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2 | Gazette Charlottenburg | April 2026
Eine Zukunft aus Silber und Beton Innovative Ausstellung zum Mitmachen Im März eröffnete in der Kommunalen Galerie Berlin am Hohenzollerndamm die Ausstellung „Eine Zukunft aus Silber und Beton“. Zu sehen ist sie bis Sonntag, 26. April 2026. Das Besondere: Die Schau versteht sich als Experiment. Besucherinnen und Besucher sind ausdrücklich eingeladen, die ausgestellten Arbeiten umzuhängen und eigene Werke einzubringen. Auf diese Weise soll sich die Ausstellung über ihre gesamte Laufzeit hinweg verändern – anstelle eines festen kuratorischen Konzepts tritt ein kollektives Prinzip. Inhaltlich dreht sich alles um Zukunftsvorstellungen und die Materialien, die wir mit ihnen verbinden. Silberne, glatte Oberflächen etwa gehören seit Jahrzehnten zum Repertoire der Zukunftsbilder – von Le Corbusiers Architekturvisionen bis zu Fritz Langs „Metropolis“. Den
An mehreren festgelegten Hängungsterminen können Besucher aktiv eingreifen und die Ausstellung neu gestalten – samstags von 13 bis 15 Uhr sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr, erstmals am Samstag, 7. März 2026. Am Mittwoch, 15. April 2026, um 18 Uhr findet zudem ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Bye Curating! Ist das das Ende des Kuratierens?“ statt. Dabei diskutieren die Kunsthistorikerinnen und freien Kuratorinnen Leonie Rösler und Marlene Sichelschmidt gemeinsam mit Barbara Höffer, Leiterin der Kommunalen Galerie, und Viviane Linek über kuratorische Praktiken. Der Eintritt ist frei. Die KommuEfraim Habermann, Hof in Charlottenburg, 1984, C-Print. � Foto: Efraim Habermann nale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin, ist Ausgangspunkt der Ausstellung Vostell, Katharina Sieverding und dienstags, donnerstags und freibildet eine Auswahl von Druck- Susanne Huth. Konzipiert wur- tags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs grafiken und Fotografien aus der de die Ausstellung von Viviane von 10 bis 19 Uhr sowie samstags hauseigenen Artothek, darunter Linek, wissenschaftlicher Volon- und sonntags von 11 bis 17 Uhr Arbeiten von Heinz Mack, Wolf tärin der Kommunalen Galerie. geöffnet.
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GazetteGazette Charlottenburg | April Wilmersdorf | April2026 | 3 2026 | 3
Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf! Foto: britibay
Der April bringt den Frühling. Vielleicht nut- an der Reihe. Ich lade Sie herzlich ein, dabei erfahren Sie, warum diese Orte unter Schutz zen Sie die Zeit für einen Spaziergang durch zu sein – ob als Nachbarschaft, Schulklasse, stehen und welche Geschichten sie über die den Kiez oder einen Ausflug in unsere Parks. Verein, Bürogemeinschaft oder spontan mit Entwicklung unseres Bezirks erzählen. Die Mit den längeren und wärmeren TaFreundinnen und Freunden. Über Teilnahme ist wie immer kostenfrei, und alle gen zieht es auch mich wieder öfter die Website von rbb 88.8 können Sie Interessierten sind herzlich willkommen. nach draußen. Unser Bezirk bietet eigene Aufräumaktionen anmelden, Informationen über die bisherigen Kiezspaviele schöne Orte, die sich immer damit sich weitere Helferinnen und ziergänge finden Sie im Internet unter www. wieder neu entdecken lassen. kiezspaziergaenge.de. Helfer anschließen. Passend dazu gibt es auch im April Zwei Aktionen möchte ich besonders Engagement sichtbar machen: wieder einige Gelegenheiten, gehervorheben: Beim BSR-Kieztag in Vorschläge für den Ehrenamtspreis meinsam aktiv zu werden – sei es bei Kirstin Bauch der Eberbacher Straße können Aneinem Kiezspaziergang oder bei Akwohnende Sperrmüll abgeben und Viele Menschen in unserem Bezirk engagieren tionen für einen sauberen Bezirk. beim Tauschmarkt gut erhaltene Dinge wei- sich freiwillig für andere – oft ganz selbstvertergeben. Und in der Wilmersdorfer Straße ständlich und ohne große Aufmerksamkeit. Neuer Anlaufpunkt für Familien: werde ich ab 11.30 Uhr selbst zum Besen Dieses Engagement möchten wir auch in Start von „AktiFam“ greifen und beim „Kehrday“ mithelfen, die diesem Jahr wieder würdigen. Das BezirksIm März durfte ich an der Eröffnung eines Fußgängerzone zu verschönern. Vielleicht amt Charlottenburg-Wilmersdorf verleiht in neuen Projekts teilnehmen, das Familien in sehen wir uns dort – ich würde mich freuen. diesem Jahr zum 26. Mal den Ehrenamtspreis unserem Bezirk unterstützt. „AktiFam“ richtet und sucht Menschen, die sich in besonderer Kiezspaziergang: Denkmalschutz sich an Alleinerziehende und Familien mit KinWeise für das Miteinander im Bezirk einsetin Charlottenburg entdecken dern, die im Alltag oft vor organisatorischen zen und beispielsweise nachbarschaftliche und beruflichen Herausforderungen stehen. Auch in diesem Monat laden wir Sie wieder zu Beziehungen stärken, sich für Umwelt- und Das Angebot hilft ganz praktisch – etwa beim einem Kiezspaziergang ein. Treffpunkt ist am Klimaschutz engagieren oder generationsAusfüllen von Anträgen, bei der beruflichen Samstag, 11. April, um 14 Uhr am S-Bahnhof übergreifende Projekte unterstützen. VielOrientierung oder bei Behördengängen. Messe Nord/ZOB, Ausgang Neue Kantstraße. leicht kennen Sie jemanden, der genau das Auch Jobcoaching, Workshops zu Bewer- Mein Kollege, Stadtbaurat Christoph Brzezin- tut – im Verein, in der Nachbarschaft oder bungen und digitalen Kompetenzen sowie ski, führt Sie zu verschiedenen Stationen, die in einer Initiative. Dann schlagen Sie diese Gruppenangebote zum Austausch gehören den Denkmalschutz in unserem Bezirk zeigen: Person gerne vor. Einzelpersonen, Gruppen dazu. Besonders wichtig finde ich, dass die oder Organisationen aus Charlottenburg-WilBeratung niedrigschwellig organisiert ist: Es mersdorf können ihre Vorschläge per Post gibt mobile Angebote im Kiez, kostenfreie (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, AbKinderbetreuung während der Termine und teilung Bürgerdienste und Soziales, Soz 430, Unterstützung in mehreren Sprachen. So Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin) oder per erhalten Familien die Hilfe, die sie brauchen. E-Mail (freiwilligenagentur@charlottenburg„AktiFam“ wird von der agens Arbeitsmarktserwilmersdorf.de) einreichen. Bitte geben Sie vice gGmbH umgesetzt und arbeitet eng mit auch Anschrift und Telefonnummer der Vordem Jobcenter, unseren Ämtern und vielen geschlagenen an. Einsendeschluss ist der Partnern im Bezirk zusammen. Ich bin über- Blick von der Großen Kaskade über den 15. Mai 2026. Ich freue mich über viele Hinzeugt, dass dieses Projekt vielen Menschen Lietzensee. weise auf Menschen, die unseren Bezirk mit neue Perspektiven eröffnet. ihrem Engagement bereichern. von den Kaskaden am Lietzensee über das Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Gemeinsam anpacken: Einküchenhaus in der Kuno-Fischer-Straße Sie erreichbar unter bauch@charlottenburg„Berlin räumt auf“ im Bezirk bis zur Trinitatiskirche am Karl-August-Platz. wilmersdorf.de. Im April heißt es: Ärmel hochkrempeln für ei- Dabei wird deutlich, wie vielfältig DenkmalHerzlich grüßt Sie Ihre nen sauberen Kiez. Der Radiosender rbb 88.8 schutz ist. Er bewahrt nicht nur prächtige Alt- organisiert die berlinweite Aktion „Zusammen bauten und Kirchen, sondern auch Bahnhöfe, ist besser – Berlin räumt auf“, und unser Bezirk Verwaltungsgebäude, Parkanlagen und un- macht mit. Am Mittwoch, 15. April, sind wir gewöhnliche Wohnprojekte. An jeder Station Kirstin Bauch
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4 | Gazette Charlottenburg | APRIL 2026
Kunsthandwerk vor Ort Foto: Gerd Rehse / ETAK
Foto: Gerd Rehse / ETAK
Wer wissen will, wie aus einem Stück Gold ein Schmuckstück wird, wie jahrhundertealte Buchbindetechniken aussehen oder was textile Kunst mit Malerei verbindet, bekommt vom 10. bis 12. April 2026 Gelegenheit, genau das zu erleben. Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks bringen in diesem Jahr zum zwölften Mal Werkstätten und Besucher in ganz Europa zusammen – und auch in Charlottenburg-Wilmersdorf öffnen mehrere Ateliers ihre Türen.
