Gazette Charlottenburg - Juni 2026

Gazette für Charlottenburg und Westend

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juni 2026

Charlottenburg Forschen bis Mitternacht Lange Nacht der Wissenschaften am 6. Juni

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„Konstellationen“ im Käthe-Kollwitz-Museum Großformatige Kohlezeichnungen von Rainer Wölzl Das Käthe-Kollwitz-Museum im Theaterbau am Schloss Charlottenburg zeigt ab Juni eine Sonderausstellung mit Werken des österreichischen Künstler Rainer Wölzl. unter dem Titel „Konstellationen“ bringt der 1954 in Wien geborene Zeichner politische und soziale Themen auf Papier. Statt auf digitale Reize setzt Wölzl auf analoges Handwerk: Seine großformatigen Arbeiten entstehen vorwiegend mit Kohle. Dafür greift er Motive aus der Kunstgeschichte und den aktu- Ausstellungsvisualisierung Rainer Wölzl ellen Medien auf und setzt sie neu zusammen. im Mittelpunkt Schatten dient dem Künstler da- dem 5. Juni 2026, um 19 uhr erstehen dabei gesellschaftliche bei als Spur der Vergangenheit öffnet und läuft bis zum 9. AuMachtstrukturen. Die Ausstel- und als Raum für Erinnerungen. gust. Vorab steht der Künstler am lung fasst diese teils mehrteili- Damit schafft er einen bewuss- Eröffnungstag zwischen 11 und gen, rasterartigen Werke unter ten Gegenpol zur schnellen Bil- 15 uhr nach vorheriger Anmeldem Gedanken eines „Museums derflut auf unseren Bildschirmen. dung für Rundgänge bereit. Eine der Schatten“ zusammen. Der Die Ausstellung wird am Freitag, besondere Führung ist die „Slow

Art Führung“ am Donnerstag, dem 2. Juli, um 17 uhr an einer sogenannten teilnehmen. Das Museum ist täglich von 11 uhr bis 18 uhr geöffnet. Weitere informationen unter www.kaethekollwitz.berlin.

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Gazette Charlottenburg  |  Juni Gazette Wilmersdorf | Juni2026  |  3 2026 | 3

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Foto: britibay

Die Berliner Feuerwehr feiert in Verwaltung, neue Möglichkeiten steht wieder ganz im Zeichen der diesem Jahr ihr 175-jähriges Be- auszuprobieren und dabei verant- Stadtnatur. Am Samstag, 13. Juni, stehen. Dieses Jubiläum ist für wortungsvoll vorzugehen. Wenn treffen wir uns um 14  uhr am mich ein schöner Anlass, einmal wir gute Fachkräfte gewinnen „Hippie-Hügel“ im Volkspark WilDanke zu sagen – an die vielen wollen, müssen Verfahren ver- mersdorf, er liegt zwischen Kufhaupt- und ehrenamtlichen Ein- lässlich funktionieren und dürfen steiner und Babelsberger Straße. satzkräfte, die jeden Tag für unsere nicht unnötig lange dauern. Ge- Meine Kollegin, Bezirksstadträtin Sicherheit da sind. Oft nehmen wir nau daran arbeiten wir. Heike Schmitt-Schmelz, wird den es als selbstverständlich hin, dass Spaziergang begleiten und dabei 70 Jahre Anne Frank Haus und Hilfe schnell kommt, wenn Menviele spannende Einblicke in die Malwettbewerb Haus der Jugend schen in not geraten. Dahinter natur mitten in unserem Bezirk Das Haus der Jugend geben. ich finde, der Volkspark stehen jedoch enorme Anne Frank wird in die- ist ein gutes Beispiel dafür, wie Einsatzbereitschaft, Erfahrung und Teamarbeit. sem Juni 70 Jahre alt. Für wichtig grüne Erholungsräume Allein in unserem Bezirk viele Kinder und Jugend- für den Alltag in der Stadt sind. liche aus dem Bezirk ist Viele Menschen kommen hierher, gibt es zwölf Standorte es ein wichtiger Ort, um um frische Luft zu schnappen, der Freiwilligen Feuerwehr. Das Jubiläum wird Freunde zu treffen, Mu- Sport zu machen oder einfach am 20.  Juni mit einem Kirstin Bauch sik zu machen, Sport zu kurz Ruhe zu finden. Dabei verFestakt im Roten Rathaus treiben oder einfach, um gisst man leicht, wie wichtig diese begangen, an dem auch ich teil- nicht allein zu Hause zu sitzen. Am Orte auch für Tiere und Pflanzen nehmen werde. Freitag, 12. Juni, wird ab 16 uhr sind. Gerade in einer Großstadt das Jubiläum mit einem Fest und brauchen wir Grünflächen, die ErModerne Verwaltung einem Tag der offenen Tür gefei- holung ermöglichen und gleichbraucht gute Werkzeuge ert. Besonders gespannt bin ich zeitig Lebensräume schaffen. Wer sich heute auf eine Stelle im auf die Bilder aus dem Malwett- Die Teilnahme ist wie immer kosBezirksamt bewirbt, erwartet zu bewerb zu Anne Frank, bei dem tenfrei. Alle interessierten sind Recht ein zügiges und nachvoll- ich gemeinsam mit Kolleginnen herzlich willkommen. informatiziehbares Verfahren. Genau dar- und Kollegen aus dem Bezirks- onen über die bisherigen Kiezspaan arbeiten wir derzeit mit einem amt in der Jury sitze. Kinder und ziergänge finden Sie im internet neuen Pilotprojekt. Seit Ende Mai Jugendliche waren eingeladen, unter www.kiezspaziergaenge.de. testen wir, wie Künstliche intelli- Anne Frank so zu malen, wie sie sie Partnerschaftsreise nach Trento genz (Ki) unsere Mitarbeitenden sehen oder sich heute vorstellen. bei der Vorbereitung von Aus- ich finde es beeindruckend, wie Ende Juni reise ich gemeinsam wahlverfahren unterstützen kann. ernsthaft sich junge Menschen mit einer Delegation unseres BeEingesetzt wird dabei das Berliner mit ihrer Geschichte auseinan- zirks in unsere italienische PartKi-Tool „BärGPT“. Es hilft zum Bei- dersetzen. Das Haus der Jugend nerstadt Trento. Die Städtepartspiel dabei, interviewfragen für die verbindet seit vielen Jahrzehnten nerschaft besteht inzwischen seit Vorstellungsgespräche zu struktu- Freizeitangebote mit einem klaren 60 Jahren und ist bis heute lebenrieren oder Gesprächsabläufe pas- Blick auf Demokratie, Respekt und dig. Gerade in Zeiten, in denen send zu den jeweiligen Stellenpro- ein gutes Miteinander. Dass dieser viele Herausforderungen Städte filen vorzubereiten. Mir ist wichtig Gedanke dort bis heute lebendig in ganz Europa gleichermaßen zu betonen: Die Entscheidungen ist, merkt man sofort, wenn man beschäftigen, finde ich den ditreffen weiterhin Menschen, nicht das Haus besucht. rekten Austausch besonders wertdie Ki. Alle inhalte werden geprüft voll. Mich interessiert, wie andere Kiezspaziergang: Gemeinsam – auch mit Blick auf Fairness, DaKommunen mit Fragen rund um den Volkspark neu entdecken tenschutz und Barrierefreiheit. Für Stadtentwicklung, Verwaltung mich gehört zu einer modernen unser Kiezspaziergang im Juni oder das Zusammenleben in ei ner wachsenden Stadt umgehen. Gleichzeitig bieten solche Begegnungen die Möglichkeit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen aufzubauen. ich freue mich darauf, unseren Bezirk in Trento zu vertreten und viele Eindrücke mit zurück nach Berlin zu bringen.

