechtigkeit, Familikennen und treffen enförderung und auf inspirierende Jörn Oltmann Selbstbehauptung aufgenommen. Vorbilder in der Gegenwart. Gezeigt wird, wofür sie Infos: www.frauenmaerz.de sich einsetzten und was wir heute Ehrenamtsbörse noch von ihnen lernen können. Bis Ende März bieten Ihnen 40 Nach mehreren Jahren Pause kostenfreie Workshops, Kiezrund- kehrt die Ehrenamtsbörse am gänge sowie Kultur- und Diskus- 21.  März von 11 bis 16  Uhr in sionsveranstaltungen die Gele- das Rathaus Schöneberg zurück. genheit, neue Perspektiven zu Vorgestellt werden hier bezirkentdecken und sich gemeinsam liche Ehrenamtsmöglichkeiten zu Frauenthemen auszutauschen. im sportlichen, kulturellen oder Bei der Auftaktveranstaltung in nachbarschaftlichen Bereich der ufaFabrik in Tempelhof wird sowie im Klima- oder Tierschutz. Sie die Schauspielerin und Grün- Hier haben Sie die Gelegenheit, derin von „Black Womxn Matter“, direkte Ansprechpersonen zu Thelma Buabeng, begeistern und treffen. Ganz wichtig! Aktuell 35 Sängerinnen vom Featur Chor können sich noch Vereine, InitiaBerlin, werden mit exklusiven tiven oder Organisationen online Arrangements Sie in die Welt der anmelden, die ihre Arbeit auf der Ehrenamtsbörse vorstellen möchPopmusik entführen. Ein weiteres Highlight folgt mit ten und noch Engagierte suchen. dem isländischen Dokumentar- Infos: Büro der Beauftragten für film „Ein Tag ohne Frauen“ am ehrenamtliches Engagement, 3. März 2926 um 18 Uhr im Kino- Telefon (030) 90277-6051 oder saal des Rathauses Schöneberg. ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de Foto: Laurence Chaperon

gerne möchte ich Sie einladen, sich weiterhin aktiv für die Menschen in Ihren Kiezen einzubringen und unser spannendes Veranstaltungsprogramm zu besuchen.

Beauftragte im Bezirk Die Beauftragten in den Bezirken sind für Sie wichtige Ansprechpersonen, wenn es zum Beispiel um Gleichstellung, Integration oder um EU- und Städtepartnerschaft geht. Ich freue mich, dass die Stelle der queerbeauftragten Person mit Kai Münch besetzt worden ist. Zu den Aufgaben gehört, die queere Community in der lokalen Politik und Verwaltung sichtbarer zu machen und die gute Zusammenarbeit mit queeren Institutionen, Vereinen und Träger_innen zu intensivieren. Aber auch zu gucken, wo es Probleme gibt. Trotz großer Akzeptanz der queeren Community, kommt es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen wie zum Beispiel bei Maneo. Wir als Bezirk stehen gemeinsam gegen diesen Hass. Schweigen Sie nicht, wenn in unserer Gesellschaft wieder gehetzt wird und Menschen angegriffen werden. Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfältigkeit und freies Leben in einem demokratischen Land! Infos: Beauftragte_r für queere Lebensweisen, Telefon (030) 9022-4283 E-Mail queer@ba-ts.berlin.de

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Das Heim im Friedenauer Kiez Zögern Sie nicht, uns anzurufen

Bibliothek der Dinge

Dass unsere Stadtbüchereien wunderbare Orte zum Ausleihen von Büchern und anderen Medien sind, wussten Sie bestimmt bereits. Aber kennen Sie auch die Bibliothek der Dinge? Seit letztem Jahr können Sie sich an allen Bibliotheksstandorten die unterschiedlichsten Alltags- und Spezialgegenstände kostenfrei ausleihen. Die Leihmöglichkeiten von Akku-Schrauber und Co. zeigen anschaulich, wie nachhaltiges Teilen im Alltag funktionieren kann. Wer nur gelegentlich eine Bohrmaschine braucht, spart hier nicht nur Geld, sondern schont vor allem auch die Umwelt! Ausleihbar sind Gegenstände aus den Bereichen Sport, Freizeit, Technik, Elektronik, Werkzeuge und Musik. Alle vorrätigen Dinge können mit einem gültigen Bibliotheksausweis ausgeliehen werden. Auf der Internetseite der Stadtbibliotheken finden Sie das komplette Angebot ausleihbarer Medien, Gegenstände sowie den Veranstaltungskalender. Mehrsprachigkeit Infos: w w w. b e r l i n . d e / Seit Dezember 2025 gibt es auf stadtbibliothek-tempelhofden Internetseiten von Berlin.de schoeneberg/ sowie auf den Tourismus- und Es bewegt sich was in TempelKulturseiten eine mit KI gestütz- hof-Schöneberg – machen Sie te Übersetzungsfunktion. Mit mit! einem Klick können Sie sich den Ihr kompletten Internetauftritt in   Englisch, Französisch, Türkisch,   Arabisch, Russisch, Ukrainisch Jörn Oltmann und Polnisch übersetzen lassen. Bezirksbürgermeister Ist es auch wahrscheinlich kei- von Tempelhof-Schöneberg

… in Gemeinschaft leben

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ne 1:1 Übersetzung, ist die neue Funktion in jedem Fall ein großartiger Schritt in Richtung mehr Teilhabe. Weitere Sprachen werden folgen.

Wir wollen unseren Bewohnern die Gewissheit geben: Jemand ist für mich da – Menschen, die mich kennen. Meine Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und gefördert. Ich finde eine Umgebung vor, die Rücksicht nimmt auf mich und meine Bedürfnisse. Dies entspricht unserem christlichen Selbstverständnis. Das persönliche Gespräch ist ein unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Hausbesichtigung.