Goldschmiedin mit offener Werkstatt In der Goethestraße 17 empfängt Lila Duken Besucher in ihrer Goldschmiede. Freitag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 12
Foto: Katja Reichgardt / ETAK
Europäische Tage des Kunsthandwerks: Charlottenburger Ateliers öffnen ihre Türen
bis 18 Uhr kann man ihr bei der Arbeit zusehen – wie traditionelle Handgriffe zeitlose Stücke entstehen lassen. Am Samstag ist sie mit einem Marktstand auf dem ETAK Kunsthandwerkermarkt in der East Side Mall vertreten, wo sie auch ihre neue Kollektion zeigt.
40 Jahre Buchbindekunst Ein besonderes Handwerk wartet in der Pariser Straße 15: Das Atelier für Einbandkunst und Restaurierung von Ria Tiemeyer feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Freitag und Samstag, jeweils von 11 bis 19 Uhr, lädt das Atelier zur Schauwerkstatt ein. Buchbinden, Vergolden, Prägen – Techniken, die in der digitalen Welt selten geworden sind, hier
aber noch täglich gelebt werden. Restaurierungen von Büchern, Grafiken, Leder und Pergament gehören ebenfalls zum Handwerk des Ateliers.
Schmuck mit Geschichte und Haltung In der Leibnizstraße 59 zeigt die Werkstattgalerie Marc Schuld freitags von 11 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr individuell gefertigten Schmuck. Wer hier hineinschaut, trifft auf ein ungewöhnliches Edelsteinlager – von Opal über Labradorit bis Rutilquarz – und auf einen Ansatz, der Nachhaltigkeit ernst nimmt: ausschließlich recyceltes Edelmetall oder nachhaltig gewonnenes Waschgold, keine Steine aus Konfliktgebieten.
Textile Kunst als Bild In der Zähringerstraße 22 zeigt ROSSBERLIN in der Galerie Z 22 eine Ausstellung zu textiler Kunst in Bildern. Freitag von 13 bis 18 Uhr und Samstag von 13 bis 15 Uhr ist die Ausstellung geöffnet.
Führung im Museum Das Bröhan Museum in der Schloßstraße 1 bietet am Samstag eine kostenlose Führung an. Es geht durch die aktuelle Ausstellung „Dandy, Dekadenz, Moderne – Edward W. Godwin und Oscar Wilde“. Termin für die Führung in dem auf Jugendstil, Kunst und Gestaltung spezialisierten Museum ist am Samstag, den 11. April von 15 bis 16 Uhr. Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks finden jährlich im Frühjahr in 21 europäischen Ländern statt. In Berlin koordiniert die Handwerkskammer die Veranstaltung, die sie seit 2014 in die Stadt geholt hat. Weitere Informationen unter www. kunsthandwerkstage.de/berlin.
Gazette Charlottenburg | APRIL 2026 | 5
Kurswechsel beim S 25 Strecke des City-Laufs führt durch den Grunewald Charlottenburg-Wilmersdorf stellt sich im Frühjahr auf ein sportliches Großereignis mit Tradition ein: Am Sonntag, dem 19. April 2026, findet die 45. Ausgabe des S 25 Berlin statt. Rund 15.000 Läufer werden zu dem Lauf erwartet, der seit 1981 als „Franzosenlauf“ bekannt ist. Doch wer auf die klassische Sightseeing-Tour durch die Berliner Innenstadt gehofft hatte, muss umplanen. Wie die Veranstalter mitteilten, erzwingt die großflächige Autobahnbaustelle an der A100 erneut eine Änderung der Streckenführung. Da die Brücke am Stadtring weiterhin gesperrt bleibt, weicht das Feld in die „grüne Lunge“ des Bezirks aus. Anstatt über urbane Boulevards führt die klassische 25-Kilometer-Distanz diesmal über landschaftlich attraktive Wege durch den Grunewald und entlang der Havel. Auch für die anderen Distanzen gibt es Anpassungen. Die Teilnehmer der 10-Kilometer-Strecke sowie des Halbmarathons absolvieren einen Rundkurs, der durch den Olympiapark und um das geschichtsträchtige Stadion führt. Unverändert bleiben die Routen für den 5-Kilometer-Lauf, den Teamrun und den Kinderlauf. Eines der markantesten Merkmale des
Die Strecke führt über die landschaftlich schöne Havelchaussee. Laufs bleibt jedoch erhalten: Alle Teilnehmer, unabhängig von der gewählten Distanz, erreichen das Ziel auf der blauen Kunststoffbahn im Inneren des Olympiastadions. Für Kurzentschlossene ist die Anmeldung online noch bis Donnerstag, den 16. April 2026, um 23.59 Uhr möglich. Wer sich noch spontaner entscheiden möchte, kann sich am 17. und 18. April bei der Startunterlagen ausgabe in Mitte oder direkt am Lauftag bis eine Stunde vor dem Start am Olympiastadion nachmelden. Der S 25 zählt zu den traditionsreichsten Laufveranstaltungen der Stadt und verbindet durch die aktuelle Routenplanung sportliche Herausforderung mit der Naturkulisse im Berliner Westen. Weitere Informationen unter www.berlin-laeuft.de.
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6 | Gazette Charlottenburg | April 2026
Käthe Kollwitz und das Theater Sonderausstellung mit Kuratorinnenführung Für Käthe Kollwitz und ihre Familie gehörten Theaterbesuche zum selbstverständlichen Alltag – ebenso wie politische Debatten und die künstlerische Arbeit. Genau diese bislang wenig beachtete Seite ihres Lebens rückt das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin in der neuen Ausstellung in den Mittelpunkt. Im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg, Spandauer Damm 10, ist noch bis zum 3. Mai 2026 „Käthe Kollwitz und das Theater“ zu sehen. Der Ausstellungsort ist dabei mehr als Zufall: Ein passenderer Rahmen für dieses Thema wäre kaum denkbar. Die Familie Kollwitz erlebte eine der aufregendsten Phasen der Berliner Theatergeschichte hautnah – vom Naturalismus des späten 19. Jahrhunderts bis zum expressionistischen Theater der 1920er-Jahre. Große Namen wie Max Reinhardt, Otto Brahm und Leopold Jessner prägten diese Ära. Tagebucheinträge und Briefe an ihren Sohn Hans belegen, wie aufmerksam Kollwitz das Bühnengeschehen verfolgte. Auch Tanz, Konzert, Film und Kabarett gehörten zu diesem kulturellen Alltag. Was die Ausstellung besonders macht: Sie fragt nicht nur, was Kollwitz gesehen hat – sondern was davon in ihrer Kunst nachhallt.
