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März 2026
Charlottenburg
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250 Jahre Königin Luise von Preußen
2 | Gazette Charlottenburg | März 2026
Georg Kolbe Museum ist Museum des Jahres 2025 Kritikerverband lobt Programm trotz knapper Kassen Das Georg Kolbe Museum in Westend darf sich über eine bedeutende Ehrung freuen. Die deutsche Sektion des internationalen Kunstkritikverbands (AICA) hat das Haus zum „Museum des Jahres 2025“ gewählt. Die Entscheidung wurde am 1. Februar 2026, auf der Jahresversammlung des Verbands in der Hamburger Kunsthalle bekanntgegeben. Die Wahl der Jury fiel auf das Museum in der Sensburger Allee, das seit 2022 von Dr. Kathleen reinhardt geleitet wird und im vergangenen Jahr sein 75-jähriges Bestehen beging. Jan Verwoert, der das Museum für den Preis vorschlug, hob besonders hervor, wie das Haus mit begrenzten Mitteln umgeht. Der Leitung gelinge es, unter „budgetär höchst prekären Bedingungen“ einen Ort zu schaffen, der Konzentra Das Georg Kolbe Museum wurde zum Museum 2025 gewählt. Foto: Robert Rieger
tion und kritisches Engagement ermögliche. Gelobt wurde dabei die Verbindung aus der Arbeit mit der eigenen Sammlung und der Präsentation aktueller Kunst. Die Auszeichnung „Museum des Jahres“ wird jährlich in einem zweistufigen Verfahren vergeben. Maßgeblich für die Entscheidung sind Kriterien wie zukunftsweisende Konzepte, kuratorische Sorgfalt, nachhaltige Forschungsarbeit sowie Standards bei der Klimagerechtigkeit und der Führung der Mitarbeiter. zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählte unter anderem das Brücke-Museum. Neben der Hauptauszeichnung für das Georg Kolbe Museum vergab der Verband weitere Preise. Als„Besondere Ausstellung des Jahres“ wurde die Schau von Małgorzata Mirga Tas im Kunstmuseum Wolfsburg gewürdigt.
Neue Skulptur am Kurfürstendamm Schüler gestalteten Kunstwerk aus Keramikfliesen Am 22. Januar 2026 wurde auf dem Mittelstreifen an der Ecke Kurfürstendamm und Uhlandstraße eine neue Skulptur eingeweiht. Bezirksstadträtin Heike SchmittSchmelz enthüllte das Kunstwerk mit dem Titel„Brücke“ gemeinsam mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Die „Brücke“ entstand in zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Ingrid Ogenstedt und der Klasse 10 B1 der Friedensburg-Oberschule in Charlottenburg. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Witalij Frese entwickelten die Schüler die Idee und setzten sie um. Das Kunstwerk besteht aus individuell gestalteten Keramikfliesen, die auf einer Holzkonstruktion befestigt sind. Jede Fliese wurde von den Beteiligten selbst entworfen und trägt zur Gesamtwirkung bei. Die Skulptur soll den Kurfürstendamm als Ort der Begegnung zwischen Menschen unterschied Neue Kunst auf dem Ku‘damm. Schülerinnen und Schüler gestalteten die Fliesen. licher Herkunft symbolisieren. Der Titel spielt zudem auf die geologi schen Besonderheiten unter der Straße an: Beim Bau des Boule Foto: BACW
vards musste der Boden mit Drainagerohren trockengelegt werden.
WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN
GazetteGazette Charlottenburg | März Wilmersdorf | März2026 | 3 2026 | 3
Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf! Foto: britibay
Frauen verdienen in Deutschland noch immer Bezirk geprägt haben – von Film, Fotografie rund 16 Prozent weniger als Männer. Der Equ- und Literatur bis hin zu Tanz und bildender al Pay Day am 27. Februar macht diese Lohn- Kunst. Ich lade Sie herzlich ein, mit mir mehr lücke sichtbar, denn bis zu diesem über das Leben und Werk von JeanDatum arbeiten Frauen rechnerisch ne Mammen, Lotte Jacobi und Tilla unbezahlt. Deshalb haben wir vor Durieux zu erfahren. Weitere Statiodem rathaus die Equal-Pay-Day-Fahnen widmen sich Else Lasker-Schüler, ne gehisst, um auf diese Ungleichheit Helga Goetze, Hedwig Courths-Mahaufmerksam zu machen. Wenige Tage ler, Isadora Duncan sowie Elisabeth später, am 8. März, dem WeltfrauenKuyper. Wir starten um 14 Uhr an der tag, gehen Frauen weltweit auf die Kirstin Bauch Gedenktafel von Asta Nielsen in der Straße, um diese Ungerechtigkeiten Fasanenstraße 69. Der Spaziergang anzuprangern und gleiche rechte einzufor- bietet die Gelegenheit, bekannte und weniger dern – ein Engagement, das auch 2026 noch bekannte Biografien neu zu entdecken und weibliche Perspektiven im Stadtraum sichtbar nötig bleibt. zu machen. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de.
Aktionswochen gegen Rassismus: Zusammenstehen, wenn es darauf ankommt
Foto: BACW
Im März beschäftigen uns auch andere gesellschaftliche Themen. Vom 16. bis 29. März finden die Aktionswochen gegen rassismus statt, an denen sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Einrichtungen im Bezirk beteiligen. Auch das Bezirksamt beteiligt sich mit eigenen Angeboten an den Aktionswochen. Ich lade Sie ein, die Veranstaltungen zu besuchen und miteinander ins Gespräch zu kommen – bei Workshops, Lesungen oder Diskussionsrunden. rassistische Erfahrungen und gehören auch in Charlottenburg-Wilmersdorf zum Alltag vieler Menschen. Dagegen müssen wir uns wehren, damit unser Bezirk offen und lebenswert bleibt. Hinweise zum Programm finden Sie unter www.cwgegenrassismus.de.
277. Kiezspaziergang am 14. März: Künstlerinnen in der City West Dieses Thema greife ich auch beim 277. Kiezspaziergang am 14. März auf. Unter dem traditionellen Motto „Frauen im Bezirk“ rücken wir diesmal Künstlerinnen der City West in den Fokus. Gemeinsam entdecken wir bedeutende Frauen, die das kulturelle Leben im
Eröffnung von AktiFam Ein neues Projekt unterstützt Familien im Alltag: Am Mittwoch, 25. März, startet „AktiFam“ in Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Angebot richtet sich an Alleinerziehende und Familien mit Kindern, die Hilfe bei Anträgen, Behördengängen oder dem (Wieder-) Einstieg in den Beruf brauchen. In Gesprächen mit vielen von
Ihnen wird immer wieder deutlich, wie herausfordernd es sein kann, Familie, Arbeit und den Kontakt zu Behörden unter einen Hut zu bringen, gerade wenn finanzielle Fragen oder ein beruflicher Neustart dazukommen. „AktiFam“ setzt genau dort an: mit individueller Beratung, Jobcoaching, Workshops, Begleitung zu Terminen sowie mobiler Unterstützung im Kiez — kostenfrei, mehrsprachig und mit Kinderbetreuung während der Beratung. Die enge zusammenarbeit verschiedener Stellen im Bezirk erleichtert den zugang zu Hilfe und spart Wege. Wenn Sie selbst Unterstützung suchen oder das Angebot weitergeben möchten, informieren Sie sich gern. Solche Projekte leben davon, bekannt zu sein und genutzt zu werden.
