Gazette Schöneberg & Friedenau - September 2025

Gazette für Schöneberg und Friedenau

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

September 2025

Schöneberg & Friedenau

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Disruptive Realities Ausstellung im Haus am Kleistpark über Bedingungen der künstlerischen Arbeit Die neue Ausstellung im Projektraum des Hauses am Kleistpark untersucht die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Künstlerinnen angesichts aktueller Krisen. Unter dem Titel „DISRUPTIVE REALITIES“ zeigen die Künstlerinnen Friederike von Rauch und Stefanie Schweiger Werke, die sich mit den Herausforderungen für Kulturschaffende auseinandersetzen.

Die Ausstellung verbindet künstlerische und dokumentarische Perspektiven. Grundlage des Projekts sind Gespräche, die von Rauch und Schweiger mit zwanzig Künstlerinnen verschiedener Generationen und Fachrichtungen geführt haben. In diesen Interviews ging es um Themen wie Arbeit, finanzielle Unsicherheit, Erschöpfung, aber auch Hoffnung. Aus den Gesprächen ist ein Archiv entstanden, das persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen verknüpft. Die Ausstellung möchte beleuchten, wie sich globale Krisen, politische Instabilität und wirtschaftlicher Druck auf die Kunst und insbesondere auf die Arbeit von Frauen im Kulturbetrieb auswirken. Sie wirft einen Blick auf strukturelle Ungleichheiten und die Bedingungen, unter denen Kunst heute entsteht. Am Donnerstag, den 18. September, um 19 Uhr, findet eine Podiumsdiskussion mit dem ehemaligen Kultursenator Klaus Lederer, der Künstlerin Heidi Sill und dem Soziologen Hergen Wöbken statt. Die Ausstellung „DISRUPTIVE REALITIES“ läuft bis zum 28.  September 2025 im Projektraum des Haus am Kleistpark in der Grunewaldstraße 6–7. Sie ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Ein barrierefreier Zugang ist nicht vorhanden. Weitere Informationen unter www.hausamkleistpark. de

Filmstill aus „Disruptive Realities“, 2025 © Stefanie Schweiger & Friederike von Rauch