In der aktuellen Sonderausstellung dreht sich alles um Käthe Kollwitz und ihre Liebe zum Theater. Nicht als direktes Motiv, sondern als gedanklicher Resonanzraum, der ihre Bildsprache durchzieht. Literarische Stoffe, szenische Verdichtungen, dramatische Momente – wer die Verbindungen erst einmal sieht, entdeckt das Werk neu. Über 100 Exponate von 17 Leihgebern, darunter die Alte Nationalgalerie und das Stadtmuseum Berlin, machen diese Zusammenhänge sichtbar. Neben Arbeiten von Kollwitz sind Werke von Ernst Barlach, Max Liebermann,
Lovis Corinth und anderen zu sehen. Die Ausstellung schließt eine dreijährige Forschungsarbeit der Kuratorin Dr. Annette Seeler ab. Wer tiefer einsteigen möchte, hat gleich dreimal die Gelegenheit, die Kuratorin persönlich durch die Ausstellung zu begleiten: Dr. Seeler führt am 14. April und 28. April 2026, jeweils um 16 Uhr, durch die Schau. Die rund 60-minütigen Führungen sind auf Deutsch und im regulären Eintrittspreis enthalten – eine Anmeldung ist nicht nötig.
Rund um das Schoeler Schlösschen Ausstellung zeigt persönliche Perspektiven auf Wilmersdorf Im Schoeler Schlösschen ist eine neue Ausstellung mit dem Titel „Dein Ort hier!“ zu sehen. Gezeigt werden fotografische Arbeiten, die einen privaten und oft detailreichen Blick auf den alten Ortskern von Wilmersdorf werfen. Die Exponate sind das Ergebnis eines dreimonatigen Workshops, der von September bis Dezember 2025 unter der Leitung der Fotografin Kathrin Karras stattfand. Es handelte sich dabei um den ersten langfristigen künstlerischen Kurs in der neu eröffneten Kultureinrichtung. Die Teilnehmer nutzten das Schoeler Schlösschen als Basis für eine fotografische Erkundung der Umgebung.
Persönliche Spurensuche Im Zentrum der Arbeit stand die Frage nach dem individuellen „besonderen Ort“. Die Fotografen wählten Plätze aus, zu denen sie eine persönliche Beziehung haben oder die spezielle Erinnerungen wachrufen. Die Aufgabenstellung verlangte eine intensive Auseinandersetzung mit dem gewählten Motiv: Durch wiederholtes Aufsuchen und genaues Beobachten sollte festgehalten werden, was im alltäglichen Vorbeigehen oft übersehen wird.
Publikum kann mitwirken Die Ausstellung ist nicht statisch konzipiert, sondern bindet das Publikum ein. Neben begleitenden Texten zu den Exponaten, die zum Mitnehmen ausliegen, steht eine große Karte bereit. Darauf können Besucher ihre eigenen Lieblingsorte in Charlottenburg-Wilmersdorf markieren und notieren, was diese Plätze sehenswert macht. Die Sammlung der Orte soll so über den Ausstellungszeitraum hinweg anwachsen.
Konzept wird fortgesetzt Das Schoeler Schlösschen: Kultureinrichtung und Treffpunkt der Nachbarschaft.
Mit dem Fotokurs hat das Schoeler Schlösschen eine neue Reihe etabliert. Künftig ist geplant, jeden Herbst einen dreimonatigen Das Resultat ist eine vielfältige Sammlung. künstlerischen Kurs mit einer abschließenZu den Motiven gehören unter anderem den Präsentation zu veranstalten. Für dieses die historische Pferdetreppe in einem alten Jahr steht das Thema „Plastisches Gestalten“ Stallgebäude in der Wilhelmsaue 31, die auf dem Programm. Kulturstadträtin Heike Künstlerkolonie Berlin sowie ein ehemaliges Schmitt-Schmelz sieht in diesen Kursen einen Milchhäuschen im Volkspark Wilmersdorf. zentralen Bestandteil des Hauskonzepts, um Vertreten sind Arbeiten von Lars Leonidas Besuchern die Möglichkeit zu geben, selbst Reisberg, Janet Fraser, Ulrich Wancke, Beate künstlerisch tätig zu werden. Groß, Margarethe Swiecki, Charlotte Beisswin- Die Ausstellung „Dein Ort hier!“ kann bis zum gert, Martin Weiß und Claudia Jack. 28. Juni 2026 besichtigt werden.
Gazette Charlottenburg | April 2026 | 7
Sicher unterwegs Kostenlose E-Scooter- und Pedelec-Trainings für Senioren Wer kennt das nicht: Ein E-Scooter flitzt mit erstaunlichem Tempo um die Ecke, der Fahrer sichtlich überrascht von der eigenen Geschwindigkeit. Damit das nicht passiert, bietet die Jugendverkehrsschule Charlottenburg auch 2026 wieder kostenlose Sicherheitstrainings für Senioren in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei an. Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule in der Loschmidtstraße 6 – 10 können Interessierte im geschützten Rahmen üben, was im Straßenverkehr zählt: richtiges Einschätzen von Geschwindigkeit und Abständen, Umgang mit toten Winkeln und die eigene Sichtbarkeit im Verkehr. Beim
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Foto: BACW/Plath
Pedelec-Training kommen außerdem Themen wie Schutzkleidung
und Diebstahlschutz zur Sprache. Wer kein eigenes Gefährt hat,
muss trotzdem nicht zu Hause bleiben. Pedelecs, E-Scooter und Helme werden gestellt. Eigene Helme können natürlich genutzt werden. Ansonsten genügt bequeme, wetterfeste Kleidung. • Pedelec-Training: 15. Juli, 29. Juli, 4. August und 29. Oktober 2026 • E-Scooter-Training: 16. Juli, 30. Juli, 11. August und 30. Oktober 2026 Die Trainings finden jeweils von 10 bis 12 Uhr statt. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich: 0151 29275320. Pro Kurs werden mindestens vier Teilnehmer benötigt. Weitere Informationen unter www.berlin.de/-ii1638123
Startschuss für die „Schoeler Scholle“ Gemeinsam den Garten am Schlösschen gestalten
Grafik: Schoeler Schlösschen
Am Schoeler-Schlösschen entsteht ein neuer Gemeinschaftsgarten. Unter dem Namen„Schoeler Scholle“ sind Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, die Grünfläche zu gestalten und zu nutzen. Ziel ist es, bis Ende Juni 2026 gemeinsam die Umsetzung, Organisation und künftige Nutzung des Areals zu erarbeiten. Sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, sollen auch die ersten praktischen Gartenarbeiten beginnen. Interessierte haben die Möglichkeit, sich regelmäßig einzubringen. Die Planungstreffen finden immer donnerstags ab 17 Uhr im Forum
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des Hauses statt. Unterstützung erhält die Gruppe dabei von Katja Baumeister-Frenzel, die bereits im Jahr 2019 die Beteiligungsverfahren zum Nutzungskonzept der Einrichtung leitete. Laut Bezirksstadträtin Schmitt-Schmelz setzt das Gartenprojekt die Tradition der Bürgerbeteiligung am Schoeler-Schlösschen fort. Begleitet wird das Vorhaben von einem künstlerischen Programm, das die Geschichte und das Potenzial von Gärten im städtischen Raum thematisiert. Weitere Details unter www.schoeler-schloesschenberlin.de/schoeler-scholle
8 | Gazette Charlottenburg | APRIL 2026
DIE INSEL – Ankerpunkt für junge Menschen Beratungsstelle für chronisch kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien Rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist laut DAK Kinder- und Jugendreport aus dem Jahr 2018 chronisch krank, Tendenz steigend. Diabetes, Neurodermitis, Asthma, Mukoviszidose, Allergien, Stoffwechsel-, Nieren-, Herz- und Erberkrankungen sowie Long Covid stehen auf ihrer Krankheitsliste. Dass diese körperlichen Einschränkungen tägliches Planen, Handeln und die Gefühle der