Gedenken an den 17. Juni 1953 Am 17. Juni erinnern wir auf dem Steinplatz an die Männer und Frauen, die 1953 in Ost-Berlin und der DDR für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Mehr als eine Million Menschen beteiligten sich damals in über 700  Städten am Volksaufstand. Sie forderten freie Wahlen, bessere Lebensbedingungen und die Freilassung politischer Gefangener. Der Protest wurde gewaltsam niedergeschlagen, viele Menschen wurden verfolgt, verhaftet oder getötet. Auch heute lohnt sich der Blick auf dieses Kapitel unserer Geschichte. Der 17. Juni erinnert daran, wie wichtig demokratische Rechte sind und dass sie nie selbstverständlich waren. Mein Kollege, Bezirksstadtrat Simon Hertel, wird zum Gedenken einen Kranz am Steinplatz niederlegen. ich wünsche ihnen einen guten Start in den Sommer und freue mich auf viele Begegnungen in unserem Bezirk. Für ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de Herzlich grüßt Sie ihre       Kirstin Bauch

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Foto: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Forschen bis Mitternacht Lange Nacht der Wissenschaften lädt am 6. Juni ein Von autonomen Bussen über Eichhörnchen-Forschung bis hin zu den Geheimnissen unserer eigenen Gefühle: Am 6. Juni 2026 öffnen zahlreiche Berliner institute und universitäten wieder ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Organisatoren der Langen nacht der Wissenschaften versprechen ein abwechslungsreiches Programm, das einen Blick hinter die sonst verschlossenen

Kulissen der Hauptstadt-Forschung erlaubt. Werfen Sie einen Blick auf eine Auswahl der Ereignisse im Westen und Südwesten Berlins.

(ZEKi) zeigt von 17 bis 0 uhr, wie intelligente Systeme den Berufsalltag künftig erleichtern könnten. Direkt vor dem Gebäude lässt sich das autonome Fahren hautnah erleben: Zu festen Von KI bis Siebdruck Zeiten (17 bis 17.30 uhr, 19 bis Am Ernst-Reuter-Platz in Charlot- 19.30 uhr und 21 bis 21.30 uhr) tenburg stehen die Zukunft der demonstrieren Experten an digiArbeit und moderne Mobilität talisierten Bussen, Transportern im Mittelpunkt. Das Zentrum für und Lieferrobotern, wie Kameras Erlebbare Künstliche intelligenz und Sensoren den Verkehr von

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Foto: J. Sauer / HZB

Foto: Marion Borriss

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Foto: Judit Lorincze / Collegium Hungaricum Berlin

Jahren zwischen 17 und 21 Uhr mitgebrachte T-Shirts oder Stoffbeutel im Siebdruckverfahren verschönern.

Eichhörnchen, Wetter und mehr Tierisch wird es im Haus der Ökologie in der Rothenburgstraße in Steglitz. Zwischen 17 und 22 Uhr können kleine Naturforscher und -forscherinnen ab sechs Jahren als Detektive herausfinden, wie Eichhörnchen leben, was sie abseits von Nüssen fressen und warum

sie für das Ökosystem Wald so unverzichtbar sind. Im Südwesten Berlins wartet zudem viel Wissenschaftsgeschichte. Am Fritz-Haber-Institut im Faradayweg in Dahlem startet um 17 Uhr ein einstündiger Rundgang auf den Spuren von Nobelpreisträgern wie Albert Einstein und Otto Hahn, die hier einst lebten und arbeiteten. Am Wetterturm in der Schmidt-OttStraße erklären Studierende der Meteorologie von 17 bis 22 Uhr,

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wie Hoch- und Tiefdruckgebiete eigentlich zu ihren Namen auf der Wetterkarte kommen. Wer sich lieber mit dem Innenleben des Menschen beschäftigt,

ist an der benachbarten Freien Universität (Rostlaube, Raum KL29/111) richtig. Ein interaktiver Parcours macht dort von 17 bis 23 Uhr Emotionen erfahrbar und zeigt, wie stark unsere Gefühle gesellschaftliche und politische Entwicklungen beeinflussen. Das vollständige Programm mit allen Orten und Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet lässt sich unter www. langenachtderwissenschaften. de/programm einsehen.

Rheingauer Weinbrunnen ist Montag bis Samstag noch bis zum 12. September von 15 bis 21.30 Uhr auf dem Rüdesheimer Platz für Sie geöffnet

Die Rheingauer Weingüter präsentieren ihre Weine & Sekte Noch bis Sa. 06.06.2026 Weingut Adam Basting Mo 08.06. bis Sa. 20.06.2026 Weingut Ferdinand Abel Mo 22.06. bis Sa. 11.07.2026 Weingut Adam Basting

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Wie sicher ist Ihr Kiez vor Starkregen? Neues Online-Portal zeigt Gefährdungspotential Wenn sich der Himmel über Berlin verdunkelt und die Schleusen öffnen, herrscht in vielen Straßen schnell Land unter. Die massiven Starkregenereignisse der Jahre 2017 und 2019 haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell plötzliche Wassermassen immense Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und privatem Eigentum anrichten können. Doch wie hoch ist die Gefahr für die eigene Haustür eigentlich wirklich?

Detailliertes Risikoprofil Genau diese Frage lässt sich nun mit wenigen Klicks beantworten. Unter der Adresse https://hochwasser.berlin.de ist ein neues Informationsportal an den Start gegangen. Über ein einfaches Eingabeformular und einen kurzen Fragebogen können Mieter und Hauseigentümer die Gefährdung an ihrem genauen Standort berechnen lassen. Als Basis

Überflutungsrisiko duch Starkregen: Gering Mittel Hoch Sehr Hoch

Unter hochwasser.berlin.de kann eine Gefährdungskarte aufgerufen werden. für die Auswertung dienen unter anderem detaillierte Starkregengefahrenkarten. Das persönliche Risiko-Profil lässt sich anschließend übersichtlich als PDF-Dokument herunterladen.

Tipps zur Vorbeugung Die digitale Auskunft zeigt jedoch nicht nur Gefahren auf, sondern gibt auch Tipps zur Vorsorge und für den Notfall. Denn beim

Thema Hochwasserschutz sind sowie dem Kompetenzzentrum nicht nur die Behörden gefragt. Wasser Berlin. Laut Gesetzgeber liegt es auch Das Hochwasser-Portal ist Teil in der Verantwortung der Bürger, des städtischen Förderprojekts Vorkehrungen zum Schutz des „SmartWater“. Wer sich die Funktieigenen Eigentums zu treffen. onen der neuen Internetseite lieEntwickelt wurde das Tool, um ber vor Ort und persönlich erklägenau diese Eigenvorsorge zu ren lassen möchte, hat dazu bald erleichtern – als gemeinsames Gelegenheit: Am 6.  Juni 2026 Projekt der Senatsverwaltung für wird das Angebot im Rahmen der Umwelt, der Berliner Wasserbe- Langen Nacht der Wissenschaftriebe, der Technologiestiftung ten ausführlich präsentiert.