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Geigenbau mit Seele Tanja Hiddes Fachwerkstatt für feine Streichinstrumente

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in Himmel voller Geigen – Sinnbild für das vollkommene Glück. Bei Tanja Hidde hängt in ihrer Friedenauer Fachwerkstatt eine Reihe glückverheißender Geigen unter der Decke. Die feinen Streichinstrumente warten darauf, zu neuem Glanz und in spielfreudige Hände zu gelangen. Seit 2014 ist der kleine Laden in der Wilhelm-Hauff-Straße 14 Anlaufstelle für viele, die perfekte Reparatur, Restauration, Klangoptimierung, Kaufberatung und Fachkenntnis rund um die Instrumenten-Vertreter eines Streichquartetts – Violine, Bratsche und Cello – schätzen. Tanja Hidde – selbst begeisterte Geigenspielerin – betreibt ihre Werkstatt nun seit 1 ½ Jahren alleine, – ihr „Baby“, wie sie das Geschäft liebevoll bezeichnet. Die Jahre davor war sie gemeinsam mit einer Kollegin für die Kunden da. Anfänger, Wiedereinsteiger und Profis aus Berlin und Brandenburg geben sich hier die Klinke in die Hand. Neben den Wartungs- und Pflegearbeiten und dem Verkauf gehören auch Miet-Streichinstrumente wie Geigen in allen Größen für Kinder und Erwachsene zum Angebot.

entdeckte die in Steglitz aufgewachsene Tanja Hidde ihre Liebe zum Geigenbau. Eigentlich wollte sie in Frankreich diese Handwerkskunst erlernen, doch das passende Angebot dazu fand sich schließlich in England: An der liberal und international ausgerichteten renommierten Newark School of Violin Making lernte sie ab 1995 an der Seite von Amerikanern, Kanadiern und Australiern Geigenbau. Die nötige Fingerfertigkeit brachte sie bereits von früheren Bastel-und Laubsägearbeiten mit. „Doch näher mit der Materie Holz in Kontakt kam ich erst durch verschiedene Praktika in Kunsttischlerei und Geigenbau-Werkstatt“, erzählt

Tanja, die heute besonders darauf achtet, dass Spieler und Geige optimal aufeinander abgestimmt sind. Gute Spielbarkeit und die ungestörte Interaktion zwischen Spieler und Instrument stehen für sie im Mittelpunkt ihrer Arbeit. – Ihr Spezialgebiet, wie sie selbst betont: „Mir ist es wichtig, dass das Instrument optimal an den Körper angepasst ist.“ Denn über die Jahre verändere sich der Körper des Geigespielenden, Verspannungen in Schulter-und Nackenbereich können ein Zeichen dafür sein. Das geliebte Instrument ergometrisch beispielsweise über Schulterstütze und Kinnhalter behutsam anzupassen, dabei aber auch die Kör Vom liebgewonnenen Erbstück bis zur Meistergeige

Einmal England und zurück Während ihres Studiums der Musikwisssenschaften an der Humboldt-Universität Berlin

perhaltung beim Musizierenden im Auge zu behalten, darin sieht Tanja Hidde ihre Berufung. „Man muss sich beim Spielen nicht quälen, man kann dagegen viel tun“, weiß die Fachfrau. Erfahrungen sammelte sie weltweit in namhaften Werkstätten wie bei Steffen Werth in Berlin, Xavier Vidal in Barcelona und Hans Weisshaar in Los Angeles sowie bei Arbeitsaufenthalten in Montpellier, Lissabon und Potsdam. Doch bis heute bildet sich Tanja Hidde weiter, das Gebiet der Restaurierung ist ein weites Feld und bietet immer wieder neue Techniken, die es für sie zu erlernen gilt. Auf verschiedenen Plattformen steht sie im Austausch mit anderen Geigenbau-Spezialisten. Besonders engagiert – nicht zuletzt wegen des respektvollen Umgangstones – aber ist sie im Frauennetzwerk „Women in Lutherie“ unterwegs. Gilt der Geigenbau doch noch immer als Männerdomäne, in der zwar zunehmend Frauen Fuß fassen, doch immer noch zu wenig Unterstützung aus der Männerwelt erfahren.

Tanja Hidde, Geigenbau aus Leidenschaft.

Etwa 100  Streichinstrumente jährlich gehen über den Werkstatt-Tisch von Tanja Hidde, vom Dachbodenfund bis zum Mei

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Bögen und Zubehör gehören zum Angebot. terstück. Selbst gebaut hat sie inzwischen 10 Instrumente, zwei davon – Bratschen – sind am Beethoven-Gymnasium in Lankwitz im Einsatz. An den Wänden ihrer Werkstatt Regale mit Schelllack, Reinigungspigmenten, wasserlöslichem Holzleim aus Haut und Knochen, heute weniger geruchsintensiv als früher. Darunter Stegrohlinge von Tonholzhändlern.

Ein großes Thema beim nachhaltigen Streichinstrumentenbau ist der Artenschutz: Längst herrschen strenge Regeln für geschützte Holzarten. Und auch bei den Bögen achtet Tanja auf nachhaltige Materialien: Von ihr favorisiert sind die ästhetischen und handwerklch guten Carbonbögen, die sie von der Firma Müsing

bezieht. Spieltechnisch können genspiel bleibt Tanja Hidde da sie sich mit den feinen Fernam- nicht mehr viel Raum. Doch den bukholz-Bögen messen, sind da- nimmt sie sich für Workshops mit bei leicht und unproblematisch Geige und das alljährlich größte für Reisen. – Denn längst hat sich Berliner Mitspielorchester Symder Bestand des geschützten Fer- phonic Mob des Deutschen Symnambukholz-Baumes in Brasilien phonie-Orchesters Berlin. dramatisch verringert, ist eine Material-Alternative für Bögen unverzichtbar geworden. Besonders gerne arbeitet die Instrumentenbauerin an Lackretuschen, aber auch das Abziehen von Griffbrettern und das Entfernen dicker Patina gehört mit zu ihren Lieblingsaufgaben. „Erst rauh, dann edel“, freut sie sich dann über das gelungene Ergebnis ihrer Handarbeit. Besonders große Streichinstrumente wie Dabei spielt sie häufig auf Geigen, den Kontrabass vermittelt sie an die bei ihr zum Verkauf stehen. eine Kollegin, und gleich neben- „Vielleicht komme ich ja irgendan liegt der Showroom von Fried- wann auch mal dazu, eine Geige rich Barniske, der alte Gitarren für mich zu bauen“, lacht die Vielankauft, repariert und weiterver- beschäftigte. kauft. Saiten-Intrumentenfreaks Kunden, die bei ihr Instrumente Side-by-Side. erworben haben, sind längst zu Pflege, Instrumenten-Sprech- Stammkunden geworden. stunde Restaurierung und Klang- Und dann sind da die vielen Anoptimierung nehmen viel Zeit in rufe von Menschen, die früher Anspruch – für das eigene Gei- einmal Geige gespielt haben, Erster Standort, 1921 Bayerischer Platz 11