betroffenen Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien auf eine harte und belastende Probe stellen, daran besteht kein Zweifel. Während unser sowieso schon überlastetes Gesundheitssystem die chronischen Erkrankungen focussiert, fehlen meist Zeit und Personal, um sich zusätzlich der daraus resultierenden psychischen Probleme von Kindern und jungen Menschen intensiver zu widmen. Gut, wenn es da Beratungsstellen wie DIE INSEL in Wilmersdorf gibt, deren interdisziplinäres Team an Fachkräften sich von Geburt an dieser Kinder, Jugendlichen und Familien mit einem umfangreichen und kostenlosen Beratungsund Informationsprogramm annimmt. Seit fast 40 Jahren steht diese Institution – zu Beginn nur Anlaufstelle für an Diabetes mellitus Typ I erkrankte junge
Isabelle Weberling und Tino Baier vom INSEL-Beratungsteam. Menschen und inzwischen unter der gemeinnützigen Jugendhilfeträgerschaft des Kompaxx e. V. arbeitend – für das Erreichen besserer Lebensqualität und seelischer Leistungsfähigkeit von chronisch kranken jungen Menschen in der Region. Dabei wird aktuell das breite Spektrum chronischer Erkrankungen ebenso berücksichtigt wie die daraus resultierenden psychosozialen Störungen. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Gesundheit steht in geschütztem Beratungsraum in der Fechnerstraße 18
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Beratungsteam – gewusst wo und wie Isabelle Weberling, Klinische Psychologin und Gruppen- und Paartherapeutin sowie der Diplom-Sozialarbeiter und Systemische Familien-Sozialtherapeut Tino Baier und seit Kurzem auch Dennis Schneider, Physiotherapeut und Erzieher, sind Bera Gerne sind wir auch bei allen Fragen rund um die Erbschaftund Schenkungsteuer für Sie da!
tungspartner in Gruppen- und Einzelgesprächen mit Familien, Kindern und Jugendlichen (bis 27 Jahren), teilen sich in der Beratungseinrichtung DIE INSEL dabei schwerpunktmäßig und gleichberechtigt eine Stelle: Während Isabelle Weberling überwiegend im Psychosozialen Beratungsbereich arbeitet, zu dem Krankheitsbewältigungsund Konfliktberatung zählen, ist Tino Baier Fachmann in der Sozialrechtlichen Beratung der INSEL, weiß, welche Stelle wofür zuständig ist und an wen man sich hinzuwenden hat. Dennis Schneider ist verstärkt im Case Management und auswärts im Einsatz, d.h. er sucht Unterkünfte für geflüchtete Familien sowie Hilfesuchende auf und bringt ihnen das INSEL-Beratungsangebot und Hilfsmöglichkeiten näher. Daneben ist das Team auch vielbeschäftigt in der Fachkräfteberatung, in Fachforen aktiv und mit Kooperationspartnern wie den DRK Kliniken Westend in stetem Austausch. „Wir bekommen häufig telefonische Anfragen von Eltern chronisch kranker Kinder, vereinbaren daraufhin einen Gesprächstermin.“ Denn das Beratungssystem von Krankenkassen etc. ist überwiegend auf klassische Behinderungen ausgelegt, und Familien stehen mit psychosozialer Problematik als Folge einer chronischen Erkrankung häufig alleine da.
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Gazette Charlottenburg | April 2026 | 9
Chronische Erkrankung und ihre Folgen
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Nicht selten schließt sich der hartnäckigen Erkrankung in der Kindheit die lebenslange Versorgung dieses Menschen an – auch wenn das Gesetz davon ausgeht, dass der Betroffene sich ab einem Alter von 12 Jahren selbst versorgen kann. Die ersten größeren Probleme treten aber meist bereits bei frühen Lebensstationen wie Kitaeintritt, Einschulung, aber auch mit Einsetzen der Pubertät auf und bringen dann Beratungsbedarf für Eltern und Kind. Jugendliche suchen DIE INSEL dabei zögerlich auf. „Es liegt im Trend, in diesem Alter Probleme erst einmal mit sich selbst ausmachen zu wollen und zuerst die KI zu befragen“, erklärt Isabelle Weberling. Dies sei als Einstieg auch gar nicht so schlecht, später sei aber durchaus eine fundierte Beratung beispielsweise im Einzelgespräch anzuraten und erfolgversprechender. Grundsätzlich aber sei es wichtig, bereits in frühem Kindesalter mit Beratung gegenzusteuern, wenn Kinder durch ihre chronische Erkrankung bedingt eine psychische Störung zu entwickeln drohen, sei es durch Mobbing, Empfinden des „Andersseins“ oder den durch die Krankheit veränderten oder unruhigen Alltagsablauf: Das kann das Neurodermitis-Kind mit Juckreiz-durchlittenen Nächten ebenso betreffen wie das Diabetes-Kind, das in der Schule auf regelmäßige Mahlzeiten achten muss, ohne dabei in die dauernde Abhängigkeit elterlicher Kontrolle zu geraten oder sich von den Mitschülern zum Naschen verführen zu lassen. Autonomie zu erlernen, ist da oft nicht
Chronische Erkrankungen wie Diabetes erfordern viel seelische Kraft von Kind und Familie. � Foto: Kompaxx e. V. / PeopleImages.com / Yuri A/ Shutterstock leicht und manche Essstörung vorprogrammiert. Erwartet man bei diesen Problematiken Unterstützung von Schulseite her, sind Lehrkräfte schnell überfordert, ist schließlich ja in der Regel auch nur ein Erzieher für alle behinderten Kinder verschiedener Klassen zuständig. Bestehende Hilfs-Anlaufstellen schieben sich die Zuständigkeiten gegenseitig zu. Gerade hier kann Tino Baier wertvolle Sozialrechtliche Beratung liefern. Denn die Vernetzung der verschiedenen Stellen und Einrichtungen ist in Berlin durchaus verbesserungswürdig, sodass Betroffene da schon mal erst zur falschen Stelle geschickt werden. Dazu erlaubt der straffe Klinikalltag keine längeren Beratungsgespräche und empathisches Hinhören, das über die chronische Erkrankung hinausgeht und die kleinen Seelen betrifft. Auch deshalb hat DIE INSEL sich zur Aufgabe gemacht, über digitale Vernetzungstreffen und
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die Kooperation mit zuständigen Stellen die Vernetzung und Kooperation auf struktureller Ebene im Hilfssystem zu verbessern, zugunsten der reibungslosen Vermittlung betroffener Familien und Kinder an die passenden Zuständigkeiten im Unterstützungsangebot.
Angekommen auf der INSEL Die Beratungsgespräche der INSEL finden in angemieteter Altbauwohnung in Wilmersdorf in angenehmer Atmosphäre statt – mit gemütlicher Sitzecke für die Älteren und spannender Spielecke für die Jüngsten. Eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt Dennis Schneider, wenn er die Unterkünfte mit geflüchteten Menschen aufsucht und über Sprachbarrieren und kulturelle Hürden hinweg den Weg Richtung Beratungsangebot INSEL und Hilfe ebnet. – Doch nicht jedem erblindeten Kind aus Syrien können Deutschlands Ärzte
heilen, wie es den hoffnungsvollen Eltern in der Heimat einmal versichert wurde. Da ist dann viel psychologisches Verständnis und Einfühlungsvermögen gefragt, wenn die verzweifelten Eltern hier in fremdem Land sich dieser Hoffnung beraubt sehen. – Ein vielschichtiges Beratungsangebot also, welches das INSEL-Team tagtäglich mit viel Verständnis, Wissen und Liebe zu kleinen und großen Menschen zu bewältigen hat. Und da finanzielle Fördermittel in diesen Zeiten immer geringer werden, sind Beratungseinrichtungen wie DIE INSEL verstärkt auch auf Spenden angewiesen.
