GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN
September 2026
Charlottenburg Vom Sandweg zur Hauptverkehrsstraße
Foto mit KI bearbeitet
Kaiserdamm feiert 120-jähriges Bestehen
GRATIS ZUM MITNEHMEN
Rechtsanwäl�n & Notarin
Dr. Sabine Haselbauer Fachanwäl�n für Bank- und Kapitalmarktrecht MSc. Real Estate Management Wir sind umgezogen: Knesebeckstraße 30 („Zementhaus“) 10623 Berlin nahe Savignyplatz Tel.: 030 / 609 44 309 info@dr-haselbauer.de www.notarin-dr-haselbauer.de
2 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Ida Gerhardi im Käthe-Kollwitz-Museum Ausstellung zeigt das fast vergessene Werk der Malerin Das Käthe-Kollwitz-Museum im Theaterbau am Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10, widmet seine neue Sonderausstellung einer Künstlerin, deren Name heute kaum noch ein Begriff ist, obwohl sie zu Lebzeiten eine feste Größe in der europäischen Kunstszene war. Unter dem Titel „Ida Gerhardi – Und alles tanzte“ rückt das Museum das Schaffen der Malerin in den Fokus.
Langjähriges Vorhaben
Allein im Nachtleben Ida Gerhardi (1862–1927) zog im Ida Gerhardi, Tanzbild IV, um 1905, Privatsammlung. Jahr 1891 nach Paris, wo sie sich als Porträtistin und Netzwerkerin das vor ihr kaum eine Malerin dem Kunsthändler Wilhelm Uhde etablierte. Sie war Mitglied der aufgegriffen hatte. durch die Kneipen und Spelunken der Metropole. Aus diesen BeBerliner Secession und MitbeFreundschaft im Nachtleben gründerin des Deutschen Lycegegnungen entstand eine enge um-Clubs. Ungewöhnlich für eine Die Verbindung zum Ausstel- Freundschaft, die die beiden Frau der damaligen Zeit, bewegte lungsort in Charlottenburg liegt Frauen über die Distanz hinweg sich Gerhardi ab 1903 allein im in einer persönlichen Geschichte pflegten. Auch künstlerisch zeigPariser Nachtleben. Sie besuch- begründet: Während eines zwei- ten sich Parallelen, insbesondere te Tanzlokale und Cafés, um die monatigen Paris-Aufenthalts im in ihren Selbstbildnissen, die nun dortigen Szenen in expressiven Jahr 1904 begleitete Käthe Koll- in der Ausstellung gegenübergeBildern festzuhalten – ein Sujet, witz die Kollegin zusammen mit stellt werden.
Stell dir vor, deine App spart bei jedem Einkauf.
Jetzt Denns Bio App laden und lossparen!
Ab zu Denns BioMarkt – über 50 x in Berlin!
JETZT BEI
Für das Charlottenburger Museum geht mit der Schau ein langjähriges Vorhaben in Erfüllung. Zwei frühere Versuche, die Ausstellung noch am alten Standort des Museums zu zeigen, scheiterten an der Corona-Pandemie. Nach dem Umzug in den Theaterbau am Spandauer Damm und dem Abschluss der Bauarbeiten kann die Präsentation nun realisiert werden. Es ist die erste Berliner Einzelausstellung der Künstlerin seit 25 Jahren. Damals hatte sich das mittlerweile aufgelöste Verborgene Museum ihrem Werk gewidmet. Gezeigt werden rund 40 Gemälde und Zeichnungen, die schwerpunktmäßig aus Gerhardis Pariser Zeit um 1905 stammen. Besucherinnen und Besucher können die Werke bis zum 1. November 2026 besichtigen. Ein Begleitheft kann erworben werden.
WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN
Gazette Charlottenburg | September Gazette Wilmersdorf | September2026 | 3 2026 | 3
Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf! setzt: Jugendliche haben 16 rund 1,80 Meter hohe Holzfiguren von Basketballspielerinnen gestaltet, die auf dem Mittelstreifen des Ku’damms bis Mitte September zu sehen sind. Ergänzt wird die Installation durch 20 Buchsbäume in Basketball-Form. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Bummel über den Kurfürstendamm. Wer lieber selbst Basketball spielen möchte, kann sich an der Kantstraße am Breitscheidplatz austoben: Bis Ende September schafft die Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (SBNE) dort eine temporäre Basketball- und Begegnungsfläche. Workshops, Vereinstrainings, Turniere und andere Veranstaltungen laden zum Mitmachen ein. Vereine und Gruppen können kostenfrei Trainingszeiten per E-Mail an sbne@ charlottenburg-wilmersdorf.de anfragen.
Antikmeile, Kiezfest und „Westfälische Wiesn“
Kiezspaziergang durch Wilmersdorf
Foto: Anne Schulz
Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen finden am Sonntag, 20. September, statt. Ich beginne daher mit einer persönlichen Bitte: Gehen Sie wählen! Bereits jetzt können Sie per Briefwahl abstimmen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten Ihres Wahlkreises kennenzulernen und mit ihnen über ihre politischen Ziele und Ihre Anliegen zu sprechen. Mit Ihrer Stim- Kirstin Bauch me entscheiden Sie mit, in welche richtung sich Berlin und unser Bezirk in den nächsten Jahren entwickeln. Informieren Sie sich, treffen Sie eine Entscheidung und gehen Sie wählen. Jede Stimme zählt!
Wenn Sie Feste lieben, dann empfehle ich Ihnen für September drei besondere Veranstaltungen. Den Auftakt macht am 5. September die Antikmeile in der Suarezstraße. Ich freue mich jedes Jahr über die besondere Mischung aus Geschichte, schönen Dingen und dem lebendigen Treiben auf der Straße. Am 12. September lade ich Sie zum Kiezfest auf dem Leon-Jessel-Platz ein, das ich eröffnen werde. Neben Musik, Tanz und vielen Ständen gibt es auch Gelegenheit, mit Kandidatinnen und Kandidaten für das Abgeordnetenhaus ins Gespräch zu kommen. Den Abschluss bildet am 19. September die erste Westfälische Wiesn. Dann wird die Westfälische Straße zur Festmeile mit Mitmachaktionen, kulinarischen Angeboten und vielen Aktionen der ansässigen Geschäfte.
Damen-Basketball-Weltmeisterschaft 2026: Sport trifft City West Vom 4. bis 13. September richtet Berlin die FIBA Frauen Basketball-WM 2026 aus. Unsere Wirtschaftsförderung hat zu diesem Anlass ein besonderes Projekt gemeinsam mit der Jugendkunstschule Charlottenburg umge Der Kiezspaziergang führt uns am 12. September nach Wilmersdorf. Sie starten gemeinsam mit Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski um 14 Uhr an der Kommunalen Galerie Berlin (Hohenzollerndamm 176). Auf der route liegen unter anderem das Coupé-Theater, das ehemalige rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz, der BSr-recyclinghof und das Goethe-Gymnasium mit dem historischen Gebäude der früheren Viktoria-Luise-Schule. Zum Abschluss geht es zum Leon-Jessel-Platz, wo an diesem Tag auch das Kiezfest stattfindet. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge. de.
Per Speed-Dating zum Ehrenamt Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Ehrenamt? Dann habe ich einen Tipp für Sie: Am 16. September veranstaltet die Freiwilligenagentur des Bezirksamts von 15 bis 18 Uhr ein „Speed-Dating“ für das Ehrenamt im Einkaufszentrum „Wilma Shoppen“. Das Prinzip ist einfach: Menschen, die sich
engagieren möchten, treffen auf gemeinnützige Organisationen und haben jeweils einige Minuten Zeit, sich kennenzulernen. Danach geht es weiter zum nächsten Stand. So können Sie in kurzer Zeit unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennenlernen, Fragen stellen und herausfinden, was zu Ihren Interessen und Möglichkeiten passt. Zwei runden sind am Nachmittag geplant, anschließend können die Gespräche in ruhe fortgesetzt werden.
Informationsabend: Vormundschaft unbegleitete minderjährige Geflüchtete Um das wichtige Ehrenamt der Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete geht es bei einem Informationsabend am 21. September ab 18 Uhr im Bürgersaal des rathauses Charlottenburg (Otto-Suhr-Alle 100). In Berlin leben derzeit etwa 800 junge Menschen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Sie brauchen Unterstützung bei vielen Fragen des Ankommens – etwa bei der Schule, im Alltag oder im Kontakt mit Behörden. Diese Aufgabe übernehmen ehrenamtliche Vormünder. Beim Infoabend berichten eine ehemalige Vormundin, ein ehemaliges Mündel und Mitarbeitende des Netzwerks Vormundschaft von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen. Dabei geht es auch um das Vermittlungsverfahren und die fachliche Begleitung und Schulung, die ehrenamtliche Vormünder erhalten. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, kann an diesem Abend einen persönlichen Einblick gewinnen und herausfinden, ob dieses Ehrenamt zu ihm oder ihr passt. Ich wünsche Ihnen einen abwechslungsreichen September! Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre Kirstin Bauch
Jetzt Termin vereinbaren!