jetzt im Alter wiedereinsteigen möchten. „Außerdem sind unglaublich viele Streichinstrumente im Umlauf“, erzählt Tanja Hidde. Aus Nachlässen und Erbschaften stammen sie. Tanja baut die Erbstücke auf, restauriert, repariert, kauft an oder nimmt in Kommission. Zu vielen Instrumenten, die durch ihre Hände gehen, hat sie ein persönliches Verhältnis entwickelt. Und dann sind da die ganz besonderen Stücke, die ihr von Kunden anvertraut wurden: So eine Meistergeige des niederländischen Geigenbauers Pieter Rombouts (1667-1728) und eine vom Mittenwalder Geigenbauer Sebastian Klotz (1696-1775) gefertigte Geige. Eine Stradivari war bis jetzt noch nicht darunter. Weitere Informationen unter www.geigenbau-in-berlin.de. Terminvereinbarung für Beratung und Leistung unter Telefon 030 85 99 40 60 oder E-Mail hidde@ geigenbau-in-berlin.de Jacqueline Lorenz Werkstatt für Geigenbau Wilhelm-Hauff-Straße 14 12159 Berlin

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Von Turntables bis Teezeremonie Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg mit vielseitigem Programm Die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg hat ihr neues Programmheft veröffentlicht. Das Magazin ist ab sofort kostenlos an zahlreichen Auslagestellen im Bezirk erhältlich. Es wird künftig nur noch einmal im Jahr publiziert. Damit reagiert die VHS nach eigenen Angaben auf veränderte Lesegewohnheiten und stärkt zugleich das digitale Angebot. Über QR-Codes und Kurz-Links im Heft gelangen Leser direkt zu den Kursdetails im Internet. Die Online-Suche auf der Webseite ermöglicht zudem eine gezielte Filterung nach Themen, Zeiten, Orten oder Lehrkräften.

Redaktionelle Beiträge Das gedruckte Heft ist als „Wendeheft“ konzipiert und beidseitig lesbar. Neben einer Übersicht über das Kursangebot und die geplanten Ausstellungen für 2026 enthält es auch redaktionelle Beiträge. Thematisiert werden unter

MAGAZIN 2026

KURSE THEMEN MENSCHEN

Blätterbuch einsehen oder als barrierefreies PDF herunterladen. Anmeldungen für die Kurse sind über die Webseite der VHS unter www.berlin.de/vhs-tempelhofschoeneberg möglich. Dort informiert die Bildungseinrichtung auch über kurzfristig frei gewordene Plätze und aktuelle Ausstellungen.

Einstieg in das DJ-Handwerk KI

anderem das Erwachsenenbildungsgesetz, das Feedback-Management der Einrichtung sowie das inklusive Programm „ERW-IN“.

Anmeldung und Information Wer auf die Papierversion verzichten möchte, kann das Magazin auf der Internetseite der Volkshochschule als digitales

Für Musikinteressierte, die nicht nur konsumieren, sondern selbst gestalten möchten, bietet die VHS Ende Februar einen Wochenendkurs an. Vom 28. Februar bis zum 1. März 2026 findet in Schöneberg ein DJ-Workshop statt. In zwei kompakten Einheiten erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die theoretischen Grundlagen des Auflegens sowie eine technische Einweisung in das Equipment. Der Fokus liegt auf der Praxis: Geübt wird sowohl mit klassischem

Vinyl als auch mit CDs. Eigene Schallplatten, CDs oder vorhandenes DJ-Equipment können zum Workshop mitgebracht werden. Der Kurs ist im Programm unter der Nummer TS549.000F zu finden.

Japanische Kultur in Lichtenrade Einen Einblick in fernöstliche Traditionen bietet die VHS am 14. März 2026 in Lichtenrade. Unter der Leitung einer Teemeisterin aus Hiroshima widmet sich der Kurs der Herstellung japanischer Süßigkeiten, speziell „Sakura Uirou“. Neben der Zubereitung der Speisen steht die japanische Teezeremonie im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erhalten Hintergrundwissen zur japanischen Kultur und erleben im Anschluss eine authentische Zeremonie inklusive Verkostung. Dieser Kurs wird unter der Nummer TS305.036F geführt.

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Blicke hinter die Fassade Das Lebenswerk der Fotografin Christa Mayer Eine umfassende Werkschau widmet sich bis zum 6. April 2026 dem Schaffen der Fotografin und Psychologin Christa Mayer. Die Ausstellung „Fotografie – Das Werk“ in der kommunalen Galerie Haus am Kleistpark gibt einen Einblick in vier Jahrzehnte ihres Schaffens. Bekannt wurde die 1945 geborene Künstlerin vor allem durch ihre einfühlsamen Porträts, die in einer Berliner Langzeitpsychiatrie entstanden, wo sie selbst über zwanzig Jahre als Psychologin arbeitete. In ihren Aufnahmen von Patienten, deren Angehörigen und dem Personal suchte sie nach der Einzigartigkeit des Gegenübers. Diese „dialogischen Bildnisse“ stehen im Zentrum der Ausstellung und zeichnen sich durch eine besondere Nähe aus, die das innere Erleben der Porträtierten in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung zeigt jedoch auch die Vielfalt von Mayers Werk. Dazu gehören Porträts von Künstlern, Tänzern und Heilern verschiedener Haus am Kleistpark an der Grunewaldstraße 6–7. Kulturkreise. Zudem werden Beobachtungen aus dem Alltag in Italien und Istanbul gezeigt, Christa Mayer entwickelte ihre künstlerische ebenso wie Landschaftsaufnahmen und abs- Handschrift seit den frühen 1980er-Jahtrakte Kompositionen aus späteren Schaffens- ren in der einflussreichen „Werkstatt für phasen. Photographie“ in Kreuzberg. Ihre Arbeiten