Amt auf Rädern Neuer Bus für das Mobile Bürgeramt Der Weg zum Bürgeramt kostet oft Zeit – einfacher ist es, wenn die Behörde direkt vor der Tür hält. Genau dieses Konzept verfolgt das Mobile Bürgeramt in Charlottenburg-Wilmersdorf. Seit Anfang Mai ist ein eigens umgerüsteter Bus im Bezirk unterwegs. Ob ein neuer Personalausweis, der Umtausch des Führerscheins, die Ummeldung des Wohnsitzes oder die Beantragung von Lebensund Meldebescheinigungen – im Bus lassen sich zahlreiche alltägliche Behördengänge erledigen. Das Angebot macht Station an sozialen sowie öffentlichen Einrichtungen und richtet sich gezielt an deren Mitarbeiter und Besucher. Wie groß der Bedarf an einer solchen Vor-Ort-Lösung ist, zeigte sich bereits vor dem Start: Die reservierten Termine für die Beschäftigten der DRK Kliniken Westend bei der Vorstellung des neuen Busses waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausgebucht.

Premiere des neuen Busses vor den DRK Kliniken: (v.l.) Dr. B. Frericks (Ärztlicher Leiter), Bezirksstadträtin A. Duda, B. Raßmann (Amt für Bürgerdienste), Ö. Kadak und A. Mohamed (beide Mitarbeiter des Bürgeramts). � Foto: BACW Der Bezirk kooperiert mit diversen Pflege-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sowie der Polizei. So können beispielsweise Besucher des Jobcenters am Goslarer Ufer ihre Termine direkt mit einem Behördengang verknüpfen. In der Stadtteilbi bliothek am Halemweg wird der Service zudem mit örtlichen Bildungs- und Teilhabeangeboten kombiniert. Der Fahrplan soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Einrichtungen aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die den Bus für ihre Mitarbeiter

oder Klienten anfordern möchten, können sich per E-Mail unter back­office@charlottenburgwilmersdorf.de an das Bürgeramt wenden. Wo das mobile Büro als Nächstes haltmacht, wird unter www.berlin.de/-ii1655581 angekündigt.

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70 Jahre Haus der Jugend Anne Frank Jubiläumsfeier mit buntem Programm für Kinder und Jugendliche Am Freitag, den 12. Juni 2026 – an diesem Tag wäre Anne Frank (1929 – 1945) 97 Jahre alt geworden – feiert das nach ihr benannte Haus der Jugend in der Mecklenburgischen Straße 15 mit einem Tag der offenen Tür sein Jubiläum. Seit der Eröffnung sind 70 Jahre vergangen. Aus diesem Anlass werden die offene Jugendarbeit und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt gestellt. Anstatt starrer Abläufe erwartet die Besucher ein Nachmittag, der Raum für Sport, Kreativität und Geselligkeit bietet.

Sport und Musik Bereits ab 16 Uhr öffnet das Haus im ersten Obergeschoss seine Türen. Auf dem Außengelände wird es sportlich, wenn beim U13-Fußballturnier die besten Mannschaften gegeneinander antreten. Wer es ruhiger mag, kann bei Live-Musik auf der Wiese entspannen oder zwei Ausstellungen besuchen: Eine widmet sich der Geschichte des Hauses, die andere präsentiert die kreativen Ergebnisse eines Malwettbewerbs, bei dem es darum ging, ein Porträt von Anne Frank zu malen. Dank Foodtrucks ist auch für Essen und Getränke gesorgt.

schluss werden um 19.30 Uhr die Gewinner des Malwettbewerbs ausgezeichnet. Nach einem weiteren Live-Auftritt um 19.45 Uhr gehört der restliche Abend ganz den Jugendlichen: Von 20 bis 22 Uhr verwandelt sich das Haus in eine „Young Teenie Disco“, bei der der Tag musikalisch ausklingt.

Erinnerung an Anne Frank Dass die Einrichtung den Namen von Anne Frank trägt, ist dabei kein Zufall, sondern ein stetiger Auftrag zur Aufklärung und Toleranz. Anne Frank war ein jüdisches Mädchen aus Haus der Jugend Anne Frank an der Mecklenburgische Straße. � Foto: BACW Frankfurt am Main, das mit seiner Familie vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten Von Festansprachen zur Disco in die Niederlande floh. In einem AmsterdaAm frühen Abend geht das Festgelände in mer Hinterhaus versteckt, schrieb sie ihr weltdas offizielle Programm über. Um 18.30 Uhr berühmtes Tagebuch. Darin hielt sie nicht nur ist eine gemeinsame Luftballon-Aktion ge- die ständige Angst vor der Entdeckung fest, plant, bevor um 18.45  Uhr die sportlichen sondern auch ganz alltägliche Gedanken, Leistungen des Fußballturniers mit einer Sie- Träume und Konflikte einer Heranwachsengerehrung gewürdigt werden. Um 19.15 Uhr den. Das Versteck wurde 1944 verraten. Anne ergreifen Gäste aus der Bezirkspolitik das Frank wurde deportiert und starb im Frühjahr Wort: Kirstin Bauch, Bezirksbürgermeisterin 1945 im Alter von nur 15 Jahren im Konzenvon Charlottenburg-Wilmersdorf, und Simon trationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch Hertel, Stadtrat für Jugend und Gesundheit, erinnert bis heute Generationen von Jugendwerden zu den Besuchern sprechen. Im An- lichen an die Bedeutung von Menschlichkeit.

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Bald kann wieder auf der Kunstallee flaniert werden.

Kunsthandwerk auf der Schloßstraße 130 Aussteller präsentieren ihre Werke gegenüber vom Schloss Der breite Mittelstreifen der Charlottenburger Schloßstraße ist für viele Anwohner ein vertrauter Ort zum Spazieren. Am ersten Juni-Wochenende des Jahres 2026 bekommt die baumbestandene Promenade jedoch für zwei Tage eine ganz andere Funktion. Zwischen dem Spandauer Damm und der Zillestraße öffnet die „Berliner Kunstallee“ und ergänzt die Angebote der umliegenden Museen mit einer Auswahl von kunsthandwerklichen unikaten, die die eigenen vier Wände bereichern können.

Am 6. und 7. Juni stellen dort rund 130 Künst- Darüber hinaus gibt es Goldschmiedearler, Designer und Kunsthandwerker aus beiten, Mode, Porzellan, Fotodesign sowie Deutschland und dem europäischen Ausland Filzkunst. ihre Arbeiten vor. Auf einer Länge von fast Der Markt richtet sich dabei nicht nur an geeinem Kilometer reihen sich die Stände an- zielte Sammler von Kunst und Design. Durch einander und bieten einen Einblick in die Ar- die Lage zwischen den traditionsreichen Mubeit kleiner Manufakturen und Werkstätten. seen und unter den hohen Bäumen der Allee Der Fokus liegt auf unikaten und Kleinserien. bietet sich die Veranstaltung auch für einen Das Spektrum der angebotenen Objekte ist entspannten Wochenendausflug an. vielfältig. interessierte finden vor Ort klas- Die Stände der Berliner Kunstallee können sische Malereien und Grafiken, aber auch an beiden Tagen jeweils in der Zeit von 11 bis Skulpturen und handgefertigte Keramik. 18 uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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Forschung statt Freibad FU in Dahlem lädt Jugendliche ab der 10. Klasse zur Sommeruniversität ein Wenn die Sommerferien im August ihren Höhepunkt erreichen, bietet die Freie Universität (FU) Berlin eine Alternative zum klassischen Ferienprogramm. Vom 10. bis zum 21. August 2026 öffnet die Hochschule ihre Türen für die 22. MINT-Sommeruniversität. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe, die einen Blick in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) werfen möchten.