... weil Frauen anders besser hören!
g trainin Gehör enlos: kost hen 2 Woc In nur zu 40 % bis hen. verste besser
Medizinische Studien belegen die spezifischen Besonderheiten des weiblichen Gehörs. Mit mona&lisa gibt es deshalb die Hörgeräte-Akustik speziell für Frauen.
Erleben Sie den Unterschied!
Berlin Lichterfelde West Unter den Eichen 97 (Eing. Drakestraße) Telefon 841 862 22 Berlin Charlottenburg Kurfürstendamm 172 (Adenauerplatz) Telefon 832 091 11 berlin@monalisa-hoeren.de www.monalisa-hoeren.de www.gazette-berlin.de
4 | Gazette Charlottenburg | SEPTEMBEr 2026
Foto mit KI bearbeitet
Viel Verkehr schon vor über 100 Jahren.
Vom Sandweg zur Hauptverkehrsstraße Kaiserdamm feiert 120-jähriges Bestehen Eine vielbefahrene Verkehrsader im Westen Berlins: Der Kaiserdamm verbindet den Sophie-Charlotte-Platz mit dem Theodor-Heuss-Platz, tausende Fahrzeuge fahren täglich dort entlang. Doch hinter dem grauen Asphalt und den vielen Fassaden aus der Gründerzeit verbirgt sich eine lange Geschichte. 2026 blickt der Kaiserdamm auf sein 120-jähriges Bestehen zurück – ein Anlass, seine Entwicklung genauer zu betrachten.
Der Wille des Kaisers Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an dieser Stelle
U-Bahnhof Kaiserdamm mit „Speer-Leuchte“ im Hintergrund.
lediglich einen unbefestigten Sandweg, der am idyllischen Lietzensee vorbeiführte. Das änderte sich auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. Er wünschte sich eine repräsentative Verbindung vom historischen Zentrum der Stadt über den „Neuen Westen“ hin zu den westlichen Vororten. Nach mehrjährigen Bauarbeiten wurde die neue, stolze 50 Meter breite Prachtstraße am 1. November 1906 feierlich eröffnet. Sie bildete die direkte Verlängerung der Bismarckstraße und entwickelte sich rasch zu einer der nobelsten Adressen der damals noch eigenständigen Stadt Charlotten Tradition auf Schienen
Seit 1975 am Kaiserdamm
Anzeige
Breyer Modellbahnen GmbH seit 1975 am Kaiserdamm
Breyer Modellbahnen GmbH Kaiserdamm 99 · 14057 Berlin · Tel.: 301 67 84 www.breyermodellbahn.de
Die Breyer Modellbahnen GmbH ist seit 1975 eine feste Institution am Berliner Kaiserdamm. Was 1968 in der Bismarckstraße begann, fand am heutigen Standort seine langfristige Heimat und entwickelte sich zu einer der ersten Adressen für Eisenbahn-Enthusiasten, Sammler sowie Ein- und Wiedereinsteiger. Als familiengeführtes Fachgeschäft bietet Breyer ein umfassendes Sortiment rund um die Baugrößen H0, N und Z – von Lokomotiven und Waggons namhafter Hersteller über Zubehör zum Anlagenbau bis hin zu detailgetreuen
Modellautos. Neben der großen Auswahl schätzen Kunden vor allem die persönliche Beratung. Das Team rund um das Familienunternehmen unterstützt bei Fragen zur analogen und digitalen Steuerung, übernimmt Reparaturen und prüft Modelle direkt vor Ort. Das Berliner Fachgeschäft verbindet kundennahen Service mit modernem Handel: Über den eigenen Onlineshop auf breyermodellbahn.de lassen sich Artikel bequem nach Hause bestellen oder zur Abholung am Kaiserdamm reservieren.
Gazette Charlottenburg | September 2026 | 5
Gazette Charlottenburg | September 2026 Anzeige
120 Jahre Kaiserdamm & 120 Jahre Eisen-Döring Ein Doppel-Jubiläum feiert Charlottenburger Geschichte und lebendige Kiez-Tradition Von Kaiser Wilhelm II. bis heute: Ein Jahrhundert Boulevardgeschichte trifft auf eines der traditionsreichsten Familienunternehmen Berlins. Im Oktober und November 2026 feiern der Kaiserdamm und das Fachgeschäft Eisen-Döring gemeinsam 120 Jahre Kiez- und Stadtgeschichte mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Der Kaiserdamm zählt zu den bedeutendsten und historisch prägendsten Geschäftsstraßen Charlottenburgs. Doch was wäre eine Prachtstraße ohne die Fachgeschäfte und Menschen, die sie seit Generationen mit Leben, persönlicher Beratung und Nachbarschaftlichkeit füllen?
Zweimal 120 Jahre: Eine gemeinsame Erfolgsgeschichte Am 1. Oktober 1906 legte Otto Döring den Grundstein für das Familienunternehmen, das sein Sohn Bruno Döring pflichtbewusst durch die Wirren zweier Weltkriege steuerte. Am 1. April 1962 fand das Fachgeschäft mit der Übernahme des Haushaltswarengeschäftes von Julius Walter seinen heutigen, prägenden Standort am Kaiserdamm 17
Das Jubiläumsprogramm im Überblick Zur Feier des Doppel-Jubiläums erwartet Anwohner, Berliner und Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Tagen der offenen Tür, Stadtspaziergängen und Kiez-Lesungen: • Do., 01.10.2026 & Fr., 02.10.2026 (9 – 18 Uhr) Jubiläum 120 Jahre Eisen-Döring unter dem Motto „schauen und feiern“ direkt im Fachgeschäft (Kaiserdamm 17) • Fr., 16.10.2026 & Fr., 30.10.2026 • 11 – 14 Uhr: Stadtspaziergang „Menschen am Kaiserdamm“ mit Buchautor Oliver Ohmann (Treffpunkt: Kaiserdamm 15) • 16 – 18 Uhr: Lesung mit Oliver Ohmann bei Espressomania (Kaiserdamm 15) • Sa, 17.10.2026 (11 – 14 Uhr) Stadtspaziergang „Im Gehen Geschichte verstehen“ mit Dipl.-Ing. Wolfgang Jarnot (Treffpunkt: Theodor-Heuss-Platz) • Sa., 24.10.2026 (11 – 14 Uhr) Stadtspaziergang „Im Gehen Geschichte verstehen“ mit Dipl.-Ing. Wolfgang Jarnot (Treffpunkt: Sophie-CharlottePlatz) • So., 25.10.2026 (14 – 16.30 Uhr) Stadtspaziergang „Frauen am Kaiserdamm“ mit Claudia Gèlieu / Frauentouren (Treffpunkt: Sophie-Charlotte-Platz) • So., 01.11.2026 (14 – 16.30 Uhr) Stadtspaziergang „Frauen am Kaiserdamm“ mit Claudia Gèlieu inkl. Besuch im Hotel Brandis (Treffpunkt: SophieCharlotte-Platz) • So., 01.11.2026 (16.30 – 18.30 Uhr) – Großer Abschluss: Feierlicher Abschluss des Jubiläums im Hotel Brandis (Kaiserdamm 27) – genau am Tag der historischen Einweihung des Kaiserdamms vor 120 Jahren
120 Jahre
Einladung zu unserer Jubiläumsfeier Am Donnerstag, 1. Oktober 2026 von 9 – 18 Uhr und am Freitag, 2. Oktober 2026 von 9 – 18 Uhr Zum Schauen und Feiern laden wir Sie recht herzlich ein. Genießen Sie bei Freibier oder Sekt eine Zeitreise entlang unserer historischen Bildergalerie. Das Team von Eisen-Döring freut sich auf Ihren Besuch! Kaiserdamm 17 | 14057 Berlin | Telefon (030) 321 68 49 info@eisen-doering.de | www.eisen-doering.de ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.–Fr. 9.00–18.30 Uhr | Sa. 9.00–13.30 Uhr
(nahe der Kaiserdammbrücke). Nur einen Monat nach Dörings Unternehmensgründung, am 1. November 1906, wurde die Boulevardstraße offiziell durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Seitdem sind die Geschichte des Boulevards und die des Fachgeschäfts untrennbar miteinander verbunden. Ob Haushaltswaren, Eisenwaren, Werkzeuge, Schrauben oder Nägel – Eisen-Döring entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg zu einer weit über Berlin hinaus geschätzten Adresse.