Wer Beratungsbedarf hat, kann sich zu einem persönlichen kostenlosen Termin in der INSEL anmelden unter Telefon 030 – 862 12 13. Sprechzeiten Dienstag und Mittwoch von 10 – 13 Uhr und Donnerstag von 15 – 18 Uhr. Nach Vereinbarung können auch externe Sprachvermittler hinzugezogen werden. Mobile Beratung vor Ort nach Vereinbarung. Telefonische Sprechstunde Mittwoch 10 – 13 Uhr unter 030 – 862 12 13. Weitere Informationen www. kompaxx.de/gesundheit/dieinsel � Jacqueline Lorenz DIE INSEL Fechnerstraße 18 10717 Berlin Spendenkonto Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE45 3702 0500 0003 3724 00 BIC: BFSWDE33XXX Verwendungszweck: DIE INSEL
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10 | Gazette Charlottenburg | April 2026
Aus für das Mittelmeerhaus? Millionen für Sanierung gestrichen Ein architektonisches Juwel steht vor einer ungewissen Zukunft: Seit mehr als 120 Jahren ist das Mittelmeerhaus eines der Wahrzeichen des Botanischen Gartens. Im Jahr 1904 öffnete diese prachtvolle gläserne Konstruktion, in dem sich subtropische Gewächse wohlfühlen, ihre Türen. Heute ist die fast 16 Meter hohe Stahlkonstruktion mit ihren Jugendstilelementen als Mittelmeerhaus bekannt. Doch das denkmalgeschützte Gebäude, das eine Heimat für zahlreiche Pflanzen bietet, ist bedroht.
doch auf Dauer reicht das nicht aus.
Kein Geld vom Senat Eigentlich war die Rettung längst in Sicht. Bereits im Jahr 2020 wurden Gelder für eine umfassende Kernsanierung beantragt und in Aussicht gestellt. Rund 26 Millionen Euro sollten in den Erhalt fließen, erste Vorarbeiten hatten längst begonnen. Doch dann landete das Projekt auf der Streichliste des Landes Berlin. Nach mehrmaligem Verschieben der Entscheidung herrscht nun bittere Gewissheit: Der Senat gibt die Mittel endgültig nicht frei.
Feuchtes Innenklima hinterlässt Spuren
Fassungslosigkeit im Botanischen Garten
Es herrscht massiver Sanierungsstau. Die letzte Renovierung liegt gut 30 Jahre zurück, und das feuchte Klima im Inneren hat tiefe Spuren hinterlassen. Stahlträger rosten vor sich hin, das Holz der Fensterrahmen ist morsch. Weil sich die gesamte Fensterfront im Laufe der Jahre gewölbt hat, entweicht die teure Heizungswärme fast ungehindert nach draußen.
Beim Botanischen Garten sorgt dieser Beschluss für Entsetzen. Man sei fassungslos und könne die Entscheidung nach all den bereits getätigten Investitionen nicht nachvollziehen, heißt es aus der Direktion. Die Konsequenz aus dem gestoppten Bauvorhaben könnte für die Nachbarschaft und alle Pflanzenfreunde bald spürbar werden: Wenn das Geld ausbleibt, muss das historische Gewächshaus voraussichtlich über kurz oder lang geschlossen werden. Doch noch ist es noch nicht soweit und das Mittelmeerhaus kann besichtigt werden. Passend zur warmen Jahreszeit gelten bis zum 30. September anDem Mittelmeerhaus droht die Schließung. dere Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 19 Uhr ist der Eintritt in den kurzer Zeit unwiederbringlich bäude durch provisorische Re- Botanischen Garten möglich, die erfrieren. Bislang wird das Ge- paraturen am Laufen gehalten, Ausgänge sind bis 20 Uhr offen.
Risiko Frostperioden Für die kostbare, wissenschaftliche Pflanzensammlung ist dieser Zustand weitaus mehr als nur ein optisches Problem. Die Techniker des Gartens blicken mit großer Sorge auf die stark verrosteten Heizungsrohre. Sollte die Anlage an einem kalten Wintertag ausfallen, würden die frostempfindlichen Farne und Bäume aus dem Mittelmeerraum innerhalb
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Gazette Charlottenburg | APRIL 2026 | 11
Gedenktafel für Donata und Eberhard Helmrich Ehepaar half während des Nationalsozialismus Verfolgten
»Wer half, blieb normal. Blieb Mensch.« Hier lebten ab 1933 viele Jahre
DONATA HELMRICH 27.8.1900 — 10.4.1986
EBERHARD HELMRICH
24.8.1899 — 5.5.1969 Von Beginn an lehnte das Ehepaar den Nationalsozialismus ab. Sie versteckten und versorgten jüdische Menschen in ihrem Haus, halfen Verfolgten gemeinsam beim Abtauchen in den Untergrund oder bei Fluchten in die Emigration, auch aus Polen.
KPM
Wer bekommt den Ehrenamtspreis? Vorschläge werden bis zum 15. Mai entgegengenommen In vielen Bereichen kann auf das Ehrenamt nicht verzichtet werden. Genau deshalb vergibt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf jedes Jahr einen Ehrenamtspreis – und bittet um Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten. Bis Freitag, den 15. Mai 2026, können Bürgerinnen und Bürger aus Charlottenburg-Wilmersdorf Vorschläge einreichen. Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen aus dem Bezirk, die sich in besonderer Weise engagieren: etwa für den Zusammenhalt in der Nachbarschaft, für den Umweltschutz, für generati onsübergreifende Projekte oder für die Förderung von Menschen mit Behinderungen. Zur Nominierung werden Name, Adresse und Telefonnummer des Kandidaten benötigt. Die Einreichung ist per E-Mail an freiwilligenagentur@ charlottenburgwilmersdorf.de oder per Post möglich an Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Abteilung Bürgerdienste und Soziales, Soz 430, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin. Nicht nominiert werden können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialkommissionen des Bezirksamtes.
Seit 2024 erinnert eine Berliner Gedenktafel an der Westendallee 99f an Donata (1900–1986) und Eberhard (1899–1969) Helmrich. An Donata und Eberhard Helmrichs mutigen Einsatz für die Menschlichkeit während der dunklen Zeit des Nationalsozialismus erinnert jetzt eine Tafel an ihrem früheren Wohnhaus. Das Gebäude in der Westendallee 99f diente als Zuflucht für Verfolgte des Regimes im „Dritten Reich“. Das Ehepaar riskierte sein eigenes Leben, um anderen zu helfen. Eberhard Helmrichs Rolle als Wehrmachtsoffizier ermöglichte es ihm, jüdischen Krankenhauspatienten in Galizien zu helfen. Er nutzte seine Position, um falsche Papiere zu beschaffen und Nahrung zu liefern, und schickte die Menschen dann zu seiner Frau Donata nach Berlin. Donata Helmrich wiederum war eine Meisterin der Tarnung. Sie gab jüdischen Ukrainerinnen die Identität von Hausmädchen und vermittelte sie in der Nachbarschaft. In der Nachkriegszeit setzte Donata Helmrich ihr Engagement fort und arbeitete als Dolmetscherin für bedeutende Persönlichkeiten wie Konrad
Adenauer und Gerhard Schröder. Ihre bemerkenswerten Leistungen wurden vom Staat Israel gewürdigt, der sie als „Gerechte unter den Völkern“ ehrte. Im Garten der Gedenkstätte Yad Vashem wurde 1986 ein Baum für sie gepflanzt, der ihr Engagement und ihren Mut symbolisiert. Die Gedenktafel für Donata und Eberhard Helmrich ist Teil des Berliner Gedenktafeln-Programms, das vom Landes Berlin unterstützt wird. Dieses Programm ist in das Förderprogramm Historische Stadtmarkierungen der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt eingebunden. Die weißen Porzellantafeln werden von der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin hergestellt. Die Recherche und Organisation der Tafel wurde vom Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin durchgeführt, der sich seit 2013 aktiv für die Umsetzung des Berliner Gedenktafelprogramms einsetzt.