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

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Liebe Leser_innen, Anlässlich des 650. Jubiläums von Lichtenrade Hause nehmen kann. findet das Event in und um die Alte Mälzerei Infos: www.rec-filmfestival.de statt, die sich als Kultur- und BegegnungsCleanup Days ort etabliert hat. Gleichzeitig feiert die UTB 32. Tag des offenen Denkmals Projektmanagement GmbH die Eröffnung Am 20.  September 2025 finden die World Bereits seit 1993 findet in Berlin der Tag des des Landhauses Lichtenrade mit eigener Cleanup Days statt. Bei dieser weltweit größoffenen Denkmals statt und ist fest im Kul- Bio-Brauerei. Das abwechslungsreiche Kul- ten Abfallsammelaktion sind alle eingeladen, turkalender unseres Bezirkes turprogramm auf dem Markt- ihre Nachbarschaften von Müll zu befreien. verankert. platz, in der Stadtteilbibliothek, Da sind wir natürlich mit einer eigenen Aktion im Kindermuseum und in den mit dabei. Die Stabsstelle Klimaschutz TemAm 13. und 14. September 2025 öffnen wieder eine Vielzahl Räumen der Musik- und Volks- pelhof-Schöneberg ruft gemeinsam mit der hochschule bietet Live-Musik, NABU-Bezirksgruppe zum Reinemachen am von Bau-, Boden- und GartenStraßentheater sowie Mitmach- 20.09.2025 von 11 bis 13 Uhr im Rudolph-Wildenkmalen für Sie ihre Pforten und Bewegungsangebote. Von de-Park auf. Für Materialien wie Zangen und – auch solche, die sonst nicht allgemein zugänglich sind. TemJazz, Salsa bis Gesellschaftstanz Handschuhe ist gesorgt – wer über eigene pelhof-Schöneberg ist unter ist alles dabei. Das Kabarett Kor- Utensilien verfügt, kann diese natürlich mitsett wird Sie begeistern. Zudem bringen. Alle sind eingeladen, an der Aktion anderem mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Nordgeht es sportlich zu und Sie kön- für müllfreies Grün aktiv mitzuwirken! Eine sternhaus, dem Gedenkort für nen im kreativen Makerspace Anmeldung ist nicht nötig. mitwirken. Für die Kinder gibt Treffpunkt: Carl-Zuckmayer-Brücke am EinAnnedore und Julius Leber, der Jörn Oltmann es ein Mitmachprogramm mit gang der U-Bahn in 10825 Berlin. Gartenhaussiedlung Lindenhof und dem Roxy-Palast in Friedenau mit dabei. Geschichten, Zauberei und Jonglage. Vieles Infos: Telefon (030) 90277-6390 oder E-Mail: Am Winterfeldtplatz können Sie am 13. Sep- läuft parallel und Sie werden sich entscheiden klimaschutz@ba-ts.berlin.de tember 2025 die katholische Kirche St. Mat- müssen. Der Eintritt ist frei. Nachwuchsmanagement thias besichtigen und ein Orgelkonzert mit- Infos: www.berlin.de/ba-tempelhoferleben. Am 14. September um 11 Uhr findet schoeneberg/ Mit großer Freude teile ich Ihnen mit, dass mit Frau Dr.  Fritsche ein Rundgang durch wir Anfang des Monats 42 Nachwuchskräfte REC for Kids Friedenau statt, bei dem an die berühmten im Rathaus Schöneberg begrüßt haben. Sie Bewohner_innen des Ortsteils wie die Wi- Bereits zum 34. Mal findet das internationa- starten als Auszubildende in den Bereichen derstandskämpfenden der Roten Kapelle, le REC-Filmfestival Berlin statt. Vom 17. bis Gärtner_innen, Angestellte der Verwaltung Schriftsteller_innen und Kunstschaffenden 20. September 2025 heißt es in der UfaFabrik oder Medien- und Informationsdienste sowie erinnert wird. Der Spaziergang führt durch wieder „Film ab“. Das Festival für und von in den dualen Studiengängen Öffentliche Verdie Stierstraße, in der 58 Stolpersteine und Kindern und Jugendlichen bietet tolle Filme, waltung, Landschaftsbau und Grünflächeneine Stolperschwelle liegen. Erzählt werden Workshops und wird pädagogisch betreut. management, Wirtschaftsinformatik, Soziale die Lebensgeschichten von Menschen, denen Neben den Sektionen REC for Kids und REC for Arbeit und Bauingenieurwesen. Infos über es in der NS-Zeit gelang unterzutauchen oder Youth gibt es erstmals einen Wettbewerb für Ausbildungs- oder duale Studienmöglichkeizu fliehen, aber auch von jenen, die deportiert die Teilnehmenden unserer Partnerstädte. An- ten, Quereinstieg sowie freie Stellen finden und ermordet wurden. reisen werden Jugendliche aus unseren Part- Sie regelmäßig auf unserer Karriereseite: Für viele Veranstaltungen ist eine vorherige nerstädten Amstelveen, Charenton-le-Pont, www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ Anmeldung erforderlich. Das Programm er- Koszalin, Mezitli/Mersin, Nahariya, Paderborn, karriere/ halten Sie in der Pressestelle im Rathaus Schö- Penzberg und Wuppertal. Erstmalig werden Ich wünsche Ihnen allen einen schönen neberg, John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin auch Jugendliche aus der Stadt Mykolajiw aus Herbstanfang! oder online: https://denkmaltag.berlin.de der Ukraine teilnehmen, mit der wir in diesem Ihr Jahr eine Solidaritätspartnerschaft geschlos-   6. Kultursommerfest sen haben. Alle teilnehmenden Partnerstäd-   Am 20. September 2025 von 15 bis 20 Uhr lädt te haben einen Filmbeitrag eingereicht. Wir Jörn Oltmann das Amt für Weiterbildung und Kultur und sei- dürfen also gespannt sein, wer dieses Jahr die Bezirksbürgermeister ne Häuser zum sechsten Kultursommerfest. Preise dieses kreativen Filmfestes mit nach von Tempelhof-Schöneberg Foto: Laurence Chaperon

im September bietet Tempelhof-Schöneberg wieder spannende Veranstaltungen, zu denen ich Sie herzlich einlade.

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A

m Samstag, den 27. September 2025, findet auf dem Tempelhofer Feld wieder das Festival der Riesendrachen statt. Von 11 Uhr bis 20 Uhr werden zahlreiche Großdrachen den Himmel über dem ehemaligen Flughafen schmücken. In diesem Jahr steht das Festival, das von der Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND veranstaltet wird, unter dem Motto „Bären“. Laut den Organisatoren haben sich viele der 75 professionellen Drachenpiloten darauf geeinigt und im Winter entsprechende Drachen genäht. Rund 800 qm Tuch verbraucht ein Riesendrachen in der Herstellung, er wiegt rund 60 Kilogramm. Einige dieser Drachen erreichen eine Länge von bis zu 50 Metern. Am Himmel schweben außerdem Comic-Helden, Fantasiegebilde und viele verschiedene Tiere in Drachenform. Hinzu kommen viele tausend kleine und große Drachen, die Kinder und Familien an diesem Tag steigen lassen. Am Boden wird ein Familienfest mit Live-Musik und Unterhaltungsprogramm geboten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Besucherinnen und Besucher müssen in diesem Jahr eine Besonderheit bei der Anreise beachten: Der U- und S-Bahnhof Tempelhof wird am Veranstaltungstag aufgrund von Baumaßnahmen nicht angefahren, da die Zuwege zu schmal für die vielen Menschen sind, die auf das Tempelhofer Feld zu den Riesendrachen wollen. Zwischen 10.30  Uhr und 21  Uhr fahren die Züge deshalb ohne Halt durch die Station. Alternative Anreisemöglichkeiten unter www. stadtundland.de/unternehmen/ veranstaltungen/stadt-und-landfestival-der-riesendrachen.