BSR Kiezstage: Frühjahrsputz leicht gemacht Ganz praktisch wird es bei den BSr-Kieztagen im März: Am Dienstag, 17. März, auf dem Mierendorffplatz und am Donnerstag, 19. März, auf dem Karl-August-Platz. Jeweils von 13 bis 18 Uhr können Sie dort sperrige oder defekte Haushaltsgegenstände kostenfrei abgeben – etwa Sperrmüll, Elektrogeräte, Matratzen, Altholz oder Alttextilien. So sparen Sie sich den Weg zum recyclinghof. Farben, Batterien, Medikamente oder Bauschutt werden allerdings nicht angenommen. Haben Sie etwas, das zu schade zum Wegwerfen ist? Nutzen Sie den Tausch- und Verschenkmarkt. Viele Dinge finden dort ein zweites Leben, statt im Müll zu landen. Fachleute der BSr beantworten vor Ort Fragen zur Abfalltrennung, und nicht Mitgenommenes fließt, wenn möglich, in den re-Use-Kreislauf zurück. Wenn Sie im März einen Frühjahrsputz planen, sind diese Termine eine einfache Gelegenheit, sich von Überflüssigem zu trennen. Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre Kirstin Bauch
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4 | Gazette Charlottenburg | März 2026
Königin Luise auf einem Ölgemälde von Josef Mathias Grassi, 1802.
250 Jahre Königin Luise von Preußen Im schönsten Kleid zu Napoleon
Gazette Charlottenburg | März 2026 | 5 In der langen Geschichte der Hohenzollern gibt es viele Herrscher, die durch militärische Strenge oder staatstragende Reformen in Erinnerung blieben. Doch keine Gestalt des preußischen Königshauses wird bis heute so sehr mit Anmut, menschlicher Wärme und tragischem Schicksal verbunden wie Königin Luise. Als sie 1810 mit nur 34 Jahren starb, hinterließ sie ein ganzes Volk in Trauer. In Dahlem wurde eine der wichtigsten Straßen nach ihr benannt und die 1811 gegründeten Königin-Luise-Stiftung an der Podbielskiallee wird seit Generationen von Schülerinnen und Schülern besucht.
Unkonventionelle Jugend Luise Auguste Wilhelmine Amalie wurde am 10. März 1776 in Hannover als Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz geboren. Vater Herzog Karl zu Mecklenburg-Strelitz verwaltete in Hannover das Kurfürstentum für den britischen König Georg III.. Ihre Mutter starb im Kindbett, als Luise erst sechs Jahre alt war. So wuchs Luise, zusammen mit ihren beiden Schwestern – die Brüder blieben beim Vater – größtenteils bei ihrer Großmutter in Darmstadt auf. Das war ein Glücksfall für ihre persönliche Entwicklung, denn sie genoss dort eine für damalige Verhältnisse liberale und naturnahe Erziehung. Anfang März 1793 wurden sie und ihre Schwester Friederike in Frankfurt am Main dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. vorgestellt. Er war beeindruckt und arrangierte ein Treffen mit seinen Söhnen. Die 17-jährige Luise und der 22-jährige Kronprinz Friedrich Wilhelm verliebten sich ineinander. Die Verlobung folgte rasch, und am Weihnachtsabend 1793 heiratete das Paar in Berlin. Ihre Schwester Friederike heiratete Prinz Louis, den jüngeren Bruder von Friedrich Wilhelm. Diese Ehe war allerdings nicht glücklich.
Fast bürgerliche Ehe Luise besaß eine natürliche Herzlichkeit, die Menschen aller Stände in ihren Bann zog. Goethe, der sie traf, schwärmte von ihrer Erscheinung. Als Kronprinzessin und ab 1797 als Königin an der Seite Friedrich Wilhelms III. brach Luise mit den Konventionen. Das
und ihrem Geist – er nannte sie später „den einzigen Mann in Preußen“ – doch politisch blieb er hart. Preußen verlor die Hälfte seines Territoriums. Obwohl Luises Mission politisch scheiterte, war sie ein moralischer Triumph. Dass eine Frau und Mutter sich dem Tyrannen entgegenstellte, um ihr Volk zu retten, machte sie endgültig zur Ikone. Sie war nun nicht mehr nur die schöne Königin, sie war die schmerzhafte Seele Preußens.
Früher Tod und „Luisenkult“ Die Jahre nach Tilsit waren geprägt von finanziellen Nöten und dem Versuch, den Staat durch Reformen zu modernisieren, was Luise unterstützte. Doch ihre Gesundheit hatte durch die physischen und psychischen Belastungen der Fluchtjahre irreparablen Schaden genommen. Im Sommer 1810 besuchte sie ihren Vater in Strelitz. Dort erkrankte sie schwer an einer Lungenentzündung (vermutlich in Kombination mit einem Herzleiden). Am 19. Juli 1810 starb Königin Luise im Schloss Hohenzieritz im Beisein ihres Mannes und ihrer engsten Vertrauten. Sie war geraEmpfang beim Frieden von Tilsit 1807: Napoleon, Alexander I. von de einmal 34 Jahre alt. Russland, Luise und Friedrich Wilhelm III. Gemälde von Nicolas Gosse. Die Nachricht von ihrem Tod löste eine Welle der Bestürzung aus. Paar führte eine fast bürgerliche tend geschlagen. Die königliche „Sie ist an gebrochenem Herzen Ehe, sprachen sich mit „Du“, statt Familie musste fliehen. Sie zogen gestorben“, hieß es im Volk – gedes höfischen „Sie“ an. Luise sich zurück bis nach Memel, heu- storben am Schicksal ihres Lanund ihr Mann spazierten durch te Klaipeda, in den äußersten Os- des. den Tiergarten, besuchten den ten des Reichs. Der König machIdealisierung und Luisenkult Weihnachtsmarkt und andere te die Stadt von Januar 1807 bis „bürgerliche“ Vergnügen – für die zum Januar 1808 zu seiner vor- Durch ihren frühen Tod blieb Traditionalisten ein Skandal, aber übergehenden Residenz. sie in der Erinnerung jung und das Volk liebte das Paar und seine schön – der „Luisenkult“ nahm Begegnung in Tilsit Nahbarkeit. Luise brachte zehn seinen Anfang. König Friedrich Kinder zur Welt, sieben erreichten Der wohl berühmteste Moment Wilhelm III. stiftete am 10. März das Erwachsenenalter – darunter in Luises Leben ereignete sich im 1813, am Geburtstag seiner der spätere deutsche Kaiser Wil- Juli 1807 in Tilsit. Preußen lag am verstorbenen Frau, das Eiserne helm I. und die Zarin Alexandra Boden, Napoleon diktierte den Kreuz. Dichter wie Novalis und Fjodorowna. Frieden. In einem verzweifelten Kleist verklärten sie; Denkmäler Versuch, die harten Bedingungen wurden errichtet. Napoleon in Preußen für ihr Land abzumildern, bat Im 19. Jahrhundert wurde Luise Das königliche Glück war nur von Friedrich Wilhelm seine Frau, mit zur Idealgestalt der deutschen kurzer Dauer. Europa befand sich dem französischen Kaiser zu spre- Frau und Mutter stilisiert: aufopim Würgegriff Napoleons. Fried- chen. Es war eine beispiellose De- ferungsvoll, patriotisch, familiär. rich Wilhelm III. versuchte lange, mütigung und zugleich ein Akt Als ihr zweitgeborener Sohn WilPreußen aus den Konflikten her- höchsten Mutes: Die Königin trat helm 1871 im Spiegelsaal von auszuhalten. Luise hingegen sah dem Eroberer Europas entgegen. Versailles zum Deutschen Kaiser Preußen durch Frankreichs Agie- Luise trug ein silberdurchwirktes proklamiert wurde, sah man dies Kleid und setzte all ihren Charme als späte Rache für die Tränen seiren bedroht. Das Jahr 1806 war katastrophal. und ihre Intelligenz ein. Sie bat ner Mutter in Tilsit. Ihr Sarkophag In der Doppelschlacht von Jena Napoleon um Milde, um den Er- im Mausoleum des Schlossparks und Auerstedt wurde die einst- halt von Magdeburg und westel- Charlottenburg ist bis heute ein mals stolze preußische Armee bischen Gebieten. Napoleon war Ort der Erinnerung an die popuvon Napoleons Truppen vernich- beeindruckt von ihrer Schönheit läre Königin.