Tradition, Zuversicht und gelebte Kundennähe Bis heute führen Helmut und Renate Döring das Geschäft mit großem persönlichen Einsatz, Weitblick und Leidenschaft für ihre Kundschaft. Ein Blickfang im Laden ist die historische Jugendstil-Theke – ein stiller Zeuge von über einem Jahrhundert Berliner Geschäftsleben. Und auch für die Zukunft sind die Weichen gestellt: Mit Frank Döring steht bereits die nächste Generation bereit, um die Tradition gemeinsam mit den langjährigen Mitarbeitern Denny Marquardt und Daniel Strenger fortzuführen.
Sie erhalten 15% Jubiläumsrabatt vom 28.09. – 10.10.2026 auf alles... Wir haben Firmen eingeladen, ihre Produkte vorzustellen:
6 | Gazette Charlottenburg | SEPTEMBEr 2026 burg. Nur zwei Jahre später, im Jahr 1908, folgte der Anschluss an das Berliner U-Bahn-Netz mit den Bahnhöfen Sophie-Charlotte-Platz und Kaiserdamm.
Prominente Bewohner und dunkle Kapitel Der großzügige Boulevard zog bald bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft an. Der Schriftsteller
Der markante OWA-Kandelaber – im Volksmund Speer-Leuchte – ziert den Kaiserdamm seit 1934/35.
Alfred Döblin betrieb am KaiserStreit um den „Adenauerdamm“ damm 28 eine Arztpraxis. Auch der Maler Otto Dix, der Schau- Ein besonders kurioses Kapitel spieler Emil Jannings sowie der der Nachkriegsgeschichte trug Schriftsteller Erich Maria remar- sich Ende der 1960er-Jahre zu. que wohnten zeitweise hier. An Nach dem Tod des ersten Bunden Automobilpionier August deskanzlers Konrad Adenauer im Horch, der von 1934 bis 1943 am Jahr 1967 beschloss der Berliner Kaiserdamm 97 lebte, erinnert Senat, den Kaiserdamm ihm zu heute eine Gedenktafel. Ehren in „Adenauerdamm“ umDie Geschichte des Kaiserdamms zubenennen. hat jedoch auch ihre Schattensei- Diese Entscheidung stieß nicht ten. In der Zeit des Nationalsozi- nur bei den Anwohnern auf heftialismus wurde die Straße in die gen Widerstand. Adenauer war in Pläne für die geplante Welthaupt- der Berliner Bevölkerung zu diestadt „Germania“ einbezogen ser Zeit nicht sonderlich populär. und als Teil der Ost-West-Achse Nach anhaltenden Protesten der für Aufmärsche genutzt. Die mar- Bürger musste die Umbenenkanten Doppelstraßenleuchter, nung bereits Anfang 1968 wiedie Albert Speer damals aufstel- der rückgängig gemacht werden len ließ, prägen das Straßenbild – der Kaiserdamm erhielt seinen noch heute. historischen Namen zurück.
Jubiläum im Kiez Heute ist der Kaiserdamm eine Mischung aus Wohnort, Verkehrsachse und Standort für mittelständische Betriebe. Ein besonderes Beispiel für diese Beständigkeit ist das Traditionsgeschäft „Eisen Döring“ an der Kaiserdammbrücke, das in diesem Jahr ebenfalls sein 120-jähriges Bestehen feiert. Zum runden Jubiläum der Straße im Jahr 2026 plant die Interessengemeinschaft Kaiserdamm (Kaiserdamm IG) verschiedene Aktionen, darunter thematische rundgänge um die Geschichte des Boulevards erlebbar zu machen. Weitere Informationen auf Seite 5 und unter www. kaiserdamm-berlin.de/120-jahrekaiserdamm.
Dachdecker hat noch Kapazitäten für Klein-Aufträge • Dacharbeiten aller Art • Marder- und Waschbärbekämpfung • Dachrinnenreinigung Mobil 0163-95 30 609
Markisen
◾ Rollläden ◾ Motore ◾ Zeitschaltuhren ren mit Energiespa utz ◾ Markisen für Balkon und Terrasse h sc n e Sonn ◾ Markisentücher ◾ Insektenschutz ◾ Plissees ◾ Rollos ◾ Jalousien ◾ Pergola Reichsstraße 84 · 14052 Berlin ☎ (030) 302 073 49 Fax 302 099 57 info@berliner-markisen.com www.berliner-markisen.com
Gazette Charlottenburg | September 2026 | 7
Anzeige
Glasfaser-Internet für Charlottenburg und Westend Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in den Stadtteilen Charlottenburg-Nord, Halensee, Schmargendorf, Westend und Wilmersdorf. Damit können rund 170.800 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Arbeiten zur Verlegung des Netzes und der Anschlüsse werden im Auftrag der Telekom durchgeführt.
torisierung steht die kostenlose Service-Nummer 0800 330 9765 zur Verfügung.
Glasfaser punktet bei Nachhaltigkeit Die Telekom betreibt ihr Netz mit 100 % Strom aus erneuerbaren Energien. Glasfaser ist gemäß einer Studie des Umweltbundesamtes sehr energiesparsam. Je mehr Haushalte sich für den Glasfaser-Anschluss entscheiden, umso mehr Energie kann eingespart werden.
Was jetzt für Mieter und Eigentümer wichtig ist Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein ins Haus. Wer zur Miete wohnt, muss lediglich einen Glasfaser-Tarif buchen: www.telekom.de/berlin. Die Telekom kümmert sich um die Absprache mit dem Immobilienbesitzer, denn diese müssen ihre Zustimmung geben. Auch Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bekommen den Hausanschluss kostenfrei, wenn sie einen Tarif buchen. Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten bekommen den Hausanschluss mit Zustimmung des Eigentümers grundsätzlich kostenlos – für die Nutzung des Internets brauchen die jeweiligen Parteien anschließend eine Tarifbuchung. Auch bei der weiteren Verlegung der Glasfaser daheim unterstützt die Telekom und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf.
Glasfaser bietet viele Vorteile Ein Internetzugang über Glasfaser ermöglicht Download-Geschwindigkeiten bis zu 2.000 MBit/s und bietet eine stabile Verbindung, auch wenn viele das Internet nutzen. So können z. B. mehrere Personen im Haushalt gleichzeitig Filme in HD streamen, im Home Office arbeiten, online spielen und Musik hören. Glasfaser eignet sich sehr gut für die Nutzung wei Glasfaser für Unternehmen
Für rund 170.800 Haushalte baut die Telekom das Glasfasernetz aus. terer komfortabler Dienste, wie z. B. MagentaTV, dem Gesamtpaket der Telekom für Fernsehen und Streaming.
Schnell sein lohnt sich Zur Nutzung des Glasfaser-Anschlusses ist die Buchung eines Glasfaser-Tarifs notwendig. Die Telekom bietet hierbei verschiedene Geschwindigkeiten an. Gut zu wissen: Die Glasfaser-Tarife der Telekom bieten viel Bandbreite zum fairen Preis. Dabei profitieren Sie mit Glasfaser auch von einer hohen Upload-Geschwindigkeit. Diese entspricht immer der Hälfte der gebuchten Download-Geschwindigkeit. Außerdem sind in den Glasfaser-Tarifen alle Gespräche ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz bereits inklusive.1
Und so einfach geht der Wechsel Eine kurze Online-Abfrage über telekom.de/berlin zeigt, ob Ihre Adresse im Ausbaugebiet liegt. Gehört sie dazu, können Sie den Glasfaser-Tarif mit der gewünschten Geschwindigkeit buchen. Alles weitere erledigt die Telekom. Sofern Sie zur Miete wohnen, kontaktiert die Telekom ihre Ver 1) Aktion gilt bis 30.09.2026. Für die Bereitstellung eines Telekom Glasfaser Tarifs ist ein Glasfaser-Hausanschluss erforderlich. Sofern noch nicht vorhanden, wird dieser kostenfrei neu verlegt, vorausgesetzt die Anschlussadresse für den Tarif ist mit der Adresse des mit Glasfaser anzuschließenden Gebäudes identisch. Die Bereitstellung erfolgt, wenn Hauseigentümer/ Hausverwaltung dem Ausbau nicht widersprechen und die finale Prüfung den Ausbau bestätigt. Als Glasfaser Tarif gilt z. B. Glasfaser 300 mit 300 Mbit/s Download-Geschwindigkeit. Dieser Tarif kostet für Breitband-Neukunden, die in den letzten 3 Monaten keinen Breitbandanschluss bei der Telekom hatten, in den ersten 3 Monaten 19,95 €/Monat, danach 50,95 €/Monat zzgl. einmaliger Bereitstellungspreis 69,95 €, Mindestvertragslaufzeit 24 Monate. Ob Ihre Adresse im Ausbaugebiet liegt, können Sie über telekom.de/glasfaser prüfen.