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Der Gasometer in Schöneberg vor dem Umbau als Veranstaltungszentrum.

Berlins leuchtende Revolution Erste Gasanstalt wurde vor 200 Jahren erbaut Es war eine Sensation, die das nächtliche Berlin für immer verändern sollte: Im September 1826 erstrahlten die ersten Gaslaternen auf dem Prachtboulevard Unter den Linden. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals eine technische Revolution, die den Grundstein für die moderne Metropole legte.

Rohrnetz verlegt, das zunächst die prominenteste Straße Berlins mit dem neuen, hellen Licht versorgte. Die Berliner waren begeistert von der Helligkeit, die die Nacht zum Tag machte und ein neues Gefühl von Sicherheit im öffentlichen Raum schuf.

Englisches Gas aus Kreuzberg

Der Siegeszug des Gases war nicht aufzuhalten. Bereits 1829 zählte man in Berlin 1.800 Gaslaternen. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Stadt rasant, und mit ihr die Nachfrage nach Energie. Zahlreiche weitere Gaswerke, z. B. in Schmargendorf und Charlottenburg entstanden, um

Die Initiative zur Einführung der Gasbeleuchtung kam von der britischen „Imperial Continental Gas Association“, die 1825/1826 in der Gitschiner Straße in Kreuzberg das erste Gaswerk der Stadt errichtete. Von dort aus wurde ein

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IM WINTER

den Bedarf von Industrie und wachsender Bevölkerung zu decken. Um 1914 standen in Berlin und Umgebung 33 Gasanstalten. Die städtischen Gaswerke, später in der GASAG aufgegangen, trieben den Ausbau voran. Ihren Höhepunkt erreichte die Gasbeleuchtung vor dem Zweiten Weltkrieg mit 88.000 Laternen. Gas diente jedoch bald nicht mehr nur der Beleuchtung. Es eroberte als „Stadtgas“ die Haushalte und wurde zum Kochen und Heizen genutzt, während Elektrizität lange ein Luxusgut für wenige blieb.

Eine neue Zeit Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine neue Ära. In West-Berlin wurden die Gaswerke in

Charlottenburg und Mariendorf schrittweise stillgelegt und die Versorgung in den 1990er-Jahren auf Erdgas umgestellt. In Ost-Berlin erfolgte die Umstellung auf Erdgas bis 1990. Auch wenn die elektrische Beleuchtung heute dominiert, ist das Gaslicht nicht komplett aus dem Stadtbild verschwunden. Berlin besitzt mit mehreren tausend Gaslaternen immer noch das größte zusammenhängende gasbeleuchtete Stadtgebiet der Welt, ein leuchtendes Denkmal einer fast 200-jährigen Technikgeschichte.

App zur Berliner Geschichte Umfassende Informationen zur Energieversorgung und ihrer Geschichte finden sich in der www. berlinhistory.app. Dort sind alle ehemaligen und heutigen Gasanstalten und Bauwerke der Gasgesellschaften (die zu den größten Grundbesitzern Berlins gehörten) aufgeführt. Der weitgehenden Auflassung dieser Flächen in der Innenstadt sowie in fast allen Bezirken sind Parkanlagen und Bäder (Lochowdamm, Prinzenbad etc.) zu verdanken. Ebenso den Ausbau der Berliner Wasserstraßen und Gleisanlagen, um die Gaswerke mit Kohle zu versorgen.

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Neue Einblicke in Schönebergs Geschichte Publikation zur „Maison de Santé“ erschienen Das Schöneberg Museum hat eine neue Publikation zur Geschichte der „Maison de Santé“ von Dr. Eduard Levinstein veröffentlicht. Der 236-seitige Katalog mit dem Titel „Zwischen Wellness und Wahnsinn. Dr.  Levinsteins Maison de Santé“ begleitet die gleichnamige Sonderausstellung und schließt eine Forschungslücke, da die letzte Veröffentlichung zu diesem Thema aus dem Jahr 1989 seit langem vergriffen ist. Die „Maison de Santé“ wurde 1861 von Dr. Eduard Levinstein in Neu-Schöneberg als Brunnenund Badeanstalt gegründet und entwickelte sich zu einer Privatklinik von internationalem Ruf. Die Klinik, die bis 1919 in Familienbesitz blieb, war eine Heil- und Pflegeanstalt für Nerven- und Gemütskranke. Levinstein galt

Der Katalog schließt eine Forschungslücke.