Sechs Jahre Jelbi App verzeichnet Zuwachs und setzt auf Patrouillen gegen wildes Parken Sechs Jahre nach der Einführung hat sich das Angebot der Mobilitäts-App Jelbi weiter vergrößert. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilen, wurden im Jahr 2025 rund 100 neue Standorte eröffnet. Damit umfasst das Netz in Berlin, Potsdam und Kleinmachnow nun etwa 400  Stationen. Über die Plattform sind aktuell rund 70.000 Fahrzeuge buchbar, was einem Großteil der in der Region verfügbaren Sharing-Angebote entspricht. Damit hat sich das Konzept, moderne Mobilität und den öffentlichen Nahverkehr zu verbinden, bewährt. Seit dem Start im Jahr 2019 wurden insgesamt mehr als sieben Millionen Anmietungen registriert. Die Jelbi-App wurde inzwischen über 1,2  Millionen Mal heruntergeladen und hat überwiegend gute Bewertungen. Um Problemen mit falsch abge umfassen neben Fotografien auch Videoinstallationen. Weitere Informationen unter www.hausamkleistpark.de/exhibitions/ retrospektive-christa-mayer.

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Selbstverständlich dazugehören Roma und Sinti in unserer Mitte Am 25. Oktober 2012 – einen Tag nach der Einweihung des für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma errichteten Denkmals – wurde die Hildegard-Lagrenne-Stiftung (HLS) mit Stammsitz in Mannheim gegründet. Benannt ist sie nach ihrer Gründerin Hildegard Lagrenne (1921-2007), die ihr Leben lang für Bildung und Bekämpfung des Antiziganismus eintrat und maßgeblich die Bürgerrechtsbewegung der

deutschen Sinti und Roma prägte. Nach ihrem Vorbild setzen sich in der Berliner Stiftungsniederlassung im Pangea-Begegnungshaus in Wilmersdorf – Sitz von 23 überwiegend migrantischen Selbst­organisationen und Vereinen – in erster Reihe Christoph Leucht, Projektmanager und 1. Vorsitzender des Roma- und Sinti-Jugendbeirates, und Avram Sarban, 2. Vorsitzender, ebenfalls dafür ein, Menschen mit Romno-Hintergrund (Roma und Sinti) einen gerechteren Zugang zur Bildung und zu gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen und bestehende Vorurteile zum Positiven hin zu ändern. Begleitet von der Social-Media-Expertin Vicka Sokolinskaia arbeiten sie – eng unterstützt von der  Community sowie von Partnern und Förderern – auf stärkere Inklusion in die deutsche Gesellschaft hin. Geschätzt zwischen 70.000 bis 150.000 Sinti und Roma le Gesellschaft selbstbestimmt zu gestalten. So schafft die Stiftung auch in der Hauptstadt wertvolle Berührungsorte, an denen Austausch, Lernen und Empowerment junge Menschen, Familien und Ratsuchende miteinander vernetzt und stärkt. Der Fokus wird dabei auch auf die Öffentlichkeit gelegt, in der Diskriminierung der Bevölkerungsgruppe von Sinti und Roma sowie Vorurteile noch immer Raum finden: Ihr die Geschichte, Kultur und Lebensrealität von Sinti und Roma im Kampf gegen Antiziganismus und Ausgrenzung verständlich und nachhaltig zu vermitteln, ist eine weitere wichtige Aufgabe, welche die Stiftungsvertreter in Vorbildfunktion erfüllen wollen.

Mit Projekten Chancen öffnen

(v. l.n.r.) Avram Sarban, Alina Voinea (Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus) und Christoph Leucht. � Foto: Hildegard Lagrenne Stiftung ben heute in der Bundesrepublik Deutschland. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da es keine offiziellen Erhebungen gibt. Mithilfe etlicher HLS-Projekte

der Bereiche soziale Beratung, Bildungsberatung und Förderprogramme sollen bereits junge Menschen darin bestärkt werden, ihre Zukunft inmitten unserer

Vier Stiftungsprojekte im Berliner Pangea-Haus bilden die stabilen Eckpfeiler gegen Ausgrenzung: Das Projekt Romano Sfato will dabei mit seinem gezielt für diskriminierte Minderheiten wie schutzsuchende Roma aus Drittstaaten entwickeltem Rechtsberatungsangebot einen Beitrag für langfristig wirksame Strategien leisten, die einen Zugang zu Arbeitsplätzen in Deutschland und im Herkunftsland ermöglichen. Es kooperiert mit Roma-Organisationen in Moldawien. Daneben bietet das Projekt Amari Zor Sinti und Roma Unterstützung u. a. bei der Anerkennung von (ausländischen) Schul- und Berufsabschlüssen, der Suche nach Studien- und AusbildungsplätFür sene Erwach der und Kin

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  FEBRUAR 2026  |  9 zen sowie die Organisation von Empowerment-Workshops und Lehrkräfte-Fortbildung. Das Projekt Pakiv für Neuzugewanderte aus EU-Staaten im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zielt auf Vertrauen und Ermutigung zur Teilhabe, wozu Sozialberatung und Sprachmittlung ebenso beitragen wie die Unterstützung und Begleitung bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Wohnungsangelegenheiten und Arbeitssuche. Viele der Beratungspersonen besitzen Sinti- bzw. Roma-Hintergrund und beherrschen verschiedene Sprachen, sodass ein vertrauensvolles Miteinander gewährleistet ist.

und Roma zur Verfügung gestellt werden, damit die Schulen auch in diesem Jahr im Rahmen der Wissenskampagne RomaDay26 dieses wichtige Thema über den Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg im Deutsch-, Ethik-, Politik- und Geschichtsunterricht vertiefen und in Projekttagen aufgreifen können. Christoph Leucht

selbsbewusstes Betreten des Bildungspfades mit zukunftsweisendem Bildunsabschluss als Ziel.