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Vertreterinnen und Vertreter der Träger und Kitas der 8. Umsetzungsphase von Gute gesunde Kitas in Berlin mit Bezirksstadtrat Simon Hertel. Foto: BACW
Sieben Kitas starten Gesundheitsprogramm
Bezirk unterstützt Einrichtungen bei Förderung von Kindern und Fachkräften Im rathaus Charlottenburg unterzeichnete Bezirksstadtrat Simon Hertel am 26. Januar die Vereinbarungen für die achte Phase des Landesprogramms „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“. Sieben Kindertagesstätten aus Charlottenburg-Wilmersdorf nehmen gemeinsam mit ihren Trägern an dem Programm teil.
Das Landesprogramm ermöglicht es den Kitas, eigene Konzepte zur Gesundheits- und Bildungsförderung zu erarbeiten und in der Praxis anzuwenden. Dabei stehen sowohl das Wohlbefinden der Kinder als auch die Arbeitsbedingungen der pädagogischen Fachkräfte im Mittelpunkt.
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Eine Bezirkskoordination begleitet die teilnehmenden Einrichtungen fachlich und steht den Multiplikatoren während des gesamten Prozesses beratend zur Verfügung. „Das Programm stärkt langfristig Gesundheit, Qualität und Arbeitsfähigkeit in unseren Kitas“, erklärte Hertel bei der Unterzeichnung. Besonders wichtig
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sei die kontinuierliche Begleitung durch die neu besetzte Bezirkskoordination. Das Programm orientiert sich am Berliner Bildungsprogramm und berücksichtigt die konkreten Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten. Weitere Informationen unter www. gute-gesunde-kitas-in-berlin.de.
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Osterferien ohne Kofferpacken Anmeldung ab sofort – Ermäßigung für Familien mit geringem Einkommen Das Jugendamt Charlottenburg-Wilmersdorf bietet in den Osterferien 2026 wieder das Programm „Ferien ohne Kofferpacken“ an. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren können ab sofort angemeldet werden. Organisiert wird das Angebot gemeinsam mit dem Jugendclubring e. V. Das Programm umfasst kreative Angebote, Spiele, Bewegung und Ausflüge. Es findet in zwei Durchgängen statt: vom 30. März bis 2. April sowie vom 7. bis 10. April 2026. Die Betreuung läuft jeweils von 9 bis 16.30 Uhr im Haus der Jugend Charlottenburg in der zillestraße 54. Der Teilnahmebeitrag von 64 Euro pro Woche und deckt Betreuung, Eintritte, Fahrtkosten, Frühstück, Mittagessen und Getränke ab. Familien, die Transferleistungen beziehen, können finanzielle Unterstützung erhalten. Der Mindestbeitrag liegt bei 24 Euro pro Woche. Jugendstadtrat Simon Hertel betonte, dass gute Ferienangebote keine Frage des Geldbeutels sein dürften. Er habe sich für die Fortsetzung der Finanzierung eingesetzt, damit Haus der Jugend Charlottenburg. Foto: BA CW alle Familien unabhängig vom Einkommen gend Charlottenburg möglich unter www. 12775, montags bis freitags zwischen 15 und davon profitieren können. Anmeldungen sind über das Haus der Ju- zille54.de oder telefonisch unter (030) 9029- 18 Uhr.
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8 | Gazette Charlottenburg | März 2026
Ein Leben für die Fürsorge Vor 50 Jahren starb Elisabet von Harnack Von Harnack – ein bekannter Name. Meist fällt der Blick dabei auf die Männer: auf den überragenden Theologen und Wissenschaftsorganisator Adolf von Harnack, seinen Sohn Ernst oder auf seinen Neffen Arvid, die beide für ihre Rolle im Widerstand gegen das Nazi-Regime ermordet wurden. Doch im Schatten dieser Biografien wirkte eine Frau, deren Leben exemplarisch für die Herausforderungen und Brüche des 20. Jahrhunderts steht: Elisabet von Harnack. Sie war Sozialarbeiterin und setzte sich besonders für die Belange von Kindern und Frauen ein.
Hochrangiger Besuch Elisabet wurde am 1. Januar 1892 als das sechste von sieben Kindern geboren. Die Familie Harnack – ab 1914 von Harnack – lebte von 1900 bis 1910 in der Fasanenstraße in Wilmersdorf, das zu dieser Zeit noch vor den Toren Berlins lag. Ab 1911 wohnten sie in der Kunz-Buntschuh-Straße in der Villenkolonie Grunewald. Elisabet wuchs in einer Atmosphäre auf, die man heute als „intellektuellen Hochadel“ bezeichnen würde. Ihr Vater, Adolf von Harnack, war nicht nur der bedeutendste Theologe seiner Zeit, sondern als Generaldirektor der Königlichen Bibliothek und Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft auch ein politischer Netzwerker ersten Ranges. Im Haus der Harnacks verkehrten Politiker und Kirchenführer.
Hier wohnte von 1900 bis 1910
ADOLF VON HARNACK 7.5.1851 – 10.6.1930
Theologe und Kirchenhistoriker Er war Initiator und erster Präsident der »Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften« der heutigen »Max-Planck-Gesellschaft«
Gefördert durch die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft
Die Familie Harnack lebte bis 1910 in der Fasanenstraße in Wilmersdorf. Für Elisabet und ihre Geschwister war dies Privileg und Last zugleich. Von den Töchtern wurde erwartet, gebildet und repräsentativ zu sein, doch akademische Karrieren waren für Frauen im Kaiserreich noch die Ausnahme. Elisabet jedoch suchte ihren eigenen Weg, geprägt von der protestantischen Ethik des „Dienens“, die im Hause Harnack gelehrt wurde.
Weg in die Soziale Arbeit Anders als viele Frauen ihres Standes, die sich auf eine Ehe vorbereiteten, strebte Elisabet nach beruflicher Eigenständigkeit. Sie gehörte zu der Generation von Frauen, die die Professionalisierung der „Sozialen Arbeit“ – damals Fürsorge – in Deutschland vorantrieben. Nach dem Studium der Nationalökonomie, Staatswissen schaften, Kirchen- und Dogmengeschichte wurde sie zunächst Referentin für Fragen der Fürsorge, anschließend wurde sie Schulpflegerin. 1921 arbeitete sie als Geschäftsführerin des Wohlfahrtsverbandes Berlins, des Berliner Frauenvereins sowie der Deutschen Verbände für Sozialbeamtinnen und für Schulkinderpflege. Sie setzte sich ein, dass es Richtlinien für die Beaufsichtigung gewerblich arbeitender Kinder gab und setzte sich für das Verbot körperlicher Züchtigung in der öffentlichen Kinder- und Jugendfürsorge ein.