Bild: Museen TS

als fortschrittlich, da er bei der men verzichtete, was damals als Behandlung psychisch Kranker „Non-Restraint-System“ bekannt auf körperliche Zwangsmaßnah- war. Die erhaltenen Gebäude der

ehemaligen Anstalt in der Hauptstraße gehören zu den ältesten in Schöneberg und stehen heute unter Denkmalschutz. Die neue Publikation beleuchtet verschiedene Aspekte der Klinikgeschichte, von der Bau- und Medizingeschichte über die jüdische Familiengeschichte bis hin zur Nachnutzung des Gebäudekomplexes. Der Katalog enthält neue Forschungsergebnisse sowie bisher unbekannte Dokumente und ist reich bebildert. Die dazugehörige Ausstellung im Schöneberg Museum in der Hauptstraße  40/42 läuft noch bis zum 30.  November 2025. Das Buch ist dort für 20 Euro erhältlich. Das Museum hat montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr und am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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Tag des offenen Denkmals Verborgene Schätze in den Bezirken Am 13. und 14. September 2025 lockt der Tag des offenen Denkmals Geschichts- und Architekturbegeisterte in die reiche Denkmallandschaft von Berlin. Unter dem berlinweiten Motto „Denkmalpflege. MehrWert für Berlin“ öffnen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche historische Bauten ihre Türen, die der Öffentlichkeit sonst nur selten oder gar nicht zugänglich sind. Das Wochenende verspricht eine faszinierende Reise in die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt, die mit ihrer Vielfalt an Baustilen – von Schlössern und herrschaftlichen Villen über wegweisende Bauten der Moderne bis hin zu Monumentalbauten – beeindruckt. Ob Alteingesessen oder neugierige Besucher, das Programm bietet für jeden Geschmack etwas. In Tempelhof-Schöneberg kann der frühere Kornspeicher des Militärs, heute ist dort die postgeschichtliche Sammlung des Anzeige

Führungen durch das Nordsternhaus – siehe https:// denkmaltag.berlin.de/ denkmal/?id=6066

Führungen durch das Kammergericht – siehe https://denkmaltag. berlin.de/denkmal/?id=6410 Museums für Kommunikation, besichtigt werden. Außerdem der Flachbunker im Fliegerviertel und der Flughafen Tempelhof. Auch das Nordsternhaus, die Gartenstadtsiedlung Lindenhof und der

Die Apostel-Paulus-Kirche hat Sonntag den 14. September von 12-18 Uhr geöffnet. Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof können besichtigt werden. In Charlottenburg-Wilmersdorf lockt mit dem Teufelsberg ein Klassiker. Aber auch das Goethe-Gymnasium, eine Fahrradexkursion auf den Spuren der ersten freiberuflichen Architektin Emilie Win kelmann (1875 – 1951) sowie das erst kürzlich fertig sanierte Schoeler-Schlößchen stehen auf dem Programm. Außerdem haben das Corbusier-Haus, die frühere Strafanstalt Plötzensee und das Theater des Westens ihre Türen geöfflnet. Steglitz-Zehlendorf: Von der Rosenkranz Basilika nahe Schloßstraße über das beeindruckende Landhaus Mittelhof in Nikolassee bis hin zu Mies van der Rohe-Villen und deren Gärten und noch vieles darüber hinaus wurde ein abwechslungsreiches Angebot für Steglitz-Zehlendorf zusammengestellt. Das vollständige und laufend aktualisierte Programm mit allen teilnehmenden Denkmalen, detaillierten Informationen zu Führungen, Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen finden Interessierte auf der offiziellen Webseite des Landesdenkmalamtes Berlin (www.berlin. de/-ii623206). Hier lässt sich das umfangreiche Angebot bequem nach Bezirken filtern, um den persönlichen Entdeckungstag im Südwesten Berlins optimal zu planen, für einige Denkmale ist eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Der Tag des offenen Denkmals ist eine bundesweite Veranstaltung, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird und alljährlich am zweiten Septemberwochenende stattfindet. Er bietet die einmalige Gelegenheit, hinter sonst verschlossene Fassaden zu blicken und die Geschichten, die unsere gebaute Umwelt erzählt, aus erster Hand zu erfahren. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und Eigentümer, die ihre Denkmale an diesem Wochenende für Besucher öffnen, machen dieses besondere Kulturerlebnis erst möglich.

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135 Jahre Sicherheit für Berlin Rehbein Sicherheitstechnik: Eine Ära der Innovation und des Vertrauens

Feierlichkeiten zum Jubiläum Anlässlich des 135-jährigen Bestehens lädt Rehbein Sicherheitstechnik Kunden und Interessierte zu einer besonderen Jubiläumswoche ein. Vom 22. bis 26. September 2025 wird es in allen