Rallye zum Start

10585 Berlin-Charlottenburg

Kaiser-Friedrich-Straße 7

Der Startschuss fällt am Montagmorgen, den 10.  August, mit einer Campus-Rallye quer durch Dahlem. Im Anschluss gewährt der Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Die unsichtbare Welt der Wasseroberfläche – ein Blick in die Subnanometerwelt“ einen ersten � Foto: NatLab wissenschaftlichen Einblick in die verborgene Welt der Wasseroberfläche. Bei einer 14.30 Uhr finden 21 verschiedene Kurse statt anderem um Arzneimittel aus dem 3D-DruFührung durch das Forschungsgebäude – teils direkt auf dem Campus, teils online. Zu cker oder die Neurobiologie hinter der künstSupraFAB können die Jugendlichen zudem diesen Kursen gehören z. B. „Nanotransporter lichen Intelligenz und „Chemie auf die sichersechte Labore und Großgeräte aus der Nähe und Neuronen: Kleine Strukturen ganz hoch te Art und Weise – am Computer“. Zu diesen betrachten, an denen Forscher aus der Bio- aufgelöst“, „Vom Glibberschleim bis Lebens- Nachmittagsvorlesungen sind alle Bürgerinlogie, Chemie und Physik täglich gemeinsam retter: Die Superkräfte der Hydrogele“, „Wenn nen und Bürger eingeladen, nicht nur die arbeiten. Landschaften aus dem Takt geraten – Lang- Kursteilnehmer. Die Vorträge sind öffentlich zeitfolgen des Klimawandels“ sowie „Span- und werden zusätzlich im Internet gestreamt. Die Superkräfte der Hydrogele nende Erlebniswelt Physik“. Die MINT-Sommeruniversität findet von, An den darauffolgenden acht Tagen wartet 10. August, bis Freitag, 21. August 2026, statt Öffentliche Vorträge auf die Teilnehmer ein abwechslungsreiches – mit täglichen Experimentierkursen (im ZeitProgramm, das eine Mischung aus Praxis und Nachmittags von 15 Uhr bis 16 Uhr runden fenster zwischen 9.30 Uhr und 14.30 Uhr) und Theorie bietet. Jeweils zwischen 9.30 Uhr und Vorlesungen den Tag ab. Hier geht es unter Vorlesungen zwischen 15 und 16  Uhr. Die SommerUNI endet am Freitag, dem 21. August, mit einem Tag zur Studienorientierung. Wer an den praktischen Kursen vor Ort teilnehmen möchte, zahlt eine Gebühr von 10 Euro pro Tag. Die Online-Angebote sowie der Besuch der Nachmittagsvorlesungen sind kostenfrei. Da die Platzanzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bis zum 26. Juli 2026 über www. fu-berlin.de/sites/sommeruni/anmeldung/ Anmeldung-digital für die Kurse eintragen.

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Füchslein klein, fiel allein in den tiefen Schacht hinein Fuchshilfe Berlin rettet Fuchswelpen dank aufmerksamer Anwohner Ein laues Frühlingswochenende: Der kleine Fuchsrüde will im grünen Bezirk Steglitz-Zehlendorf endlich die weite Welt entdecken. Doch der Ausflug endet abrupt

seines Retters, beißt kurz in dessen Handschuh, als der ihn nach Verletzungen absucht. So schnell gibt ein kleiner Fuchsrüde nicht auf! Der Abgestürzte ist in gut genährtem Zustand, etwa 9 Wochen alt. Da der kleine Racker ja so etliche Stunden im Schacht zugebracht hat, bekommt er von Holger vorsichtig etwas Flüssigkeit ins Mäulchen.

Gefangen im Lichtschacht.� unweit seines behüteten Baus nahe Erlenbusch, in dem Mama immer so gut auf ihn aufgepasst und ihn mit leckerem Futter versorgt hat: Durch einen schmalen Spalt zwischen Gitter und Wand

rutscht der Kleine unter dem Balkon eines Privathauses in einen tiefen Lichtschacht. Irina hört die kläglichen Tierschreie, als sie Samstagmittag mit ihrem Dackel spazierengeht. Sie will helfen, doch das Jammern des Kleinen lässt sich nicht genau orten. Also Polizei und Feuerwehr gerufen. Die durchsuchen die nahe Tiefgarage akribisch ohne Erfolg. Irina, mit großem Herzen für alles, was Fell oder Federn hat, alarmiert nun sämtliche Nachbarn – auch Thomas von gegenüber – Augen und Ohren offenzuhalten.

Ach, das Füchslein weinet sehr… Wildtierfalle unzureichend gesicherter Lichtschacht. � Foto: Holger Koppatsch

Nach einer nicht nur für Irina unruhigen Nacht, entdeckt Thomas unter seinem Balkon Sonntagnachmittag schließlich das in

Foto: Holger Koppatsch den Schacht gefallene Fuchskind. Das Gitter darüber ist verschraubt, schwer heranzukommen. Wenige Meter weiter die Fuchsmutter, die ihren kleinen Ausreißer lockt, nicht aus den Augen lässt. Professionelle Hilfe naht bald: Holger Koppatsch, ehrenamtlicher Helfer der herbeigerufenen Fuchshilfe Berlin, eilt aus Tempelhof herbei, ausgerüstet mit Handwerkszeug, dicken Handschuhen, Transportkiste, Decke, Einwegspritze etc., denn man weiß ja nie, in welchem Zustand der kleine Findling sein wird. Gemeinsam mit Irina und Thomas wird das Gitter von der Außenseite geöffnet, Holger klettert in den Lichtschacht, der fast so tief ist wie er groß. In der Ecke kauert Füchslein, verängstigt und hilflos, aber unversehrt. Fest kuschelt es sich in den Arm

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Da besinnt sich das Fuchskind, läuft nach Haus geschwind Irina, Thomas und Holger trauen ihren Augen kaum: Die Fuchsmutter ist pünktlich da, ihren vermissten Sohn abzuholen. Der kann gar nicht schnell genug von Holgers Arm kommen, und – endlich wieder in Freiheit – rennt der Kleine auch schon Richtung Fähe los, eine liebevolle Begrüßung folgt. Aus einiger Entfernung

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2026  |  11 schenken beide ihren Rettern noch einen, man könnte meinen, dankbaren Blick. Dann haben sie es recht eilig, diesen Ort des Geschehens zu verlassen.

Fähe und Jungtier wieder vereint. � Foto: Holger Koppatsch Auf dem Nachbargrundstück halten sie sich noch eine zeitlang auf. Hier entdecken die Retter später zwei Erdlöcher, die Zugang zu einem aktiven Fuchsbau sein könnten. Alle Drei verbindet an diesem Sonntagabend das herrliche Glücksgefühl darüber, diese besondere Wiedervereinigung und das Happy End der Geschichte miterlebt und nicht wenig dazu beigetragen zu haben. Der verhängnisvolle Spalt am Schacht soll möglichst schnell verschlossen werden, um weitere Wildtierunfälle zu vermeiden. Augen und Ohren offenhalten für Wildtiere, aber auch für eventuelle Gefahrenquellen wie unabgedeckte Keller oder Schächte in ihrer Nähe, wollen Irina und Thomas auch zukünftig – und wünschen sich das gemeinsam mit Holger ebenso von ihren Mitmenschen.