Mit dem Jugendbeirat hin zu mehr Teilhabe, Bildung und Antidiskriminierung Wenn Avram Sarban vom Stiftungsteam von seiner Arbeit im HLS-Jugendbeirat erzählt, wirkt

RomaDay26 – Tag der Roma für mehr Wissen und Verständnis Als unverzichtbare Wissenskampagne für die Dazugehörigkeit und das Verstehen der Geschichte von Sinti und Roma hat sich die Wissenskampagne RomaDay erwiesen: Der 8. April ist der Internationale Tag der Roma und Sinti, der als Aktionstag auf deren Situation und insbesondere deren Diskriminierung und Verfolgung aufmerksam macht, dabei aber auch mit Demo unter den Linden und Flaggenhissen vor dem Rathaus ihr selbstbewusstes Auftreten fördert. Seit 1990 findet er statt, das Datum erinnert dabei an die Anfänge der Roma-Bürgerrechtsbewegung, die am 8. April 1971 mit dem Ersten Welt-Roma-Kongress in London Aufmerksamkeit erhielt. Projektleiter Christoph Leucht erklärt, dass dazu von der Stiftung kostenlose, mit fachkundiger Unterstützung für Unterricht und Lehrkräfte entwickelte Materialien über Geschichte und Gegenwart der Sinti

Rosalinda – Gewinnerin der ersten Talentshow für Sinti und Roma. Foto: Hildegard Lagrenne Stiftung betont, dass viele Projekte gezielt, aber nicht ausschließlich auf Sinti und Roma ausgerichtet sind, um eine Separierung zu vermeiden. Dazu zählt auch das Projekt professionalisierte Schulmediation der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, das den erfolgversprechenden Weg hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einer rassismuskritischen Schulkultur mit dem Einsatz einer Sinti-Schulmediatorin als Ansprechpartnerin für Familien und Kinder an der Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf dem  Campus Rütli geht. Denn weniger Angst vor Diskriminierung bedeutet auch

seine Zuversicht nahezu ansteckend. Er spricht über das umfassende Bildungs- und Empowermentprogramm, mit denen junge Sinti und Roma begeistert und zu mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen geführt werden, von Veranstaltungen in Schulen und der Vorbereitung der Jugendbeiratsmitglieder auf öffentliche Auftritte. In Kooperation mit anderen Roma- und Sinti-Organisationen wird da im Pangea-Haus Kontakt zu vielen Familien aus der Minderheit gepflegt, können geflüchtete und sozial benachteiligte Jugendliche in die Arbeit des Jugendbeirates einbezogen

werden und so zu mehr Selbstvertrauen gelangen. „Regelmäßige Treffen mit Gesprächen zu politischen Themen und Diskussionen mit Berliner Schulklassen zu Antiziganismus und Teilhabe gehören ebenso zur Arbeit des Jugendbeirates wie offene Sprechstunden und der Austausch mit dem Erwachsenenbeirat und mit Abgeordneten. Diese vielfältige Zusammenarbeit öffnet den Blick für unterschiedliche Sichtweisen, macht wachsam gegen Rassismus und stärkt Verständnis für Minderheiten“, betont Avram. Ein besonderes Erlebnis war die vom Jugendbeirat im Dezember vorigen Jahres initiierte erste Talentshow für Sinti und Roma im Grünen Salon der Volksbühne, die in diesem Jahr eine Fortsetzung finden soll. Da begeisterten angemeldete Gesangs-, Tanz-, Rap- und Musikdarbietungen von Groß und Klein ebenso wie die spontane Beteiligung aus dem Publikum. Rosalinda gewann dabei schließlich nicht nur die Herzen der Fachjury und des Publikums für sich mit einem Roma-, einem jüdischen und einem rumänischen Lied. Social-Media-Fachfrau Vicka erklärt dazu: „Der Wettbewerbsgedanke ist bei unserer Talentshow zweitrangig, vielmehr zählen Selbstbewusstsein, Mut und der Stolz, Sinti und Roma zu sein.“ Weitere Informationen zu den Stiftungsangeboten und zum Kontakt unter www.lagrennestiftung.de Jacqueline Lorenz Hildegard Lagrenne Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Roma und Sinti in Deutschland c/o Pangea-Haus Trautenaustraße 5 10717 Berlin

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175 Jahre Berliner Feuerwehr Die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands feiert Geburtstag daraufhin nutzte die Feuerwehr Fahrzeuge mit Benzinmotor. Im Nationalsozialismus bekam die Feuerwehr einen neuen Namen – sie hieß „Feuerlöschpolizei“ und unterstand dem Reichsministerium des Inneren. Feuerwehrfahrzeuge waren ab 1940 nicht mehr rot, sondern Tannengrün.

Eine Stadt, zwei Feuerwehren

Berliner Feuerwehr um 1910.� Berlin im Jahr 1850: Enge Straßen, Gestank und noch viele Gebäude aus Holz, geheizt wurde mit Feuer im Kamin. Wenn es brannte – was oft vorkam – halfen Feuerwachen aus den Spritzenhäusern mit Handdruckspritzen sowie Freiwillige mit Feuerhaken und Eimerketten. Am 1. Februar 1851 änderte sich das Vorgehen. König Friedrich Wilhelm IV. hatte genug von unzureichender Brandbekämpfung und gründete die Berliner Feuerwehr als älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands.

Aufbau der ersten Berufsfeuerwehr Der erste Chef war Ludwig Scabell (1811 – 1885). Ihn beauftragte der König mit dem Aufbau der Berufsfeuerwehr. Er sorgte nicht nur dafür, dass es innerhalb kurzer Zeit 18 rund um die Uhr besetzte Feuerwachen in der Stadt gab, sondern ließ auch ein flächendeckendes Telegrafennetz für die Feuerwehr schaffen. Er kümmerte sich darum, dass gusseiserne Feuermelder gebaut wurden,

Archiv Berliner Feuerwehr die anschließend auf öffentlichen Plätzen in Berlin standen. Ab 1856 gab es in der Stadt ein Wasserleitungsnetz mit 1520 Hydranten. An ihn erinnert die Scabellstraße in Wannsee.