Rehbein Sicherheitstechnik, eine Berliner Institution, feiert im September 2025 ihr 135-jähriges Bestehen. Seit der Gründung durch Schlossermeister Emil Rehbein im Jahr 1890 hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter für Sicherheitslösungen in der Hauptstadt entwickelt und verbindet erfolgreich langjährige Erfahrung mit modernster Technologie. Von der Schlosserei zum umfassenden Sicherheitsdienstleister Die Anfänge des Unternehmens lagen in der Fabrikation und Montage von Schlössern und Türschließern. Emil Rehbein bewies schon früh Innovationsgeist und erhielt 1899 den Gebrauchsmusterschutz für einen pneumatischen Türöffner und 1902 für eine elektrische Türsicherung. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und mehreren Umzügen etablierte sich das Geschäft unter der Leitung von Enkel Horst Rehbein in Friedenau. Urenkelin Sabrina Rehbein, die das Unternehmen nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium und einer Schlosserlehre 1981 übernahm, expandierte und eröffnete 1999 eine weitere Filiale

in Westend. Ein weiterer bedeutender Schritt war die Übernahme der 1896 gegründeten Firma Meyer & Roschkowski zum Jahreswechsel 2018/19, wodurch das Leistungsportfolio um spezialisierte Schlosserarbeiten und die Anfertigung von Autoschlüsseln erweitert wurde. Zukunftsorientierte Unternehmensführung Im Jahr 2023 wurde ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen: Mit Heiko Ludwig (kaufmännische Leitung) und Robert Ponzi (Leitung Außendienst) übernahmen zwei langjährige Mitarbeiter als geschäftsführende Kommanditisten wesentliche Anteile des Unternehmens. Damit ist die Zu Schmiljanstraße 16 in Friedenau Reichsstraße 21 in Westend Alt-Moabit 37 in Moabit 030 / 859 655 00 · www.rehbein.berlin

kunft von Rehbein Sicherheitstechnik gesichert, während die Familie Rehbein weiterhin beteiligt bleibt. Moderne Sicherheitstechnik für jedes Bedürfnis Heute bietet Rehbein Sicherheitstechnik ein umfassendes Spektrum an Sicherheitslösungen für Privatund Geschäftskunden. Dazu gehören neben klassischen Schlüsseln, Schlössern und Zylindern auch modernste Alarmanlagen, Videoüberwachung, Tresore, Zutrittskontrollsysteme und Rauchmelder. Das Unternehmen legt großen Wert auf eine individuelle Bedarfsanalyse und qualitativ hochwertige Produkte, um maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte zu erstellen.

drei Filialen – Friedenau (Schmiljanstraße 16), Westend (Reichsstraße 21) und Moabit (Alt-Moabit 37) – spezielle Angebote und Aktionen geben. In den Filialen in der Schmiljanstraße und der Reichsstraße finden Preisausschreiben im Schaufenster statt. Auch in der Filiale in Moabit, die derzeit hinter einem Gerüst nur schwer zu erkennen ist, erwarten die Besucher Überraschungen. Mehrfachgewinne sind möglich und attraktive Jubiläums-Angebote runden die Feierlichkeiten ab. Weitere Informationen unter www.rehbein.berlin

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Wie moderne Konzepte den Raum an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen Viele Bäder in Berliner Wohnungen sind 15 Jahre oder älter und damit oft nicht mehr zeitgemäß. Eine Sanierung ist dabei weit mehr als nur ein optisches Update; sie ist eine Investition in die tägliche Lebensqualität. Denn moderne Badkonzepte verwandeln funktionale Nasszellen in persönliche Rückzugsorte, die genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Eine gute Gelegenheit zur Information bietet der „Tag des Bades“, der am Samstag, den 20. September 2025, bundesweit stattfindet. Unter dem Motto „Mein gutes Bad“ laden Fach betriebe und Badausstellungen dazu ein, die bis zum komfortablen und barrierearmen Bad heutigen Möglichkeiten zu entdecken. Die von für jedes Alter. der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft Modern ausgestattet (VDS) initiierte Aktion will zeigen, wie individuelle Badträume Realität werden können. „Die Modernisierung ist gut investiertes Geld, Im Fokus steht die Abkehr von der Standardlö- wenn die Maßnahmen den Komfort und die sung hin zu einem maßgeschneiderten Raum. Barrierefreiheit erhöhen“, sagt Holm Breitkopf Moderne Sanitärprodukte bieten heute mehr von der BHW Bausparkasse. „Es lohnt sich für Komfort, sind deutlich hygienischer, leichter Eigentümer, auf moderne Ausstattungselezu reinigen und sparen Wasser sowie Ener- mente zu setzen. Denn die können auch den gie. Um Orientierung zu bieten, wurden vier Wert der Immobilie steigern“, so Breitkopf. Bad-Typen entwickelt – vom praktischen Fa- Dazu zählt zum Beispiel eine bodenebene milienbad über die wohnliche Wellness-Oase Dusche.

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Klein-Max mit seiner Betreuerin, Försterin Nathalie Rühl. � Foto: Berliner Forsten gen der Instagram-Community ausgewählt wurden. Bache Amy Schweinhouse und Keiler Minogue dankten es mit einer stürmischen Überraschung: Mitten im schweren Sturm vom 26. Juni brachte Bache Amy den kleinen Frischling Ziros – benannt nach dem stürmischen Wetterereignis an seinem Geburtstag – zur Welt. Gut versteckt von der Schweinemama, wurde der Winzling erst später entdeckt, und auch sein Geschlecht ist noch unbekannt. Geplant ist, weitere Tiere aus einem anderen Gehege der Berliner Forsten nach Tegelsee umzusetzen. Das Einfangen wildlebender Tiere ist aus Tierschutzgründen verboten.