Ansprechpartner in der Not Holger Koppatsch, der aus Tempelhof zur Hilfe geeilt ist, ist an diesem Tag begeistert über die große Hilfsbereitschaft der Anwohner für ihre vierbeinigen wilden Nachbarn. „Menschen

mit Herz und Seele“, freut er sich, der während seiner Einsätze nicht immer so glimpflich verlaufende Wildtierunfälle erlebt. Zusätzlich zur Fuchshilfe Berlin für den Eichhörnchen Notruf aktiv, hat der gelernte Fotograf schon etliche Füchse, Eichhörnchen, Igel, aber auch zwei Schwäne aufgenommen, erstversorgt und an passenFoto: Fuchshilfe Berlin de Pflegeplätze gebracht. Darun- „Kindergarten-Gehege“ der Fuchshilfe Berlin.� ter war sogar ein alter Waschbär, der in einer Villa durchs Dachfens- „Falle“ stürzen zu lassen, aus der es Berliner Bezirken im Einsatz. Die ter gebrochen war, nun verletzt alleine nicht mehr herauskommt. geretteten und aufgenommenen auf der Couch darunter lag und – Eine kleine Hilfe können da in Füchse erhalten bei Bedarf tiervom Bewohner ob seines räudi- Becken und Schächte gestellte ärztliche Behandlung, werden gen Haarkleides für einen Fuchs Äste oder Steine sein, über die gesundgepflegt und möglichst gehalten worden war. Wenn er abgestürzte Tiere hinausklettern wieder ausgewildert. „Zuvor sind angerufen wird, steht Tierfreund können. sie in zwei Freigehegen je nach Holger bereit, Erste Hilfe zu leisAltersgruppen mit ArtgenosFuchshilfe Berlin gUG – ten, um gefiederte und haarige sen zusammen, sodass sie sich Tierrettung in Eigeninitiative Wildtiere aus allen möglichen nicht so sehr an den Menschen Notlagen zu befreien. ist eine gemeinnützige Organi- gewöhnen“, erklärt Mareike, die Die Fuchshilfe Berlin, die sich sation, die sich aktiv der Rettung das Wildtier im Fuchs erhalten seit drei Jahren gut organisiert von kranken und verletzten sehen will, dem in unserer Nähe von Mareike und ihrem Sohn als Füchsen und der Aufklärung zu aber auch unsere Hilfe zuteil wereinzige Berliner Einrichtung die- diesem Thema verschrieben hat. den muss, wenn er sie benötigt. ser Art der Tierhilfe widmet, un- Die Zügel führen mit viel Fach- Interessierte Mitstreiter für die terstützt Holger seit über einem wissen und Sachkenntnis seit gemeinnützige Organisation, die Jahr mit seinem ehrenamtlichen drei Jahren Mareike Seadini und ehrenamtlich mithelfen wollen, Einsatz. Hand in Hand arbeitet ihr Sohn. Ihr Ziel ist es, gemein- sind daher ebenso willkommen er dabei ebenso gerne mit den sam mit ihren ehrenamtlichen wie Fragen zum Wildtier Fuchs Mitstreitern dieser gemeinnüt- Mitstreitenden – derzeit rund und Spenden für Tierarzt-, Futter-, zigen Tierhilfe-Organisation wie 15 ehrenamtlich Aktive – und Pflege- und Transportkosten. Und mit aufmerksamen Bürgern und Hand in Hand mit anderen Tier- sogar Fuchs­patenschaften für anderen Tierrettern. Auch wenn rettungs-Organisationen das junge Füchse sind möglich. manche Füchse nur noch von Leid dieser Wildtiere zu lindern Weitere Informationen dazu unihrem Leid erlöst werden können, und sie zu retten. Tierschutz mit ter www.fuchshilfe-berlin.de überwiegen die Fälle, in denen sie Herz und Verstand, wobei auch Telefonische Beratung, Kontakt unter den Augen der Fuchshilfe die Beratung der Menschen zum und Notfall unter Telefon 01515 Berlin gesundgepflegt wieder in Wildtier Fuchs eine wichtige Rol- 430 4890 und E-Mail: info@ die Freiheit entlassen oder aus- le spielt. Denn ein entspanntes fuchshilfe-berlin.de gewildert werden können. – Hol- Miteinander in der Stadt wird mit � Jacqueline Lorenz gers schönster Lohn für seinen mehr Wissen und Verständnis für Spenden: selbstlosen Einsatz. Dabei mahnt dieses Tier deutlich erfolgreicher. Fuchshilfe Berlin er jeden, mehr auf vermeidliche Zur sich allein aus Eigeninitiative IBAN: DE93 1005 0000 0191 4815 21 Todesfallen für (Jung-)Tiere in und Spenden finanzierenden OrBIC: BELADEBEXXX  seiner Umgebung zu achten, wo- ganisation hat Mareike vor KurzPaypal: info@fuchshilfe-berlin.de bei eben schon ein kleiner Spalt em den Förderverein gegründet. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt. reichen kann, um das Tier in eine Die Fuchshilfe Berlin ist in allen

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Schätze vor der Haustür entdecken Am 7. Juni ist UNESCO-Welterbetag Wer an den Wochenenden an der Havel entlang spaziert oder durch die alten Parkanlagen im Südwesten Berlins streift, bewegt sich auf historischem Boden. Die Schloss- und Gartenlandschaften, die ein wichtiger Bestandteil von Steglitz-Zehlendorf und seiner Umgebung sind, rücken am UNESCO-Welterbetag am 7. Juni in den Fokus. Immer am ersten Sonntag im Juni laden Denkmäler und Naturstätten in ganz Deutschland dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei werden nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch Geschichte erlebbar gemacht.

55 nationale Welterbestätten

Zutritt zur „Kleinen Neugierde“, einem Bauwerk, das normalerweise für den Besucherverkehr gesperrt ist. Schlossmitarbeiterin Barbara Feldt leitet die Sonderführung. Treffpunkt ist die Schlosskasse an der Königstraße 36. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0331 96 94 200.

Greifentor am Glienicker Park.

Deutschlandweit beteiligen sich fast alle der 55 nationalen Welterbestätten an dem Programm. Vom Kölner Dom über das Wattenmeer bis hin zu den preußischen Schlössern und Gärten vor der eigenen Haustür reicht die Bandbreite. Mit Sonderführungen, Vorträgen und Mitmachaktionen zeigen die Mitarbeiter der Stätten auch die unbekannten Seiten der historischen Anlagen.

Welterbe als Generationenvertrag

Schloss Glienicke tid/12898) an einem ausführlichen historischen Rundgang teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltungsideen von König Friedrich Wilhelm II. und seiner Geliebten Wilhelmine Enke, die das 67  Hektar große Areal im späten 18. Jahrhundert mit fremdländischen Bäumen in einen Sehnsuchtsort verwandelten. Treffpunkt ist das Fährhaus. Tickets kosten 8, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei.