Von der Feuerspritze zum Löschzug Die Feuerspritzen wurden damals von Pferden gezogen. Sie hatten auch Auswirkungen auf den boomenden Wohnungsbau in der Stadt und dem Umfeld. Die damaligen Hinterhöfe mussten mindestens 5,34 x 5,34 Meter messen, damit die Feuerspritze wenden konnte. Dieses Mindestmaß wurde von den Bauherren der Gebäude nur selten überschritten, was zu den berühmt-berüchtigten dunklen Berliner Hinterhöfen führte. Ab 1906 gab es einen Probebetrieb mit elektrisch betriebenen Löschfahrzeugen, nach zweijähriger Probezeit wurde ein elektrisch betriebener Feuerlöschzug in den Dienst gestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte man die Fertigung der elektrischen Radnabenmotoren ein,

Im 19. Jahrhundert rückte die Feuerwehr noch mit der Pferdekutschen aus.�

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin geteilt, was auch zu zwei unterschiedlichen Feuerwehren führte. Im Westteil waren die Fahrzeuge Rot und die Feuerwehrleute waren Beamte. Im Ostteil fuhr die Feuerwehr rot-weiße Autos und war in die Volkspolizei eingegliedert. Während des Mauerbaus sprangen viele verzweifelte Berlinerinnen und Berliner aus höher gelegenen Wohnungen entlang der Demarkationslinie in die rettenden Sprungtücher der Feuerwehr aus dem Westen der Stadt.

Rettungsdienst an erster Stelle Heute, 175 Jahre nach der Gründung, ist die Berliner Feuerwehr eine der größten und modernsten der Welt. Aber der Job hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Schon 1969 wurde das Rettungsamt bei der Feuerwehr im Westen Berlins eingegliedert. Im Osten der Stadt blieb bis 1990 das Rettungsamt verantwortlich, das änderte sich erst mit der Wiedervereinigung. Seitdem gibt es mehr Einsätze im Rettungsdienst als im Brandfall. 2024 waren es 454.765 Rettungseinsätze, 25.385 Einsätze vom Rettungsdienst mit technischer Hilfeleistung und dagegen 20.545 Einsätze bei Bränden. Die Berliner Feuerwehr feiert ihr Jubiläum mit einem bunten Jubiläumsprogramm, so werden unter anderem vom 9. bis 10.  Mai die historischen Fahrzeuge im Rahmen der Classic Days auf dem Kurfürstendamm präsentiert und ein Bildband zum 175. Bestehen veröffentlicht.

Archiv Foto Marburg / CC BY-SA 4.0

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Februar 2026  |  11

200 Jahre Briefkasten in Preußen Die „herrliche Einrichtung“ der Franzosen wurde übernommen Die dauerhafte Einführung des Briefkastens verdankten die Preußen den Franzosen. Es hatte zwar schon im 17. Jahrhundert vereinzelt Briefkästen in Deutschland gegeben – in Hamburg und Berlin – doch sie verschwanden nach einiger Zeit wieder. In Frankreich hingegen wurden sie mit der Französischen Revolution zu einer festen Einrichtung, damit die Bürger korrespondieren – und denunzieren – konnten. Mit den napoleonischen Kriegen hielten die Briefkästen im Rheinland Einzug. Nach dem Abzug der französischen Truppen blieben sie dort und die Bevölkerung gewöhnte sich an diesen Komfort. Die Abschaffung der Briefkästen war ausgeschlossen, denn beim Abschaffen der „herrlichen Einrichtung“ würden „die lebhaftesten Reklamationen unausbleiblich sein“, wie die Verwaltung im preußischen Rheinland dem Berliner Generalpostamt mitteilte. Anzeige

Historischer Briefkasten am Bahnhof Mexikoplatz. Diese Briefkästen gab es nach 1890. Offensichtlich gefiel dem preußischen Generalpostmeister die Idee und so wurden die Postämter in Preußen im Herbst 1823

angewiesen, in ihren jeweiligen Gebieten Briefkästen aufzustellen. Doch das galt nur für Orte, in denen auch viel Korrespondenz

anfiel. Am 1.  Januar 1824 hingen die Briefkästen. Besonders schreibfreudig müssen die Magdeburger gewesen sein, die Stadt bekam ganze sechs Briefkästen. In Königsberg, Berlin und Düsseldorf wurde hingegen nur einer aufgestellt. Auf den Briefkästen stand eine Anleitung, welche Briefe eingeworfen werden durften. So mussten Briefe an das Königshaus direkt im „Post-Bureau“ abgegeben werden. Auch Briefe in fremde Länder und Briefe mit Geld, Staatspapieren und Pretiosen, für die ein Einlieferungsschein – heute Wertsendung oder Einschreiben – benötigt wurden, durften nicht in den Briefkasten. In Bayern wurde 1846 verboten, Briefe an den König in den Briefkasten zu werfen – nach seiner Affäre mit der Tänzerin Lola Montez wurden Schmähschreiben an König Ludwig I. verfasst und eingeworfen.

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Vorne Musikschule, hinten Fahrzeuge. Erbauer Carl Kurz war Fuhrunternehmer, heute befindet sich auf dem Hof die Autowerkstatt Stolarsky.