Nachwuchs in Spandau vom Winde verweht Wehenfördernd wirkte sich das stürmische Wetter auch im Damwild-Gehege der Revierförsterei Spandau aus: Hier wurde im Sturm vom 23.  Juni ein kleiner Hirsch geboren, der allerdings im Sturm-Chaos seine Mama verlor und nun von Försterin Nathalie Rühl betreut wird. Der kleine Max soll, sobald er sicherer auf seinen kleinen Beinchen steht, zu seinen Artgenossen im Gehege eingegliedert werden.

Wildschaugehege der Berliner Forsten Berlins größtes Wildschaugehege, das von der Schönwalder Allee zu erreichen ist, liegt mit etwa 13 Hektar im Spandauer Forst mit Reh-, Dam- und Schwarzwild-Gehege. Ca. 30 Tiere leben hier im Wildgatter-Bereich. Mufflons sind

in weiteren Gehegen zu beobachten. Über den See Kuhlake, der mit Waldspielplatz zwischen zwei Gehegen liegt, gelangt man zum Aussichtsturm mit Ausblick über Gehege und NATURA 2000-Gebiet „Spandauer Forst und Spandauer Luchwald“. Zudem liegen im Spandauer Forst auch die Naturschutzgebiete Großer und Kleiner Rohrpfuhl und Teufelsbruch, die besondere Bedeutung als Vogelschutzgebiet haben. Das vom Ehrenpfortensteig erreichbare Wildgehege Hermsdorf in Frohnau zeigt ebenfalls heimische Wildtierarten und verfügt außerdem über eine Voliere für interessante Vogelarten. Ein ca. 2,5 Kilometer langer Rundweg mit Aussichtsplattform und Waldsofa führt durch den Wald zum Wildgehege. Zahlreiche Schautafeln liefern spannende Informationen

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Hunold & Co. Bestattungen GmbH Ziros und Max – auf dem Weg in ein behütetes Gehegeleben. � Fotos: Berliner Forsten zum Wald und seinen Bewohnern. Das Wildgehege Tegelsee am Schwarzen Weg bietet Rot-, Schwarz- und Muffelwild zum Beobachten. Außerdem lohnt es auch, den pflanzlichen Bewohnern Aufmerksamkeit zu gönnen: Der Tegeler Forst beherbergt nicht nur Berlins ältesten, 900 Jahre alten Baum, die „dicke Marie“, eine Eiche, sondern auch den mit 43  Metern höchsten Baum Berlins, eine Lärche. Rund um die Wildwiese klären Lehrtafeln über Bienen und Honig auf. Wichtig: Wildtiere dürfen nur mit Futter aus z.T. vorhandenen Futterautomaten gefüttert werden. Das Verfüttern von mitgebrachten Lebensmitteln ist nicht gestattet. � Jacqueline Lorenz

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Bibliothek auf zwei Rädern Lastenrad „FaBi“ unterwegs in Tempelhof-Schöneberg Die Stadtbibliothek des Bezirks erweitert ihr mobiles Angebot mit einem neuen Lastenfahrrad. Das „FaBi“ genannte Rad ist ab Ende Juli regelmäßig auf dem Tempelhofer Feld sowie an Schulen und öffentlichen Plätzen zu finden. Im Gepäck hat es Bücher und Spiele. Aber auch Workshops werden angeboten. Das Projekt startete offiziell am 26. Juli 2025 auf dem Tempelhofer Feld. Betreut wird das Lastenrad vom Medienpädagogen Andreas Hundacker. Neben einem kleinen Medienbestand hat er auch ausleihbare Gegenstände wie Slacklines und Wurfspiele dabei. Zudem

Medienpädagoge Andreas Hundacker ist mit „FaBi“ unterwegs. � Foto: Stadtbibliothek TS werden vor Ort offene Workshops und Mitmachaktionen angebo Musikalische Früherziehung

ten, die von Programmierkursen über digitales Zeichnen bis zu

Naturerkundungen reichen. Mit dem Lastenrad sollen die bestehenden Angebote der Fahrbibliothek ergänzt und Menschen erreicht werden, die klassische Bibliotheken bislang weniger nutzen. Die nächsten Termine für „FaBi“ auf dem Tempelhofer Feld sind: • Bis zum 17. September 2025 jeweils mittwochs von 10 bis 13 Uhr, im Bereich der beiden Ausläufer der Landebahnen am Tempelhofer Damm. • Jeden Freitag bis zum 19. September 2025, von 10 bis 13 Uhr, im Bereich des Dreiecks am Columbiadamm.