Quelle: Telekom
mieter*in, um das Einverständnis für die Verlegung des Glasfaser-Anschlusses einzuholen. Der Wechsel von einem anderen Anbieter zur Telekom ist mit dem kostenfreien Wechsel-Service sehr einfach möglich. Die Telekom führt die Kündigung beim bisherigen Anbieter durch und stellt Ihren Anschluss zeitgerecht um.
Beraterteam vor Ort Im Ausbaugebiet ist ein Beraterteam im Auftrag der Telekom unterwegs und ermöglicht Ihnen eine bequeme und sachkundige Beratung zu Hause. Die Kundenberater*innen können sich mit einem Dienstausweis legitimieren. Für Fragen zur Au Auch für Unternehmen ist Glasfaser sehr attraktiv, da Mitarbeiter*innen, Fahrzeuge und Anwendungen immer stärker miteinander vernetzt werden. Glasfaser bietet für aktuelle und kommende Geschäftsanwendungen, wie z. B. Anwendungen mit künstlicher Intelligenz, eine leistungsstarke und belastbare Netzanbindung.
Ihre Adresse ist noch nicht dabei? Falls Sie an Ihrer Adresse noch keinen Glasfaser-Tarif buchen können, registrieren sie sich kostenlos auf telekom.de/berlin als Interessent*in. Sie werden benachrichtigt, sobald der Ausbau in Ihrem Adressengebiet geplant ist. QR-Code scannen, um weitere Informationen zu erhalten.
Beratung in der Nähe Die Telekom berät Sie gerne telefonisch und im Shop vor Ort zu allen Fragen rund um Glasfaser kostenlos unter:
0800 22 66 100 (Privatkunden)
0800 33 01300
(Geschäftskunden)
Shops: Telekom Shop Charlottenburg: Wilmersdorfer Straße 55, 10627 Berlin, Tel.: 030 31991828 Telekom Shop Wilmersdorf: Kurfürstendamm 146, 10709 Berlin, Tel.: 030 89006843 Telekom Shop Berlin-City: Kurfürstendamm 235, 10719 Berlin, Tel.: 030 88921710
Webseite: telekom.de/berlin
8 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Hoffnung für Tiergehege Volkspark Jungfernheide Landschaftspflegeverband Spandau als neuer Träger am Start Noch ist es still auf dem im Volkspark Jungfernheide dicht am Parkeingang Heckerdamm 274 gelegenen Gehege und Streichelzoo der ehemaligen „Erlebniswelt Tier und Natur.“ Deren frühere gemeinnützige Träger der Jugendhilfe und Bildung, die ajb GmbH und abw gGmbH, hatten 2025 aufgegeben, weil sie in Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg die Kosten für Tierhaltung und anstehende Renovierungsarbeiten nicht mehr hatten aufbringen können. Sparpläne und Bürokratie zwangen ihre Projektarbeit mit Langzeitarbeitslosen und psychisch Beeinträchtigten nach 10 Jahren schließlich in die Knie und bedeuteten so das vorläufige Aus für die Erlebniswelt Tier und Natur. Die Tiere wurden auf andere Quartiere verteilt, zurück blieben enttäuschte Kinder, Natur- und Tierfreunde.
Laufenten, auch sie gehörten einmal zum Tiergehege im Volkspark Jungfernheide. Doch nun ist der Landschaftspflegeverband Spandau e. V. als neuer gemeinnütziger Träger am Start,
Thomas Hartl, Geschäftsführer LPV Spandau e. V. (l.) , und Bezirksstadtrat Simon Hertel bei der Vertragsunterzeichnung. � Foto: BACW der die Liegenschaft der ehema- engagierter Träger am Start, der ligen „Erlebniswelt Tier und Natur“ – beheimatet im nahen Gatow – übernimmt und das fröhliche beispielsweise mit seinem EinGeschnatter und Geblöke auf satz in der Naturschutzstation das Gelände zurückbringen will: Hahneberg als pädagogischer Am 30. Juli 2026 unterschrieben Mittler zwischen Natur und Thomas Hartl, Geschäftsführer Mensch bereits bewiesen hat, des Landschaftspflegeverband wie Jung und Alt im BegegSpandau e. V. (LPV Spandau), und nungsort Natur erfolgreich an Bezirksstadtrat Simon Hertel den Naturschutz und Landschaftsneuen Nutzungsvertrag für das pflege herangeführt werden Gelände. können. Außerdem zeigt der LPV, wie Tierhaltung mit SchaGute Aussicht für fen, Ziegen und Hühnern sogar Wiederbelebung von in der Großstadt funktioniert. In Streichelzoo und Tiergehege rund 350 jährlichen LPV-VeranMit dem LPV Spandau steht ein staltungen und mit der Naturmit Naturschutz und Umwelt- schutzstation Hahneberg – eine bildung ebenso erfahrener wie der sieben Berliner Umweltstät ten – an seiner Seite vermittelt er dieses Wissen praktisch und sozial verträglich. Geschäftsführer Thomas Hartl blickt optimistisch in die Zukunft des heute noch verwaisten Geländes im Jungfernheider Volkspark und fasst als Wiedereröffnungstermin Frühjahr 2027 ins Auge. Er erklärt nach einem ersten fachlichen Treffen auf dem Gelände im Jungfernheidepark: „Das Außengelände sieht gut aus. Durchaus vorstellbar, hier wieder einen Streichelzoo bzw. Schafe, Ziegen und Gänse anzusiedeln. Als erster Schritt aber stehen für uns umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen der Gebäude an.“ Er selbst, staatlich geprüfter Natur- und Landschaftsführer, lebt in Charlottenburg und ist seit vier Jahren beim Landschaftspflegeverband Spandau e. V. aktiv dabei. Mit den Bildungsformaten und Angeboten des Vereins, der berlinweit mit Kitas, Schulen, anderen freien Trägern und intensiv mit dem Ökowerk als Operationspartner im Austausch steht und tätig wird, sehen Hartl und Stadtrat Hertel gute Chancen, das Gelände im Jungfernheidepark zum gleichermaßen attraktiven und kostengünstigen Freizeit- wie auch ökologischen Bildungsort in Sachen Tier, Natur und Umwelt für Kinder und Jugendliche im Bezirk und Umgebung kontinuierlich weiter Die perfekte Location für Ihre Feierlichkeiten Sie planen eine Hochzeit, einen runden Geburtstag oder ein exklusives Firmenjubiläum? Dank unserer langjährigen Erfahrung beraten wir Sie kompetent und individuell. Unsere eleganten Räume, der exklusive Service und die ausgezeichnete Gastronomie machen Ihre Feier zu einem besonderen Fest. Die angeschlossene große Terrasse, mit Blick über den Lietzensee, den Park und den Funkturm, bietet Ihnen eine traumhafte Atmosphäre. Genießen Sie Ihren Tag in dieser idyllischen Umgebung! Das Hotel Seehof Berlin bietet Ihnen den idealen Rahmen für Feste, die in Erinnerung bleiben.
Hotel Seehof Berlin | Lietzensee-Ufer 11 | 14057 Berlin Telefon 030/ 320 02 155 | www.hotel-seehof-berlin.de | bankett@hotel-seehof-berlin.de
Gazette Charlottenburg | SEPTEMBEr 2026 | 9
Wie hier könnten auch im Jungfernheidepark bald wieder Schafe blöken. zuentwickeln. – Mit raum für interaktive Begegnungen mit Tier und Natur, und nicht zuletzt zur Stärkung von Naturverbundenheit, ökologischem Wissen und Gemeinschaftssinn.