Wilmersdorfs letztes Landhaus Die Prinzregentenstraße 72 im Wandel der Zeit Zwischen den hohen Nebenge- das Haus einen Teil der größten Synagoge, die 1930 geweiht und bäuden wird sie fast übersehen Musikschule Berlins mit zahlrei- in der Pogromnacht 1938 von und doch ist sie ein Juwel ver- chen Unterrichtsräumen und ei- den Nationalsozialisten zerstört gangener Zeiten: In der Prinzre- nem kleinen Konzertsaal. wurde. gentenstraße  72, inmitten des Dunkle Zeiten Musische Nutzung städtischen Trubels, steht eine charmante Stadtvilla, die heute Die Straße selbst erhielt ihren Während über die frühen Bewohals Zweigstelle der Musikschule heutigen Namen am 16.  März ner und die Nutzungsgeschichte City West junge Talente fördert. 1888. Sie wurde nach dem preu- der Villa in der PrinzregentenstraDoch das Gebäude ist mehr als ßischen Prinzregenten und spä- ße 72 bis zur Nutzung durch die nur ein Ort der musikalischen Bil- teren Kaiser Wilhelm I. benannt. Musikschule wenig dokumentiert dung; es ist ein seltenes Zeugnis In der Geschichte der Prinzregen- ist, hat sich das Haus heute fest als der frühen Entwicklung Wilmers- tenstraße, die bereits die Namen kultureller Ankerpunkt im Bezirk Elberfelder Straße, Oberfeldstra- etabliert. Die Verwandlung von dorfs. ße und Promenade  I trug, sind einem der letzten Überbleibsel Die Ära Carstenn auch die dunklen Kapitel der der Carstenn’schen Ära zu einer Erbaut wurde sie um das Jahr Berliner Vergangenheit vorhan- lebendigen Bildungsstätte zeigt, 1895: Die Villa ist das letzte er- den. Nur wenige Meter weiter, in wie alte Gebäude erhalten und haltene Gebäude aus der Zeit der Nummer 69/70, befand sich sinnvoll genutzt werden können. der ursprünglichen Landhausbe- einst die prächtige Wilmersdorfer Auch auf dem Grundstück neben bauung des berühmten Stadtentwicklers Johann Anton Wilhelm von Carstenn, der um 1870 die Vision einer vornehmen Villenkolonie für Wilmersdorf hatte. Der Bauherr war Fuhrunternehmer Carl Kurz. Auf dem Hof der Villa entstanden Ställe für die Pferde, vorne das Wohnhaus für den Unternehmer. In den 1930er-Jahren befand sich eine Autopension auf dem Gelände. Kurz selbst hatte festgelegt, dass sein Haus für soziale Zwecke genutzt werden sollte. So waren zeitweilig obdachlose Menschen in den Räumen untergebracht. Seit September 1996 beherbergt Seit 1966 ist die Musikschule in der Prinzregentenstraße zu Hause.

und hinter dem Gebäude ist Beständigkeit Trumpf – hier ist seit über 60 Jahren die Autowerkstatt Stolarsky zu Hause.

Die Welt schöner Klänge Die Musikschule City-West bietet ein breites Spektrum an musikalischen Ausbildungsmöglichkeiten, das von frühkindlicher Förderung bis hin zur studienvorbereitenden Ausbildung reicht. Bei den Baby-Eltern-Kursen werden die Allerjüngsten an die Musik herangeführt. Es geht mit der musikalischen Früherziehung weiter. Kindertanz, Musiktheater und Kurse für Schülerinnen und Schüler stehen ebenfalls auf dem Programm. Zahlreiche Orchester – darunter das Jugendorchester Charlottenburg – erfreuen die Musikfans im Bezirk mit ihren Konzerten. Natürlich gibt es auch ein vielseitiges Angebot für Erwachsene. Weitere Standorte der Musikschule sind das Rathaus Schmargendorf: Berkaer Platz 1, 14199 Berlin; das Hauptgebäude im ehemaligen Bezirk Charlottenburg an der Platanenallee 16, 14050 Berlin sowie zahlreiche allgemeinbildende Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. Weitere Informationen und das gesamte Programm unter www.berlin.de/ musikschule-charlottenburgwilmersdorf

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  FEBRUAR 2026  |  13

Als aus 23 Bezirken 12 wurden Vor 25 Jahren trat die Berliner Bezirksgebietsreform in Kraft Am 1. Januar 2001 änderte sich die Bezirkspolitik Berlins grundlegend. Mit dem Inkrafttreten des Gebietsreformgesetzes wurde die Zahl der Berliner Bezirke von bis dahin 23 auf heute 12 reduziert. Es war die weitreichendste administrative Neuordnung der Stadt seit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920.

Stadt in Geldnot

Bilanz der Reform

Jahre nach der Reform fiel die Bilanz gemischt aus. Zwar konnten Stellen in der Verwaltung abgebaut werden, doch die erhofften fi nanziellen Einsparungen wurden Pankow nach Ansicht des LandesrechWeißensee Reinickendorf nungshofs in den ersten Jahren verfehlt. Kritiker bemängelten Hohenschönzudem, dass die Wege für die hausen Bürger weiter geworden seien und die IdentifikaSpandau Wedding tion mit den neuen Prenzlauer Berg Kunstnamen wie Marzahn Tier„Tempelhof-SchöHellersdorf garten Mitte neberg“ oder FriedrichsCharlottenburg hain „Marzahn-Hellersdorf“ Lichtenberg Kreuzberg nur langsam wachse. Heute, ein Viertel Hintergrund der Reform war die angespannte Haushaltslage der Hauptstadt. Der Senat und das Wilmersdorf AbgeordnetenSchöneberg haus verfolgten das Ziel, Tempelhof Treptow die Verwaltung Neukölln Steglitz Zehlendorf effizienter zu gestalten und Personalkosten einzusparen. Die alten 23 Bezirke vor dem 1. Januar 2001. Durch die Zusammenlegung von Behörden und die Schaffung Bürger fürchteten den Verlust die das Zusammenwachgrößerer Verwaltungseinheiten ihrer lokalen Identität und eine sen der Stadt symbolisieren sollte die Bürokratie verschlankt geringere Bürgernähe. In den sollten. So wurden das westliwerden. Die durchschnittliche Medien war oft von „Zwangsehen“ che Kreuzberg und das östliche Einwohnerzahl pro Bezirk stieg die Rede. Während einige Bezirke Friedrichshain zu einem Bezirk durch die Fusionen auf rund wie Spandau, Reinickendorf und vereint. Auch Mitte (Ost) wurde 300.000 an – eine Größe, die jener Neukölln ihre Eigenständigkeit mit Tiergarten und Wedding von deutschen Großstädten wie behielten, mussten andere fusi- (beide West) zusammengeonieren. Bonn oder Münster entspricht. legt. Im Westen der Stadt verschmolzen Charlottenburg und Ungeliebte „Zwangsehen“ Symbolisches Zusammenwachsen Wilmersdorf, Tempelhof und Die Neuordnung sorgte im Vor- Besondere Aufmerksamkeit er- Schöneberg sowie Steglitz und feld für hitzige Debatten. Viele hielten die Ost-West-Fusionen, Zehlendorf.