Herbstfest in Friedenau

Ab September neue Kurse für Kinder

Die Leo Kestenberg Musikschule startet im September mit neuen Musikkursen für Kinder. Es sind noch Plätze in verschiedenen Angeboten für Kinder bis sechs Jahre sowie für Schulkinder ab der ersten Klasse frei. Die Kurse finden wöchentlich statt und sind bis zum 31. Juli 2026 befristet. Für die jüngsten Kinder bis zu einem Jahr wird der Kurs „Kükenmusik“ angeboten. Dieser findet ab September immer mittwochs um 9.30 Uhr in der Alten Mälzerei

in Lichtenrade in der Steinstraße 41 statt. Ebenfalls mittwochs können ältere Kinder an zwei weiteren Kursen teilnehmen. Um 15.00 Uhr beginnt der „Kreative Kindertanz“ im Haus am Kleistpark in der Grunewaldstraße 6-7. Im Anschluss daran startet um 16.30  Uhr der Kurs „Musik und Bewegung/Rhythmik“ in der Havelland-Grundschule in der Kolonnenstraße 30-30a. Die Teilnahme an diesen Kursen für die jüngeren Kinder kostet monatlich 20,30 Euro. Für Schulkinder ab der ersten Klasse gibt es ebenfalls neue Kleingruppenkurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Hierzu zählen beispielsweise Perkussionskurse oder Angebote mit Fokus auf Stimme, Bewegung sowie Zupf- oder Blasinstrumente. Diese Jahreskurse beginnen ebenfalls im September und kosten 40 Euro im Monat. Anmeldungen für alle Kurse nimmt Anna Grimsehl per E-Mail unter anna.grimsehl@bats.berlin.de entgegen. Weitere Informationen auf www.lkms.de oder per E-Mail bei Frau Grimsehl.

Die Kirchengemeinde lädt herzlich zu ihrem Friedenauer Herbstfest ein. � Foto: Peter Martins Am Samstag, den 27. September, Taufe und Hochzeitssegen findet das 39. Friedenauer Herbstfest statt. Von 13 bis 18 Uhr wird Ein besonderes Angebot ist die rund um die Kirche Zum Guten Möglichkeit, sich in der offenen Hirten auf dem Friedrich-Wil- Kirche taufen zu lassen oder helm-Platz gefeiert. einen Hochzeitssegen zu erhalten. Interessierte können sich Gute Gespräche und für Details an Pfarrer Peter Marbuntes Programm tins wenden (E-Mail: martins@ Besucher erwartet ein Bühnenpro- zgh-friedenau.de, Telefon: 0172 gramm mit Musik und Gesprächs- – 314 90 82). runden. Darüber hinaus wird es eiErlös an drei Projekte nen Spieleparcours, einen großen Trödelbereich sowie einen Verkauf Die Erlöse des Festes kommen von antiquarischen Büchern ge- in diesem Jahr drei Projekten zuben. Verschiedene Einrichtungen gute: der lokalen Jugendarbeit, aus dem Kiez informieren über einem Schulprojekt in Tansania ihre Arbeit. Für das leibliche Wohl und der Anschaffung eines Deist mit einem breiten Angebot ge- fibrillators für Laienhelfer. Zur sorgt, das von Kuchen und Kaffee Unterstützung des Tansania-Proüber Würstchen und Kartoffelpuf- jekts werden kleine Kunstwerke fer bis hin zu koreanischem Feuer- und Handarbeiten verkauft. Auch fleisch und vegetarischen Speziali- selbstgemachte Taschen der Frietäten reicht. Auch eine Weinstube denauer Nähfrauen werden angeboten. wird wieder eingerichtet.

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Vorsicht: Der Karbol-Champignon(Agaricus xanthodermus) sieht dem essbaren Wiesen- und Anischampignon täuschend ähnlich, ist jedoch leicht giftig. � Foto: H. Beyer / Botanischer Garten Berlin

Pilzberatung im Botanischen Garten Vorsicht beim Sammeln von Wildpilzen Pilze sammeln – in den Wäldern von Berlin und Brandenburg sind im Spätsommer und Herbst viele Menschen mit Taschenmessern und Körben unterwegs. Aber Vorsicht: Neben leckeren Steinpilzen, genießbaren Filzröhrlingen und essbaren Täublingen wachsen allerdings auch giftige Arten – häufig in Gärten oder Parkanlagen! Manche von ihnen sehen Speisepilzen täuschend ähnlich. Daher empfiehlt der Botanische Garten Berlin, beim Sammeln besonders aufmerksam zu sein und sich fachkundig beraten zu lassen. „Der sehr giftige Pantherpilz fühlt sich beispielsweise in Parks besonders wohl und steht mitunter direkt neben den gebraten essbaren Perlpilzen. Die beiden können daher leicht verwechselt werden“, erklärt Hansjörg Beyer, Pilzberater im Botanischen Garten Berlin. „Auch der leicht giftige Karbol-Champignon kommt in großer Zahl in Gärten und auf GrünImpressum