Landschaftspflegeverband Spandau e. V. – Mittler zwischen Mensch und Natur Der Landschaftspflegeverband entstand 2004 auf Beschluss des Bezirksamt Spandau aus dem damaligen Umwelt- und Grünflächenamt, mit Spandauer Landwirten und Naturschützern. Heute zählt der gemeinnützige
Verein rund 85 Mitglieder, darunter NABU, Firmen sowie Einzelpersonen. Die Mitgliedsgebühr für Einzelpersonen beträgt 36 Euro pro Jahr. Der LPV Spandau agiert als Verein für praktizierenden Naturschutz, zum Erhalt traditioneller Kulturlandschaften sowie für das Naturerleben im Berliner Stadtgebiet und im Umland. Die vier Säulen des Verbandes sind Landschaftspflege, Umweltbildung, Beratung und Natur im Garten. Damit setzt er sich sowohl für den Schutz der Kulturlandschaft und der Lebensräume heimi Fotos: LPV Spandau scher Pflanzen und Tiere, als auch für einen ökologisch wertvollen Hausgarten ein, und holt aktive Landwirte mit ihrer Erfahrung ins Verbandsboot. Darüber hinaus bietet der LPV hochwertige Bildung mit Fokus auf den globalen Klimawandel und die Übernutzung natürlicher ressourcen sowie auf den Verlust biologischer Vielfalt. Er thematisiert über Veranstaltungen und Projekte im Kontext der 17 globalen Entwicklungsziele der UN (SDG) und inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit die Gebiete ressourcenschonung, Zukunfts MEIN GUTER STERN
fähigkeit, lokales und globales Wirtschaften und Partizipation ebenso wie Lebensstil und Ethik. Weitere Informationen zu Verband und Mitgliedschaft unter www.lpv-spandau.de Wer die Arbeit des Verbands und damit auch Zukunft und Nachfolgeprojekt der ehemaligen „Erlebniswelt Tier und Natur“ fördern möchte, kann dies über Spenden an den Verband: Spendenkonto des LBV Spandau e. V. IBAN: DE55 4306 0967 1288 6910 00 Jacqueline Lorenz
IM WINTER
Winterdienst Baumdienst Eckard Kanold Garten- und Landschaft- und Sportplatzbau Schnee- und Glättebeseitigung GmbH & Co. KG Telefon 0 30 / 75 49 36-0 www.kanold.berlin info@kanold-berlin.de
Urlaubszeit = Einbruchzeit Schützen Sie sich jetzt! www.rehbein.berlin Schmiljanstr. 16 030 / 859 655 00
Alt-Moabit 37 030 / 3915525
Reichsstraße 21 030 / 308 111 31
| Schlösser | Schlüssel
| Alarmanlagen | Videoüberwachung
| Schließanlagen | Zutrittskontrollen
| Tresore | Zylinder
Patienten- und Verbraucherassistenz
Für Sie selbst oder wenn Sie sich kümmern Mit WUPP – Hürden in Ergebnisse verwandeln.
Abgrenzungen: Keine Rechtsberatung, Vertretung oder Pflegeleistung möglich.
�
WUPP
Ihr Anliegen geht nicht weiter?
Brief, Antrag, Termin, Krankenkasse, Pflegekasse, Arzt oder Amt:
WUPP macht die Vorgangsarbeit – klärt, formuliert, dokumentiert, bleibt dran. Sie behalten die Kontrolle.
030 2000 5570 Mo-Sa 12-20 Uhr · Anrufbeantworter 24h
Vorgangs-Check - Wir klären was fehlt und was zu tun ist. Jetzt anrufen - Klärungsgespräch kostenfrei, Bearbeitungen auf Wunsch. Mitglied der Social Entrepreneurship Academy WUPP Patienten- und Verbraucherassistenz Inhaber Max Lamers Katteweg 23b, 14129 Berlin
10 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Zeitreise in die Jugendkultur der 70er Villa Oppenheim zeigt Film über das Freizeitheim in West-Berlin unabhängige Videoarbeit. Der Film lässt Jugendliche sowie ihre Betreuer ausführlich zu Wort kommen. Er dokumentiert ungeschönt die alltäglichen Sorgen, Wünsche und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten von Heranwachsenden im damaligen West-Berlin.
Gespräch im Anschluss
�
Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
Wer seine Jugend im West-Berlin der 1970er-Jahre verbracht hat, erinnert sich vielleicht noch an die damaligen Jugendfreizeitheime. Am Donnerstag, dem 24. September 2026, um 18 Uhr lädt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zu einem nostalgischen und dokumentarischen Rückblick in diese Ära ein. Im Rahmen der Filmreihe „Schaufenster des Westens“ wird in der Villa Oppenheim eine zeithistorische Produktion gezeigt, die
einen direkten Bezug zum Bezirk hat.
Freizeit in der Emser Straße Auf dem Programm steht der Film „Kickern, Disko... und was noch“, der im Jahr 1977 in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendfreizeitheim in der Emser Straße, Wilmersdorf; entstand. Das Werk wurde von der „MedienOperative Berlin“ realisiert, einem damals frisch gegründeten, autonomen Kollektiv für
Im Anschluss an die Filmvorführung haben die Besucher die Gelegenheit, tiefer in die Entstehungsgeschichte einzutauchen. Bei einem Filmgespräch diskutieren der Mitbegründer der Medienoperative, Hartmut Horst und die Kuratorin Christine Kisorsy über die damalige unabhängige Medienarbeit und die Jugendkultur jener Jahre.
Anmeldung erforderlich Die Veranstaltung findet im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg, statt. Der Einlass beginnt um 17.30 Uhr, der Film startet um 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, bittet das Museum um eine vorherige Anmeldung per Telefon unter 030-90 29 24 106 oder per E-Mail an museum@charlottenburg-wilmersdorf.de.
FÜR MENSCHEN, DIE AUCH IM ALTER WERT AUF QUALITÄT UND PRIVATSPHÄRE LEGEN.
Lernen Sie uns kennen.
Der KATHARINENHOF AM PREUßENPARK verbindet individuelle Betreuung, Wohnkomfort und ein kultiviertes Umfeld. Verlässliche Begleitung gibt Sicherheit und bewahrt Selbstbestimmung. Sächsische Str. 46 · 10707 Berlin Tel. 030 84 71 51-0 am-preussenpark@katharinenhof.net www.katharinenhof.net QR-Code scannen und mehr erfahren
Ihr kompetenter Reisepartner am Lietzensee Flug · Bahn · Bus · Schiff · Mietwagen Individuelle Reiseplanungen Buchung aller Veranstalter
Neue Kantstr. 7-10 14057 Berlin Tel: 321 40 86 · Fax: 325 83 30 RibakReisen@aol.com www.ribakreisen.de
Gazette Charlottenburg | SEPTEMBEr 2026 | 11
Jubiläum auf der Suarezstraße Charlottenburger Antikmeile am 5. und 6. September Die Suarezstraße steht Anfang September ganz im Zeichen des historischen Designs und klassischer Sammlerstücke: Am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September 2026, findet im Bezirk die 25. Antikmeile statt. Das Straßenfest feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und wird aus diesem Anlass erstmals auf zwei Tage ausgeweitet. Besucherinnen und Besucher können an beiden Tagen von 12 Uhr bis 19 Uhr über die Antikmeile flanieren. Dabei werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen in Kleidung aus vergangenen Jahrzehnten zu sehen sein.
Ort: Der Parkplatz an der Ecke Windscheidstraße und Bismarckstraße wird für das Wochenende zu einem zentralen Festplatz umgestaltet, der als Treffpunkt mit Gastronomie- und Musikangeboten dient. Das Fest wird am Samstag um 14.30 Uhr von Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch offiziell eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgen am Samstagnachmittag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr Alfred Mehnert & Friends mit einer Mischung aus Chanson, Jazz und Soul.
Sammlerstück Plakat
Traditionell kommen Besucherinnen und Besucher in Kleidung vergangener Zeiten. Foto: Oldthing.de
Designklassiker und mehr Neben den 25 ansässigen Antiquitäten-, Design- und Second-Hand-Geschäften der Suarezstraße präsentieren rund 100 geladene Händler ihre Waren an Ständen im Außenbereich. Das
Sortiment umfasst historische Möbel, Leuchten, Schmuck, Keramik, Grafiken, Kunsthandwerk und vieles mehr. Darunter sind Antiquitäten, Designklassiker,
Sammlerobjekte und Einzelstücke.
Mehr Platz zum Jubiläum Eine Neuerung im Jubiläumsjahr betrifft die Aufteilung vor
Auch die künstlerische Tradition der Veranstaltung wird fortgesetzt: Das diesjährige Plakatmotiv wurde von der Künstlerin Anke Feuchtenberger entworfen. Der signierte Siebdruck ist in einer limitierten Auflage von 100 Stück vor Ort sowie online erhältlich. Der Eintritt zur Antikmeile ist an beiden Tagen frei.
Rheingauer Weinbrunnen ist Montag bis Samstag noch bis zum 12. September von 15 bis 21.30 Uhr auf dem Rüdesheimer Platz für Sie geöffnet
Die Rheingauer Weingüter präsentieren ihre Weine & Sekte
• Kreat. Kindertanz • Ballett + Jazz • Streetjazz • Contemporary Kursangebote unserer Partner:
Breakdance · Pilates HipHop · ZUMBA®
Noch bis Sa. 12.9.2026 Weingut Wilhelm Nikolai
Wir helfen Ihnen gerne bei: ° der Einkommensteuer ° der Existenzgründung ° der Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung ° Schwierigkeiten mit den Finanzbehörden
Gerne sind wir auch bei allen Fragen rund um die Erbschaftund Schenkungsteuer für Sie da!