Dunkle Jahre und Familientrauma Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 markierte für die humanistisch geprägte Familie eine Zäsur. Während Adolf von Harnack 1930 verstor u z g e i t s Ihr Ein r Bad-Komfort meh MeineWannentür: Ohne aufwendige Umbau arbeiten zur barrierearmen Badewanne IHRE VORTEILE Niedriger Einstieg Kostengünstiger Einbau in nur 1 Tag Keine neue Badewanne erforderlich 12207 Berlin • www.bazuba.de
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ben war und den Untergang der Republik nicht mehr miterleben musste, geriet die Familie in den Strudel des Terrors. Elisabet musste alle Ämter aufgeben, da Familienangehörige Mitglieder der SPD waren. Traumatische Ereignisse für die Familie waren zweifellos die Schicksale ihres Bruders Ernst sowie ihres Cousins Arvid und dessen Frau Mildred. Mildred und Arvid waren Mitglieder der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“. Als sie 1942 verhaftet wurden, versuchte die Familie verzweifelt, Einfluss zu nehmen – vergeblich. Arvid wurde gehängt, Mildred enthauptet. Ernst unterstützte die Widerstandskämpfer des Attentats vom 20. Juli 1944, er wurde am 5. März 1945 in Plötzensee gehängt.
Wirken im Nachkriegsdeutschland Nach 1945 war Elisabet am Aufbau der sozialen Arbeit in Berlin aktiv beteiligt und kümmerte sich ab 1949 in der Senatsverwaltung für Arbeit und Sozialwesen um die Flüchtlings- und Vertriebenenhilfe, Heimkehrerfürsorge und Fürsorge für Verfolgte während des Dritten Reichs. Gemeinsam mit Ernst Reuter gab sie die Zeitschrift Soziale Arbeit heraus. Auch nach ihrer Pensionierung blieb sie nicht untätig und füllte viele Ehrenämter aus. Sie starb am 22. November 1976 in Berlin und wurde im Familiengrab auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Schöneberg beigesetzt.
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Fotokunst am Hohenzollerndamm Junge Talente der UdK stellen ihre prämierten Arbeiten aus Die Kommunale Galerie Berlin präsentiert die Gewinner des 19. IBB-Preises für Photographie. Die Ausstellung führt zwei künstlerische Positionen zusammen, die Fotografie als Mittel zur Untersuchung von Zeitlichkeit und physikalischer Wirklichkeit nutzen. Beide Arbeitsweisen befassen sich mit Formen der Aufzeichnung und der Sichtbarmachung bildgebender Prozesse. Gezeigt werden die Arbeiten von Jana Pressler und Moritz Haase. Pressler erhält den mit 7.500 Euro dotierten Hauptpreis. In ihren Werken verbindet sie analoge Fotografie mit Installation und Skulptur, um Wahrnehmungsstrukturen sowie das Verhältnis von Fläche und Raum zu untersuchen. Der Anerkennungspreis, dotiert mit 2.500 Euro, geht an Moritz Haase. Er widmet sich in seinen Arbeiten Lichtphänomenen und Erinnerungsräumen, wobei er fotografische Aufnahmen neu ordnet und in Beziehung setzt. Beide Positionen eint der Fokus auf Zeitlichkeit und physikalische Wirklichkeit. Der Preis wird seit 2007 in Kooperation mit der Karl Hofer Gesellschaft der Universität der Künste (UdK) vergeben. Er richtet sich an Studierende und Absolventen der UdK, die in
Moritz Haase, Sitting On A Cornflake (Crop 1), 2017/2025, C-Print� der Regel jünger als 35 Jahre sind. Neben dem Preisgeld erhalten die Künstler ein Budget für die Ausstellung und Kataloge.
Rahmenprogramm und Öffnungszeiten Begleitend zur Schau findet am Mittwoch, 22. April 2026, um 18 Uhr eine Führung mit
Foto: Moritz Haase
den Künstlern statt. Die Finissage ist für Sonntag, 10. Mai 2026, um 15 Uhr geplant. Die Ausstellung am Hohenzollerndamm 176 läuft bis zum 10. Mai 2026. Geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 19 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Initiative Bundesplatz e. V. – viel mehr als bloße Visionen Vom Straßenbegleitgrün zur grünen Oase Als sich Ende Januar 2010 die Initiative Bundesplatz auf Anregung von Gisela Nitschke mit zwölf Gründungsmitgliedern zur Vereinsgründung entschloss, waren die Vereinsziele zugunsten des Bundesplatzes – einst prächtiger „Kaiserplatz“ – klar formuliert: Um dem am 4. März 1967 im rahmen damaliger „autogerechter Stadtplanung“ zerschnittenen, mit der Autotunnel-Eröffnung zum „Straßenbegleitgrün“ degradierten Bundesplatz wieder zu mehr AnTunneleröffnung am Bundesplatz im März 1967. Foto: Initiative Bundesplatz e. V. der Attraktivität seines baulichen Umfeldes aus. Der rund um die U- und S-Bahnstation Bundesplatz bereits erkennbaren Verwahrlosung wollte man damals gemeinsam zuleibe rücken. Unter seinem ersten Vorsitzenden Wolfgang Seve ständnis für seine Entwicklung vermitteln. Bereits die zweite ordentliche Mitgliederversammlung konnte im Bistro der Caritas Tübinger Straße/Ecke Bundesplatz stattfinden, die bis heute der Bundesplatz-Initiative und ihren Gästen großzügig raum für Versammlungen gewährt, so auch für das regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat in der zeit von 19 – 21 Uhr stattfindende Bundesplatz-Treffen (nächste Treffs am 3. März und 7. April, Gäste willkommen). 15-jähriges Vereinsbestehen im letzten Jahr gebührend zu feiern, gab es Grund genug: Wie viel von
rin sprach sich der junge Verein außerdem für eine Parkraumbewirtschaftung rund um den Platz aus. Anwohnerfeste und Informationsveranstaltungen sollten dazu Gleichgesinnte mit ins Boot holen, die Erarbeitung der Geschichte des Platzes Ver Foto: Initiative Bundesplatz e. V.
10585 Berlin-Charlottenburg
Kaiser-Friedrich-Straße 7
sehen und Aufenthaltsqualität zu verhelfen, sprach man sich in den Vereinszielen für den rückbau des Tunnels sowie für eine Neugestaltung des Bundesplatzes hin zu seinem ursprünglichen Gesamtbild und für die Steigerung
Helfende Hände bei Pflegearbeiten sind auf dem Bundesplatz stets willkommen. Foto: Initiative Bundesplatz e. V.