flächen vor und sieht dem essbaren Wiesen- keine gute Idee. Hier schwitzen die Pilze und und Anischampignon täuschend ähnlich! verderben so leichter. Schimmelige ExemplaUnd der tödlich giftige Grüne Knollenblätter- re am besten gleich stehen lassen. pilz taucht gerade an manchen Stellen – vor Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte allem unter Eichen – in großen Gruppen auf.“ unbedingt der Giftnotruf (rund um die Uhr Zur Sicherheit rät Beyer vor allem weniger erreichbar unter der Telefonnummer 030 kundigen Pilzsammlern, mit ihrem Sammel- – 19240 für die Region Berlin-Brandenburg) gut bei der kostenlosen Pilzberatung des Bo- oder medizinische Hilfe in Anspruch genomtanischen Gartens Berlin vorbeizukommen. men werden. Auch erfahrene Pilzsammler sind hier immer Auch einen weiteren Aspekt betont Beyer: willkommen. Vor der Bestimmung allein oder Wildpilze dürfen in Berlin und Brandenburg mit Hilfe von Apps warnt der Experte ausdrü- nur in kleinen Mengen zum Eigenbedarf gecklich. „Die Ergebnisse sind oft nicht zuverläs- sammelt werden. Wer gegen die betreffensig und Fehler können schwere Folgen haben“, den Gesetze verstößt, muss mit Bußgeldern betont Beyer. Und selbst dann, wenn sich im rechnen. Korb nur essbare Exemplare befinden, gilt es, Kostenlose Pilzberatung im Botanischen einiges zu beachten: Pilze unbedingt frisch Garten: montags von 14 bis 16  Uhr, in der verarbeiten – verdorbene Speisepilze kön- Botanikschule, Raum E05, Unter den Eichen 5, nen ebenfalls Vergiftungen auslösen! Auch 12203 Berlin. Weitere Informationen zur Pilzdas Verstauen der Funde in Plastiktüten ist beratung unter www.bo.berlin/node/1144.

Gazette Schöneberg & Friedenau September Nr. 9/2025 ·  30. Jahrgang

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Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf. Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag

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Dr. Selva Can, MSc. Fachzahnärztin für Kieferopthopädie Master of Science, England Mo - Do: 9 - 18 Uhr Freitag nach Vereinbarung Saarstraße 1 12161 Berlin-Schöneberg Tel. 85 10 90 77 www.kfo-kaisereiche.de

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Das Hauptgebäude der Universität der Künste wurde 1902 an der Hardenbergstraße erbaut.

50 Jahre Universität der Künste Gründungsjubiläum mit vielen Veranstaltungen Das Jahr 2025 markiert ein besonderes Jubiläumsjahr für die Universität der Künste Berlin: Vor 50 Jahren wurden die Hochschule für Bildende Künste und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK) zusammengelegt. Am 30. September 1975 wurde die HdK als eine „künstlerische und wissenschaftliche Hochschule” errichtet. Nach einer umfänglichen Strukturreform trägt sie seit 2001 den Namen Universität der Künste Berlin. Mit mehr als 4000  Studierenden und über 70  Studiengängen ist sie die größte künstlerische Hochschule in Deutschland.

Hochschule mit vielen Vorläufern Doch eigentlich ist diese Institution, bei der

Bundesallee 1-12

die Kunst im Mittelpunkt steht, schon viel älter. Ihre Geschichte, die mit vielen Brüchen behaftet ist – begann bereits 1696. Damals gründete der brandenburgische Kurfürst und spätere König Friedrich I. in Preußen die „Mahl-, Bild- und Baukunst-Academie“. Weitere Vorgängerinstitutionen waren unter anderem die Königliche Kunstschule zu Berlin, die Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe und das Königliche Musik-Institut Berlin. Aus den zahlreichen Hochschulen und Instituten kristallisierten sich im Laufe der Jahre die „Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ sowie die „Hochschule für bildende Künste“ heraus. Sie verschmolzen am 30. September 1975 zur „Hochschule der Künste“. 2001 wurde sie zur Universität

Grunewaldstraße 2-5

der Künste ernannt. Das Hauptgebäude der Universität der Künste steht an der Hardenbergstraße 33, der Gebäudekomplex wurde im Jahr 1902 für die „Königliche akademische Hochschule für die bildenden Künste“ erbaut.

Weitere Standorte der UdK Charlottenburg: Einsteinufer 43, Fasanenstraße 1B, Fasanenstr. 88, Hardenbergstraße 41, Karlsruher Straße 7a, Mierendorffstraße 30, Straße des 17.  Juni 118; Schöneberg: Grunewaldstraße  2-5; Wilmersdorf: Bundesallee 1-12, Grainauer Straße 12, Lietzenburger Straße 45; Kreuzberg: Schlesische Straße 26; Mitte: HZT Berlin, Uferstraße 23; Gutshof Sauen südöstlich von Berlin.