☎ 030 - 80 10 84 41 0160 - 84 20 18 6
IH RE ST EU ER BE RATE
R:
EXPERTEN
DIE SICH LOHNEN
Reichsstraße 107 · 14052 Berlin-Westend · Telefon 301 90 83 · www.Kneffel-Steuerberatung.de
12 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Bezirksgeschichte entdecken Der Tag des offenen Denkmals am 12. und 13. September Einmal im Jahr öffnen sich Türen, die für die Öffentlichkeit meist verschlossen bleiben. Am zweiten Septemberwochenende lädt der bundesweite Tag des offenen Denkmals dazu ein, historische Orte neu zu entdecken. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Auch in Charlottenburg-Wilmersdorf können Geschichtsinteressierte vieles erkunden. Einige Stationen im Bezirk konzentrieren sich auf Mobilität und Kultur, andere erzählen von den ländlichen Anfängen des Bezirks über moderne Großstadtarchitektur bis hin zu den prachtvollen Wohnsitzen prominenter Persönlichkeiten im Grunewald.
Im Ackerbürgerhaus an der Wilmersdorfer Straße steht für Kinder und Jugendliche ein Parcours bereit.
Renaissance-Theater
Wildnis und Eisenbahngeschichte Das ehemalige Bahngelände am Westkreuz bietet eine Mischung aus unberührter Natur und Industriegeschichte. Ausgangspunkt einer historischen Spurensuche ist ein Gemälde der „Eisenbahnmeisterei Charlottenburg“ aus dem Jahr 1934. Der Rundgang führt zu den verborgenen Relikten des Geländes: Entdeckt werden können die Stützmauer des einstigen Rundlokschuppens, ein historischer Hektometerstein, alte Gleise im Pionierwäldchen sowie Ruinen und Prellböcke. Zudem wird erläutert, wie Teile dieses Areals als Denkmal geschützt und über einen erhöhten Weg als Erholungsfläche zugänglich gemacht werden sollen. Da der Weg durch eine Brache führt, sind festes Schuhwerk und Vorsicht erforderlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Führungen: Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 10 Uhr. Treffpunkt: Vorplatz, Rönnestraße 28. Anmeldung: Telefonisch unter 030-868 70 86 54 (Anrufbeantworter).
Art déco im Renaissance-Theater Erbaut in den Jahren 1901 bis 1902 als Vereinshaus, gestaltete der Architekt Oskar Kaufmann das Gebäude in der Knesebeckstraße 100 in den Jahren 1926/27 zum Renaissance-Theater um. Bis heute ist die Raumgestaltung im
haus an der heutigen Wilmersdorfer Straße 18 wurde um 1723 errichtet und überstand sowohl die Modernisierungswellen der Gründerzeit als auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. An der Holzbalkenkonstruktion mit ihrer Lehm-Stroh-Ausfachung lässt sich die ursprüngliche Bauweise der Charlottenburger Altstadt nachvollziehen. Kinder und Jugendliche können das Denkmal bei einem ruhigen Parcours mit allen Sinnen – durch Hören, Riechen und Tasten – spielerisch entdecken. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils von 15.30 Uhr bis 19 Uhr.
Der WOGA-Komplex
Mahnmal „Gleis 17“ Stil des Art déco weitgehend er- ker Walther Rathenau, dem Rehalten. Wer sich für die bauliche gisseur Friedrich Wilhelm MurEntwicklung und die Theater- nau und dem Kritiker Alfred Kerr. geschichte interessiert, kann an Auch die Arbeit der Architekten einer der Führungen am Sonn- dieser Villen wird thematisiert. tag um 12 Uhr oder um 14 Uhr Der Rundgang endet am S-Bahnteilnehmen. Der Treffpunkt ist hof Grunewald, wo das Mahnmal am Entenbrunnen vor dem The- „Gleis 17“ an die Deportationen ater. Anmeldung erforderlich bei während des Nationalsozialismus erinnert. Führung: Samspresse@renaissance-theater.de. tag um 11 Uhr. Treffpunkt: Wird Architektur im Grunewald bei der Anmeldung unter petra. Die Villenkolonie Grunewald ist fritsche@magenta.de bekannt bekannt für ihre großzügigen gegeben. Villen. Hinter den Fassaden verParcours für Kinder bergen sich oft bewegende Leund Jugendliche bensgeschichten. Ein geführter Spaziergang widmet sich den An der Ecke Wilmersdorfer Straße Biografien berühmter früherer und Haubachstraße steht eines Bewohner wie dem Schriftsteller der ältesten Gebäude des Bezirks. Lion Feuchtwanger, dem Politi- Das eingeschossige Ackerbürger Der WOGA-Komplex an der Cicerostraße, erbaut 1932 nach Plänen des Architekten Erich Mendelsohn, gilt als Meilenstein der Berliner Moderne. Seit den 1980er-Jahren steht das Ensemble unter Denkmalschutz, Mitte der 1990er-Jahre wurde auch die zugehörige Tennisanlage einbezogen. Die Führungen am Wochenende beleuchten nicht nur die städtebauliche Bedeutung dieser Anlage, zu der auch das Gebäude der heutigen Schaubühne gehört. Diskutiert wird dabei auch die Frage, wie sich der Schutz eines solchen Denkmals im Spannungsfeld zwischen privaten Investoreninteressen und städtischer Politik behaupten kann. Führungen: Samstag und Sonntag, jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr. Treffpunkt: Cicerostraße 63 (hinter der Schaubühne). Weitere Informationen und alle Angebote am Tag des offenen Denkmals unter https:// denkmaltag.berlin.de.
Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf 8
www.gazette-berlin.de
Gazette Charlottenburg | September 2026 | 13
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Charlottenburg-Wilmersdorf am Scheideweg: Berliner zuerst oder offen für Alles und Jeden? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die AfD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.
CDU-Fraktion Es ist Wahlkampf und mangels eigener Ideen für unseren Bezirk greifen die Fragesteller lieber einen Kalauer ihrer Landespartei auf, der wiederum einfallslos vom US-Präsidenten abgekupfert wurde. Spannend wäre sicherlich, was die Fragesteller eigentlich unter einem Berliner verstehen: Ist man Berliner durch Geburt oder muss man eine Mindestzahl von Jahren in Berlin gelebt haben? Viel interessanter ist die Frage, ob jemand überhaupt Berliner werden kann. Sicherlich ließe sich darüber vortrefflich und mit einem Augenzwinkern streiten. Da das Thema den Fragestellern jedoch besonders wichtig zu sein scheint, hier ein kurzer Hinweis: In Artikel 3 unseres Grundgesetzes heißt es: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dies betrifft auch Nicht-Berliner! Und weiter: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Charlottenburg-Wilmersdorf am Scheideweg? Die Fragesteller scheinen eher einmal mehr auf dem Holzweg zu sein. Alexander Pönack
B‘90/Grünen-Fraktion Wollen wir Menschen gegeneinander ausspielen oder wollen wir gemeinsam unser Zusammenleben gestalten? Die AfD tut so, als müsse sich Berlin (oder unser Bezirk) entscheiden, was es sein will. Berlin war und ist schon immer geprägt von Zuwanderung und der Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe. Berlin und unser Bezirk sind offen – für Menschen. Und das ist ein Unterschied, den
Am Sonntag, dem 20. September entscheidet sich die neue Zusammensetzung der Bezirksverordnetenversammlung im Bezirk. man gerade jetzt deutlich machen muss. zu vertreiben, ändert nichts an den Problemen der Stadt. Freiheit und Demokratie sind die Der Scheideweg ist daher, ob wir echte Grundlage dafür. Das garantiert unser Grundgesetz, es kennt keine Menschen, Lösungen angehen oder weiter Symdie weniger Rechte verdienen. Unser ptome beschreiben: Beim Wohnen: ein Zusammenleben funktioniert, weil wir Wohnungsamt, das konsequent gegen uns in unserer Unterschiedlichkeit mit Mietwucher vorgeht und bezahlbarer Respekt begegnen. Die Fragestellung der Wohnraum als Pflicht bei jedem Neubau. AfD sollte uns aufrütteln durch das, was In den Schulen: mehr Gemeinschaftsin ihr steckt: Dahinter steckt ein Weltbild, schulen für längeres gemeinsames Lerdas auf Ausgrenzung, Diskriminierung nen, frühe und verpflichtende Kita- und und Menschenfeindlichkeit basiert. Ein Sprachförderung und saubere Schulen. Weltbild, in dem eine Gruppe darüber Für die Sicherheit: mehr Prävention, sobestimmen will, wer dazugehören darf ziale Straßenarbeit und Präsenz vor Ort und wer nicht. Es geht hier mitnichten – und mehr Handlungsmöglichkeiten bei um eine harmlos daherkommende Fra- für den Umgang mit krimineller Radikalige. Es geht vielmehr um die existentielle sierung – weniger Schutz von Gefährdern, Frage, in welcher Gesellschaft wir leben mehr Schutz für die Allgemeinheit. wollen. Und wie wir unsere Stadt in ihrer Am 20. September steht genau das zur Vielfalt schützen können. Nicht, dass wir Wahl: Zusammenhalt, der Probleme löst eines Tages wieder fragen müssen: Wie – oder Ausgrenzung, die nur spaltet. konnte das alles nur geschehen? Kai Bodensiek Anja Kraus Berlin