Hotel Seehof Berlin am Lietzensee
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Am Sonntag, dem 10.05.2026 ist Muttertag, in der Zeit von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr, in unserem Restaurant „au Lac“. Freuen Sie sich auf ein reichhaltiges Buffet mit erlesenen Speisen, darunter Spargelcremesuppe, Lachsfilet, Schweinefilet sowie zahlreiche weitere kulinarische Köstlichkeiten.
Preis pro Person: 39,- €
Kinder von 6 bis 12 Jahre zahlen den halben Preis. Kinder unter 6 Jahren nehmen am Buffet kostenfrei teil. Ihre Tischreservierung nehmen wir gern täglich unter der Rufnummer: (030) 320 02 – 177 oder per E-Mail: info@hotel-seehof-berlin.de entgegen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Hotel Seehof Berlin, Lietzensee-Ufer 11, 14057 Berlin www.hotel-seehof-berlin.de
12 | Gazette Gazette Charlottenburg Charlottenburg | April & Wilmersdorf 20263
www.gazette-berlin.de
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Verwahrlosung des Stadtbildes – Was tut das Bezirksamt gegen ausländische Obdachlose? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die AfD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.
B‘90/Grünen-Fraktion In Berlin leben schätzungsweise 6.000 bis 10.000 obdachlose Menschen aus Osteuropa, viele aus Polen, Bulgarien und Rumänien. Sie kommen mit der Hoffnung auf Arbeit und werden doch oft um ihren Lohn geprellt. Firmen, die sie geworben haben, gehen pleite. Ihr Rechte können Sie häufig nicht durchsetzen. Ohne festen Job haben sie aufgrund der EU-Regelun Grafik: KI
CDU-Fraktion Für die CDU-Fraktion ist klar: Obdachlosigkeit darf weder instrumentalisiert noch auf die Herkunft von Menschen reduziert werden. Gleichzeitig erwarten Anwohner zu Recht, dass öffentliche Plätze sauber, sicher und für alle nutzbar bleiben. Fest steht auch: In Berlin gibt es zahlreicher Notunterkünfte und Hilfsangebote. Das Bezirksamt sagt, dass diese Plätze im Bezirk nicht vollständig ausgelastet sind. Das zeigt, dass die Herausforderung nicht allein in der Bereitstellung von Unterbringung liegt. Ebenso wichtig ist die Frage, warum Hilfsangebote teilweise nicht angenommen werden und welche Maßnahmen erforderlich sind, um Betroffene besser zu erreichen. Für uns gehört z. B. Streetwork dazu. Unser Ziel ist dabei immer die Leute aus der Obdachlosigkeit rauszuholen und bestmöglich in ein stabiles Leben und eine Erwerbstätigkeit zu bringen. Nur so können wir das Problem lösen. Für die CDU gehört deshalb beides zusammen: konsequentes Vorgehen gegen Vermüllung und Verwahrlosung im öffentlichen Raum sowie wirksame soziale Hilfen, die Menschen tatsächlich aus der Obdachlosigkeit herausführen. Sean Zielinski
bilddebatte. Danke Friedrich Merz, für nichts! Antifaschismus heißt, sich Nazis entgegenzustellen, nicht ihre Themen zu übernehmen! Nun sollen also ausländische Obdachlose schuld daran sein, dass seit Jahrzehnten nicht in die soziale Infrastruktur investiert wurde. Dass Großkonzerne die Gewerbemieten in die Höhe treiben und für Leerstand in den Fußgängerzonen sorgen. Dass der öffentliche Raum zugemüllt bleibt, weil klammen Kommunen das Geld für regelmäßige Reinigungen fehlt. Am Ende fordert die AfD „Remigration“ und meint damit die Deportation von allen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen. Heute sind es Obdachlose, morgen Nachbar:innen mit Migrationsgeschichte. Wer werden die nächsten sein? Annetta Juckel Alternative
gen in den meisten Fällen keinen An- – brauchen Hilfe, keine Stigmatisierung. spruch auf Sozialleistungen. Die Folgen Das Bezirksamt setzt auf konkrete sind sichtbar: Wir sehen sie täglich, wenn Maßnahmen: Ausbau der Kältehilfe, sie zwischen Einkaufswagen, Matratzen, Unterstützung von Straßensozialarbeit, Decken und wenigen Habseligkeiten Kooperation mit freien Trägern sowie unter den S-Bahn-Brücken nahe dem aufsuchende Beratung auch in verschieStuttgarter Platz ausharren. Schon viel denen Sprachen. Ziel ist es, Menschen in zu lange ist das ihr Leben. Viele werden Not in Unterkünfte, medizinische Versorsuchtkrank. Allein finden sie kaum eine gung und – wenn möglich – in reguläre Perspektive. Wohnverhältnisse zu vermitteln. Die Unterbringung in Unterkünfte ist Gleichzeitig kümmern wir uns um Sauihnen oft verwehrt. Hilfsangebote be- berkeit und Sicherheit im öffentlichen schränken sich meist auf eine Notversor- Raum, etwa durch verstärkte Reinigung gung und Beratung. und Präventionsangebote. Für uns gilt: Wir setzten uns dafür ein, dass obdach- Soziale Verantwortung und ein gelose Menschen aus osteuropäischen pflegtes Stadtbild gehören zusammen. Ländern die notwendige Hilfe erhalten. Populistische Schlagworte lösen keine Auch sie haben ein Recht auf eine wür- Probleme – solidarisches Handeln schon. dige Unterbringung und Zugang zum Dr. Ann-Kathrin Biewener Hilfesystem. Wer auf der Straße lebt, Linksfraktion braucht Schutz – unabhängig von Herkunft oder Pass. Weidels Werk und Merz’s Beitrag – die Heike Hüneke Stadtbilddebatte. Die Frage des Monats zeigt, was passiert, wenn demokratische Berlin SPD-Fraktion Parteien die Themen der AfD aufgreifen: Als SPD-Fraktion weisen wir die pro- sie werden rechts überholt. Friedrich blematische Zuspitzung des Themas Merz springt über jedes Stöckchen, dass entschieden zurück. Obdachlosigkeit ist die Rechtsextremen der CDU hinhalten. kein „ausländisches“, sondern ein soziales Egal ob Zahnarzttermine, Abstimmung Problem. Menschen auf der Straße – un- mit der AfD im Bundestag oder unabhängig von Herkunft oder Nationalität verhohlener Rassismus mittels Stadt 1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDU Grüne SPD Linke FDP AfD BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW
für
Deutschland
AfD-Fraktion
Die Obdachlosigkeit im Bezirk wird wahlweise ignoriert oder begünstigt. Vermüllte Obdachlosenlager und Drogenkonsum am Rande von Spielplätzen müssen in diesem Ausmaß nicht zum Stadtbild in einer Metropole gehören – auch wenn uns das Bezirksamt das weismachen will. Wer Hilfe annimmt, dem soll geholfen werden. Wer sie aber ablehnt, darf nicht darauf hoffen, geduldet zu werden. Aggressives Betteln, Matratzenlager und Heroinspritzen haben in unserem Bezirk nichts zu suchen. Wir wollen die Gesetze anwenden und diese Taten verfolgen. Obdachlosenlager müssen zügig geräumt werden. Ein Großteil der Obdachlosen kommt aus dem Ausland, viele aus Osteuropa. Die EU-Freizügigkeit verfällt aber nach drei Monaten ohne Arbeit und Einkommen. Remigration hilft auch hier. Wir fordern die Ausweisung ausländischer Obdachloser und eine Kooperation mit Sozialarbeitern in den jeweiligen Heimatländern zur nachhaltigen Reintegration. Wir stellen uns der zunehmenden Verwahrlosung des Stadtbildes entgegen. Die Untätigkeit des Bezirksamtes muss ein Ende haben! Martin C. T. Kohler
Gazette Charlottenburg | April 2026 | 13
Sophie Charlotte mittendrin - Führung der Malteser für Menschen mit Demenz. �
Foto: Malteser Berlin/Julian Stähle
Schloss für die Sinne Führung für Menschen mit Demenz im Schloss Charlottenburg Das Schloss Charlottenburg gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Tausende Gäste strömen normalerweise durch die prunkvollen Räume, lauschen historischen Jahreszahlen und bewundern die königliche Architektur. Doch für eine wachsende Gruppe von Menschen sind klassische Museumsbesuche oft eine unüberwindbare Hürde. Rund 65.000 Berliner leben mit Demenz – und finden im Alltag nur selten passgenaue kulturelle Angebote. Um diese Lücke zu schließen, geht man im Schloss nun neue Wege.