Druck- und Kopiertechnik Telefon und Telefonanlagen Computer und Netzwerktechnik Bürodrehstühle und Kinderstühle Büro-, Computer- und Schülermöbel Regale für Keller, Lager und Wohnbereich
den damaligen zielen bereits umgesetzt werden konnte oder auf bestem Wege dahin ist, sieht, wer aufmerksam den Bundesplatz und seine dank reizvollen Einzehandel- und Dienstleistungsangebotes spannende Umgebung offenen Auges besucht – und dann bestenfalls Lust bekommt, selbst Teil dieser aktiven Initiative zu werden.
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Gazette Charlottenburg | März 2026 | 11
Foto: Initiative Bundesplatz e. V.
Vom „Unort“ zum Schmuckplatz – kein leichter Weg zwar ist der Tunnel noch immer nicht verschwunden, doch jeder weiß, wie dicke Bretter es zu bohren gilt, um mit Unterstützung der Politik wenigstens kleine Veränderungen zum Besseren hin erreichen zu können. Auf gutem Weg dahin ist der aktuell rund 160 Mitglieder zählende Verein mit den Vorstandsmitgliedern Birgitta Berhorst, Bernhard Strohmayer und Ursula Pattberg in erster reihe, die sich über die Jahre über Interesse der Lokalpolitik an ihren Projekten nicht beklagen konnten, sich aber noch größeren Einsatz und schnelleres Handeln von Seiten der Landespolitik wünschen. Denn auch das Ehrenamt stößt an Grenzen, will bereits Erreichtes abgesichert und langfristige Lösungen sehen. Längst hat – ebenso fachkundig wie energiegeladen initiiert vom Bundesplatz-Verein – der Kiez rund um den Platz eine bemerkenswerte Aufwertung erfahren; nicht zuletzt durch gut angenommene monatliche Aktionstage, Treffen, Flohmärkte, Kiezrundgänge, Feste und kulturelle Angebote. Erreicht werden konnte durch das über 15 Jahre währende bürgerschaftliche Engagement mit Tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Initiative Bundesplatz immerhin einiges zur Umwandlung des Platzes von einer vermüllten Brache zur grüner Oase und zu einem entspannenden Ort der Begegnung: So konnte die Umsetzung der historischen Skulptur der „Winzerin“ aus dem Jahr 1910 verhindert werden,
die heute in nördlicher richtung Höhe Mainzer Straße steht, und die Figur mit passender Grün Die „Winzerin“ aus dem Jahr 1910 – Relikt aus der Prachtzeit des „Kaiserplatz“. Foto: Initiative Bundesplatz e. V. gestaltung zu neuem Ansehen gelangen. Ehrenamtliche pflegen und bepflanzen regelmäßig den von ihnen vom „Straßenbegleitgrün“ zum blühenden Stadtplatz wiederbelebten Bundesplatz.100 Meter der einst den Platz umgebenden hohen Mauern wurden vor 14 Jahren abgerissen, um auch optisch mehr Luft zu geben und das Sicherheitsgefühl der Platzbesucher zu stärken. Trampelpfade wichen befestigten Wegen mit Gehwegvorstreckungen, Bänke für Erholungssuchende kamen hinzu. Und auch die erfolgten Verkehrsverbesserungen sind auf den Einsatz der Initiative Bundesplatz zurückzuführen: So wurde an den Spangen und Straßen rund um den Platz Tempo 30 eingeführt. Dass der Bundesplatz bis jetzt
kein vollkommener ruheort wurde, ist Spätfolge des 60er-Jahre-Tunnelbaus: Die Tunneleinfahrt, die den Kiez zerschneidet, bringt bis heute starke Abgasund Lärmbelästigung mit sich. Auch wenn eine Schließung des Tunnels mit rückbau und Ausweitung der Grünflächen sowie einer ausschließlich oberirdisch verlaufenden Verkehrsführung aktuell noch nicht in greifbarer Nähe scheint, könnte laut Initiative eine intelligentere Verkehrsführung der angrenzenden Kreuzungsbereiche zeitnah Entlastung schaffen und das derzeitige
Stauproblem zu Stoßzeiten wenigstens verringern.Verschiedene Studien, die zusammenarbeit mit Universitäten und Planungsbüros sowie ein BVV-Beschluss zur Abkehr von der autogerechten Stadt insbesondere am Bundesplatz unterstreichen dies ebenso wie der kontinuierliche Dialog mit Politik und Verwaltung. Mit der Umsetzung eines stufenweisen flächengerechten Umbaus des Bundesplatzes befasst sich die Spath/Nagel-Studie von 2021. In einer darauf basierenden Grafik wird die Umbau-Variante „Hufeisen“ visioniert, die mit der Moder Hotel Seehof Berlin am Lietzensee
Foto: Ajith Kumar / flickr.com / CC BY 2.0
Mit Fachkenntnis und aktiv stehen sie für engagierte Vereinsmitglieder: Brigitta Berhorst, Bernhard Strohmayer und Ursula Pattberg (v.l.n.r.). Foto: Initiative Bundesplatz e. V.
Osterbrunch Am Ostersonntag, den 05. April 2026, in der Zeit von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr in unserem Restaurant „au Lac“. Lassen Sie sich kulinarisch von unserer Küche mit Lammbraten, Zanderfilet, Spinat-Käse-Knödel und vielen weiteren Köstlichkeiten verwöhnen. Preis pro Person: 39,00 € Kinder von 6 bis 12 Jahre zahlen den halben Preis. Kinder unter 6 Jahren nehmen am Buffet kostenfrei teil. Ihre Tischreservierung nehmen wir gern täglich unter der Rufnummer: (030) 320 02 – 177 oder per E-Mail: info@hotel-seehof-berlin.de entgegen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Hotel Seehof Berlin Lietzensee-Ufer 11, 14057 Berlin
12 | Gazette Charlottenburg | März 2026 nisierung des Kreuzungsbereichs am Bundesplatz beginnt und in die vollständige Neugestaltung des Platzes mündet.
Mit großen Zielen und Kampagne ins Frühjahr 2026 Für dieses Jahr hat sich die Initiative Bundesplatz große ziele gesetzt. Der Vorstand erklärt dazu: „Wir wollen den politischen Druck wiederbeleben, auch mit Blick auf die Wahlen. Die Politik ist nun gefordert, über die Absicherung des ehrenamtlichen Engagements zu diskutieren und die stadtplanerische Weiterentwicklung aktiv voranzutreiben. Der Bundesplatz ist ein Hebel für eine bessere Bundesallee. Es ist zeit für den politischen Mut, die Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren.“ Dabei wünschen sich die Beteiligten einen zeit-, energieund kostensparenden Konsens in der Stadt, der über eine Legislaturperiode hinausreicht, anstatt nach jeder Wahl wieder neu verhandelt zu werden. Für mehr Sichtbarkeit des facettenreichen Bundesplatzes, für Beteiligung und politischen rückenwind startet die Initiative Bundesplatz e. V. im Frühjahr die Kampagne „Der Bundesplatz – Mehr als nur ein Straßenbegleitgrün“. Damit soll auf die vielfältige Bedeutung dieses Platzes als Klima-, Begegnungs- und Stadtraum aufmerksam gemacht und politischen Forderungen nach einem menschengerechten Bundesplatz Nachdruck verliehen werden – nicht ohne die unzureichende Grünflächen-Klassifizierung „Straßenbegleitgrün“ zu hinterfragen. Brigitta Berhorst vom Vorstand betont: „ Ebenso wollen wir mit dem Kampagnen Aktionen machen sichtbar.