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jahrhundert später, sind die 12  Großbezirke zwar etabliert, das Thema Reformen bleibt in Berlin jedoch aktuell. Die genaue Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der Landesebene (Senat) und den Bezirken im Rahmen einer neuen Verwaltungsreform trat erst am 1. Januar dieses Jahres in Kraft.

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Kooperation am Südkreuz Bilanz 2025: Neuer Vorplatz fertig, Pläne für Hildegard-Knef-Platz Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und die DB InfraGO AG haben im Rahmen ihrer Kooperation eine Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. Bei einer Lenkungsrunde im November verständigten sich Vertreter von Bezirk, Bahn und Senat auf weitere Schritte zur Entwicklung des Bahnhofs Südkreuz und seines Umfeldes. Ein sichtbares Ergebnis des vergangenen Jahres ist die Fertigstellung des Vorplatzes Nord. Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet und bietet nun barrierefreie Wege, Sitzgelegenheiten sowie zusätzliche Angebote für Bike+Ride. Im Zuge von Klimaanpassungsmaßnahmen wurden Flächen entsiegelt, unterirdische Wasserspeicher angelegt und neue Bepflanzungen vorgenommen. Für den stark frequentierten Hildegard-Knef-Platz gibt es jetzt ein Gestaltungskonzept. In einem Beteiligungsprozess kris Dank der Kooperation zwischen Bezirksamt und DB gibt es Verbesserungen am Bahnhof Südkreuz. tallisierten sich zwei Varianten heraus: eine ebenerdige Lösung mit neu strukturierten Wegen und Aufenthaltsbereichen sowie eine Variante, die eine Tiefebene einbezieht. Letztere sieht unter anderem ein mögliches Fahrradparkhaus und eine unterirdische

Verbindung für Radfahrer zur Nordseite des Bahnhofs vor. Zusätzlich prüfen die Verantwortlichen derzeit die Errichtung weiterer Fahrradstellplätze am Hildegard-Knef-Platz sowie einer temporären Sammelschließanlage am nördlichen Vorplatz. Auch

im Bereich Sicherheit sind Maßnahmen geplant: Für das Jahr 2026 soll gemeinsam mit einer Schöneberger Schule und der DB Sicherheit ein Präventionsprojekt zur Stärkung der Nutzungskompetenz im Schienenverkehr in 2026 durchgeführt werden.

Sterne und Klischees Sabrina Labis hinterfragt im Tempelhof Museum Frauenbilder in Wissenschaft und Medien Die Kommunale Galerie im Tempelhof Museum zeigt ab Ende die Ausstellung „Miss Universe“. Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin und Filmemacherin Sabrina Labis in Berlin. In ihren Arbeiten untersucht sie, wie sich geschlechtsspezifische Vorurteile in der Sprache, in medialen Bildern und in gesellschaftlichen Strukturen festsetzen. Die Präsentation umfasst zwei Videoarbeiten, Fotografien sowie textile Elemente. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Analyse sexistischer Muster, die sowohl in der Popkultur als auch im Wissenschaftsbetrieb vorkommen. So greift die Videoarbeit „OBAFGKM“ einen bekannten Merksatz aus der Astronomie zur Klassifizierung von Sternen auf: „Oh Be A Fine Girl! Kiss Me!“ (deutsch: „Ach, sei ein liebes

� Mädchen! Küss mich!“). Labis beleuchtet diesen Satz, der Frauen in eine passive Rolle drängt, und

Fotos: Sabrina Labis entwickelt in der Tonspur alternative sprachliche Modelle. Die zweite Videoarbeit, die der

Ausstellung ihren Titel „Miss Universe“ gibt, befasst sich mit einem historischen Schönheitswettbewerb von 1964. Hier thematisiert die Künstlerin die Reduzierung von Frauen auf Körpermaße und Äußerlichkeiten. Ergänzend dazu verbinden im Raum installierte Schärpen mit aufgestickten Sätzen die Inszenierung von Frauen mit der Thematik der Sternenkunde. Sabrina Labis, 1990 in Zürich geboren, war Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin. Ihre Werke wurden bereits international, unter anderem im Centre Pompidou in Paris, gezeigt. Die Ausstellung läuft vom 30. Januar bis zum 19.  April 2026 in der Galerie in Alt-Mariendorf 43. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  FEBRUAR 2026  |  15

Treppenlift für die Kapelle Eythstraße Barrierefreier Zugang zur denkmalgeschützten Feierhalle Die Kapelle auf dem landeseigenen Friedhof Eythstraße verfügt ab sofort über einen Treppenlift. Damit wird gehbehinderten Besucherinnen und Besuchern der Zugang zum Säulengang und der dortigen Feierhalle erleichtert, die Platz für bis zu 70 Personen bietet. Die neue Anlage befindet sich an der Westseite des Gebäudes und überwindet die neun Stufen hinauf zum Säulengang. Um einen reibungslosen Betrieb vor und nach Beisetzungen zu gewährleisten, wurden die Mitarbeitenden des Friedhofs in die Bedienung des Lifts eingewiesen. Sie stehen den Besuchern bei Bedarf unterstützend zur Seite. Die Finanzierung erfolgte über Senatsmittel aus dem Programm „Berlin inklusiv“. Die Installation an dem historischen Gebäude wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und dem Straßen- und Grünflächenamt realisiert. Bezirksstadträtin

Der neue Treppenlift an der Friedhofskapelle. Dr. Saskia Ellenbeck bezeichnete den Umbau als wichtigen Schritt, um insbesondere älteren Bürgern den Friedhofsbesuch zu erleichtern.

Foto: BA TS

Der Friedhof Eythstraße, gelegen stammt aus den Jahren 1910 bis an der Grenze zwischen Schöne- 1912. Der von Stadtbaurat Paul berg und Tempelhof, wurde be- Egeling entworfene Bau mit seireits 1908 als Landschaftsfried- ner markanten Kuppel steht unhof angelegt. Die Kapelle selbst ter Denkmalschutz.

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Gazette Schöneberg & Friedenau Februar Nr. 2/2026 ·  31. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

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