„Mehr (er)leben“ Unter dem Titel „Mehr (er)leben“ hat der Malteser Hilfsdienst in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
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ein Format entwickelt, das nicht auf abstrakte historische Fakten, sondern auf das konkrete Erleben setzt. Bei den rund einstündigen Führungen steht die direkte Sinneserfahrung im Mittelpunkt. Anstelle von trockenen Geschichtsdaten dürfen die Teilnehmer das barocke Erbe riechen, hören und tasten.
Unterwegs mit Sophie Charlotte Im Fokus der Führung steht die einstige Hausherrin selbst: Eine Darstellerin schlüpft in die Rolle von Königin Sophie Charlotte und nimmt die Gäste mit auf einen Spaziergang durch ausgewählte Räume und den Schlossgarten. Dabei weht den Besuchern der Duft von Lavendel und Rosmarin entgegen, sie können mit den
Händen über kostbare Damaststoffe streichen oder den Klängen historischer Hofmusik lauschen. Wer möchte, darf sich sogar mit Fächern an einem höfischen Tanz probieren – alles ohne Druck und im ganz eigenen Tempo.
oft anstrengenden Pflegealltags entdecken. Termine 2026 • 14. April • 19. Mai • 22. September • 3. November Beginn ist jeweils um 14 Uhr. Erinnerungen wecken Treffpunkt ist die Gruppenkasse Dieser sinnliche Ansatz hat einen im Ehrenhof des Schlosses am bewährten Hintergrund. Düfte, Spandauer Damm 10 – 22. Die Stoffe und Musik erreichen oft Teilnahme an der barrierefreien tiefer liegende Erinnerungen Führung selbst ist kostenlos, es und Emotionen, selbst wenn fällt vor Ort lediglich der reguläre das Gedächtnis sonst nachlässt. Schlosseintritt von 12 Euro (erGleichzeitig schafft die Führung mäßigt 8 Euro) an. Da der Platz in einen wertschätzenden Rahmen der Gruppe begrenzt ist, wird um für die Begleitpersonen. Ange- eine vorherige Anmeldung gebehörige können gemeinsam mit ten – entweder telefonisch unter ihren Liebsten eine unbeschwerte der Rufnummer 030 348 003 221 Zeit verbringen und neue Wege oder per E-Mail an demenzkultur. der Kommunikation jenseits des berlin@malteser.org.
Fotos: Malteser Berlin / Julian Stähle
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14 | Gazette Charlottenburg | April 2026
Ein helles, freundliches Badezimmer mit modernen Haltegriffen und bodengleicher Dusche – Komfort statt Pflegeatmosphäre.
Zuhause alt werden Warum das kein Wunschtraum bleiben muss Die meisten Menschen haben einen stillen Wunsch, über den selten laut gesprochen wird: Im
eigenen Zuhause alt zu werden. Nicht ins Heim. Nicht in eine fremde Umgebung. Sondern dort, wo
die Kaffeetasse immer auf dersel- Dieser Wunsch ist keine Utopie ben Ablage steht und die Wände – aber er braucht ein bisschen Vorbereitung. voller Erinnerungen hängen.
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RATGEBER
Gazette Charlottenburg | APRIL 2026 | 15
Der erste Schritt: ehrlich hinschauen Bevor man irgendetwas verändert, lohnt sich ein ruhiger Rundgang durch die eigene Wohnung. Nicht mit den Augen der Gewohnheit, sondern mit dem nüchternen Blick eines Fremden: Wo könnte jemand mit eingeschränkter Bewegung ins Stolpern geraten?
Klein anfangen – große Wirkung erzielen Wer jetzt an teure Renovierungen denkt, kann erst einmal durchatmen. Denn oft reichen erstaunlich einfache Maßnahmen, um den Alltag deutlich sicherer zu machen. Teppiche entfernen, lose Kabel wegräumen, Wege freihalten – das kostet kaum etwas, senkt aber das Sturzrisiko erheblich. Eine gute Beleuchtung in jedem Raum ist ebenfalls ein echter Gamechanger, besonders nachts. Im Badezimmer, dem Raum mit dem höchsten Unfallrisiko, können eine Toilettensitzerhöhung, rutschfeste Matten, ein Duschstuhl und Haltegriffe den Unterschied zwischen Sicherheit und Angst ausmachen. Dazu gehören insbesondere auch Handläufe in Fluren und Treppen.
Wenn mehr nötig ist Manchmal kommt man mit kleinen Kniffen nicht weit genug. Dann braucht es echte bauliche Veränderungen: breitere Türen für Rollstühle oder Rollatoren, eine bodengleiche Dusche statt einer Badewanne, Rampen statt Stufen oder ein Treppenlift. Auch die Höhe von Lichtschaltern, Steckdosen und Heizungs Impressum
reglern spielt eine Rolle – die optimale Greifhöhe liegt zwischen 85 und 105 Zentimetern. Wer das nachrüsten möchte, muss das nicht alleine durchdenken: Mittlerweile haben sich viele Handwerksbetriebe genau auf solche altersgerechten Umbauten spezialisiert und können Sie von der Planung bis zur Umsetzung begleiten.
Geld ist (zum Teil) kein Problem Ja, Umbauten kosten Geld. Aber: Wer einen Pflegegrad hat und zuhause gepflegt wird, kann bei der Pflegeversicherung einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. Dieser Zuschuss deckt sowohl Maßnahmen ab, die Pflege überhaupt erst ermöglichen, als auch solche, die den Alltag erleichtern und die Selbstständigkeit stärken. Wichtig dabei: Der Antrag muss vor dem Umbau gestellt werden, inklusive Kostenvoranschlägen. Und was viele nicht wissen: Auch ein Umzug in eine behindertengerechte Wohnung kann bezuschusst werden. Und sollte später weiterer Umbaubedarf entstehen, ist auch ein erneuter Antrag möglich.