Vision der Umbau-Variante „Hufeisen“ für den Bundesplatz
thema noch mehr Menschen kleinen grünen Insel inmitten bürgerschaftliches Engagement aus der Nachbarschaft neugierig dicht bebauten Stadtraumes mit ausgezeichneten Initiative Bunmachen, ins Gespräch bringen weiter verbesserter Aufenthalts- desplatz e. V.. und für die zukunft dieses Or- qualität, insbesondere bei Hitze- Übrigens: Anlässlich seines 15-jähtes gewinnen.“ Dazu sind auch perioden. Vorstandsmitglied der rigen Bestehens brachte die Initijüngere Menschen gefragt, die Initiative Bernhard Strohmayer ative die ebenso interessante wie für eine ideenreiche zukunft des erklärt dazu: „Am Bundesplatz informative Broschüre „Ein Platz. Platzes in der Initiative mitarbei- könnte Berlin eine Vorreiterrolle Eine Community. Eine Version.“ ten möchten. Den Auftakt der in der Umsetzung des Bäume- heraus, die sowohl die Geschichte Kampagne bildet das Fokusthe- Plus-Gesetzes einnehmen.“ Im des Bundesplatzes und die ihres ma „Ein Ort für gutes Mikroklima“, Spätsommer dann sollen weitere Umfeldes als auch die der Initiatiwozu die Initiative den Dialog mit Etappen der Kampagne folgen, ve kurzweilig behandelt. Entscheidungsträgern aus Politik die Themen wie „Ein Ort der Be- Wer sich bei der Initiative Bundesund Bezirksverwaltung sowie An- gegnung“, „Ein Ort mit Potenzial“ platz einbringen will, beim nächswohnern verstärken will. Um das und „Ein Ort mit Geschichte(n)“ ten Aktionstag „Gärtnern im Kiez“ Potenzial des Bundesplatzes als fokussieren, begleitet von Veran- am 14. März in der zeit von 10Erholungsort, Klimapuffer und staltungen und Mitmach-Aktio- 14 Uhr mithelfen möchte oder/ Gegenpol zu Verkehr, Hitze und nen für jedermann. und Interesse an der Broschüre Versiegelung ausschöpfen zu – Man darf also hoffnungsfroh in hat, Kontakt unter E-Mail: info@ können, setzt die Initiative auf eine menschen-und klimagerech- i n i t i a t i v e - b u n d e s p l a t z . d e die Umsetzung einer zukunftsfä- tere zukunft des Bundesplatzes oder Telefon: 0151 260 18 967 higen Baumbepflanzung, auf die blicken, hinsichtlich der ungebro- Weitere Informationen unter Stärkung der mikroklimatischen chenen Energie des inzwischen www.initiative-bundesplatz.de Funktion des Platzes hin zu einer vielfach für seine Erfolge und sein Jacqueline Lorenz
Fotos: Initiative Bundesplatz e. V.
BETTINA MEYER macht SCHMUCK in Charlottenburg
Leonhardtstraße 3 14057 Berlin Tel: 030.32 70 66 50 schmuck@bettinameyer.de www.bettinameyer.de Mo 14–19 Uhr Di–Fr 11–19 Uhr Sa 11–16 Uhr
Heilkunde nach Hildegard von Bingen
▶ Darmsanierung
▶ Schwermetallausleitung
▶ Ernährung & Stoffwechsel
Daniela Dumann Heilpraktikerin Hildegardtherapeutin Vizepräsidentin der Internationalen Gesellschaft Hildegard von Bingen
Naturheilpraxis Daniela Dumann Nithackstraße 24 10585 Berlin-Charlottenburg Direkt am Charlottenburger Schloss
Telefon 030-364 30 358 u. 0170-60 111 82 praxis@danieladumann.de www.danieladumann.de www.hildegard-von-bingen-berlin.de
seit 28 Jahren im sympathischen Kiez der Leonhardtstraße zwischen Amtsgericht und S-Bhf Charlottenburg. Die Leonhardtstraße ist eine der nettesten Einkaufsstraßen in Berlin mit nur unternehmergeführten Geschäften und Restaurants. Dort stellt Bettina Meyer ihre Schmuckstücke her und stellt auch Arbeiten einiger Kolleginnen aus. Die Werkstatt ist in der Galerie, die sie sich zur Zeit mit der ukrainischen Kollegin, Olena Borys, teilt. Besucher können den Künstlerinnen über die Schulter schauen und auch individuelle Entwürfe umsetzen lassen.
Bettina Meyers Entwürfe zeichen sich durch eine klare Formensprache aus und erfüllen einen hohen Anspruch an gestalterischer und handwerklicher Qualität. Ihr ist die Ästhetik wichtiger als der materielle Wert. Deshalb finden sich nicht nur teure Schmuckstücke in ihren Kollektionen. Durch Recycling und Umgestaltung alter Schätze gelingt ein nachhaltiges Arbeiten. Bettina Meyer setzt sich für die Erhaltung der Gewerbe im Kiez ein. Die Unternehmer der Leonhardtstraße veranstalten mit dem Verein Family&Friends ein Straßenfest, einen Ostermarkt und einen Adventsmarkt.
Fasten nach Hildegard von Bingen Fasten nach Hildegard von Bingen wird oft als echter „Game Changer“ und wohltuende Pause erlebt, die Körper, Geist und Seele stärkt. In meinen Fastengruppen erleben Sie eine sanfte, alltagstaugliche Form des gemäßigten Dinkelfastens – genussvoll, nährend und im Einklang mit Hildegards Lehre vom rechten Maß. Viele Teilnehmende berichten von mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe und einem neuen Zugang zu ihrem Ernährungsverhalten. Wir fasten gemeinsam mit Dinkel, Gemüse und Kräutern. „Gemäßigt“ bedeutet: Sie dürfen essen. Begleitet wird die Woche durch Bewegung, Meditation,
basisches Fußbad, Leberwickel, kleine Spaziergänge und Impulse zum Säure Basen Haushalt. Termine im März: • Vormittagsgruppe: 21.–29. März, täglich 10–12 Uhr (Einführung 10. März; Vorfreudetreffen 20. März) • Abendgruppe: 23.–27. März, täglich 18–19:30 Uhr (Einführung 12.3.) Das Dinkelfasten ist auf Wunsch glutenfrei möglich. Ich freue mich darauf, Sie achtsam durch diese besondere Fastenzeit zu begleiten.
135 Jahre Sicherheit für Berlin Rehbein Sicherheitstechnik: Eine Ära der Innovation und des Vertrauens Rehbein Sicherheitstechnik, eine Berliner Institution, feierte 2025 ihr 135-jähriges Bestehen. Seit der Gründung durch Schlossermeister Emil Rehbein im Jahr 1890 hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter für Sicherheitslösungen in der Hauptstadt entwickelt und verbindet erfolgreich langjährige Erfahrung mit modernster Technologie.