Schloss Pfaueninsel

Ein besonderes Augenmerk liegt de/aktuelles/veranstaltung/ an diesem Tag auf Kindern und mit-elfe-tana-die-pfaueninselJugendlichen. Denn die Idee des entdecken/event/tid/11537) Welterbes – das weltweit über Familien mit Kindern ab sechs 1.200 Stätten in 170 Ländern Jahren mit auf Entdeckungsumfasst – basiert auf einem tour. Die jungen Teilnehmer Generationenvertrag. Die histo- erfahren auf spielerische Weise, rischen Kulturgüter und Natur- wo die Königskinder einst die landschaften sollen intakt an die Nachmittage verbrachten und nächste Generation übergeben an welchen Stellen früher exotiwerden. Altersgerechte Aktio- sche Tiere lebten. Treffpunkt ist nen sollen früh das Interesse für das Fährhaus. Tickets kosten 8, den Denkmal- und Naturschutz ermäßigt 6  Euro, Kinder unter wecken. Die Stiftung Preußi- 7 Jahren frei. sche Schlösser und Gärten lädt Architektonische Vergangenheit zu mehreren Führungen ein, die andere Perspektiven auf die Aus- Wer tiefer in die gärtnerische flugsziele bieten. und architektonische Vergangenheit der Insel eintauchen Pfaueninsel für Kinder möchte, kann von 14 bis 16 Uhr Auf der Pfaueninsel geht es unter dem Motto „Paradiesisches bereits am Vormittag magisch Eiland“ (www.spsg.de/aktuelles/ zu. Von 11 bis 12  Uhr nimmt veranstaltung/paradiesischesdie „Inselelfe Tana“ (www.spsg. eiland-die-pfaueninsel/event/

Schloss Babelsberg und seine Geschichte Einen Steinwurf entfernt, auf der Potsdamer Seite der Havel, öffnet zeitgleich das Schloss Babelsberg (www.spsg.de/aktuelles/ veranstaltung/schlossbabelsberg-zeitgeschichten-3/ event/tid/13903) seine Türen. Von 14 bis 15 Uhr führt Schlossleiter Jens Straßburger-Asbeck durch den einstigen Sommerwohnsitz von Wilhelm I. Da die umfassende Innensanierung noch aussteht, vermittelt eine kleine Präsentation mit teilweise noch nie gezeigten Exponaten einen ungewöhnlichen Blick auf die Geschichte des Hauses. Treffpunkt ist der Schlosseingang im Park Babelsberg 10. Tickets 14, ermäßigt 12 Euro.

Schlossgarten Glienicke

Liebe zu Italien Auch der Schlossgarten Glienicke (www.spsg.de/aktuelles/ veranstaltung/italien-an-derhavel-2/event/tid/13944) wird bei einer kostenfreien Führung von 14 bis 15  Uhr vorgestellt. Die Tour rückt den Prinzen Carl von Preußen als Kunstsammler in den Fokus und zeigt, wie er den Park als landschaftliches Abbild seiner Italienreisen gestaltete. Ein Höhepunkt des Spaziergangs ist der exklusive

Schloss Babelsberg

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Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf 6

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2026  |  13

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Welche Chancen bietet das Berliner Klimaanpassungsgesetz im Bezirk? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die B‘90/Grünen-Fraktion das Thema vorgeschlagen.

de Chance für eine effektive Verbesserung der Resilienz gegenüber Klimafolgen. Claudia Spielberg

Linksfraktion

CDU-Fraktion Die Risiken in Form von Extremwetterereignissen und Hitzesommern sind hinlänglich bekannt. Vor diesem Hintergrund bietet das Klimaanpassungsgesetz die Chance, den eingeschlagenen Weg im Bezirk konsequent fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Mit dem bezirklichen Klimaanpassungskonzept (BAFOK) wurden bereits Standards gesetzt, um den Bezirk auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Das Hauptaugenmerk dabei war stets der Schutz besonders vulnerabler Gruppen. Während der Bezirk durch Entsiegelungsmaßnahmen, den Ausbau von Bänken sowie den Umbau von Sport- und Schulflächen wichtige Akzente setzen konnte, bleibt die wohl größte Herausforderung die Neu- und Nachpflanzung unserer Straßenbäume. Das Klimaanpassungsgesetz ist hierbei ein wichtiger Taktgeber – allein bis 2040 müssen 20.652 Bäume gepflanzt werden. Klar ist schon jetzt, dass der Bezirk für die bevorstehenden Aufgaben in den Bereichen Hitzeschutz und Wassermanagement zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen und die ämterübergreifende Zusammenarbeit auf allen Ebenen stetig weiterentwickeln muss. Alexander Pönack

B‘90/Grünen-Fraktion Das Berliner Klimaanpassungsgesetz bedeutet für Charlottenburg-Wilmersdorf viele zusätzliche Bäume, grüne Klimainseln in hitzebelasteten Kiezen und die Rückhaltung eines Teils des Regenwassers. Dadurch werden die Gewässer sauberer. Unser Stadtrat Oliver Schruoffeneger hat mit dem Bezirksamtsbeschluss vom April die Finanzierung der Klimaanpassung gesichert: bis 2040 sollen 20.652 neue Straßenbäume an 8.400 neuen Standorten gepflanzt werden. Dazu wird die Baumschule in der Jungfernheide wieder reaktiviert. Für neue Klimainseln und Pocket-Parks wird ein Kooperationsmodell bei Bauprojekten geschaffen. Unsere Sport- und Schulfreiflächen sollen für 12 Millionen Euro klimagerecht und artenvielfältig umgebaut werden. Bildungsangebote zu allen Nachhaltigkeitsthemen, z. B. mit einer kostenlosen Gartenberatung, ergänzen die Maßnahmen. Die Grünflächenpflege wird naturnäher und von ehrenamtlichen Initiativen unterstützt. Der Bezirk produziert selbst Strom und fast alle öffentlichen Gebäude wurden

Das Berliner Klimaanpassungsgesetz (KAnGBln) kann unter https://gesetze.berlin.de/bsbe/ document/jlr-KlimaAnpGBEpIVZ abgerufen werden. auf fossilfreie Wärmeversorgung umgestellt. Klimaschutz spart so Kosten und erhöht die Lebensqualität. Sibylle Centgraf Berlin

SPD-Fraktion

Charlottenburg-Wilmersdorf hat gegenüber den anderen Bezirken einen deutlichen Vorsprung beim Klimaschutz. Im Klimaanpassungsprogramm BAFOK sind viele Maßnahmen bereits definiert. Doch bei der Umsetzung gerät die Verwaltung aufgrund fehlender personeller Ressourcen unter Druck. Das wird am Beispiel des Baumgesetzes deutlich: Eine seit 2025 bestehende Zielvereinbarung legt die Stabilisierung des Baumbestands fest und offenbart den großen Arbeitsaufwand für Pflege und Erhalt der Straßenbäume. Jetzt ermöglicht das Baumgesetz die ökologisch notwendigen Neupflanzungen, die mit der aktuellen Personalausstattung kaum zu bewältigen sind. Das BAFOK sieht darüber hinaus weitere notwendige Maßnahmen vor, die u. a. Entsiegelung, Gewässerschutz und Stadtentwicklung betreffen. Die Umsetzung der Klimamaßnahmen in allen Bau-, Sanierungs- und Infrastrukturprojekten kann nur durch eine enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Wohnungswirtschaft und der Bürgerschaft gelingen. In dieser gemeinsamen Anstrengung liegt die entscheiden Das Berliner Klimaanpassungsgesetz bietet die Chance, unseren Bezirk besser an die Folgen der Klimakrise anzupassen. Entsiegelung, Schutz von Grünflächen, mehr Stadtbäume und Maßnahmen gegen Hitze müssen verbindlich umgesetzt werden. In dicht bebauten Kiezen und an Hauptverkehrsstraßen leiden Menschen unter der zunehmenden Hitze – wir brauchen Abkühlung und mehr nicht-kommerzielle Grünflächen. CDU und Grüne zeigen das Gegenteil: Das Bezirksamt hat die Zerstörung des Gemeinschaftsgartens KlimaInsel (ehemals Kleingartenanlage) in Wilmersdorf zugelassen, damit die Berlinovo teure Mikroappartements baut. Statt Grünflächen zu schützen, opfert man sie für Luxuswohnungen. Das ist weder sozial noch ökologisch verantwortbar. Die Linke sagt klar: Klimaschutz und bezahlbare Wohnungen gehören zusammen. Neuer Wohnraum soll auf bereits versiegelten Flächen entstehen, statt die letzten grünen Freiräume zu bebauen. 2016 stimmten über 18.000 Bürger:innen in einem Bürgerentscheid für den Schutz aller Grünflächen im Bezirk. Dieser Wille darf nicht weiter ignoriert werden. Frederike-Sophie Gronde-Brunner Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