SPD-Fraktion
Ein Scheideweg? Ja – aber nicht der „Wir gegen die“. Die Probleme unserer Stadt sind real: Wohnungen sind zu teuer, Schulen überlastet, manche Orte fühlen sich nicht mehr sicher an. Wer das leugnet, hilft niemandem. Doch „Berliner zuerst“ hilft auch niemandem. Menschen mit migrantischem Hintergrund schlechter zu behandeln oder
Linksfraktion
Die eigentliche Frage lautet: Wie gestalten wir eine Stadt, die lebenswert und bezahlbar für alle ist – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller und geschlechtlicher Identität? Dann geht es um explodierende Mieten, Kürzungen bei Jugendzentren und Nachbarschaftshäusern und wachsende soziale Ungleichheit und was wir dagegen tun. Die Linksfraktion will das Leben aller
1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDU Grüne SPD Linke SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversamlung FDP Fraktionsvorsitzende: Claudia Spielberg und Kai Bodensiek AfD Rathaus Charlottenburg Otto-Suhr-Allee 100 · 10585 Berlin · Raum 124 Fon 90 29-149 07 · info@spd-fraktion-cw.de www.spd-fraktion-cw.de
BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW
verbessern: bezahlbare Mieten statt Mietabzocke und Luxusneubau, gut ausgestattete Schulen und Kitas, mehr Förderung für Jugendarbeit, sichere Fußund Radwege, ein funktionierender und barrierefreier ÖPNV, sanierte Sportanlagen und Schwimmbäder. Echte Sicherheit entsteht durch soziale Gerechtigkeit, Investitionen in unsere Kieze und zusammenwachsende Nachbarschaften. Wer Menschen nach ihrer Herkunft bewertet, lenkt von den Ursachen sozialer Missstände ab. Berlin ist stark, weil unsere Stadt vielfältig ist. Unsere Zukunft entscheidet sich daran, ob Politik solidarisch und gerecht ist und allen Menschen dient. Wir kämpfen für einen Bezirk für alle und stellen uns dem Faschismus entgegen! Frederike-Sophie Gronde-Brunner Alternative für
Deutschland
AfD-Fraktion
Dieser Tage entscheidet sich das Schicksal unseres Bezirks und der Stadt für die nächsten fünf Jahre. Aktuell sehen wir eine Politik, die die Berliner in Charlottenburg-Wilmersdorf nicht an die erste Stelle setzt. Das Bezirksamt alimentiert Migranten, während Rentner am Stutti Flaschen sammeln. Berlinweit stiegen die Asylkosten im vergangenen Jahr auf über 2,2 Milliarden Euro. Die mehr als 16.000 landeseigenen Wohnungen im Bezirk werden bislang vorrangig an „besondere Bedarfsgruppen“ wie Asylanten vergeben. Damit machen wir Schluss. Unsere Bürger an die erste Stelle zu stellen, heißt auch, wieder für ihre Sicherheit zu sorgen. In Berlin kommt es durchschnittlich zu zehn Messerangriffen pro Tag. Der islamistische Anschlag auf den CSD riss hier im Bezirk die seelischen Wunden wieder auf, die der Breitscheidplatz-Terror hinterließ. Der Staat ist nicht in der Lage, uns Bürger vor solchen Monstern zu schützen. Falsche Prioritäten, Angst vor Rassismusvorwürfen und schlicht eine Überforderung durch die Masse an Gefährdern sind die Ursachen dafür. Es ist Zeit für eine Kurswende auch im Rathaus! Michael Seyfert
14 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Industriegeschichte vor der Haustür erleben 12. September bis 4. Oktober – Festival der Berliner Industriekultur Wenn im Herbst das stadtweite „Festival der Berliner Industriekultur“ beginnt, können Berlinerinnen und Berliner ein buntes Programm miterleben. Vom 12. September bis zum 4. Oktober 2026 rückt das Festival zahlreiche Orte im Südwesten der Stadt in den Mittelpunkt – von geschichtsträchtigen Stellwerken über historische Verkehrswege bis hin zum tiefen Bunker.
U-Bahn-Museum am Olympiastadio.
Vom Stellwerk zur Porzellanmanufaktur Den Auftakt in Charlottenburg-Wilmersdorf macht am Samstag, 19. September, eine Tanzveranstaltung an einem ungewöhnlichen Or t: Im U-Bahn-Museum am Olympiastadion legt ab 20 Uhr DJ John – bekannt aus dem ehemaligen Charlottenburger Club „Abraxas“ – Funk, Soul und R&B auf. Das Museum befindet sich im historischen Stellwerk von 1931, das einst das größte Hebelstellwerk Europas war.
Radtour und Führung
Kesselhaus im Ökowerk. Programmpunkt ist dabei eine Führung durch die Produktion der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) an der Wegelystraße.
Haus des Rundfunks ein vegetarisches oder veganes Zwei-Gänge-Menü serviert, begleitet von Musik und Mitmachangeboten für Kinder zum Thema Wasser. Im Anschluss kann das historische Wasserwerk aus dem Jahr 1873 bei einer Führung besichtigt werden.
Wer die Industriegeschichte lieber tagsüber und in Bewegung Kulinarik im Grunewald erkunden möchte, kann sich am Dienstag, 22. September, um Am Samstag, 26. September, 10 Uhr der geführten Radtour „In- lädt das Naturschutzzentrum novation und Eleganz“ anschlie- Ökowerk im Grunewald ab Abschluss auf dem Funkturm ßen. Auf einer Strecke von acht 12.30 Uhr zur „Langen Tafel der Kilometern führt die Tour vorbei Industriekultur“. Im ehemaligen Zum Abschluss des Festivals am an verschiedenen Epochen der Kesselhaus des ältesten erhal- Sonntag, 4. Oktober, wird ab Industriearchitektur. Ein fester tenen Wasserwerks Berlins wird 12 Uhr eine kombinierte Führung
u z g e i t s Ihr Ein r Bad-Komfort meh MeineWannentür: Ohne aufwendige Umbau arbeiten zur barrierearmen Badewanne IHRE VORTEILE Niedriger Einstieg Kostengünstiger Einbau in nur 1 Tag Keine neue Badewanne erforderlich 12207 Berlin • www.bazuba.de
bequem einsteigen
se Kostenlo g: Beratun 3 26 24 030 6521 sicher aussteigen
durch das Haus des Rundfunks und den Funkturm angeboten. Teilnehmer erhalten Einblicke in die Arbeit des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) und besichtigen die Architektur des Hauses an der Masurenallee samt Großem Sendesaal. Danach geht es hinauf auf die Aussichtsplattform des gegenüberliegenden Funkturms, von wo aus die Geschichte Berlins als Medienmetropole erläutert wird.
Gazette Charlottenburg | September 2026 | 15 lände der historischen Malzerei der Schultheiss-Brauerei in Tempelhof, der heutigen Malzfabrik, wird eine Wildkräuter-Tour angeboten. Neben der Geschichte der Fabrik lernen Besucher bei einem Rundgang über den „Malzacker“ den urbanen Gemüseanbau des Acker e. V. kennen und verkosten zum Abschluss einen Wildkräuter-Snack. Natur Park Südgelände
Machnower Schleuse.
Alte Mälzerei. � Foto: Jacqueline Lorenz
Ehemaliger Checkpoint Bravo
Historische Müllabfuhr und Bunker
benachbarten Fliegerviertel. Dabei werden historische Tatsachen von Legenden über unterirdische Gänge und Bunkeranlagen getrennt.
Der Auftakt in Tempelhof-Schöneberg findet statt am Samstag, den 12. September – um 10 Uhr führt der Verein Saubere Zeiten e. V. über das Gelände des ehemaligen Garde-Train-Bataillons und in das denkmalgeschützte BSR-Werkstattgebäude aus den 1970er-Jahren, das vom Architekten Josef Paul Kleihues entworfen wurde. Zu sehen ist eine Sammlung historischer Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen.