Von der Schlosserei zum umfassenden Sicherheitsdienstleister Die Anfänge des Unternehmens lagen in der Fabrikation und Montage von Schlössern und Türschließern. Emil Rehbein bewies schon früh Innovationsgeist und erhielt 1899 den Gebrauchsmusterschutz für einen pneumatischen Türöffner und 1902 für eine elektrische Türsicherung.
zwei langjährige Mitarbeiter als geschäftsführende Kommanditisten wesentliche Anteile des Unternehmens. Damit ist die Zukunft von Rehbein Sicherheitstechnik gesichert, während die Familie Rehbein weiterhin beteiligt bleibt. Moderne Sicherheitstechnik für jedes Bedürfnis
Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und mehreren Umzügen etablierte sich das Geschäft unter der Leitung von Enkel Horst Rehbein in Friedenau. Urenkelin Sabrina Rehbein, die das Unternehmen nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium und einer Schlosserlehre 1981 übernahm, expandierte und eröffnete 1999 eine weitere Filiale in Westend. Ein weiterer bedeutender Schritt war die Übernahme der 1896 gegründeten Firma Meyer & Roschkowski zum Jahreswechsel 2018/19, wodurch das Leistungsportfolio um spezialisierte Schlosserarbeiten und die Anfertigung von Autoschlüsseln erweitert wurde.
Zukunftsorientierte Unternehmensführung Im Jahr 2023 wurde ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen: Mit Heiko Ludwig (kaufmän Heute bietet Rehbein Sicherheitstechnik ein umfassendes Spektrum an Sicherheitslösungen für Privatund Geschäftskunden. Dazu gehören neben klassischen Schlüsseln, Schlössern und Zylindern auch modernste Alarmanlagen, Videoüberwachung, Tresore, Zutrittskontrollsysteme und Rauchmelder. Das Unternehmen legt großen Wert auf eine individuelle Bedarfsanalyse und qualitativ hochwertige Produkte, um maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte zu erstellen. Weitere Informationen unter www.rehbein.berlin Rehbein Sicherheitstechnik
nische Leitung) und Robert Ponzi (Leitung Außendienst) übernahmen
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14 | Gazette Gazette Charlottenburg Charlottenburg | März & Wilmersdorf 20263
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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Wird am Wald-Gymnasium verfehlte Schulplanung auf dem Rücken der nächsten Generationen gemacht? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die FDP-Fraktion das Thema vorgeschlagen.
CDU-Fraktion 116 Jahre Schulgeschichte, ein ausgeprägtes Fremdsprachenprofil und eine einzigartige Verankerung im Ortsteil – das Wald-Gymnasium ist eine feste Größe in der Schullandschaft Charlottenburg-Wilmersdorfs und darüber hinaus. Umso entsetzter fielen die Reaktionen der Schulgemeinschaft aus, als die Pläne des SPD-geführten Schulamtes durch eine Anfrage der CDU-Fraktion publik wurden, das Gymnasium zu schließen und am selben Standort eine Integrierte Sekundarschule (ISS) zu schaffen. Ein eigens erstellter Kriterienkatalog und passende Prognosezahlen werden dabei als Argumente aufgeführt, um eine breite und ergebnisoffene Debatte zur Schulplatzsituation im Bezirk im Vorfeld zu unterbinden. Die CDU-Fraktion kann ein derartiges Vorgehen ohne Beteiligung der bezirklichen Schulgremien nicht gutheißen, zumal zum Zeitpunkt der Bekanntgabe noch keine entsprechende Beschlusslage existierte, um diesen Alleingang zu rechtfertigen. Wir drängen daher auf einen ehrlichen Blick auf die Schulplatzbedarfe, auch über die Bezirksgrenze hinweg. Für uns ist klar, dass das Wald-Gymnasium erhalten werden muss. Alexander Pönack
B‘90/Grünen-Fraktion Wir setzen auf eine vielfältige Auswahl guter Schulen mit starkem Personal im Bezirk. Gute Bildung entsteht in einer kindgerechten und für die Familie passenden Schulform – ob gebundener oder offener Ganztag, ob MSA oder Abitur, ob Gymnasium, Gemeinschaftsschule oder Integrierte Sekundarschule (ISS). Familien sollen sich in diesem Bezirk darauf verlassen können, dass ihnen hier verlässliche Perspektiven eröffnet werden.
Der Bezirk steht in der Verantwortung, in jeder Schulform attraktive Angebote zu schaffen. Dazu gehört auch, ohne Vorurteile über die Umwandlung einer Schulform in eine andere zu sprechen. Um dies zu ermöglichen, muss der Bezirk zusätzliche Mittel in nachhaltige Schulgebäude, multiprofessionelle Teams und innovative Lernkonzepte investieren. Gute Bildung schafft gleiche Chancen – für eine gerechte Gesellschaft, in der alle jungen Menschen befähigt werden, selbstbestimmt zu lernen, kreativ mitzudenken und unsere Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Charlottenburg-Wilmersdorf braucht ein vielfältiges Bildungssystem, das allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen bietet und sie gut auf ihr Leben vorbereitet. Corinna Balkow Berlin
SPD-Fraktion
Eingangs ist festzuhalten: Die Fragestellung ist irreführend. Sie unterstellt, die Qualität der Wald-Oberschule würde durch die Umwandlung in eine ISS leiden. Tatsächlich hat sich durch neue Aufnahmekriterien für Gymnasien das Ungleichgewicht im Bezirk verschärft: Derzeit gibt es rund 1.000 Gymnasialplätze zu viel und etwa 800 ISS-Plätze zu wenig. Zudem nehmen unsere Gymnasien seit Jahren viele Schüler:innen aus anderen Bezirken auf. Es kann nicht sein, dass ISS-Schüler:innen im eigenen Bezirk keinen Platz finden. Auch als ISS bleibt an der Wald-Oberschule das Abitur möglich - dann nach 13 statt 12 Jahren. Das begrüßen viele Eltern, weil ihre Kinder mehr Zeit zur Entwicklung oder außerschulische Aktivitäten haben. Die Pläne wurden transparent im Schulausschuss vorgestellt. Grundlage waren fünf objektive Kriterien: Kapazität, Investitionsbedarf, Versorgungssituation in der Schulnetzplanung, Besonderheiten und Entwicklungsperspektive. Die Waldschule
erfüllt sie und bietet durch die benachbarte Grundschule beste Voraussetzungen für das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaftsschule. Dr. Felicitas Tesch
Linksfraktion Deutschland ist eines der Länder mit der größten Vermögensungleichheit. Und: hier entscheidet die Herkunft der Eltern über die eigene Bildungsbiographie. Schuld daran ist auch unser dreigliedriges Schulsystem, in dem „leistungsstarke“ Kinder von den „schwachen“ schulisch möglichst früh getrennt werden. So könnten „Schwächere“ besser gefördert und die „Starken“ besser gefordert werden. Fakt ist aber, dass gemeinsames Lernen aller Schüler:innen unabhängig von Herkunft und Portemonnaie der Eltern die besten Lernerfolge für alle zeitigt und für mehr Bildungsgleichheit sorgt. Das zeigen zahlreiche Studien. Dass die FDP aus der längst überfälligen Schaffung einer weiteren Integrierten Sekundarschule (ISS) in unserem mit Gymnasien überversorgten Bezirk nun solch einen Skandal strickt, zeugt von ihrem verstaubten Elitismus, aber sicher nicht von Expertise in der Bildungspolitik. Die Gründung der ISS ist ein erster richtiger Schritt hin zu mehr Bildungsgleichheit; der nächste ist die Schaffung einer Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder von der 1. bis zur 13. Klasse gemeinsam lernen können! Anne Zetsche
FDP-Fraktion Aus Sicht der FDP offenbart die Situation am Wald-Gymnasium im Westend Charlottenburgs die Folgen jahrelang unzureichender Schulentwicklungsplanung. Statt frühzeitig ausreichend Schulplätze für alle Schulformen zu schaffen, um auch auf plötzlich steigende Schülerzahlen reagieren zu können, greift der Bezirk nun zu