20.652 neue Straßenbäume bis 2040, die Vergrößerung von 32.906 Baumscheiben, Aufbau von Klimainseln. Kosten ca. 310 Millionen Euro. Dafür zusätzliche sechs neue Stellen. Private Bauherren sollen stärker verpflichtet werden, zusätzliche Grünflächen oder Aufwertung des öffentlichen Raums zu schaffen („verbindliche Kooperationsmodelle“). Das verteuert Wohnungs- und Gewerbebau weiter, weil Baukosten steigen, die desolate Wohnungssituation verschärft sich – eine weitere Form der Regulierungswut und Enteignung durch die Hintertür. Mehr Bäume sind sinnvoll, aber nicht um jeden Preis. Klimawandel- und Anpassungsnarrative dürfen nicht zum kostentreibenden Selbstzweck werden. Wir fordern: Pragmatismus statt Klimahysterie, Vernunft statt Ideologie. Realistische Anpassung an Wetterextreme statt teurer Symbolpolitik, die am Ende kaum messbare Ergebnisse bringt. Es gibt drängendere Herausforderungen: z. B. Kriminalität und Migration, marode Schulen, Verfall der Infrastruktur. Der Beschluss bedeutet eine Verschiebung von Ressourcen weg von den echten Bürgerproblemen hin zu grünen Prestigeprojekten. Michael Seyfert

1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDu Grüne SPD Linke FDP AfD BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW

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Musik überall Fête de la Musique am 21. Juni mit kostenlosen Konzerten Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni liegt wieder Musik in der Berliner Luft. Wenn die Fête de la Musique in die Hauptstadt zurückkehrt, wird der öffentliche Raum zum Konzertsaal. Das Konzept ist so einfach wie erfolgreich: Überall in der Stadt treten Künstlerinnen und Künstler auf, und das Publikum kann der Musik völlig kostenlos lauschen.

Idee aus Paris Was im Jahr 1982 als Idee in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen Phänomen entwickelt. Hinter den unzähligen Auftritten in Berlin steht ein breites Bündnis aus Kulturzentren, diplomatischen Vertretungen, Bezirksämtern und Vereinen. Sie alle ziehen an einem Strang, um professionellen Musikern, talentierten Schülern aus Musikschulen und lokalen Bands eine Bühne zu geben. Dadurch wird

Nicht nur hier spielt die Musik – am 21. Juni werden in der ganzen Stadt Konzerte gegeben. nicht nur die aktuelle Musikszene der Stadt gefördert, sondern auch der kulturelle Austausch über die Bezirksgrenzen hinweg angeregt.

Gemeinschaft erleben Dabei geht es um weit mehr als nur um Unterhaltung. Die Fête

de la Musique soll die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln und Menschen zusammenbringen. Weil für keinen der Auftritte Eintritt verlangt wird, können auch all jene Live-Musik genießen, für die reguläre Konzerttickets sonst unerschwinglich sind. Zugleich bietet der Tag eine

Chance für Künstler, die nicht im Kulturbetrieb auf der Bühne stehen. Am 21. Juni sind somit alle Berlinerinnen und Berliner eingeladen, den vielfältigen Sound ihrer Stadt gemeinsam neu zu entdecken. Das gesamte Programm gibt es zeitnah unter www.fetedelamusique.de.

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Mit dem Wohnmobil entlang der Mosel

Warum immer mehr Berliner Richtung Süden aufbrechen Berlin – die Stadt pulsiert, inspiriert – doch manchmal sehnt man sich nach Ruhe und Natur. Diese Mischung finden Großstädter an der Mosel. Längst Geheimtipp für Berliner, verbindet sie als eine der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands Natur und Genuss zwischen sanften Wein Romantischer Blick auf die Mosel. bergen, historischen Winzerhöfen und charmanten Dörfern. Immer mehr Berliner entdecken die Freiheit des mobilen Reisens für sich. Besonders gefragt sind Wohnmobile, die Komfort mit flexi blem Einsatz verbinden: Für den klassischen Urlaub ebenso wie für Remote Work mit Aussicht. Aktuell steht ein Forster A 699 HB in der Region von einem kleinen Berlin-verbundenen Familienbetrieb für bis zu sechs Personen zur Vermietung und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Mit großzügigem Alkovenbett, gemütlichem Heckbett, voll ausgestatteter Küche, Bad mit separater Dusche, moderner Navigationstechnik, Apple CarPlay und einer Rückfahrkamera lässt er auch für Wohnmobil-Neulinge keinen Wunsch offen. Outdoor Fans begeistern Markise, Fahrradträger und die Heckgarage – ideal für Touren entlang der Mosel sowie für Ausflüge nach Trier oder in das Vulkangebiet der nahen Eifel. Weber Gasgrill, LED Lichter und Kinderspiele garantieren bei jedem Wetter entspannten Campingurlaub. SUB Board und Safarizelt warten abenteuerbereit. Viele Winzer an der Mosel stellen Stellplätze direkt am Weinberg zur Verfügung – mit Weinprobe in persönlicher Atmosphäre. Besonders geeignet für Wohnmobilreisende zeigt sich die Mosel im milden Spätsommer und Herbst, wenn sich die Weinberge in ein stimmungsvoll goldenes Farbenmeer verwandeln. Mit Beginn der Weinlese öffnen Winzerhöfe und Straußwirt Vermietmodel Forster A 699 HB. schaften ihre Tore, laden zu Federweißer und Zwiebelkuchen. Weinfeste lassen den Herbst an der Mosel zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Mietpreise für das Wohnmobil liegen pro Tag zwischen 125 Euro in der Nebensaison und 140 Euro in den Sommermonaten. Eine Servicepauschale deckt Reinigung, Gas und Einweisung ab. Interessierte können sich unter www. abenteuerhautnah.de weiter informieren (inklusive Buchungskalender) oder persönlich Kontakt aufnehmen unter 0175 – 837 83 44 (Wohnmobilvermietung Abenteuer hautnah GbR in 54516 Wittlich). Die Mosel ist näher, als man denkt. – Das nächste Abenteuer wartet bereits!