Kopfhörer-Clubbing
Größenwahn in Beton Am Sonntag, den 20. September, steht der Schwerbelastungskörper in der General-Pape-Straße ab 10 Uhr im Mittelpunkt des Aktionstags. Der gewaltige Betonzylinder ist ein einzigartiges Relikt der nationalsozialistischen Stadtplanung für die geplante „Welthauptstadt Germania“. Um zu testen, ob der Baugrund das Gewicht der vorgesehenen Monumentalbauten tragen kann, ließ NS-Architekt Albert Speer 1942 den 13.000 Tonnen schweren, 14 Meter hohen und 18 Meter tiefen Koloss errichten. Bei einem Rundgang über das Gelände kann auch die Aussichtsplattform bestiegen werden. Zudem verkehrt im 30-Minuten-Takt ein kostenfreier Hop-on-Hop-off-Oldtimerbus, der die Besucher zu weiteren Schauplätzen der Industriekultur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bringt.
Am Sonntag, den 13. September, um 20 Uhr verwandelt sich der Natur-Park Südgelände zur Kulisse für ein leises Club-Erlebnis. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof findet die 60-minütige Kopfhörer-Party „silent.beats“ statt. Ausgestattet mit kabellosen KopfhöAuf den Spuren der Stammbahn rern bewegen sich die Teilnehmer Flughafen-Geheimnisse zu elektronischer Musik eines Am Donnerstag, 24. September, Nur eine halbe Stunde später, um Live-DJs zwischen alten Schie- startet in Steglitz-Zehlendorf um 10.30 Uhr, startet am Flughafen nen, Lokomotiven und der sich 10 Uhr eine geführte, rund 14 Kilometer lange Bahndamm-WanTempelhof die Sonderführung ausbreitenden Natur. derung unter dem Titel „Alte „Bunkermythen debunked.“. GeKräuterkunde mit Snack meinsam mit dem Berliner UnVerkehrswege im Südwesten“. terwelten e. V. und der Tempelhof Am darauffolgenden Freitag, den Nach einer kurzen gemeinsaProjekt GmbH begeben sich die 18. September, steht ab 16 Uhr men Busfahrt beginnt der Weg Teilnehmer auf Spurensuche im die Natur auf einem alten Indus- am ehemaligen S-Bahnhof DüpTempelhofer Untergrund und im trieareal im Fokus. Auf dem Ge- pel-Kleinmachnow. Dieser liegt
HANS KRUPPA Technik-Profi | TV-Video-HiFi
Radio- und Fernsehtechniker-Meisterbetrieb Reparaturen – eigene Werkstatt – Verkauf
Werfen Sie Ihr Altgerät nicht weg! Wir reparieren alte Tonbandgeräte, Plattenspieler, Radio- und HiFi-Geräte • Technisat-Partner • Partner der Wertgarantie • Berliner Reparatur-Atlas Leibnizstraße 91 / Ecke Schillerstraße · 10625 Berlin-Charlottenburg Mo, Di, Do 13 - 18 Uhr · Mi, Fr nur mit Termin · � Auf dem Hof www.gazette-berlin.de/kruppa-tv/ · ☎ 030/39 87 9000
Impressum
an der „Stammbahn“, Preußens ältester Eisenbahnstrecke von 1838. Die Route führt weiter zur Machnower Schleuse am Teltowkanal, wo ein historischer Straßenbahnwagen an die einstige Anbindung erinnert. Vorbei am ehemaligen Checkpoint Bravo (Albrechts Teerofen) und der Trasse der alten Friedhofsbahn geht es über Kohlhasenbrück bis nach Steinstücken. Die einstige bewohnte West-Berliner Exklave lag zu Mauerzeiten isoliert auf Potsdamer Gebiet. Zum Abschluss besichtigen die Teilnehmer den ehemaligen Hubschrauberlandeplatz, den die amerikanischen Alliierten zur Versorgung der Exklave nutzten. Unterwegs gibt es an den einzelnen Stationen Erläuterungen zur Historie.
Radtour am Teltowkanal Am Freitag, den 25. September, folgt um 16 Uhr die zwölf Kilometer lange „After Work Radtour: Kanal und Industrie“. Diese Tour beleuchtet die wirtschaftliche Rolle des Teltowkanals, thematisiert jedoch auch den Einsatz von Zwangsarbeitern während des Nationalsozialismus sowie die spätere Funktion des Kanals als deutsch-deutsche Grenze. Teil der Tour ist eine einstündige Führung an der Schleuse Kleinmachnow und die Besichtigung des historischen Triebwagens einer elektrischen Straßenbahn. Die Route verläuft teils auf unbefestigten Waldwegen und Nebenstraßen. Für die meisten Programmpunkte sind Anmeldungen und/oder vorab gekaufte Tickets erforderlich. Weitere Informationen sowie zahlreiche weitere Termine finden Sie unter www.industriekultur.berlin.
Gazette Charlottenburg · September Nr. 9/2026 · 44. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.
Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag
Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50
Redaktion
Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 379 734 52 redaktion@gazette-berlin.de
Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88
Anzeigen
Karin Keiser · ☎ 030 / 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de
Nächste Ausgabe Oktober Nr. 10/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 18.09.2026 Erscheinung 08.10.2026
16 | Gazette Charlottenburg | September 2026
Stadtbäume – hier am Mierendorffplatz – sind für ein gutes Klima unverzichtbar.
Keine Teilnahme an Stadtbaumkampagne Charlottenburg-Wilmersdorf geht eigene Wege Charlottenburg-Wilmersdorf geht bei der ger verweist auf bundesweit anerkannte Begrünung seiner Straßen künftig eigene Richtlinien der Forschungsgesellschaft Wege. Das Bezirksamt hat beschlossen, sich Landschaftsentwicklung Landschaftsbau nicht an der Berliner Stadtbaumkampagne (FLL). Demnach seien mindestens zwölf Ku2027 zu beteiligen. Trotz des Ausstiegs sollen bikmeter notwendig, damit die Bäume langim Bezirk im kommenden Jahr genauso viele fristig gesund wachsen und im Sinne einer Bäume gepflanzt werden wie ursprünglich „Schwammstadt“ genügend Regenwasser geplant – allerdings nach anderen Qualitäts- aufnehmen können. standards.
Baumscheibe und Schwammstadt
10585 Berlin-Charlottenburg
Kaiser-Friedrich-Straße 7
Der Konflikt dreht sich um das Volumen der sogenannten Baumscheiben. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt verlangt für die Kampagne, dass der Bezirk Standorte für 225 Bäume meldet, deren Baumscheiben im Schnitt sechs und maximal acht Kubikmeter groß sind. Für das Bezirksamt ist das deutlich zu wenig. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffene Budget verhindert Kompromiss
Der Bezirk hatte nach eigenen Angaben seit April versucht, eine Einigung zu erzielen. Um die größeren Baumscheiben zu realisieren, bot das Bezirksamt an, die Mehrkosten selbst zu tragen oder die dafür nötigen Mittel der Senatsverwaltung direkt bereitzustellen. Beide Vorschläge wurden jedoch abgelehnt. Die Senatsverwaltung begründete dies in einer Mitteilung vom Juli mit der Einhaltung des Kostenrahmens und dem
Druck- und Kopiertechnik Telefon und Telefonanlagen Computer und Netzwerktechnik Bürodrehstühle und Kinderstühle Büro-, Computer- und Schülermöbel Regale für Keller, Lager und Wohnbereich
Prinzip der Gleichbehandlung aller Berliner Bezirke. Für den Bezirk stellt dies einen Widerspruch zum Klimaanpassungsgesetz dar, das eine Baumpflege nach dem Stand der besten Praxis fordert.
Eigene Finanzierung Konsequenzen für den Baumbestand im Bezirk soll der Ausstieg aus dem Landesprogramm jedoch nicht haben. Die geplanten 225 Neupflanzungen werden dennoch durchgeführt. Finanziert werden sie nicht über das Berliner Landesprogramm, sondern durch Bundesfördermittel, die der Bezirk eigenständig eingeworben hat. Auf diese Weise können die Bäume mit den vom Bezirk sinnvoll erachteten größeren Baumscheiben gepflanzt werden, was ihnen im städtischen Raum langfristig bessere Entwicklungsbedingungen sichern soll.
www.abe-minuth.de
Tel.: 030 3450 640
Fax: 030 3450 6479 E - Mail: info@abe-minuth.de
COPY REX Wenn es um Druck und Kopie geht
- und Druck entrum rz Kopie
Büromaschinen Vertriebs GmbH
www.copyrex.de
Tel.: 030 3083 0390
Kundenzentrum Berlin
Fax: 030 3083 03929 E-Mail: copyrex@copyrex.de