Die Heinrich-Schulz-Bibliothek dings vormittags: Von 10 bis mit Musikabteilung an der Ot- 12 Uhr ist kein Personal vor Ort. to-Suhr-Allee 98 (Rathaus Char- In dieser Zeit stehen zwar die lottenburg) verlängert ihre Öff- Selbstbedienungsautomaten für nungszeiten: Von Montag bis Ausleihe und Rückgabe sowie Freitag ist sie von 10 bis 19 Uhr WLAN und Arbeitsplätze zur Vergeöffnet – zwei Stunden länger fügung, es gibt jedoch keine perals bisher. sönliche Beratung. Auch InternetDie Bibliothek steht auch ohne Bi- und PC-Arbeitsplätze, Drucker bliotheksausweis offen und kann und Kopierer sowie die Ausleihe zum Aufwärmen und Verweilen von Geräten wie Tolinos, Tonies genutzt werden. oder Musikinstrumenten sind in Einschränkungen gibt es aller- diesem Zeitraum nicht möglich.
Träger für ehemalige „Erlebniswelt Tier und Natur“ Ein Zuhause muss nicht für immer gleich bleiben. Es darf sich gesucht verändern – so wie wir selbst. Wer Das Zuhause mitwachsen lassen
frühzeitig plant und die richtigen Schritte einleitet, kann sich eine Menge Stress, Kosten und vor allem Unsicherheit ersparen. Und das Beste daran: Wer in den eigenen vier Wänden bleibt, behält genau das, was kein Pflegeheim der Welt ersetzen kann – das Gefühl, zuhause zu sein.
Gazette Charlottenburg · April Nr. 4/2026 · 44. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.
Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag
Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50
Redaktion
Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 379 734 52 redaktion@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88
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Längere Öffnungszeiten der Heinrich-Schulz-Bibliothek
Karin Keiser · ☎ 030 / 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de
Nächste Ausgabe Mai Nr. 5/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 10.04.2026 Erscheinung 30.04.2026
Das weitläufige Gelände am He- dem Standort am Heckerdamm ckerdamm 274 im Jungfernheide- vor allem die Begegnung mit park steht vor einem Neuanfang. Tieren. Laut Ausschreibung wäre Wo früher die „Erlebniswelt Tier ein solches Projekt, das an die und Natur“ beheimatet war, soll Tradition der früheren Erlebnisbald wieder pädagogisches Le- welt anknüpft, weiterhin sehr ben einkehren. Das Bezirksamt willkommen. Es ist jedoch keine Charlottenburg-Wilmersdorf hat zwingende Bedingung. Wichtiger nun ein Verfahren gestartet, um ist dem Bezirksamt eine ganzeinen passenden Träger zu finden, jährige Nutzung des Geländes, der das Areal mit frischen Ideen die Naturverbundenheit und für Kinder und Jugendliche wie- Gemeinschaftssinn fördert. Ein derbelebt. umfassendes Schutzkonzept für Der Fokus liegt auf der Stärkung die Arbeit mit Minderjährigen ist der Umweltbildung. Gesucht dabei Voraussetzung für jeden wird ein Konzept, das über das Bewerber. bloße Lernen hinausgeht: Die Besichtigung und jungen Besucher sollen aktiv Bewerbungsfrist eingebunden werden und so ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit Die Liegenschaft wird zunächst und soziale Verantwortung ent- für zwei Jahre überlassen, wobei wickeln. Der Bezirk wünscht sich die Option auf eine jährliche Vereinen Ort der Begegnung, der längerung besteht. Interessierte fest in der Nachbarschaft veran- Organisationen und Vereine kert ist und auch Raum für ehren- können ihre Konzepte bis zum amtliches Engagement bietet. 15. April 2026 beim Bezirksamt Viele Anwohner verbinden mit einreichen.
16 | Gazette Charlottenburg | APRIL 2026
Vom Pumpenhaus zum Naturparadies Ökowerk verbindet Industriegeschichte mit Umweltbildung schen Gebäude. Doch engagierte lieber kulinarisch mag, kann ab ben. Gleichzeitig startet um Bürger setzten sich vehement für 14 Uhr in einem Workshop kreativ 11 Uhr am Spreebord eine themaden Erhalt ein. Mit Erfolg: 1983 mit frisch gesammeltem Bärlauch tische Fahrradtour für Jugendliche und Erwachsene, die sich mit zog das Naturschutzzentrum arbeiten. der städtischen Natur und ihren Ökowerk in das IndustriedenkEntdecken der Achtsamkeit mal ein und machte es zu einer Konflikten auseinandersetzt. Am der wichtigsten Adressen für Am darauf folgenden Wochenen- Nachmittag verlagert sich das Umweltbildung in Charlotten- de geht es um Achtsamkeit und Geschehen wieder in den Forst: burg-Wilmersdorf. das genaue Beobachten. Besu- Eine Expedition für Waldforscher cher können am Samstag, den beginnt um 12.30 Uhr an der BusBuntes Programm 18. April, ab 11 Uhr beim soge- haltestelle Grunewaldturm. Fast Dass diese Bildung nicht theore- nannten „LandArt“ zur Ruhe kom- zeitgleich, ab 13 Uhr, informieren tisch in geschlossenen Räumen, men und die Natur auf eine neue Experten im Ökowerk über das sondern mitten im Leben statt- Art erfahren. Am Sonntag, den faszinierende Leben der Berliner findet, zeigt auch das aktuelle 19. April, spüren Gäste bei zwei Wildbienen. Wer am nächsten Programm im April 2026. Statt Entdeckungstouren – wahlweise Morgen die Stille des Waldes getrockener Vorträge setzt das Öko- um 12.15 Uhr oder um 15 Uhr – nießen möchte, sollte sich früh werk auf Mitmachen und Erleben. der Frage nach, wer eigentlich den Wecker stellen: Am Sonntag, Am Sonntag, den 12. April lernen genau auf dem weitläufigen Ge- den 26. April, beginnt bereits um Besucherinnen und Besucher in lände des Ökowerks lebt. 7.30 Uhr eine geführte Tour zur Wichtige Adresse für einer besonderen Werkstatt ab Beobachtung der morgendlichen Abenteuer Wildnis Umweltbildung Vogelwelt im Grunewald. 12.30 Uhr, wie sich frühlingsFast ein Jahrhundert lang tat die hafte Farben aus natürlichen Ein besonders breites Angebot Für die meisten Kurse wird Technik verlässlich ihren Dienst, Ressourcen herstellen lassen. bietet das letzte Wochenende vorab um eine Anmeldung bevor das Werk im Jahr 1969 we- Parallel dazu öffnet das Zentrum des Monats. Kinder können ab gebeten. Die konkreten Angen zunehmender technischer ab 13 Uhr seine Türen für Mär- Samstag, den 25. April, ab 10 Uhr meldedaten sowie eventuell und hygienischer Mängel end- chenfreunde, wenn über das bei einem zweitägigen „Abenteu- anfallende Materialkosten unter gültig stillgelegt wurde. Lange Leben der Tiere sowie von Wind er Wildnis“ ihre handwerklichen www.oekowerk.de/angebote/ Zeit drohte der Abriss der histori- und Wetter erzählt wird. Wer es Fähigkeiten in der Natur erpro- veranstaltungsprogramm.
Wer am Ufer des Teufelssees steht und das malerische Backstein-Ensemble des Ökowerks betrachtet, ahnt kaum, dass hier einst die Industrialisierung Berlins Einzug hielt. Das heutige Naturschutzzentrum hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Erbaut in den Jahren 1872 und 1873, diente die Anlage ursprünglich als Wasserwerk. Es sollte die damals neu entstehende Villenkolonie Westend zuverlässig mit frischem Trinkwasser versorgen. Mit seinen Kesselhäusern, riesigen Filterhallen und unterirdischen Speichern ist es heute das älteste noch erhaltene Wasserwerk der Stadt.
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Die Pendeltür. Bequemer geht‘s nicht.