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2026  |  15

Spuren eines Nobelpreisträgers Vor 60 Jahren wurde die Büste von Gerhart Hauptmann enthüllt ter des deutschen Naturalismus. Sein Ziel war es, die ungeschönte Realität auf die Bühne zu bringen – inklusive Armut, Krankheit, Alkoholismus und sozialer Ungerechtigkeit. Mit seinem Drama „Vor Sonnenaufgang“ gelang ihm 1889 der literarische Durchbruch, der das damalige Theaterpublikum schockierte, aber auch nachhaltig faszinierte. Seine genaue Beobachtungsgabe und das tiefe Mitgefühl für die einfachen Menschen prägten all seine Werke, zu denen auch bekannte Stücke wie „Der Biberpelz“, „Die Ratten“ oder die Novelle „Bahnwärter Thiel“ zählen. Für sein Schaffen, das die Literatur weltweit beeinflusste, wurde er im Jahr 1912 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Zwischen Ostsee und Riesengebirge Trotz seiner anfänglichen Verbundenheit zur Hauptstadt zog es ihn aufgrund eines Lungenleidens in das Riesengebirge seiner schlesischen Heimat sowie in den Sommermonaten oft auf die Ostseeinsel Hiddensee. Hauptmann erlebte noch das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Er starb am 6. Juni 1946 im Alter von 83 Jahren im polnischen Jagniątków, vor 1945 das schlesische Agnetendorf . Sein literarisches Erbe ist unbestritten – und in Charlottenburg-WilmersSoziale Dramen auf der Bühne dorf bleibt die Erinnerung an den Hauptmann entwickelte sich großen Literaten im Straßenbild schnell zum wichtigsten Vertre- fest verankert.

Wer durch Charlottenburg-Wil- Da das Original im Laufe der Zeit damalige Polizeipräsident es wemersdorf spaziert, begegnet an verloren ging, fertigte man nach gen seiner aufrührerischen Wirvielen Ecken der Berliner Stadt- einem Abguss aus dem Märki- kung verbot, passt zur Lebensgegeschichte. Dabei trifft man schen Museum einen Neuguss an. schichte des Autors. Hauptmann auch auf einen der bedeutends- Dieser wurde am 6. Juni 1966, ex- war ein Mann, der aneckte, weil ten deutschen Schriftstellerund akt an Hauptmanns 20. Todestag, er Missstände schonungslos Dramatiker: Gerhart Hauptmann feierlich auf einem Granitstein aufzeigte. Geboren wurde er am (1862 – 1946). Gleich an zwei Or- enthüllt. Die schlichte Inschrift 15.  November 1862 im schlesiten des Bezirks wird an den Litera- „Gerhart Hauptmann – Drama- schen Obersalzbrunn – heute das turnobelpreisträger erinnert. tiker“ wird durch ein markantes polnische Szczawno-Zdrój. Nach Zitat aus seinem Stück „Florian abgebrochenen Ausbildungen in Geyer“ ergänzt, das auf dem So- der Landwirtschaft und der Bildckel prangt: „Der deutschen Zwie- hauerei fand er in Berlin schließtracht mitten ins Herz“. lich seinen Weg als Schriftsteller.

Wohnort Schlüterstraße

Gerhart Hauptmann um 1914. � Foto: Nicola Perscheid

Zitat aus „Florian Geyer“ In der Gerhart-Hauptmann-Anlage, an der Ecke von Bundesallee und Meierottostraße, blickt eine bronzene Büste auf die Passanten. Das Kunstwerk wurde ursprünglich im Jahr 1920 von dem Bildhauer Fritz Klimsch geschaffen.

Ein weiteres Zeugnis seiner Zeit findet sich an der Schlüterstraße 78 in Charlottenburg. Dort erinnert seit dem 20. Oktober 1989 eine Berliner Gedenktafel an den berühmten ehemaligen Bewohner. Zwischen 1889 und 1891 lebte der Schriftsteller in diesem Haus. Es war eine überaus produktive Phase in seinem Leben: Hier verfasste er sein sozialkritisches Meisterwerk „Die Weber“.

Impressum

Gazette Charlottenburg ·  Juni Nr. 6/2026 ·  44. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50

Redaktion

Karl-Heinz Christ ·  ☎ 0331 / 379 734 52 redaktion@gazette-berlin.de

Aufführungsverbot für „Die Weber“

Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88

Titelbild: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Dass dieses Stück über den schlesischen Weberaufstand von 1844 in Berlin zunächst gar nicht aufgeführt werden durfte, weil der

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Karin Keiser ·  ☎ 030 / 822 34 93 ·  anzeigen@gazette-berlin.de

Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 12.06.2026 Erscheinung 02.07.2026

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Wollige Landschaftspfleger am Schloss Charlottenburg Im Schlossgarten weiden wieder Gotlandschafe bilen Elektrozäunen umgeben. Gäste werden gebeten, die Areale nicht zu betreten und die Tiere auf keinen Fall zu füttern. Zudem gilt es, Hunde konsequent an der Leine zu führen – eine Vorschrift, die ohnehin im gesamten Schlossgarten bindend ist.

14. Juni – Alles rund ums Schaf

Foto: SPSG Wer in den kommenden Monaten durch den Garten des Charlottenburger Schlosses flaniert, wird wieder auf eine blökende Herde treffen. nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren setzt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) bei der Landschaftspflege erneut auf tierische unterstützung. Seit 13.  Mai halten zunächst rund 50 gehörnte Gotlandschafe die Pflanzen auf der Wiese am Belvedere in Schach. im Laufe der Saison sollen zwischen 40 und 70

Tiere noch bis in den november hinein im Park grasen.

Liegewiesen können genutzt werden Das Beweidungsprojekt ist weit mehr als nur ein schönes Fotomotiv für den Kiez; es dient ganz handfest dem naturschutz. Wie lange die Herde tatsächlich in Charlottenburg bleiben kann, diktiert allerdings das Wetter. Sollten die kommenden Monate zu trocken ausfallen, wächst das Gras langsamer, was die Weide Markisen

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zeit deutlich verkürzen könnte. Die Stiftung bittet Spaziergänger daher eindringlich, sich an die Parkordnung zu halten und die normalen Wiesen sowie Gehölzbestände nicht zu betreten, um die Pflanzen zu schonen. Wer sich auf der Decke entspannen möchte, kann aber weiterhin die offiziell ausgewiesenen Liegewiesen nutzen.

Hunde an die Leine Für ein sicheres Miteinander sind die Weideflächen mit mo PERGOLAMARKISEN

Wer genauer wissen möchte, wie die tierische Landschaftspflege funktioniert, kann sich den 14.  Juni im Kalender markieren. Schäferin Hannah Becker und Gartenmeisterin Andrea Badouin laden an diesem Tag zu zwei speziellen Führungen ein. um 11 uhr startet der Rundgang „Königinnen der Wiesen“(www.spsg.de/aktuelles/ veranstaltung/koeniginnend e r - w i e s e n - d i e - s c h a fe - i m schlossgarten-charlottenburg/ event/tid/12019), der sich an Familien mit Kindern ab vier Jahren richtet. Am nachmittag um 14  uhr folgt mit „Wiesen, Weiden, Wolle“ (www.spsg.de/ aktuelles/veranstaltung/wiesenweiden-wolle-die-schafe-imschlossgarten-charlottenburg/ event/tid/11885) eine weitere Tour speziell für Erwachsene. Die Teilnahme kostet jeweils 10, ermäßigt 8  Euro. Anmeldung ab vier Wochen vor dem Termin unter 030-3 20 91-0 (10 – 16  uhr) oder gruppenkassecharlottenburg@spsg.de.