1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDU Grüne SPD Linke FDP AfD BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW
kurzfristigen Strukturentscheidungen zu Lasten eines der traditionsreichsten und beliebtesten Gymnasien unseres Bezirks. Die zur Umwandlung in eine ISS angesetzten Auswahlkriterien lassen dabei viele Fragen offen. Sie verunsichern die (auch zukünftige) Schulgemeinschaft und scheinen eher eine bereits gefasste politische Entscheidung lediglich legitimieren zu wollen. Bildungspolitik muss jedoch neben Wahlfreiheit und Qualität gerade Verlässlichkeit und Planungssicherheit garantieren. Erfolgreiche Schulstandorte müssen gestärkt und bedarfsgerecht ausgebaut werden, anstatt sie aus Mangelgründen infrage zu stellen. Die Umwidmung einer bestehenden Schule dagegen verschiebt lediglich strukturelle Probleme, die eine verfehlte Politik zuvor selbst geschaffen hat. Stefanie Beckers Alternative für
Deutschland
AfD-Fraktion
Bildungspolitische Irrwege geht Berlin seit Jahrzehnten. Man schaue auf das Bildungsranking. Da will das Bezirksamt nicht zurückstehen. Es ist ein schwerer Fehler, das traditionsreiche und leistungsstarke Wald-Gymnasium in eine Integrierte Sekundarschule umzuwandeln. Damit werden Qualität, Leistungsorientierung und stabile schulische Strukturen geopfert. Das ist verantwortungslos gegenüber Schülern, Eltern und Lehrkräften. Ja, es fehlen Plätze für Integrierte Sekundarschulen. Dafür müssen jedoch andere Wege beschritten werden, z.B. Neubauten, Erweiterungen oder andere tragfähige Lösungen. Es ist verantwortungslos und gesellschaftlich schädlich, erfolgreiche Schulformen zu benachteiligen. Vor allem brauchen wir keine ideologisch motivierte Gleichmacherei. Im Gegenteil: Hohe Maßstäbe, Anforderungen, Leistung und Exzellenz sind gefragt – in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. Individueller Erfolg und gesellschaftlicher Wohlstand zukünftiger Generationen basieren auf unserem Schulsystem. Gymnasien sind deswegen besonders zu fördern und nicht abzuschaffen. Michael Seyfert
RATGEBER
Gazette Charlottenburg | März 2026 | 15
Kostenlose Energieberatung „ZuHaus in Berlin“ geht in die Verlängerung Mit fast 3.000 Energieberatungen leistet das von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) mitfinanzierte Projekt „ZuHaus in Berlin“ einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Wärmewende. Vor fünf Jahren ist das kostenlose Angebot für Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern gestartet, zunächst befristet bis Ende 2025. Jetzt geht es in die Verlängerung. Das Projekt wird bis Ende 2027 von der SenMVKU im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 (BEK 2030) finanziert und baut auf der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale auf. Interessierte können sich damit weiterhin kostenlos von zertifizierten Energieberaterinnen und Energieberatern aufsuchen und beraten lassen. Wer über klimafreundliche Lösungen
wie Wärmepumpen oder Photovoltaik im Eigenheim nachdenkt oder Fragen zu Energieeffizienz und energetischer Sanierung hat, findet hier kompetente Antworten. Das Angebot wird von der Verbraucherzentrale Berlin umgesetzt. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Das Land Berlin unterstützt mit dem Angebot Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv darin, Energiesparmaßnahmen und eine klimafreundliche Wärmeversorgung umzusetzen. Denn klar ist: Energieberatung zahlt sich doppelt aus. Sie senkt Kosten und ist gut fürs Klima. Ich freue mich, dass wir dieses wertvolle Beratungsangebot der Verbraucherzentrale weiter aus Mitteln der SenMVKU unterstützen können.“ Markus Kamrad, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin: „Im Bereich Gebäude spielen Eigen heime eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz. Gerade ältere Gebäude verfügen über ein hohes, oft nicht ausreichend genutztes Einsparpotenzial beim Energieverbrauch, zugleich ist gerade dort die Unsicherheit oft groß. Umso schöner, dass wir Berlin auch künftig mit unabhängiger Beratung unterstützen dürfen, damit die Wärmewende gelingt.“
Heizungsoptimierung und -tausch besonders gefragt Nach aktueller Gesetzeslage gilt ab dem 1. Juli 2026: Neue Heizungen müssen mit einem Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme betrieben werden. Vor diesem Hintergrund ist mit einer steigenden Nachfrage nach fachkundiger Beratung und Informationen zur Umstellung auf alternative Heizsysteme sowie zu Förderprogrammen zu rechnen. Schon heute ist die Be 112 oder 116117
HANS KRUPPA Technik-Profi | TV-Video-HiFi
Die richtige Nummer im richtigen Moment Die Berliner Feuerwehr und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin haben ihre gemeinsame Aufklärungskampagne zur Wahl der richtigen Notrufnummer erweitert. Um die Leitstellen zu entlasten und die medizinische Versorgung effizienter zu steuern, stehen Informationsmaterialien ab sofort in sechs Sprachen zur Verfügung. Die neuen Flyer in Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch und Polnisch sollen den Berlinern als Entscheidungshilfe dienen. Sie verdeutlichen die Abgrenzung der Zuständigkeiten: • Lebensbedrohliche Situationen: Notruf 112 • Akute, jedoch nicht lebensgefährliche Beschwerden – Kontakt zum ärztlichen Bereitschaftsdienst: Telefonnummer 116117 Wen rufst du im Notfall an?
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist die Anlaufstelle, insbesondere außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten. Ziel der Maßnahme ist es, Fehlleitungen zu reduzieren, damit Rettungskräfte gezielt bei echter Gefahr eingreifen können. Ergänzend weisen die Materialien auf eine digitale Ersteinschätzung hin, die unter der 116117 auf Deutsch und Englisch nutzbar ist. Weitere Informationen der Berliner Feuerwehr: www.berlinerfeuerwehr.de/ihre-sicherheit/ im-notfall/die-richtige-nummerim-richtigen-moment und der Kassenärztlichen Vereinigung: www.kvberlin.de/ fuer-patienten/aer ztlicherbereitschaftsdienst-116117/dierichtige-nummer-im-richtigenmoment.
ratung zur Heizungsoptimierung und zum Heizungstausch das beliebteste Angebot bei „ZuHaus in Berlin“. Das Land Berlin hat sich per Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz (EWG Bln) das Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis 2045 um mindestens 95 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Derzeit entfallen noch über 40 Prozent der Berliner CO2-Emissionen auf den Gebäudebereich. Daher kommt der Wärmewende mit ihren zwei strategischen Ansätzen – Senkung des Wärmeverbrauchs sowie Dekarbonisierung der Wärmeversorgung – eine zentrale Rolle für den Klimaschutz zu. Bis spätestens zum 30. Juni 2026 wird der Berliner Senat eine gesamtstädtische Wärmeplanung vorlegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www. verbraucherzentrale-berlin.de/ zuhaus-in-berlin
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Impressum
Die richtige Nummer im richtigen Moment.
Gazette Charlottenburg · März Nr. 3/2026 · 44. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.
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